Jump to content

Fluch oder Segen


Martin
 Share

Recommended Posts

Sind gute und schlechte Wünsche belanglos? Fluch oder Segen?

 

Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag? Verdammt und Verflucht? Alles nur leere Worthülsen?

 

Verläuft unser Denken UND Handeln in anderen Bahnen,wenn wir segnen statt fluchen?

Link to comment
Share on other sites

>> Sind gute und schlechte Wünsche belanglos? << (Martin)

 

Nein. Gute Wünsche machen Freude und schlechte bereiten Verdruß. Ich lasse mich lieber streicheln als in den Hintern treten. Nehme an, daß es den meisten genauso geht.

 

 

(Geändert von Cano um 12:43 - 28.Dezember..2002)

Link to comment
Share on other sites

Dann halt herzliche Glückwünsche zur Wiederholung .... *soiphts*

Link to comment
Share on other sites

Guest Claudia

Ute, Du solltest mal Deine Rechtschreibung updaten. Das heißt *soiphz*...;)

 

Aber ich finde die Frage trotzdem interessant.

 

Gute Wünsche motivieren, schlechte demotivieren. Geht mir jedenfalls so.

 

Das wichtigste daran aber ist, daß sie eben nicht als Worthülsen rüberkommen, sondern ehrlich gemeitn sind. Ich schreibe nur *herzliche Grüße*, wenn ich auch von herzen grüßen möchte. Wer das überstrapaziert, dem glaubt man das am Ende auch nicht so recht.

Link to comment
Share on other sites

Bei mir sind die lieben Grüße fest in der Signatur verankert. Natürlich werden sie dadurch zur offensichtlichen Stereotype. Und das finde ich in diesem Falle gar nicht schlecht.

 

Ich würde es hassen, nach jedem Posting nach angemessenen Grüßen zu suchen. Durch solche Sorgfalt werden nur unsinnige Ansprüche erzeugt, die womöglich noch von der Diskussion ablenken. Ich habe keine Lust, dass sich jeder noch Gedanken machen müsste, was nun welche Grußformel bedeuten solle. Nein, ich möchte weiter jedem gleich meine lieben Grüße übermitteln.

 

Es hat etwas für mich, das mich an den Friedensgruß in der heiligen Messe erinnert, wo wir dem Nachbarn wünschen: "Friede sei mit dir". Und ich meine, dass man das JEDEM Nachbarn wünschen kann. Unabhängig davon, ob es ein Freund ist, oder jemand, den man nicht ausstehen kann. Ich wünsche auch den (für mich)Unausstehlichen Frieden.

 

Auch wenn es eine Stereotype ist, ist es keine Leerfloskel. Es ist ein Ausdruck, dass ich eine Verbindung halten möchte. Und zwar zu jedem. Nämlich die Verbindung, dass ich ihm Gutes wünsche. Das heißt nicht, dass ich ihm gleich um den Hals fallen möchte, sondern es heißt, dass ich weiß, dass nichts besser wird (auch evtl. unsere Antipathie), wenn es ihm nicht gut geht. Im Gegenteil. Mein Wunsch drückt meine Zielrichtung aus, wenn auch nicht meine reale derzeitige (oder andauernde) Verfassung. Es drückt nicht aus, dass ich jeden mögen KANN, sondern dass ich jeden achten WILL.

Link to comment
Share on other sites

(Claudia) >Ich schreibe nur *herzliche Grüße*, wenn ich auch von herzen grüßen möchte.<

 

Interessant, da es ein Gruß ist den ich verwende. Bewußt verwende. Von Herzen bedeutet für mich, daß es keien Leerformel ist. Ich habe sie NICHT fest gespeichert, sondern schreibe sie jedesmal neu und versuche mir genau das bewußt zuw erden, was Mecky eben gesagt hat. Zugegebenermaßen ertrage ich es nicht immer - meine Schwäche und dann schreibe ich nichts. Oder wennn niemand mehr grüßt, auch dann gebe ich manchmal auf. Oder wenn ich mehrmals an einem Tag jemandem etwas erwidere, dann ist es schon mehrmals gesagt worden und reicht dann auch. Es kann auch sein, daß ich niemanden anspreche, so wie jetzt und alle anspreche, dann verwende ich ebenfalls keinen Gruß.

 

Aber grundsätzlich ...

Link to comment
Share on other sites

Ich gehe mal davon aus, daß z.B. das Wünschen eines "Guten Tages" im täglichen Leben oft nur eine Floskel ist, die dahingesagt wird, um nicht unhöflich zu sein. Ob dem anderen damit immer ganz bewußt ein guter Tag gewünscht wird, wage ich zu bezweifeln. Denn auch Leute, die zerstritten sind, grüßen sich in de Regel zumindest noch in dieser Form, obwohl sie sich eigentlich gegenseitig alles andere als einen guten Tag wünschen.

Link to comment
Share on other sites

Ein guter Wunsch und ein Segen, ein schlechter Wunsch und ein Fluch. Zwischen Wunsch, Segen und Fluch wird es einen Unterschied geben.

Link to comment
Share on other sites

Guest Corinna


Zitat von Rebecca am 17:00 - 29.Dezember..2002

Ich gehe mal davon aus, daß z.B. das Wünschen eines "Guten Tages" im täglichen Leben oft nur eine Floskel ist, die dahingesagt wird, um nicht unhöflich zu sein. Ob dem anderen damit immer ganz bewußt ein guter Tag gewünscht wird, wage ich zu bezweifeln. Denn auch Leute, die zerstritten sind, grüßen sich in de Regel zumindest noch in dieser Form, obwohl sie sich eigentlich gegenseitig alles andere als einen guten Tag wünschen.


 

Und dann gibt's noch die Floskel "wie geht's?" Die meisten, die sie gebrauchen, wollen bestenfalls ein "danke der Nachfrage, gut" hören. Aber schau Dir die betroffenen Gesichter an, wenn die Antwort "schlecht" lautet. Man müsste sich dann ja vielleicht drauf einlassen.

 

Corinna

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Martin am 12:12 - 28.Dezember..2002

Sind gute und schlechte Wünsche belanglos? Fluch oder Segen?

 

Verläuft unser Denken UND Handeln in anderen Bahnen,wenn wir segnen statt fluchen?


 

Hallo Martin,

 

erstmal ja. Es ist nicht belanglos und es bestimmt das Handeln des Denken.

 

Ein bewußtes Sprechen zeigt auf neue Wege.

Genauso, wie die ersten Sätze, die gesprochen/gehört werden,

ein offenes Scheunentor zur Seele zeigen. Das Tor zu Seele wird geöffnet.

 

Wer sich die Mühe macht, die ersten Sätze von Anderen zu hinterfragen, stellt oft fest, das diese ersten Sätze (unbewußt) mehr über das Denken und folgende des Sprechers aussagen, als es dem Sprecher selbst bewußt ist.

 

Wer flucht oder segnet, gib etwas von sich offen.

Es bestimmt und zeigt die Grenzen und die möglichen Wege des Sprechenden.

 

 

gruss

peter

 

 

 

Beispiel:

Wer z.b. nicht mal in einem eMail mit freundlichem Gruss beginnt und mit freundlichem Gruß endet, zeigt genau das, was er sagen will: (Kann) Er spricht zu sich selbst, als Reaktion auf, was er empfand.

 

Gesellschaftliche Konventionen verdecken nur unreichend, was beim offenen Nachfragen auf genau diese offenbar ist und wird.

 

Anders: Eine Gesellschaft, in der man flucht, diese kann sogar letztendlich verflucht sein.

 

(Geändert von pmn um 17:59 - 29.Dezember..2002)

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Martin am 17:48 - 29.Dezember..2002

Noch erschrockener sind die Leute allerdings, wenn du sagst, wie gut es dir geht.  Sehr gut ist der Schocker.


 

Angeberei kommt halt nie gut an.

Link to comment
Share on other sites

Nein, im Ernst nicht. Ich empfinde es so, daß es mir sehr gut geht. Jeder hat dies und das am Hals, aber alles zusammengezählt geht es mir sehr gut.

 

Falls ich das mal gesagt habe (so eine handvoll Mal wird das wohl passiert sein) haben alle nur gesagt, wie sehr sie sich darüber freuen, daß nicht nur immer das selbe Gejammer losgeht. Sie wollten auch mal überlegen, ob sie nicht öfter einen positiven Bescheid an Stelle von "geht so" oder "den Umständen entsprechend" nennen könnten.

 

Aber ich werde damit mal vorsichtiger sein und es mir nicht zur Angwohnheit machen, ein "sehr gut" raushängen zu lassen. Denn es stimmt schon, falsch verstanden oder in einer unpassenden Situation kann es auch vor den Kopf stoßen.

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...