Jump to content

Jesus am Kreuz: Zu brutal für Kinder?


tomlo

Recommended Posts

Leidender Jesus: Zu brutal für Kinder?

 

Der Erdinger Dekan Reinhold Föckersperger verweist auf „wirklich drastische Darstellungen von Christi, vor allem aus der Barock-Zeit, die mit blutenden Wunden übersät sind und zu brutal für Kinder sind”. Er hält Kreuze statt Kruzifixe sogar in allen öffentlichen Räumen für sinnvoller. Der Vorsitzende des Familienbunds der Katholiken, Johannes Schroeter, sagt: Das Symbol des Christentums sei das Kreuz, nicht der leidende Christus. Mit schlichten Schulkreuzen werde die christliche Symbolik erhalten, „ohne die Grausamkeit der Todesstrafe so drastisch zu zeigen”.

 

Es gibt auch andere Stimmen: „Mir ist noch kein Kind aufgefallen, das sich beim Anblick von Jesus am Kreuz gefürchtet hat”, sagt der Herrschinger Pfarrer Ulrich Lindl. Und der Kanzler der Jesuiten-Hochschule für Philosophie in München, Ignaz Fischer-Kerli, betont: „Grundsätzlich finde ich, dass das Kruzifix zumutbar ist. Im Abendland war das schon immer so.” Allerdings, fügt Fischer-Kerli hinzu: „Ich weiß aber, dass der Korpus von Japanern zum Beispiel eher als unangenehm empfunden wird.”

 

Vielleicht sollten wir den Tod Jesus am Kreuz neu bewerten. Irgendein ein Theologe hat mal vorgeschlagen, die Botschaft von Jesus Kreuz und Auferstehung müsse neu überdacht werden, weil das so brutal ist. Soll also Jesus an Schlaftabletten gestorben sein?

Link to comment
Share on other sites

Das ist natürlich ein unsinniger Vorschlag. Dass aber einige Darstellungen aus der Barockzeit auf Kinder sehr brutal wirken können, kann nicht schlechterdings ausgeschlossen werden. Auch hier glaube ich aber, ein Problem der Religionsbildung zu erkennen. Wüssten die Kinder besser über die Bedeutung des Kreuzestodes Bescheid, dann würden sich solche Fragen nicht in dieser Weise stellen.

Link to comment
Share on other sites

Leidender Jesus: Zu brutal für Kinder?

 

Der Erdinger Dekan Reinhold Föckersperger verweist auf „wirklich drastische Darstellungen von Christi, vor allem aus der Barock-Zeit, die mit blutenden Wunden übersät sind und zu brutal für Kinder sind". Er hält Kreuze statt Kruzifixe sogar in allen öffentlichen Räumen für sinnvoller. Der Vorsitzende des Familienbunds der Katholiken, Johannes Schroeter, sagt: Das Symbol des Christentums sei das Kreuz, nicht der leidende Christus. Mit schlichten Schulkreuzen werde die christliche Symbolik erhalten, „ohne die Grausamkeit der Todesstrafe so drastisch zu zeigen".

 

Es gibt auch andere Stimmen: „Mir ist noch kein Kind aufgefallen, das sich beim Anblick von Jesus am Kreuz gefürchtet hat", sagt der Herrschinger Pfarrer Ulrich Lindl. Und der Kanzler der Jesuiten-Hochschule für Philosophie in München, Ignaz Fischer-Kerli, betont: „Grundsätzlich finde ich, dass das Kruzifix zumutbar ist. Im Abendland war das schon immer so." Allerdings, fügt Fischer-Kerli hinzu: „Ich weiß aber, dass der Korpus von Japanern zum Beispiel eher als unangenehm empfunden wird."

 

Vielleicht sollten wir den Tod Jesus am Kreuz neu bewerten. Irgendein ein Theologe hat mal vorgeschlagen, die Botschaft von Jesus Kreuz und Auferstehung müsse neu überdacht werden, weil das so brutal ist. Soll also Jesus an Schlaftabletten gestorben sein?

Brutalofilme aller Art sind doch an der "Tagesordnung" - aber beim Anblick des aus Liebe zu uns gekreuzigten Erlösers kommt Sensibilität gegenüber dem Anblick von Leiden auf?
Link to comment
Share on other sites

Wie genial. Jetzt geht das auch noch los. Wir sollten Jesus zukünftig mit Plüschhandschellen an ein softes Schaumstoffkreuz gekettet darstellen. Die Ästhetik darf auf keinen Fall gestört werden! Oder wir nehmen einfach nur noch Auferstehungskruzifixe, wo ein schöner sauberer Jesus irgendwie segnend vor dem Kreuz schwebt und verbannen alle anderen Kruzifixarten völlig. Schöne neue Welt ... :k035: Oder wie dort hübsche bunte afrikanische Holzkreuze. Christentum im Ethno-Look. Die sehen dann so lebensfroh aus ...

Edited by soames
Link to comment
Share on other sites

Vielleicht sollten wir den Tod Jesus am Kreuz neu bewerten. Irgendein ein Theologe hat mal vorgeschlagen, die Botschaft von Jesus Kreuz und Auferstehung müsse neu überdacht werden, weil das so brutal ist. Soll also Jesus an Schlaftabletten gestorben sein?

Brutalofilme aller Art sind doch an der "Tagesordnung" - aber beim Anblick des aus Liebe zu uns gekreuzigten Erlösers kommt Sensibilität gegenüber dem Anblick von Leiden auf?

Es gibt Dinge, die ich mir nicht antue, z.B. Brutalofilme.

Die tu ich auch meinen Kindern nicht an.

 

Soll ich jetzt das Leben im Allgemeinen und Filme mit Gewaltdarstellungen neu bewerten?

 

Darf ich mich dazu bekennen, dass mich gewisse Barockkunstwerke angesichts ihrer Brutalität abstoßen, oder werde ich hier dafür gekreuzigt?

Link to comment
Share on other sites

Wie genial. Jetzt geht das auch noch los. Wir sollten Jesus zukünftig mit Plüschhandschellen an ein softes Schaumstoffkreuz gekettet darstellen. Die Ästhetik darf auf keinen Fall gestört werden! Oder wir nehmen einfach nur noch Auferstehungskruzifixe, wo ein schöner sauberer Jesus irgendwie segnend vor dem Kreuz schwebt und verbannen alle anderen Kruzifixarten völlig. Schöne neue Welt ... :k035: Oder wie dort hübsche bunte afrikanische Holzkreuze. Christentum im Ethno-Look. Die sehen dann so lebensfroh aus ...

 

Bis in die Zeit des Hochmittelalters war es nicht die Absicht der Künstler, den leidenden Christus so realistisch wie möglich darzustellen, sondern mit offenen Augen, eher stehend und in königlicher Würde. Genauso bei den Kreuzikonen, z. B. der berühmten aus Assisi.

 

Assisi_SChiara_Croce_di_SDamiano_400.jpg

 

Ich sehe keinen objektiven Grund, die Kruzifixe aus einer bestimmten Zeit als die richtigeren anzusehen. Ich persönlich meine sogar, dass z. B. die romanischen Kruzifixe das Evangelium in seiner Zurückhaltung gegenüber genauen Schilderungen der Folterungen Jesu besser darstellen, als spätere mittelalterliche und barocke Kruzifixe, die wohl eher die damals sehr ausgeprägte Leidensfrömmigkeit mit ihrer unglaublich brutalen Ausgestaltung des Leidens Jesu als Vorlage habe.

 

Aber damit wären wir ja bei der Diskussion über den Film "The Passion of Christ" angelangt ...

 

Rosario

Link to comment
Share on other sites

Vielleicht sollten wir den Tod Jesus am Kreuz neu bewerten. Irgendein ein Theologe hat mal vorgeschlagen, die Botschaft von Jesus Kreuz und Auferstehung müsse neu überdacht werden, weil das so brutal ist. Soll also Jesus an Schlaftabletten gestorben sein?

Brutalofilme aller Art sind doch an der "Tagesordnung" - aber beim Anblick des aus Liebe zu uns gekreuzigten Erlösers kommt Sensibilität gegenüber dem Anblick von Leiden auf?

Es gibt Dinge, die ich mir nicht antue, z.B. Brutalofilme.

Die tu ich auch meinen Kindern nicht an.

 

Soll ich jetzt das Leben im Allgemeinen und Filme mit Gewaltdarstellungen neu bewerten?

 

Darf ich mich dazu bekennen, dass mich gewisse Barockkunstwerke angesichts ihrer Brutalität abstoßen, oder werde ich hier dafür gekreuzigt?

 

Ich muß gestehen, dass ich meine Söhne als sie noch Kinder waren vor bestimmten religösen Kunstwerken zu bewahren versuchte, nachdem mein Ältester im Alter von 6 Jahren nach Ansicht dieses Bildes

grunwa01.jpg

 

wochenlang an Albträumen litt.

Link to comment
Share on other sites

Herzliche Einladung zur Karfreitagsliturgie (FSK16)

 

Gerade die Karfreitagsliturgie thematisiert das Leiden Christi ja auf ziemlich abstrakter Ebene (wenn bei der Kreuzverehrung nicht gerade das Barock-Kruzifix ausgepackt wird ...). Ich meine, es hat auch etwas mit Pietät zu tun, wie weit man das Leiden Christi öffentlich darstellt. Ich sehe da größere Berührungspunkte mit "Tatanic"-Karikaturen etc ... Dass Jesus unbestritten Unglaubliches erlitten hat, muss nicht bedeuten, dass man das heute (evtl. sogar zum Zweck der Beeindruckung und Glaubenserweckung?) genauso wieder darstellt. Der Lendenschurz bleibt ja überraschenderweise durchgehen (sogar bei Mel Gibsons "realistischer" Darstellung!) erhalten.

 

Rosario

Link to comment
Share on other sites

Der Isenheimer Altar ist nichts desto trotz ein sehr beeindruckendes Kunstwerk. Da kommen Schulkruzifixe nicht ganz gegen an.

Link to comment
Share on other sites

Es gibt Dinge, die ich mir nicht antue, z.B. Brutalofilme.

Die tu ich auch meinen Kindern nicht an.

 

Soll ich jetzt das Leben im Allgemeinen und Filme mit Gewaltdarstellungen neu bewerten?

 

Darf ich mich dazu bekennen, dass mich gewisse Barockkunstwerke angesichts ihrer Brutalität abstoßen, oder werde ich hier dafür gekreuzigt?

 

 

 

Liest du Zeitungen, siehst du Nachrichten? Werden dort keine anstössig- brutalen Bilder gebracht?

Link to comment
Share on other sites

 

 

Es gibt Dinge, die ich mir nicht antue, z.B. Brutalofilme.

Die tu ich auch meinen Kindern nicht an.

 

Soll ich jetzt das Leben im Allgemeinen und Filme mit Gewaltdarstellungen neu bewerten?

 

Darf ich mich dazu bekennen, dass mich gewisse Barockkunstwerke angesichts ihrer Brutalität abstoßen, oder werde ich hier dafür gekreuzigt?

 

 

 

Liest du Zeitungen, siehst du Nachrichten? Werden dort keine anstössig- brutalen Bilder gebracht?

Ich höre in der Regel Radio.

Die Bilder, die vor meinem inneren Auge entstehen, kann ich ganz gut aushalten.

Nein, ich sehe keine Nachrichten.

Ich lese keine Tageszeitung, wo ich sonst auf anstössig- brutale Bilder stoße, schaue ich weg.

Bei Kinofilmen schaue ich auch weg, mein Mann informiert mich, wenn ich wieder hinschauen kann.

 

Noch Fragen? <_<

Link to comment
Share on other sites

Wie genial. Jetzt geht das auch noch los. Wir sollten Jesus zukünftig mit Plüschhandschellen an ein softes Schaumstoffkreuz gekettet darstellen. Die Ästhetik darf auf keinen Fall gestört werden! Oder wir nehmen einfach nur noch Auferstehungskruzifixe, wo ein schöner sauberer Jesus irgendwie segnend vor dem Kreuz schwebt und verbannen alle anderen Kruzifixarten völlig. Schöne neue Welt ... :k035: Oder wie dort hübsche bunte afrikanische Holzkreuze. Christentum im Ethno-Look. Die sehen dann so lebensfroh aus ...

 

Bis in die Zeit des Hochmittelalters war es nicht die Absicht der Künstler, den leidenden Christus so realistisch wie möglich darzustellen, sondern mit offenen Augen, eher stehend und in königlicher Würde. Genauso bei den Kreuzikonen, z. B. der berühmten aus Assisi.

 

Assisi_SChiara_Croce_di_SDamiano_400.jpg

 

Ich sehe keinen objektiven Grund, die Kruzifixe aus einer bestimmten Zeit als die richtigeren anzusehen. Ich persönlich meine sogar, dass z. B. die romanischen Kruzifixe das Evangelium in seiner Zurückhaltung gegenüber genauen Schilderungen der Folterungen Jesu besser darstellen, als spätere mittelalterliche und barocke Kruzifixe, die wohl eher die damals sehr ausgeprägte Leidensfrömmigkeit mit ihrer unglaublich brutalen Ausgestaltung des Leidens Jesu als Vorlage habe.

 

Aber damit wären wir ja bei der Diskussion über den Film "The Passion of Christ" angelangt ...

 

Rosario

 

Das ist richtig, und ich habe diese Kruzifixe auch nicht als irgendwie "unrichtig" angesehen. In dem Artikel kommt aber durchaus zu Wort, wer die "bösen" Kruzifixe als generell ungeeignet ansieht. Genau das ist ja hier der Punkt.

Link to comment
Share on other sites

Herzliche Einladung zur Karfreitagsliturgie (FSK16)

 

Gerade die Karfreitagsliturgie thematisiert das Leiden Christi ja auf ziemlich abstrakter Ebene (wenn bei der Kreuzverehrung nicht gerade das Barock-Kruzifix ausgepackt wird ...). Ich meine, es hat auch etwas mit Pietät zu tun, wie weit man das Leiden Christi öffentlich darstellt. Ich sehe da größere Berührungspunkte mit "Tatanic"-Karikaturen etc ... Dass Jesus unbestritten Unglaubliches erlitten hat, muss nicht bedeuten, dass man das heute (evtl. sogar zum Zweck der Beeindruckung und Glaubenserweckung?) genauso wieder darstellt. Der Lendenschurz bleibt ja überraschenderweise durchgehen (sogar bei Mel Gibsons "realistischer" Darstellung!) erhalten.

 

Vielleicht etwas Klarer: selbstredend gibt es Kreuzigungsdarstellungen, die für kleine Kinder nicht geeignet sind- z.B. die, die Wolfgang gepostet hat. Aber der Dekan hatte sich ja grundsätzlich gegen Kruzifixe in öffentlichen Räumen aussprochen und damit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

 

Die meisten Kruzifixe sind ja ohnehin abstrakt genug, daß Kinder sie anschauen können, ohne Schaden zu nehmen.

 

Und daß man Jesus in der Passion sehr weh getan hat, daß kann auch ein kleines Kind verstehen, wenn man es ihm erklärt.

Link to comment
Share on other sites

Herzliche Einladung zur Karfreitagsliturgie (FSK16)

 

Gerade die Karfreitagsliturgie thematisiert das Leiden Christi ja auf ziemlich abstrakter Ebene (wenn bei der Kreuzverehrung nicht gerade das Barock-Kruzifix ausgepackt wird ...). Ich meine, es hat auch etwas mit Pietät zu tun, wie weit man das Leiden Christi öffentlich darstellt. Ich sehe da größere Berührungspunkte mit "Tatanic"-Karikaturen etc ... Dass Jesus unbestritten Unglaubliches erlitten hat, muss nicht bedeuten, dass man das heute (evtl. sogar zum Zweck der Beeindruckung und Glaubenserweckung?) genauso wieder darstellt. Der Lendenschurz bleibt ja überraschenderweise durchgehen (sogar bei Mel Gibsons "realistischer" Darstellung!) erhalten.

 

Vielleicht etwas Klarer: selbstredend gibt es Kreuzigungsdarstellungen, die für kleine Kinder nicht geeignet sind- z.B. die, die Wolfgang gepostet hat. Aber der Dekan hatte sich ja grundsätzlich gegen Kruzifixe in öffentlichen Räumen aussprochen und damit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

 

Die meisten Kruzifixe sind ja ohnehin abstrakt genug, daß Kinder sie anschauen können, ohne Schaden zu nehmen.

 

Und daß man Jesus in der Passion sehr weh getan hat, daß kann auch ein kleines Kind verstehen, wenn man es ihm erklärt.

 

Mir fällt da die angebliche Reaktion von Kardinal Ratzinger ein, der über den Passionsfilm des Herrn Gibbson befragt, gesagt haben soll: Ich habe eien empfindsame Seele und

werde mir deshalb diesen Film nicht anschauen.

Warum soll ich unsreren Kindern eine solche empfindsame Seele nicht zubilligen

Link to comment
Share on other sites

Mir fällt da die angebliche Reaktion von Kardinal Ratzinger ein, der über den Passionsfilm des Herrn Gibbson befragt, gesagt haben soll: Ich habe eien empfindsame Seele und

werde mir deshalb diesen Film nicht anschauen.

Warum soll ich unsreren Kindern eine solche empfindsame Seele nicht zubilligen

.. wobei dir aber klar ist, dass zwischen der Darstellung Jesu am Kreuz und dem Passions- film ein Unterschied zu machen ist.
Link to comment
Share on other sites

 

Mir fällt da die angebliche Reaktion von Kardinal Ratzinger ein, der über den Passionsfilm des Herrn Gibbson befragt, gesagt haben soll: Ich habe eien empfindsame Seele und

werde mir deshalb diesen Film nicht anschauen.

Warum soll ich unsreren Kindern eine solche empfindsame Seele nicht zubilligen

.. wobei dir aber klar ist, dass zwischen der Darstellung Jesu am Kreuz und dem Passions- film ein Unterschied zu machen ist.

Welchen Unterschied willst Du da gemacht haben?

Link to comment
Share on other sites

 

Mir fällt da die angebliche Reaktion von Kardinal Ratzinger ein, der über den Passionsfilm des Herrn Gibbson befragt, gesagt haben soll: Ich habe eien empfindsame Seele und

werde mir deshalb diesen Film nicht anschauen.

Warum soll ich unsreren Kindern eine solche empfindsame Seele nicht zubilligen

.. wobei dir aber klar ist, dass zwischen der Darstellung Jesu am Kreuz und dem Passions- film ein Unterschied zu machen ist.

Welchen Unterschied willst Du da gemacht haben?

Die Darstellung des Gekreuzigten ist seit Jahrhunderten bekannt- und zeigt uns die unermessliche Liebe des göttlichen Heilandes, der aus Liebe zu seinen Geschöpfen leidensfähige Menschennatur annimmt, und für uns am Kreuz stirbt. Der Passionsfilm ist eine in die Breite gehende Darstellung der Leiden Christi, die in ihrer Heftigkeit manche Gemüter sicher besonders erschüttern kann- allerdings soll es auch sehr positive Reaktionen gegeben haben, wie die Reue über schwere Sünden.
Link to comment
Share on other sites

Herzliche Einladung zur Karfreitagsliturgie (FSK16)

 

Gerade die Karfreitagsliturgie thematisiert das Leiden Christi ja auf ziemlich abstrakter Ebene (wenn bei der Kreuzverehrung nicht gerade das Barock-Kruzifix ausgepackt wird ...). Ich meine, es hat auch etwas mit Pietät zu tun, wie weit man das Leiden Christi öffentlich darstellt. Ich sehe da größere Berührungspunkte mit "Tatanic"-Karikaturen etc ... Dass Jesus unbestritten Unglaubliches erlitten hat, muss nicht bedeuten, dass man das heute (evtl. sogar zum Zweck der Beeindruckung und Glaubenserweckung?) genauso wieder darstellt. Der Lendenschurz bleibt ja überraschenderweise durchgehen (sogar bei Mel Gibsons "realistischer" Darstellung!) erhalten.

 

Vielleicht etwas Klarer: selbstredend gibt es Kreuzigungsdarstellungen, die für kleine Kinder nicht geeignet sind- z.B. die, die Wolfgang gepostet hat. Aber der Dekan hatte sich ja grundsätzlich gegen Kruzifixe in öffentlichen Räumen aussprochen und damit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

 

Die meisten Kruzifixe sind ja ohnehin abstrakt genug, daß Kinder sie anschauen können, ohne Schaden zu nehmen.

 

Und daß man Jesus in der Passion sehr weh getan hat, daß kann auch ein kleines Kind verstehen, wenn man es ihm erklärt.

 

Mir fällt da die angebliche Reaktion von Kardinal Ratzinger ein, der über den Passionsfilm des Herrn Gibbson befragt, gesagt haben soll: Ich habe eien empfindsame Seele und

werde mir deshalb diesen Film nicht anschauen.

Warum soll ich unsreren Kindern eine solche empfindsame Seele nicht zubilligen

 

 

"Lasset die Kinder zu mir kommen!"

 

Gilt der Ausspruch auch für den Jesus am Kreuz?

Link to comment
Share on other sites

Herzliche Einladung zur Karfreitagsliturgie (FSK16)

 

Gerade die Karfreitagsliturgie thematisiert das Leiden Christi ja auf ziemlich abstrakter Ebene (wenn bei der Kreuzverehrung nicht gerade das Barock-Kruzifix ausgepackt wird ...). Ich meine, es hat auch etwas mit Pietät zu tun, wie weit man das Leiden Christi öffentlich darstellt. Ich sehe da größere Berührungspunkte mit "Tatanic"-Karikaturen etc ... Dass Jesus unbestritten Unglaubliches erlitten hat, muss nicht bedeuten, dass man das heute (evtl. sogar zum Zweck der Beeindruckung und Glaubenserweckung?) genauso wieder darstellt. Der Lendenschurz bleibt ja überraschenderweise durchgehen (sogar bei Mel Gibsons "realistischer" Darstellung!) erhalten.

 

Vielleicht etwas Klarer: selbstredend gibt es Kreuzigungsdarstellungen, die für kleine Kinder nicht geeignet sind- z.B. die, die Wolfgang gepostet hat. Aber der Dekan hatte sich ja grundsätzlich gegen Kruzifixe in öffentlichen Räumen aussprochen und damit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

 

Die meisten Kruzifixe sind ja ohnehin abstrakt genug, daß Kinder sie anschauen können, ohne Schaden zu nehmen.

 

Und daß man Jesus in der Passion sehr weh getan hat, daß kann auch ein kleines Kind verstehen, wenn man es ihm erklärt.

 

Mir fällt da die angebliche Reaktion von Kardinal Ratzinger ein, der über den Passionsfilm des Herrn Gibbson befragt, gesagt haben soll: Ich habe eien empfindsame Seele und

werde mir deshalb diesen Film nicht anschauen.

Warum soll ich unsreren Kindern eine solche empfindsame Seele nicht zubilligen

 

 

"Lasset die Kinder zu mir kommen!"

 

Gilt der Ausspruch auch für den Jesus am Kreuz?

 

Das ist genau die mittelalterliche Funditheologie. Jesus ist nur am Kreuz wichtig nur im Geschundenwerden und im quallvollen Sterben.

Sein gesamtes Leben ist nur - na ja nicht vermeidbar.

 

Die Erlösung von der ich meinen Kindern gerne und oft erzählt habe, hat nicht erst am Kreuz stattgefunden, sondern sie hat ab dem Moment begonnen wo in Jesus Gott Mensch geworden ist. Und sie hat stattgefunden, als er uns lehrte, dass wir Gott unseren Vater nennen dürfen und dass er für uns ein Leben in Fülle wünsche.

Edited by wolfgang E.
Link to comment
Share on other sites

Die heutigen Kinder in unserem Land fragen eher:

 

"Was macht der Turner da an der Wand?"

 

beim Anblick eines Kruzifixes, als dass sie in Ohnmacht fallen.

Link to comment
Share on other sites

Demnächst darf die Tagesschau wohl auch nur erst nach 22:00 Uhr gesendet werden, da die Bilder darin zu Brutal für Kinder sind.

Link to comment
Share on other sites

Herzliche Einladung zur Karfreitagsliturgie (FSK16)

 

Gerade die Karfreitagsliturgie thematisiert das Leiden Christi ja auf ziemlich abstrakter Ebene (wenn bei der Kreuzverehrung nicht gerade das Barock-Kruzifix ausgepackt wird ...). Ich meine, es hat auch etwas mit Pietät zu tun, wie weit man das Leiden Christi öffentlich darstellt. Ich sehe da größere Berührungspunkte mit "Tatanic"-Karikaturen etc ... Dass Jesus unbestritten Unglaubliches erlitten hat, muss nicht bedeuten, dass man das heute (evtl. sogar zum Zweck der Beeindruckung und Glaubenserweckung?) genauso wieder darstellt. Der Lendenschurz bleibt ja überraschenderweise durchgehen (sogar bei Mel Gibsons "realistischer" Darstellung!) erhalten.

 

Vielleicht etwas Klarer: selbstredend gibt es Kreuzigungsdarstellungen, die für kleine Kinder nicht geeignet sind- z.B. die, die Wolfgang gepostet hat. Aber der Dekan hatte sich ja grundsätzlich gegen Kruzifixe in öffentlichen Räumen aussprochen und damit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

 

Die meisten Kruzifixe sind ja ohnehin abstrakt genug, daß Kinder sie anschauen können, ohne Schaden zu nehmen.

 

Und daß man Jesus in der Passion sehr weh getan hat, daß kann auch ein kleines Kind verstehen, wenn man es ihm erklärt.

 

Mir fällt da die angebliche Reaktion von Kardinal Ratzinger ein, der über den Passionsfilm des Herrn Gibbson befragt, gesagt haben soll: Ich habe eien empfindsame Seele und

werde mir deshalb diesen Film nicht anschauen.

Warum soll ich unsreren Kindern eine solche empfindsame Seele nicht zubilligen

 

 

"Lasset die Kinder zu mir kommen!"

 

Gilt der Ausspruch auch für den Jesus am Kreuz?

 

Das ist genau die mittelalterliche Funditheologie. Jesus ist nur am Kreuz wichtig nur im Geschundenwerden und im quallvollen Sterben.

Sein gesamtes Leben ist nur - na ja nicht vermeidbar.

 

Die Erlösung von der ich meinen Kindern gerne und oft erzählt habe, hat nicht erst am Kreuz stattgefunden, sondern sie hat ab dem Moment begonnen wo in Jesus Gott Mensch geworden ist. Und sie hat stattgefunden, als er uns lehrte, dass wir Gott unseren Vater nennen dürfen und dass er für uns ein Leben in Fülle wünsche.

 

Dann hast du natürlich auch erzählt das Jesus in einem Stall zur Welt gekommen ist, weil in der Herberge kein Platz mehr für sie war, seine Eltern nach der Geburt geflüchtet sind und Todesängste ausgestanden haben. Ja, das hast du als aufgeklärter Christ deinen Kindern sicher nicht vorenthalten.

Link to comment
Share on other sites

Dann hast du natürlich auch erzählt das Jesus in einem Stall zur Welt gekommen ist, weil in der Herberge kein Platz mehr für sie war, seine Eltern nach der Geburt geflüchtet sind und Todesängste ausgestanden haben. Ja, das hast du als aufgeklärter Christ deinen Kindern sicher nicht vorenthalten.

Ich frage mich immer: Woher kommt diese kranke Lust am Schmerz, am Schmutz, am Leid,am Negativen, die bei diesen Fundis ausnnahmslos zu beobachten ist?

Link to comment
Share on other sites

×
×
  • Create New...