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Erfurter Pfarrer verbrennt sich


Karl

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Diese Nachricht macht wirklich betroffen. Ich denke aber nicht, dass es die Angst ist. Nein, der Pfarrer wollte ein Fanal setzen und sich in den Protest seines Amtsbruders einreihen, um damit eine "Tradition" fortsetzen. Diesmal nicht gegen ein Unrechtsregime, sondern gegen eine Religion, die er für gefährlich hält.

 

Selbstverbrennungen sind ähnlich wie Hungerstreiks keine Aktionen von Lebensmüden, sondern sind Selbstopfer für eine Sache oder für eine Meinung. In einer Reportage habe ich neulich gehört, dass sich beispielsweise der Präsident des koreanischen Landwirtschaftsverbandes ebenfalls selbst öffentlich verbrannt hat, um so gegen die billigen Getreideimporte von China zu protestieren.

 

Was die Sache hier so fatal macht: der Mechanismus ist derselbe, den auch die sog. muslimischen Märtyrer bedienen, nur dass hier kein anderer zu Schaden kommt.

 

Axel

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Ich würde wirklich gerne wissen, was dazu islamische Extremisten sagen. Würden sie es als Selbstmord bezeichnen, oder einen (glorreichen) Tod für die eigene Überzeugung, oder einen (für sie) lächerlichen Vorfall?

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sowas kann für einen christen der bei voller geistiger gesundheit ist keine alternative sein

das muß eine trübung des geistes vorgelegen haben

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:huh: hallo miteinander

 

als ich dies heute morgen las,war ich erschüttert,aber fremdes macht angst...

angst ist ein schlechter ratgeber...

ich möchte dies nicht beurteilen...

nur eins gilt für mich

 

gott lässt mich nicht in stich,egal was !!!

 

achja ich bin neu hier...

ein liebes grüß gott

 

mimare

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:huh: hallo miteinander

 

als ich dies heute morgen las,war ich erschüttert,aber fremdes macht angst...

angst ist ein schlechter ratgeber...

ich möchte dies nicht beurteilen...

nur eins gilt für mich

 

gott lässt mich nicht in stich,egal was !!!

 

achja ich bin neu hier...

ein liebes grüß gott

 

mimare

 

Guten Morgen mimare! Herzlich Willkommen im Forum!

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Wo bitte ist da der Unterschied zu islamischen Selbstmördern? Außer, dass er keine anderen Menschen mit in den Tod gerissen hat. Aber er hat Gewalt an sich selber angewendet und damit seinem Glauben, seinen Freunden und seiner Familie ins Gesicht gespuckt. Fanatiker dieser Art braucht die Welt nun wirklich nicht noch mehr. Vllt sollte man ihm sein Alter zu gute halten. :huh:

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Ich würde wirklich gerne wissen, was dazu islamische Extremisten sagen. Würden sie es als Selbstmord bezeichnen, oder einen (glorreichen) Tod für die eigene Überzeugung, oder einen (für sie) lächerlichen Vorfall?

 

 

Ich habe mich mit einem Kollegen (Zivilberuflich), der dem Islam angehört, darüber unterhalten.

Seine Meinung dazu: "Hier werden zwei Religionen "lächerlich" gemacht.

Der Ilam wird durch solche Aktionen noch schlechter gemacht als es schon wird, die "Möchtegern-Islamisten" (Gewaltverherrlichende) fühlen sich in ihrem "Glauben" bestärkt und das Christentum verliert mit solchen AKtionen ihr Gesicht."

 

Ich denke, mein Kollege hat damit nicht so unrecht.

Vor allem bei den "Gewaltverherrlichenden" freut sich doch jeder, wenn sie solch eine "Aufmerksamkeit" erregen.

Es ist auch nicht die Aufgabe des Christentums, sich mit solchen Auftritten als Glaubenszeugen den Problemen der Zeit entgegen zu treten.

Stellt Euch mal vor, Jesus hätte damals so reagiert - nicht gerade sehr glaubwürdig oder???

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In der Thüringer Landeszeitung stand zu lesen (womit eine Aussage der Erfurter Pröpstin wiedergegeben wurde), daß dieser emeritierte Pfarrer schon lange Zeit in Konventen und Kirchengremien erreichen wollte, daß sich die evangelische Kirche zum Islam positioniert, und zwar (etwas zugespitzt ausgedrückt) nicht nur zur kulturellen Bereicherung durch Döner und Bauchtanz, sondern auch zu kulturellen und besonders religiösen Herausforderungen an die Christen in Europa. Offenbar hat in diesen Kreisen niemand für seine Sorgen oder Angst Verständnis aufbringen oder mit ihm darüber reden können.

 

Es stand auch zu lesen, daß er im persönlichen Umgang ein froher Mensch war, der Gedichte liebte und für seine Mitmenschen da war.

 

Er hat seine schreckliche Tat an dem Tag begangen, der Symbol für die Gründung einer Kirche ist, die mit der Selbstsäkularisierung inzwischen sehr weit gekommen ist.

Im Augustinerkloster fand übrigens zu dieser Zeit ein Kantatengottesdienst statt und es waren viele kulturliebende Menschen in diesem Gotteshaus. Eine Schwester des dort ansässigen Casteller Rings konnte noch Beistand leisten.

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Warum er es getan hat ist doch latte, dämlich ist dämlich, denn so steht es allenfalls im örtlichen Käseblatt und als Fußnote woanders, und auf kleinen Webseiten und das wars dann, spätestens in einer Woche denkt da eh keiner mehr dran.

 

Viel erreicht, wirklich.

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Es ist natürlich sehr traurig, dass der Pfarrer sich umgebracht hat, aber mit seiner Kritik an der Haltung der Kirche gegenüber dem Islam hatte er leider wohl recht.

 

Ich kann mich nicht entsinnen, dass wir die Moslems, die als Gastarbeiter nach Mitteleuropa gekommen sind, auch nur ansatzweise in irgendeiner Form zu missionieren versuchten.

Mittlerweile wirkt in unserer säkularisierten Gesellschaft der Islam von der Glaubensstärke dem Christentum überlegen. In den Niederlanden wird der Islam demnächst die stärkste Glaubensgemeinschaft sein, ähnliches ist auch in Großbritannien absehbar.

Die Haltung unserer Kirchen gegenüber dem Islam in Europa in der Vergangenheit und Gegenwart ist für mich nicht nachvollziehbar. Das sieht manchmal schon fast nach kontrolliertem Rückzug aus. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass in Deutschland zur Zeit jährlich nur 300 Menschen zum Islam konvertieren - eine vernachläßigbar geringe Zahl.

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Wo bitte ist da der Unterschied zu islamischen Selbstmördern? Außer, dass er keine anderen Menschen mit in den Tod gerissen hat.

Was kein ganz unwesentlicher Unterschied ist.

 

Ich würde mich da mit lautstarken Verurteilungen zurückhalten. Der Mann WAR verzweifelt - natürlich objektiv unbegründet, wahrscheinlich auf Grund einer psychischen Erkrankung.

Er hat nicht nur einen fürchterlichen Tod gewählt, sondern ist sicher in den Tagen und Wochen zuvor, in denen sich das aufgestaut hat, durch die Hölle gegangen.

 

Herr, erbarme Dich!

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Hallo Karl,

 

 

http://focus.msn.de/panorama/welt/augustin..._nid_38446.html

Was für eine Angst war das? Er dürfte schon sicherlich mehrmals überlegt haben, dass Jesus Christus die Welt doch erlöst hat. War das eher ein Frust, oder eine Verzweiflung?

Warum?

Schon richtig, daß JESUS die Menschen guten Willens erlöst hat.

 

Ist die Erlösung ein Freibrief für Christen, bequem zu werden nach der Devise: "Religion ist Privatsache" und in der stillen Kammer die persönliche Frömmigkeit zu pflegen? Nicht wenige Christen sind solcher Ansicht, und halten ihr Glaubensbekenntnis sorgfältig vor der Öffentlichkeit verborgen.

 

Sie rühren sich nicht, und schweigen wenn das öffentliche Bekenntnis zu JESUS CHRISTUS gefordert ist.

 

Ist nicht im Sinne JESU, der in Matthäus 10,31-32 verkündet:

·32 Wer nun MICH bekennt vor den Menschen, den will ICH auch bekennen vor MEINEM himmlischen VATER.

 

·33 Wer MICH aber verleugnet vor den Menschen, den will ICH auch verleugnen vor MEINEM himmlischen VATER.

Nun steht der Christ mit seinem öffentlichen Bekenntnis zu JESUS CHRISTUS immer dann allein wenn es riskant wird.

So ist es dem Pfarrer Oskar Brüsewitz in der ddr 1976 ergangen. Und wird Pfarrer Roland W. mit seiner Selbstverbrennung als Protest 2006 ergehen.

Zitat aus dem Abschiedsbrief des Pfarrers Brüsewitz:

"Obwohl der scheinbar tiefe Friede der auch in die Christenheit eingedrungen ist, zukunftsversprechend ist, tobt zwischen Licht und Finsternis ein mächtiger Krieg.

Wahrheit und Lüge stehen nebeneinander."

Die gleichen Erkenntnisse haben nun den Pfarrer Roland W. bewegt sich in Erfurt zu verbrennen. Nur geht es ihm gegen die Irrlehre "Islam" und nicht gegen den Kommunismus.

 

Ein Zitat aus der Thüringer Allgemeinen beweist, daß nicht Angst sondern Protest den Pfarrer Roland W. bewegt hat:

"Seit drei bis vier Jahren habe er jedoch wiederholt versucht, den Islam zu einem Thema in der Kirche zu machen", fügte Pröbstin Begrich an.
Wogegen hat Pfarrer Roland W. protestiert?

 

Der Protest des Pfarrers Roland W. ist gegen die selbstzufriedene Egozentrik der Christenheit in diesem Lande gerichtet, die es nicht wagt den Glauben an JESUS CHRISTUS dem Islam entgegenzustellen.

 

Es ist doch unübersehbar:

Die Kirchen-Insider beschäftigen sich in diesem Lande nur noch mit sich selbst.

Bei den katholischen Insidern ist es fast noch schlimmer als bei den Evangelischen:

Da hat der HEILIGE GEIST den Papst Benedikt bewogen den Mund aufzumachen und den Moslems die Wahrheit über Mohammed zu sagen - und wie haben die Insider, die diversen Pfarr- Diözesan- und ZdK-Räte reagiert:

"Den Mund hätte Papst Benedikt halten sollen" urteilen sie.

Ich frage mich, was würde geschehen wenn ein einfacher Christ in der Gemeinde aufstehen würde und verlangen: "Laßt uns JESUS CHRISTUS vor den Moslems bekennen".

Man würde ihn als intoleranten Phantasten diffamieren und zum Psychiater schicken.

 

Gibt es Zweifel:

Die Tat des Pfarrer Roland W. wider die Tolerierung des Islam wird man mit Stillschweigen ad acta legen.

 

Dabei ist doch nicht zu übersehen:

Die Dynamik das Islam wird die Trägheit der kleingläubigen Christen überrollen.

Könnte es sein, daß es im Sinne des HEILIGEN GEISTES ist?

Matthäus 13,12:

·12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.

Also wundere sich niemand, wenn dieses Land in 50 Jahren islamisch wird.

 

Sind die Pfarrer Brüsewitz und Roland W. Märtyrer? Sie sind es.

...Betrachtet man, daß sich die Machthaber der Welt bei der Bekämpfung von Wahrheitssagern gegenseitig zurufen: "Ja keine Märtyrer schaffen" - und niemand mehr selbst verbrennen.

Die ddr-Machthaber erklärten Pfarrer Brüsewitz für geisteskrank.

 

 

 

Gruß

josef

bearbeitet von josef
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Franciscus non papa
Sind die Pfarrer Brüsewitz und Roland W. Märtyrer? Sie sind es.

 

 

natürlich sind sie - nach beständiger lehre der kirche - KEINE.

 

auch wenn man die hohen motive als ehrenvoll anerkennen mag, auch wenn man die frage der schuldhaftigkeit aufgrund der persönlichen situation verneinen mag - es ist nicht recht, sich zum herrn über leben und tod aufzuschwingen. es ist nicht erlaubt, sich selbst zum martyrium zu verurteilen. man darf das martyrium nicht suchen!

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Es ist natürlich sehr traurig, dass der Pfarrer sich umgebracht hat, aber mit seiner Kritik an der Haltung der Kirche gegenüber dem Islam hatte er leider wohl recht.

 

Ich kann mich nicht entsinnen, dass wir die Moslems, die als Gastarbeiter nach Mitteleuropa gekommen sind, auch nur ansatzweise in irgendeiner Form zu missionieren versuchten.

Mittlerweile wirkt in unserer säkularisierten Gesellschaft der Islam von der Glaubensstärke dem Christentum überlegen. In den Niederlanden wird der Islam demnächst die stärkste Glaubensgemeinschaft sein, ähnliches ist auch in Großbritannien absehbar.

Die Haltung unserer Kirchen gegenüber dem Islam in Europa in der Vergangenheit und Gegenwart ist für mich nicht nachvollziehbar. Das sieht manchmal schon fast nach kontrolliertem Rückzug aus. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass in Deutschland zur Zeit jährlich nur 300 Menschen zum Islam konvertieren - eine vernachläßigbar geringe Zahl.

In den letzten Jahren solles es jeweils schon über 1000 gewesen sein. Auch noch wenig, aber schon fast das Vierfache.

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Wo bitte ist da der Unterschied zu islamischen Selbstmördern? Außer, dass er keine anderen Menschen mit in den Tod gerissen hat.

Was kein ganz unwesentlicher Unterschied ist.

 

Ich würde mich da mit lautstarken Verurteilungen zurückhalten. Der Mann WAR verzweifelt - natürlich objektiv unbegründet, wahrscheinlich auf Grund einer psychischen Erkrankung.

Er hat nicht nur einen fürchterlichen Tod gewählt, sondern ist sicher in den Tagen und Wochen zuvor, in denen sich das aufgestaut hat, durch die Hölle gegangen.

 

Herr, erbarme Dich!

Von einer psychischen Erkrankung war nichts zu lesen. Aber ist sein Wunsch nach einer Positionierung seiner Kirche zu diesem Thema wirklich unbegründet? Mir ist zumindest aus dem, was man nebenher als interessierter Laie so mitbekommt keine Äußerung der EKD bekannt.

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Aber ist sein Wunsch nach einer Positionierung seiner Kirche zu diesem Thema wirklich unbegründet?

Das steht doch auf einem anderen Blatt. Ich halte den Gedanken, daß jemand sich unter diesen Umständen selbst verbrennt, in der Tat für ein starkes Indiz für eine psychische Erkrankung. Insbesondere, wenn es sich bei diesem jemand um einen gläubigen Christen handelt, der mit einer solchen Tat - wenn man sie denn wirklich wertfrei betrachtet, was ich für unangemessen halte - den Glauben verrät, anstatt ihn zu verkünden.

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Ich will nicht mit erhobenem Zeigefinger auftreten, aber ich glaube, dass diejenigen generell die größte Angst haben (und hier eben speziell bezogen auf die Islam-Frage), die mit ihrem eigenen Glauben nicht zu Rande kommen. Wenn ich in meinem Glauben ruhe, brauch ich mir doch keine Sorgen über (z.B.) den Islam zu machen.

Wenn Christus immer und immer wieder betont, dass man sich nicht fürchten solle, so ist doch anzunehmen, dass das kein leeres Wort gewesen sein wird. Aber ich glaube auch, dass man das notwendige Vertrauen letztlich nur erreichen kann, wenn man sich bedingungslos auf Gott einlässt und ihn auch "persönlich" kennenlernt. Man braucht also eine ausgeprägte Spiritualität (man vergleiche etwa die großen Mystiker). Ich würde es vielleicht so ausdrücken, solange man alerlei Ängste in sich verspührt, kann man nicht sagen, dass der eigene Glaube nicht mehr "vermehrbar" wäre. Man sollte, deneke ich, immer zunächst bei sich selbst ansetzen, bevor man anderen (z.B. der Kirche) Vorwürfe macht (was natürlich nicht bedeutet, dass sie zu machen nicht trotzdem gerechtfertigt wäre).

Aber das führt schon etwas vom Thema weg, allerdings hängt halt alles zusammen und man sollte kein Problem isoliert betrachten.

 

LG, Peter

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Unterm Strich ist es egal wie die Motive sind oder die Umstände punkto Glauben.

 

Selbstmord ist keine Lösung, und zumal in der heutigen Gesellschaft wird sich dadurch nichts bewegen lassen, von daher sind solche Aktionen ganz einfach dumm & unnütz.

 

Und so etwas dann noch ala josef als Märtyrertum hinzustellen ist gelinde gesagt peinlich, und zum Teil auch gefährlich, denn bekloppte Nachahmer die so etwas toll finden gibt es überall.

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Unterm Strich ist es egal wie die Motive sind oder die Umstände punkto Glauben.

 

Selbstmord ist keine Lösung, und zumal in der heutigen Gesellschaft wird sich dadurch nichts bewegen lassen, von daher sind solche Aktionen ganz einfach dumm & unnütz.

 

Und so etwas dann noch ala josef als Märtyrertum hinzustellen ist gelinde gesagt peinlich, und zum Teil auch gefährlich, denn bekloppte Nachahmer die so etwas toll finden gibt es überall.

 

Stimme zu.

Ein Märtyrer kann er nicht sein, denn er hat sich selbst aus dem Leben in die Hand Gottes befördert. Flucht vor der Verantwortung nenne ich soetwas, kein Fall von Märtyrer.

Ein Märtyrer ist ein Mensch der wegen seiner Glaubensüberzeugung bereit ist sein Leben einzusetzen auch wenn ihm die Ermordung droht, aber sich nicht selbst das Leben nimmt.

 

Walter

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Wo bitte ist da der Unterschied zu islamischen Selbstmördern? Außer, dass er keine anderen Menschen mit in den Tod gerissen hat.

Was kein ganz unwesentlicher Unterschied ist.

 

Ich würde mich da mit lautstarken Verurteilungen zurückhalten. Der Mann WAR verzweifelt - natürlich objektiv unbegründet, wahrscheinlich auf Grund einer psychischen Erkrankung.

Er hat nicht nur einen fürchterlichen Tod gewählt, sondern ist sicher in den Tagen und Wochen zuvor, in denen sich das aufgestaut hat, durch die Hölle gegangen.

 

Herr, erbarme Dich!

Von einer psychischen Erkrankung war nichts zu lesen. Aber ist sein Wunsch nach einer Positionierung seiner Kirche zu diesem Thema wirklich unbegründet? Mir ist zumindest aus dem, was man nebenher als interessierter Laie so mitbekommt keine Äußerung der EKD bekannt.

 

Der Mann muß sehr verzweifelt gewesen sein und vermutlich in irgendeiner Form auch psychisch krank - aber das sind alles nur Spekulationen.

 

Die Verlautbarungen der EKD zum Islam sind alle viel zu kuschelig, eine Sammlung davon befindet sich in einem speziellen Bereich der EKD-Homepage.

 

Es sind eher einzelne Pfarrer, die in ihren Predigten den Islam offen kritisieren (so meine Erfahrung) und selbst die können sich eine gewisse Achtung gegenüber der Glaubensstärke, Gebetsintensität und - des aus protestantischer Sicht - gut umgesetzten Priestertum aller Gläubigen im Islam nicht verhehlen.

 

 

@Josef: Selbstmörder sind nie christliche Märtyrer

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Hallo Peter,

 

 

...ich glaube, dass diejenigen generell die größte Angst haben (und hier eben speziell bezogen auf die Islam-Frage), die mit ihrem eigenen Glauben nicht zu Rande kommen. Wenn ich in meinem Glauben ruhe, brauch ich mir doch keine Sorgen über (z.B.) den Islam zu machen...

Du vielleicht nicht, aber was ist mit den Vielen die kleingläubig sind ?

 

" In meinem Glauben ruhend" lässt tief blicken - wie ruhig und gelassen die Glaubens-Insider den Glaubensverlust der Outsider betrachten.

 

Was wird, wenn der Islam, nach dem er - durchaus demokratisch - an die Macht gelangt ist, die Christen mit einer drückenden Kopfsteuer, der vom Koran geforderten Dschizya belegt und den Lebensstandard des Christen, solange er nicht zum Islam übergetreten ist, empfindlich schmälert?

 

 

 

Gruß

josef

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Was viele hier so alles zu wissen meinen. Es ist natürlich gut möglich, daß er depressiv war o. ä.

Etwas unangenehm berührt bin ich von der Haltung einiger hier, die das Motto "Nach mir die Sintflut" für vertretbar halten. Von einem schwachen Glauben o. ä. ging aus den Berichten nichts hervor. Was bedeutet es, wenn man selbst im Glauben fest steht und deshalb keine Besorgnis vor dem Erstarken des Islams haben muß? "Ich habe meinen Glauben, macht ihr doch was ihr wollt."? Wenn ich die Berichte richtig interpretiere, dann scheint er sein Leben lang zu seiner Kirche gestanden zu haben. Es stand zwar nirgends, woher er kam oder wo er früher gewirkt hat, aber wenn er der Erfurtischen Pröpstin aus Konventen und Gremiensitzungen sowie privat bekannt war, dann halte ich es für wahrscheinlich, daß es sich um einen alten DDR-Pfarrer gehandelt hat. Diese Leute haben in der Regel wohl genug bewiesen, daß sie auch in Bedrängnis zu Gott standen (auf welche Weise und mit welchen Anpassungsleistungen, das ist nochmal eine andere und auch individuelle Frage). Mir scheint eher aus den Berichten hervorzugehen, daß da jemand den immer noch sich fortsetzenden Glaubensschwund in Deutschland und die parallele Erstarkung des geschichtlich und religiös gesehen alten Gegners wahrgenommen hat und seine Kirche zu Einstehen und Einsatz für den eigenen Glauben wecken wollte, was er auf dem Gremien- und Zusammenkunftsweg offenbar nicht geschafft hat. Vielleicht ist ihm dort auch eine satte Auffassung begegnet? "Laß mal, wir wissen doch, woran wir uns festhalten können: am guten Jesus. Da braucht uns doch nichts zu beunruhigen. Und wenn wir die Letzten sein werden, werden zumindest wir uns immer noch am guten Jesus festhalten können. Die anderen werden schon klarkommen." Daß seine Handlung nicht sinnvoll oder gut ist, dürfte klar sein. Aber was man hier sonst so lesen kann, erinnert mich eben eher an jemanden, der seine Schäflein ins Trockene gebracht zu haben meint.

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Was viele hier so alles zu wissen meinen. Es ist natürlich gut möglich, daß er depressiv war o. ä.

 

Kennst du einen gläubigen Christen, der aus voller Überzeugung und bei vollen Sinnen Selbstmord begangen hat (Menschen in aktuer Todes- der Foltergefahr oder die schwerkrank waren einmal ausgenommen)?

bearbeitet von Lutheraner
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Was bedeutet es, wenn man selbst im Glauben fest steht und deshalb keine Besorgnis vor dem Erstarken des Islams haben muß? "Ich habe meinen Glauben, macht ihr doch was ihr wollt."?

 

Ich habe hier keinen gelesen, der diese Meinung vertreten hat.

 

Was bedeutet es, wenn man selbst im Glauben fest steht und deshalb keine Besorgnis vor dem Erstarken des Islams haben muß? "Ich habe meinen Glauben, macht ihr doch was ihr wollt."?

 

Nein, das bedeutet es nicht - und das hat auch keiner gesagt.

 

Mir scheint eher aus den Berichten hervorzugehen, daß da jemand den immer noch sich fortsetzenden Glaubensschwund in Deutschland und die parallele Erstarkung des geschichtlich und religiös gesehen alten Gegners wahrgenommen hat und seine Kirche zu Einstehen und Einsatz für den eigenen Glauben wecken wollte, was er auf dem Gremien- und Zusammenkunftsweg offenbar nicht geschafft hat.

 

Und - hat er es jetzt geschafft? Ist das eine Rechtferigung für eine solche Verzweiflungstat. Will Christus von uns, daß wir unseren Glauben bekennen, indem wir uns selbst verbrennen?

 

Aber was man hier sonst so lesen kann, erinnert mich eben eher an jemanden, der seine Schäflein ins Trockene gebracht zu haben meint.

 

Das, was man Dir lesen kann, diese widerliche Form, anderen etwas unterzujubeln, was sie weder gesagt noch gemeint haben, DAS zerstört Glaube und Kirche. Daß man Menschen, die in einem katholischen Forum die Ansicht vertreten, daß Christus uns nicht allein lässt, Sattheit und Schlimmeres unterstellt - das zerstört Kirche in ihrem Kern, und schreckt Außenstehende ab.

bearbeitet von ThomasBloemer
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