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Wer seinen Vater und seine Mutter nicht hasst...


Alouette

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Hallo,

 

Ich würde gern eure Meinung wissen.

 

Folgende Situation: Ich arbeite ehrenamtlich für eine wohltätige Organsiation (hat mit Religion/Kirche nichts zu tun) und bin auf der Homepage derselben mit Foto und E-Mail vertreten. Vor einiger Zeit wurde ich - wie auch andere Mitarbeiter dieser Organisation - von einer Frau angeschrieben, die sich zunächst für unsere Arbeit interessierte. Sie war/ist sehr freundlich und wollte den Grund für mein Engagement in Erfahrung bringen, v.a. ob es eventuell christlich motiviert ist. Ich antwortete ihr (immer noch in der Hoffnung eventuell eine neue Mitarbeiterin zu gewinnen), dass es sich einfach so ergeben hat, aber dass ich auch an Gott glaube. Daraufhin hat sie mich mit einer Unmenge Bibelzitate erschlagen und von sich und ihren Freunden geschprochen, mit denen sie quasi durch Gott verbunden ist.

 

Ich dachte eigentlich, dass es sich um eine Art Freikirche handelt, aber da lag ich falsch. Sie meinte sie wären einfach "Christen" und hätten keinen weiteren Namen. Nachdem sie mir eine Homepage verlinkt hat, habe ich rausgefunden dass es sich um die sogenannte Holic-Gruppe/Holic-Sekte handelt, von der ich bisher noch nie was gehört hatte.

 

http://www.sekten-sachsen.de/holic-start.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Holic-Gruppe

 

Sie wohnen grösstenteils in Wohngruppen in Gütergemeinschaft oder treffen sich täglich, verbringen jeden Tag viele Stunden mit Bibellektüre/Diskussion (kennen sich in der Bibel sehr gut aus), sind sehr auf Heiligung und auf die Kritik der anderen bedacht. Die wahre Kirche sind sie selber, wobei sie nicht ausschliessen, dass es auch andere Christen geben kann. In der Gruppe muss Einigkeit herrschen (dafür werden Bibelstellen angeführt). Soweit ich mitbekommen habe, lehnen sie partnerschaftliche Liebe/Sex ab, weil das exklusive Beziehungen sind.

 

So weit, so schlecht, aber wesentlich erschreckender sind die Aussteigerberichte bei www.sekten-sachsen.de. Die neugeworbenen Mitglieder (zumeist christliche Jugendliche/junge Erwachsene) brechen den Kontakt zu ihrer gewohnten Umgebung und ihrer Familie ab (man muss sich von den Sündern, die ihnen nicht folgen wollen, absondern), verlieren ihre Persönlichkeit etc. Selbst Hobbys gelten da als Sünde. Nun können sie das aber mit bestimmten Bibelstellen belegen, die darauf abzielen, dass man alles hinter sich lassen und Jesus folgen soll. Was sagt man dazu?

 

Wünsche euch einen schönen 1. Advent!

Edited by Alouette
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Hallo,

 

Ich würde gern eure Meinung wissen.

 

Folgende Situation: Ich arbeite ehrenamtlich für eine wohltätige Organsiation (hat mit Religion/Kirche nichts zu tun) und bin auf der Homepage derselben mit Foto und E-Mail vertreten. Vor einiger Zeit wurde ich - wie auch andere Mitarbeiter dieser Organisation - von einer Frau angeschrieben, die sich zunächst für unsere Arbeit interessierte. Sie war/ist sehr freundlich und wollte den Grund für mein Engagement in Erfahrung bringen, v.a. ob es eventuell christlich motiviert ist. Ich antwortete ihr (immer noch in der Hoffnung eventuell eine neue Mitarbeiterin zu gewinnen), dass es sich einfach so ergeben hat, aber dass ich auch an Gott glaube. Daraufhin hat sie mich mit einer Unmenge Bibelzitate erschlagen und von sich und ihren Freunden geschprochen, mit denen sie quasi durch Gott verbunden ist.

 

Ich dachte eigentlich, dass es sich um eine Art Freikirche handelt, aber da lag ich falsch. Sie meinte sie wären einfach "Christen" und hätten keinen weiteren Namen. Nachdem sie mir eine Homepage verlinkt hat, habe ich rausgefunden dass es sich um die sogenannte Holic-Gruppe/Holic-Sekte handelt, von der ich bisher noch nie was gehört hatte.

 

http://www.sekten-sachsen.de/holic-start.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Holic-Gruppe

 

Sie wohnen grösstenteils in Wohngruppen in Gütergemeinschaft oder treffen sich täglich, verbringen jeden Tag viele Stunden mit Bibellektüre/Diskussion (kennen sich in der Bibel sehr gut aus), sind sehr auf Heiligung und auf die Kritik der anderen bedacht. Die wahre Kirche sind sie selber, wobei sie nicht ausschliessen, dass es auch andere Christen geben kann. In der Gruppe muss Einigkeit herrschen (dafür werden Bibelstellen angeführt). Soweit ich mitbekommen habe, lehnen sie partnerschaftliche Liebe/Sex ab, weil das exklusive Beziehungen sind.

 

So weit, so schlecht, aber wesentlich erschreckender sind die Aussteigerberichte bei www.sekten-sachsen.de. Die neugeworbenen Mitglieder (zumeist christliche Jugendliche/junge Erwachsene) brechen den Kontakt zu ihrer gewohnten Umgebung und ihrer Familie ab (man muss sich von den Sündern, die ihnen nicht folgen wollen, absondern), verlieren ihre Persönlichkeit etc. Selbst Hobbys gelten da als Sünde. Nun können sie das aber mit bestimmten Bibelstellen belegen, die darauf abzielen, dass man alles hinter sich lassen und Jesus folgen soll. Was sagt man dazu?

 

Wünsche euch einen schönen 1. Advent!

Liebe Alouette,

 

es steht freilich in der Schrift, das man, um Jesus nachzufolgen, alles verlassen andere verlassen soll. Was heißt das konkret:

 

Hier muss man unterscheiden zwischen 1. der persönlichen Nachfolge und 2. der moralischen Nachfolge.

 

1. eine persönliche Nachfolge Jesus ist für uns heute gar nicht möglich. Das konnten nur Menschen, die zu der Zeit Jesus gelebt haben. Die Nachfolge ist eine freiwillige Nachfolge und keine Zwangs-Nachfolge. So haben die Aposteln und viele Andere freiwillig alles hinten angesetzt, was der Lehre Jesus zuwider läuft. Denn mann kann nicht zwei Herren dienen, die gegensätzliche Standpunkte einnehmen. Denn kann man nicht dem Himmel und zugleich Hölle dienen. Diesmal ganz drastisch ausgedrückt.

 

Ganz besonders gilt das für solche die die Lehrer für ihre Mitmenschen sein sollen. Da hat Jesus gesagt: "Viele sind berufen, aber nur Wenige sind auserwählt". Das heißt doch nichts anderes: Viele oder alle sind zur Kindschaft Gottes berufen, aber nur wenige von den Berufenen werden vom HERRN als Lehrer dieser Kinder Gottes auserwählt werden.

 

2. Jeder ist zur Kindschaft Gottes berufen. Wenn aber ich den Ruf Jesus annehme, dann muss ich mir auch bewusst sein, auf was ich mich da einlasse. Das Problem ist dann, bin ich bereit, mein Verhalten so zu ändern, dass weitgehend das Wort des Herrn erfülle.

 

Das heißt nicht, dass ich mich von den Menschen absondere und mich dann in eine Gemeinschaft vergrabe, sondern das heißt: den Menschen in allem Guten zu dienen. Und das kann ich bei jeder Gelegenheit tun. Ob zu Hause, oder in der Arbeit oder sonst wo. Immer soll der Antrieb sein, den anderen Menschen im Guten nützen. Das kann aber auch bedeuten, dass ich dann mal nein sagen muss, wenn es nicht im Sinne Jesus ist.

 

In allen Gutem und Wahrem soll man Jesus nachfolgen, auch wenn wir dabei Vorteile einbüßen oder wir Nachteile einhandeln. Und das ist manchmal sehr schwer, eine solche Haltung einzunehmen. Das ist die moralische Nachfolge.

 

Aber dass wir da in eine Sekte vergraben müssen, nein das so ist das nicht gemeint. Aber wir müssen bei allen unseren Wünschen, Begierden, Leidenschaften, Denken, Fühlen und Handlungen immer hinterfragen, ob das, was wir gerade tun, im Sinne Jesus ist. Denn wen stellen wir eigentlich höher und geben wir auch mehr Gewicht: Jesus oder die Welt ?

 

Deswegen brauchen wir die Menschen nicht hassen, sondern können diese mit Liebe umfangen und wir brauchen auch nicht alle Tollheiten mitmachen, die die Welt uns bietet.

 

Das sind so meine Gedanken.

 

liebe Grüße von Oskar

Edited by rakso
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Was sagt man dazu?

 

Es geht wohl um diese Stelle:

 

Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. (Lk 14,26)

 

Die Familie hatte damals wesentlich größere Autorität über ihre Mitglieder als dies heute für gewöhnlich der Fall ist. Wenn Jesus sagt, man solle Vater und Mutter, Geschwister und Kinder verlassen um ihm nachzufolgen, so drückt er damit v.a. aus: Die Autorität Gottes steht auch über jener der Familie (insbesondere auch der der Eltern), der man grundsätzlich ja verpflichtet ist. D.h. Man kann sich vor der Nachfolge nicht drücken, indem man sich auf den Gehorsam gegnüber der Familie beruft. Klassisches Beispiel: Ein Sohn/eine Tochter ist etwa zum Ordensleben berufen, die Eltern wollen dies jedoch verhindern. Dann gilt: Nicht das Verbot der Eltern zählt, sondern der Ruf Gottes.

Das was hinter dieser Aufforderung Jesu' steckt, kommt schön in Apg 5,29 zum Ausdruck: "Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen."

 

Auf keinen Fall ist diese Weisung jedoch als ein Aufruf zu verstehen, die Familie nach eigenem Gutdünken im Stich zu lassen. Das wäre ja ein Akt der Unbarmherzigkeit und der Eigenmächtigkeit. Es geht einfach darum, bereit zu sein für den Ruf Gottes, und darauf zu vertrauen, dass dieser alles zum Guten führt, auch wenn es in manchen Situationen nicht so scheint (etwa wenn man die Familie verlassen muss).

 

So jedenfalls mein spontanen Gedanken dazu.

 

LG, Peter

Edited by peterp
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Danke schön für eure Gedanken.

 

Es ist ja nicht so, dass sie ihre Familien einfach so verlassen. Sie geben jedem die Chance ihrer "Kirche" beizutreten und wer nicht will, ist halt kein richtiger Christ. Von dem muss man sich abgrenzen, weil Jesus den Sünden auch nur die Bekehrung vorgeschlagen hat, nie aber bei ihnen verblieben ist (angeblich). Dabei gehen sie davon aus, dass in ihrer "Kirche" der heilige Geist wirkt und die Gemeinschaft sich deswegen nicht irren kann.

 

Sie verstehen das eher so wie diejenigen, die sich einer Ordensgemeinschaft anschliessen und alles in den Dienst Gottes Stellen (damit meinen sie: persönliche Heiligung, Bibelarbeit, Mission... für mehr ist in ihrem Leben kein Platz). Bloss fordern sie das von jedem Christen.

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Was sagt man dazu?

 

Was sagt denn dein gesunder Menschenverstand?

 

Dass es sich um eine üble Sekte handelt, die junge Leute, von denen sie ausgeht, dass sie für ihre Botschaft empfänglich sein könnten (Christen, Ehrenamtliche etc.) ködert. :sword:

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Was sagt man dazu?

 

Was sagt denn dein gesunder Menschenverstand?

 

Dass es sich um eine üble Sekte handelt, die junge Leute, von denen sie ausgeht, dass sie für ihre Botschaft empfänglich sein könnten (Christen, Ehrenamtliche etc.) ködert. :sword:

 

Eben. Mehr braucht man doch gar nicht zu wissen. Man kann versuchen, denjenigen zu helfen, die drohen dahineinzurutschen, ansonsten kann man nur, je nach weltanschaulicher Fasson beten oder hoffen, dass der Wahnsinn bald ein Ende findet.

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Was sagt man dazu?

Öff!Öff!

 

Dieser Herr sitzt ja öfters bei uns in der Fußgängerzone. Diese Woche allerdings ließ er sich unter Zugabe einer jüngeren Hübschheit von einem Fernsehsender in ein hiesiges Luxushotel einladen, um zu demonstrieren, daß er nicht käuflich sei natürlich...

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... aber ich denke mir, dass solang die Frau mit mir redet, sie andresweitig vielleicht weniger Schaden anrichten kann. Also habe ich sie mit einer Menge kniffliger Fragen versorgt, an denen sie und ihre Freunde jetzt zu knabbern haben, immerhin haben sie wohl noch die Hoffnung, mich für ihren Verein zu gewinnen.

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Was sagt man dazu?

Öff!Öff!

 

Dieser Herr sitzt ja öfters bei uns in der Fußgängerzone. Diese Woche allerdings ließ er sich unter Zugabe einer jüngeren Hübschheit von einem Fernsehsender in ein hiesiges Luxushotel einladen, um zu demonstrieren, daß er nicht käuflich sei natürlich...

 

Aus dem Beitrag geht hervor, dass er Verträge ablehnt, nun sind allerdings auch Schenkungsverträge Verträge. Bedrückt ihn das gar nicht?

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Was sagt man dazu?

Öff!Öff!

 

Dieser Herr sitzt ja öfters bei uns in der Fußgängerzone. Diese Woche allerdings ließ er sich unter Zugabe einer jüngeren Hübschheit von einem Fernsehsender in ein hiesiges Luxushotel einladen, um zu demonstrieren, daß er nicht käuflich sei natürlich...

 

Aus dem Beitrag geht hervor, dass er Verträge ablehnt, nun sind allerdings auch Schenkungsverträge Verträge. Bedrückt ihn das gar nicht?

 

Nö, den bestimmt nicht. Der wahre Autist hält die Welt um sich ohnedies für Phantasmagorien seines Selbst, er hätte also gar keinen Vertragspartner. Grüße, KAM

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Was sagt man dazu?

 

Was sagt denn dein gesunder Menschenverstand?

 

Dass es sich um eine üble Sekte handelt, die junge Leute, von denen sie ausgeht, dass sie für ihre Botschaft empfänglich sein könnten (Christen, Ehrenamtliche etc.) ködert. :sword:

 

Eben. Mehr braucht man doch gar nicht zu wissen. Man kann versuchen, denjenigen zu helfen, die drohen dahineinzurutschen, ansonsten kann man nur, je nach weltanschaulicher Fasson beten oder hoffen, dass der Wahnsinn bald ein Ende findet.

 

Tja, das Gruselige ist ja, dass für jemanden, der eventuell dafür empfänglich (jung, beigeisterungsfähig, eventuell von der aktuellen Gemeinde enttäuscht), das durchaus zu einer Gefahr werden kann.

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Aber sie haben auch was Gutes an sich. Sie halten sich nicht krampfhaft an jedem Mitglied fest. Inzwischen haben sie sogar den Gründer (Holic) rausgeschmissen, weil er mit irgendwas nicht einverstanden war.

Edited by Alouette
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Aber sie haben auch was Gutes an sich. Sie halten sich nicht krampfhaft an jedem Mitglied fest. Inzwischen haben sie sogar den Gründer (Holic) rausgeschmissen, weil er mit irgendwas nicht einverstanden war.

 

Das musste Jesus zum Glück nicht mehr erleben. B)

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Ich möchte ja nicht behaupten, dass jetzt Öfföff das große Vorbild für die hier diskutierte Bibelstelle ist. Tatsache ist jedoch, dass es zu allen Zeiten Menschen gab, die für ihren Glauben Konflikte mit ihren nächsten Verwandten in Kauf nahmen. Denken wir etwa an den Heiligen Franziskus, den Heiligen Niklaus von Flüe oder die Heilige Elisabeth.

Nicht zuletzt fällt mir da auch der zwölfjährige Jesus im Tempel ein ....

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Hallo Alouette,

 

vielleicht hilft das Beispiel Jesu:

Maria, seine Mutter war bei Ihm. (z.B. Hochzeit von Kanaan, unterm Kreuz)

Er heilte die Schwiegermutter von Petrus.

 

Also irgendwie sehe ich nicht,

das da so 100% der vollkommene Abbruch der Beziehung zur Familie da war.

 

Obwohl:

Wenn ich mir das Geschehen um Markus 3,31 so ansehe....

soeinfach hatte er es mit seiner Familie auch nicht.

 

gruss

peter

Edited by pmn
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Hallo,

 

Ich würde gern eure Meinung wissen.

 

Folgende Situation: Ich arbeite ehrenamtlich für eine wohltätige Organsiation (hat mit Religion/Kirche nichts zu tun) und bin auf der Homepage derselben mit Foto und E-Mail vertreten. Vor einiger Zeit wurde ich - wie auch andere Mitarbeiter dieser Organisation - von einer Frau angeschrieben, die sich zunächst für unsere Arbeit interessierte. Sie war/ist sehr freundlich und wollte den Grund für mein Engagement in Erfahrung bringen, v.a. ob es eventuell christlich motiviert ist. Ich antwortete ihr (immer noch in der Hoffnung eventuell eine neue Mitarbeiterin zu gewinnen), dass es sich einfach so ergeben hat, aber dass ich auch an Gott glaube. Daraufhin hat sie mich mit einer Unmenge Bibelzitate erschlagen und von sich und ihren Freunden geschprochen, mit denen sie quasi durch Gott verbunden ist.

 

Ich dachte eigentlich, dass es sich um eine Art Freikirche handelt, aber da lag ich falsch. Sie meinte sie wären einfach "Christen" und hätten keinen weiteren Namen. Nachdem sie mir eine Homepage verlinkt hat, habe ich rausgefunden dass es sich um die sogenannte Holic-Gruppe/Holic-Sekte handelt, von der ich bisher noch nie was gehört hatte.

 

http://www.sekten-sachsen.de/holic-start.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Holic-Gruppe

 

Sie wohnen grösstenteils in Wohngruppen in Gütergemeinschaft oder treffen sich täglich, verbringen jeden Tag viele Stunden mit Bibellektüre/Diskussion (kennen sich in der Bibel sehr gut aus), sind sehr auf Heiligung und auf die Kritik der anderen bedacht. Die wahre Kirche sind sie selber, wobei sie nicht ausschliessen, dass es auch andere Christen geben kann. In der Gruppe muss Einigkeit herrschen (dafür werden Bibelstellen angeführt). Soweit ich mitbekommen habe, lehnen sie partnerschaftliche Liebe/Sex ab, weil das exklusive Beziehungen sind.

 

So weit, so schlecht, aber wesentlich erschreckender sind die Aussteigerberichte bei www.sekten-sachsen.de. Die neugeworbenen Mitglieder (zumeist christliche Jugendliche/junge Erwachsene) brechen den Kontakt zu ihrer gewohnten Umgebung und ihrer Familie ab (man muss sich von den Sündern, die ihnen nicht folgen wollen, absondern), verlieren ihre Persönlichkeit etc. Selbst Hobbys gelten da als Sünde. Nun können sie das aber mit bestimmten Bibelstellen belegen, die darauf abzielen, dass man alles hinter sich lassen und Jesus folgen soll. Was sagt man dazu?

 

Wünsche euch einen schönen 1. Advent!

 

Ähnliches habe ich von Opus Dei Gruppen gehört die ihre Mitglieder unter Studenten rekrutieren.

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Ich möchte ja nicht behaupten, dass jetzt Öfföff das große Vorbild für die hier diskutierte Bibelstelle ist. Tatsache ist jedoch, dass es zu allen Zeiten Menschen gab, die für ihren Glauben Konflikte mit ihren nächsten Verwandten in Kauf nahmen. Denken wir etwa an den Heiligen Franziskus, den Heiligen Niklaus von Flüe oder die Heilige Elisabeth.

Nicht zuletzt fällt mir da auch der zwölfjährige Jesus im Tempel ein ....

Wie konnte ich nur die Heilige Barbara, die wir heute feiern, vergessen?

Das heutige Evangelium zur Heiligen Barbara ist genau die STelle, über die wir hier diskutieren, schließlich wurde Barbara wegen ihres christlichen Glaubens von ihrem Vater zunächst in den Turm gesperrt und später getötet.

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Wie konnte ich nur die Heilige Barbara, die wir heute feiern, vergessen?

Das heutige Evangelium zur Heiligen Barbara ist genau die STelle, über die wir hier diskutieren, schließlich wurde Barbara wegen ihres christlichen Glaubens von ihrem Vater zunächst in den Turm gesperrt und später getötet.

 

Wie gut das heutige Eltern da humaner denken und handeln, wenn ihre Kinder nicht an das Gleiche wie sie glauben wollen! :axeman:

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