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Glücklichkeit Gottes


Orald
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Ich bin letzens erst im Chat, dann in meinem Forum folgendes gefragt worden:


Als ich neulich einen Blick in den katholischen Katechismus warf, sah ich ziemlich am Anfang folgenden Satz: "Gott ist in sich unendlich vollkommen und glücklich."

So weit ich das Christentum verstehe, geht es davon aus, dass Gott in unendlichem Maße vollkommen liebend ist und damit auch Mitleid mit den Leidenden hat. Weiterhin ist doch aber Mitleid auch im wörtlichen Sinne, sofern es echtes Mitleid ist, Mitleiden. Wenn nun Gott mit allen Leidenden echt mitleidet, wie kann er dann unendlich glücklich sein?

 

Zugegebenermassen habe ich mir diese Frage so vorher nie gestellt, und tu mich mit der Beantwortung auch etwas schwer.

Kann mir jemand helfen, und das im Kathechismus angeführte Attribut "glücklich" ein wenig näher erläutern?

 

Vielen Dank,

Orald

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Lieber Orald,

 

mit der wunderschönen Suchfunktion bin ich gerade den Katholischen Erwachsenen Kateschismus durchgegangen! Vieles habe ich gefunden, aber:

>>Gott ist in sich unendlich vollkommen und glücklich.<<

habe ich nicht finden können!!

 

(was einige hier aber ärgern wird, ich habe den Satz "Gott ist Liebe" in UNSEREM katholischen Katechismus gefunden!!

Also liebe Gegener der Kuschelchristen mal hurtig aus der weicheier Konfession raus!!)

 

Der letzte Satz war natürlich ein Witz!

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wenn du dir den Kathechismus dort lädst:

http://www.kirchenweb.at/pfarre/xs/19katechismus.htm

findest du den satz im prolog.

 

gruss,

Orald

 

(Geändert von Orald um 16:07 - 20.November.2002)

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wie kann man sich erdreisten, überhaupt so eine aussage zu machen?

 

die befindlichkeit gottes zu erforschen - das geht mir über die hutschnur.

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Zitat von jes am 18:16 - 20.November.2002

wie kann man sich erdreisten, überhaupt so eine aussage zu machen?

 

Wegen derartiger Einstellungen hat man in früheren Jahrhunderten Menschen zu Tode gefoltert, wegen "Gotteslästerung".

 

 

(Geändert von pedrino um 20:14 - 20.November.2002)

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@ jes,

da musst du wohl die Verfasser des Weltkatechimsus fragen...

 

Gruss,

Orald

 

(Geändert von Orald um 18:20 - 20.November.2002)

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Zitat von jes am 18:16 - 20.November.2002

wie kann man sich erdreisten, überhaupt so eine aussage zu machen?

 

die befindlichkeit gottes zu erforschen - das geht mir über die hutschnur.


 

 

Sei froh wenn niemand Deine Befindlichkeit erforscht. Das wäre im Zweifel sicher einfacher.

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Zwei biblische Hinweise auf das Glücklichsein Gottes:

  • Die Seligpreisungen
  • Das Wort »Nimm teil an der Freude deines Herrn« …

Die Ewigkeit, in der Gegenwart eines unglücklichen Gottes zugebracht, das wäre wohl die Hölle …

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Sei froh wenn niemand Deine Befindlichkeit erforscht. Das wäre im Zweifel sicher einfacher.

 

lol, das tun andere schon aus beruflichen gründen bei mir ;)

 

aber im ernst: ich liebe die bildersprache der bibel in glaubensdingen, aber über die seelenlage gottes zu spekulieren geht mir zu weit.

ich sehe die gefahr, dass gott damit handhabbar gemacht werden soll. über gott wissen wir nichts, außer, was uns offenbart wurde. punkt. keine extrapolierten eigenschaften gottes oder sonstiges lexikonwissen.

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Das verstehe ich sogar. Nur interessiert mich als Ungläubiger schon ob ihr nicht der Meinung sein müßtet daß der Schöpfer angesichts des Zustandes seines Werkstückes ziemlich depressiv sein müßte. Zumal er offenbar keinerlei Einflußmöglichkeiten mehr zu haben scheint...

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>> ich sehe die gefahr, dass gott damit handhabbar gemacht werden soll. << (jes)

 

Wieso "werden soll"? Es ist seit jeher das Los der Götter, von Menschen instrumentalisiert zu werden, denn das ist der einzige Grund, weshalb man sie braucht.

 

>> über gott wissen wir nichts, außer, was uns offenbart wurde. << (jes)

 

Dann bleibt es also bei nichts.

 

 

(Geändert von Cano um 11:39 - 21.November.2002)

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