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atheistisch-humanistische Heilig


Heidi
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"Und es lohnt sich auch, zu fragen, wo denn die atheistisch-humanistischen Heiligen sind. Das wäre allerdings ein neues Thema." (Franziskaner)

 

 

Gibt es Vorschläge zur atheistisch-humanistischen Heiligsprechung?

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Zitat von Heidi am 13:00 - 24.November.2002

"Und es lohnt sich auch, zu fragen, wo denn die atheistisch-humanistischen Heiligen sind. Das wäre allerdings ein neues Thema." (Franziskaner)

 

 

Gibt es Vorschläge zur atheistisch-humanistischen Heiligsprechung?

 

Die kann es sinnvollerweise nicht geben, weil es auch für die verdienstvollsten Menschen kein "Weiterleben" nach dem Tode gibt.

 

Anders ist es bekanntlich bei den Verstorbenen der Christengemeinde. Deshalb kann man auch Heilige "ernennen". Sie bewirken nach außen nichts, aber leisten als "Seelentröster" gute Dienste.

 

Angewandte Psychologie ist in Kirchenkreisen eben alles.

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"Heilig" ist sehr religiös-spirituell verbrämt. Unter Atheisten spricht man eher von "bedeutenden Personen oder Persönlichkeiten". Heilige der katholischen Kirche umfassen auch eine ganze Menge Verbrecher, in der "Kriminalgeschichte des Christentums" wird bei der Schilderung besonders perfider Persönlichkeiten meist hinzugefügt, wann ihr kirchliches Fest ist.

 

An bedeutenden atheistisch-humanistischen Persönlichkeiten fallen mir eine ganze Menge ein. Aus dem vorigen Jahrhundert würde ich vor allem Bertrand Russel vorschlagen,  der als Humanist, Philosoph und Pazifist bekannt wurde.

 

Ist das in etwa die Richtung, in der Du suchst? Bevor ich mir hier den Wolf schreibe, frage ich lieber nochmal nach ...

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Zitat von Volker am 13:49 - 24.November.2002

"Heilig" ist sehr religiös-spirituell verbrämt. Unter Atheisten spricht man eher von "bedeutenden Personen oder Persönlichkeiten". Heilige der katholischen Kirche umfassen auch eine ganze Menge Verbrecher, in der "Kriminalgeschichte des Christentums" wird bei der Schilderung besonders perfider Persönlichkeiten meist hinzugefügt, wann ihr kirchliches Fest ist.

 

An bedeutenden atheistisch-humanistischen Persönlichkeiten fallen mir eine ganze Menge ein. Aus dem vorigen Jahrhundert würde ich vor allem
Bertrand Russel
vorschlagen,  der als Humanist, Philosoph und Pazifist bekannt wurde.

 

Ist das in etwa die Richtung, in der Du suchst? Bevor ich mir hier den Wolf schreibe, frage ich lieber nochmal nach ...

 

Volker,

 

Atheismus ist keine Religion und bedarf keiner "Heiligen".

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Ein Heiliger ist für mich ein Mensch, der (wie Jesus) ganz aus dem " Traum " dieser Welt aufgewacht ist, und aus seiner Verbindung mit Gott (also Wahrheit, Liebe, Echtheit usw.) heraus lebt und damit seine wahre Identität (jenseits des Egos) nicht mehr verleugnet sondern sie entdeckt hat (das "Reich Gottes " in uns) und in dieser Welt ausdrückt.

 

Das Ganze hat mit Religion nichts zu tun.

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Guest Claudia

Daß Unglauben keine Heiligen hervor bringt, ist klar. Aber mir fällt in diesem Zusammenhang ein, daß wir in der DDR immer zu Ernst Thälmann aufgeblickt haben (schon ab dem Kindergarten...), und daß er für uns wohl das war, was ein Heiliger für die Gläubigen: ein absolutes Vorbild, was man blütenweiß darstellt und nicht in Frage stellen darf.

 

Also: ich bin für Ernst Thälmann...

 

Viele Grüße,

Claudia

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Hatten wir nicht mal einen ganzen Thread mit bedeutenden atheistisch-agnostischen Persönlichkeiten? Mensch, wie hieß der nur? Weiß  es jemand zufällig?

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>Aber mir fällt in diesem Zusammenhang ein, daß wir in der DDR immer zu Ernst Thälmann aufgeblickt haben (schon ab dem Kindergarten...)<

 

Der kleine Trompeter. Ein Märtyrer und Idol für die Kinder des Sozialismus/Kommunismus.  

 

Es erinnert ramentlich so vieles an die Nazis und auch an die Kirche.

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Ich hab mir viele Threads gesichert. U.a. auch die Persönlichkeiten...

Ruth macht's wahrscheinlich genauso.-..

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Ne, macht Ruth nicht.

 

Ich kann mir gut Dinge merken, die ich mal gelesen habe (allerdings nichts, was man mir gesagt hat ). Ich konnte mich in diesem Fall nicht an den Titel erinnern, aber ich wußte noch, dass er aus meiner Anfangszeit im Forum war. Bei allem vor meiner Zeit bin ich meistens auch überfragt.

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Hallo,

 

ich habe eben den Thread "Herrliche Persönlichkeiten" durchgeschaut.

 

Dort wurde vor allem über das soziale Engagement diskutiert, an dem die "Herrlichkeit" anscheinend festgemacht werden sollte. Naja und dann ist der Thread schon bald vom Thema abgeglitten.

 

(@Pedrino)

Klar, dass ich Heiligkeit nicht im kath. Sinne als unverweslich nach dem Tod, wundertuend und schließlich an der rechten Seite Gottes sitzend verstanden haben wollte.

 

Ich hätte eher an tiefbeeindruckende positiv im Gedächtnis bleibende Personen bzw. deren Lebenswerk gedacht. Auf ein moralische oder soziales Engagement würde ich die Heiligkeit dabei nicht beschränken wollen.

 

Humanistisch schränkt jedoch insofern ein, dass das Lebenswerk dieser Heiligen nicht als gesellschaftsfeindlich erkannt sein darf. Ein Wirtschaftsboss, der nur die Kapitalerweiterung seiner eigenen Gesellschaft im Auge hat oder ein politischer Extremist, der agressiv nur für das Wohlergehen seiner Anhänger kämpft, wären damit ausgeschlossen - auch wenn es ansonsten tief-beeindruckende Menschen sein können. Ein Wissenschaftler, der weltbewegende Forschungsergebnisse erzielt, würde nur dann unter diese Art der Heiligkeit fallen, wenn er mit der Forschung auch humanistische Ziele direkt verfolgen würde.

 

Für mich könnte z. B. Herman Hesse ein Heiliger dieser Kategorie sein.

 

Viele Grüße

Heidi

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Ich habe mal ein Interview mit ihr gesehen. Sie war wirklich beeindruckend und hat sich mit Überzeugung für menschliche Freiheit eingesetzt. Passend zum Thread ganz bestimmt nicht auf katholische Art und Weise.

 

... aber vielleicht ist sie doch ein wenig zu sehr in den simplen Kommerz abgeglitten um mich als Heilige zu überzeugen.

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Hallo Heidi,

 

rein interessehalber:

was von Hesse hast Du denn gelesen?

 

 

(Geändert von Steffen um 22:53 - 24.November.2002)

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