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Thema Religion


Gabriele

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Liebe Forengemeinde,

 

in "Fragen und Antworten" schildert der User incognito77 im Thread "Kirchenbeitritt" seinen Weg zur Kirche.

 

Dabei wurde ihm die Frage gestellt, warum er sich mit dem Thema Religion auseinandersetzt.

 

Eine sehr individuelle Frage.

 

Wie würdet Ihr sie beantworten?

 

Ich meine damit jetzt nicht die Frage, warum Ihr Kirchensteuer zahlt und/oder Gottesdienste besucht, sondern alles, was darüber hinausgeht, das Lesen und Posten hier im Forum zum Beispiel.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Liebe Gerlinde.

 

Das ist eine total gute Frage. Da Du sie hier bei den katholischen Glaubensgesprächen gestellt hast möchtest Du das Thema doch bestimmt auch katholisch beantwortet haben oder?

 

LG

JohannaP

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Liebe Gerlinde.

 

Das ist eine total gute Frage. Da Du sie hier bei den katholischen Glaubensgesprächen gestellt hast möchtest Du das Thema doch bestimmt auch katholisch beantwortet haben oder?

 

LG

JohannaP

 

 

Ich hätte sehr gern mal eine "katholische" Antwort B)

Leider scheint es kein besonders interessantes bzw. vielleicht auch zu individuelles Thema zu sein....

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Ehrlich gesagt ist mir die Fragestellung als solche nicht wirklich klar.

 

Wie schon gesagt bin ich mit 5 Wochen getauft und bis ca. 11 Jahre auch relativ konservativ katholisch sozialisiert worden.

 

Seit ich 15/16 bin rumort in mir die Frage nach der rechten Gottesverehrung, des rechten Gottesverständnisses und des rechten Handelns. Und dabei habe ich bei dem angefangen, was ich kannte und das war der katholische Glauben.

 

Mittlerweile geht es mir allerdings immer weniger darum, wie sich mein Glauben entwickelt sondern darum wie ich ihn (z.B. an meine Kinder) weitergeben kann.

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Liebe Gerlinde.

Liebe Johanna, B)

 

 

Das ist eine total gute Frage. Da Du sie hier bei den katholischen Glaubensgesprächen gestellt hast möchtest Du das Thema doch bestimmt auch katholisch beantwortet haben oder?

 

LG

JohannaP

Ich möchte den Schwerpunkt nicht auf "katholisch" legen, eher auf die Sichtweise "von innen", also aus der Sicht von jemandem, der im Glauben steht und ihn praktiziert.

 

Und mir geht es nicht so sehr darum, warum jemand glaubt, sondern warum sich jemand über den eigenen persönlichen Glauben und Glaubensvollzug hinaus mit Religion und Kirche beschäftigt.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Ehrlich gesagt ist mir die Fragestellung als solche nicht wirklich klar.

Macht nichts, mir ist die Frage ehrlich gesagt auch (noch) nicht so wirklich und glas- klar.

Das kann sich hier ja noch entwickeln.

 

Wie schon gesagt bin ich mit 5 Wochen getauft und bis ca. 11 Jahre auch relativ konservativ katholisch sozialisiert worden.

Damit bist Du zumindest mal in der von mir angesprochenen (angedachten) Gruppe derer, die im Glauben stehen.

 

Seit ich 15/16 bin rumort in mir die Frage nach der rechten Gottesverehrung, des rechten Gottesverständnisses und des rechten Handelns. Und dabei habe ich bei dem angefangen, was ich kannte und das war der katholische Glauben.

 

Mittlerweile geht es mir allerdings immer weniger darum, wie sich mein Glauben entwickelt sondern darum wie ich ihn (z.B. an meine Kinder) weitergeben kann.

 

Da sind doch schon mal zwei Aspekte:

 

Die Frage nach der rechten Gottesverehrung, die einem keine Ruhe lässt.

 

Und die Kindererziehung, die Überlegung, was und wie man seinen Glauben weitergibt.

 

Danke, lieber Flo, für Deine Antwort.

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Liebe Forengemeinde,

 

in "Fragen und Antworten" schildert der User incognito77 im Thread "Kirchenbeitritt" seinen Weg zur Kirche.

 

Dabei wurde ihm die Frage gestellt, warum er sich mit dem Thema Religion auseinandersetzt.

 

Eine sehr individuelle Frage.

 

Wie würdet Ihr sie beantworten?

Ich sehe den Menschen "auf Gott hin angelegt". Das Wort von Augustinus berührt mich immer wieder: "O Gott, du hast uns auf dich hin erschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir. " Ich halte den Menschen von seinem Wesen her für "grundreligiöse" d.h. mit einer tiefen Sehnsucht nach Gott erschaffen. Dass sich diese Sehnsucht in der Suche nach Wahrheit, Glück, Erfüllung ausdrückt- und dass sie in den Sehnsüchten und Ansichten der verschiedenen Religionen ihren Ausdruck findet scheint mir eine Bestätigung dieser These zu sein.
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da es hier auf das Thema Kinder kam mische ich mich nochmal mit einer Anmerkung ein...

 

meine Tochter hat in ihrer Sozialisation in der Familie kaum Kontakt zu Glaubensfragen oder mit der Kirche gehabt. Wir haben in der Familie das Thema aber immer offen gestaltet. Also Fragen versucht sogut wie möglich zu beantworten oder die ursprüngliche Bedeutung von Weihnachten zu vermitteln.

Als sie eingeschult wurde wählte sie aus freiem Willen den Religionsunterricht und nach einiger Zeit trat sie mit dem Wunsch an uns heran, dass sie gern getauft werden möchte. Auf meine Frage warum sie dies möchte antwortete sie mir shclicht und einfach: "Weil ich an Jesus glaube und ein netter Mensch sein möchte"

 

Soviel zu dem Thema wie vermittle ich Kindern Glaube. Ich denke das Kinder für sich selber ihren Glauben entwickeln können.

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Ich hätte sehr gern mal eine "katholische" Antwort B)

 

Lieber incognito,

 

ich hoffe, dass Du hier verschiedene Antworten findest. Ob es dabei speziell "katholische" Antworten gibt, weiß ich nicht.

Warten wir ab.

 

Leider scheint es kein besonders interessantes bzw. vielleicht auch zu individuelles Thema zu sein....

Oh, warum denn das?

Es ist Wochenende, Samstag abend, da ist meist nicht allzu viel los hier.

 

Und möglicherweise überlegen sich einige User die Antwort gründlich, bevor sie einen Beitrag hier schreiben.

 

Nur Geduld. :)

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Ich hätte sehr gern mal eine "katholische" Antwort B)

 

Lieber incognito,

 

ich hoffe, dass Du hier verschiedene Antworten findest. Ob es dabei speziell "katholische" Antworten gibt, weiß ich nicht.

Warten wir ab.

 

Leider scheint es kein besonders interessantes bzw. vielleicht auch zu individuelles Thema zu sein....

Oh, warum denn das?

Es ist Wochenende, Samstag abend, da ist meist nicht allzu viel los hier.

 

Und möglicherweise überlegen sich einige User die Antwort gründlich, bevor sie einen Beitrag hier schreiben.

 

Nur Geduld. :)

 

Ich weiß, dass wurde mir nun schon einige Male gesagt.

Ich werde an mir arbeiten :)

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Für mich ist zB. die Weitergabe des Glauben kein Thema mehr, die Kinder sind aus dem Haus, der Beruf ist passé, die Ehrenämter in der Kirche sind Jüngeren übergeben. Mit zunehmenden Alter wächst der Wunsch nach einem Resümee.

 

Kürzlich sprachen wir in einem Gesprächskreis dieses Thema an. Ich gab folgende Stichworte vor:

Glaube und Kirche als...

- Weltdeutung = Bibeltreue

- Lebenshilfe = Seelsorge

- Gemeinschaft = Heimat

- Rituale = Sakramente, Gottesdienst, Familienfeste

- Heilslehre = Jenseits

- Sitte und Moral = Ethik

- Gesellschaftliche Ordnung = Leitkultur

- ...

 

Offensichtlich gibt es recht unterschiedliche Prioritäten. Um ganz ehrlich zu sein, kein oa. Punkt ist mir (noch) wichtig.

 

Grüße von Pelagius.

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Liebe Forengemeinde,

in "Fragen und Antworten" schildert der User incognito77 im Thread "Kirchenbeitritt" seinen Weg zur Kirche.

Dabei wurde ihm die Frage gestellt, warum er sich mit dem Thema Religion auseinandersetzt.

Eine sehr individuelle Frage.

Wie würdet Ihr sie beantworten?

Ich meine damit jetzt nicht die Frage, warum Ihr Kirchensteuer zahlt und/oder Gottesdienste besucht, sondern alles, was darüber hinausgeht, das Lesen und Posten hier im Forum zum Beispiel.

Liebe Grüße, Gabriele

Liebe Gabriele,

seitdem Du diese Frage gestellt hast, grübele ich über eine Antwort nach.

Wenn sich jemand für einen Kirchenbeitritt unterscheidet, dann hat es in erster Linie mal etwas mit ihm selbst zu tun und vor allem mit seinem eigenen Glauben. Man stellt sich die Fragen "Wo stehe ich? Was ist mir wichtig? Woran glaube ich? Wonach suche ich?"

 

Religion ist für mich eher so ein "Überbegriff", eine Bezeichnung für die verschiedenen Religionen wie Christentum, Judentum usw., über verschiedene Rituale, sagt aber im Grunde nicht viel über meinen Glauben an sich aus. Ich bin katholisch, das ist meine Religion. Das ist eher so wie eine "Verpackung" und man weiß noch nicht genau, was sich darin wirklich verbirgt. Ich kann es jetzt nur mal so beschreiben, wie es mir bisher ergangen ist:

Ich habe das Gefühl, ich befinde mich mein ganzes Leben auf einem Weg zu Gott und dieser kann immer wieder seine Richtung wechseln, mal leicht, mal schwer sein. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Religion und Kirche keine große Rolle gespielt haben, das lief einfach so nebenbei. Ich bin getauft worden, allerdings evangelisch, und bin auch zur Konfirmation gegangen, weil man das eben so macht. Im Konfirmantenunterricht hab ich mich eigentlich sehr wohl gefühlt und hab das erste Mal über Glauben nachgedacht. Aber irgendwie gab es in meiner Heimatgemeinde keine besonderen Angebote für Jugendliche.

Da hat mir meine damalige Freundin von ihrer Kirche erzählt. Sie war katholisch, ging zur Kommunion und bereitete sich auf die Firmung vor. Sie war so voller Begeisterung, dass ich neugierig wurde. Sie nahm mich dann in eine Jugendgruppe in ihre Kirche mit, in der mich sofort wohl fühlte. Hier wurde man angenommen, wir hatten Spaß, bereiteten aber auch Gottesdienste vor und sprachen über unsere Gefühle für Gott. Da hab ich das erste Mal gemerkt, dass mir irgendwas in meinem Leben fehlte.

Und dann lernte ich meinen Mann kennen, genau in dieser Gemeinde, der dort schon jahrelang Ministrant war und der auch dementsprechend aufgewachsen war. Da spielte die Kirche und Gott schon immer eine Rolle.

So hat sich mein Glauben nach und nach gefestigt und ich setzte mich immer mehr mit mir und Gott auseinander. Ich engagierte mich in der Gemeinde und war dort als vollwertiges Mitglied anerkannt, obwohl ich doch eigentlich als "Evangelische" gar nicht richtig dazu gehörte.

Im Laufe der Jahre entwickelte es sich weiter, bis ich den Entschluss fasste, zu konvertieren, was ich dann auch tat. Erst da hatte ich das Gefühl, endgültig und richtig dazu zu gehören und "nach Hause gekommen zu sein". Ich fand eine Heimat und interessierte mich natürlich auch für alles, was mit dem katholischen Glauben zusammenhängt, las Bücher über Heilige, ließ mich zum Kantor, Lektor und Kommunionhelfer ausbilden und lebte meinen Glauben. Das klingt jetzt alles so nach "eitel Sonnenschein". Natürlich gab es auch Zeiten, in denen ich zweifelte, wo ich fragte: "Gott, warum lässt Du das zu?" oder "Weshalb quälst Du mich so?" Und im nachhinein denke ich, dass es wichtig ist, sich immer wieder mit seinem Glauben auseinander zu setzen und immer wieder zu fragen "Wo stehe ich? Wohin gehöre ich?"

 

Es lässt sich nur sehr schwer in Worte fassen, doch ich möchte zum Schluss noch etwas erzählen, was mir ein Firmling erzählte. In unserer Kirche gibt es ein Kirchenfenster. Auf diesem ist Gott-Vater als älterer Mann mit langem Bart dargestellt, der segnend seine Hand erhebt und auf die Gemeinde herunter schaut. Und der Firmling hat sich sehr einfach ausgedrückt und gesagt: "Wenn ich in die Kirche komme, dann schaue ich als Erstes immer hoch zu diesem Bild und zu dem alten Mann, der mir so freundlich zuwinkt!"

Und genau das ist es, hier bin ich willkommen, hier bin ich zuhause und das ist es, was für mich zählt.

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Hallo Walrossbaby,

 

danke für deine Gedanken. Ähnlich habe ich auch geantwortet.

Ich habe irgendwie das Gefühl, das in meinem leben etwas fehlt. Vielleicht das Bedürfnis nach einer "Stütze"?

Auch das Gefühl, welches der Firmling beschreibt kenne ich. Wenn ich eine Kirche betrete habe ich das Gefühl zur Ruhe zu kommen, an einem Ort zu sein an dem an dem ich durchatmen kann und ganz für mich zu sein.

 

Das sind meine Gründe, weshalb ich mich mit dem Thema Religion auseinander setze.

Es gibt aber bestimmt noch tausend andere, Bessere?

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Als erstes fiel mir ein zu schreiben, dass das von meiner Beschäftigung mit dem Islam herrührt. Dabei wurde ich von Muslimen auf die Frage gestoßen, was mein Standpunkt sei. Ich wollte mich da eigentlich nicht entscheiden, mein Standpunkt ist doch einfach das Konzept des "netten Menschen", wie oben schon angesprochen, und des friedlichen, prosperierenden Zusammenlebens. Dafür bedarf es nicht speziell des (katholischen) Christentums, wie viele nette Menschen anderen Glaubens beweisen.

 

Gute Frage, aber warum überhaupt beschäftige ich mich mit Religion? Wegen der Frage, wie Nettsein, Frieden und Wohlergehen zu schaffen seien? Es muss schon mehr sein.

 

Die Faszination des Spirituellen zum Beispiel. Ich beschäftige mich seit langem mit unterschiedlichen Religionen. Ich studierte afrikanische Religionen, um zu verstehen, wie andere Menschen "ticken", was ihre Geisteswelt ausmacht. Das ist reine Neugierde und der Versuch, anderen näher zu kommen.

 

Das Wiedererlangen der mystischen Dimension meines Lebens vielleicht, ein Gefühl der Verbundenheit mit der ganzen Welt, wie in der Kindheit. Ein Weg zum Einssein mit der Welt. Damit ich mich nicht fremd fühle, egal wo ich bin, Verwurzelung wäre noch so ein Wort.

 

Ich habe mich auch für die Romantik interessiert, in der der Mensch genau diese Dinge suchte. Interessanterweise war der Katholizismus unter Romantikern hoch im Kurs.

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Gerlinde Blosche

Ich beschäftige mich gerne mit "Religion" ,

weil mich an Jesus eigentlich schon seit meiner Kindheit faszinierte wie er mit den Menschen umging und ich deshalb immer wieder gerne Bibeltexte lese und auch gute Predigten höre -

weil ich in der Religion immer wieder Sinn und Orientierung für mein Leben finden kann, (wenn ich mir auch gerade oft das rauspicke was mir gerade gut tut, da die Worte Jesu auch Balsam für meine Seele sind) -

weil ich immer noch Antworten auf meine Fragen zu Gott und Kirche suche -

Weil es mich oft direkt danach drängt die Bibeltexte im Blick auf die Probleme unserer Zeit

zu interpretieren -

Weil ich meine Glaubens- und Lebenserfahrungen gerne mit anderen Menschen teile -

weil ich Religionen gerne vergleiche und da muss ich doch kennen was ich glaube -

weil ich einfach nicht anders kann, ich glaub mir ist diese Neugierde in die Wiege gelegt worden -

Liebe Grüße, Gerlinde

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Wenn es mir erlaubt ist....

 

Warum Religion ? Warum....

Die Suche nach Glauben aus dem Unglauben heraus, dass das Leben, Leiden, Streben, Wachsen, Sterben am Ende dem Nichts, der absoluten Sinnlosigkeit anheimfallen soll. Völlig unzureichende, wissenschaftliche Erklärungen, die aus Gefühl, Sehnsucht, Schmerz mathematische Gleichungen macht, die Liebe zum evolutionären Vorspung im Wettbewerb der Stärkeren degradiert. Das maßlose Erstaunen über das eigene Ich, das Ego, das Sich-Seiner-Bewusstsein. Und doch ist Religion nicht mehr als viel Wort.... viel Wort. Ich bin kein kluger Mann, nur soviel weiss ich, dass ich des Göttlichen bedarf.... und mehr konnte mir bisher auch keine Religion erzählen, trotz der vielen Worte in denen sie sich gefallen.

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Gute Frage, die gar nicht sooo einfach zu beantworten ist.

 

Ich komme aus einem katholischen, eher konservativen Umfeld, bin von frühester Kindheit an dementsprechend sozialisiert und hegte im Grundschulalter eine starke Faszination für Bibelgeschichten, Heiligenlegenden und ähnliches. Eine Zeitlang wollte ich damals auch Nonne werden B)

 

Als ich anfing, Dinge für mich zu hinterfragen, hatte ich zunächst ziemliche Gewissensbisse dabei; Zweifel kamen ja in meiner beschränkten Kinder-Glaubenswelt nicht vor.

 

Trotzdem blieb die Kirche, die Gemeinde immer ein Stück Heimat für mich, und ich merke immer wieder, dass mich Kirche und Glaube stark geprägt haben, angefangen bei Redewendungen oder dem Stoßgebet zum heiligen Antonius, wenn mal wieder der Schlüssel verschlampt wurde.

 

Mein Bekanntenkreis ist ziemlich gemischt, es gibt ein paar religiöse Leute darunter, der Großteil ist es eher nicht. Deshalb habe ich angefangen, im Internet den Austausch mit anderen Katholiken zu suchen, weil Glaube und Kirche doch ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens sind und ich sowohl in praktischen Fragen als auch zu inhaltlichen und philosophischen Themen gerne mal andere Meinungen höre als die aus meinem direkten Umfeld, wo viele halt in die Kirche gehen, sich aber eher selten tiefer mit bestimmten Fragen befassen.

 

Wenn sich mal, so Gott will, Kinderchen einstellen, wird es sicher auch die eine oder andere Fragestellung zur Erziehung im Glauben geben.

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Ich fand es interessant mich mit Religionen zu beschäftigen, besonders auch mit dem Judentum.

 

Die katholische Kirche fand ich auch immer schon ganz interessant, habe das allerdings nie so ganz verstanden.

Doch inzwischen gibt es ja auch Kurse, in denen der Glaube erklärt wird. Das habe ich mal mitgemacht und dann einiges mehr verstanden (obwohl ich eigentlich die Bibel ziemlich gut kenne). Aber da wäre ich nie drauf gekommen. Ich war völlig überrascht.

 

Na ja, und dann habe ich auch so richtig zum Glauben gefunden und bin jetzt auch konvertiert (mit Firmung).

 

Lg

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Religion oder Glauben sind für mich zentraler Bestandteil meines Lebens, und andererseits wesentlicher Bestandteil menschlicher Kultur. Da mischt sich persönliches Interesse mit dem Interesse der Kuwi-Bachelorette ;-)

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Liebe Forengemeinde,

 

in "Fragen und Antworten" schildert der User incognito77 im Thread "Kirchenbeitritt" seinen Weg zur Kirche.

 

Dabei wurde ihm die Frage gestellt, warum er sich mit dem Thema Religion auseinandersetzt.

 

Eine sehr individuelle Frage.

 

Wie würdet Ihr sie beantworten?

 

Ich meine damit jetzt nicht die Frage, warum Ihr Kirchensteuer zahlt und/oder Gottesdienste besucht, sondern alles, was darüber hinausgeht, das Lesen und Posten hier im Forum zum Beispiel.

 

Liebe Grüße, Gabriele

 

Ich will es etwas dramatisch ausdrücken: Für mich geht es um "sein oder nicht sein". Es gibt ja offenbar zunehmend Menschen, die sich mit dem Gedanken, einmal nicht mehr zu existieren, abfinden können. Für mich war und ist das unmöglich. Wenn ich mir vorstellen würde, nach dem Tod einfach nicht mehr zu sein, dann wäre auch mein heutiges Leben sinnlos. Wofür bin ich dann noch hier? Der Sinn des Lebens kann sich - und das ist etwas, dass ich auch innerlich stark empfinde und nicht nur intelektuell herausarbeite - nur aus dem Ewigen, Überzeitlichen, einfach von Gott, herleiten. Existiert Gott nicht, ist auch das Leben sinnlos. Empfindet man diese Sinnlosigkeit, wird einem das Leben zunehmend zur Qual.

 

Ich für mich kann sagen: Anfang, Ziel, Sinn und Freude meines Lebens ist Gott. Er ist für mich die einzige befriedigende Antwort auf die drei großen Lebensfragen: Woher komme ich, wohin gehe, was ist der Sinn meines Lebens? Ich könnte mir meine Existenz ohne ihn nicht einmal denken.

 

LG, Peter

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