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Was bringt Christen vom Glauben ab?


Ketchup-Johnny

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Ketchup-Johnny

Ich habe mit Interesse den Thread von GermanHeretic über mögliche Gründe, die ihn zum Glauben bringen könnten, gelesen.

Nun möchte ich den Spies umdrehen: Welche Gründe bringen denn immer wieder Gläubige vom Glauben ab? Was sind eure Erfahrungen mit Mitmenschen und was bringt euren eigenen Glauben ins Wanken?

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Ich habe mit Interesse den Thread von GermanHeretic über mögliche Gründe, die ihn zum Glauben bringen könnten, gelesen.

Nun möchte ich den Spies umdrehen: Welche Gründe bringen denn immer wieder Gläubige vom Glauben ab? Was sind eure Erfahrungen mit Mitmenschen und was bringt euren eigenen Glauben ins Wanken?

 

1. Bei mir ist das manchmal die Frage, woran ich da eigentlich glaube.

Ist es wirklich Gott?

Oder ist es eine gefärbte Bibelinterpretation?

Ist es eine Bibelinterpretation anderer, die ich einfach übernommen habe (z.B. KKK)?

Ist es Jesus? Ist es der Mensch Jesus oder Jesus als Gott?

 

2. Dann gibt es noch einen anderen Grund:

Jesus sagt, mit einem echten Glauben kann man Berge versetzen, Krankheiten heilen usw.

Bei mir klappt das noch nicht ;-)

Ist nun mein Glaube nicht gross genug?

Oder reicht ein starker Glaube eben doch nicht aus?

 

3. Dann drittens: Was heisst "glauben"?

Annehmen? Lieben? Geloben? Vertrauen? Erkannt haben?

Dies frage ich mich ab und zu; denn ich habe so das Gefühl, dass unter "glauben" doch sehr unterschiedliche Dinge, Haltungen und Tätigkeiten verstanden werden.

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3. Dann drittens: Was heisst "glauben"?

Annehmen? Lieben? Geloben? Vertrauen? Erkannt haben?

Dies frage ich mich ab und zu; denn ich habe so das Gefühl, dass unter "glauben" doch sehr unterschiedliche Dinge, Haltungen und Tätigkeiten verstanden werden.

 

Diese Haltungen und Tätigkeiten schließen sich aber doch nicht aus, ich würde eher sagen, sie bedingen einander.

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Bei mir ist es die Gefahr, die Gläubigen nicht für überzeugend genug zu halten. Da stelle ich höchste Anforderungen, wie Christen sein sollten, und die werden natürlich nicht von allen erreicht. Und nach diesen Erfahrungen hole ich mir noch ein paar "rationale" Gründe aus der Theologie und *zack*wackelt mein Glaube.

So gehts mir ständig. :angry:

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Ich habe mit Interesse den Thread von GermanHeretic über mögliche Gründe, die ihn zum Glauben bringen könnten, gelesen.

Nun möchte ich den Spies umdrehen: Welche Gründe bringen denn immer wieder Gläubige vom Glauben ab? Was sind eure Erfahrungen mit Mitmenschen und was bringt euren eigenen Glauben ins Wanken?

Zuerst herzlich willkommen im Forum.

 

Einige Gründe, die Gläubige vom Glauben abbringen:

 

1) das schlechte Beispiel von Gläubigen, die Wasser predigen und Wein trinken

 

2) Vernachlässigung des Gebetes im besonderen und des Glaubenslebens im Allgemeinen

 

3) Sich den Verlockungen der "Welt" und dem Materialismus hingeben

 

4) das Verharren in (schweren) Sünden

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Ketchup-Johnny
Ich habe mit Interesse den Thread von GermanHeretic über mögliche Gründe, die ihn zum Glauben bringen könnten, gelesen.

Nun möchte ich den Spies umdrehen: Welche Gründe bringen denn immer wieder Gläubige vom Glauben ab? Was sind eure Erfahrungen mit Mitmenschen und was bringt euren eigenen Glauben ins Wanken?

Zuerst herzlich willkommen im Forum.

 

Einige Gründe, die Gläubige vom Glauben abbringen:

 

1) das schlechte Beispiel von Gläubigen, die Wasser predigen und Wein trinken

 

2) Vernachlässigung des Gebetes im besonderen und des Glaubenslebens im Allgemeinen

 

3) Sich den Verlockungen der "Welt" und dem Materialismus hingeben

 

4) das Verharren in (schweren) Sünden

Diese 4 Punkte setzen aber voraus, dass ich schon vorher schwach im Glauben bin, sonst würde ich ja mich weder

1) vom schlechten Beispiel anderer abschrecken lassen,

2) Gebet und Glaubensleben vernachlässigen,

3) mich den Verlockungen hingeben

noch

4) in schweren Sünden verharren!

Wie aber kommt es zu dieser Schwäche?

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Nun für mich lässt sich die frage relativ leicht beantworten:

Vom Glaube, also der Beziehung zu Gott bringt mich all das ab, was mich von jeder anderen Beziehung auch abbringen würde:

 

Mangelnde Pflege der Beziehung, aber auch zuviel des Guten. Ich erlebe neben intensiven Begegnungen mit Gott und stetigem sonntäglichen Kirchgang auch wieder Monate, in denen völlige Ruhe herrscht.

 

Christen, die sich beschämend verhalten, bzw merkwürdige Theologen würden mich eher von der Kirche, weniger vom Glauben abbringen. Wenn sich der Nachbar scheiden lässt, lass ich mich doch auch nicht scheiden...

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Ich denke mir, dass sich manche Artikel im Spiegel oder im Stern so à la "Warum Weihnachten ausfallen muss" nicht unbedingt positiv auf den allgemeinen Glauben auswirken (wobei es aber auch ganz interessant sein kann, sich damit auseinanderzusetzen).

Z.B. habe ich im Stern auch schon mehrere interessante Links zur historischen Belegbarkeit der Bibel gefunden. Das war echt spannend.

 

Man muss sich allerdings mit solchen Artikeln auseinandersetzen und manche sind auch wirklich nur für die Auflage geschrieben worden, denke ich. Das finde ich dann nicht so toll :angry: .

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Ich habe mit Interesse den Thread von GermanHeretic über mögliche Gründe, die ihn zum Glauben bringen könnten, gelesen.

Nun möchte ich den Spies umdrehen: Welche Gründe bringen denn immer wieder Gläubige vom Glauben ab? Was sind eure Erfahrungen mit Mitmenschen und was bringt euren eigenen Glauben ins Wanken?

Das ist einfach:

Glaube ist ja Vertrauen in die Zuverlässigkeit einer Überlieferung. Das ist notwendigerweise mit Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Überlieferers bzw. der Überlieferer verbunden. Wird letzteres Vertrauen erschüttert, gerät auch ersteres ins Wanken.

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2. Dann gibt es noch einen anderen Grund:

Jesus sagt, mit einem echten Glauben kann man Berge versetzen, Krankheiten heilen usw.

Bei mir klappt das noch nicht ;-)

Ist nun mein Glaube nicht gross genug?

Oder reicht ein starker Glaube eben doch nicht aus?

 

hallo miteinander :angry:

 

möchte was zu deinen punkt 2 sagen:

 

krankheiten heilen heißt auch,dass ich "meine krankheit" annehmen kann,denn nicht immer ist die körperlich heilung gemeint !!!

natürlich gibt es auch die körperliche heilung aber das ist nur wenigen gegönnt diese durch jesus christus zu heilen,denn auch da heile nicht ich..sondern jesus !!!

 

bitte verlange von dir im glauben nicht zuviel,das überfordert nur einen u.kann dadurch einen vom glauben abbringen..

ich war vor einigen jahrzehnten so,ich verlangte viel zu viel von mir

bis ich erkannte

vertrauen ist der schlüssel des glaubens

gebet u.bibellesung die stärkung

u.die sakramente die heilung meines lebens(nicht der krankheit,bis auf die krankensalbung)

ich wünsche allen die erfahrungen des glauben u.der sakramente

 

mimare

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Eine wissenschaftliche Ausbildung, durch die man lernt nur solches für wahr zu halten, das im positivistischen Sinne beweisbar ist.

 

Ganz besonders Neuropsychologen können es extrem schwer haben - aus ihrer Sicht konstruieren wir die Welt in unseren Gehirnen, und so erscheint auch der Glaube und die Existenz Gottes als eine Konstruktion des Menschen.

 

Der Einfluss der Wissenschaft in solcherart geprägten Köpfen geht bis in eine Art Wissenschaftsgläubigkeit hinein: Man glaubt, dass das Wissen sich mehren wird, wir also heute noch nicht in Bereiche vordringen können, die irgendwann erschlossen sein werden. Oder dass gewisse Dinge sich unserer Erkenntnis entziehen, was wissenschaftlich gesehen nicht unbedingt bedeutet, dass es diese Dinge übernatürlicher Natur seien.

 

Mit solch einer Prägung des eigenen Denkens kommt man sich als ursprünglich gläubiger Mensch - sofern mit dem Glauben bisher weit mehr positive Dinge als negative verbunden waren - sowohl gesegnet als auch verflucht vor.

 

Gesegnet, weil die Wissenschaft ein wunderbares Erkenntniswerkzeug ist und einen zu einem richtigen Wirklichkeitsjunkie machen kann.

 

Verflucht, weil dieser Blick, diese Prägung, diese eingeschlagene Richtung einen früheren Weg zu Mystik und Religion zuzusperren scheint.

 

Interessanterweise geben die ehrlichsten Wissenschaftler zu, dass ihr Weltbild Platz für den Glauben lässt. Das macht wiederum Hoffnung. Der andere Weg, der zum Glauben nämlich, war durch die Wissenschaftszugewandheit nicht versperrt, sondern man sah ihn einfach nicht mehr, weil man nur jenen anderen Weg im Blick hatte. Daher ist die Metapher "Umkehr" vielelicht sehr hilfreich: Ohne das vor einem Stehende für unwahr zu halten sich umzudrehen und das zu entdecken, was man aus dem Blick verloren hatte.

 

Soweit ich weiß, ist es aber für einen Wissenschaftsmenschen, der nie geglaubt hatte, ziemlich schwer diese Umkehr zu vollziehen.

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Ketchup-Johnny
Eine wissenschaftliche Ausbildung, durch die man lernt nur solches für wahr zu halten, das im positivistischen Sinne beweisbar ist. ....

... Soweit ich weiß, ist es aber für einen Wissenschaftsmenschen, der nie geglaubt hatte, ziemlich schwer diese Umkehr zu vollziehen.

Eine sehr treffende Analyse, die ich unumwunden teile.

Vor allem den Ausdruck "Wirklichkeitsjunkies" finde ich sehr passend! :angry:

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Eine wissenschaftliche Ausbildung, durch die man lernt nur solches für wahr zu halten, das im positivistischen Sinne beweisbar ist. ....

... Soweit ich weiß, ist es aber für einen Wissenschaftsmenschen, der nie geglaubt hatte, ziemlich schwer diese Umkehr zu vollziehen.

Eine sehr treffende Analyse, die ich unumwunden teile.

Vor allem den Ausdruck "Wirklichkeitsjunkies" finde ich sehr passend! :angry:

Wobei für mich der Glaube da voll reinpasst, als ein weiterer Zugang zu Wirklichkeit durchaus die Sucht bedient.

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Ich habe mit Interesse den Thread von GermanHeretic über mögliche Gründe, die ihn zum Glauben bringen könnten, gelesen.

Nun möchte ich den Spies umdrehen: Welche Gründe bringen denn immer wieder Gläubige vom Glauben ab? Was sind eure Erfahrungen mit Mitmenschen und was bringt euren eigenen Glauben ins Wanken?

 

Sehr einfach, bei mir wars der "Überfall" der Moderne in Form von Wissenschaft, säkularem Denken plus inakzeptablem Verhalten des kath. Bodenpersonals.

 

Erst mit der Zeit durch tieferes Verständnis der Wissenschaftstheorie, Philosophie und mit zunehmender Lebenserfahrung bewege ich mich so langsam aber sicher auf das Christentum, vielleicht auch auf die kath. Kirche, zurück.

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