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Wieviel verdient ein Priester?

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TomTom
Die Debatte geht gerade wieder einmal in eine Sackgasse: Es geht nicht um Putzhilfe oder nicht, sondern es geht letztlich um die Frage, ob die Nachfolge Jesu - und hier im besonderen Fall der "Hauptamtlichen" auch Konsequenzen für den Lebensstil haben kann. Es geht nicht um die Frage, ob ich eine Putzhilfe habe oder nicht, sondern darum, ob ich (als Mensch, der die Nachfolge Jesu zum Beruf macht), jeden erdenklichen Luxis brauche, ob ich nicht in einer gewissen Weise auch in dieser Nachfolge "Armut" leben muss.

Ob die konkret heißt, dass ich keine Putzhilfe habe, ist das Eine ... aber muss nicht die Nachfolge auch Konsequenzen für mein Leben haben?

 

Laura

Im Prinzip volle Zustimmung. Putzhilfe als Luxus, nein. Putzhilfe, um für andere Dinge freier und verfügbarer zu sein, ja.

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laura

Im Prinzip volle Zustimmung. Putzhilfe als Luxus, nein. Putzhilfe, um für andere Dinge freier und verfügbarer zu sein, ja.

 

Genau das meinte ich!!! Danke, dass Du es auf den Punkt gebracht hast ...

Und ich würde hinzufügen: Putzhilfe als Statussymbol ...

 

Laura

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Elima

Die Debatte geht gerade wieder einmal in eine Sackgasse: Es geht nicht um Putzhilfe oder nicht, sondern es geht letztlich um die Frage, ob die Nachfolge Jesu - und hier im besonderen Fall der "Hauptamtlichen" auch Konsequenzen für den Lebensstil haben kann. Es geht nicht um die Frage, ob ich eine Putzhilfe habe oder nicht, sondern darum, ob ich (als Mensch, der die Nachfolge Jesu zum Beruf macht), jeden erdenklichen Luxis brauche, ob ich nicht in einer gewissen Weise auch in dieser Nachfolge "Armut" leben muss.

Ob die konkret heißt, dass ich keine Putzhilfe habe, ist das Eine ... aber muss nicht die Nachfolge auch Konsequenzen für mein Leben haben?

 

Laura

Im Prinzip volle Zustimmung. Putzhilfe als Luxus, nein. Putzhilfe, um für andere Dinge freier und verfügbarer zu sein, ja.

 

 

 

Mir wurde von einem Pfarrhaus erzählt, in dem der "alte" Pfarrer eine Putzhilfe hatte, sein Nachfolger hielt das für Luxus, dafür Geld auszugeben. die Gemeinde sprach von Geiz, da er der Frau die Möglichkeit genommen hatte, in dieser Arbeit ein Stück erfülltes Leben (und ein paar durchaus benötigte Euros) zu finden.

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Maple

Wenn ein Pfarrer eine Haushälterin/Putzhilfe braucht, dann soll er eine haben. So, wie das jeder x-beliebige Haushalt auch entscheiden kann, aber dann soll er es auch bezahlen. Ich verstehe nicht, warum das Bistum hier noch Zuschüsse gibt.

Zum Beispiel deshalb, weil im Idealfall eine Haushälterin die Türen zum Pfarrhaus offen halten und Ansprechpartnerin für die Gemeinde sein kann, wenn der Pfarrer, wiederum im Idealfall, vergleichsweise viel unterwegs ist

Einverstanden, aber bei einer Putzhilfe für wenige Stunden in der Woche, empfinde ich einen Zuschuß als nicht notwendig. Bei (annähernd) Vollzeithaushälterinnen sollte man schauen welchen Anteil ihrer eigentlichen Arbeitszeit sie dafür aufwendet. Das ist sicherlich auch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, da evtl. auch andere Ansprechpartner vor Ort sind (Sekretärin, Gemeindereferentin, ...). Allerdings dürfte sich das in einem Bereich von 10-20%, in seltenen Fällen vielleicht auch 30% abspielen.

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kam
Mir wurde von einem Pfarrhaus erzählt, in dem der "alte" Pfarrer eine Putzhilfe hatte, sein Nachfolger hielt das für Luxus, dafür Geld auszugeben. die Gemeinde sprach von Geiz, da er der Frau die Möglichkeit genommen hatte, in dieser Arbeit ein Stück erfülltes Leben (und ein paar durchaus benötigte Euros) zu finden.

 

Geredet wird von manchen immer. In diesem Zusammenhang hab ich auch schon mal das Wort Zölibatesse gehört. Grüße, KAM

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Epicureus
Mir wurde von einem Pfarrhaus erzählt, in dem der "alte" Pfarrer eine Putzhilfe hatte, sein Nachfolger hielt das für Luxus, dafür Geld auszugeben. die Gemeinde sprach von Geiz, da er der Frau die Möglichkeit genommen hatte, in dieser Arbeit ein Stück erfülltes Leben (und ein paar durchaus benötigte Euros) zu finden.

 

 

Vielleicht wollte der neue Pfarrer auch nicht ein solches Ausmaß sozialer Kontrolle über sich ergehen lassen, das manche Pfarrhaushälterinnen ausüben. Es wäre nicht angenehm, wenn von einer solch neugierigen Weibsperson etwa die Playboy-Sammlung gefunden würde... B)

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TomTom
In diesem Zusammenhang hab ich auch schon mal das Wort Zölibatesse gehört.

 

Ist das das katholische Gegenstück zur evangelischen Pasteuse? :ph34r:

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TomTom

Mir wurde von einem Pfarrhaus erzählt, in dem der "alte" Pfarrer eine Putzhilfe hatte, sein Nachfolger hielt das für Luxus, dafür Geld auszugeben. die Gemeinde sprach von Geiz, da er der Frau die Möglichkeit genommen hatte, in dieser Arbeit ein Stück erfülltes Leben (und ein paar durchaus benötigte Euros) zu finden.

 

 

Vielleicht wollte der neue Pfarrer auch nicht ein solches Ausmaß sozialer Kontrolle über sich ergehen lassen, das manche Pfarrhaushälterinnen ausüben. Es wäre nicht angenehm, wenn von einer solch neugierigen Weibsperson etwa die Playboy-Sammlung gefunden würde... B)

*gähn*

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Udalricus

M.E. ging es hier nicht darum, ob dem Priester eine Haushälterin zu gönnen ist oder auch nicht, sondern erstmal darum, ob für ihn eine solche zum Grundbedarf gehört.

 

So habe ich das nicht verstanden.

Eigentlich schon. Udalricus hatte sich beklagt, dass ein Pfarrer, nachdem er die Ausgaben für seine Haushaltshilfe von seinem Geld abgezogen hat, keine großen Sprünge mehr machen könne. Der Ärmste.

1.) Die Haushälterin gehört sehr wohl zum Grundbedarf, damit der Pfarrer sich voll und ganz seiner Tätigkeit widmen kann.

2.) "Keine großen Sprünge machen" hat nichts mit Klagen oder arm Sein zu tun, sondern heisst normal leben können, ohne in Luxus zu schwelgen. Nicht mehr und nicht weniger.

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Beutelschneider
1.) Die Haushälterin gehört sehr wohl zum Grundbedarf, damit der Pfarrer sich voll und ganz seiner Tätigkeit widmen kann.

 

Wenn dem so ist, welchem Berufsstand sollte dann keine Haushälterin zur Verfügung stehen?

 

Nebenbei: Ist es eigentlich in der Kirche zwingend, dass Frauen als Haushälterin beschäftigt werden oder kommen da auch Männer in Frage?

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Epicureus

1.) Die Haushälterin gehört sehr wohl zum Grundbedarf, damit der Pfarrer sich voll und ganz seiner Tätigkeit widmen kann.

 

Wenn dem so ist, welchem Berufsstand sollte dann keine Haushälterin zur Verfügung stehen?

 

Nebenbei: Ist es eigentlich in der Kirche zwingend, dass Frauen als Haushälterin beschäftigt werden oder kommen da auch Männer in Frage?

 

 

Mir ist kein Fall bekannt, wo sich ein Mann als Pfarrhaushälter verdingen würde. Was aber nicht heißt, dass so mancher Priester nicht lieber einen Mann in der Position hätte. Männer sind in der Regel, was Hausarbeit angeht, nicht so kompliziert, reden weniger und schnüffeln auch nicht in anderer Leute Sachen herum.

 

Und wenn mal ein Stäubchen vergessen wurde, geht bei Männern davon auch nicht gleich das Abendland unter... B)

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Werner001

1.) Die Haushälterin gehört sehr wohl zum Grundbedarf, damit der Pfarrer sich voll und ganz seiner Tätigkeit widmen kann.

 

Wenn dem so ist, welchem Berufsstand sollte dann keine Haushälterin zur Verfügung stehen?

 

Nebenbei: Ist es eigentlich in der Kirche zwingend, dass Frauen als Haushälterin beschäftigt werden oder kommen da auch Männer in Frage?

 

 

Mir ist kein Fall bekannt, wo sich ein Mann als Pfarrhaushälter verdingen würde. Was aber nicht heißt, dass so mancher Priester nicht lieber einen Mann in der Position hätte. Männer sind in der Regel, was Hausarbeit angeht, nicht so kompliziert, reden weniger und schnüffeln auch nicht in anderer Leute Sachen herum.

 

Und wenn mal ein Stäubchen vergessen wurde, geht bei Männern davon auch nicht gleich das Abendland unter... B)

5 Euro in die Chauvikasse!

 

Werner

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Julius

M.E. ging es hier nicht darum, ob dem Priester eine Haushälterin zu gönnen ist oder auch nicht, sondern erstmal darum, ob für ihn eine solche zum Grundbedarf gehört.

 

So habe ich das nicht verstanden.

Eigentlich schon. Udalricus hatte sich beklagt, dass ein Pfarrer, nachdem er die Ausgaben für seine Haushaltshilfe von seinem Geld abgezogen hat, keine großen Sprünge mehr machen könne. Der Ärmste.

 

Ja, na dann.

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Epicureus

1.) Die Haushälterin gehört sehr wohl zum Grundbedarf, damit der Pfarrer sich voll und ganz seiner Tätigkeit widmen kann.

 

Wenn dem so ist, welchem Berufsstand sollte dann keine Haushälterin zur Verfügung stehen?

 

Nebenbei: Ist es eigentlich in der Kirche zwingend, dass Frauen als Haushälterin beschäftigt werden oder kommen da auch Männer in Frage?

 

 

Mir ist kein Fall bekannt, wo sich ein Mann als Pfarrhaushälter verdingen würde. Was aber nicht heißt, dass so mancher Priester nicht lieber einen Mann in der Position hätte. Männer sind in der Regel, was Hausarbeit angeht, nicht so kompliziert, reden weniger und schnüffeln auch nicht in anderer Leute Sachen herum.

 

Und wenn mal ein Stäubchen vergessen wurde, geht bei Männern davon auch nicht gleich das Abendland unter... B)

5 Euro in die Chauvikasse!

 

Werner

 

 

 

Wollte eben auch mal ein dreckiges Chauvischwein sein...menno! :)

 

PS: Muss man denn hier jeden Beitrag, den man nicht ernstmeint, gleich an mehreren Stellen mit Ironiesmilies kennzeichnen? :)

 

Ich bekenne hiermit: Ja, es gibt sowohl weibliche wie auch männliche hysterische Putzteufel! Und ich wünschte, mein Mann wäre so einer - *ironiemodusan* dann sähe unsere Bude manchmal nicht so heruntergekommen aus *ironiemdusoff*...

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Julius
Dich nicht, aber wenn man davon ausgeht, dass ich die Hilfe eigentlich nicht nötig habe, wie jemand über die Gattin des Oberstudienrats oben schrieb, muss ich doch in andere Richtung Überzeugungsarbeit leisten. B)

 

Jetzt hör aber bitte auf, das war eine sarkastische Anmerkung. Wir haben auch eine Putzhilfe, die wir eigentlich "nicht nötig" haben. Aber wie komme ich dann dazu darüber zu befinden, dass der Pfarrer als Single keine braucht und selber putzen kann.

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Elima

Dich nicht, aber wenn man davon ausgeht, dass ich die Hilfe eigentlich nicht nötig habe, wie jemand über die Gattin des Oberstudienrats oben schrieb, muss ich doch in andere Richtung Überzeugungsarbeit leisten. B)

 

Jetzt hör aber bitte auf, das war eine sarkastische Anmerkung. Wir haben auch eine Putzhilfe, die wir eigentlich "nicht nötig" haben. Aber wie komme ich dann dazu darüber zu befinden, dass der Pfarrer als Single keine braucht und selber putzen kann.

 

Gut!

 

(Aber weißt du, ein solcher Vorwurf wurde mir im RL schon häufiger gemacht. ganz ohne Ironie, und da wird man halt etwas (zu) hellhörig).

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Julius
Die Debatte geht gerade wieder einmal in eine Sackgasse: Es geht nicht um Putzhilfe oder nicht, sondern es geht letztlich um die Frage, ob die Nachfolge Jesu - und hier im besonderen Fall der "Hauptamtlichen" auch Konsequenzen für den Lebensstil haben kann. Es geht nicht um die Frage, ob ich eine Putzhilfe habe oder nicht, sondern darum, ob ich (als Mensch, der die Nachfolge Jesu zum Beruf macht), jeden erdenklichen Luxis brauche, ob ich nicht in einer gewissen Weise auch in dieser Nachfolge "Armut" leben muss.

Ob die konkret heißt, dass ich keine Putzhilfe habe, ist das Eine ... aber muss nicht die Nachfolge auch Konsequenzen für mein Leben haben?

 

Konsequenzen für Dein Leben, ja. Wie kommst Du aber dazu, anderen, auch wenn es Pfarrer sind, Deine Konsequenzen aufzuerlegen? Ob Zugehfrau oder Dienstwohnung. Wenn Du meinst, mit einer 40-Quadratmeter-Wohnung auszukommen, dann besorge Dir eine. Aber mit dem Finger auf die Dienstwohnung des Pfarrers mit den 120 Quadratmetern zu zeigen, die der Pfarrer selbst wahrscheinlich gar nicht fordert, das ist Neid.

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Julius
Kann man Christsein glaubwürdig leben, wenn man derart saturiert und selbstgefällig durchs Leben geht?

 

Jemanden als "saturiert und selbstgefällig" zu bezeichnen, nur weil er ein ordentliches Gehalt bezieht´: das ist auch nichts anderes als Neid.

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Moriz

Zur Frage Pfarrer und Putzhilfe:

 

Vielleicht ist es auch die Frage, wie viel Zeit ein Priester für seinen Beruf aufwendet. Bei 40 Wochenstunden kann man locker selber putzen (und einkaufen, und kochen, und...), bei 50-60 vielleicht auch noch.

Aber wie viel arbeitet ein Pfarrer, der drei bis fünf Landgemeinden betreut?

Und: Ein Priester muß auch (genug) Zeit für seine Spiritualität aufwenden - gute Beziehungen kosten Zeit, auch die mit Gott. Und die ist für einen Priester "lebens"wichtig!

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Julius
(Aber weißt du, ein solcher Vorwurf wurde mir im RL schon häufiger gemacht. ganz ohne Ironie, und da wird man halt etwas (zu) hellhörig).

 

Was auch mit mimosenhaft umschrieben werden kann. B)

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Elima

(Aber weißt du, ein solcher Vorwurf wurde mir im RL schon häufiger gemacht. ganz ohne Ironie, und da wird man halt etwas (zu) hellhörig).

 

Was auch mit mimosenhaft umschrieben werden kann. B)

 

 

 

Wenn du meinst! Meine Nehmerqualitäten haben im Laufe meines Lebens etwas abgenommen.

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Julius

(Aber weißt du, ein solcher Vorwurf wurde mir im RL schon häufiger gemacht. ganz ohne Ironie, und da wird man halt etwas (zu) hellhörig).

 

Was auch mit mimosenhaft umschrieben werden kann. B)

 

Wenn du meinst! Meine Nehmerqualitäten haben im Laufe meines Lebens etwas abgenommen.

 

Von mir kann ich das Gegenteil behaupten. :)

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laura
(Aber weißt du, ein solcher Vorwurf wurde mir im RL schon häufiger gemacht. ganz ohne Ironie, und da wird man halt etwas (zu) hellhörig).

 

Ich habe - zum Glück - den Vorwurf noch nie gehört, zumindest nicht von Schülern.

 

Aber was würde mich daran hindern zu sagen: "Ja, ich lebe auch nicht so arm wie Jesus. Ich fahre Auto und reite nicht auf einem Esel. Aber ich denke immer wieder darüber nach, wie mein Konsumverhalten ist und ich versuche, überflüssigen Konsum zu vermeiden und bei meinem Einkaufsverhalten z.B. auf gerechte Arbeitsbedingungen und faire Preise für die Produzenten zu achten. Ich bin auch nicht perfekt - und ich kann und will mich aus der Gesellschaft hier nicht ganz rausnehmen - aber ich versuche, etwas "alternativ" zu leben."

 

Laura

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Elima

 

(Aber weißt du, ein solcher Vorwurf wurde mir im RL schon häufiger gemacht. ganz ohne Ironie, und da wird man halt etwas (zu) hellhörig).

 

Ich habe - zum Glück - den Vorwurf noch nie gehört, zumindest nicht von Schülern.

 

Aber was würde mich daran hindern zu sagen: "Ja, ich lebe auch nicht so arm wie Jesus. Ich fahre Auto und reite nicht auf einem Esel. Aber ich denke immer wieder darüber nach, wie mein Konsumverhalten ist und ich versuche, überflüssigen Konsum zu vermeiden und bei meinem Einkaufsverhalten z.B. auf gerechte Arbeitsbedingungen und faire Preise für die Produzenten zu achten. Ich bin auch nicht perfekt - und ich kann und will mich aus der Gesellschaft hier nicht ganz rausnehmen - aber ich versuche, etwas "alternativ" zu leben."

 

Laura

 

 

 

Der Vorwurf ging auch nur in Richtung Haushaltshilfe (2-3Std die Woche). Ich bin nicht schwindelfrei und auch beim Bücken komme ich schlecht hoch, mein Gewissen ist hier unbelastet, aber wenn man dann häufiger vorgeworfen bekommt, dass man jetzt nach der Pensionierung doch Zeit genug hätte und wohl nur zu bequem sei, nervt das schon.

 

 

 

Sonst bemühe ich mich auch, bevorzuge Produkte aus der Gegend (soweit möglich) und fahre auch nur ein kleines Auto (VW Fox). Nein, dieser Lebensstil wurde nie als zu üppig kritisiert und von damaligen oder inzwischen ehemaligen Schülern schon gar nicht.

 

Ich denke schon, dass da niemand eine schwer zu verstehende Diskrepanz zwischen Lehre und Leben kritisiert hatte, auch kein "aliud in pectore, aliud in lingua".

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peterp
Zur Frage Pfarrer und Putzhilfe:

 

Vielleicht ist es auch die Frage, wie viel Zeit ein Priester für seinen Beruf aufwendet. Bei 40 Wochenstunden kann man locker selber putzen (und einkaufen, und kochen, und...), bei 50-60 vielleicht auch noch.

Aber wie viel arbeitet ein Pfarrer, der drei bis fünf Landgemeinden betreut?

Und: Ein Priester muß auch (genug) Zeit für seine Spiritualität aufwenden - gute Beziehungen kosten Zeit, auch die mit Gott. Und die ist für einen Priester "lebens"wichtig!

 

Bei 60 Wochenstunden noch den Haushalt führen?

Nachdem der Sonntag dafür ausfällt, müsste der Pfarrer nach einem 10 Stundentag noch putzen, wäschewaschen, bügeln, etc. - und das bis ins hohe Alter. Was hier nämlich auch nicht erwähnt wird, ist, dass Priester nicht mit 65 in Ruhestand treten. Voller Dienst bis 75 ist keine Seltenheit und angesichts des Priestermangels sieht man z. T. auch noch deutlich ältere Semster im Einsatz.

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