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Die schönste Erfahrung war für mich, dass ich Gott so nahe und intensiv erleben durfte.

 

Würde dieses Gefühl auch vor der Erfahrung Bestand haben, dass die Therapie nicht anschlägt?

 

Ich finde es gut wenn jemand durch den Glauben getragen wird, weniger gut finde ich es, wenn mir der Glaube als unterstützende Therapiemaßnahme verkauft wird.

Das kommt mir so vor wie "Ich liebe Dich, weil Du gut kochen kannst."

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Guest Claudia

Glaube als *unterstützende* Therapiemaßnahme - ja, aber nicht als alleinige.

 

Es ist mittlerweile gut belegt, daß ein positiver Glaube heilen hilft, wie auch eine psychologische Begleitung z.B. von Krebspatienten. Gegen Begleitung bei der Heilung durch Glauben ist imho nix einzuwenden.

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Glaube als *unterstützende* Therapiemaßnahme - ja, aber nicht als alleinige.

 

Ich kenne einen 78-jährigen Mann, der das anders sieht. Er hat bereits zwei Herzinfarkte und ist nun aus dem ganzen medizinischen Getriebe (u.a. Nachuntersuchungen) ausgestiegen. Er meint, dass über kurz oder lang der Tod sowieso unabwendbar sei und dass er lieber durch einen nichtmedizinischen Tod stürbe, als ein medizinisch überwachtes Sterben oder ein ebenso medizinisch überwachtes Dahin-Altern bis zum Exzess. Er nähme es, wie es komme - aus der Hand Gottes (wo er auch hin will).

 

Ich empfinde seine Ansicht als sehr gereift. Er ist vom Typ her weder ein Masochist noch jemand, der es jetzt aufs Sterben mit aller Gewalt anlegt. Ich vermute, dass sehr viele Menschen eine ähnliche Einstellung haben. Und da öffnet sich die Frage: Er ist nun 78. Wo ist die Grenze? Ab welchem Alter (oder Gesundheits- oder Alterungszustand) kann und soll man sich vielleicht sogar so eine Einstellung zulegen?

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Glaube als *unterstützende* Therapiemaßnahme - ja, aber nicht als alleinige.

 

Es ist mittlerweile gut belegt, daß ein positiver Glaube heilen hilft, wie auch eine psychologische Begleitung z.B. von Krebspatienten. Gegen Begleitung bei der Heilung durch Glauben ist imho nix einzuwenden.

Es ging darum, dass um Gottes Hilfe gebetet wurde.

Ich finde es in Ordnung Trost und Halt im Glauben zu finden, schade fände ich es nur wenn der Glaube allein dadurch Bestand hat, dass "man bekommt was man will".

 

Eben ein "Ich liebe Dich weil Du tust was ich von Dir will".

 

Na ja, das ist natürlich aus der Sicht eines Idealisten und Romantikers, der ein Gegenüber beim Gebet hat :huh:

 

Ohne Gegenüber hast Du natürlich recht - es ist schon hilfreich fest dran zu Glauben gesund zu werden - woher dieser Glaube rührt ist dabei für das persönliche Empfinden unerheblich.

 

Übrigens ein Vorteil der Religion: Metaphysische Entitäten haben keine Sprechstunde, fordern keine Praxisgebühr und eine Ansprache ist ohne vorherige Überweisung einer Allgemeinentität möglich.

 

Nachteil: In der Apotheke um die Ecke wird "Gott hat mir geoffenbart, dass ich Penizillin brauche" meist nicht anerkannt.

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Guest Claudia

Glaube als *unterstützende* Therapiemaßnahme - ja, aber nicht als alleinige.

 

Ich kenne einen 78-jährigen Mann, der das anders sieht. Er hat bereits zwei Herzinfarkte und ist nun aus dem ganzen medizinischen Getriebe (u.a. Nachuntersuchungen) ausgestiegen. Er meint, dass über kurz oder lang der Tod sowieso unabwendbar sei und dass er lieber durch einen nichtmedizinischen Tod stürbe, als ein medizinisch überwachtes Sterben oder ein ebenso medizinisch überwachtes Dahin-Altern bis zum Exzess. Er nähme es, wie es komme - aus der Hand Gottes (wo er auch hin will).

 

Ich empfinde seine Ansicht als sehr gereift. Er ist vom Typ her weder ein Masochist noch jemand, der es jetzt aufs Sterben mit aller Gewalt anlegt. Ich vermute, dass sehr viele Menschen eine ähnliche Einstellung haben. Und da öffnet sich die Frage: Er ist nun 78. Wo ist die Grenze? Ab welchem Alter (oder Gesundheits- oder Alterungszustand) kann und soll man sich vielleicht sogar so eine Einstellung zulegen?

 

Hey, Mecky, das Thema Heilung betrifft nun bei weitem nicht nur alte Menschen, oder...? Ich dachte auch primär nicht an diese, sondern wirklich die, für die Heilung *aktives* Weiterleben bedeutet und nichts weiter.

 

Aber auch wenn ich diese Einstellung des Mannes bewundere, ich weiß nicht, ob ich sie für empfehlenswert halte bzw für praktikabel. Das muß, denke ich, jeder mit sich selber ausmachen.

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Guest Claudia
Es ging darum, dass um Gottes Hilfe gebetet wurde.

Ich finde es in Ordnung Trost und Halt im Glauben zu finden, schade fände ich es nur wenn der Glaube allein dadurch Bestand hat, dass "man bekommt was man will".

Ich glaube, von der Idee sind die allermeisten Christen auch schon kuriert...

 

Übrigens ein Vorteil der Religion: Metaphysische Entitäten haben keine Sprechstunde, fordern keine Praxisgebühr und eine Ansprache ist ohne vorherige Überweisung einer Allgemeinentität möglich.

 

Nachteil: In der Apotheke um die Ecke wird "Gott hat mir geoffenbart, dass ich Penizillin brauche" meist nicht anerkannt.

Ebent...:huh:

 

Deswegen hab ich auch geschrieben: *begleitend ja, ausschließlich doch eher nicht*.

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Glaube als *unterstützende* Therapiemaßnahme - ja, aber nicht als alleinige.

 

Ich kenne einen 78-jährigen Mann, der das anders sieht. Er hat bereits zwei Herzinfarkte und ist nun aus dem ganzen medizinischen Getriebe (u.a. Nachuntersuchungen) ausgestiegen. Er meint, dass über kurz oder lang der Tod sowieso unabwendbar sei und dass er lieber durch einen nichtmedizinischen Tod stürbe, als ein medizinisch überwachtes Sterben oder ein ebenso medizinisch überwachtes Dahin-Altern bis zum Exzess. Er nähme es, wie es komme - aus der Hand Gottes (wo er auch hin will).

 

Ich empfinde seine Ansicht als sehr gereift. Er ist vom Typ her weder ein Masochist noch jemand, der es jetzt aufs Sterben mit aller Gewalt anlegt. Ich vermute, dass sehr viele Menschen eine ähnliche Einstellung haben. Und da öffnet sich die Frage: Er ist nun 78. Wo ist die Grenze? Ab welchem Alter (oder Gesundheits- oder Alterungszustand) kann und soll man sich vielleicht sogar so eine Einstellung zulegen?

 

da kann es keine Regel für geben. Das muss jeder selber entscheiden.

Ich fürchte, ich würde mich das nicht trauen. Ich würde wahrscheinlich an jedem Strohalm festhalten

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Es ging darum, dass um Gottes Hilfe gebetet wurde.

Ich finde es in Ordnung Trost und Halt im Glauben zu finden, schade fände ich es nur wenn der Glaube allein dadurch Bestand hat, dass "man bekommt was man will".

Ich glaube, von der Idee sind die allermeisten Christen auch schon kuriert...

Ich glaube es ist sehr schwer zu "merken" wenn man nicht von dieser Idee kuriert ist.

"Dein Wille geschehe" ist nicht die leichteste Übung :huh:

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