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Wie in einer Sekte?


rokmah

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Ich habe viel mit Jugendlichen zu tun, auch mit der Kirche fern stehenden. Mir ist es in letzter Zeit häufiger vorgekommen - vielleicht war es auch Zufall, vielleicht sollte man es aber auch ernst nehmen - dass ein Jugendlicher zu mir gesagt hat: Ich war (aus dem oder dem Grund) mal wieder in einer Messe, und ich fand es ganz schrecklich, ich habe mich wirklich gefühlt wie wenn ich in eine Sekte hinein geraten wäre.

 

Was läuft in unseren Gottesdiensten falsch, dass sie auf viele jungen Menschen derart abstossend wirken?

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Gallowglas
Ich habe viel mit Jugendlichen zu tun, auch mit der Kirche fern stehenden. Mir ist es in letzter Zeit häufiger vorgekommen - vielleicht war es auch Zufall, vielleicht sollte man es aber auch ernst nehmen - dass ein Jugendlicher zu mir gesagt hat: Ich war (aus dem oder dem Grund) mal wieder in einer Messe, und ich fand es ganz schrecklich, ich habe mich wirklich gefühlt wie wenn ich in eine Sekte hinein geraten wäre.

 

Was läuft in unseren Gottesdiensten falsch, dass sie auf viele jungen Menschen derart abstossend wirken?

 

Da läuft nichts "falsch", derjenige hat nur richtig erkannt, daß es keinen Unterschied zwischen "Sekte" und "Kirche" gibt, außer der staatlichen Anerkennung ...

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Ich habe viel mit Jugendlichen zu tun, auch mit der Kirche fern stehenden. Mir ist es in letzter Zeit häufiger vorgekommen - vielleicht war es auch Zufall, vielleicht sollte man es aber auch ernst nehmen - dass ein Jugendlicher zu mir gesagt hat: Ich war (aus dem oder dem Grund) mal wieder in einer Messe, und ich fand es ganz schrecklich, ich habe mich wirklich gefühlt wie wenn ich in eine Sekte hinein geraten wäre.

 

Was läuft in unseren Gottesdiensten falsch, dass sie auf viele jungen Menschen derart abstossend wirken?

 

Wenn er sich wie in einer Sekte gefühlt hat, kannst du das schon einmal als Teilerfolg verbuchen. Dann waren die Leute im Gottesdienst nämlich begeistert und sind aus sich rausgekommen.

 

Ein 0815-Gottesdienst wirkt auf Jugendliche normalerweise totlangweilig. "Sektenhaft" ist etwas völlig anderes.

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Ich habe viel mit Jugendlichen zu tun, auch mit der Kirche fern stehenden. Mir ist es in letzter Zeit häufiger vorgekommen - vielleicht war es auch Zufall, vielleicht sollte man es aber auch ernst nehmen - dass ein Jugendlicher zu mir gesagt hat: Ich war (aus dem oder dem Grund) mal wieder in einer Messe, und ich fand es ganz schrecklich, ich habe mich wirklich gefühlt wie wenn ich in eine Sekte hinein geraten wäre.

 

Was läuft in unseren Gottesdiensten falsch, dass sie auf viele jungen Menschen derart abstossend wirken?

 

Wenn er sich wie in einer Sekte gefühlt hat, kannst du das schon einmal als Teilerfolg verbuchen. Dann waren die Leute im Gottesdienst nämlich begeistert und sind aus sich rausgekommen.

 

Ein 0815-Gottesdienst wirkt auf Jugendliche normalerweise totlangweilig. "Sektenhaft" ist etwas völlig anderes.

Oder er ist auf einen Pfarrer getroffen, der über die böse Welt da draussen und das kleine Häuflein der Erretteten gepredigt, die nur dann errettet werden, wenn sie der Kirche bedingungslos folgen.

 

Die logische Frage auf so eine Aussage wäre für mich "warum das denn?"

 

Denn nur wenn ich weiss, was dieses Gefühl ausgelöst hat, kann ich etwas darauf antworten.

 

Ein Arzt verschreibt ja auch keine Medizin auf die wage Aussage hin "ich fühle mich nicht gesund"

 

Werner

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darelius_aragar

Ich habe viel mit Jugendlichen zu tun, auch mit der Kirche fern stehenden. Mir ist es in letzter Zeit häufiger vorgekommen - vielleicht war es auch Zufall, vielleicht sollte man es aber auch ernst nehmen - dass ein Jugendlicher zu mir gesagt hat: Ich war (aus dem oder dem Grund) mal wieder in einer Messe, und ich fand es ganz schrecklich, ich habe mich wirklich gefühlt wie wenn ich in eine Sekte hinein geraten wäre.

 

Was läuft in unseren Gottesdiensten falsch, dass sie auf viele jungen Menschen derart abstossend wirken?

 

Wenn er sich wie in einer Sekte gefühlt hat, kannst du das schon einmal als Teilerfolg verbuchen. Dann waren die Leute im Gottesdienst nämlich begeistert und sind aus sich rausgekommen.

 

Ein 0815-Gottesdienst wirkt auf Jugendliche normalerweise totlangweilig. "Sektenhaft" ist etwas völlig anderes.

 

och, man kann auch beides in kombination haben... :huh:

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Ein 0815-Gottesdienst wirkt auf Jugendliche normalerweise totlangweilig. "Sektenhaft" ist etwas völlig anderes.

Zustimm. Obwohl auch Sektengottesdienste stinklangweilig sein können. Woran lag es denn?

Am Weihrauch?

An den bunten Kostümen?

An den Leuten?

Sekten-Gottesdienste unterscheiden sich oftmals nicht von "normalen". Nur die Hintergründe sind das, was einen zum reihern bringen kann. Nachfragen. Das interessiert mich sekten-geschädigte doch sehr.

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Ein 0815-Gottesdienst wirkt auf Jugendliche normalerweise totlangweilig. "Sektenhaft" ist etwas völlig anderes.

Zustimm. Obwohl auch Sektengottesdienste stinklangweilig sein können. Woran lag es denn?

Am Weihrauch?

An den bunten Kostümen?

An den Leuten?

Sekten-Gottesdienste unterscheiden sich oftmals nicht von "normalen". Nur die Hintergründe sind das, was einen zum reihern bringen kann. Nachfragen. Das interessiert mich sekten-geschädigte doch sehr.

Och ich finde das eigentlich logisch.

 

Man muss sich nur mal vorstellen, man wüsste überhaupt nicht, was während der Liturgie passiert.

 

Und dann präsentiert sich eine relativ große Gruppe Menschen, die während des ganzen Geschehens auf einen Fixpunkt ausgerichtet sind, die teilweise seltsame, teilweise schwer verständliche Texte und das auch noch teilweise auswendig.

 

Dann scheint es Geheimcodes zu geben, wann man sich erhebt und wann man sitzt.

 

etc. etc.

 

Claudia schrieb irgendwann mal einer der für sie entsetzlichsten Momente in ihrer ersten katholischen Messe war der Punkt als die Gemeinde geschlossen auf die Knie ging - ich denke als völlig Unbedarfter ist das alles schon reichlich fragwürdig.

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GermanHeretic
ich denke als völlig Unbedarfter ist das alles schon reichlich fragwürdig.

Merkwürdig, nicht fragwürdig. Fragwürdig wird etwas erst, wenn man wenigstens ein bißchen bedarft ist.

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ich denke als völlig Unbedarfter ist das alles schon reichlich fragwürdig.
Merkwürdig, nicht fragwürdig. Fragwürdig wird etwas erst, wenn man wenigstens ein bißchen bedarft ist.
Ich würde es eher Fragen-aufwerfend als zu-merken-wertvoll finden. Aber gut.
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OneAndOnlySon

Ich kenne die Rückmeldung, dass es wie bei einer Sekte gewesen sei, hauptsächlich von Jugendlichen, mit denen man ohne ausreichende Vorbereitung bei einem Taizé-Gebet oder gar in Taizé war. Das knien mit Meditationshockern, das lange Wiederholen der (oft lateinischen) Gesänge in einer schummrigen Kirche mit Kerzenlicht kann schon einen etwas merkwürdigen Eindruck auf religiös unbelastete Jugendliche haben. Es deckt sich ja auch prima mit einigen Videos über Sekten, die in der Schule gezeigt werden.

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Seien wir ehrlich: die Inhalte unseres Glaubens, unserer Liturgie, unserer Bräuche etc. sind zwar im Grunde überall öffentlich verfügbar, aber jemand, der sich noch nie oder nur sehr oberflächlich damit beschäftigt hat, für den muss die Liturgie etwas von einer Insiderveranstaltung haben, die nur von eingeweihten verstanden wird.

 

Bei einer Messe nach dem MR von 1969 (und jünger) ist es glaube ich schon so, aber um wieviel mehr dann in besonderen Kreisen (es gibt ja nicht nur Taizé) oder gar in einer Messe nach dem MR von 1962 (und älter).

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DerFatalist

Hallo

 

solche Äußerungen sollte man nicht zu ernst nehmen ich könnte wetten bei der Vertiefung des Gesprächs wäre der Begriff Sekte schnell in den Hintergrund getreten

 

Der Fatalist

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Der Unterschied zwischen einer Religion und einer Sekte besteht im wesentlichen in staatlichen und gesellschaftlichen Anerkennung der Gruppierung, und der Zahl ihrer Anhänger.

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Der Unterschied zwischen einer Religion und einer Sekte besteht im wesentlichen in staatlichen und gesellschaftlichen Anerkennung der Gruppierung, und der Zahl ihrer Anhänger.

 

Meine Rede ... bestes Beispiel (vorallem um es hier zu bringen :huh: ) :

 

In Deutschland gelten Satanisten als Sekte, in den USA sind sie eine offiziell staatlich anerkannte Kirche mit allen Privilegien ...

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Long John Silver

Der Unterschied zwischen einer Religion und einer Sekte besteht im wesentlichen in staatlichen und gesellschaftlichen Anerkennung der Gruppierung, und der Zahl ihrer Anhänger.

 

Meine Rede ... bestes Beispiel (vorallem um es hier zu bringen :huh: ) :

 

In Deutschland gelten Satanisten als Sekte, in den USA sind sie eine offiziell staatlich anerkannte Kirche mit allen Privilegien ...

 

Was für Privilegien?

 

Silver

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wolfgang E.

Der Unterschied zwischen einer Religion und einer Sekte besteht im wesentlichen in staatlichen und gesellschaftlichen Anerkennung der Gruppierung, und der Zahl ihrer Anhänger.

 

Meine Rede ... bestes Beispiel (vorallem um es hier zu bringen :huh: ) :

 

In Deutschland gelten Satanisten als Sekte, in den USA sind sie eine offiziell staatlich anerkannte Kirche mit allen Privilegien ...

Nicht bestes Beispiel, sondern größter Unsinn. :lol:

 

Der Unterschied ist in Deutschland und Österreich relevant - es gibt eine staatliche Anerkennung als Kirche mit Rechtsfolgen.

 

Vergleichbares gibt es in den USA, infolge der strikten Trennung von Kirche und Staat, jedenfalls nicht.

 

Hier hat keine religiöse Vereinigung orgendwelche Privilegien. Es werden alle behandelt, wie irgendein privater Verein.

Edited by wolfgang E.
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Der Unterschied zwischen einer Religion und einer Sekte besteht im wesentlichen in staatlichen und gesellschaftlichen Anerkennung der Gruppierung, und der Zahl ihrer Anhänger.

 

Meine Rede ... bestes Beispiel (vorallem um es hier zu bringen :huh: ) :

 

In Deutschland gelten Satanisten als Sekte, in den USA sind sie eine offiziell staatlich anerkannte Kirche mit allen Privilegien ...

Nicht bestes Beispiel, sondern größter Unsinn. :lol:

 

Der Unterschied ist in Deutschland und Österreich relevant - es gibt eine staatliche Anerkennung als Kirche mit Rechtsfolgen.

 

Vergleichbares gibt es in den USA, infolge der strikten Trennung von Kirche und Staat, jedenfalls nicht.

 

Hier hat keine religiöse Vereinigung orgendwelche Privilegien. Es werden alle behandelt, wie irgendein privater Verein.

 

Das ist falsch, als offziell anerkanne Kirche genießt man in den USA durchaus Privilegien, u.a. eine Steuerbefreiung ...

 

Wobei die Privilegien nebensächlich sind, es geht lediglich darum, daß die Satanisten in den USA eine staatlich anerkannte Kirche sind und bei uns nicht ....

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Long John Silver

Ja, ich wusste, dass die Steuerbefreiung angeschnitten wird .. :huh:

 

Die ist sehr umstritten und es gibt zig Prozesse jährlich. Sie ist in der Gründerzeit eingeführt worden. In Bezug auf Artikel 1 der Verfassung wurde festgestellt, dass die staatliche Einmischung in religiöse Belange, z.B. durch die Forderung nach Darlegung der Finanzen einer Kirche in einer Steuererklärung unzulässig ist, weil die Trennung von Staat und Kirche dadurch verletzt wird, und Kirchen keine öffentliche Körperschaft sind, (man kann auch gar in dem Sinn von staatlicher Anerkennung reden, ich denke, es läuft mehr auf eine Art Verein im deutschen Recht raus), sondern private Zusammenschlüsse. Um den Eindruck zu vermeiden, der Staat mische sich in religiöse Dinge ein, wurde kurzerhand auf die Besteuerung verzichtet. Somit brauchten die einzelnen Kirchen ihr Vermögen, dass sich aus privaten Spenden zusammensetzt, nicht zu veröffentlichen (hier bekommt es der Staat ja über die Kirchensteuer mit).

 

Die Steuerfreiheit ist kein Privileg, das automatisch funktioniert, häufig wird sie auch entzogen. Ein spektulärer Fall war mal im Staat New York, als eine Church ging und mit Plakaten die Anwohner aufrief, nicht Clinton zu wählen. Das Gericht sah das als unzulässige Einmischung der Religion in die Politik an und wupps, waren sie die Steuerbefreiung los.

 

Streitpunkte sind auch immer Schulen in kirchlicher Trägerschaft, die gern die Steuerbefreiung hätten. Oder Kirchen angegliederte Freizeiteinrichtungen. Jedenfalls beschäftigt das Thema die Justiz außerordentlich, wobei es auch ziemlich skurrile Fälle gibt.

 

Silver

Edited by Long John Silver
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wolfgang E.

Der Unterschied zwischen einer Religion und einer Sekte besteht im wesentlichen in staatlichen und gesellschaftlichen Anerkennung der Gruppierung, und der Zahl ihrer Anhänger.

 

Meine Rede ... bestes Beispiel (vorallem um es hier zu bringen :huh: ) :

 

In Deutschland gelten Satanisten als Sekte, in den USA sind sie eine offiziell staatlich anerkannte Kirche mit allen Privilegien ...

Nicht bestes Beispiel, sondern größter Unsinn. :lol:

 

Der Unterschied ist in Deutschland und Österreich relevant - es gibt eine staatliche Anerkennung als Kirche mit Rechtsfolgen.

 

Vergleichbares gibt es in den USA, infolge der strikten Trennung von Kirche und Staat, jedenfalls nicht.

 

Hier hat keine religiöse Vereinigung orgendwelche Privilegien. Es werden alle behandelt, wie irgendein privater Verein.

 

 

 

Wobei die Privilegien nebensächlich sind, es geht lediglich darum, daß die Satanisten in den USA eine staatlich anerkannte Kirche sind und bei uns nicht ....

Das ist noch falscher

Es gibt in den Vereinigten Staaten keine Behörde, die über die Anerkennung von Religionen als solche entscheidet. Quelle
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Long John Silver

Zu den Satanisten:

 

Wie gesagt, die Kirchen sind eine Art Vereine. Es ist natürlich unangenehm, wenn Leute, die man nicht abkann oder die gefährlich sind, einen solchen Verein gründen, aber entweder hat man Religionsfreiheit (und das heißt eben, dass jeder, der sich getrieben fühlt, eine Kirche oder Gemeinde gründen darf) oder man hat keine - man kann nicht willkürlich Grenzen setzen, wer von diesem Gesetz profitieren darf oder nicht. Die Freiheit gilt für alle, auch wenn's uns dann manchmal nicht schmeckt.

 

Um aber auf das Thema zurückzukommen: ich kann das ganz gut nachvollziehen, was diese Jugendlichen sagen. Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen (ich nehme an, es liegt einfach an mir) - ich weiß in der katholischen Messe nicht, von was für einem Gott eigentlich die Rede ist, es ist eine sehr formalistische und genormte Sprache, die da gesprochen wird, und ich kann den Eindruck, dass man bei einer Sekte gelandet ist, eigentlich gut nachvollziehen, so engmaschig wie das meistens alles rüberkommt. Man hat als Außenstehender das Gefühl, einer sehr internen Angelegenheit beizuwohnen, die nur für Insider wirklich verstehbar ist. Ich hab natürlich durch meine Kinder genügend Ahnung, um die spirituellen Hintergründe und die Theologie zu kennen, auf denen die Liturgie aufbaut, aber ... ich finde vieles doch sehr genormt und floskelhaft sprachlich.

 

Silver

Edited by Long John Silver
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Ich habe viel mit Jugendlichen zu tun, auch mit der Kirche fern stehenden. Mir ist es in letzter Zeit häufiger vorgekommen - vielleicht war es auch Zufall, vielleicht sollte man es aber auch ernst nehmen - dass ein Jugendlicher zu mir gesagt hat: Ich war (aus dem oder dem Grund) mal wieder in einer Messe, und ich fand es ganz schrecklich, ich habe mich wirklich gefühlt wie wenn ich in eine Sekte hinein geraten wäre.

 

Was läuft in unseren Gottesdiensten falsch, dass sie auf viele jungen Menschen derart abstossend wirken?

Da die ersten Christen auch mal als "Sekte" bezeichnet wurden, ist zuerst mal die Frage wichtig: Was verstehen diese Jugendlichen unter einer Sekte? Behauptet wird, dass Sekte einerseits mit dem Wort Sektor zusammen hänge - dass ein bestimmter "Sektor" des Glaubens überbetont wird. Auf der andere Seite gibt es auch Aussagen darüber, dass das Wort "Sekte " mit dem lateinischen Wort für nachfolgen zusammen hänge.

 

Wenn die Jugendlichen eine hl. Messe besucht haben, dann sind sie in ein Glaubensgeheimnis der göttlichen Liebe eingetreten, das man ohne Einführung in den katholischen Glauben nicht verstehen kann. Leider sind es nicht nur Jugendliche, die vom Geheimnis der heiligsten Eucharistie und der Liturgie wenig Ahnung haben. Tragisch finde ich es auf alle Fälle, dass viele Jugendliche keine Ahnung haben, dass Gott dem Menschen durch die heiligen Sakramente seine Liebe in besonderer Weise zuwendet und ihn wandelt. Ich bin daher der Meinung, dass die Bezeichnung der Sektenhaftigkeit ein Ausdruck dafür ist, dass es an der Kenntnis dessen mangelt, was der katholische Glaube ist, und was die heilige Messe bedeutet und beinhaltet.

Edited by Mariamante
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Am Sonntag war hier eine Taufe. Über die Vornamen des Kindes möchte ich mich jetzt nicht auslassen, müssen mir ja nicht gefallen, aber sagen wir mal so- sie erfüllen bestimmte Klischees. Gut, ich freue mich, daß die jungen Eltern ihre Tochter haben taufen lassen. Man hat nur leider gemerkt, daß sie selbst zum ca. 2. oder 3. mal nach der eigenen Taufe in der Kirche waren. Das ging bei der Kleidung los (den Ausschnitt würd ich nichtmal in der Oper präsentieren), man hat gemerkt, daß die Liturgie völlig unbekannt war inkl. solcher Basics wie das Vaterunser, und der Vater hat statt einfach "die Taufe" zu antworten zu einer ellenlangen Erklärung angesetzt. Zwischendurch haben Mutter und Patin noch gekichert, als sie "Ich widersage" und "Ich glaube" zu sagen hatten. Na jedenfalls hab ich dann mal versucht, mich in diese Leute hineinzuversetzen- die waren offensichtlich alles andere als regelmässige Kirchgänger, und da fiel mir dann auch auf, daß vieles auf Außenstehende (und das waren ja schon Leute, die Wert darauf gelegt haben, daß die Kleine getauft wird- um die Familienfeier gings jedenfalls nicht, es waren nur Eltern und die beiden Paten und das Baby da) ziemlich eigenartig bis irr wirken muß, wenn man die Zusammenhänge nicht kennt- in einer Messe bekommt man ja nicht jedesmal alles erklärt. Da wird von Wegen gesungen, die ins Nichts führen (die Strophe vorher, die das erklärt, und die dannach, die Hoffnung gibt, wurde blöderweise nicht gesungen :huh: ), es kommen Tod und Teufel und Leiden vor...Ich denke schon, daß sich das Außenstehenden nicht erschließt und dann befremdent und "sektenhaft" wirkt. Das dürfte daran liegen, daß mittlerweile wohl die meisten in D. nur noch selten bis gar nicht mehr in die Kirche gehen und das Wissen, was Glauben ausmacht, WAS da geglaubt wird, wie die Symbolik ist usw. nicht mal mehr als Allgemeinwissen gilt. Das hab ich immer wieder in der Schule oder der Uni erlebt, daß Leute nichtmal mehr einfachste religiöse Bilder entschlüsseln können. Ich durfte früher immer die 2-Minuten-Crashkurse machen, was ein Lamm mit Gott zu tun hat und wieso das da auf dem Bild neben der Frau mit dem Kind...usw. Bis hin zur Kurzeinführung in die Offenbarung des Johannes. Gut, das ist auch was für Fortgeschrittene, aber meine Firmpatin wird in der Unibib regelmäßg während ihres Kreuzanhängers gefragt, warum man Pfingsten oder Ostern feiert- das Wissen ist weg. Die Liturgie der Messe ist so bunt und voller Symbolik und "Querverweise", daß man ohne ein gewisses Grundwissen da einfach nicht durchsteigt und dann wirkt es eben wie eine komische Sekte, deren eigenartige Rituale man nicht versteht. (Geht übrigens mit einem evangelischen Gottesdienst genauso)

 

Ich wüsste allerdings nicht, wo das Wissen wieder herkommen soll. Man bräuchte es ja eigentlich sogar für die Schule zum Gedichte- und Bilderinterpretieren, um bestimmte Werke der Musik zu verstehen- naja aber stellt euch mal den Aufschrei vor, wenn zu dem Zweck Glaubensinhalte erklärt würden. Bei uns haben Leute schon gemeckert, daß beim Weihnachtskonzert (!) der Schule, das freundlicherweise in einer evangelischen Kirche (!) stattfinden durfte, soviel "christliches Zeug" gesungen wurde... :lol:

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Am Sonntag war hier eine Taufe. Über die Vornamen des Kindes möchte ich mich jetzt nicht auslassen, müssen mir ja nicht gefallen, aber sagen wir mal so- sie erfüllen bestimmte Klischees. Gut, ich freue mich, daß die jungen Eltern ihre Tochter haben taufen lassen. Man hat nur leider gemerkt, daß sie selbst zum ca. 2. oder 3. mal nach der eigenen Taufe in der Kirche waren. Das ging bei der Kleidung los (den Ausschnitt würd ich nichtmal in der Oper präsentieren), man hat gemerkt, daß die Liturgie völlig unbekannt war inkl. solcher Basics wie das Vaterunser, und der Vater hat statt einfach "die Taufe" zu antworten zu einer ellenlangen Erklärung angesetzt. Zwischendurch haben Mutter und Patin noch gekichert, als sie "Ich widersage" und "Ich glaube" zu sagen hatten. Na jedenfalls hab ich dann mal versucht, mich in diese Leute hineinzuversetzen- die waren offensichtlich alles andere als regelmässige Kirchgänger, und da fiel mir dann auch auf, daß vieles auf Außenstehende (und das waren ja schon Leute, die Wert darauf gelegt haben, daß die Kleine getauft wird- um die Familienfeier gings jedenfalls nicht, es waren nur Eltern und die beiden Paten und das Baby da) ziemlich eigenartig bis irr wirken muß, wenn man die Zusammenhänge nicht kennt- in einer Messe bekommt man ja nicht jedesmal alles erklärt. Da wird von Wegen gesungen, die ins Nichts führen (die Strophe vorher, die das erklärt, und die dannach, die Hoffnung gibt, wurde blöderweise nicht gesungen :huh: ), es kommen Tod und Teufel und Leiden vor...Ich denke schon, daß sich das Außenstehenden nicht erschließt und dann befremdent und "sektenhaft" wirkt. Das dürfte daran liegen, daß mittlerweile wohl die meisten in D. nur noch selten bis gar nicht mehr in die Kirche gehen und das Wissen, was Glauben ausmacht, WAS da geglaubt wird, wie die Symbolik ist usw. nicht mal mehr als Allgemeinwissen gilt. Das hab ich immer wieder in der Schule oder der Uni erlebt, daß Leute nichtmal mehr einfachste religiöse Bilder entschlüsseln können. Ich durfte früher immer die 2-Minuten-Crashkurse machen, was ein Lamm mit Gott zu tun hat und wieso das da auf dem Bild neben der Frau mit dem Kind...usw. Bis hin zur Kurzeinführung in die Offenbarung des Johannes. Gut, das ist auch was für Fortgeschrittene, aber meine Firmpatin wird in der Unibib regelmäßg während ihres Kreuzanhängers gefragt, warum man Pfingsten oder Ostern feiert- das Wissen ist weg. Die Liturgie der Messe ist so bunt und voller Symbolik und "Querverweise", daß man ohne ein gewisses Grundwissen da einfach nicht durchsteigt und dann wirkt es eben wie eine komische Sekte, deren eigenartige Rituale man nicht versteht. (Geht übrigens mit einem evangelischen Gottesdienst genauso)

Hallo abitibi,

 

das Benehmen der Taufeltern ist sicherlich kein Einzelfall. Was mich aber wundert, es gab doch sicherlich ein Taufgespräch, wo der Pfarrer den Eltern die wesentlichen Grundbegriffe des katholischen Glauben und der Liturgie vermittelt hat, oder?

 

Bemerkenswert an deiner Ausführung ist die Tatsache, das viele Eltern nach der Geburt des Kindes den Wunsch einer christlichen Taufe hegen und diese als Wiedereinstieg in den christlichen Glauben nutzen, wo sie viele Jahre zuvor das Interesse verloren hatten.

Das empfinde ich als Chance, die es zu nutzen gilt, die Menschen wieder an die Kirche zu binden.

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Wobei die Privilegien nebensächlich sind, es geht lediglich darum, daß die Satanisten in den USA eine staatlich anerkannte Kirche sind und bei uns nicht ....

Das ist noch falscher

Es gibt in den Vereinigten Staaten keine Behörde, die über die Anerkennung von Religionen als solche entscheidet. Quelle

 

Dann laß bitte die entsprechenden Artikel bei Wikipedia.de und .org korrigieren, die von einer staatlich anerkannten Kirche mit Privilegien sprechen :huh:

 

Außerdem gibt es, streng genommen, auch in Deutschland keine Behörde, die über die Bezeichnung "Kirche" bzw. dessen Anerkennung entscheidet, weil es den Status "Kirche" in Deutschland eigentlich nicht gibt ...

Es gibt lediglich den "Körperschaftsstatus", welchen in D nicht nur die katholische und die evangelische Kirche, sondern auch div. Freikirchen, jüdische Gemeinden, die Zeugen Jehovas, der Bund für Geistesfreiheit Bayern und noch ein paar andere inne haben und aus dem sich die div. Privilegien ableiten ....

 

(Ja, nicht nur du kannst Dipferlscheißen :lol: )

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Bemerkenswert an deiner Ausführung ist die Tatsache, das viele Eltern nach der Geburt des Kindes den Wunsch einer christlichen Taufe hegen und diese als Wiedereinstieg in den christlichen Glauben nutzen, wo sie viele Jahre zuvor das Interesse verloren hatten.

Das empfinde ich als Chance, die es zu nutzen gilt, die Menschen wieder an die Kirche zu binden.

Naja, erfahrungsgemäß lassen die meisten jüngeren Eltern, wenn überhaupt, ihre Kinder lediglich aus Angst vor gesellschaftlichen Repressalien taufen ...

Verantwortungsbewußte Eltern lassen ihre Kinder später selbst entscheiden, ob und wenn ja, welcher Religionsgemeinschaft sie angehören wollen.

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