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Rumänien: Wahl des Patriarchen auch durch Laien


Rosario

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Hallo,

 

gerade habe ich bei Radio Vatikan folgende Information gefunden:

 

Die Laien spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl des neuen Patriarchen.

 

„Um 17 Uhr wird die Kirchenversammlung tagen. Dort gibt es nicht nur Bischöfe und Kleriker, sondern auch Laien. Jede Diözese ist dort vertreten durch drei Delegierte: zwei Laien und einen Priester. Das heißt, dort gibt es Zweidrittel Laien. Sie werden diese schwierige Entscheidung treffen, und ich bin überzeugt davon, dass wir in unsere bescheidenen Gebete diese Leute einschließen müssen.“

 

Weiß jemand etwas Genaueres über den prozentualen Anteil der Laien, wenn man die Bischöfe noch dazuzählt?

 

Wäre das nicht auch ein Modell für "uns"? Wenn das schon die konservativen Orthodoxen so machen ...

 

Rosario

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Wäre das nicht auch ein Modell für "uns"? Wenn das schon die konservativen Orthodoxen so machen ...

 

Rosario

 

Bloß mal vom praktischen Standpunkt betrachtet: "Wir" haben 2770 reguläre Diözesen, dazu noch ca. 270 ähnliche Strukturen (von der Territorialabtei bis zur Missio sui juris), die weltweit verstreut sind und die ganz unterschiedliche Gläubigenzahlen haben. (3 Delegierte für jede???) Aber selbst wenn es bloß drei Delegierte pro Einheit wären, kommen "wir" schon auf 9.000 Personen. Die müßten dann erstmal irgendwo zusammentreten (Einresevisa, Ausreisegenehmigungen???), über Kandidaten kommunizieren (allein die Frage der Dolmetscher scheint kaum lösbar, es sei denn, alle müßten lateinisch reden) und schlußendlich wählen. Da müssen wir über Grundsätzliches doch gar nicht mehr reden. Grüße, KAM

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Wäre das nicht auch ein Modell für "uns"? Wenn das schon die konservativen Orthodoxen so machen ...

 

Rosario

 

Bloß mal vom praktischen Standpunkt betrachtet: "Wir" haben 2770 reguläre Diözesen, dazu noch ca. 270 ähnliche Strukturen (von der Territorialabtei bis zur Missio sui juris), die weltweit verstreut sind und die ganz unterschiedliche Gläubigenzahlen haben. (3 Delegierte für jede???) Aber selbst wenn es bloß drei Delegierte pro Einheit wären, kommen "wir" schon auf 9.000 Personen. Die müßten dann erstmal irgendwo zusammentreten (Einresevisa, Ausreisegenehmigungen???), über Kandidaten kommunizieren (allein die Frage der Dolmetscher scheint kaum lösbar, es sei denn, alle müßten lateinisch reden) und schlußendlich wählen. Da müssen wir über Grundsätzliches doch gar nicht mehr reden. Grüße, KAM

 

Man könnte es ja zuerst einmal bei Bischofswahlen ausprobieren, bevor man es gleich wegdisputiert.

Und für Papstwahlen ginge es ja eventuell mit Delegierten Staat gewogen nach der Zahl der Katholiken.

 

Wo ein will wäre, wäre auch ein Weg.

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Man könnte es ja zuerst einmal bei Bischofswahlen ausprobieren
von "Bischofswahlen" hat ja rosario im Untertitel auch gesprochen.
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Also mich überzeugt so ei Modell nicht gerade, früher wurden die Bischöfe durch das Volk gewählt und was im Mittelalter dann daraus geworden ist, gehört nicht gerade zu den Glanzseiten der Kirche. Es gab Streitigkeiten um Macht, Familienfehden so schlimm wie heutzutage die Mafia.

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Franciscus non papa
Also mich überzeugt so ei Modell nicht gerade, früher wurden die Bischöfe durch das Volk gewählt und was im Mittelalter dann daraus geworden ist, gehört nicht gerade zu den Glanzseiten der Kirche. Es gab Streitigkeiten um Macht, Familienfehden so schlimm wie heutzutage die Mafia.

 

 

wann meinst du denn, seien die bischöfe durch das volk gewählt? im mittelalter jedenfalls nicht.

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Also mich überzeugt so ei Modell nicht gerade, früher wurden die Bischöfe durch das Volk gewählt und was im Mittelalter dann daraus geworden ist, gehört nicht gerade zu den Glanzseiten der Kirche. Es gab Streitigkeiten um Macht, Familienfehden so schlimm wie heutzutage die Mafia.

Klar und solche mafiösen Familienfehden um das Bichofsamt sind in der evangelischen Kirche Gang und Gäbe. :k035:

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Also mich überzeugt so ei Modell nicht gerade, früher wurden die Bischöfe durch das Volk gewählt und was im Mittelalter dann daraus geworden ist, gehört nicht gerade zu den Glanzseiten der Kirche. Es gab Streitigkeiten um Macht, Familienfehden so schlimm wie heutzutage die Mafia.
Gegenbeispiel: Äbte werden immer noch gewählt. und das Modell überzeugt mich schon. Das Beispiel Mittelalter hinkt - es geht bei Bischöfen nicht mehr um geistliche Fürstentümer, um weltliche Macht, um Besitz.

 

Aber beim momentanen Zentralismus ist das eh alles Illusion. Manche Bischöfe werden ja wirklich gewählt (vom Domkapitel), und nicht mal das mag Rom so recht.

Edited by Petrus
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Also mich überzeugt so ei Modell nicht gerade, früher wurden die Bischöfe durch das Volk gewählt und was im Mittelalter dann daraus geworden ist, gehört nicht gerade zu den Glanzseiten der Kirche. Es gab Streitigkeiten um Macht, Familienfehden so schlimm wie heutzutage die Mafia.

 

 

wann meinst du denn, seien die bischöfe durch das volk gewählt? im mittelalter jedenfalls nicht.

 

Also Konrad von Konstanz wurde durch das Volk gewählt.

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Man könnte es ja zuerst einmal bei Bischofswahlen ausprobieren
von "Bischofswahlen" hat ja rosario im Untertitel auch gesprochen.

 

Klar, wenn aus jeder Diözese der Bischof und zwei Laien zum Wählen kommen. - Aber im ehemaligen Ostblock hat sich ja gezeigt, wie stark durch diese Volkswahl Partei und Staatssicherheit Einfluß auf die KIrche nehmen konnten. Bei den Katholiken wurde das zwar auch versucht, aber es gelang deutlich weniger. Grüße, KAM

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Franciscus non papa

Also mich überzeugt so ei Modell nicht gerade, früher wurden die Bischöfe durch das Volk gewählt und was im Mittelalter dann daraus geworden ist, gehört nicht gerade zu den Glanzseiten der Kirche. Es gab Streitigkeiten um Macht, Familienfehden so schlimm wie heutzutage die Mafia.

 

 

wann meinst du denn, seien die bischöfe durch das volk gewählt? im mittelalter jedenfalls nicht.

 

Also Konrad von Konstanz wurde durch das Volk gewählt.

 

 

konstanz!!!!!

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Also mich überzeugt so ei Modell nicht gerade, früher wurden die Bischöfe durch das Volk gewählt und was im Mittelalter dann daraus geworden ist, gehört nicht gerade zu den Glanzseiten der Kirche. Es gab Streitigkeiten um Macht, Familienfehden so schlimm wie heutzutage die Mafia.

 

 

wann meinst du denn, seien die bischöfe durch das volk gewählt? im mittelalter jedenfalls nicht.

 

Also Konrad von Konstanz wurde durch das Volk gewählt.

 

 

konstanz!!!!!

 

???? Wat is ????

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Man könnte es ja zuerst einmal bei Bischofswahlen ausprobieren
von "Bischofswahlen" hat ja rosario im Untertitel auch gesprochen.

 

Klar, wenn aus jeder Diözese der Bischof und zwei Laien zum Wählen kommen. - Aber im ehemaligen Ostblock hat sich ja gezeigt, wie stark durch diese Volkswahl Partei und Staatssicherheit Einfluß auf die KIrche nehmen konnten. Bei den Katholiken wurde das zwar auch versucht, aber es gelang deutlich weniger. Grüße, KAM

Du lebst auch nach dem österreichischen Beamtenmotto: Das ham schon immer so gmacht, das wern ma auch weiterhin so machen denn da könnt ja ein jeda komma und sagn des soll anders wern.

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Also mich überzeugt so ei Modell nicht gerade, früher wurden die Bischöfe durch das Volk gewählt und was im Mittelalter dann daraus geworden ist, gehört nicht gerade zu den Glanzseiten der Kirche. Es gab Streitigkeiten um Macht, Familienfehden so schlimm wie heutzutage die Mafia.

 

 

wann meinst du denn, seien die bischöfe durch das volk gewählt? im mittelalter jedenfalls nicht.

Die Päpste in Rom schon, zumindest bis ins 11. Jahrhundert hinein. Das Volk wählte per Akklamation mit. - http://www.imperiumromanum.com/personen/pa...epste_index.htm

 

Und wurde nicht auch beispielsweise Ambrosius von Mailand per Volksakklamation zum Bischof von Mailand gewählt? Und dies, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal getauft war?

Edited by Phlebas
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Franciscus non papa

aber doch meist wahl durch das domkapitel, bisweilen natürlich starker einfluss des landesherrn.

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Also mich überzeugt so ei Modell nicht gerade, früher wurden die Bischöfe durch das Volk gewählt und was im Mittelalter dann daraus geworden ist, gehört nicht gerade zu den Glanzseiten der Kirche. Es gab Streitigkeiten um Macht, Familienfehden so schlimm wie heutzutage die Mafia.

 

 

wann meinst du denn, seien die bischöfe durch das volk gewählt? im mittelalter jedenfalls nicht.

Die Päpste in Rom schon, zumindest bis ins 11. Jahrhundert hinein. Das Volk wählte per Akklamation mit. - http://www.imperiumromanum.com/personen/pa...epste_index.htm

 

Und wurde nicht auch beispielsweise Ambrosius von Mailand per Volksakklamation zum Bischof von Mailand gewählt? Und dies, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal getauft war?

Die oben erwähnten mafiösen Famileinstreitigkeiten wegen Bischofssitzen gab es jedenfalls nicht zur Zeit und bei Volkswahlen, sondern dort, wo das Volk nichts (mehr) zu melden hatte und irgendwelche Adelige die Posten unter sich ausschacherten.

 

Werner

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Die Synode der Altkatholischen Kirche besteht aus etwa einem Drittel Geistlichkeit und zwei Dritteln Laien.

 

Solange sehr klar umrissen ist, welche Befugnisse die Synode hat, sehe ich da eigentlich keine Probleme.

 

Wobei selbst die Wahl durch ein ordentliches Domkapitel ja schon ein Fortschritt (bzw. die Anerkennung des Beschlusses eines ordentlichen römischen Konzils) wäre.

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Das Volk wählte per Akklamation mit.
gute Idee. Damit wäre schon mal eine Befürchtung (siehe oben, "wir brauchen so viele Übersetzer für die vielen Sprachen zum Latein, das geht praktisch nicht, also lassen wir es") aus dem Weg geräumt.
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Das Volk wählte per Akklamation mit.
gute Idee. Damit wäre schon mal eine Befürchtung (siehe oben, "wir brauchen so viele Übersetzer für die vielen Sprachen zum Latein, das geht praktisch nicht, also lassen wir es") aus dem Weg geräumt.

 

Unter Volk verstand man damals die Angehörigen der "besitzenden Klassen", die am Bischofssitz ansässig waren und den Gewählten im Anschluß an die Präsentation bejubelten. Und wie sollte eine Akklamation der WEltkirche heute vonstatten gehen? Grüe, KAM

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Das Volk wählte per Akklamation mit.
gute Idee. Damit wäre schon mal eine Befürchtung (siehe oben, "wir brauchen so viele Übersetzer für die vielen Sprachen zum Latein, das geht praktisch nicht, also lassen wir es") aus dem Weg geräumt.

 

Unter Volk verstand man damals die Angehörigen der "besitzenden Klassen", die am Bischofssitz ansässig waren und den Gewählten im Anschluß an die Präsentation bejubelten. Und wie sollte eine Akklamation der WEltkirche heute vonstatten gehen? Grüe, KAM

Der Papst wird doch heute auch nach der Präsentation bejubelt....

 

Werner

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Und unter den Byzantinern waehlte das Militaer (meist die Palastgarde) auch mit. Genauer gesagt, der Kaiser wurde vom Volk, von der politischen Klasse und von der Palastgarde gewaehlt. Als oberster Herr der Religion (er war ja gottaehnlich, und dem Patriarchen uebergeordnet) bestimmte er dann dan Patriarchen und die Ausrichtung der Kirche.

 

Gelegentlich waren die drei Saeulen des Wahlvorgangs unterschiedlicher Meinung; das fuehrte dann meist dazu, dass der Kaiser ziemlich schnell den letalen Abgang Buehne links nimmt.

 

Also, im politischen Bereich sind wir durchaus in der Lage, Vertreter von Gebilden mit bis zu einer Viertelmilliarde Menschen ziemlich direkt zu waehlen. Daher ist es zumindest vorstellbar, das Bischoefe und Paepste gewaehlt werden. Ob es wuenschenswert ist, ist eine Frage aus der ich mich als Nicht-Katholik raushalte.

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Also, im politischen Bereich sind wir durchaus in der Lage, Vertreter von Gebilden mit bis zu einer Viertelmilliarde Menschen ziemlich direkt zu waehlen. Daher ist es zumindest vorstellbar, das Bischoefe und Paepste gewaehlt werden.

 

Was würde etwa die chinesische Regierung machen, wenn ein dortiger Erzbischof oder der Vatikan selbst eine Bischofswahl durchführen ließe? Oder gar eine Papstwahl. Grüße, KAM

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Warum denn gleich den Bischof wählen? Ein ganz kleiner Schritt wäre doch vielleicht der, dass eine Gemeinde ihren Pfarrer selber wählt (wählen darf)!
Nein Danke.

 

Aus zwei Gründen:

 

1. ist der Priester der Stellvertreter des Bischofs. Den sollte der zu Vertretende auch selbst bestimmen.

 

2. habe ich in unserer ehemaligen Nachbargemeinde sehr Unschönes gehört, was mit evangelischen Pfarrern passieren kann, wenn sich in der Gemeinde ein entsprechender Flügel gebildet hat.

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