Jump to content

Wie verhalten wir Christinnen und Christen uns untereinander?


Justin Cognito
 Share

Recommended Posts

Justin Cognito

Wenn es vom Umgang in der Urkirche hieß, "Seht wie sie einander lieben", war das sicher mehr als die Feststellung, dass sich halt ein paar Leute zufällig gut verstanden haben. Für mich ist es der Ausdruck des "neuen Gebots": "Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt." (Joh 13,34-35).

 

Manchmal bin ich ziemlich ratlos wenn ich an konkrete Situationen in Pfarren, Diözesen oder Internetforen denke ........

Edited by Justin Cognito
Link to comment
Share on other sites

Manchmal bin ich ziemlich ratlos wenn ich an konkrete Situationen in Pfarren, Diözesen oder Internetforen denke ........

Helfen kann, wenn Du erst mal die rosa Brille bezüglich der Urkirche absetzt und dann die Apg nochmals liest. Dann wirst Du nämlich feststellen, dass es nicht nur Beispiele von hervorragendem Glaubensidealismus einzelner und von einem beispielhaften gemeinschaftlichen kirchlichen Leben, sondern ebenso auch ein bedauerliches und auffallendes Versagen einzelner Mitglieder und ganzer Kirchengemeinden: etwa der Betrug des Hananias und der Saphira (Apg 5) oder die Klage des Apostels Paulus über die Spaltungen in der Gemeinde von Korinth im Ersten Konrintherbrief (1,10-17) gibt. Schon die wenigen Beispiele ergeben eindeutig, daß die Urkirche weit davon entfernt war, eine heile kirchliche Welt zu sein oder gar eine Kirche der Vollkommenen sein zu wollen.

Link to comment
Share on other sites

Hallo Erich,

 

bis auf den letzten Satz gebe ich dir Recht. Die Urkirche bestand sicher auch aus Menschen mit Fehlern und dies wird auch in der Bibel angedeutet.

 

Schon die wenigen Beispiele ergeben eindeutig, daß die Urkirche weit davon entfernt war, eine heile kirchliche Welt zu sein oder gar eine Kirche der Vollkommenen sein zu wollen.

 

Sein wollen sollte die Kirche das zu allen Zeiten, oder? Das schließt nicht aus, dass wir uns bewusst sind, dass wir es nicht schaffen können.

 

Gruß

Martin

Link to comment
Share on other sites

Long John Silver
Hallo Erich,

 

bis auf den letzten Satz gebe ich dir Recht. Die Urkirche bestand sicher auch aus Menschen mit Fehlern und dies wird auch in der Bibel angedeutet.

 

Schon die wenigen Beispiele ergeben eindeutig, daß die Urkirche weit davon entfernt war, eine heile kirchliche Welt zu sein oder gar eine Kirche der Vollkommenen sein zu wollen.

 

Sein wollen sollte die Kirche das zu allen Zeiten, oder? Das schließt nicht aus, dass wir uns bewusst sind, dass wir es nicht schaffen können.

 

Gruß

Martin

 

Ach, Martin, ist das nicht einfach eine Ausrede, dass man es angeblich nicht schaffen koennte? Man koennte soviel schaffen, wenn man es wirklich ernst meinte und dem andern das beste unterstellte (ich meine damit nicht dich, um Gotteswillen, das ist generell gesagt).

 

Dasselbe sagen auch alle die, die die Bergpredigt angeblich fuer unlebbar halten. Das macht das Christentum so unglaubwuerdig fuer den Rest der Welt. Tut mir leid, dass ich das sagen muss .... aber ihr habt das Evangelium und das ist eindeutig in der Bergpredigt.

 

Tut mir leid,Martin, verschieb es meinetwegen in irgendeinen Muellththread, wenn's hier nicht passt, aber Christen bleiben mit solchen Aussagen ganz weit hinter anderen Religionen zurueck. Obwohl ihr doch DEN!!!!!!!!! Hero aller Zeiten eurer Eigen nennt!

 

Und dann von vornherein schon so kleinmuetig? Wie passt das?

 

 

Was heisst: bewusst, dass wir es nicht schaffen koennen? Wer sagt das? Jesus?

 

Sicher nicht.

 

Ihr seid so arg kleinmuetig und zerzankt. Waehrend ihr euch zankt, verwirklichen andere Werte der Bergpredigt, die viele Christen fuer nicht lebbar halten.

 

Ich meine es nicht dir persoenlich, das ist wohl klar. Ich kann nicht deutlicher werden, weil ich sonst evtl. hier die Schreibberechtigung verliere, weil jemand was in den falschen Hals bekommt.

Edited by Long John Silver
Link to comment
Share on other sites

Vieleicht solltet ihr mal damit anfangen Internetforen vom Realleben zu trennen. Hier schreibt fast jeder anonym, und haut vermutlich doppelt drauf. Leider.

 

Auch ich verhalte mich im Realleben fast völlig anderst als ich es hier tue. Woran das liegt weiss ich nicht. Vieleicht an der niedrigen Hemmschwelle, es hier fast ausschliesslich mit irgendwelchen "Nicks" zu tun haben.

 

Im Realleben habe ich meinen Gegenüber während des Gespräches, oder auch der Diskussion immer vor Augen. Hier habe ich irgendeinen Avatar vor Augen, oder irgendeine Ecke, in der dieser Avatar immer reinbrüllt. Das kann und werde ich nicht ernst nehmen.

 

Es ist keine Ausrede, wir Christen könnten tatsächlich christlicher miteinander umgehen. Vor allem in diesem Forum. Warum dies nicht so geschieht, wie ich es vom Real-Leben gewohnt bin, wird mir auf immer ein Rätsel bleiben.

 

Meine Gemeinde ist weder verzankt, noch kleinmütig. Allerdings würde ich meinen Gemeindemitgliedern von diesem Forum, speziell die GGs abraten, und nicht empfehlen.

 

 

lieben Gruss

Moni

Link to comment
Share on other sites

Ach, Martin, ist das nicht einfach eine Ausrede, dass man es angeblich nicht schaffen koennte? Man koennte soviel schaffen, wenn man es wirklich ernst meinte und dem andern das beste unterstellte (ich meine damit nicht dich, um Gotteswillen, das ist generell gesagt).

 

Dasselbe sagen auch alle die, die die Bergpredigt angeblich fuer unlebbar halten. Das macht das Christentum so unglaubwuerdig fuer den Rest der Welt. Tut mir leid, dass ich das sagen muss .... aber ihr habt das Evangelium und das ist eindeutig in der Bergpredigt.

 

Tut mir leid,Martin, verschieb es meinetwegen in irgendeinen Muellththread, wenn's hier nicht passt, aber Christen bleiben mit solchen Aussagen ganz weit hinter anderen Religionen zurueck. Obwohl ihr doch DEN!!!!!!!!! Hero aller Zeiten eurer Eigen nennt!

 

Und dann von vornherein schon so kleinmuetig? Wie passt das?

 

 

Was heisst: bewusst, dass wir es nicht schaffen koennen? Wer sagt das? Jesus?

 

Sicher nicht.

 

Ihr seid so arg kleinmuetig und zerzankt. Waehrend ihr euch zankt, verwirklichen andere Werte der Bergpredigt, die viele Christen fuer nicht lebbar halten.

 

Ich meine es nicht dir persoenlich, das ist wohl klar. Ich kann nicht deutlicher werden, weil ich sonst evtl. hier die Schreibberechtigung verliere, weil jemand was in den falschen Hals bekommt.

Hallo Silver,

 

ich werde deinen Beitrag sicher nicht verschieben. Vielleicht sind wir auch gar nicht so weit voneinander entfernt. Ich habe ja gerade geschrieben, dass wir uns bemühen sollen, zu leben wie Christus. Ich glaube nur nicht, dass es Menschen gibt, denen dies immer gelingt. Schaffst du es, Menschen, die dich beleidigt haben und alles tun, um dir zu schaden, immer noch zu lieben? Ich muss gestehen: Ich nicht. Kannst du von dir sagen, dass du immer und überall das Wohl der anderen mindestens ebenso im Blick hast wie dein eigenes? Tust du nie etwas, was dir später Leid tut? Hattest du noch nie ein schlechtes Gewissen?

 

Es wäre fatal, da bin ich deiner Meinung, wenn wir deshalb den Kopf in den Sand stecken würden. Trotzdem: Wir sind leider nicht perfekt und brauchen die Verzeihung Gottes.

Link to comment
Share on other sites

Gerlinde Blosche

Lieber Martino,

ich denke auch so wie Du, und deute die Worte Jesu "Seid vollkommen wie euer Vater im Himmel" , dass wir uns i m m e r w i e d e r um gutes Zusammenleben mit unseren Mitmenschen bemühen sollen, was durchaus oft nicht leicht sein kann. Jeder Christ wird sich bemühen sich in Tugenden zu üben um Jesus zu folgen. Ich probiers mal ganz konkret heute mit den Fehlern meiner Mitmenschen etwas mehr Geduld zu haben und nicht gleich loszuschimpfen. Mit meinen eigenen Schwächen bin ich ja auch oft geduldig und dadurch von der Vollkommenheit immer weit entfernt.

Liebe Grüße,Gerlinde

Link to comment
Share on other sites

Long John Silver

Danke fuer euer Geduld.

 

Mir ist da eine Geschichte im Kopf, die ich im Rahmen des Komunionsunterrichts von meinem Aeltesten erlebt habe. Die interessierten Eltern hatten sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen und es wurde ein kleines Theaterstueck geplant, das waehrend der Katechese aufgefuert werden sollte. Es ging um Schule, Streit mit Kameraden, Mobbing von unbeliebten Kindern, und wenn einem Unrecht getan wird, dasallesim Zusammenhang mit eure Feinde (Bergpredigt). Wir verfielen auf die Idee, diese Aussage dahingehend zu interpretrieren wie Respektiert die anderen und achtet sie, weil allgemein die Auffassung herrschte, die Kinder seien mit dem absoluten Liebesgebot ueberfordert in ihrem Alter und schulischen Alltag, und so verschwand der Satz Liebet eure Feinde voellig aus dem Stueck.

Wir probten dann in der Kirche und unser Pfarrer kam herbei und wir erklaerten unser Konzept. Er wurde sehr aufgeregt, warum wir das so taeten, das sei glatte Resignation, und wir wuerden aufgeben, noch ehe wir begonnnen haetten zu probieren, und der Satz heiße verdammt noch mal LIEBET Eure Feinde und nicht: respektiert sie, achtet sie oder geht ihnen aus dem Weg, weil ihr sie zum Kotzen findet. Er bepredigte uns sehr ungestuem, wir sollten nicht anfangen, die Bergpredigt zu verwaessern oder aus eigenem Unvermoegen Jesus’s Aussage kleinreden.

Wir hockten klein mit Hut da, da wir unsere Vorgehensweise als sehr geschickt empfunden hatten, und er sagte dann, dass sei einfach feige gewesen, denn niemand koenne daraus etwas lernen, aus dem wir da taeten und keiner koenne erkennen, dass es sich um Jesus und die Bergpredigt handele, das koenne auch irgendein netter Pädagoge aus der Schule gesagt haben, was wir Jesus da gerade mit dem Text in den Mund legten.

Innerlich gaben wir ihm Recht. Wir waren so kleinmuetig gewesen mit dieser radikalenAusage. Wir aenderten dann das gesamte Stueck, sehr zu seinem Vorteil auch insgesamt, aber mir ist heute noch der entsetzte Blick unseres Pfarrers in Erinnerung, als wir ihm erklaerten, wir wuerden LIEBET eure Feinde auf eine ganz bestimmte (falsche) Art in dem Stueck interpretieren, um die Kinder nicht moralisch zu ueberfordern.

Er sagte dann spaeter einmal, viele Christen wuerden stets sagen, die Bergpredigt sei nicht lebbar, aber sie versuchten es auch gar nicht, sondern sagten einfach, DAS koennen Menschen nicht leisten, das ist Utopie, mehr nicht. Das seien Ausreden, um die Bergpreditgt nicht wirklich ernst nehmen zu muessen.

 

Ein wenig dachte ich bei dem Hoellenthread auch an das Liebet euere Feinde (und geht mit ihnen in die Dunkelheit).

 

Was ich eigentlich meinte, ob man sich zu rasch dahinter zurueckzieht, dass Menschen dies ode jenes nicht koennen und damit Gemeinheiten, unnoetigen Zorn und Unverstaendnis schoenredet.

 

Das das Forum nicht RL ist klar, aber vielleicht ist das doch sogar eine noch groessere Chance als im RL. Koennte man doch auch so herum mal sehen.

Edited by Long John Silver
Link to comment
Share on other sites

Gerlinde Blosche

Lieber Silver,

wieder ein Weg (Feinesliebe) um ein wenig "vollkommener in der Beziehung zum Nächsten" zu werden und ein nicht ganz leichter, weswegen man ihn auch manchmal am liebsten "ausklammern " würde.

Der Grundsatz von Joh. Chrysostomus "Wir sollten durch unser Leben die Erde zum Himmel machen" deutet m.E. ebenfalls auf den Weg zur Vollkommenheit hin.

Liebe Grüße und von Herzen alles Gute Dir, Gerlinde

Link to comment
Share on other sites

Long John Silver
Lieber Silver,

wieder ein Weg (Feinesliebe) um ein wenig "vollkommener in der Beziehung zum Nächsten" zu werden und ein nicht ganz leichter, weswegen man ihn auch manchmal am liebsten "ausklammern " würde.

Der Grundsatz von Joh. Chrysostomus "Wir sollten durch unser Leben die Erde zum Himmel machen" deutet m.E. ebenfalls auf den Weg zur Vollkommenheit hin.

Liebe Grüße und von Herzen alles Gute Dir, Gerlinde

 

Ich bin deiner Meinung, Gerlinde.

Mich frustrierte bloß Martin' Satz: "Das schließt nicht aus, dass wir uns bewusst sind, dass wir es nicht schaffen können."

 

Weil ich meine, wir KOENNEN es schaffen und werden es schaffen (Christ oder nicht ist sekundaer).

 

Seitdem Jesus Mensch war, ist das keine Utopie mehr. Darauf wollte ich hinaus. Es ist bereits gelebt worden, also ist es moeglich.

 

"Und ich hoerte eine grosse Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe, die Huette Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, GOTT MIT IHNEN, wird ihr Gott sein ...

Und der auf dem Thron saß, sprach: SIEHE, ich mache alles neu!"

Offbg.21:3, ffg.

 

Das ist die verwirklichte Utopie vom Reich "Gottes" auf Erden mit einem neuen Himmel und einer neuen Erde und kein Jenseitsgeschehen.

Edited by Long John Silver
Link to comment
Share on other sites

Mariamante

Manchmal bin ich ziemlich ratlos wenn ich an konkrete Situationen in Pfarren, Diözesen oder Internetforen denke ........

Helfen kann, wenn Du erst mal die rosa Brille bezüglich der Urkirche absetzt und dann die Apg nochmals liest. Dann wirst Du nämlich feststellen, dass es nicht nur Beispiele von hervorragendem Glaubensidealismus einzelner und von einem beispielhaften gemeinschaftlichen kirchlichen Leben, sondern ebenso auch ein bedauerliches und auffallendes Versagen einzelner Mitglieder und ganzer Kirchengemeinden: etwa der Betrug des Hananias und der Saphira (Apg 5) oder die Klage des Apostels Paulus über die Spaltungen in der Gemeinde von Korinth im Ersten Konrintherbrief (1,10-17) gibt. Schon die wenigen Beispiele ergeben eindeutig, daß die Urkirche weit davon entfernt war, eine heile kirchliche Welt zu sein oder gar eine Kirche der Vollkommenen sein zu wollen.

Lieber Erich! Vergelts Gott für Deinen Hinweis. Mir fallen die Auseinandersetzungen zwischen Paulus und Barnabas, zwischen Petrus und Paulus ein. Und ich denke hier an die Geschichte die ich mal gelesen habe: Eine Lehrerin fragt die Kinder (Schüler) warum es bei der Darstellung der heiligen Familie (Jesus, Josef, Maria, Schafer, Hirten etc.) so friedlich sei. Da antwortet eine Schülerin: "Weil sie aus Holz sind." Wir sind nicht aus Holz - wie sind Menschen aus Fleisch und Blut- mit unseren Eigenheiten, Ecken, Kanten. Und als Christen brauchen wir daher immer wieder die Bereitschaft zur Vergebung nicht der Beschönung.
Link to comment
Share on other sites

Justin Cognito

Mir geht es ja nicht darum, dass es keine unterschiedlichen Meinungen geben soll, oder dass auch einmal lautstark gestritten werden darf. Ich sehne mich nicht nach Grabesruhe. Aber was mich wirklich irritiert, sind die Lieblosigkeiten und Abkanzelungen, das einander abschreiben und einkasteln. Klar kann soetwas jeden von uns passieren und passiert wohl auch jedem, manchmal als Täter, manchmal als Opfer. Aber wie kann man versuchen diesen Fallen zu entgehen, immer weniger Täter zu sein und ein Klima zu schaffen, in dem auch andere immer weniger Täter werden müssen? Das sind schon Fragen die auftauchen, wenn man das "Liebt einander" im Alltag nachhallen hört...

Link to comment
Share on other sites

Klar kann soetwas jeden von uns passieren und passiert wohl auch jedem, manchmal als Täter, manchmal als Opfer. Aber wie kann man versuchen diesen Fallen zu entgehen, immer weniger Täter zu sein und ein Klima zu schaffen, in dem auch andere immer weniger Täter werden müssen? Das sind schon Fragen die auftauchen, wenn man das "Liebt einander" im Alltag nachhallen hört...

 

Dein Anliegen ist sehr nachvollziehbar. Trotzdem muß man sich fragen, ob sich Liebe nicht manchmal auch im Streit ausdrückt, ja geradezu ausdrücken muß. Grüße, KAM

Link to comment
Share on other sites

Long John Silver

Es geht nicht um Streit, es geht um das Destruktive, das Besserwisserische, die Vorabverurteilung, den herabsetzenden Tonfall, das Feindbild, das Aufeinandereinhacken, das oft schon bei der ersten Antwort auf ein Thema destruktrive und deshalb dumme, nutzlose und nicht zielfuehrende Element. Und das ist bei mehreren reine Absicht, weil wirkliche gute Diskussionen verhindert werden sollen, man hat als Mitleser den Eindruck, es soll zerstoert werden, was gut beginnt, damit die Destruktivitaet den Sieg wieder davon traegt.

 

Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten sind nie Problem. Wie man Diskussionen fuehrt, ist das Problem.

Edited by Long John Silver
Link to comment
Share on other sites

Gerlinde Blosche

Vielleicht hilft es taktvoller zu streiten, wenn wir uns vorstellen, wir haben den Gesprächspartner direkt leibhaftig vor uns.

Oder es könnte auch eine persönliche Unterhaltung per E-mail, in der man den Gesprächspartner näher kennenlernt, zu einem friedlicheren, weniger aggressiven Dialog beitragen. Manches ist unter "4 Augen" besser zu klären, als wenn viele über einen "herfallen".

Kritk etwas humorvoll formuliert ist weniger verletzend als Beschimpfungen.

Liebe Grüße, Gerlinde

Link to comment
Share on other sites

....das Destruktive, das Besserwisserische, die Vorabverurteilung, den herabsetzenden Tonfall, das Feindbild, das Aufeinandereinhacken, das oft schon bei der ersten Antwort auf ein Thema destruktrive und deshalb dumme, nutzlose und nicht zielfuehrende Element. Und das ist bei mehreren reine Absicht, weil wirkliche gute Diskussionen verhindert werden sollen, man hat als Mitleser den Eindruck, es soll zerstoert werden, was gut beginnt, damit die Destruktivitaet den Sieg wieder davon traegt.

 

Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten sind nie Problem. Wie man Diskussionen fuehrt, ist das Problem.

 

Da geb ich dir recht. Nur, was in vertrauter Runde glückt, ist halt in einem offenen Raum schwieriger. Nicht alles ist auch böse gemeint, teilweise sind die Voraussetzungen der Teilnehmer hier so unterschiedlich, daß Kommunikation schwer möglich ist. Grüße, KAM

Link to comment
Share on other sites

Jesus hat die Feindesliebe gepredigt und auch bis zum Kreuz vorgelebt.

 

Wer seine Feinde liebt ist bereit für sie ans Kreuz zu gehen, ganz konkret wird dieses dann so aussehen, dass ich mein irdisches Leben früher verlieren werde als mir lieb ist. Deswegen ist es mit der Liebe so schwierig.

 

Wer liebt ist bereit alles zu geben, er schreckt auch nicht vor dem Tod zurück, nur damit andere das Leben haben.

 

Wer liebt will immer das Beste für den anderen, auch wenn es mein Feind ist. Deswegen wird ein Mensch der seine Feinde liebt ihnen möglichst lange den Weg zur Umkehr offenhalten, dies bedeutet ganz konkret, ihnen nicht das Leben zu nehmen und vieles darüber hinaus.

 

In Johannes 15,17 heist es: Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

Die Abschiedsreden sind Worte Jesu an seine Jünger, damit sie nach seinem Tod Kraft haben diesen Auftrag umzusetzen. Wir brauchen heute noch diese aufbauenden Worte und wir brauchen täglich Menschen, die uns die Füße und nicht die Köpfe waschen.

 

Hier im Forum erlebe ich es immer wieder, dass anderen die Köpfe gewaschen werden soll, deswegen war ich in der letzten Zeit etwas weniger hier im Forum. Mit Aussagen, dies ist in einem Internetforum so, und man soll nicht so wehleidig sein, möchten die Menschen damit sagen, dass dies so in Ordnung sei. Ist es aber nicht nach meiner Auffassung.

 

Wer das "Liebt einander" oder das "Liebt eure Feinde" ernst nimmt in seinem Leben wird irgendwann auf die Verliererstraße des Lebens kommen und sein persönlichen Kreuzweg gehen müssen bis zum bitteren Ende. Davor haben wir alle Angst. Und diese Angst ist es, welches das Christentum so entstellt und auch mein christliches Lebenszeugnis entstellt.

Wir Menschen waschen einander lieber die Köpfe als die Füße. Den wer den Kopf wäscht ist der Herr und unterdrückt Leben, wer Füße wäscht ist ein Diener des anderen zum gelingenden Leben, auch wenn er einmal mit der Stahlbürste an die Füße gehen muss (ist die Ausnahme und nicht der Regelfall die Stahlbürste).

 

Walter

Link to comment
Share on other sites

Wir Menschen waschen einander lieber die Köpfe als die Füße.

 

Ihr Schlangen und Natterngezücht! Wie wollt ihr der Verurteilung zur Hölle entrinnen?

 

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!

Link to comment
Share on other sites

Wir Menschen waschen einander lieber die Köpfe als die Füße.

 

Ihr Schlangen und Natterngezücht! Wie wollt ihr der Verurteilung zur Hölle entrinnen?

 

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!

 

Ja, aber damit sind wir Christen doch nicht gemeint. :angry::D

Link to comment
Share on other sites

Wir Menschen waschen einander lieber die Köpfe als die Füße.

 

Ihr Schlangen und Natterngezücht! Wie wollt ihr der Verurteilung zur Hölle entrinnen?

 

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!

 

Ja, aber damit sind wir Christen doch nicht gemeint. :D:)

wat?? sind wir nicht?? Dann können nur die Moderatoren gemeint sein :ph34r: :angry:

Link to comment
Share on other sites

Wir Menschen waschen einander lieber die Köpfe als die Füße.

 

Ihr Schlangen und Natterngezücht! Wie wollt ihr der Verurteilung zur Hölle entrinnen?

 

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!

 

Drohworte können auch Worte sein, die den anderen die Füße waschen.

Wieviel Worte hat er vorher schon an die Pharisäer und Schriftgelehrten gerichtet? Sie wollten nicht hören sondern haben gemeint sie sinds, sie waren es aber nicht.

 

Walter

Link to comment
Share on other sites

Hat Jesus die Händler im Tempel geliebt?

 

Ja, er hat sie nicht geschlagen sondern ihre Tische umgeworfen.

 

Walter

Link to comment
Share on other sites

Gerlinde Blosche

" Ich aber sage euch: Jeder der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkpf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein."(Mt 5,22)

Gilt das auch fürs Forum?

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...