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Und führe uns nicht in Versuchung


Gabriele

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Liebe Gabriele,

Bei Joh 6, 70 steht im Zusammenhang zu Joh 6, 68 : Jesus erwiderte: Habe ich nicht euch, die zwölf erwählt? Und doch ist einer von euch ein Teufel. Er sprach von Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, denn dieser sollte ihn verraten: einer der Zwölf.

Liebe Gerlinde,

 

Du hast Recht und ich hatte das übersehen; Jesus nennt auch Judas einen Teufel. Mir war nur die Stelle eingefallen, in der Jesus Petrus so nennt.

Aber Judas führt doch niemanden in Versuchung?

Petrus hingegen schon, er wollte Jesus überreden, den Weg nach Jerusalem zur Verurteilung und Kreuzigung nicht anzutreten.

 

Was meintest denn Du mit Joh 6, 68, das Du angegeben hast? Es gibt noch die Briefe des Johannes und die Offenbarung des Johnannes, einen anderen kenne ich nicht.

Liebe Grüße

Gerlinde

Ich meinte schon den Evangelisten Johannes.

Meine Frage war:

Das eine widerspricht dem anderen. Beides steht in der Bibel.

Das eine sind Jesu Worte, das andere steht im Jakobusbrief.

Und nun?

Johannes schreibt:

Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

 

Ist das nun klar geworden?

Bitte keine neue Bibel kaufen, auch in den neuen ist der Satz über den Teufel drin.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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In Versuchung.

 

In welche Versuchung? Alle Versuchungen, oder in die entscheidende Versuchung, "Nein" zu Gott zu sagen?

 

Gott läßt es eindeutig zu, dass wir "ja" oder "nein" zu ihm sagen. Er verhindert das "nein" auch nicht.

 

Die Versuchung zum "nein" könnte sehr wohl sein, dass Gott nicht so ist, wie wir das gern hätten.

 

Lieber Martin,

 

Gott läßt es eindeutig zu, Gott läßt uns die Wahl.

Du nennst es die entscheidende Versuchung, "nein" zu Gott zu sagen.

In diese Versuchung kann ich nur kommen, wenn ich die Wahl habe.

Gott läßt uns die Wahl, Gott läßt diese Versuchung zu, Gott führt uns in die Versuchung.

 

Hattest Du es so gemeint?

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Gerlinde Blosche

 

Liebe Gabriele,

Bei Joh 6, 70 steht im Zusammenhang zu Joh 6, 68 : Jesus erwiderte: Habe ich nicht euch, die zwölf erwählt? Und doch ist einer von euch ein Teufel. Er sprach von Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, denn dieser sollte ihn verraten: einer der Zwölf.

Liebe Gerlinde,

 

Du hast Recht und ich hatte das übersehen; Jesus nennt auch Judas einen Teufel. Mir war nur die Stelle eingefallen, in der Jesus Petrus so nennt.

Aber Judas führt doch niemanden in Versuchung?

Petrus hingegen schon, er wollte Jesus überreden, den Weg nach Jerusalem zur Verurteilung und Kreuzigung nicht anzutreten.

 

Was meintest denn Du mit Joh 6, 68, das Du angegeben hast? Es gibt noch die Briefe des Johannes und die Offenbarung des Johnannes, einen anderen kenne ich nicht.

Liebe Grüße

Gerlinde

Ich meinte schon den Evangelisten Johannes.

Meine Frage war:

Das eine widerspricht dem anderen. Beides steht in der Bibel.

Das eine sind Jesu Worte, das andere steht im Jakobusbrief.

Und nun?

Johannes schreibt:

Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

 

Ist das nun klar geworden?

Bitte keine neue Bibel kaufen, auch in den neuen ist der Satz über den Teufel drin.

 

Liebe Grüße, Gabriele

Liebe Gabriele, danke, dass Du so prompt geantwortet hast. Jetzt ist mir natürlich klar, was Du ausdrücken wolltest. Ich hatte nur im Eifer weitergelesen und mich dann komischerweise hinsichtlich der "Versuchung" auf den Teufel gestürzt und über die Worte des Petrus die Du angegeben hattest , nicht mehr nachgedacht.

Jetzt bleibt uns natürlich einstweilen bezüglich der beiden Widersprüche nur die Frage des Petrus übrig!

Und Bibel ohne Teufel bei Joh.6,70 gibt`s auch keine neue!

Liebe Grüße schlaf gut und träum jetzt bloß nicht vom Teufel

Gerlinde

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Gabriele,

 

Gott führt niemanden in Versuchung.

 

Wie Genesis bereits schreibt, sind wir mit dem Drang ausgestattet, sowohl moralisch richtig als auch falsch zu handeln. Es gilt somit, den Drang nach unmoralischen bzw. falschen Taten zu überwinden, "erwachsen" zu werden und nach Seinem Willen zu handeln.

 

Gruß

bearbeitet von bd10
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Gabriele,

 

Gott führt niemanden in Versuchung.

 

Wie Genesis bereits schreibt, sind wir mit dem Drang ausgestattet, sowohl moralisch richtig als auch falsch zu handeln. Es gilt somit, den Drang nach unmoralischen bzw. falschen Taten zu überwinden, "erwachsen" zu werden und nach Seinem Willen zu handeln.

 

Gruß

Es ist sehr schwierig, hier die Schrift richtig zu deuten.

Es gibt viele Stellen in der Schrift, wo es heißt, daß Gott unser Herz zu Sünde hin verhärtet etc.

Ich glaube nun allerdings nicht, daß wie nur Marionetten Gottes sind und das Gott uns so oder so behandelt, je nachdem wie zufrieden er mit dem Holz ist, aus dem er uns gescnhitzt hat.

 

Ich nehme an, daß die Freiheit der Wahl, die Versuchung erfordert.

Wenn wir versucht werden, dann müssen wir zwischen dem Reiz des Bösen und dem Guten wählen. Nun kann man diese Entscheidung selbst als Zweck der Versuchung sehen oder aber auch die Entwicklung und Erkenntnis, die man mit einer bestandenen Willensprüfung erreicht hat. Wir befinden uns seit der Erbsünde in einem Zustand der Sündenfähigkeit und sind in unserem Willen geschwächt.

Wären wir nicht in unserem Willen geschwächt, dann würden wir wie die gefallenen Engel in der Sünde verharren, denn wir würden unseren Willen wider Einsicht und wider Reue aufrecht erhalten.

Da wir aber geschwächt sind in unserem Willen, können wir uns wandeln.

Daher dient die Versuchung, die Gott in seiner Allmacht und Allwissenheit zuläßt oder in die er uns vielleicht führen mag, unserem Heil.

Der Mensch kann fallen, wenn er aufsteht und läuft, wenn er jedoch immer nur sitzen bliebe, dann käme er nirgendwohin.

Wenn wir darum bitten, daß wir nicht versucht werden, dann bekunden wir: "Herr, ich bin schwach, darum prüfe mich nicht. Aber ich habe deinen Willen eingesehen und ich bin voller Liebe, so erlöse mich von dem Bösen."

Dies ist dann eine Willensbekundung, ein Gebet, mit dem wir unseren Willen freiwillig einschränken, indem wir uns dem unterordnen, was Gott in seiner Weißheit und Barmherzigkeit für uns vorgesehen hat.

"Nicht mein Wille geschehe, sondern deiner."

Wenn wir so beten, dann wollen wir, daß die Willensprüfung an uns vorübergeht, weil wir uns bereits jetzt schon Gottes Willen unterordnen.

Wenn wir jetzt schon einsehen, obwohl wir noch schwach sind, dann bedürfen wir vielleicht der Prüfung gar nicht, die uns eigentlich erst zur Einsicht führen sollte.

So deute ich das Vater Unser.

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Gabriele,

 

Gott führt niemanden in Versuchung.

 

Wie Genesis bereits schreibt, sind wir mit dem Drang ausgestattet, sowohl moralisch richtig als auch falsch zu handeln. Es gilt somit, den Drang nach unmoralischen bzw. falschen Taten zu überwinden, "erwachsen" zu werden und nach Seinem Willen zu handeln.

 

Gruß

Es ist sehr schwierig, hier die Schrift richtig zu deuten.

Es gibt viele Stellen in der Schrift, wo es heißt, daß Gott unser Herz zu Sünde hin verhärtet etc.

Ich glaube nun allerdings nicht, daß wie nur Marionetten Gottes sind und das Gott uns so oder so behandelt, je nachdem wie zufrieden er mit dem Holz ist, aus dem er uns gescnhitzt hat.

 

Ich nehme an, daß die Freiheit der Wahl, die Versuchung erfordert.

Wenn wir versucht werden, dann müssen wir zwischen dem Reiz des Bösen und dem Guten wählen. Nun kann man diese Entscheidung selbst als Zweck der Versuchung sehen oder aber auch die Entwicklung und Erkenntnis, die man mit einer bestandenen Willensprüfung erreicht hat. Wir befinden uns seit der Erbsünde in einem Zustand der Sündenfähigkeit und sind in unserem Willen geschwächt.

Wären wir nicht in unserem Willen geschwächt, dann würden wir wie die gefallenen Engel in der Sünde verharren, denn wir würden unseren Willen wider Einsicht und wider Reue aufrecht erhalten.

Da wir aber geschwächt sind in unserem Willen, können wir uns wandeln.

Daher dient die Versuchung, die Gott in seiner Allmacht und Allwissenheit zuläßt oder in die er uns vielleicht führen mag, unserem Heil.

Der Mensch kann fallen, wenn er aufsteht und läuft, wenn er jedoch immer nur sitzen bliebe, dann käme er nirgendwohin.

Wenn wir darum bitten, daß wir nicht versucht werden, dann bekunden wir: "Herr, ich bin schwach, darum prüfe mich nicht. Aber ich habe deinen Willen eingesehen und ich bin voller Liebe, so erlöse mich von dem Bösen."

Dies ist dann eine Willensbekundung, ein Gebet, mit dem wir unseren Willen freiwillig einschränken, indem wir uns dem unterordnen, was Gott in seiner Weißheit und Barmherzigkeit für uns vorgesehen hat.

"Nicht mein Wille geschehe, sondern deiner."

Wenn wir so beten, dann wollen wir, daß die Willensprüfung an uns vorübergeht, weil wir uns bereits jetzt schon Gottes Willen unterordnen.

Wenn wir jetzt schon einsehen, obwohl wir noch schwach sind, dann bedürfen wir vielleicht der Prüfung gar nicht, die uns eigentlich erst zur Einsicht führen sollte.

So deute ich das Vater Unser.

 

Mit dem Argument der Erbsünde bin ich mir nicht so sicher. Es illustriert unseren Drang, nicht nur positiv zu handeln. Es geht meiner Meinung nach vielmehr um einen Prozess des Erwachsenswerdens. Denn wie sonst hätte Gott sich Moses offenbaren können und vielmehr Moses in seinem 5. Buch, Kap. 30 deutlich "sagen", daß sein Wille für uns nicht unerreichbar ist bzw. für uns zu schwer sei zu folgen.

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(...)

Mit dem Argument der Erbsünde bin ich mir nicht so sicher. Es illustriert unseren Drang, nicht nur positiv zu handeln. Es geht meiner Meinung nach vielmehr um einen Prozess des Erwachsenswerdens. Denn wie sonst hätte Gott sich Moses offenbaren können und vielmehr Moses in seinem 5. Buch, Kap. 30 deutlich "sagen", daß sein Wille für uns nicht unerreichbar ist bzw. für uns zu schwer sei zu folgen.

Meines Erachtens bezieht sich das auf den alten Bund.

Der alte Bund war ein Bund, der auf Glaubensgehorsam gründete.

Da der Mensch noch nicht fähig dazu war, daß Gute und die Liebe als solche zu erkennen und zu folgen, blieb ihm nur das Gehorsam, basierend auf Vertrauen und Glauben in die Liebe und das Gute der Gottheit um gerecht zu werden.

Dieser Bund verhieß aber nicht die Ewigkeit und war damit keine Erlösung vom Sündenfall - noch eine Erfüllung des Gesetzes und der Prophetie. Die Seele der Mensch gelangten in die Scheol, wo sie nicht verloren gingen aber auch nicht gerettet waren. Scheol ist das "Unwahrnehmbare". Daher so etwas wie der Hades der Griechen. Der Mensch ist ohne Leib keine Person und die unsterbliche Seele befand sich daher ohne Wahrnehmung in der Scheol, bis Jesus die Menschheit erlöste.

Der alte Bund konnte daher nur ein Gott gesegnetes Leben bedeuten.

Der neue Bund durch Jesus baut auf Liebe auf, darauf das wir nicht wir einfach nur gehorsam sind, sondern den Willen Gottes in uns selbst erkennen und stärken und uns selbst verändern.

Der Wille, von dem Moses redete, bezog sich auf den Einhalt der Gesetze und der Wille, von dem Jesus redete, auf die Liebe zu Gott und zu dem Nächsten.

Konnte der Mensch in seiner Frühzeit nichts besseres tun, als Gottes Buchstaben zu gehorchen, wird durch Jesus der Buchstabe des Gesetzes durch den Geist des Gesetzes ersetzt. So sehe ich das.

Siehe auch hier:

Mose nämlich schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt (3. Mose 18,5): «Der Mensch, der das tut, wird dadurch leben.» 6Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht so (5. Mose 30,11-14): «Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel (fahren?» - nämlich um Christus herabzuholen - 7oder: «Wer will hinab in die Tiefe fahren?» - nämlich um Christus von den Toten heraufzuholen -, 8sondern was sagt sie? «Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.» Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen. 9Denn wenn du mit deinem Munde abekennst, daß Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. 11Denn die Schrift spricht (Jesaja 28,16): «Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.» 12Es ist hier bkein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. 13Denn «wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden» (Joel 3,5).

(Röm 10,6-8)

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