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Die Antibabypille ist krebserregend


Katharina
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Liebe Diskussionsteilnehmer,

 

nachdem die negativen Anwendungsfolgen der Antibabypille jahrzehntelang verharmlost bzw. die Ergebnisse von Studien über die gesundheitlichen Schäden bei den damit behandelten Frauen unterdrückt wurden, scheinen sich nun die katastrophalen Erkenntnisse nicht mehr zurückhalten zu lassen.

 

Bei kath.net lesen wir heute folgende Nachricht:

 

" USA: 'Pille'-Hormone auf der Liste krebserzeugender Stoffe

 

Der Hormon-Markt in den USA schwankt: Wissenschaftler stufen synthetische Östrogene als gefährlich ein. Die Konsequenzen sind noch nicht abzusehen.

 

USA (www.kath.net)

Die USA setzt alle Antibabypillenhormone auf die Liste krebserzeugender Substanzen. Das berichtete das Internet-Magazin "Telepolis" diese Woche. Das neueste Ergebnis des "Environmental Toxicology Program" ergab, dass weibliche Geschlechtshormone, die zur Kontrazeption und zur Behandlung nach den Wechseljahren verordnet werden, nun als Karzinogene eingestuft werden, heißt es in dem Artikel. "Nach Durchsicht der wissenschaftlichen Literatur gehören alle synthetischen Östrogene in die Kategorie mit dem größten Schadenspotential", erklärte Christopher Portier, der Direktor vom Environmental Toxicology Program".

Ein Umdenken bezüglich der Hormontherapie ist angesagt. Aus ärztlicher Sicht ist die Therapie mit weiblichen Geschlechtshormonen mit zahllosen Veränderungen des Stoffwechsels verbunden. Ein Beispiel: Jedes Jahr sterben viele Frauen an einer Thrombose mit irreversiblem Gefäßverschluss. Die Konsequenzen der neuen Ergebnisse sind weitreichend. Sie gehen von besonderen Sicherheitsbedingungen im Umgang mit den Arzneimitteln und damit höheren Produktionskosten bis hin zu juristischen Streitereien à la Zigarettenhersteller und entsprechenden Schadenersatzklagen. Schon jetzt sei in den USA der Markt für Hormone in der Menopause zusammengebrochen, heißt es in dem Bericht.

 

Ein weiteres Problem betreffe die Umwelt: Die eingenommenen Wirksubstanzen werden nämlich von den Frauen über den Urin wieder ausgeschieden. An den Mündungen der großen Flüsse seien die Hormonkonzentrationen unnatürlich angestiegen, Tiere und Pflanzen würden gleichermaßen in Mitleidenschaft gezogen. Die kanadische Umweltbehörde prüfe an einem geheim gehaltenen See seit zwei Jahren den Einfluss einer einzigen Östrogenkonzentration auf Fische und Amphibien - diese Forschung bekomme mit der amerikanischen Entscheidung Auftrieb, urteilt "Telepolis".

 

Nicht zuletzt ist auch die Trinkwasser-Versorgung betroffen. Die Hormonkonzentrationen würden bald ein zusätzliches Kriterium zu den Verunreinigungen durch Bakterien und Schwermetalle sein, heißt es im Artikel. Die US-Behörden pflegen seit Jahrzehnten die Null-Toleranz (0 Prozent) für kanzerogene Stoffe im Trinkwasser. Nach dem neuen Bericht wird dieses Prinzip auf die weiblichen Geschlechtshormone ausgedehnt werden."

 

Viele Grüße

Katharina

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Auf was sollen die Frauen verzichten, liebe Katharina?

 

Auf die Pille oder auf die Verhütungsmittel insgesamt?

 

(Geändert von pedrino um 9:18 - 20.Dezember..2002)

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Hallo pedrino,

wenn die Hormone verboten werden, werden sie wohl die "Pille" nicht mehr verwenden können. Für die weiteren Entscheidungen werden die Frauen und ihre Ärzte wohl eine Güterabwägung treffen müssen: was ist "besser": Wechseljahresbeschwerden oder Krebs?

 

Die Frage nach dem "Verzicht" auf alle(?) übrigen Verhütungsmittel geht m.E. vom Thema weg; daher hier nur kurz: von "sollen" kann hier keine Rede sein - das muß die betroffene Frau und ihr Arzt mit dem eigenen Gewissen ausmachen.

 

Gruß,

Lucia

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Lieber Pedrino,

 

es geht nicht darum, konkrete Handlungsanweisungen zu geben, denn ob sich jemand  auch weiterhin den eigenen Körper mit künstlichen Hormonen u.ä. zerstört, wird wohl jeder selbst entscheiden.

 

In erster Linie geht es zumindest darum, wichtige Informationen, die bisher von einer gewaltigen Chemie-Lobby unterdrückt wurden, der Öffentlichkeit kundzutun. Was diese letztlich damit anfängt, ist ihre Sache. Denn wie wir wissen, sind viele Menschen ja auch zu dumm oder einfach auch zu bequem, um konkrete Erkenntnisse auf ihr eigenes Leben anzuwenden.

 

Weitreichendere Folgen auf staatlichem Gebiet könnten sich aber sehr wohl ergeben: da man weitere zunehmende Umweltzerstörung nicht hinnehmen will, kann man bei der Zulassung der Pille nicht weiterhin so tun, als könne man hier einfach mit den Folgen "leben", während man bei anderen umwelt- und körperzerstörenden Aktionen durchaus sehr genau sein kann.

 

Weiterhin wird deutlich, wie unverantwortlich es ist, junge Mädchen mit gefährlichen Medikamenten zu traktieren, um den Bedürfnissen einer mänlichen Interessensgruppe gerecht zu werden. Vielleicht gibt es dann ja irgendwann nicht mehr die "kostenlose Pille" für junge Mädchen, wie es leider heutzutage noch der Fall ist.

 

Zur Frage der Verhütung allgemein: schon sehr oft hier besprochen, kann nur immer wiederholt werden: dies ist nicht nur eine Frage der Pille oder der Verhütungsmitel insgesamt, sondern es wird immer deutlicher, daß das geschlechtliche Verhalten der Menschen nicht losgelöst von einer moralischen Komponente betrachtet werden kann, sondern daß es integraler Bestandteil einer "guten", einer "richtigen" Lebensweise des Menschen ist.

 

Viele Grüße

Katharina

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Ob die Pille krebserregend ist oder nicht, liegt wohl u.a. in dem Auge der Moral des Betrachters. Eine der letzten Meta-Studien (Zusammenfassung aller bisherigen Studien) soll angeblich zu dem Schluß gekommen sein, daß nichts dran ist.

 

Aber selbst wenn:  Über die karzinogene Wirkung von Nikotin herrscht (im Gegensatz zur Pille) Einigkeit. Warum setzt sich die katholische Kirche nicht dafür ein, daß weniger geraucht wird?

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Zitat von lissie am 10:36 - 20.Dezember..2002

Ob die Pille krebserregend ist oder nicht, liegt wohl u.a. in dem Auge der Moral des Betrachters. Eine der letzten Meta-Studien (Zusammenfassung aller bisherigen Studien) soll angeblich zu dem Schluß gekommen sein, daß nichts dran ist.

 

Aber selbst wenn:  Über die karzinogene Wirkung von Nikotin herrscht (im Gegensatz zur Pille) Einigkeit. Warum setzt sich die katholische Kirche nicht dafür ein, daß weniger geraucht wird?

Liebe lissie,

hast Du zu diesem ersten Abschnitt mal einen Link?

 

Und zum zweiten Abschnitt: lange bevor in U-Bahnen und anderen öffentlichen Räumen Rauchverbot ausgesprochen wurde, war es in allen Kirchen  schon lange so.

 

Gruß,

Lucia

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>hast Du zu diesem ersten Abschnitt mal einen Link? <

 

Nein, leider nicht. (Und es interessiert mich auch nicht so brennend, daß ich danach suche. ) Ein befreundeter Onkologe hat mir kürzlich von dieser Meta-Studie erzählt. Das Ergebnis davon ändert übrigens nichts daran, daß die Anti-Babypille ein anderes, nicht unerhebliches Risiko mit sich bringt: nämlich die erhöhte Thrombosegefahr.

 

 

Das mit dem Rauchverbot finde ich zwar erfreulich, aber Du wirst verstehen, daß sich der außenstehende Betrachter der von der katholischen Kirche beworbenen  Verhaltensnormen doch wundert, daß soviele Elaborate zu allen möglichen sexualitäts-assoziierten Krankheitsrisiken an die Öffentlichkeit gelangen, während die definitiv häufigste (und unnötigste) Todesursache eindeutig in Herz-Kreislauferkrankungen zu sehen ist. Deren Auslöser sind Bewegungsmangel, Übergewicht, zu fettreiche Ernährung und Nikotin.

 

 

 

(Geändert von lissie um 11:50 - 20.Dezember..2002)

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Franciscus non papa

hallo,

 

sicher ist es richtig auf gefahren hinzuweisen - allerdings habe ich bei kath.net schon den eindruck einer klammheimlichen freude - seht ihr, wir haben immer schon gesagt, dass die pille schlecht ist.

warten wir erst mal ab, was es da sonst an informationen gibt - ich erinnere an andere panikmeldung, was so alles krebserregend sein soll.

jedes medikament hat nebenwirkungen - es ist also immer eine abwägung vorzunehmen.

 

gruss

 

f-j

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Zitat von Katharina

 

Zur Frage der Verhütung allgemein: schon sehr oft hier besprochen, kann nur immer wiederholt werden: dies ist nicht nur eine Frage der Pille oder der Verhütungsmitel insgesamt, sondern es wird immer deutlicher, daß das geschlechtliche Verhalten der Menschen nicht losgelöst von einer moralischen Komponente betrachtet werden kann, sondern daß es integraler Bestandteil einer "guten", einer "richtigen" Lebensweise des Menschen ist.

 

Das habe ich ja in den Abtreibungsthreads versucht, immer wieder klarzumachen. Es geht nicht  in erster Linie darum, ob ein Embryo mit 3 oder 6 Wochen ein Mensch oder ein Zellhaufen oder was weiss ich ist.

 

>Auf was sollen die Frauen verzichten, liebe Katharina?

Auf die Pille oder auf die Verhütungsmittel insgesamt?<(pedrino)

 

Auf den GV verzichten und einen anderen Weg gehen. Dieses zu lehren ist die Aufgabe der katholischen Kirche: "Verherrlicht sei die Jungfräulichkeit. Verherrlicht sei das aus ihr entsprungene Kind." Wenn dies als menschliche Wahrheit(auch und vor allem im Sinne des geschlechtlichen Verhaltens) verstanden ist, dann "erweicht und krümmt sich das Kreuz zu einem sanften Joch". Man trägt es nicht, man lässt sich davon tragen und davon tragen.

 

>Das mit dem Rauchverbot finde ich zwar erfreulich, aber Du wirst verstehen, daß sich der außenstehende Betrachter der von der katholischen Kirche beworbenen  Verhaltensnormen doch wundert, daß soviele Elaborate zu allen möglichen sexualitäts-assoziierten Krankheitsrisiken an die Öffentlichkeit gelangen, während die definitiv häufigste (und unnötigste) Todesursache eindeutig in Herz-Kreislauferkrankungen zu sehen ist.<(lissie)

 

Verstehst Du das wirklich nicht oder willst Du es nicht verstehen? Beim aufmerksam machen auf sexualitätsbezogene Krankheitsrisiken geht es nicht nur um Veterinärmedizin wie bspw. beim Rauchen, sondern auch um Medizin für zwischenmenschliches. Also ist doch klar, dass Sex im allgemeinen eine große Rolle für die Religion spielt. Eine Religion, die das aussen vor lässt, könnte ich gar nicht ernst nehmen.  

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>sondern auch um Medizin für zwischenmenschliches.<

 

Die richtige Medizin muss bitter schmecken. Wem schmeckt es bitter? Dem Tier.

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Zitat von Torsten am 13:08 - 20.Dezember..2002

 

 

Auf den GV verzichten und einen
anderen
Weg gehen.
Dieses
zu lehren ist die Aufgabe der katholischen Kirche: "Verherrlicht sei die Jungfräulichkeit. Verherrlicht sei das aus ihr entsprungene Kind."

 


 

Was ein Schwachsinn. Zudem gibt es zuviele Erkenntnisse darüber, dass GV für die Gesundheit ziemlich förderlich ist. Also warum auf etwas verzichten, dass a) Spass macht und B) auch noch gesund ist?

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>Also warum auf etwas verzichten, dass a) Spass macht und B) auch noch gesund ist?<

 

Weil es Risiken und Nebenwirkungen birgt. Probleme ohne Ende. Oder was meinst Du, worüber wir sonst hier streiten?

 

-----

Wenn ein Mensch leben will wie ein Mensch, dann ist er auf die wahren Künste angewiesen.

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