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Unser tägliches Brot gib uns heute


Gabriele

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Gerlinde Blosche

 

Liebe Gabriele,

auch in "Wüstenerfahrungen unseres Lebens" ist es hilfreich, Menschen zu begegnen, die, wie die Italiener einen wahrhaft guten Menschen nennen, "buono come il pane" sind.

Danke für Deine Anregungen

Gerlinde

Liebe Gerlinde,

 

übersetze ich den italienischen Ausdruck richtig mit "gut wie ein Brot"?

Das ist bestimmt auch eine interessante Sache, Sprichwörter und Redewendungen rund um das (tägliche) Brot zusammen zu stellen.

 

[und den Dank für die Anregung aus meinem letzten Posting werde ich an unseren Pfarrer weitergeben, sie stammt aus seiner Sonntagspredigt. :huh: ]

 

Liebe Grüße, Gabriele

Liebe Gabriele, Du hast ganz richtig übersetzt.

Genau heißt es " gut wie das Brot" , weil das "il", wie ich mich erinnere, der bestimmte Artikel ist. Aber es bleibt deswegen die gleiche Bedeutung.

Habe nur ein Jahr Italienisch gelernt, als Wahlfach vor etlichen Jahren.

 

Auf Deine Anregung hier gleich einen "Spruch" zum "Brot"

 

Wer nie sein Brot mit Tränen aß,

Wer nie die kummervollen Nächte

Auf seinem Bette weinend saß,

Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte!

 

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre

 

Eine recht gute Nacht und pass weiterhin so gut auf bei den Predigten, damit wir auch etwas davon profitieren. Es gibt gelegentlich auch Pfarrer, die einschläfernd wirken. Hab aber nur einen solchen in meinem langen Leben erlebt.

Eine gute Nacht wünscht Dir

Gerlinde

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Gerlinde Blosche

"B r o t t e i l e n " von Elmar Gruber

 

Brotvermehrung

 

Brot wird "mehr" durch Teilen.

 

Wenn ich Brot teile,

um es dann auszuteilen,

werden die Brotstücke zwar immer kleiner,

aber sie werden "mehr!"

 

Äußerlich werden sie zahlenmäßig mehr, innerlich werden sie "mehr"

durch die Liebe, die beim Einteilen und Austeilen zunimmt.

 

Ich selbst teile mich mit,

meine Liebe teile ich mit,

wenn ich Brot mit andern teile.

 

Liebe

wird durch das Sich-Verschenken mehr, nicht weniger.

 

Alles Haben

macht erst im Verschenken glücklich.

 

Feundliche Grüße

Gerlinde

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Aus dem gestrigen Tagesevangelium:

 

Ich bin das Brot des Lebens.

 

Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.

 

So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.

 

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.

 

Gott hat uns Brot gegeben.

Brot zum (Über)Leben gab er seinem Volk in der Wüste.

Durch Jesus Christus gab er uns Brot für das ewige Leben.

Brot, das den Leib nährt, und Brot, das die Seele nährt, beides kommt von Gott, wird uns von ihm geschenkt.

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Gerlinde Blosche

Jesus schenkt sich uns im Brot,

er will mit uns Gemeinschaft haben,

er will im "Brot" unsere "geistliche" Nahrung sein,

damit das , was er getan und gelehrt hat auch unser " Denken " nährt .

Wer Jesu Tun und Denken in sich aufnimmt, ist mit ihm eins

und bleibt mit ihm verbunden.

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Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.

 

Ich habe die Stelle nachgelesen, Exodus 16.

Das Volk ist schon einige Zeit unterwegs, sie sind hungrig, müde, unzufrieden mit der Marschverpflegung, sie sehnen sich nach den sprichwörtlich gewordenen Fleischtöpfe Ägyptens:

3 Die Israeliten sagten zu ihnen: Wären wir doch in Ägypten durch die Hand des Herrn gestorben, als wir an den Fleischtöpfen saßen und Brot genug zu essen hatten. Ihr habt uns nur deshalb in diese Wüste geführt, um alle, die hier versammelt sind, an Hunger sterben zu lassen.

Gott hört sein Volk und verspricht:

12 Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sag ihnen: Am Abend werdet ihr Fleisch zu essen haben, am Morgen werdet ihr satt sein von Brot und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin.

Und so geschieht es:

13 Am Abend kamen die Wachteln und bedeckten das Lager. Am Morgen lag eine Schicht von Tau rings um das Lager.

14 Als sich die Tauschicht gehoben hatte, lag auf dem Wüstenboden etwas Feines, Knuspriges, fein wie Reif, auf der Erde.

15 Als das die Israeliten sahen, sagten sie zueinander: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Da sagte Mose zu ihnen: Das ist das Brot, das der Herr euch zu essen gibt.

Das Brot ist genau ausreichend für jeden einzelnen:

16 Das ordnet der Herr an: Sammelt davon so viel, wie jeder zum Essen braucht, ein Gomer je Kopf. Jeder darf so viel Gomer holen, wie Personen im Zelt sind.

17 Die Israeliten taten es und sammelten ein, der eine viel, der andere wenig.

18 Als sie die Gomer zählten, hatte keiner, der viel gesammelt hatte, zu viel und keiner, der wenig gesammelt hatte, zu wenig. Jeder hatte so viel gesammelt, wie er zum Essen brauchte.

Doch auch damals gab es vorsichtige bzw. misstrauische Menschen:

19 Mose sagte zu ihnen: Davon darf bis zum Morgen niemand etwas übrig lassen.

20 Doch sie hörten nicht auf Mose, sondern einige ließen etwas bis zum Morgen übrig. Aber es wurde wurmig und stank. Da geriet Mose in Zorn über sie.

Gott sorgt also für sie. Tag für Tag. Und auch für den Sabbat, an dem alle (Sammel)Arbeit ruhen soll, sorgt er:

22 Am sechsten Tag sammelten sie die doppelte Menge Brot, zwei Gomer für jeden. Da kamen alle Sippenhäupter der Gemeinde und berichteten es Mose.

23 Er sagte zu ihnen: Es ist so, wie der Herr gesagt hat: Morgen ist Feiertag, heiliger Sabbat zur Ehre des Herrn. Backt, was ihr backen wollt, und kocht, was ihr kochen wollt, den Rest bewahrt bis morgen früh auf!

24 Sie bewahrten es also bis zum Morgen auf, wie es Mose angeordnet hatte, und es faulte nicht, noch wurde es madig.

Und wieder gibt es misstrauische Gemüter:

25 Da sagte Mose: Esst es heute, denn heute ist Sabbat zur Ehre des Herrn. Heute findet ihr draußen nichts.

26 Sechs Tage dürft ihr es sammeln, am siebten Tag ist Sabbat; da findet ihr nichts.

27 Am siebten Tag gingen trotzdem einige vom Volk hinaus, um zu sammeln, fanden aber nichts.

28 Da sprach der Herr zu Mose: Wie lange wollt ihr euch noch weigern, meine Gebote und Weisungen zu befolgen?

29 Ihr seht, der Herr hat euch den Sabbat gegeben; daher gibt er auch am sechsten Tag Brot für zwei Tage. Jeder bleibe, wo er ist. Am siebten Tag verlasse niemand seinen Platz.

30 Das Volk ruhte also am siebten Tag.

 

 

Gott erweist sich als derjenige, der sein Volk begleitet und für dieses Volk sorgt. Im übertragenen Sinne (er führt sein Volk aus der Knechtschaft in die Freiheit) und im wörtlichen Sinne (er gibt ihnen Brot zu essen, in genau der richtigen Menge). Täglich.

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Unser tägliches Brot gib uns heute

 

Herr, unser Gott,

du weißt, was wir brauchen, was uns Not tut.

Noch ehe wir es aussprechen, weißt du um unsere Wünsche.

Und tiefer, besser, umfassender als wir es je selbst begreifen können, weißt du, was wir brauchen.

Hilf uns Herr, immer wieder, jeden Tag neu unser Vertrauen auf dich zu setzen.

Du gibst uns täglich das, was wir benötigen.

Keine Wochen- oder Monatsrationen, an denen wir letztlich schwer zu schleppen hätten, nein Tag für Tag dürfen wir deine Gaben empfangen.

Jeden Tag können wir deine Huld und Güte erfahren.

 

 

Unser tägliches Brot gib uns heute

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Gerlinde Blosche

Herr, gib mir das "Notwendige"!

 

Gib mir das Notwendige für Leib und Seele,

 

wenn ich mich überfordert fühle,

wenn ich andere Menschen nicht begreife,

besonders auch, dass ich Menschen nicht "übersehe" , die mich brauchen.

 

In diesem Sinne einen guten Tag!

Herzlichen Gruß

Gerlinde

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Gerlinde Blosche
Die erste Lesung vom gestrigen Sonntag:

 

1. Lesung des 19. Sonntags im Jahreskreis, Lesejahr B:

1 Kön 19, 4-8

 

Lesung aus dem ersten Buch der Könige:

 

In jenen Tagen ging Elija eine Tagereise weit in die Wüste hinein. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. Er sagte: Nun ist es genug, Herr. Nimm mein Leben; denn ich bin nicht besser als meine Väter. Dann legte er sich unter den Ginsterstrauch und schlief ein.

Doch ein Engel rührte ihn an und sprach: Steh auf und iß!

Als er um sich blickte, sah er neben seinem Kopf Brot, das in glühender Asche gebacken war, und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder hin.

Doch der Engel des Herrn kam zum zweitenmal, rührte ihn an und sprach: Steh auf und iß! Sonst ist der Weg zu weit für dich.

Da stand er auf, aß und trank und wanderte, durch diese Speise gestärkt, vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg Horeb.

 

Elija erhält Brot.

Nahrung für seinen Körper, nicht nur für den einen Tag, sondern zur Stärkung für eine lange Wanderung.

Nahrung auch für seine Seele, der Engel kommt zwei Mal, rührt ihn an, spricht mit ihm, gibt ihm einen Auftrag.

 

Elijas Hunger wird gestillt, und das in einem umfassenden Sinne, nicht nur sein leiblicher Hunger.

Liebe Gabriele,

hierzu noch ein paar gute Gedanken aus der Predigt von Pastoralreferentin Dr. Marianne Habersetzer in der katholischen Morgenfeier vom 13. 8. 2006

 

"Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit!"

"Ausgebrannt, am Ende! Der Prophet Elija will nicht mehr. Eine Situation in unserer Zeit. Woher kommt Hilfe? ........"

 

"Etwas möchte ich aus dieser Geschichte des Elija mitnehmen:

 

Wenn ich mich mit meiner Arbeit überfordert fühle...

Wenn ich mich am Ende meiner Kraft fühle...Wenn ich klagen und jammern möchte...

Wenn ich ausgebrannt bin und nicht mehr weiter möchte...dann will ich mir diese Begebenheit in Erinnerung rufen.

Dann möchte ich mich daran erinnern, dass Gott mich nicht allein lässt,

dass er mir seinen Engel schickt, eine Hilfe, die mir aufhilft.

In schwerer Zeit deckt er mir den Tisch,

hat er für mich eine Speise, die mir Kraft gibt für meinen Weg.

Er bleibt dran, er lässt nicht locker:

"Nimm und iss, sonst ist der Weg zu weit!"

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