David

Argumente gegen Homosexualität

1.689 Beiträge in diesem Thema

Die Anzahl der Mitglieder in diesem Forum, die Homosexualität für verwerflich halten, ist überschaubar. Trotzdem lohnt es sich vielleicht, das Thema einmal an diesem Ort anzusprechen.

 

Mich interessiert, ob jemand sich imstande sieht, mit einem vernünftigen Argument gegen Homosexualität aufzuwarten. Ein vernünftiges Argument ist vor allen Dingen ein Argument, das aus mehr besteht als der bloßen Behauptung, Homosexualität sei GOTT ein Gräuel.

 

Das einzige Argument, das mir bis jetzt untergekommen ist, ist der Hinweis darauf, dass Homosexualität unnatürlich sei. Dieses Argument ist aber aus mehreren Gründen nicht besonders glücklich.

 

Erstens ist es sehr fraglich, ob es irgendeine interessante, nicht völlig - unnatürliche Definition des Wortes "unnatürlich" gibt, von der ausgehend man überhaupt sagen kann, dass Homosexualität unnatürlich ist.

Wenn "natürlich" das ist, was nicht von Kultur und Erziehung abhängt, dann ist Homosexualität ganz bestimmt nicht unnatürlich. Denn man kann sie in allen Kulturen und Epochen bei relativ gleichbleibender Häufigkeit antreffen; es gilt sogar als gesichert, dass die sexuelle Ausrichtung spätestens ab der frühesten Kindheit feststeht und nicht das Resultat einer besonderen Umweltprägung ist.

Wenn "natürlich" das ist, was "in der Natur" vorkommt, dann ist Homosexualität ebenfalls nicht unnatürlich - denn sie findet sich bei erstaunlich vielen Tierarten.

 

Ein Gegner von Homosexualität wird vielleicht sagen, dass er das Wort "natürlich" nicht in diesen trivialen Bedeutungen verwendet. Er meint mit "natürlich" nicht das, was der Mensch tatsächlich tut, sondern was er tun soll, was ihm gemäß ist, was in seinem Wesen liegt etc. Aber wenn einer so redet: Hat das Wort "natürlich" aus seinem Mund dann überhaupt noch eine klar angebbare Bedeutung? Ist es nicht bloß ein Synonym für "richtig"?

 

Zweitens: Auch wenn Homosexualität in irgendeinem nicht-zirkulären Sinne unnatürlich sein sollte, wäre mir immer noch völlig schleierhaft, inwiefern das ein Argument abgeben könnte. Zumindest für den Menschen. Homophobe Schimpansen oder Löwen mögen ja so argumentieren, aber der Mensch ist nun einmal das unnatürlichste Tier auf der Erde. Es gibt vermutlich keinen Teil unseres Körpers, den wir nicht auf irgendeine widernatürliche Weise benutzen. Zunge, Gaumen, Magendarmtrakt werden missbraucht, um zu schlemmen; die Ohren werden missbraucht, um Musik zu hören; die Lungen müssen bei vielen Menschen giftigen Rauch inhalieren; das Gehirn wird mit Alkohol, Philosophie und Hirtenbriefen malträtiert. Alles hochgradig widernatürlich!

Wenn nun Homosexualität schlecht ist, weil und insofern sie in einem widernatürlichen Gebrauch des eigenen Körpers besteht, warum ist dann das Verschmausen einer Tüte Gummibärchen oder das Rauchen einer Zigarette nicht ebenso sündhaft?

 

Aber das war ja nur das Argument "aus der Unnatürlichkeit". Vielleicht gibt es ja ganz andere, bessere Argumente.

 

(Neu ist das Thema natürlich nicht. Das ist mir klar.)

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Wenn man vorhat, den ganzen Planeten mit Menschen vollzumüllen, um den Untergang der Menschheit schneller herbeizuführen, ist Homosexualität natürlich defätistische Projektverschleppung.

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Wenn man vorhat, den ganzen Planeten mit Menschen vollzumüllen, um den Untergang der Menschheit schneller herbeizuführen, ist Homosexualität natürlich defätistische Projektverschleppung.

 

Stimmt. Zölibatäres Priestertum allerdings ebenfalls.

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Wenn man vorhat, den ganzen Planeten mit Menschen vollzumüllen, um den Untergang der Menschheit schneller herbeizuführen, ist Homosexualität natürlich defätistische Projektverschleppung.

 

Nein. Diesem Projekt steht nur gewollte Nichtfortpflanzung entgegen oder ungewollte Unfruchtbarkeit. Selbst wenn 100% aller Männer und Frauen homosexuell wären, wäre das noch kein Grund, sie daran zu hindern, den Planeten "mit Menschen vollzumüllen".

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Wenn man vorhat, den ganzen Planeten mit Menschen vollzumüllen, um den Untergang der Menschheit schneller herbeizuführen, ist Homosexualität natürlich defätistische Projektverschleppung.

 

Ist das deine einzige Sicht der Dinge?

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Wenn man vorhat, den ganzen Planeten mit Menschen vollzumüllen, um den Untergang der Menschheit schneller herbeizuführen, ist Homosexualität natürlich defätistische Projektverschleppung.

 

Stimmt. Zölibatäres Priestertum allerdings ebenfalls.

 

 

wobei sich die frage stellt, WENN homosexualität, vor allem, wenn sie praktiziert wird, unnatürlich und deswegen sündhaft ist, wieso ist es dann der zölibat, der ja auch dem auftrag, sich fortzupflanzen nicht folgt, offensichtlich auch nicht in der natur vorgesehen ist, insofern widernatürlich ist, wieso also ist es dann der zölibat nicht?

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Wenn man vorhat, den ganzen Planeten mit Menschen vollzumüllen, um den Untergang der Menschheit schneller herbeizuführen, ist Homosexualität natürlich defätistische Projektverschleppung.

 

Stimmt. Zölibatäres Priestertum allerdings ebenfalls.

 

 

wobei sich die frage stellt, WENN homosexualität, vor allem, wenn sie praktiziert wird, unnatürlich und deswegen sündhaft ist, wieso ist es dann der zölibat, der ja auch dem auftrag, sich fortzupflanzen nicht folgt, offensichtlich auch nicht in der natur vorgesehen ist, insofern widernatürlich ist, wieso also ist es dann der zölibat nicht?

Huch, mit dieser Frage gehst Du aber auf dünnes Eis. Hältst Du den Zölibat für natürlich?

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Wenn man vorhat, den ganzen Planeten mit Menschen vollzumüllen, um den Untergang der Menschheit schneller herbeizuführen, ist Homosexualität natürlich defätistische Projektverschleppung.

 

Stimmt. Zölibatäres Priestertum allerdings ebenfalls.

 

 

wobei sich die frage stellt, WENN homosexualität, vor allem, wenn sie praktiziert wird, unnatürlich und deswegen sündhaft ist, wieso ist es dann der zölibat, der ja auch dem auftrag, sich fortzupflanzen nicht folgt, offensichtlich auch nicht in der natur vorgesehen ist, insofern widernatürlich ist, wieso also ist es dann der zölibat nicht?

Huch, mit dieser Frage gehst Du aber auf dünnes Eis. Hältst Du den Zölibat für natürlich?

 

 

versteh ich nicht, ich halte den zölibat nicht für natürlich, aber durchaus auch nicht für unmoralisch.

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Ich möchte gerne eine rationale Antwort versuchen:

 

Es geht letztlich um die Frage, ob es eine sinnvolle Verwendung des Sexualtriebes gibt, die unabhängig von Gelüsten und Konventionen ist.

In der katholischen Kirche hat sich die Überzeugung entwickelt, dass das Praktizieren von Sexualität nur dann ihrem inneren Wesen entspricht, wenn sie in einer auf Dauer angelegten Beziehung auf die Entstehung neues Leben gerichtet ist, also im ehelichen Geschlechtsverkehr.

Alle anderen Praktiken wie vorehelicher Sex, Onanie, Prostitution, Gruppensex, Sodomie u.v.a.m. sind daher - mehr oder weniger - als Fehlformen zu werten. Hierzu ist eben auch die ausgeübte Homosexualität zu rechnen. Alle diese anderen Weisen, mit Sexualität umzugehen, führen daher auch auf Dauer zu mentalen Konsequenzen bei denen, die sie ausüben. Notorische Selbstbefriediger etwa werden autistischer und verlieren an Empathie, bei praktizierenden Homosexuellen fällt bisweilen eine Überempfindlichkeit auf, die leicht in Aggression umschlagen kann.

Genaueres könnten uns Psychologen und Psychiater sagen, die sich längere Zeit vorurteilsfrei mit diesen Dingen beschäftigt haben. (Wen ich dabei etwa im Auge habe, sage ich lieber nicht, da krieg ich nur wieder Häme übergegossen! B) )

Was mir wichtig zu ergänzen ist, ist der fatale Umstand, dass die Kirche lange alles Sünden gegen das sechste Gebot als "schwer" und besonders verurteilenswert angesehen hat. Das hängt ihr heute noch negativ nach, auch wenn sie es heute differenzierter sieht: In einem Schreiben der Glaubenskongregation über Seelsorge an Homosexuellen (ca. 1990?) heisst es sinngemäß, dass äußere und innere Zwänge und Umstände dazu führen können, dass Homosexuellen das Ausleben ihrer Neigung nur geringfügig bis gar nicht als Sünde angerechnet werden können, auch wenn es sich objektiv um eine solche handelt.

 

Ich weiss, dass ich das Problem damit nicht umfassend behandelt habe, aber ein Anfang ist gemacht ...

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Wenn man vorhat, den ganzen Planeten mit Menschen vollzumüllen, um den Untergang der Menschheit schneller herbeizuführen, ist Homosexualität natürlich defätistische Projektverschleppung.

 

Stimmt. Zölibatäres Priestertum allerdings ebenfalls.

 

 

wobei sich die frage stellt, WENN homosexualität, vor allem, wenn sie praktiziert wird, unnatürlich und deswegen sündhaft ist, wieso ist es dann der zölibat, der ja auch dem auftrag, sich fortzupflanzen nicht folgt, offensichtlich auch nicht in der natur vorgesehen ist, insofern widernatürlich ist, wieso also ist es dann der zölibat nicht?

Huch, mit dieser Frage gehst Du aber auf dünnes Eis. Hältst Du den Zölibat für natürlich?

 

 

versteh ich nicht, ich halte den zölibat nicht für natürlich, aber durchaus auch nicht für unmoralisch.

Ich verstehe Dein Posting jetzt erst - Deine Frage "wieso also ist es dann der zölibat nicht" bezog sich nicht auf das "unnatürlich", sondern auf das "sündhaft". Sorry, my fault.

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Ich weiss, dass ich das Problem damit nicht umfassend behandelt habe, aber ein Anfang ist gemacht ...

 

Ein ziemlich sexlastiger Anfang. OK, es heisst ja auch Homosexualität, aber da geht es doch nicht nur um Sex. Ich finde diese Fokussierung auf das Thema Sex ein wenig seltsam. Heterosexuelle Paare reduziert man ja auch nicht auf ihre Sexualität, eher im Gegenteil. Dort, wo in der Familie und im Freundeskreis eines Paares die Partnerschaft mal im Mittelpunkt steht, z.B. bei einer Verlobungs- oder Hochzeitsfeier, geht es eigentlich kaum um das Sexualleben der Beteiligten.

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bei praktizierenden Homosexuellen fällt bisweilen eine Überempfindlichkeit auf, die leicht in Aggression umschlagen kann.

Also den Scheiß hör ich auch zum ersten Mal.

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Ich weiss, dass ich das Problem damit nicht umfassend behandelt habe, aber ein Anfang ist gemacht ...

 

Ein ziemlich sexlastiger Anfang. OK, es heisst ja auch Homosexualität, aber da geht es doch nicht nur um Sex. Ich finde diese Fokussierung auf das Thema Sex ein wenig seltsam. Heterosexuelle Paare reduziert man ja auch nicht auf ihre Sexualität, eher im Gegenteil. Dort, wo in der Familie und im Freundeskreis eines Paares die Partnerschaft mal im Mittelpunkt steht, z.B. bei einer Verlobungs- oder Hochzeitsfeier, geht es eigentlich kaum um das Sexualleben der Beteiligten.

Mit den anderen Dingen, die zwischen Gleichgeschlechtlichen laufen, hat ja auch die Kirche nicht unbedingt Probleme.

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bei praktizierenden Homosexuellen fällt bisweilen eine Überempfindlichkeit auf, die leicht in Aggression umschlagen kann.

Also den Scheiß hör ich auch zum ersten Mal.

Was bist Du denn so aggressiv?

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Mit den anderen Dingen, die zwischen Gleichgeschlechtlichen laufen, hat ja auch die Kirche nicht unbedingt Probleme.

 

Die Kirche hat in dieser Hinsicht eigentlich gar kein Problem, sie behauptet nur, eins zu haben. Was geht es die Kirche an, was unbescholtene Bürger hinter verschlossenen Türen machen?

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Ich möchte gerne eine rationale Antwort versuchen:

 

Es geht letztlich um die Frage, ob es eine sinnvolle Verwendung des Sexualtriebes gibt, die unabhängig von Gelüsten und Konventionen ist.

In der katholischen Kirche hat sich die Überzeugung entwickelt, dass das Praktizieren von Sexualität nur dann ihrem inneren Wesen entspricht, wenn sie in einer auf Dauer angelegten Beziehung auf die Entstehung neues Leben gerichtet ist, also im ehelichen Geschlechtsverkehr.

Alle anderen Praktiken wie vorehelicher Sex, Onanie, Prostitution, Gruppensex, Sodomie u.v.a.m. sind daher - mehr oder weniger - als Fehlformen zu werten. Hierzu ist eben auch die ausgeübte Homosexualität zu rechnen. Alle diese anderen Weisen, mit Sexualität umzugehen, führen daher auch auf Dauer zu mentalen Konsequenzen bei denen, die sie ausüben. Notorische Selbstbefriediger etwa werden autistischer und verlieren an Empathie, bei praktizierenden Homosexuellen fällt bisweilen eine Überempfindlichkeit auf, die leicht in Aggression umschlagen kann.

Genaueres könnten uns Psychologen und Psychiater sagen, die sich längere Zeit vorurteilsfrei mit diesen Dingen beschäftigt haben. (Wen ich dabei etwa im Auge habe, sage ich lieber nicht, da krieg ich nur wieder Häme übergegossen! B) )

Was mir wichtig zu ergänzen ist, ist der fatale Umstand, dass die Kirche lange alles Sünden gegen das sechste Gebot als "schwer" und besonders verurteilenswert angesehen hat. Das hängt ihr heute noch negativ nach, auch wenn sie es heute differenzierter sieht: In einem Schreiben der Glaubenskongregation über Seelsorge an Homosexuellen (ca. 1990?) heisst es sinngemäß, dass äußere und innere Zwänge und Umstände dazu führen können, dass Homosexuellen das Ausleben ihrer Neigung nur geringfügig bis gar nicht als Sünde angerechnet werden können, auch wenn es sich objektiv um eine solche handelt.

 

Ich weiss, dass ich das Problem damit nicht umfassend behandelt habe, aber ein Anfang ist gemacht ...

 

 

richtig ist, dass die katholische kirche - warum wohl - lange zeit vor allem verstösse gegen das sexte gebot im blick hatte. und falsch ist natürlich, gerade in diesem bereich alles gleich mit dem begriff der schweren sünde zu belegen.

 

aber zum hauptteil deines beitrages;

 

die menschliche sexualität auf die zeugung von nachwuchs zu reduzieren ist natürlich eine grandiose engführung.

 

natürlich ist EIN zweck der sexualität der nachwuchs. aber das ist doch nicht das einzige. sexualität zwischen zwei menschen, die einander lieben schafft eine innige verbindung zwischen den beiden, ein theologe prägte mal den begriff, glut der begierde - sprache der liebe....

 

sexualität ist eine, wohl die schönste, form, in der menschen miteinander kommunizieren können.

 

deine sicht der dinge auf den punkt gebracht, führt zu einem kulturlosen banausentum. wasser und brot reichen doch, damit der mensch satt wird. und doch: vinum delectat cor hominis...

 

der kehlkopf des menschen ist zum sprechen da - und doch kann der mensch das im singen überhöhen.

 

wie schön ist die sprache des körpers, der nähe und zuneigung vermittelt, im streicheln der hand des anderen oder an die hand nehmen; im umarmen, im küssen....

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Ich weiss, dass ich das Problem damit nicht umfassend behandelt habe, aber ein Anfang ist gemacht ...

 

Ein ziemlich sexlastiger Anfang. OK, es heisst ja auch Homosexualität, aber da geht es doch nicht nur um Sex. Ich finde diese Fokussierung auf das Thema Sex ein wenig seltsam. Heterosexuelle Paare reduziert man ja auch nicht auf ihre Sexualität, eher im Gegenteil. Dort, wo in der Familie und im Freundeskreis eines Paares die Partnerschaft mal im Mittelpunkt steht, z.B. bei einer Verlobungs- oder Hochzeitsfeier, geht es eigentlich kaum um das Sexualleben der Beteiligten.

 

 

stimmt stefan - in all der zeit, in der ich zahllose paare bei ihrer hochzeit erlebte habe ich mir niemals gedanken gemacht, was die beiden NACH der feier - allein im bett oder sonstwo miteinander tun würden...

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sexualität ist eine, wohl die schönste, form, in der menschen miteinander kommunizieren können.

(...)

wie schön ist die sprache des körpers, der nähe und zuneigung vermittelt, im streicheln der hand des anderen oder an die hand nehmen; im umarmen, im küssen....

 

Vielleicht kennt Udalricus das alles nicht?

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Ich weiss, dass ich das Problem damit nicht umfassend behandelt habe, aber ein Anfang ist gemacht ...

 

Ein ziemlich sexlastiger Anfang. OK, es heisst ja auch Homosexualität, aber da geht es doch nicht nur um Sex. Ich finde diese Fokussierung auf das Thema Sex ein wenig seltsam. Heterosexuelle Paare reduziert man ja auch nicht auf ihre Sexualität, eher im Gegenteil. Dort, wo in der Familie und im Freundeskreis eines Paares die Partnerschaft mal im Mittelpunkt steht, z.B. bei einer Verlobungs- oder Hochzeitsfeier, geht es eigentlich kaum um das Sexualleben der Beteiligten.

Mit den anderen Dingen, die zwischen Gleichgeschlechtlichen laufen, hat ja auch die Kirche nicht unbedingt Probleme.

 

hm, ich habe allerdings durchaus probleme mit der einseitigkeit mancher zölibatäre in der kirche gottes. gott sei dank, ich weiss, dass die meisten anders denken als du.

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die menschliche sexualität auf die zeugung von nachwuchs zu reduzieren ist natürlich eine grandiose engführung.

 

natürlich ist EIN zweck der sexualität der nachwuchs. aber das ist doch nicht das einzige. sexualität zwischen zwei menschen, die einander lieben schafft eine innige verbindung zwischen den beiden, ein theologe prägte mal den begriff, glut der begierde - sprache der liebe....

 

Da wird nichts reduziert, aber ein Faktor ist eben die Zeugung. Es ist ja bekannt, daß einige hier das anders sehen. Aber auch die von Udalricus dargestellte Position ist vertretbar und darf nicht diffamiert werden. Grüße, KAM

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die menschliche sexualität auf die zeugung von nachwuchs zu reduzieren ist natürlich eine grandiose engführung.

 

natürlich ist EIN zweck der sexualität der nachwuchs. aber das ist doch nicht das einzige. sexualität zwischen zwei menschen, die einander lieben schafft eine innige verbindung zwischen den beiden, ein theologe prägte mal den begriff, glut der begierde - sprache der liebe....

 

Da wird nichts reduziert, aber ein Faktor ist eben die Zeugung. Es ist ja bekannt, daß einige hier das anders sehen. Aber auch die von Udalricus dargestellte Position ist vertretbar und darf nicht diffamiert werden. Grüße, KAM

 

es hat doch kein mensch ein problem damit, dass jemand meint, sex sei nur zum zweck der zeugung von nachkommen für ihn erlaubt, solange er das für sich selbst so sieht, ist das in ordnung. nicht in ordnung ist, wenn jemand meint, er müsse das allen anderen überstülpen, das, was die anderen tun, ist ihre sache.

 

 

nachtrag: vonwegen diffamieren: wer tut das denn? wer redet davon, dass menschen, die anderer ansicht sind, und auch entsprechend leben, in sünde leben? wer diffamiert hier wen?

bearbeitet von Oestemer

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Es ist ja bekannt, daß einige hier das anders sehen. Aber auch die von Udalricus dargestellte Position ist vertretbar und darf nicht diffamiert werden.

 

Meinungen dürfen nicht diffamiert werden, aber Menschen schon?

bearbeitet von Stefan

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die menschliche sexualität auf die zeugung von nachwuchs zu reduzieren ist natürlich eine grandiose engführung.

 

natürlich ist EIN zweck der sexualität der nachwuchs. aber das ist doch nicht das einzige. sexualität zwischen zwei menschen, die einander lieben schafft eine innige verbindung zwischen den beiden, ein theologe prägte mal den begriff, glut der begierde - sprache der liebe....

 

Da wird nichts reduziert, aber ein Faktor ist eben die Zeugung. Es ist ja bekannt, daß einige hier das anders sehen. Aber auch die von Udalricus dargestellte Position ist vertretbar und darf nicht diffamiert werden. Grüße, KAM

achso und nochwas:

 

 

ich habe mein soll an "zeugung" erfüllt, hat udalricus das auch?

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Ich möchte gerne eine rationale Antwort versuchen:

 

Gut, ich will dir mal eine rationale Antwort geben.

Aus der Sicht klinischer Psychologie gibt es folgende sexuelle Störungen:

 

- Sexuelle Dysfunktionen, charakterisiert durch die Störung in sexueller Lust und der psychophysiologischen Veränderungen, welche den sexuellen Responszyklus charakterisieren.

- Paraphilien, welche charakterisiert werden durch sich wiederholende, sexuelle Verlangen, Phantasien oder Verhalten, welche ungewöhnliche Objekte, Taten oder Situationen einbeziehen, und klinisch signifikantes Unbehagen verursachen oder Verminderung in sozialer, arbeitsbezogener oder anderer wichtiger Bereiche des täglichen Funktionierens.

- Gender-Identitäts-Störungen

- Andere, unspezifizierte sexuelle Störungen.

 

 

Kurz gesagt: Solange die sexuellen Akte zwischen einvernehmlichen Erwachsenen geschehen, keine körperliche oder geistige Schädigung hierdurch verursacht wird, und die Beteiligten durch die Ausführung dieser Akte oder dem Verlangen danach kein Leid erfahren, liegt keine Störung auf psychologischer Ebene vor.

 

Keine von dir genannten Praktiken, einschließlich der Homosexualität, erfüllt im Grunde die oben genannten Kriterien - sind also aus klinisch-psychologischer Sicht nicht als Fehlformen zu werten. Mentale sich hieraus ergebene Konsequenzen sind in der Regel positiv, wenn das Verhältnis mit dem Partner zufriedenstellend ist.

 

Dass "notorische Selbstbefriediger" autistischer werden und Empathie verlieren, ist auf haarsträubende Weise fachlich falsch, Autismus ist keine Folge von sexuellem (Fehl-)verhalten.

 

Ebenso ist die Aussage, praktische Homosexuelle würden durch eine erhöhte Überempfindlichkeit auffallen, nachzuweisen. Mir ist nichts dergleichen bekannt, das klingt mir fachlich gesehen nach Unsinn.

 

Sexuelle Präferenzen im Menschen sind ziemlich "hard-wired", was bedeutet, sie lassen sich nicht einfach abtrainieren oder ignorieren. Was in der Therapie von z.B. Paraphilieen ein wirkliches Problem darstellt.

Von klinisch-psychologisch gesunden Menschen (hier Homosexuellen) zu verlangen, ihren Trieb zu unterdrücken, führt gerade zu psychologischen Schädigungen. Diejenigen, die hier also eine solche Position vertreten, müssen sich darüber im Klaren sein dass dies eine Haltung ist, die bei ihrer Einhaltung zu psychologischen Schädigungen führt und deswegen aus meiner fachlichen Sicht abzulehnen ist.

bearbeitet von Tarislar
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In der katholischen Kirche hat sich die Überzeugung entwickelt, dass das Praktizieren von Sexualität nur dann ihrem inneren Wesen entspricht, wenn sie in einer auf Dauer angelegten Beziehung auf die Entstehung neues Leben gerichtet ist, also im ehelichen Geschlechtsverkehr.

 

Die Annahme ist möglicherweise eine Ursache für die schwere Verständlichkeit der kirchlichen Auffassungen.

 

Mich befremdet diese gewisse Unbeholfenheit bei der Annäherung das Thema. Auf mich wirkt das so, als ob man mit der Sexualität und den dazugehörigen Lebensäußerungen so recht eigentlich nichts anfangen kann. Da es sie aber nun einmal gibt und sie anscheinend irgendwie zur Schöpfung gehört, wird sie wie ein Puzzle-Stück eben da einsortiert, wo sie bei systematischer Betrachtung am besten hinzupassen scheint. Auf mich wirkt das so, als ob die Einsortierung in ein System wichtiger ist als das Bestreben, der Sache gerecht zu werden.

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