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Noch mehr Elend in Afrika


Lichtlein
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Afrika/Demokratische Republik Kongo - Zehntausend Menschen flüchten aus Mambasa

 

Kinshasa (Fidesdienst) - Die Strom der Flüchtlinge, die Mambasa (500 Kilometer östlich der Landeshauptstadt Kisangani) verlassen reißt nicht ab. Über zehn tausend Männer, Frauen und Kinder flüchten vor den Unruhen nach der jüngsten Eroberung durch die Kongolesische Befreiungsbewegung (MLC) unter Führung von Jean-Pierre Bemba. Bisher wurde die Stadt von der Kongolesischen Versammlung für die Demokratie-Befreiungsbewegung RCD-ML unter Mbusa Nyamwisi kontrolliert. "Was immer noch unverständlich bleibt ist die Tatsache, dass sowohl Bemba als auch Nyamwisi von Uganda unterstützt werden, das diesen Teil des Landes besetzt", so eine einheimische Quelle gegenüber dem Fidesdienst. "Eine mögliche Erklärung wäre, das Uganda durch die Zersplitterung der einheimischen verhindern will, dass in der Region ein stabiles Machtverhältnis entsteht, das den Interessen Ugandas schaden könnte. Die Ugander versuchen mit Unterstützung westlicher Finanzgeber die Gold-, Diamanten- und Edelholzvorkommen der Demokratischen Republik Kongo auszubeuten. Bemba und Nyamwisi versuchen außerdem die eigenen Macht im Territorium festigen um ihre Position bei den Friedensverhandlungen in Pretoria (Südafrika) zu stärken. Opfer dieser Machkämpfe sind die Zivilisten, die Opfer von Plünderungen und skrupelloser Gewalt werden. Dies alles Geschieht ohne dass sich die westlichen Länder dafür interessieren. Wir haben die Pflicht dieses System, das Menschenleben gegen Macht und Profit tauscht, anzuklagen. Im Kongo sind seit 1998 über 2 Millionen Menschen bei diesem Krieg ums Leben gekommen: die an dem Konflikt beteiligten Länder, die verschiedenen Guerillabewegungen und skrupellose Geschäftsleute tragen dafür Schuld. Alle bezeichnen diesen Krieg als "gerecht" und beuten dabei die Schätze dieses wunderbaren Landes aus. Ein irdisches Paradies, das durch menschlichen Egoismus zur Hölle wurde" (Fidesdienst, 11/12/2002) Quelle

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Lucia, ich weiß nicht mehr, was ich zu all diesem Elend sagen soll. Was ich tun soll. Und wenn ich all mein Einkommen weggeben würde, so daß meine Familie so gerade noch klar kommen würde, es wäre wie ein Tropfen im Meer. Wie gehst du damit um, Lucia?

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Zitat von Martin am 8:12 - 13.Dezember..2002

Lucia, ich weiß nicht mehr, was ich zu all diesem Elend sagen soll. Was ich tun soll. Und wenn ich all mein Einkommen weggeben würde, so daß meine Familie so gerade noch klar kommen würde, es wäre wie ein Tropfen im Meer. Wie gehst du damit um, Lucia?


Martin,

ich bin genauso hilflos wie Du. Nimm noch das Elend in Äthiopien dazu, die Unruhen an der Elfenbeinküste, ...

Was können wir tun?

1.) Wir dürfen die Not und das Unrecht nicht verschweigen. Je mehr davon wissen, umso mehr können helfen.

2.) Wir können unsere Politiker darauf aufmerksam machen - sie sind unsere Vertreter und sollten in unserem Sinne handeln

3.) Das, was wir geben können, sollten wir geben - an Organisationen, bei denen die Hilfsmittel nicht in mafiösen korrupten Strukturen verschwinden - z. B. an die Salesianer Don Boscos (Link)

 

Wer sich übrigens Spendenbelege ausstellen läßt, kann die Spende bei der Steuererklärung geltend machen; bis zu 10 % des Einkommens. Dann hat man im Folgejahr (aus der Steuererstattung) wieder ein Bißchen mehr, mit dem man tätige Hilfe leisten kann.

 

Liebe Grüße,

Lucia

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Zu sagen, wenn ich einen Teil des Einkommens weggeben würde, ist dies auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist m.E. eine Ausrede (wenn man sie dazu benutzt dann lieber gar nichts zu spenden).

Denn im konkreten Fall hilft eine Spende sehr wohl - wenngleich damit nicht alle Ungerechtigkeit auf der Welt beseitigt werden kann. Aussderm setzen die Aktionen ein Zeichen, wie eine gerechtere Welt aussehen könnte.

 

 

>> "Die Ugander versuchen mit Unterstützung westlicher Finanzgeber die Gold-, Diamanten- und Edelholzvorkommen der Demokratischen Republik Kongo auszubeuten. "<<

 

Genauso wichtig ist auch, dass Geldanlagen nicht nur nach dem Kriterium Rendite getroffen werden, sondern auch hinsichtlich der (zumindest nicht schädlichen) Verwendung ausgewählt werden.

Stichwort Ethikfonds oder kirchl. Entwicklungsbanken wie  "Oikocredit" .

 

Viele Grüsse,

 

Matthias

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Nicht, dass ich das Thema dieses Threads nicht wichtig finden würde.

 

Aber ist es eine Frage oder eine Antwort?

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warum habt ihr claudias beitrag gelöscht?

 

weil er seine hilflosigkeit in unreifer art zum ausdruck brachte? helfen wir ihr zu mehr reife. in dieser sache sind wir nicht viel weiter als sie.

ich habe diese gespräche mir einer meiner töchter durch.

sie ist heute ein sehr kluges mädchen(sie hat nur noch etwas gegen frauen mit kopftüchern im schuldienst). aber das schaffe ich noch.

 

gruss helmut

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Zitat von Lichtlein am 23:21 - 12.Dezember..2002

Afrika/Demokratische Republik Kongo - Zehntausend Menschen flüchten aus Mambasa

 

Auch wenn du noch soviele Threads mit dem gleichen Leid eröffnest, ein Thread kann die politische Situation, die Ursache dieses Übels, auch nicht beseitigen.

 

(Geändert von pedrino um 19:12 - 13.Dezember..2002)

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Nein, aber man kann sein Mitleid demonstrieren.

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Zitat von Ute am 16:24 - 13.Dezember..2002

Nicht, dass ich das Thema dieses Threads nicht wichtig finden würde.

 

Aber ist es eine Frage oder eine Antwort?


Liebe Ute,

die Frage, die ich explizit nicht gestellt habe, hat Martin  gestellt: Was können wir tun - und wie gehen wir damit um?

Verdrängen und Vergessen ist sicher eine Lösung - aber sicher nicht die Beste.

 

Lucia

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Matthias, bitte lies genauer, was ich geschrieben habe. Ich habe nicht davon gesprochen, einen Teil meines Einkommens wegzugeben, sondern alles bis auf das absolut lebensnotwendige. Und dann darauf aufbauend gesagt, daß selbst das nicht die Lösung bringt und das Leid aus der Welt schafft.

 

Siehst du den Unterschied?

 

Ich habe zunächst einmal ein Projekt gesehen und eine Spende und dann das nächste Problem und die nächste Spende. Und dann wurde ich förmlich überrannt. Und stehe nun davor und frage mich - wie gehe ich damit um?

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Lieber Martin,

 

ich habe zwar gelesen was Du geschrieben hast, aber egal ob Du Dein komplettes Einkommen ablieferst oder nur ein Teil davon: alleine wirst Du die Probleme nicht lösen - aber mithelfen, sie punktuell zu lindern.

 

Ich versuche mich auf einige wenige Projekt zu konzentrieren und mich dort nicht nur mit Geld zu engagieren.

Ansonsten sehe ich das wie Lucia.

 

Viele Grüsse,

Matthias

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So ists halt Leuts!

 

Ist man arm ist nichts,ist man reich ists auch nichts!

 

Die Afrikaner haben mehr Seelischen Reichtum,

in Deutschland aber verhungert die Seele bei vollem Magen!Und versäuft im GOTTlos-Lieblosen Materialismus!

 

 

 

Möge GOTT uns allen Gnädig sein !

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Wie sollen wir damit umgehen, Martin? Die Frage hatten wir ja schon oft, haben sie hoffentlich jeden Tag.

 

Sich nicht wie der Hase von der Schlange, der "strukturellen Sünde", der Kultur des Todes, paralysieren lassen.

 

Anfangen. Irgendwo. Zuhause. Woanders. Wenig, viel.

 

Hauptsache: dem Teufel widerstehen, der unser bloßes Zusehen will.

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Zitat von WeisserRabe am 23:58 - 13.Dezember..2002

So ists halt Leuts!

 

Ist man arm ist nichts,ist man reich ists auch nichts!

 

Die Afrikaner haben mehr Seelischen Reichtum,

in Deutschland aber verhungert die Seele bei vollem Magen!Und versäuft im GOTTlos-Lieblosen Materialismus!

 

Möge GOTT uns allen Gnädig sein !


Rüdiger,

meinst Du damit, daß man Afrika ruhig verhungern lassen soll, damit die Menschen ihren seelischen Reichtum nicht verlieren? Hältst Du das für richtig? Und für katholisch???

 

Drück Dich doch bitte klarer aus.

 

Lucia

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Das hat er ja gar nicht gesagt, Lucia. Aber es gibt anscheinend eine Reihe von Illusionen über die Armut. Ich habe neulich einige Bericht über Afrika gelesen, die klingen strukturell ganz und gar nicht "idyllisch", überhaupt nicht nach "seelischem Reichtum".

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Guest Claudia


Zitat von helmut am 16:29 - 13.Dezember..2002

warum habt ihr claudias beitrag gelöscht?

 

Lieber Helmut,

 

das habe ich mich auch schon gefragt, ich hatte nur noch keine Zeit, mich darüber aufzuregen...

 

Ich finde, wenn etwas gelöscht wird, sollte man auch dazu schreiben, wo man es wieder findet. Sonst ist das schlicht und einfach Zensur.

 

Hab mich geärgert, Lucia, das muß ich hier nochmal sagen.

 

>weil er seine hilflosigkeit in unreifer art zum ausdruck brachte? helfen wir ihr zu mehr reife. in dieser sache sind wir nicht viel weiter als sie.<

 

Du sprichst in Rätseln, lieber Helmut. Vielleicht sollten wir das anderswo nochmal ausdiskutieren...?

 

>ich habe diese gespräche mir einer meiner töchter durch.

sie ist heute ein sehr kluges mädchen(sie hat nur noch etwas gegen frauen mit kopftüchern im schuldienst). aber das schaffe ich noch.<

 

...und auch etwas gegen Frauen mit Kreuz-Ketten im Schuldienst?

(Hey, das war jetzt tatsächlich eine Frage!

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Zitat von Claudia am 17:21 - 14.Dezember..2002


Zitat von helmut am 16:29 - 13.Dezember..2002

warum habt ihr claudias beitrag gelöscht?

Ich finde, wenn etwas gelöscht wird, sollte man auch dazu schreiben, wo man es wieder findet. Sonst ist das schlicht und einfach Zensur.

 

Hab mich geärgert, Lucia, das muß ich hier nochmal sagen.


Tut mir Leid, Claudia,

 

daß Du Dich geärgert hast - das war nicht beabsichtigt. Dein posting ist im "gelöscht"-Thread gelandet.

Ich hatte Dein posting als Provokation empfunden - und da dieser Thread in der Arena nichts verloren hat - (Rolfs Regel: bei Provokationen Verschiebung in die Arena) habe ich es in den "gelöscht"-Thread umgebettet; da isses:

http://www.kath.de/cgi-bin/ikonboard/topic...5&start=286

 

Hättest Du den [Zynismus]-Abschnitt weggelassen, wär's stehengeblieben; den allerdings habe ich als Beleidigung aller Menschen, die zu Gott beten, aufgefaßt.

 

Gruß,

Lucia

 

(an die lieben Mitmoderatoren: bitte stehen lassen, auch wenn's Metadiskussion ist!)

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Wenn man sich in Ruhe anhört, was engagierte Menschen aus den Armen Ländern von uns möchten, dann sind das gar nicht so schwierige Sachen. Die wissen nämlich auch, dass wir nur Menschen sind; und sie wissen auch , dass es ihnen nichts nützen würde, wenn wir alle unser Bündel schnüren und in den armen Ländern Hilfe leisten würden.

 

Die Erwartungen sind: 1. Hinsehen! Die Menschen beachten, und nach unseren Möglichkeiten etwas von unserem Besitz weggeben.

2. Hier engagieren. Nicht zulassen, dass der Geist eines schrankenlosen Gelddenkens alles andere verschlingt. Nur wenn es in Europa eine menschliche und solidarische Gesellschaft gibt, kann auch die europäische Außenpolitik hilfreich sein.

3. Den Reichtum der nichteuropäischen Kulturen zur Kenntnis nehmen und deren Vertretern auf gleicher Augenhöhe begegnen.

 

Ich habe mir oft Gedanken darüber gemacht, warum ausgerechnet in Afrika das Elend kein Ende nimmt. Als Musiker sehe ich ja gleichzeitig, dass die afrikanische Musikkultur die europäische genial und glücklich ergänzt, und ihr in vielen Aspekten Turmhoch überlegen ist.

 

Ich glaube, dass Problem liegt darin, dass die westliche Art zu denken und mit Menschen umzugehen die konstruktiven Züge der afrikanischen Kultur ignoriert, die destruktiven hingegen verstärkt.

 

Es gibt demokratische und gewaltfreie Strukturen überall in Afrika, allerdings auf der Ebene der Dörfer. Die Staatsstrukturen waren hingegen immer totalitär, mit einer starken Betonung einer priesterähnlichen Funktion des Königs. Das war solange kein Problem, wie die wesentlichen praktischen Probleme auf Dorfebene gelöst wurden. Ohne Straßen, Autos, Kanonen, Telephon, ausländische Geldgeber etc. ist auch ein totalitärer König gar nicht so furchtbar wichtig.

 

Der Westen sieht und unterstützt aber nur diese totalitären Herrscher, die Dorfeben ist aus dem Blickfeld völlig raus. Einfaches Beispiel: der Westen gibt Kredite, die die Elite aus ihrem Selbstverständnis heraus (Gottkönigtum) ausschließlich für ihr privates Wohlergehen verwendet. Die Weltbank fordert die Zurückzahlung und die Öffnung der Märkte . Der König schickt seine Sodaten aus (mit Waffen und Panzern, die durch westliche Kredite finanziert wurden) , zwingt die Menschen in den Dörfern, die Hirse rauszureißen, und Früchte für den Export anzubauen, z.B. Soja für die Viehfütterung bei uns. Hungersnöte sind die logische Folge.

 

Wer in diesem Prozess letztendendes die Schuld hat, ist ein ziemlich komplexes Problem. Aber ich glaube, man kann Afrika nur helfen, wenn man versucht, Afrika zu verstehen. Das ist auch für uns gut, denn wir können viel lernen (z. B. über so unterschiedliche Sachen wie die Verewigung totalitärer Strukturen in unseren Sinfonieorchestern, unseren Wahn, alles immer zentral regeln zu müssen, oder unsere Medizin, die glaubt, jede Krankheit mit einer Pille aus der Welt schaffen zu können.)

 

Pace e Bene, Matthias

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Matthias,

 

deinen letzten Beitrag finde ich sehr wichtig: Bei aller notwendigen Sofort-Hilfe danach fahnden, wo die Gründe dafür liegen, dass so wenig sich ändert. Deine Hinweise auf die dörfliche Kultur erscheinen mir sehr hilfreich: Die meisten Erfolge von Hilfprojekten scheinen tatsächlich in dieser Ebene vorzukommen.

 

Ein bedenkenswerter Ansatz.

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<<off Topic>> und was heißt das? ich bin auch des englischen nicht mächtig!

 

nach beantwortung und etwas zeit zum lesen, löschen!

 

gruss helmut

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Lieber Helmut,

 

das heisst in etwa: "Themenverfehlung", "hat mit dem Thema des Threads nichts zu tun".

 

vg

 

Erich A.S.

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löschung bitte sofort vornehmen, meinen antrag als vorbild hinstellen!

gibt es hier eine straße der besten? ich möchte dort aufgenommen werden.

 

helmut

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