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Ergibt sich aus dem Christentum eigentlich eine Weltanschauung?


Kulti

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Frage ich mich gerade angesichts der Hochmutdiskussion.

Bin ich als Christ dazu aufgerufen darauf zu schauen, wie ich in der Welt dastehe oder soll ich darauf schauen wie ich nach dieser Welt dastehe?

Und wenn ich mehr darauf schauen sollte, wie ich nach dieser Welt dastehe, muss ich dann nicht erstmal von dieser Welt "wegschauen" um rauszufinden was in der Nachwelt "Mode" ist?

 

Resultieren die Probleme, die ich als Christ in dieser Welt verursache dann aus meinem Blick auf die Nachwelt?

(Also: Wer aus "Sammelt Schätze im Himmel" Schätze<=>Seelen<=>'Bekehrung auf Engel komm raus' macht, wird vermutlich eher ein nicht so netter Mensch unter den guten Menschen werden.)

bearbeitet von Kulti
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Frage ich mich gerade angesichts der Hochmutdiskussion.

Bin ich als Christ dazu aufgerufen darauf zu schauen, wie ich in der Welt dastehe oder soll ich darauf schauen wie ich nach dieser Welt dastehe?

Und wenn ich mehr darauf schauen sollte, wie ich nach dieser Welt dastehe, muss ich dann nicht erstmal von dieser Welt "wegschauen" um rauszufinden was in der Nachwelt "Mode" ist?

 

Resultieren die Probleme, die ich als Christ in dieser Welt verursache dann aus meinem Blick auf die Nachwelt?

(Also: Wer aus "Sammelt Schätze im Himmel" Schätze<=>Seelen<=>'Bekehrung auf Engel komm raus' macht, wird vermutlich eher ein nicht so netter Mensch unter den guten Menschen werden.)

Die von Dir geschilderten Probeleme können zweifellos entstehen, wenn man dem, in der Bibel immer wieder durchscheinendem gnostischen Element - böse Welt, böse Diesseitigkeit, böse Fleischlichkeit, Welt als Jammertal und blosse Durchgangsstation, notwenige Überwindung des Fleisches etc. zuneigt. Denn dann ergibt sich zweifelsfrei eine Weltwegschauung = Weltabkehr

 

Wenn man aber mit der Genesis der Meinung ist, dass das was Gott geschaffen hat gut ist, haben wir die Verpflichtung der Weltanschauung im Sinne eines positiven Gestaltens einschlisslich der Bewahrung der uns geliehenen Schöpfung für kommende Generationen.

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Frage ich mich gerade angesichts der Hochmutdiskussion.

Bin ich als Christ dazu aufgerufen darauf zu schauen, wie ich in der Welt dastehe oder soll ich darauf schauen wie ich nach dieser Welt dastehe?

Und wenn ich mehr darauf schauen sollte, wie ich nach dieser Welt dastehe, muss ich dann nicht erstmal von dieser Welt "wegschauen" um rauszufinden was in der Nachwelt "Mode" ist?

 

Resultieren die Probleme, die ich als Christ in dieser Welt verursache dann aus meinem Blick auf die Nachwelt?

(Also: Wer aus "Sammelt Schätze im Himmel" Schätze<=>Seelen<=>'Bekehrung auf Engel komm raus' macht, wird vermutlich eher ein nicht so netter Mensch unter den guten Menschen werden.)

Denkst du denn, dass "die Wahrheit" in dieser Welt eine andere ist als in der "Nachwelt"?

Es kann doch nicht sein, dass dort etwas richtig ist, was hier falsch ist u.u.

Ich denke, wir sind gut beraten, jetzt zu versuchen "das Richtige" zu tun.

Und ich glaube auch, dass ein Handeln mit dem permanenten Blick auf die zu erwartenden Schätze im Himmel dieses Richtige verfälscht.

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Frage ich mich gerade angesichts der Hochmutdiskussion.

Bin ich als Christ dazu aufgerufen darauf zu schauen, wie ich in der Welt dastehe oder soll ich darauf schauen wie ich nach dieser Welt dastehe?

Und wenn ich mehr darauf schauen sollte, wie ich nach dieser Welt dastehe, muss ich dann nicht erstmal von dieser Welt "wegschauen" um rauszufinden was in der Nachwelt "Mode" ist?

 

Resultieren die Probleme, die ich als Christ in dieser Welt verursache dann aus meinem Blick auf die Nachwelt?

(Also: Wer aus "Sammelt Schätze im Himmel" Schätze<=>Seelen<=>'Bekehrung auf Engel komm raus' macht, wird vermutlich eher ein nicht so netter Mensch unter den guten Menschen werden.)

Denkst du denn, dass "die Wahrheit" in dieser Welt eine andere ist als in der "Nachwelt"?

Es kann doch nicht sein, dass dort etwas richtig ist, was hier falsch ist u.u.

Ich denke, wir sind gut beraten, jetzt zu versuchen "das Richtige" zu tun.

Und ich glaube auch, dass ein Handeln mit dem permanenten Blick auf die zu erwartenden Schätze im Himmel dieses Richtige verfälscht.

Nun jaaaa - es ist hier sicherlich "richtig" im Winter Energie aufzuwenden (zu verprassen) um es warm zu haben. Diese Energie steht dann aber nicht mehr so ohne weiteres zur Verfügung. Nett wäre es nun, wenn ich verzichte und unter 20 Decken vor mich hinfriere.

 

Ist es nun richtig Komfort zu geniessen oder ist es richtig zu Gunsten anderer zu verzichten?

 

Oder um es anders auszudrücken: Ich bin mir für mich selber sicher, dass ich bei meinem Blick auf die "Wahrheit" mit Risiken kalkuliere. Und ich muss mich irgendwann fragen, was nehme ich um einer Wahrheit willen hin.

Wenn ich nun eine Nachwelt annehme, die um einiges länger andauert als diese Welt, dann hat diese ewige Wahrheit sicher eine höhere Gewichtung. Das kann dann aber recht drastische Folgen für mich in der jetzigen Welt haben.

bearbeitet von Kulti
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Und ich glaube auch, dass ein Handeln mit dem permanenten Blick auf die zu erwartenden Schätze im Himmel dieses Richtige verfälscht.

Oh ja, denn das kann's ja nicht sein, dass man hier nur richtig handelt, um später seine Belohnung zu kassieren. Man handelt hier richtig, weil man von dieser Richtigkeit überzeugt ist - und kann sich nebenbei auf das Versprechen freuen, dass es nicht umsonst gewesen sein soll.

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Nun jaaaa - es ist hier sicherlich "richtig" im Winter Energie aufzuwenden (zu verprassen) um es warm zu haben. Diese Energie steht dann aber nicht mehr so ohne weiteres zur Verfügung. Nett wäre es nun, wenn ich verzichte und unter 20 Decken vor mich hinfriere.

 

Ist es nun richtig Komfort zu geniessen oder ist es richtig zu Gunsten anderer zu verzichten?

Glaubst Du, dass jemand frierend Not leidet, weil Du oder eine Mehrheit es bei sich warm und gemütlich hat? Das wäre sicherlich bedenklich und das Motto heißt hier: Teilen - wie St. Martin seinen Mantel. Aber das Beispiel scheint mir an den Haaren herbeigezogen ...

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Und ich glaube auch, dass ein Handeln mit dem permanenten Blick auf die zu erwartenden Schätze im Himmel dieses Richtige verfälscht.
Oh ja, denn das kann's ja nicht sein, dass man hier nur richtig handelt, um später seine Belohnung zu kassieren. Man handelt hier richtig, weil man von dieser Richtigkeit überzeugt ist - und kann sich nebenbei auf das Versprechen freuen, dass es nicht umsonst gewesen sein soll.
Wobei das Bedenken von Tod, Gericht, Himmel und Hölle (aka die vier letzten Dinge) uraltkatholisches Lehrgut ist.
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Oder um es anders auszudrücken: Ich bin mir für mich selber sicher, dass ich bei meinem Blick auf die "Wahrheit" mit Risiken kalkuliere. Und ich muss mich irgendwann fragen, was nehme ich um einer Wahrheit willen hin.

Wenn ich nun eine Nachwelt annehme, die um einiges länger andauert als diese Welt, dann hat diese ewige Wahrheit sicher eine höhere Gewichtung. Das kann dann aber recht drastische Folgen für mich in der jetzigen Welt haben.

Ich hab auch Schwierigkeiten mit Deiner Trennung zwischen einer Wahrheit fürs Diesseits und einer Wahrheit fürs Jenseits. Was ich einmal als wahr erkannt habe, wird mich immer zu einem bestimmten Verhalten bewegen, der Unterschied besteht doch nicht zwischen "dieser" und "jener" Wahrheit (letzte Wahrheit ist nur einmal und umfassend), sondern zwischen "richtig" und "falsch" bzw. "wahr" und "unwahr".

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Und ich glaube auch, dass ein Handeln mit dem permanenten Blick auf die zu erwartenden Schätze im Himmel dieses Richtige verfälscht.

Oh ja, denn das kann's ja nicht sein, dass man hier nur richtig handelt, um später seine Belohnung zu kassieren. Man handelt hier richtig, weil man von dieser Richtigkeit überzeugt ist - und kann sich nebenbei auf das Versprechen freuen, dass es nicht umsonst gewesen sein soll.

Och es muss noch nichtmal ein Belohnungsdenken sein, es geht vielleicht auch um Beständigkeit.

Ich für mich denke, dass die Geschichten, die ich so erlebe, größere Schätze darstellen als jede seltene abgestempelte Briefmarke dieser Welt. (Je länger sie lagern, desto komischer werden sie meist - das müsste mal ein Rentenfonds schaffen :huh: )

 

Muss ich mich nicht fragen: "Welche meiner Taten haben eine begrenzte Gültigkeit und welche meiner Taten, Gedanken, werden bis in alle Ewigkeit mein Leben (oder sogar das Leben meiner Umwelt) beeinflussen?"

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Und ich glaube auch, dass ein Handeln mit dem permanenten Blick auf die zu erwartenden Schätze im Himmel dieses Richtige verfälscht.
Oh ja, denn das kann's ja nicht sein, dass man hier nur richtig handelt, um später seine Belohnung zu kassieren. Man handelt hier richtig, weil man von dieser Richtigkeit überzeugt ist - und kann sich nebenbei auf das Versprechen freuen, dass es nicht umsonst gewesen sein soll.
Wobei das Bedenken von Tod, Gericht, Himmel und Hölle (aka die vier letzten Dinge) uraltkatholisches Lehrgut ist.

Es steht davon ja auch genug in der Bibel. Aber ich habe gestern abend noch darüber nachgedacht: Dass ich froh bin in einer Zeit zu leben, wo mir das Christentum nicht unter Androhung der Hölle erklärt wurde. Ich bin der Meinung, dass das eine schlimme Fehlentwicklung war. Siehe auch meine Signatur: "Man ist nicht Christ, weil nur Christen ins Heil kommen" - sondern weil man von der Richtigkeit des Glaubens und der Konsequenzen daraus überzeugt ist.

bearbeitet von Kirisiyana
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Oder um es anders auszudrücken: Ich bin mir für mich selber sicher, dass ich bei meinem Blick auf die "Wahrheit" mit Risiken kalkuliere. Und ich muss mich irgendwann fragen, was nehme ich um einer Wahrheit willen hin.

Wenn ich nun eine Nachwelt annehme, die um einiges länger andauert als diese Welt, dann hat diese ewige Wahrheit sicher eine höhere Gewichtung. Das kann dann aber recht drastische Folgen für mich in der jetzigen Welt haben.

Ich hab auch Schwierigkeiten mit Deiner Trennung zwischen einer Wahrheit fürs Diesseits und einer Wahrheit fürs Jenseits. Was ich einmal als wahr erkannt habe, wird mich immer zu einem bestimmten Verhalten bewegen, der Unterschied besteht doch nicht zwischen "dieser" und "jener" Wahrheit (letzte Wahrheit ist nur einmal und umfassend), sondern zwischen "richtig" und "falsch" bzw. "wahr" und "unwahr".

Okay, dann unterhalten wir uns mal ganz fix über das Jenseits. Ich kann mir für das Jenseits keinen Mangel (im Sinn von Begrenzung) vorstellen.

Im Diesseits hingegen muss ich mit Mängeln auskommen. Da komme ich nicht ums Abwägen herum.

Habe ich eine Flasche Cola, dann ist es "richtig" diese Flasche bis zum Ende auszutrinken, bevor ich zum Supermarkt gehe.

Komischerweise verliert diese Wahrheit ihre Gültigkeit, wenn mehrere Flaschen im Haus sind. Dann ist es egal ob schon eine offene Flasche im Haus ist, Hauptsache der Durst wird gelöscht.

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Frage ich mich gerade angesichts der Hochmutdiskussion.

Bin ich als Christ dazu aufgerufen darauf zu schauen, wie ich in der Welt dastehe oder soll ich darauf schauen wie ich nach dieser Welt dastehe?

Und wenn ich mehr darauf schauen sollte, wie ich nach dieser Welt dastehe, muss ich dann nicht erstmal von dieser Welt "wegschauen" um rauszufinden was in der Nachwelt "Mode" ist?

 

Resultieren die Probleme, die ich als Christ in dieser Welt verursache dann aus meinem Blick auf die Nachwelt?

(Also: Wer aus "Sammelt Schätze im Himmel" Schätze<=>Seelen<=>'Bekehrung auf Engel komm raus' macht, wird vermutlich eher ein nicht so netter Mensch unter den guten Menschen werden.)

Denkst du denn, dass "die Wahrheit" in dieser Welt eine andere ist als in der "Nachwelt"?

Es kann doch nicht sein, dass dort etwas richtig ist, was hier falsch ist u.u.

Ich denke, wir sind gut beraten, jetzt zu versuchen "das Richtige" zu tun.

Und ich glaube auch, dass ein Handeln mit dem permanenten Blick auf die zu erwartenden Schätze im Himmel dieses Richtige verfälscht.

Nun jaaaa - es ist hier sicherlich "richtig" im Winter Energie aufzuwenden (zu verprassen) um es warm zu haben. Diese Energie steht dann aber nicht mehr so ohne weiteres zur Verfügung. Nett wäre es nun, wenn ich verzichte und unter 20 Decken vor mich hinfriere.

 

Ist es nun richtig Komfort zu geniessen oder ist es richtig zu Gunsten anderer zu verzichten?

Da es in der Bibel heißt "Ich will dass ihr das Leben habt und dass ihr es in Fülle habt", meine ich dass das Chrsitentum nicht unbedingt eine asketische Verzichtsreligion ist.

 

Wen Du Dir Dein Wohnzimmer auf angenehme 20Grad erwärmst wird es OK sein, wenn Du aber 25 Grad brauchst damit Du auch im Winter in Sommerkleidung herumlaufen kannst, dann scheint mir das problematisch. Ähnliche Überlegungen kannst Du mit dem Treibstoffverbrauch Deines Autos und mit vielem anderen anstellen.

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Nun jaaaa - es ist hier sicherlich "richtig" im Winter Energie aufzuwenden (zu verprassen) um es warm zu haben. Diese Energie steht dann aber nicht mehr so ohne weiteres zur Verfügung. Nett wäre es nun, wenn ich verzichte und unter 20 Decken vor mich hinfriere.

 

Ist es nun richtig Komfort zu geniessen oder ist es richtig zu Gunsten anderer zu verzichten?

Glaubst Du, dass jemand frierend Not leidet, weil Du oder eine Mehrheit es bei sich warm und gemütlich hat? Das wäre sicherlich bedenklich und das Motto heißt hier: Teilen - wie St. Martin seinen Mantel. Aber das Beispiel scheint mir an den Haaren herbeigezogen ...

Jetzt noch - aber wir haben ja energietechnisch gesehen auch noch den Kasten Cola im Haus :huh:

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Okay, dann unterhalten wir uns mal ganz fix über das Jenseits. Ich kann mir für das Jenseits keinen Mangel (im Sinn von Begrenzung) vorstellen.

Im Diesseits hingegen muss ich mit Mängeln auskommen. Da komme ich nicht ums Abwägen herum.

Habe ich eine Flasche Cola, dann ist es "richtig" diese Flasche bis zum Ende auszutrinken, bevor ich zum Supermarkt gehe.

Komischerweise verliert diese Wahrheit ihre Gültigkeit, wenn mehrere Flaschen im Haus sind. Dann ist es egal ob schon eine offene Flasche im Haus ist, Hauptsache der Durst wird gelöscht.

Hm hm, also das finde ich ja nun gar nicht, denn wenn schon eine Flasche Cola offen rumsteht, wird's Zeit, dass erst einmal diese zügig ausgetrunken wird, sonst geht die ganze Kohlensäure verloren und das schmeckt dann aber scheußlich, sag ich Dir.

 

Bleiben wir vielleicht bei Beispielen, die mehr mit dem christlichen Beitrag am Heilsgeschehen für alle zu tun haben - ich fürchte, ich komme sonst mit Deinen Gedankengängen nicht mit.

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Nun jaaaa - es ist hier sicherlich "richtig" im Winter Energie aufzuwenden (zu verprassen) um es warm zu haben. Diese Energie steht dann aber nicht mehr so ohne weiteres zur Verfügung. Nett wäre es nun, wenn ich verzichte und unter 20 Decken vor mich hinfriere.

 

Ist es nun richtig Komfort zu geniessen oder ist es richtig zu Gunsten anderer zu verzichten?

Glaubst Du, dass jemand frierend Not leidet, weil Du oder eine Mehrheit es bei sich warm und gemütlich hat? Das wäre sicherlich bedenklich und das Motto heißt hier: Teilen - wie St. Martin seinen Mantel. Aber das Beispiel scheint mir an den Haaren herbeigezogen ...

Jetzt noch - aber wir haben ja energietechnisch gesehen auch noch den Kasten Cola im Haus :huh:

Jo, da verweise ich mal direkt auf Wolfgangs Antwort, die find ich gut.

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Nun jaaaa - es ist hier sicherlich "richtig" im Winter Energie aufzuwenden (zu verprassen) um es warm zu haben. Diese Energie steht dann aber nicht mehr so ohne weiteres zur Verfügung. Nett wäre es nun, wenn ich verzichte und unter 20 Decken vor mich hinfriere.

 

Ist es nun richtig Komfort zu geniessen oder ist es richtig zu Gunsten anderer zu verzichten?

Da es in der Bibel heißt "Ich will dass ihr das Leben habt und dass ihr es in Fülle habt", meine ich dass das Chrsitentum nicht unbedingt eine asketische Verzichtsreligion ist.

 

Wen Du Dir Dein Wohnzimmer auf angenehme 20Grad erwärmst wird es OK sein, wenn Du aber 25 Grad brauchst damit Du auch im Winter in Sommerkleidung herumlaufen kannst, dann scheint mir das problematisch. Ähnliche Überlegungen kannst Du mit dem Treibstoffverbrauch Deines Autos und mit vielem anderen anstellen.

An der Stelle wäre es nun interessant zu wissen, wieviele Menschen wie lange bei welcher Verteilung der Ressourcen hinkämen.

Irgendwann sind wir dann bei "Man kann es nicht jedem Recht machen" - und nun, welche Wahrheit legitimiert mich dazu es welchen Menschen unrecht zu machen?

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Nun jaaaa - es ist hier sicherlich "richtig" im Winter Energie aufzuwenden (zu verprassen) um es warm zu haben. Diese Energie steht dann aber nicht mehr so ohne weiteres zur Verfügung. Nett wäre es nun, wenn ich verzichte und unter 20 Decken vor mich hinfriere.

 

Ist es nun richtig Komfort zu geniessen oder ist es richtig zu Gunsten anderer zu verzichten?

Da es in der Bibel heißt "Ich will dass ihr das Leben habt und dass ihr es in Fülle habt", meine ich dass das Chrsitentum nicht unbedingt eine asketische Verzichtsreligion ist.

 

Wen Du Dir Dein Wohnzimmer auf angenehme 20Grad erwärmst wird es OK sein, wenn Du aber 25 Grad brauchst damit Du auch im Winter in Sommerkleidung herumlaufen kannst, dann scheint mir das problematisch. Ähnliche Überlegungen kannst Du mit dem Treibstoffverbrauch Deines Autos und mit vielem anderen anstellen.

An der Stelle wäre es nun interessant zu wissen, wieviele Menschen wie lange bei welcher Verteilung der Ressourcen hinkämen.

Irgendwann sind wir dann bei "Man kann es nicht jedem Recht machen" - und nun, welche Wahrheit legitimiert mich dazu es welchen Menschen unrecht zu machen?

Ich versuche es mit meinem Gewissen.

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An der Stelle wäre es nun interessant zu wissen, wieviele Menschen wie lange bei welcher Verteilung der Ressourcen hinkämen.

Irgendwann sind wir dann bei "Man kann es nicht jedem Recht machen" - und nun, welche Wahrheit legitimiert mich dazu es welchen Menschen unrecht zu machen?

Uh, jetzt fühle ich mich an eine Bibelstelle erinnert, über die Volker letztens einenThread eröffnet hatte: Als Jesus sagt, es sei für einen Reichen quasi unmöglich ins Himmelreich zu kommen. Denn egal was wir tun und wie vorausschauend wir versuchen zu handeln, es reicht nicht, um die Ressourcen gerecht über den ganzen Planeten zu verteilen.

 

Vergiss in Deinen Überlegungen nicht das Vertrauen in Gott, denn "für Gott ist nichts unmöglich".

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Bin ich als Christ dazu aufgerufen darauf zu schauen, wie ich in der Welt dastehe oder soll ich darauf schauen wie ich nach dieser Welt dastehe?

Und wenn ich mehr darauf schauen sollte, wie ich nach dieser Welt dastehe, muss ich dann nicht erstmal von dieser Welt "wegschauen" um rauszufinden was in der Nachwelt "Mode" ist?

 

Resultieren die Probleme, die ich als Christ in dieser Welt verursache dann aus meinem Blick auf die Nachwelt?

(Also: Wer aus "Sammelt Schätze im Himmel" Schätze<=>Seelen<=>'Bekehrung auf Engel komm raus' macht, wird vermutlich eher ein nicht so netter Mensch unter den guten Menschen werden.)

 

Hallo Kulti,

 

die christlichen Gebote sind allesamt Gebote, die das Leben im Diesseits verbessern sollen. Insofern ist eine besondere Ausrichtung des Christentums auf das Jenseits für mich wenig nachvollziehbar.

 

Ich denke als guter Christ ist man verpflichtet andere Menschen von seinem Glauben zu überzeugen. Das kann man am besten indem andere Menschen das Wirken des Christentums auf den Christen erkennen - dass er ein besserer (im humanistischen Sinne) und ehrlicherer Mensch wird.

Auch die Mission ist für mich also nur durch eine diesseitige Ausrichtung des Glaubens erreichbar und weniger durch Höllendrohungen oder Vorschwärmung vom Paradies.

Vor allem gibt uns die Bibel sehr wenig Anhaltspunkte, die uns erlauben würden viel über das Jenseits zu erzählen.

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Ich versuche es mit meinem Gewissen.

Und worauf schaut Dein Gewissen? Fragt es danach, was in dieser Welt zum Vorteil gereicht, oder was am ökonomischsten ist? Oder sind Deinem Gewissen diesseitige Konsequenzen nicht eher unwichtig?

 

Ich denke gerade das Gewissen, wenn es als alleinige Instanz genommen wird, führt eher zu einer Weltwegschauung.

 

Gleichzeitig denke ich, das mein Beitrag nicht ganz in Ordnung ist, warum ich das denke, das schreibe ich, wenn ich eure Anregungen vernünftig verarbeitet habe.

 

(Jedenfalls verstehe ich jetzt, warum mich mein Englischlehrer vor einer plakativen Ausdrucksweise gewarnt hat.)

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Uh, jetzt fühle ich mich an eine Bibelstelle erinnert, über die Volker letztens einenThread eröffnet hatte: Als Jesus sagt, es sei für einen Reichen quasi unmöglich ins Himmelreich zu kommen. Denn egal was wir tun und wie vorausschauend wir versuchen zu handeln, es reicht nicht, um die Ressourcen gerecht über den ganzen Planeten zu verteilen.

Das wäre noch die Frage - die Geschichte von der Brotvermehrung sagt da was ganz anderes: daß es nämlich doch reicht.

 

Der Heilige Franziskus auch - erst wenn man alles weggibt, und das Leben der Ärmsten teilt, dann kann daraus ein ganz neuer Reichtum wachsen.

 

Ich fürchte nur, uns allen miteinander fehlt der Glaube, um das ernsthaft zu versuchen. Die, die es mit Erfolg versucht haben, sind die Heiligen.

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Ich denke gerade das Gewissen, wenn es als alleinige Instanz genommen wird, führt eher zu einer Weltwegschauung.

Bei mir zumindest nicht. Ich halte sehr viel von der Gerichtsrede als Handlungsanleitung - Was Du dem geringesten meiner Brüder getan hast...........

 

Ich versuche schon, das was ich für caritative Zwecke ausgebe mit meinen "Luxusausgaben" (nicht lebensnotwendige Ausgaben) in Einklang zu bringen. Wobei Du jetzt natürlich mit mir über den Begriff "lebensnotwendig" diskutieren kannst.

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Oder um es anders auszudrücken: Ich bin mir für mich selber sicher, dass ich bei meinem Blick auf die "Wahrheit" mit Risiken kalkuliere. Und ich muss mich irgendwann fragen, was nehme ich um einer Wahrheit willen hin.

Wenn ich nun eine Nachwelt annehme, die um einiges länger andauert als diese Welt, dann hat diese ewige Wahrheit sicher eine höhere Gewichtung. Das kann dann aber recht drastische Folgen für mich in der jetzigen Welt haben.

Ich hab auch Schwierigkeiten mit Deiner Trennung zwischen einer Wahrheit fürs Diesseits und einer Wahrheit fürs Jenseits. Was ich einmal als wahr erkannt habe, wird mich immer zu einem bestimmten Verhalten bewegen, der Unterschied besteht doch nicht zwischen "dieser" und "jener" Wahrheit (letzte Wahrheit ist nur einmal und umfassend), sondern zwischen "richtig" und "falsch" bzw. "wahr" und "unwahr".

Okay, dann unterhalten wir uns mal ganz fix über das Jenseits. Ich kann mir für das Jenseits keinen Mangel (im Sinn von Begrenzung) vorstellen.

Im Diesseits hingegen muss ich mit Mängeln auskommen. Da komme ich nicht ums Abwägen herum.

Habe ich eine Flasche Cola, dann ist es "richtig" diese Flasche bis zum Ende auszutrinken, bevor ich zum Supermarkt gehe.

Komischerweise verliert diese Wahrheit ihre Gültigkeit, wenn mehrere Flaschen im Haus sind. Dann ist es egal ob schon eine offene Flasche im Haus ist, Hauptsache der Durst wird gelöscht.

Ach, Kinder, Kinder! :huh:

Es gibt kein Jenseits. Die kommende Welt, die uns angekündigt ist, ist diese unsere, wenn sie vom Status des Werdens in den des Seins übergegangen ist. Dann ist auch die Zeit "vollendet", und alles ist bleibende Gegenwart. Die Aussage, dass die Nachwelt "länger dauert" als die jetztige, ist, so gesehen, sinnlos.

Wir, du, ich oder sonst wer, sind aufgerufen, das winzige Stückchen Welt, das uns anvertraut ist, wenigstens ein bisschen verbessert zurückzubringen, nach dem Beispiel des Gleichnisses von den Talenten.

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Ich versuche mal neu zu ordnen.

Was in der Ewigkeit richtig ist, das ist auch jetzt schon richtig. An diesem Gedanken möchte ich mich gerne festhalten.

Was ich mich frage ist, wird der Blick auf das "ewig richtige" nicht durch das verschleiert, was im hier und jetzt wichtig ist?

Ich persönlich sehe ja auch alles etwas anders, wenn ich nicht unmittelbar mit einer Situation konfrontiert bin.

Dann fällt es mir leicht zu sagen: So und so isses und jetzt wäre es angemessen zu ......

Bin ich aber selbst in einer Situation, dann gibt es nicht nur ein Geschehen um mich herum, dieses Geschehen fühlt sich auch noch irgendwie an.

Wenn mir dann ausserhalb der Situation nochmal ein Spiegel vorgehalten wird, komme ich oft genug zu einer anderen Wertung (sowohl auf der Gefühls- als auch auf der Verstandesebene).

 

Kann ich vom Vertrauen auf Gottes Heilsplan sprechen, wenn mir gerade ein Elefant auf dem Fuß steht? Ja, ich kann das schon, aber nicht wenn ich den Blick nach unten richte. Dann vergesse ich schnell, dass für Gott kein Ding unmöglich ist.

 

Vielleicht sollte ich versuchen zu denken, dass das Christentum eine Weltanschauung "von außen" ist, dass es ein permanenter Spiegel ist, der mir vorgehalten wird.

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