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Umgang mit Genetischen Daten


Lichtlein
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http://www.zenit.org/german/visualizza.phtml?sid=29050

 

Genetik unter dem Mikroskop

 

Die UNESCO denkt über ethische Leitlinien nach

 

Montreal, den 9. Dezember 2002 (ZENIT.org).- Die UNESCO bemüht sich weiterhin, im rasanten Fluss der genetischen Forschung Leitlinien zu formulieren. Vom 26. bis zum 28. November tagte ihr Internationaler Bioethik-Ausschuss in Montreal. Es war die neunte Tagung einer Tagungsfolge.

 

Der Ausschuss arbeitet an Dokumenten, die auf der Generalversammlung der UNESCO im nächsten Herbst vorgestellt werden sollen, wie einer Pressemitteilung der UNESCO vom 25. November zu entnehmen ist. Im Jahr 1997 nahm die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization – Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur der UNO) offiziell die ‚Universelle Deklaration zum menschlichen Genom und den Menschenrechten’ an, die eine Reihe ethischer Leitprinzipien für Wissenschaftler festlegte.

 

Der Bioethik-Ausschuss macht sich besondere Sorgen um die Speicherung und Verwendung genetischer Daten. Genetische Tests, sowohl an Ungeborenen als auch an Erwachsenen, nehmen zu. Es gibt schätzungsweise 50 Datenbanken, von denen jede mehr als eine Million Einzeldaten enthält.

 

Im Zusammenhang mit der Speicherung von Erbinformationen weist das Bioethikgremium warnend darauf hin, dass besonders dann das Problem des Einverständnisses besteht, wenn es um Daten von Personen geht, die in Ländern mit weniger entwickelten gesetzlichen Schutzsystemen leben.

 

Ein weiteres größeres Problem bei diesen gespeicherten Daten ist die Wahrung der Privatsphäre. Die Daten müssen identifizierbar aber gleichzeitig geschützt sein. Eine damit verbundene Frage lautet: Was ist zu tun, wenn Familienmitglieder, die mit ähnlichen genetischen Mängeln konfrontiert sind, die Ergebnisse wissen wollen.

 

Weitere Möglichkeiten des Missbrauchs der Daten zeichnen sich ab. Genetische Daten können auf vielfältige Weise dazu benutzt werden, Teile der Bevölkerung zu benachteiligen. Personen, bei denen vermutet wird, dass sie gegenüber gewissen Krankheiten anfälliger sind, könnten es schwerer haben, eine Arbeitsstelle zu finden oder Versicherungsschutz zu bekommen.

 

Die Kommerzialisierung genetischer Daten ist ein weiteres Minenfeld von Problemen. Diese reichen vom Patentieren von Erbinformationen bis zu der Frage des Entgelts an Personen für die Informationen, die aus ihren Daten gewonnen wurden. Rechtsstreitigkeiten um Versuche, menschliche Gene zu patentieren, sind im Gange.

 

Schutz der Privatsphäre

 

Die gesetzgebenden Gremien in den Vereinigten Staaten unternehmen bereits Schritte zum Schutz genetischer Daten. In einunddreißig Staaten gibt es schon Gesetze gegen genetische Diskriminierung am Arbeitsplatz, und 41 Staaten besitzen Gesetze gegen Versicherer, die Erbinformationen zur Benachteiligung Versicherter verwenden, berichtete die “Associated Press” am 13. September.

 

Auf nationaler Ebene üben Gruppen, die sich für den Datenschutz einsetzen, Druck auf den Kongress aus. Sie fordern, dass eine Genehmigung von Seiten der betroffenen Personen eingeholt werden muss, bevor Erbinformationen über sie freigegeben werden. Bei einer Sachverständigenanhörung vor einem Rechts-Unterausschuss des Kongresses im September warnte Dr. Deborah Peel von der ‚Amerikanischen Psychoanalytischen Vereinigung’ davor, dass der Verlust der Kontrolle über Erbinformationen ernste Folgen für betroffene Personen haben könnte. Frau Dr. Peel stellte die Frage, ob zum Beispiel Hypothekengesellschaften Zugang zu Ergebnissen genetischer Tests haben sollten, bevor sie über die Gewährung eines Darlehens an den Bewerber entscheiden.

 

Eine Warnung kam auch von Francis Collins, einem ehemaligen Professor an der Universität von Michigan, der für die Bemühungen der Regierung verantwortlich ist, das Wissen über menschliche Gene zu verbreiten, berichtete die “Detroit Free Press” am 3. Oktober. Er erklärte: “Ich glaube, dass die Möglichkeit uns alle mit Sorgen erfüllen sollte, dass die Menschen, genau in dem Augenblick, wo die genetische Medizin mit aller Macht voranschreitet, um Krankheiten zu verhindern, meinen werden, dass es nicht ungefährlich ist, diese Erbinformationen zu ermitteln, weil sie gegen uns benutzt werden können.”

 

Wie sich aus dem Beweismaterial, das bei den Anhörungen des Unterausschusses im September vorgelegt wurde, ergibt, testen ein Prozent der größeren US-Firmen neu eingestellte oder derzeitige Angestellte auf Sichelzellanämie (eine Erkrankung der roten Blutkörperchen), während 14 Prozent medizinische Untersuchungen durchführen, die auch genetische Tests einschließen können, die den Zweck haben, Anfälligkeiten für Arbeitsplatzrisiken aufzuspüren.

 

In England forderte zur gleichen Zeit Sir Alec Jeffreys, Professor für Genetik an der Universität von Leicester und Erfinder des ‚genetischen Fingerabdrucks’ (Personenidentifikation anhand der DNS), die Schaffung einer nationalen Datenbank, um DNS- Aufzeichnungen der ganzen Bevölkerung des Vereinigten Königreiches zu speichern, berichtete die “Financial Times” am 13. September.

 

Jeffreys will, dass die Datenbank von einer unabhängigen Einrichtung und nicht von der Polizei verwaltet wird. Er regt an, Vollstreckungsbeamte sollten die Namen von Personen erst dann ermitteln dürfen, wenn sie biologische Beweise vom Schauplatz des Verbrechens gesammelt und einen Gerichtsbeschluss erwirkt haben, der die Freigabe der Identität einer Person erlaubt.

 

Jeffreys machte seine Vorschläge, als das Berufungsgericht kürzlich entschied, dass die Polizei DNS-Proben und Fingerabdrücke aufheben darf, die von Personen genommen wurden, welche angeklagt aber niemals verurteilt wurden. Lord Woolf, der Lordoberrichter, erklärte, diese Praxis sei im Einklang mit der ‚Europäischen Menschenrechtskonvention’ .

 

Lordrichter Sedley entschied, die Speicherung der Daten von nichtverurteilten Personen verletze zwar deren durch die Konvention verbrieftes Recht auf Achtung vor dem Privatleben, werde jedoch durch das legitime Ziel der Verhinderung von Verbrechen gerechtfertigt.

 

Die Richtlinien, die in Vorbereitung sind

 

Auf globaler Ebene werden die ersten Entwürfe der Dokumente, die jetzt vom Internationalen Bioethik-Ausschuss hergestellt werden, auf der UNESCO-Website veröffentlicht. Einer der Texte, das ‚Internationale Dokument über menschliche genetische Daten‘, fordert, dass mit genetischen Daten besonders sorgfältig verfahren werden soll, weil “diese Informationen schwer wiegende Auswirkungen auf die Familie, und in einigen Fällen, auf die ganze Gruppe haben können, welcher der Betroffene angehört.”

 

Das Dokument verlangt, dass menschliche genetische Daten von der Gesetzgebung zu schützen sind, “um jegliche Stigmatisierung und Diskriminierung einer Person, Familie oder Gruppe zu vermeiden. Es fordert auch: “Für die Speicherung menschlicher genetischer Daten ist das vorausgehende, freie, informierte und ausdrückliche Einverständnis erforderlich.”

 

Das Dokument des Bioethikkomitees fordert, dass die Daten, die für wissenschaftliche Forschung gespeichert werden, anonym weitergegeben werden. Es empfiehlt auch, dass jeder etwaige finanzielle Nutzen aus der Verwendung genetischer Forschung auch den Personen zu gute kommt, welche die bei den Forschungen benutzten Daten beigesteuert haben.

 

Ein weiteres Dokument, das vom Bioethikkomitee vorbereitet wird, befasst sich mit der Präimplatationsdiagnose (PID) und dem Eingriff in die Keimbahn (Keimbahnintervention). Die PID wird zunehmend angewendet, um Föten mit genetischen Problemen aufzuspüren, was dann oft zu ihrer Abtreibung führt. Die Arbeitsgruppe der UNESCO bezog keine Stellung zu den moralischen Argumenten in dieser Frage, bemerkte allerdings, dass die Katholische Kirche sich dagegen wendet, dass dem Fötus irgend ein Schaden zugefügt wird.

 

Stellung bezieht das Dokument jedoch gegen die Vernichtung von Embryonen aus nichtmedizinischen Gründen. Es erklärt auch, dass “die Beendigung von Schwangerschaften wegen eines bestimmten Geschlechts nicht die gleiche Berechtigung hat wie das Vermeiden späterer durch eine schwere Krankheit verursachter Leiden.”

 

Das Dokument stellt auch fest, dass ein Gentest, der auf eine Anfälligkeit für eine bestimmte Krankheit hinweist, keine Gewissheit dafür gibt, dass der Embryo später auch diese Krankheit haben wird, sondern “nur eine Vermutung eines Risikos” liefert.

 

Was die Veränderungen an der Keimbahn anbelangt -- das sind genetische Veränderungen, die auf künftige Generationen übertragen werden können -- weist der Entwurf warnend darauf hin, dass äußerste Vorsicht erforderlich ist, bevor man mit dieser Art genetischer Manipulation fortfährt. Außerdem tritt das Bioethikkomitee dafür ein, dass “nur solche menschliche Merkmale getestet und/oder verändert werden sollen, die für eine Linderung von durch Krankheit bedingtem Leiden von Bedeutung sind”.

 

Das Dokument macht auch geltend, dass bei jeder genetischen Veränderung normaler menschlicher Merkmale die Gefahr besteht, dass “dadurch unsere Wahrnehmung von uns selbst als 'Personen', das heißt als autonome Wesen, tief gehend beeinflusst wird. Wir könnten uns stattdessen als bloße ‚Sachen' oder biologische von anderen Menschen entworfene Artefakte (Kunstprodukte) betrachten.”

 

Ebenso ”erfordert es die Gerechtigkeit zwischen den Generationen, dass wir Achtung vor den menschlichen Lebensbedingungen der künftigen Individuen haben. Sie sollten die Freiheit haben, ihre Möglichkeiten zu entfalten, ohne biologisch von den besonderen Vorstellungen von ‚guten' und ‚schlechten' menschlichen Eigenschaften konditioniert zu werden, die in der Zeit ihrer Vorfahren herrschten.” Wissenschaftler und Regierungen täten gut daran, diese Warnungen zu beherzigen, bevor sie mit weiterer Forschung voranstürmen.

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Da gab es mal in kritischen Bericht, da es in Island (?) Generationen- und Abstammungstafeln über etliche hundert Jahre gibt.

Und es gibt bei Verdacht auf gewisse Erbkrankheiten noch keine Möglichkeit sich anonym testen zu lassen.

Begründung: Suizidgefahr bei schlechtem Ergebnis. Hm, und warum kann man sich dann anonym auf AIDS testen lassen?

Ich vermute wirtschaftliche Interessen...

Soweit in Kürze, interessantes Thema, später mehr.

 

Gruß mtoto

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"Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache. Und es übt alle Macht des ersten Tieres vor seinen Augen aus und macht, daß die Erde und deren Bewohner das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde. Und es tut große Zeichen, so daß es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen läßt vor den Menschen. Und es verführt die Bewohner der Erde durch die Zeichen, die vor dem Tiere zu tun ihm gegeben sind, und es sagt den Bewohnern der Erde, daß sie ein Bild machen sollen dem Tier, welches die Wunde vom Schwert hat und am Leben geblieben ist. Und es wurde ihm verliehen, dem Bilde des Tieres einen Geist zu geben, so daß das Bild des Tieres auch redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. Und es bewirkt, daß allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, und daß niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit! Wer Verstand hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist 666."

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Lieber Hasenfus,

 

sicher bist Du in der Kirche wieder zu weit vorne gestanden und hast etwas zu viel Weihrauch abbekommen!

Gute Besserung!

 

Gruß, Bongo

 

(Geändert von Bongo um 13:45 - 26.Dezember..2002)

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>Wer Verstand hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist 666." <

 

Und sie befindet sich auf den teuflischen Barcodes, mit denen die Waren ausgezeichnet werden!

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um auf Lucias Beitrag zurückzukommen: ich finde einiges von dem, was da zur Zeit abgeht, echt bedrohlich und ganz im Stile eines 'Big Brothers'. Etwa die Speicherung personenbezogener genetischer Daten mit dem Argument, damit könnten Straftaten verhindert werden. Das ist vollkommener Quatsch. Im besten Falle können Straftaten dadurch schneller aufgeklärt werden, und selbst dieses Argument wäre zu hinterfragen.

 

Ebenso schlimm finde ich den grassierenden Patentierwahn. Nächstens müssen wir wohl alle noch Lizenzgebühr zahlen, weil unsere Galle Fett abbaut: das verwendete Enzym gehört dann vermutlich einem Pharmakonzern.

 

Die Argumente, mit denen diese Entwicklung vorangetrieben wird - dient alles der Medizin, der Heilung von bislang nicht heilbarer Krankheiten usw. - ist verlogen bis zum geht nicht mehr. Man schaue sich doch nur an, wie die Pharmakonzerne in Afrika vorgehen. Da interessiert sie dieses hehre Ziel einen Dreck. Es gibt ein Buch von John Le Carrè, Der ewige Gärtner, ein Roman, in dem er das Agieren dieser mulitnationalen Pharmakonzerne in Form eines Romans beschreibt. In einem Interview sagte Le Carrè, die Wirklichkeit der Pharmakonzerne, darauf wäre er bei seinen Recherchen gestoßen, hätte die grausame Fiktion seines Romans bei weitem übertroffen.

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Guest Claudia


Die Argumente, mit denen diese Entwicklung vorangetrieben wird - dient alles der Medizin, der Heilung von bislang nicht heilbarer Krankheiten usw. - ist verlogen bis zum geht nicht mehr.

 

Vorsicht, Erich, was Du hier schreibst.

 

Mein Mann ist auch *einer von den Bösen*, und natürlich arbeitet er wie ein Tier an neuen Medikamenten, weil das alles völlig verlogen ist und nicht etwa, weil er sieht, wie mal bestimmte Krankheiten geheilt werden könnten...???

 

Du verurteilst hier pauschal eine ganze Berufsgruppe, und hast keine Ahnung davon. Wenn Mißbrauch betrieben wird - und das wird er - heißt das doch nicht, daß ALLE Mißbrauch betreiben. Übertrag ich das auf die katholische Kirche und ihre kindermißbrauchenden Pfarrer, ernte ich sicher viel Protest! Zurecht!

 

Selbst wenn ich Dir bei einigen Sätzen zustimmen wollte, nach diesem Absatz dreht sich mir nur noch der Magen rum.

 

Sicher hast Du NOCH NIE Medikamente genommen und bei Krankheit von Dir und Deiner Familie NUR auf Gott vertraut, oder? Denn die Pharma-Industrie hat ja ihre Medikamente quasi nur für den Mißbrauch entwickelt...

 

Erich, mir graut vor Dir...

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Guest Claudia


Zitat von Claudia am 14:51 - 26.Dezember..2002

 

 

Erich, mir graut vor Dir...


MARGARETE:

Dein bin ich, Vater! Rette mich!

Ihr Engel! Ihr heiligen Scharen,

Lagert euch umher, mich zu bewahren!

Erich! Mir graut's vor dir.

MEPHISTOPHELES:

Sie ist gerichtet!

STIMME (von oben):

Ist gerettet!

MEPHISTOPHELES (zu Faust):

Her zu mir!

Hm, muss ich mich nun bedanken? Oder soll ich klagen?

War's ein Kompliment? Eine Rüge? Muss ich verzagen?

Oder darf ich's froh als Zeichen meines Widerspruchs am Rocksaum tragen?

 

Aber mal im Ernst, Claudia, lies doch bitte, was geschrieben steht  -  und nicht das, was Du meinst, das gemeint sein könnte - das würde, meine ich, die wechselseitige Meinungsbildung deutlich erleichtern.

 

Ich sprach nicht von Einzelpersonen, sondern von multinationalen Pharmakonzernen. Dass der einzelne Arzt oder Chemiker hehre Ziele verfolgt, darunter auch Dein Mann, schön und gut, will ich gern glauben. Aber die Pharmakonzerne sind nicht aus Nächstenliebe im Geschäft, sondern um Gewinne zu machen. Gradmesser ihres jeweiligen Engegements ist der Aktienkurs, die Vermehrung des Shareholdervalues, angeheizt noch durch die unglückselige Praxis die Gehälter des Managments direkt an diesen zu koppeln. Aus diesen Gründen wurde der Preis von Mittel gegen AIDS hochgehalten, auch in Afrika. Die Konzerne strengten Prozesse gegen jene Länder an, die es wagten, die Mittel sozusagen in Eigenregie und zu wesentlich günstigeren Konditionen selber herzustellen. Zur gleichen Zeit starben Tausende an AIDS.

 

Erzähl mir doch bitte nochmal etwas vom guten Herz der Pharmariesen und wie sie sich mühen, das Leid in der Welt zu lindern ...

 

 

(Geändert von altersuender um 18:16 - 26.Dezember..2002)

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Zitat von Claudia am 15:51 - 26.Dezember..2002

Ohne DEINEN Papst gäbe es gar nicht so viele AIDS-Fälle, wetten..
;)

 

Übertragungsweg Nr.1 für AIDS ist der heterosexuelle GV.

 

Die Erotik zwischen Mann und Frau ist kennzeichnend für das Tier.

 

-----

Gott ist KIND. Und Maria seine Mutter.

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altersuender schrieb:

Ebenso schlimm finde ich den grassierenden Patentierwahn. Nächstens müssen wir wohl alle noch Lizenzgebühr zahlen, weil unsere Galle Fett abbaut: das verwendete Enzym gehört dann vermutlich einem Pharmakonzern

 

In diesem Fall mache ich mir eigentlich weniger Sorgen, da die Galle (Gallenflüssigkeit) kein Fett abbaut und auch kein solches Enzym produziert, sondern lediglich aus Stoffen besteht, die Fette emulgieren. Die fettabbauenden Enzyme  (Lipasen) werden vom Pankreas sezerniert.

Aber egal, ich verstehe, was Du meinst und bin mit der Patentierung menschlicher Erbinformation auch nicht einverstanden.

 

:gassho

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Zitat von Claudia am 15:51 - 26.Dezember..2002


Zitat von Claudia am 14:51 - 26.Dezember..2002

 

 

Erich, mir graut vor Dir...


MARGARETE:

Dein bin ich, Vater! Rette mich!

Ihr Engel! Ihr heiligen Scharen,

Lagert euch umher, mich zu bewahren!

Erich! Mir graut's vor dir.

MEPHISTOPHELES:

Sie ist gerichtet!

STIMME (von oben):

Ist gerettet!

MEPHISTOPHELES (zu Faust):

Her zu mir!

Hm, muss ich mich nun bedanken? Oder soll ich klagen?

War's ein Kompliment? Eine Rüge? Muss ich verzagen?

Oder darf ich's froh als Zeichen meines Widerspruchs am Rocksaum tragen?

 

Aber mal im Ernst, Claudia, lies doch bitte, was geschrieben steht  -  und nicht das, was Du meinst, das gemeint sein könnte - das würde, meine ich, die wechselseitige Meinungsbildung deutlich erleichtern.

 

Ich sprach nicht von Einzelpersonen, sondern von multinationalen Pharmakonzernen. Dass der einzelne Arzt oder Chemiker hehre Ziele verfolgt, darunter auch Dein Mann, schön und gut, will ich gern glauben. Aber die Pharmakonzerne sind nicht aus Nächstenliebe im Geschäft, sondern um Gewinne zu machen. Gradmesser ihres jeweiligen Engegements ist der Aktienkurs, die Vermehrung des Shareholdervalues, angeheizt noch durch die unglückselige Praxis die Gehälter des Managments direkt an diesen zu koppeln. Aus diesen Gründen wurde der Preis von Mittel gegen AIDS hochgehalten, auch in Afrika. Die Konzerne strengten Prozesse gegen jene Länder an, die es wagten, die Mittel sozusagen in Eigenregie und zu wesentlich günstigeren Konditionen selber herzustellen. Zur gleichen Zeit starben Tausende an AIDS.

 

Erzähl mir doch bitte nochmal etwas vom guten Herz der Pharmariesen und wie sie sich mühen, das Leid in der Welt zu lindern ...

 

 

(Geändert von altersuender um 18:16 - 26.Dezember..2002)


 

 

was ist denn hier passiert? wieso steht ein beitrag von erichas unter claudias absender?

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Hallo Lichtlein,

Das Dokument verlangt, dass menschliche genetische Daten von der Gesetzgebung zu schützen sind, “um jegliche Stigmatisierung und Diskriminierung einer Person, Familie oder Gruppe zu vermeiden. Es fordert auch: “Für die Speicherung menschlicher genetischer Daten ist das vorausgehende, freie, informierte und ausdrückliche Einverständnis erforderlich

 

M.E. sind solche Daten überhaupt nicht zu schützen. Wenn man bedenkt, wie Hobby-Hacker (Hobby-Spanner) schon mit einfachster Computerheft-Software (Spyware) versuchen, andere Internetuser auszuhorchen, möchte ich nicht wissen, was passiert, wenn es sich auch finanziell lohnt, an solche Daten zu gelangen.

(Man überlege sich einmal, welcher Aufschrei des Entsetzens durch die Bevölkerung ginge, wenn jeder offiziell "Einbruchswerkzeug" erstehen könnte, auch wenn dieses "nur" dem Informationserwerb dienen würde, wie jemand anders zuhause denn lebt. Oder das Entsetzen, das man empfindet, wenn auf einmal ein Fremder im Wohnzimmer steht und "nur" ein wenig im Foto-Album blättert. Vielen scheint die Tragweite ihres Handelns gar nicht bewußt zu sein)

 

:gassho

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Trotz meines Studiums in dem Bio/Gentechnikbereichs macht mir die Haltung der Bio/Pharmaindustrie ebenfalls Angst.

Gerade bei vielen Kommilitonen beobachte ich, dass es ihnen einfach nur ums Geld geht.

Erwin Chargaff (entdecker der Basenkomplementarität in der DNS sagte vor kurzem über die neue Generation der Biowissenschaftler: "Wenn Newton einer von denen gewesen wäre, müssten wir Lizenzgebühren für die Schwerkraft zahlen, um aufrecht gehen zu dürfen".

Da sag ich doch besser "wehret den Anfängen".

 

Problem ist sicher auch nicht, dass viele Forscher egoistisch etc. sind, allerdings ist es in der Regel die Leitung der INstitute und Pharmafirmen, die (auch irgendwie verständlicherweise) maximalen Profit rausholen will.

Besonders Paradox ist das bei Medikamenten. Bsp. ist für Malaria seit Jahrzehnten kein neues Medikament erschienen (neuer Wirkstoff!), in den nächsten paa Jahren werden aber allein 17 neue Mittel gegen Impotenz eingeführt werden. Paradox, aber es zeigt worum es da eigentlich geht: GELD

 

Schade, aber is so.

 

Das ist ja dann auch das Ziel bei der Gendatenerfassung: Versicherungen, Arbeitgeber, Polizei, alle hoffen davon (finanziell) zui profitieren. Idealismus/werte interessieren da kaum einen.

 

MFg Horek

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Guest Corinna


Zitat von Horekmann am 18:39 - 30.Dezember..2002

Erwin Chargaff (entdecker der Basenkomplementarität in der DNS sagte vor kurzem über die neue Generation der Biowissenschaftler: "Wenn Newton einer von denen gewesen wäre, müssten wir Lizenzgebühren für die Schwerkraft zahlen, um aufrecht gehen zu dürfen".


 

Ein beeindruckender Mann! Vor kurzem wurde im Fernsehen ein längeres Interview mit ihm ausgestrahlt: trotz seines hohen Alters (96 Jahre) total fit! Kurz nach der Aufzeichnung dieses Interviews ist er übrigens gestorben (Juni 2002).

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>> trotz seines hohen Alters (96 Jahre) total fit! Kurz nach der Aufzeichnung dieses Interviews ist er übrigens gestorben (Juni 2002). << (Corinna)

 

Dann war er wohl doch nicht so fit, wie es den Anschein hatte.

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