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Ottoss

Niederer Klerus

15 Beiträge in diesem Thema

Frage:

 

Wann wurde der Begriff/Funktion von wem abgeschafft und ggf. warum?

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Bei den katholen wurden die niederen Weihen 1972 von Paul VI. abgeschafft. Die Ostkirchen haben sie allerdings bis heute.

bearbeitet von Explorer

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es gibt keinen niederen klerus, sondern es gab nur niedere weihen. die niederen weihen wurden 1972 abgeschafft. dabei handelt es sich um die weihe zum

 

ostiarier (türsteher)

lektor

exorzisten

akolythen

subdiakon

 

die drei "höheren weihen" sind dann

 

diakon

priester

bischof.

 

warum wurden die weihen abgeschafft!? hm.... genau weiß ich das nicht. vielleicht weil man merkte, daß es unangebracht war.

es sind davon bis heute geblieben: lektorat und akolythat. diese beiden dienste werden heute nicht mehr als "weihe", sondern als beaufragung verstanden. in deutschland wird man zum lektor und akolythen nur dann beauftragt, wenn man priester oder diakon werden will.

 

vorsicht: es gibt einen unterschied zwischen dem "einfachen" lektor in der gemeinde und dem vom bischof beauftragten...

der lektor der gemeinde wird auf eine gemeinde hin mit dem dienst betraut. der beauftragte lektor bekommt einen generellen auftrag. genau so ist es beim akolythat. wenn ich kommunionhelfer bin, werde ich auf eine gemeinde hin beauftragt, beim akolythat darf ich überall...

bearbeitet von Stefan Mellentin

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Du dürftest das als Gegenbegriff zum "höheren Klerus" gebildet haben, ich bin mir aber nicht sicher, ob es diese Bezeichnung (niederer Klerus) tatsächlich gegeben hat und man nicht einfach nur von "Klerus" und "höherem Klerus" gesprochen hat. Unter dem höheren Klerus wurde meines Wissens nach alles ab dem Prälaten verstanden, und das gibt es ja auch heute noch, nur nennt man es wohl nicht mehr so häufig so.

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vorsicht: es gibt einen unterschied zwischen dem "einfachen" lektor in der gemeinde und dem vom bischof beauftragten...

der lektor der gemeinde wird auf eine gemeinde hin mit dem dienst betraut. der beauftragte lektor bekommt einen generellen auftrag. genau so ist es beim akolythat. wenn ich kommunionhelfer bin, werde ich auf eine gemeinde hin beauftragt, beim akolythat darf ich überall...

Soweit ich weiß, werden in unserem Bistum alle Lektoren und Kommunionhelfer mit einem für die ganze Diözese gültigen Auftrag des Bischofs. Ich weiß aber dass das nicht in allen Bistümern so ist.

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Du dürftest das als Gegenbegriff zum "höheren Klerus" gebildet haben, ich bin mir aber nicht sicher, ob es diese Bezeichnung (niederer Klerus) tatsächlich gegeben hat und man nicht einfach nur von "Klerus" und "höherem Klerus" gesprochen hat. Unter dem höheren Klerus wurde meines Wissens nach alles ab dem Prälaten verstanden, und das gibt es ja auch heute noch, nur nennt man es wohl nicht mehr so häufig so.
Bei uns beginnen Grabansprachen von Vereinsvertretern grundsätzlich mit: "Hohe Geistlichkeit! Verehrte Trauergäste!" Ich halte das aber für blanken Unsinn, da ein einfacher Pfarrer keine "Hohe Geistlichkeit" darstellt, von der Veraltetheit der Anrede ganz abgesehen.

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Du dürftest das als Gegenbegriff zum "höheren Klerus" gebildet haben, ich bin mir aber nicht sicher, ob es diese Bezeichnung (niederer Klerus) tatsächlich gegeben hat und man nicht einfach nur von "Klerus" und "höherem Klerus" gesprochen hat. Unter dem höheren Klerus wurde meines Wissens nach alles ab dem Prälaten verstanden, und das gibt es ja auch heute noch, nur nennt man es wohl nicht mehr so häufig so.

Bei uns beginnen Grabansprachen von Vereinsvertretern grundsätzlich mit: "Hohe Geistlichkeit! Verehrte Trauergäste!" Ich halte das aber für blanken Unsinn, da ein einfacher Pfarrer keine "Hohe Geistlichkeit" darstellt, von der Veraltetheit der Anrede ganz abgesehen.

 

Solche Grabreden von Vereinsvertretern sind als sprachliche Fossilien immer interessant. - Wer aber mal einen postsozialistischen Trauerredner im Osten erlebt hat, den erschüttert da gar nichts mehr. Dann zehnal lieber "Hohe Geistlichkeit." Grüße, KAM

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vorsicht: es gibt einen unterschied zwischen dem "einfachen" lektor in der gemeinde und dem vom bischof beauftragten...

der lektor der gemeinde wird auf eine gemeinde hin mit dem dienst betraut. der beauftragte lektor bekommt einen generellen auftrag. genau so ist es beim akolythat. wenn ich kommunionhelfer bin, werde ich auf eine gemeinde hin beauftragt, beim akolythat darf ich überall...

Soweit ich weiß, werden in unserem Bistum alle Lektoren und Kommunionhelfer mit einem für die ganze Diözese gültigen Auftrag des Bischofs. Ich weiß aber dass das nicht in allen Bistümern so ist.

 

 

na da forsche nochmal genau nach. kirchenrechtskonform wäre das nicht. eine beauftragung des bischofs für einen lektor oder kommunionhelfer gilt auf eine gemeinde hin und nicht generell.

 

ein beauftragter akolyth oder lektor im sinne des kirchenrechts darf, mit zustimmung, auch außerhalb des bistums lesen oder austeilen.

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Solche Grabreden von Vereinsvertretern sind als sprachliche Fossilien immer interessant. - Wer aber mal einen postsozialistischen Trauerredner im Osten erlebt hat, den erschüttert da gar nichts mehr. Dann zehnal lieber "Hohe Geistlichkeit." Grüße, KAM

 

Das ist leider nur allzu wahr. Aber das blüht dem Westen auch langsam. Schade.

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Der Begriff scheint zu schillern. Sicher ist eigentlich nur, daß man frühestens mit der Annahme als Weihekandidat zum Kleriker wird, also mit der Admissio bzw. Tonsur (im alten Ritus). Etwas kurios ist in diesem Zusammenhang, daß heute die Ministeria, früher niederen Weihen, Lektorat und Akolythat auch schon vor der Admissio gespendet werden. Ich kenne den Begriff in dem Sinn, daß einfache Pfarrgeistliche und Ordensleute als niederer, Prälaten, Bischöfe und Äbte als höherer Klerus galten.

Bei einer Priesterbeerdigung habe ich es allerdings auch schon erlebt, daß ein Pfarrer einen Zisterzienserabt (mit weißem Pileolus) auf das Staunen der Leute hinwies: "Ej, die denken alle, Du bist der Papst." Der Abt antwortete darauf: "Quatsch, wir sind niederster Klerus." B)

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Der Begriff scheint zu schillern. Sicher ist eigentlich nur, daß man frühestens mit der Annahme als Weihekandidat zum Kleriker wird, also mit der Admissio bzw. Tonsur (im alten Ritus). Etwas kurios ist in diesem Zusammenhang, daß heute die Ministeria, früher niederen Weihen, Lektorat und Akolythat auch schon vor der Admissio gespendet werden. Ich kenne den Begriff in dem Sinn, daß einfache Pfarrgeistliche und Ordensleute als niederer, Prälaten, Bischöfe und Äbte als höherer Klerus galten.

Bei einer Priesterbeerdigung habe ich es allerdings auch schon erlebt, daß ein Pfarrer einen Zisterzienserabt (mit weißem Pileolus) auf das Staunen der Leute hinwies: "Ej, die denken alle, Du bist der Papst." Der Abt antwortete darauf: "Quatsch, wir sind niederster Klerus." B)

 

soweit ich weiß steht die admissio in vielen länder am beginn der priesterausbildung. ab diesem zeitpunkt kann/darf/soll man auch priesterkleidung tragen.

in deutschland allerdings wird die admissio erst kurz vor der diakonatsweihe erteilt. das ist halt partikularnorm.

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Solche Grabreden von Vereinsvertretern sind als sprachliche Fossilien immer interessant.
jou.

 

 

 

"Und so legen wir denn dieses Grab an Deinem Kranz nieder ..."

 

 

 

ich hab nicht gelacht, weil ich im Dienst war. Außerdem war das, das hab ich gespürt, aus dem Herzen gesprochen, ganz unsicher, aber aus dem Herzen. Und was aus dem Herzen kommt, stimmt.

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Aus dem schönen Buch AnEckdotendes Passauer Domkapitulars stammt die Geschichte von der Trauerrede mit den salbungsvollen Worten: " Meege iehm die Erde leicht sein" und dem vernehmlichen aside des Rottaler Pfarrers: "bsonders heut, wo's so loamig is".

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vorsicht: es gibt einen unterschied zwischen dem "einfachen" lektor in der gemeinde und dem vom bischof beauftragten...

der lektor der gemeinde wird auf eine gemeinde hin mit dem dienst betraut. der beauftragte lektor bekommt einen generellen auftrag. genau so ist es beim akolythat. wenn ich kommunionhelfer bin, werde ich auf eine gemeinde hin beauftragt, beim akolythat darf ich überall...

Soweit ich weiß, werden in unserem Bistum alle Lektoren und Kommunionhelfer mit einem für die ganze Diözese gültigen Auftrag des Bischofs. Ich weiß aber dass das nicht in allen Bistümern so ist.

 

 

in werktagsmessen mit wenigen besuchern geht der pfarrer einfach auf einen ministranten zu und fragt ob er sich traut zu lesen...

 

es wird auch oft mit tic tac toe ausgelost ect

:k035:

 

also derart formell geht es bei uns im bistum eichstaett nicht zu

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in werktagsmessen mit wenigen besuchern geht der pfarrer einfach auf einen ministranten zu und fragt ob er sich traut zu lesen...

 

es wird auch oft mit tic tac toe ausgelost ect

:k035:

 

also derart formell geht es bei uns im bistum eichstaett nicht zu

 

 

du brauchst dir nicht gleich den schädel einschlagen. das ist dann eine sogenannte "ad-hoc-beauftragung", die durch den zelebranten immer möglich ist. die gilt aber im prinzip im einzelfall. man mag auch meinen: bis zum widerspruch des pfarrers.

bearbeitet von Stefan Mellentin

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