Jump to content

Aussage einer Ordensschwester


Hymnosakathistos

Recommended Posts

Hymnosakathistos

Hallo,

 

ich sprach einmal mit einer Ordensschwester (die selbst einmal Novizenmeisterin war) über die Möglichkeit eines Ordenseintritts meiner Person. Sie meinte dazu, dass sie glaubt, ich sei a) zu alt und :angry2: zu selbstständig, da ich bereits zu lange im Berufsleben stehen würde und einen eigenen Hausstand hätte. Im Gegenzug meinte sie aber auch: "Sie wissen schon, dass wir sie hier mit ihren Fähigkeiten gut brauchen könnten". Mich hat diese Äußerung sehr geärgert, gab sie mir noch nicht mal die Möglichkeit einer Probezeit. Sollte das nun für mich bedeuten: Nur wer unselbständig ist und direkt von Mamas Rockzipfel ins Kloster geht, ist dort willkommen? Ich dachte, es käme auf die innere Einstellung an und der Bereitschaft Gott zu dienen und alles dafür aufzugeben.

 

Gibt es hier Ordenserfahrene die mir weiterhelfen können?

 

LG

 

Iris

Link to comment
Share on other sites

Hallo,

 

ich sprach einmal mit einer Ordensschwester (die selbst einmal Novizenmeisterin war) über die Möglichkeit eines Ordenseintritts meiner Person. Sie meinte dazu, dass sie glaubt, ich sei a) zu alt und :angry2: zu selbstständig, da ich bereits zu lange im Berufsleben stehen würde und einen eigenen Hausstand hätte. Im Gegenzug meinte sie aber auch: "Sie wissen schon, dass wir sie hier mit ihren Fähigkeiten gut brauchen könnten". Mich hat diese Äußerung sehr geärgert, gab sie mir noch nicht mal die Möglichkeit einer Probezeit. Sollte das nun für mich bedeuten: Nur wer unselbständig ist und direkt von Mamas Rockzipfel ins Kloster geht, ist dort willkommen? Ich dachte, es käme auf die innere Einstellung an und der Bereitschaft Gott zu dienen und alles dafür aufzugeben.

 

Gibt es hier Ordenserfahrene die mir weiterhelfen können?

 

LG

 

Iris

 

hmmm,

 

1. kontemplativ oder aktiv?

2. Wie alt bist Du (82???)

3. welchen Gehorsamsstil pflegt die Ordensgemeinschaft.

 

Man kann sowas eigentlich nicht abstrakt behandeln, und dann kommt es ja wirklich auch auf die Berufung durch Gott an. Im Internetforum schlecht behandelbar, da das ganze sehr persönlich werden würde....

Link to comment
Share on other sites

Hallo,

 

ich sprach einmal mit einer Ordensschwester (die selbst einmal Novizenmeisterin war) über die Möglichkeit eines Ordenseintritts meiner Person. Sie meinte dazu, dass sie glaubt, ich sei a) zu alt und :angry2: zu selbstständig, da ich bereits zu lange im Berufsleben stehen würde und einen eigenen Hausstand hätte. Im Gegenzug meinte sie aber auch: "Sie wissen schon, dass wir sie hier mit ihren Fähigkeiten gut brauchen könnten". Mich hat diese Äußerung sehr geärgert, gab sie mir noch nicht mal die Möglichkeit einer Probezeit. Sollte das nun für mich bedeuten: Nur wer unselbständig ist und direkt von Mamas Rockzipfel ins Kloster geht, ist dort willkommen? Ich dachte, es käme auf die innere Einstellung an und der Bereitschaft Gott zu dienen und alles dafür aufzugeben.

 

Gibt es hier Ordenserfahrene die mir weiterhelfen können?

 

LG

 

Iris

 

 

 

Hymnosakathistos / Iris

 

Karl Suso Frank, Geschichte des christlichene Mönchtums

 

Karl Suso Frank, Seite 24. .... Die Forderung der Gleichheit aller Mönche schloss individuellen asketischen Uebereifer und bizzare Höchstleistungen aus. Eine Gemeinschaftsordnung muss sich notwendigerweise mit einem bestimmten "Mass an Durchschnittlichkeit" begnügen, wei sie eben von allen erfüllt werden soll.

 

Diese Art von Gleichheit könnte Hymnosakathistos an einer ganz persönlichen Stelle empfindlich treffen.

 

Karl Suso Frank, Seite 124. ... Aber ein Kloster lebt nicht aus sich selbst. Es ist in seiner Lebensfähigkeit auf seine Umgebung in all Ihren Dimensionen angewiesen. Es will in ein klosterfreundliches Milieu eingebettet sein.

 

Dieses Angewiesen sein, könnte Hymnosakathistos bei genauem hin sehen, argen Kummer bereiten.

 

Karl Suso Frank, Seite 202. ...Manch geschickter Klosterverwalter wusste ebenso nachzuhelfen: "Die Mönche stehen unablässig auf der Lauer und suchen den rechten Augenblick abzupassen, um einen Weinberg, ein Aeckerchen, ein Haus, ein Flur, die an die Hütte eines Armen stösst, einzustecken, sei es, dass sie den Nachbarn ängstigen oder durch Ränke ihn auf Ihre Seite bringen. Wie ein fressendes Feuer wisse sie also in die neben ihnen liegenden Güter einzudringen, nicht weil sie deren bedürfen, sondern in der Absicht, an der Verlassenheit der Nachbarn für Ihre Verbrechen einen Schutz gegen Vorwürfe zu haben, .... gleichsam als Sklaven untertänig zu machen.

 

Darfst kein Gewissen haben Hymnosakathistos, beim Zuschauen. Weshalb Mönche ein derart abgeschwächtes Rechtsempfinden haben können, darüber kann ich nur nachdenken.

 

Karl Suso Frank, Seite 182. ... Der Gründer des spanischen Säkularinstitutes Opus Dei... Du willst Martyrer werden? ich bringe dir ein Martyrium, das in deiner Reichweite liegt: Apostel sein, ohne sich Apostel zu nennen; ein Missionar sein, ohne sich Missionar zu nennen; ein Mensch Gottes zu sein und als Mensch der Welt erscheinen; Im Verborgenen bleiben.

 

Alos bitte, dann zu Dominique le Tourneau : Das Opus Dei

 

Dominique le Tourneau, Seite 31. ...Jeder Mensch ist zur Heiligkeit berufen, ohne deshalb seinen Platz in der Welt verlassen zu müssen.

 

Der klösterliche "Anstand" lässt eine solche Ausserung nicht zu.

 

Dominique le Tourneau, Seite 36. ... Ora et labora... ... auf die Weltchristen wird sie nicht übertragen. Sie blicken bewundernd auf die Klöster, die aus ihrer Weltabgeschiedenheit heraus ....

Kurz gefasst, labora ist kein Privileg der Klöster, der Weltchrist kann sich durch Arbeit gleich gut heiligen wie die Mönche es durch Arbeit tun!

 

Dominique le Tourneau, Seite 46. ... "Die Spiritualität aber, der man für diese Menschen (Laien) bereit hielt, hatte manchmal fast etwas Komisches an sich.

Sie war unnatürlich. In ihrer Sehnsucht nach Heiligung empfanden sie sich aus der Welt gedrängt und zugleich wegen ihres Laienstandes ohne Heimatrecht im geistlichen Leben. Sie meinten, um diese Art geistlichen Lebens führen zu können,sich aus der Welt lösen zu müssen, und standen zugleich unter dem Zwang, doch in der Welt zu bleiben, weil sie keine Berufung zum Ordensleben in sich fühlten ..... .

 

Dominique le Tourneau, Seite 56. ... Von seiner Lebenseinstellung, seiner kollegialen Haltung und Brüderlichkeit hängt es zum guten Teil ab, ob seine Mitmenschen bereit werden, die übernatürliche Heilsbotschaft aufzunehmen.

 

Es muss schon Glück sein, wenn Hymnosakathistos, Geschwisterlichkeit im Kloster findet, besser nicht erwarten.

 

Dominique le Tourneau, Seite 70. ... Es geht ihm einzig um die Seelen. Unser Geist gibt uns nicht das Recht, wie jene Gruppen zu arbeiten,in denen Günstlingswirtschaft oder gegenseitige Beweihräucherung betrieben wird...

 

"Günstlinge" gibt es in der Klosterwelt, es wird nicht einfach sein kein Günstling zu sein, dann es ist nicht gut zu leben, wenn Hymnosakathistos kein Günstling im Kloster wird.

 

Dominique le Tourneau, Seite 194. ... Eine geistliche Leitung darf nicht daraus hinauslaufen, Menschen ohne eigenes Urteilsvermögen heranzubilden, die sich darauf beschränken auszuführen, was andere ihnen sagen.

Im Gegenteil: der Sinn der geistlichen Leitung besteht darin, die eigene Urteilsfähigkeit zu stärken, und ein eigenes Urteil setzt charakterliche Reife, ausreichende Kenntnis der christlichen Lehre, Feinfühligkeit und Willenstärke voraus."

 

Hymnosakathistos wird das eigene Urteilsvermögen, die eigene Urteilsfähigkeit und der Rest dazu, beim Klostereintritt als ersten Schritt in das neue Leben, an der Pforte abgeben müssen.

 

Dominique le Tourneau, Seite 186. ... Deshalb sprach der Gründer von einer "lächelnden Askese"

Wird im Kloster nicht gerne gesehen, lächeln ist für manche "Kutten" etwas unreifes.

 

Bitte lesen:

 

Wir kommen, wohin wir schauen

von Josef Maureder (Autor)

 

Das Ziel mancher Mönche ist das Eremitenleben, sozusagen als Gipfelerlebnis klösterlichen Bemühens.

Bruder Klaus von Flüe dürfte in seinem Ortspfarrer eine geistlichen Berater gehabt haben.

Die Ordensregeln von Benedikt waren damals sicher auch den Geistlichen bekannt.

Als Bruder Klaus sich dem kontemplativen Leben zuwenden wollte, dürfte wohl auch die Weisungen

aus der Benedikt-Regel ein Gesprächsthema gewesen sein.

Der Rat nicht gleich als Eremit, sondern in einer Gemeinschaft sich auf ein solches Leben einzuüben, musste wohl

Bruder Klaus angenommen haben. Nach seinem Abschied in Flüelen suchte er eine Gemeinschaft von Brüdern auf.

(Wenn auch damit wohl kaum ein Kloster im heutigen Sinne gemeint sein kann) Er wollte zumindest sich bei erfahrenen

Brüdern "einreihen" von ihnen lernen.

Auf dem Weg dorthin kam es zu einem, aussergewöhnlichen Ereignis, Gott selber griff (brutal) ein, und Bruder Klaus zog auf Umwegen, aber mit der konkreten Absicht als Eremit zu leben in seine Heimat zurück.

 

Ich persönlich glaube, Bruder Klaus hat sich im zivilen Leben, die nötige Reife für sein Eremitenleben erworben.

Sein ganzes Leben sind Etappen, die sich beim genauen Hinsehen nahtlos in einander fügen.

Offensichtlich kann ein Mensch, wenn er sich von Gott führen lässt, einen ganz persönlichen und einzigartigen Weg beschreiten.

 

Opus Dei, Fokkolar-Bewegung, usw. usw. alle diese "Organisationen" weisen darauf hin, dass für die persönliche Heiligung viele gute Wege offen stehen.

 

Wenn jemand nach einer sehr langen Zeit, in der er sich geistlich betreuen liess, zum Entschluss kommt, das Ordensleben wählen zu dürfen, so ist das für mich sehr glaubhaft.

 

Wenn ein Priester versucht, seinen Betreuten über gewisse "Hürden" hinweg zu führen, kann das für den Betreuten unglaublich hart, bitter und tränenreich sein.

 

Schon einmal erlebt, .... das mit den Tränen?

 

 

Gruss

doggi

Edited by doggi
Link to comment
Share on other sites

Die Franziskusschwestekanrn in Vierzehn Heiligen lassen keinen als Kanditat oder Movizen zu wenn sie nicht im beiden Beinen im Leben standen. Ihre Auffassung soll man erst mal das weltliche Leben kennen um zu wissen was man will. denn es bring ja nix wenn man nach sagen wir 5 oder sogar vielleicht nach der Ewigen Profess wieder geht. Man soll sich doch sicher sein was man will. Es gibt aber immer welche die was dagegen haben. Es könnte ja sein das ihr deine Nase nicht passt, sind ja auch nur Menschen. Lass dich nicht unterkriegen.

Pace e Bene

Nani

Link to comment
Share on other sites

Hallo,

 

ich sprach einmal mit einer Ordensschwester (die selbst einmal Novizenmeisterin war) über die Möglichkeit eines Ordenseintritts meiner Person. Sie meinte dazu, dass sie glaubt, ich sei a) zu alt und :angry2: zu selbstständig, da ich bereits zu lange im Berufsleben stehen würde und einen eigenen Hausstand hätte. Im Gegenzug meinte sie aber auch: "Sie wissen schon, dass wir sie hier mit ihren Fähigkeiten gut brauchen könnten". Mich hat diese Äußerung sehr geärgert, gab sie mir noch nicht mal die Möglichkeit einer Probezeit. Sollte das nun für mich bedeuten: Nur wer unselbständig ist und direkt von Mamas Rockzipfel ins Kloster geht, ist dort willkommen? Ich dachte, es käme auf die innere Einstellung an und der Bereitschaft Gott zu dienen und alles dafür aufzugeben.

 

Gibt es hier Ordenserfahrene die mir weiterhelfen können?

 

LG

 

Iris

 

Liebe Iris"

 

Zuerst mal herzlich willkommen im Forum und Gottes Segen für das Jahr 2009. Was die Aussagen einer Ordensschwester betrifft: Vielleicht kannst du es ja als eine Herausforderungen oder Prüfung verstehen? Gott in einem Orden zu dienen - dazu gehört Hingabebereitschaft und eine Berufung. Dass man sich durch solche Aussagen oder andere Hindernisse NICHT abbringen läßt zeigt, dass die Berufung ernst und echt ist. Ich wünsche Dir, dass Du Dich durch solche Aussagen nicht negativ beeindrucken läßt - sie zeigen doch sehr viel "menschliches" Denken und weniger übernatürliches Denken. Wenn jemand berufen ist für das Ordensleben, dann zählt nicht ob er lange oder kurz in welchem Beruf stand, ob er jung oder alt ist und auch nicht Selbständigkeit - sondern ob er die Bereitschaft hat im jeweiligen Orden sein Herz ganz Gott zu schenken. Gewiß gibt es in den Orden sehr viele Unterschiede- und jemand der sich mehr berufen fühlt aktiv zu missionieren wird in einem kontemplativen Orden wohl weniger sein spirituelles Hause und die Erfüllung seiner persönlichen Berufung finden. Aber die katholisch Kirche hat eine große Vielfalt von geistlichen Gemeinschaften und Orden, so dass es sicher möglich ist dort einer Berufung zu folgen bei der die Talente und Anlagen sich zum Segen entfalten können.

Edited by Mariamante
Link to comment
Share on other sites

Karl Suso Frank, Seite 124. ... Aber ein Kloster lebt nicht aus sich selbst. Es ist in seiner Lebensfähigkeit auf seine Umgebung in all Ihren Dimensionen angewiesen. Es will in ein klosterfreundliches Milieu eingebettet sein.

 

Dieses Angewiesen sein, könnte Hymnosakathistos bei genauem hin sehen, argen Kummer bereiten.

 

Aber das ist doch ein "Allgemeinplatz" eine Ehe will auch in ein "ehefreundliches" Milieu eingebettet sein. Auch da weiß man nicht, was man kriegt... *find*

 

Karl Suso Frank, Seite 202. ...Manch geschickter Klosterverwalter wusste ebenso nachzuhelfen: "Die Mönche stehen unablässig auf der Lauer und suchen den rechten Augenblick abzupassen, um einen Weinberg, ein Aeckerchen, ein Haus, ein Flur, die an die Hütte eines Armen stösst, einzustecken, sei es, dass sie den Nachbarn ängstigen oder durch Ränke ihn auf Ihre Seite bringen. Wie ein fressendes Feuer wisse sie also in die neben ihnen liegenden Güter einzudringen, nicht weil sie deren bedürfen, sondern in der Absicht, an der Verlassenheit der Nachbarn für Ihre Verbrechen einen Schutz gegen Vorwürfe zu haben, .... gleichsam als Sklaven untertänig zu machen.

 

Ja nett, und welches Jahrhundert beschreibt Frank hier? Bestimmt nicht das 20.te oder gar 21.te.

 

Darfst kein Gewissen haben Hymnosakathistos, beim Zuschauen. Weshalb Mönche ein derart abgeschwächtes Rechtsempfinden haben können, darüber kann ich nur nachdenken.

 

Kinder ihrer Zeit? Wie gesagt, das wird sich meiner Meinung nicht auf das 20te oder 21te Jhdt beziehen.

 

Dominique le Tourneau, Seite 31. ...Jeder Mensch ist zur Heiligkeit berufen, ohne deshalb seinen Platz in der Welt verlassen zu müssen.

 

Nein, der Mensch muß seinen Platz in der Welt nicht verlassen. Aber, wenn Gott einen Menschen zum Ordensleben beruft, wird dieser Mensch in "der Welt" seinen innersten Frieden vermutlich nicht finden, weil er spürt, an seiner eigentlichen Berufung vorbei zu leben.

 

Der klösterliche "Anstand" lässt eine solche Ausserung nicht zu.

 

Wie kommst darauf? Meiner Meinung nach völlig aus der Luft gegriffen, diese Aussage.

 

Dominique le Tourneau, Seite 36. ... Ora et labora... ... auf die Weltchristen wird sie nicht übertragen. Sie blicken bewundernd auf die Klöster, die aus ihrer Weltabgeschiedenheit heraus ....

Kurz gefasst, labora ist kein Privileg der Klöster, der Weltchrist kann sich durch Arbeit gleich gut heiligen wie die Mönche es durch Arbeit tun!

 

Eben. Und warum sollte man dann nicht ins Kloster gehen, wenn man dafür berufen ist?

 

und standen zugleich unter dem Zwang, doch in der Welt zu bleiben, weil sie keine Berufung zum Ordensleben in sich fühlten ..... .

 

Unter dem Zwang in der Welt bleiben zu müssen, weil man keinen Platz in einem entsprechenden Kloster findet, stehen die zum Ordensleben berufenen. Also, auch das kein Argument. Du blendest die persönliche Berufung aus!

 

Dominique le Tourneau, Seite 56. ... Von seiner Lebenseinstellung, seiner kollegialen Haltung und Brüderlichkeit hängt es zum guten Teil ab, ob seine Mitmenschen bereit werden, die übernatürliche Heilsbotschaft aufzunehmen.

 

Gilt im und ausserhalb des Klosters, so what?

 

Es muss schon Glück sein, wenn Hymnosakathistos, Geschwisterlichkeit im Kloster findet, besser nicht erwarten.

 

Ach ja? Was Du alles so pauschal über Klöster weißt...

 

Dominique le Tourneau, Seite 70. ... Es geht ihm einzig um die Seelen. Unser Geist gibt uns nicht das Recht, wie jene Gruppen zu arbeiten,in denen Günstlingswirtschaft oder gegenseitige Beweihräucherung betrieben wird...

 

"Günstlinge" gibt es in der Klosterwelt, es wird nicht einfach sein kein Günstling zu sein, dann es ist nicht gut zu leben, wenn Hymnosakathistos kein Günstling im Kloster wird.

 

"Günstlinge" gibt es aber auch in der Welt, in jedem Unternehmen, so, what?

 

Dominique le Tourneau, Seite 194. ... Eine geistliche Leitung darf nicht daraus hinauslaufen, Menschen ohne eigenes Urteilsvermögen heranzubilden, die sich darauf beschränken auszuführen, was andere ihnen sagen.

Im Gegenteil: der Sinn der geistlichen Leitung besteht darin, die eigene Urteilsfähigkeit zu stärken, und ein eigenes Urteil setzt charakterliche Reife, ausreichende Kenntnis der christlichen Lehre, Feinfühligkeit und Willenstärke voraus."

 

Hymnosakathistos wird das eigene Urteilsvermögen, die eigene Urteilsfähigkeit und der Rest dazu, beim Klostereintritt als ersten Schritt in das neue Leben, an der Pforte abgeben müssen.

 

Ach, woher Du das weißt? Soviel ich weiß, formen viele Orden reife Persönlichkeiten, die sind darauf angewiesen, sonst würden sie schon lange dicht gemacht haben.

 

Dominique le Tourneau, Seite 186. ... Deshalb sprach der Gründer von einer "lächelnden Askese"

Wird im Kloster nicht gerne gesehen, lächeln ist für manche "Kutten" etwas unreifes.

 

Na, Du kennst Dich wirklich nicht aus im Kloster! Habe ich hier nicht unlängst einen Beitrag gelesen, von einem der mal ein Fokolar-Wochenende besuchte, oder eine Woche, und dann durch das permanente Grinsen und die betonte Höflichkeit spätestens am dritten Tag sehr angenervt war. Siehe doch z.B. die Zisterzienser von Heiligkreuz in Ösiland. Die sehen nicht aus, wie traurige Heilige, oder künstlich Grisende. Und da gibt es mehr davon, die nur nicht so medienwirksam sind,wie Heiligkreuz.

 

Offensichtlich kann ein Mensch, wenn er sich von Gott führen lässt, einen ganz persönlichen und einzigartigen Weg beschreiten.

 

Und der kann auch im Klosterleben bestehen, wo der/die Eingetretene ganz im Stillen Gottes Willen zu erfüllen sucht. Alltagsheiligung gewissermaßen. :angry2:

 

Opus Dei, Fokkolar-Bewegung, usw. usw. alle diese "Organisationen" weisen darauf hin, dass für die persönliche Heiligung viele gute Wege offen stehen.

 

Nur, darum geht es Iris nicht, es geht ihr um das Thema: ich fühle mich zum Ordensleben berufen. Und Du fährst hier die gegenteilige Berufung auf, und dies mit Unterstellungen übelster Art. Hilfreich für Iris ist dies nicht.

 

Wenn jemand nach einer sehr langen Zeit, in der er sich geistlich betreuen liess, zum Entschluss kommt, das Ordensleben wählen zu dürfen, so ist das für mich sehr glaubhaft.

Mit 80 Jahren dann? Oder wie lange soll man zögern, dem Ruf Gottes zu folgen?

 

Wenn ein Priester versucht, seinen Betreuten über gewisse "Hürden" hinweg zu führen, kann das für den Betreuten unglaublich hart, bitter und tränenreich sein.

 

Schon einmal erlebt, .... das mit den Tränen?

 

Was ist das denn für eine Frage? vielleicht hat Iris diese Hürden nicht zu überwinden, die Du zu überwinden hast?

 

Liebe Iris, laß Dich durch Doggi nicht abschrecken. Der schreibt nicht über Berufung, sondern listet hier gezielt Anti-Klösterliche Dinge auf, pro Opus Dei oder Fokularbewegung. Vielleicht gehört er einer solchen Bewegung an und möchte Dich gewinnen. Das ist ein sehr einseitiger Beitrag, muß ich leider feststellen. Und hilfreich erscheint er mir nicht.

 

Gruß

 

Schaefchen

Link to comment
Share on other sites

Hymnosakathistos

Ein Frohes Neues Jahr 2009 erstmal!

 

Hallo und herzlichen Dank für den interessanten thread der hier entstanden ist! :angry2:

 

Klar würde dies hier den Rahmen sprengen, dieses Thema in der Tiefe zu klären.

 

Nur kurz zur Info: Es handelt sich um einen aktiven Orden und ich bin 36 Jahre alt.

 

Bereits im Alter von 21 Jahren stand ich vor der Überlegung in einen Orden einzutreten. Damals lagen jedoch die "Dinge" noch anders. Ich war gläubig, liebte Gott und verspürte den inneren Drang Ordensschwester zu werden und hatte diese ständige innere Unruhe (ich weiss nicht, ob ihr das nachvollziehen könnte, wie sich sowas anfühlt). Damals scheiterte dies daran, da ich im Alter von 19 aus der Kirche ausgetreten war (eigentlich aus politischen Gründen, wenn ich das heute rückwirkend analysieren müsste). Ich wollte aber trotzdem Jesus nachfolgen, Gott dienen und in einer Gemeinschaft mit Gläubigen meinen Lebensweg vor Gott gestalten (ora et labora). Leider war (und so ist es auch heute noch) ich immer viel zu ehrlich, d.h. ich gebe keine frömmelnden statements ab um irgendwo "landen" zu können und ein schönes Gesicht zu machen, sondern sage es so wie es ist und wie ich eben bin. Das bedeutet aber nicht, dass ich das alles gut finde, was ich denke und tue. Im übrigen bin ich keine Querulantin, sondern dennoch "teamfähig" und einfühlsam ;-) Damals und auch vor 6 Monaten (als ich die Erfahrung mit dieser Ordensschwester gemacht habe Titel meines gestarteten threads!) habe ich die Erfahrung gemacht, dass es wohl besser gewesen wäre, ich hätte eine andere Person "vorgespielt" als ich in Wirklichkeit bin, denn meine wirkliche Person wird kritisiert und abgelehnt. Wenn man sich für ein Ordensleben entscheidet, dann ist dies keine leichte Entscheidung (lässt man doch vieles hinter sich; vor allem die Selbstständigkeit (wie diese Schwester wohl meinte: Wohnung, Auto, iPod ;-) und Co) Auch ist es ja Gott, der die Pläne, die man vielleicht ganz anders im Kopf hatte, durchkreuzt und anderes mit einem vorhat.

Desweiteren gibt es das Probejahr, das Postulat und dann auch die Novizenzeit innerhalb derer man sich immer noch prüfen kann und auch geprüft wird.

 

Aber noch nicht mal diese Chance habe ich je erhalten. Mancher von Euch mag recht haben, vielleicht war dies immer eine "Härteprobe" und ich habe sie nicht bestanden, da ich mich durch Aussagen von Menschen von meiner Berufung habe abbringen lassen. Ist dies der Fall, würde ich sofort in ein Loch fallen, denn dann muss ich dies eines Tages rechtfertigen, warum ich nicht hartnäckig geblieben bin.

 

Im vergangen Jahr habe ich nun mein Ziel, Ordensfrau zu werden, schmerzhaft zu Grabe getragen. Was bleibt ist diese ständige innere Unruhe und Sehnsucht!

 

LG

 

Iris

Edited by Hymnosakathistos
Link to comment
Share on other sites

Leider war (und so ist es auch heute noch) ich immer viel zu ehrlich, d.h. ich gebe keine frömmelnden statements ab um irgendwo "landen" zu können und ein schönes Gesicht zu machen, sondern sage es so wie es ist und wie ich eben bin. Das bedeutet aber nicht, dass ich das alles gut finde, was ich denke und tue.

 

Herzlichen Glückwunsch!!!!

 

Im vergangen Jahr habe ich nun mein Ziel, Ordensfrau zu werden, schmerzhaft zu Grabe getragen. Was bleibt ist diese ständige innere Unruhe und Sehnsucht!

 

Tja, deutet auf eine Berufung hin.....

 

ich muß jetzt weg (hl. Messe) , aber Du kriegst noch ne PN oder hier einen längeren Beitrag von mir....

 

Schaefchen

Link to comment
Share on other sites

Das mußt du nicht. Suche dir doch mal einen anderen Orden oder Konvent. Mit 36 bis du nicht zu alt. Habe da auch kürzlich ein Bericht gesehen wo es um den Weg als Ordensfrau ging. Da war in den einen Konvent eine 45 jährige Novitzin. Bestimmt nicht alltäglich aber nicht ungewöhlich. An welchen Orden hattest du gedacht??? Hast du dich mal mit verschidenen Orden umgesehen???

Möge Gott dir kraft geben und deine Wege begleiten.

Pace e Bene

Nani

Edited by Nani
Link to comment
Share on other sites

Im vergangen Jahr habe ich nun mein Ziel, Ordensfrau zu werden, schmerzhaft zu Grabe getragen. Was bleibt ist diese ständige innere Unruhe und Sehnsucht!

als ich einmal (vor längerer Zeit) in einer ähnlichen Situation war wie Du jetzt (Berufung zum Diakon, Bewerbung abgelehnt), hat mich der Vortrag von Bernardin Schellenberger zum Nachdenken gebracht:

 

http://www.vkpf.de/index.php?option=com_co...&Itemid=126

 

Die Ablehnung meiner Berufung durch die Diözese ist Bestandteil meiner Berufung ...

Link to comment
Share on other sites

Nur kurz zur Info: Es handelt sich um einen aktiven Orden und ich bin 36 Jahre alt.

 

Bereits im Alter von 21 Jahren stand ich vor der Überlegung in einen Orden einzutreten. Damals lagen jedoch die "Dinge" noch anders. Ich war gläubig, liebte Gott und verspürte den inneren Drang Ordensschwester zu werden und hatte diese ständige innere Unruhe (ich weiss nicht, ob ihr das nachvollziehen könnte, wie sich sowas anfühlt).

 

Congratulation zu dem jugendlichen "Alter". Deine Worte über die Unruhe erinnern mich an ein von mir geliebtes Augustinuswort: "O Gott du hast uns auf dich hin erschaffen, und unruhig ist unser Herz o Herr, bis es Ruhe findet in Dir." Schlimm fände ich, wenn man im Glauben zur "Selbstzufriedenheit" gelangt wäre. Die Anrufe Gottes sind ein Abenteuer - wir müssen auf Überraschungen gefasst sein.

 

Damals scheiterte dies daran, da ich im Alter von 19 aus der Kirche ausgetreten war (eigentlich aus politischen Gründen, wenn ich das heute rückwirkend analysieren müsste). Ich wollte aber trotzdem Jesus nachfolgen, Gott dienen und in einer Gemeinschaft mit Gläubigen meinen Lebensweg vor Gott gestalten (ora et labora). Leider war (und so ist es auch heute noch) ich immer viel zu ehrlich, d.h. ich gebe keine frömmelnden statements ab um irgendwo "landen" zu können und ein schönes Gesicht zu machen, sondern sage es so wie es ist und wie ich eben bin.

 

Nach den Worten der Schrift: "Ach dass du doch heiss wärest oder kalt - aber weil du lau bist, beginnt Gott dich auszuspeien aus seinem Munde" scheint Gott die Leidenschaftlichen zu lieben. Die Sehnsucht nach Wahrheit und Aufrichtigkeit führen m.E. letzlich zu dem der sagt "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben".

 

Das bedeutet aber nicht, dass ich das alles gut finde, was ich denke und tue. Im übrigen bin ich keine Querulantin, sondern dennoch "teamfähig" und einfühlsam ;-) Damals und auch vor 6 Monaten (als ich die Erfahrung mit dieser Ordensschwester gemacht habe Titel meines gestarteten threads!) habe ich die Erfahrung gemacht, dass es wohl besser gewesen wäre, ich hätte eine andere Person "vorgespielt" als ich in Wirklichkeit bin, denn meine wirkliche Person wird kritisiert und abgelehnt.

 

Da kann ich nicht zustimmen. Wir sollen nicht jemand anders spielen. Wir sollen die sein, die wir sind. Gott liebt uns- so wie wir sind- auch wenn ER uns in die verwandeln will, die wir mit seiner Gnadenhilfe sein können. Übrigens wurde auch Jesus- von dem wir glauben dass er der "Heilige Gott" ist- abgelehnt und kritisiert.

 

Wenn man sich für ein Ordensleben entscheidet, dann ist dies keine leichte Entscheidung (lässt man doch vieles hinter sich; vor allem die Selbstständigkeit (wie diese Schwester wohl meinte: Wohnung, Auto, iPod ;-) und Co) Auch ist es ja Gott, der die Pläne, die man vielleicht ganz anders im Kopf hatte, durchkreuzt und anderes mit einem vorhat.

Desweiteren gibt es das Probejahr, das Postulat und dann auch die Novizenzeit innerhalb derer man sich immer noch prüfen kann und auch geprüft wird.

 

Entscheidungen sind nie leicht. Ob man sich dafür entscheidet in einen Orden einzutreten, zu heiraten oder nur dazu, eine bestimmte Arbeit anzunehmen. Wenn wir bereit sind, Ackerboden zu sein- der aufgerissen wird- dann kann und wird die Saat aufgehen.

 

Aber noch nicht mal diese Chance habe ich je erhalten. Mancher von Euch mag recht haben, vielleicht war dies immer eine "Härteprobe" und ich habe sie nicht bestanden, da ich mich durch Aussagen von Menschen von meiner Berufung habe abbringen lassen. Ist dies der Fall, würde ich sofort in ein Loch fallen, denn dann muss ich dies eines Tages rechtfertigen, warum ich nicht hartnäckig geblieben bin.

 

Bitte habe keine Angst und glaube fest an die Liebe Gottes. Bewahre den Frieden tief in deiner Seele. Gott hat nicht nur einen Weg für uns. Glaube an die Großherzigkeit der Liebe Gottes. Vertrau darauf, dass ER Wunderbares mit dir vorhat. Denken wir nicht so "eng" dass alles aus wäre, wenn wir nicht in einen Orden eintreten, heiraten oder diesen oder jenen Weg gehen. Lieben wir Gott aus ganzem Herzen - und gehen wir mutig voran. Gottes Liebe wird uns auf allen Wegen begleiten, wenn wir guten Willens sind. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und segne Deine Wege. Herzlich, Peter

Edited by Mariamante
Link to comment
Share on other sites

Liebe Iris

 

warum lässt Du Dich von der Aussage einer Ordensschwester so beeindrucken? Warum sollte genau diese Person über Deine Berufung Bescheid wissen?

 

Wenn die Schwester Dir die Aufnahme in ihren eigenen Orden verwehrt oder zumindest Dir davon abrät, ist diese Gemeinschaft vielleicht ganz einfach nichts für Dich. Dann kannst Du sogar froh sein, dass sie Dir das so direkt sagt. Du hast das Gefühl, Du hättest Dich verstellen müssen, um dort Anklang zu finden. Ja, vielleicht hätten sie Dich aufgenommen, wenn Du eine andere gespielt hättest - aber wie lange hättest Du das aufrecht erhalten können? Du hättest Dich sozusagen "eingeschmuggelt" - und wärst auf Dauer vmtl. sehr unglücklich geworden, weil Du Dein Spiel langfristig nicht hättest durchhalten können.

 

Auch wenn so eine Ablehnung zunächst schmerzlich ist, ist es wahrscheinlich besser so. Ganz verkehrt wäre es allerdings mE, wenn Du anfangen würdest an Dir zu zweifeln. Du und diese Gemeinschaft - Ihr passt eben nicht zusammen. Aber nicht, weil mit Dir irgendetwas nicht stimmen würde.

 

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz, warum Du Deinen Wunsch, Ordensschwester zu werden, nun gleich ganz zu Grabe trägst. Es gibt doch haufenweise andere Gemeinschaften (auch wenn die Entscheidung für eine konkrete Gemeinschaft sicher etwas Besonderes und keine leichtfertige Angelegenheit ist). Ich kenne mehrere Ordensleute, die länger nach "ihrer" Gemeinschaft gesucht und sich verschiedene Orden angeschaut haben, bevor sie irgendwann eingetreten sind. Ebenso kenne ich mehrere Leute, die bei ihrem Ordenseintritt sogar älter waren als Du und vorher jahrelang ihr Leben allein gemeistert haben.

Link to comment
Share on other sites

Hymnosakathistos

Hallo ihr Lieben,

 

habt herzlichen Dank für Eure Beiträge. Vieles hat mich zum Nachdenken gebracht. Warum ich mein Vorhaben "zu Grabe" getragen habe? Nun, ich habe es versucht als ich Anfang 20 war und es auch jetzt in der Lebensmitte (wo es nochmal einen ganz starken Ruck zur Neuorientierung und Sinnfindung ab) und beide Male bin ich gescheitert. Vielleicht soll es wirklich nicht so sein und ich soll dies in Demut "ertragen". Vielleicht hat Gott eine andere Aufgabe für mich!?

Es waren zum einen die Benediktinerinnen (als ich Anfang 20 war) und zuletzt die Vinzentinerinnen. Also einmal ein kontemplativer und zum anderen ein aktiver Orden (bzw. eine Gesellschaft apostolischen Lebens, die die evangelischen Räte befolgt!) Warum ich mich von der Aussage einer Schwester derart beeindrucken lasse? Nun, ich lasse mich nicht beeindrucken aber ich muss mich wohl der Erfahrung dieser Frau beugen, war sie doch selbst einmal Seminarleiterin (so nennt sich die Novizenmeisterin bei den Vinzentinerinnen). Hätte ich dort hartnäckig meine Kandidatur angemeldet hätte diese Schwester mit Sicherheit versucht, alle Hebel in Bewegung zu setzen um dies Dauerhaft zu verhindern. Hinterher hätte sie es natürlich so gedreht, das es mein eigenes Scheitern gewesen wäre (so wie sie auch unser Kontaktende zurechtgedreht hat). Bei dieser Gemeinschaft schwante mir sogar, dass man dort gar keinen Nachwuchs haben möchte (warum mich dieses Gefühl durchwandert weiss ich nicht genau! Auf der anderen Seite klagte man jedoch über Nachwuchsmangel weltweit und lobte Frauen aus Afrika oder dem asiatischen Raum, die als einziger Nachwuchs in Aussicht stünden) Auch ist mir aufgefallen, dass diese besagte Schwester kein Verständnis für innere Kämpfe (gut/böse) aufbringen wollte.

Ich möchte mich einfach nicht verstellen müssen um meiner Ernsthaftigkeit Ausdruck zu verschaffen. Warum darf ich nicht sagen, was mich bedrängt, beschäftigt und was Teil meines Lebens bzw.meiner Vergangenheit ist? Es ist schwer!

 

Ich danke Euch für Eure Gedankenanstöße und Hilfen!

 

Pax

Link to comment
Share on other sites

Karl Suso Frank, Seite 124. ... Aber ein Kloster lebt nicht aus sich selbst. Es ist in seiner Lebensfähigkeit auf seine Umgebung in all Ihren Dimensionen angewiesen. Es will in ein klosterfreundliches Milieu eingebettet sein.

 

Dieses Angewiesen sein, könnte Hymnosakathistos bei genauem hin sehen, argen Kummer bereiten.

 

Aber das ist doch ein "Allgemeinplatz" eine Ehe will auch in ein "ehefreundliches" Milieu eingebettet sein. Auch da weiß man nicht, was man kriegt... *find*

 

Karl Suso Frank, Seite 202. ...Manch geschickter Klosterverwalter wusste ebenso nachzuhelfen: "Die Mönche stehen unablässig auf der Lauer und suchen den rechten Augenblick abzupassen, um einen Weinberg, ein Aeckerchen, ein Haus, ein Flur, die an die Hütte eines Armen stösst, einzustecken, sei es, dass sie den Nachbarn ängstigen oder durch Ränke ihn auf Ihre Seite bringen. Wie ein fressendes Feuer wisse sie also in die neben ihnen liegenden Güter einzudringen, nicht weil sie deren bedürfen, sondern in der Absicht, an der Verlassenheit der Nachbarn für Ihre Verbrechen einen Schutz gegen Vorwürfe zu haben, .... gleichsam als Sklaven untertänig zu machen.

 

Ja nett, und welches Jahrhundert beschreibt Frank hier? Bestimmt nicht das 20.te oder gar 21.te.

 

Darfst kein Gewissen haben Hymnosakathistos, beim Zuschauen. Weshalb Mönche ein derart abgeschwächtes Rechtsempfinden haben können, darüber kann ich nur nachdenken.

 

Kinder ihrer Zeit? Wie gesagt, das wird sich meiner Meinung nicht auf das 20te oder 21te Jhdt beziehen.

 

Dominique le Tourneau, Seite 31. ...Jeder Mensch ist zur Heiligkeit berufen, ohne deshalb seinen Platz in der Welt verlassen zu müssen.

 

Nein, der Mensch muß seinen Platz in der Welt nicht verlassen. Aber, wenn Gott einen Menschen zum Ordensleben beruft, wird dieser Mensch in "der Welt" seinen innersten Frieden vermutlich nicht finden, weil er spürt, an seiner eigentlichen Berufung vorbei zu leben.

 

Der klösterliche "Anstand" lässt eine solche Ausserung nicht zu.

 

Wie kommst darauf? Meiner Meinung nach völlig aus der Luft gegriffen, diese Aussage.

 

Dominique le Tourneau, Seite 36. ... Ora et labora... ... auf die Weltchristen wird sie nicht übertragen. Sie blicken bewundernd auf die Klöster, die aus ihrer Weltabgeschiedenheit heraus ....

Kurz gefasst, labora ist kein Privileg der Klöster, der Weltchrist kann sich durch Arbeit gleich gut heiligen wie die Mönche es durch Arbeit tun!

 

Eben. Und warum sollte man dann nicht ins Kloster gehen, wenn man dafür berufen ist?

 

und standen zugleich unter dem Zwang, doch in der Welt zu bleiben, weil sie keine Berufung zum Ordensleben in sich fühlten ..... .

 

Unter dem Zwang in der Welt bleiben zu müssen, weil man keinen Platz in einem entsprechenden Kloster findet, stehen die zum Ordensleben berufenen. Also, auch das kein Argument. Du blendest die persönliche Berufung aus!

 

Dominique le Tourneau, Seite 56. ... Von seiner Lebenseinstellung, seiner kollegialen Haltung und Brüderlichkeit hängt es zum guten Teil ab, ob seine Mitmenschen bereit werden, die übernatürliche Heilsbotschaft aufzunehmen.

 

Gilt im und ausserhalb des Klosters, so what?

 

Es muss schon Glück sein, wenn Hymnosakathistos, Geschwisterlichkeit im Kloster findet, besser nicht erwarten.

 

Ach ja? Was Du alles so pauschal über Klöster weißt...

 

Dominique le Tourneau, Seite 70. ... Es geht ihm einzig um die Seelen. Unser Geist gibt uns nicht das Recht, wie jene Gruppen zu arbeiten,in denen Günstlingswirtschaft oder gegenseitige Beweihräucherung betrieben wird...

 

"Günstlinge" gibt es in der Klosterwelt, es wird nicht einfach sein kein Günstling zu sein, dann es ist nicht gut zu leben, wenn Hymnosakathistos kein Günstling im Kloster wird.

 

"Günstlinge" gibt es aber auch in der Welt, in jedem Unternehmen, so, what?

 

Dominique le Tourneau, Seite 194. ... Eine geistliche Leitung darf nicht daraus hinauslaufen, Menschen ohne eigenes Urteilsvermögen heranzubilden, die sich darauf beschränken auszuführen, was andere ihnen sagen.

Im Gegenteil: der Sinn der geistlichen Leitung besteht darin, die eigene Urteilsfähigkeit zu stärken, und ein eigenes Urteil setzt charakterliche Reife, ausreichende Kenntnis der christlichen Lehre, Feinfühligkeit und Willenstärke voraus."

 

Hymnosakathistos wird das eigene Urteilsvermögen, die eigene Urteilsfähigkeit und der Rest dazu, beim Klostereintritt als ersten Schritt in das neue Leben, an der Pforte abgeben müssen.

 

Ach, woher Du das weißt? Soviel ich weiß, formen viele Orden reife Persönlichkeiten, die sind darauf angewiesen, sonst würden sie schon lange dicht gemacht haben.

 

Dominique le Tourneau, Seite 186. ... Deshalb sprach der Gründer von einer "lächelnden Askese"

Wird im Kloster nicht gerne gesehen, lächeln ist für manche "Kutten" etwas unreifes.

 

Na, Du kennst Dich wirklich nicht aus im Kloster! Habe ich hier nicht unlängst einen Beitrag gelesen, von einem der mal ein Fokolar-Wochenende besuchte, oder eine Woche, und dann durch das permanente Grinsen und die betonte Höflichkeit spätestens am dritten Tag sehr angenervt war. Siehe doch z.B. die Zisterzienser von Heiligkreuz in Ösiland. Die sehen nicht aus, wie traurige Heilige, oder künstlich Grisende. Und da gibt es mehr davon, die nur nicht so medienwirksam sind,wie Heiligkreuz.

 

Offensichtlich kann ein Mensch, wenn er sich von Gott führen lässt, einen ganz persönlichen und einzigartigen Weg beschreiten.

 

Und der kann auch im Klosterleben bestehen, wo der/die Eingetretene ganz im Stillen Gottes Willen zu erfüllen sucht. Alltagsheiligung gewissermaßen. :angry2:

 

Opus Dei, Fokkolar-Bewegung, usw. usw. alle diese "Organisationen" weisen darauf hin, dass für die persönliche Heiligung viele gute Wege offen stehen.

 

Nur, darum geht es Iris nicht, es geht ihr um das Thema: ich fühle mich zum Ordensleben berufen. Und Du fährst hier die gegenteilige Berufung auf, und dies mit Unterstellungen übelster Art. Hilfreich für Iris ist dies nicht.

 

Wenn jemand nach einer sehr langen Zeit, in der er sich geistlich betreuen liess, zum Entschluss kommt, das Ordensleben wählen zu dürfen, so ist das für mich sehr glaubhaft.

Mit 80 Jahren dann? Oder wie lange soll man zögern, dem Ruf Gottes zu folgen?

 

Wenn ein Priester versucht, seinen Betreuten über gewisse "Hürden" hinweg zu führen, kann das für den Betreuten unglaublich hart, bitter und tränenreich sein.

 

Schon einmal erlebt, .... das mit den Tränen?

 

Was ist das denn für eine Frage? vielleicht hat Iris diese Hürden nicht zu überwinden, die Du zu überwinden hast?

 

Liebe Iris, laß Dich durch Doggi nicht abschrecken. Der schreibt nicht über Berufung, sondern listet hier gezielt Anti-Klösterliche Dinge auf, pro Opus Dei oder Fokularbewegung. Vielleicht gehört er einer solchen Bewegung an und möchte Dich gewinnen. Das ist ein sehr einseitiger Beitrag, muß ich leider feststellen. Und hilfreich erscheint er mir nicht.

 

Gruß

 

Schaefchen

 

 

Schaefchen

 

Ich bin beeindruckt, wie du dich mit meinen Texten auseinander gesetzt hast, ja das ist auch Freude dabei.

Es war mir ein Anliegen, meine Wissensquellen offen zu legen.

Karl Suso Frank hat ein kluges Standartwerk über das Mönchtum geschrieben.

Maureders Buch sollte jeder Ordensinteressierte einmal gelesen haben, es ist einem Suchenden eine grosse Hilfe.

Opus Dei, Fokkolar-Bewegung, und viele andere "Organisationen" bieten den Menschen, Wege zu Gott an.

Das faszinierende an der Heiligen Gestalt -Bruder Klaus- ist, das er ein "Zivilmensch" war, der den Sprung zum absolut kontemplativen Eremiten geschaft hat, ohne sich in einer (klösterlichen) Gemeinschaft darauf vorzubereiten.

Schaefchen, ich habe eine ganze Vielfalt von Denkanstössen geboten.

Wenn ich deine Antworten lese, dann wird mir bewusst, dass es mir nicht gelungen ist, eindeutige klare Aussagen zu formulieren, das tut mir leid und hoffe du kannst mir verzeihen.

 

doggi

Edited by doggi
Link to comment
Share on other sites

Hätte ich dort hartnäckig meine Kandidatur angemeldet hätte diese Schwester mit Sicherheit versucht, alle Hebel in Bewegung zu setzen um dies Dauerhaft zu verhindern. Hinterher hätte sie es natürlich so gedreht, das es mein eigenes Scheitern gewesen wäre (so wie sie auch unser Kontaktende zurechtgedreht hat).

 

Eine klare Aussage, wäre vielleicht passender gewesen, kann ich nicht beurteilen.

 

Bei dieser Gemeinschaft schwante mir sogar, dass man dort gar keinen Nachwuchs haben möchte (warum mich dieses Gefühl durchwandert weiss ich nicht genau! Auf der anderen Seite klagte man jedoch über Nachwuchsmangel weltweit und lobte Frauen aus Afrika oder dem asiatischen Raum, die als einziger Nachwuchs in Aussicht stünden)

 

Hm, finde ich glaubhaft, was Du da berichtest. Ich würde auch die Finger davon lassen.

 

Ich möchte mich einfach nicht verstellen müssen um meiner Ernsthaftigkeit Ausdruck zu verschaffen. Warum darf ich nicht sagen, was mich bedrängt, beschäftigt und was Teil meines Lebens bzw.meiner Vergangenheit ist? Es ist schwer!

 

Verstellen bringts nicht...

 

Du könntest mal versuchen, mit dieser Frau hier Kontakt aufzunehmen... ich kenne die. Sie wird Dich nicht irgendwo hinziehen, wo Du nicht hingehörst, und unter umständen auch sagen, warum sie Dich nicht fürs Ordensleben geschaffen sieht, falls sie das so sieht.

 

Aufgeben kannst Du immer noch....

Link to comment
Share on other sites

Schaefchen, ich habe eine ganze Vielfalt von Denkanstössen geboten.

Wenn ich deine Antworten lese, dann wird mir bewusst, dass es mir nicht gelungen ist, eindeutige klare Aussagen zu formulieren, das tut mir leid und hoffe du kannst mir verzeihen.

 

Ich weiß in der Tat nicht, was Du mit Deinem Beitrag wolltest, eben weil es soviel verschiedene Sachen waren. Eine Diskussion über dieses Themen wäre sicher interessant, aber ich glaube, das würde tatsächlich am Anliegen von Iris vorbei gehen. Sie hat momentan, so wie ich es sehe, eine innere Not, und da fand ich Deinen Beitrag eben nicht so hilfreich.

 

Nix für ungut. Trinken wir einen auf uns und auf das neue Jahr.

 

Prost!

Link to comment
Share on other sites

Hymnosakathistos
Schaefchen, ich habe eine ganze Vielfalt von Denkanstössen geboten.

Wenn ich deine Antworten lese, dann wird mir bewusst, dass es mir nicht gelungen ist, eindeutige klare Aussagen zu formulieren, das tut mir leid und hoffe du kannst mir verzeihen.

 

Ich weiß in der Tat nicht, was Du mit Deinem Beitrag wolltest, eben weil es soviel verschiedene Sachen waren. Eine Diskussion über dieses Themen wäre sicher interessant, aber ich glaube, das würde tatsächlich am Anliegen von Iris vorbei gehen. Sie hat momentan, so wie ich es sehe, eine innere Not, und da fand ich Deinen Beitrag eben nicht so hilfreich.

 

Nix für ungut. Trinken wir einen auf uns und auf das neue Jahr.

 

Prost!

 

Liebes Schäfchen,

 

hab Dank für Deine Antwort und für den link zu Sr. Mirjam. Ich werde sie kontaktieren und schauen, was sich ergibt.

 

Euch allen Gottes Segen!

 

LG

 

Iris

Link to comment
Share on other sites

Schaefchen, ich habe eine ganze Vielfalt von Denkanstössen geboten.

Wenn ich deine Antworten lese, dann wird mir bewusst, dass es mir nicht gelungen ist, eindeutige klare Aussagen zu formulieren, das tut mir leid und hoffe du kannst mir verzeihen.

 

Ich weiß in der Tat nicht, was Du mit Deinem Beitrag wolltest, eben weil es soviel verschiedene Sachen waren. Eine Diskussion über dieses Themen wäre sicher interessant, aber ich glaube, das würde tatsächlich am Anliegen von Iris vorbei gehen. Sie hat momentan, so wie ich es sehe, eine innere Not, und da fand ich Deinen Beitrag eben nicht so hilfreich.

 

Nix für ungut. Trinken wir einen auf uns und auf das neue Jahr.

 

Prost!

 

Danke, auch von mir beste Wünsche und ein gutes Neues Jahr

 

Prost!

 

Gruss

doggi

Link to comment
Share on other sites

ich sprach einmal mit einer Ordensschwester (die selbst einmal Novizenmeisterin war) über die Möglichkeit eines Ordenseintritts meiner Person. Sie meinte dazu, dass sie glaubt, ich sei a) zu alt und :angry2: zu selbstständig, da ich bereits zu lange im Berufsleben stehen würde und einen eigenen Hausstand hätte. Im Gegenzug meinte sie aber auch: "Sie wissen schon, dass wir sie hier mit ihren Fähigkeiten gut brauchen könnten". Mich hat diese Äußerung sehr geärgert, gab sie mir noch nicht mal die Möglichkeit einer Probezeit. Sollte das nun für mich bedeuten: Nur wer unselbständig ist und direkt von Mamas Rockzipfel ins Kloster geht, ist dort willkommen? Ich dachte, es käme auf die innere Einstellung an und der Bereitschaft Gott zu dienen und alles dafür aufzugeben.

 

Gibt es hier Ordenserfahrene die mir weiterhelfen können?

Ich bin zwar nicht ordenserfahren, aber nachdem ich Schwester Jordana von den Dominikanerinnen von Bethanien im "Wort zum Sonntag" und auch in einer Talkshow mit u.a. Kardinal Meissner erlebt habe, kann ich Dir nur sagen: diese Frau ist selbstständig (und sie hatte auch nicht unbedingt die gleiche Meinung wie Meissner in der Talkshow). Daraufhin hab ich mir die Webseite der Dominikanerinnen angesehen - http://www.dominikanerinnen-op.de - und war sehr davon angetan. Auch die Sendung "Te deum" über die Dominikaner war sehr interessant, und ich kann nur sagen, diese Leute stehen mit beiden Beinen auf der Erde.

 

Brandy

Link to comment
Share on other sites

Hallo Iris!

 

Frohes Neues Jahr!

 

Ich musste gerade beim Lesen an den Kaplan meiner Jugendzeit denken. Einer in meiner Clique spielte mit dem Gedanke Priester zu werden. Der Kaplan riet ihm ab. Auf die Frage warum, meinte er inhaltsgemäß, guckt Euch mein Leben an? Dazu soll ich jemandem raten? Wenn er wirklich berufen ist und Priester werden will, wird er es werden, egal was ich sage, wenn nicht, muss ihm früh abgeraten werden.

 

Vielleicht hat die ehemalige Seminarleiterin eine ähnliche Einstellung zu angehenden Bewerberinnen. Vielleicht nimmt sie nur Leute, die sagen: Ich will in Ihren Orden!

Link to comment
Share on other sites

ich sprach einmal mit einer Ordensschwester (die selbst einmal Novizenmeisterin war) über die Möglichkeit eines Ordenseintritts meiner Person. Sie meinte dazu, dass sie glaubt, ich sei a) zu alt und :angry2: zu selbstständig, da ich bereits zu lange im Berufsleben stehen würde und einen eigenen Hausstand hätte. Im Gegenzug meinte sie aber auch: "Sie wissen schon, dass wir sie hier mit ihren Fähigkeiten gut brauchen könnten". Mich hat diese Äußerung sehr geärgert, gab sie mir noch nicht mal die Möglichkeit einer Probezeit. Sollte das nun für mich bedeuten: Nur wer unselbständig ist und direkt von Mamas Rockzipfel ins Kloster geht, ist dort willkommen? Ich dachte, es käme auf die innere Einstellung an und der Bereitschaft Gott zu dienen und alles dafür aufzugeben.

 

Ich bin zwar nicht ordenserfahren, aber immerhin ein wenig rechtskundig.

 

Die Schwester hat gar keine Ablehnung ausgesprochen, auch wenn Du es so empfunden haben magst. Sie hat auf erwartbare Probleme hingewiesen, das darf und muss man von einer erfahrenen Novizenmeisterin erwarten. Klar gibt es ein Postulat und ein Noviziat und dann noch zeitliche Gelübde (und zuvor Aufenthalte auf Zeit), um sich zu prüfen und damit der Orden Zeit hat, die Bewerberin zu prüfen, aber zum Eintritt in das Postulat gehört die Kündigung der Arbeitsstelle und der Wohnung, ein Umzug usw. Ein einfachen zurück gibt es da in der Regel nicht.

 

Sprich mit der zuständigen Novizenmeisterin des Ordens, für den Du Dich interessierst. Abstrakt ist es hier nicht möglich, anständige Hinweise zu geben. Zu unterschiedlich sind die Orden, und jeder hat seinen Weg und im übrigen auch sein konkretes "Personal", mit dem man auch leben können muss. Ich glaube aber sagen zu dürfen, dass Eigenständigkeit in der Regel nicht schadet, die ausgeprägtesten Individualisten kenne ich aus dem Kreis der Ordensleute! Aber es ist gewiss eine Umstellung, wenn man kein eigenes Geld mehr hat, wenn eine Gemeinschaft auch über einen selbst entscheidet. Aber im Ernst: Mit Familie ist das auch nicht sooo anders....

 

Ich wünsche Dir von Herzen Glück und Segen bei Deiner Entscheidung, wenn Du schon weist, wohin Du willst, dann frage dort, ansonsten ist es durchaus nicht ehrenrührig, an mehrere Pforten zu klopfen auf der Suche nach der richtigen Tür. ER wird dich führen!

Link to comment
Share on other sites

×
×
  • Create New...