Jump to content

Auge um Auge?


Theodora
 Share

Recommended Posts

Hallo!

 

Handelt ihr nach dem Prinzip "Auge um Auge"? Wie geht ihr damit um, wenn euch jemand ein Veilchen (auch im übertragenen Sinne) verpasst?

 

In der Bergpredigt heißt es, dass die Sanftmütigen selig seien. Wie denkt ihr darüber? Wie geht ihr damit um? Handelt ihr danach?

Link to comment
Share on other sites

Hallo!

 

Handelt ihr nach dem Prinzip "Auge um Auge"? Wie geht ihr damit um, wenn euch jemand ein Veilchen (auch im übertragenen Sinne) verpasst?

 

In der Bergpredigt heißt es, dass die Sanftmütigen selig seien. Wie denkt ihr darüber? Wie geht ihr damit um? Handelt ihr danach?

"Handelt ihr nach dem Prinzip "Auge um Auge"? Nein.

 

" Wie geht ihr damit um, wenn euch jemand ein Veilchen (auch im übertragenen Sinne) verpasst?"

Ich lerne schneller gehend auszuweichen und hinter ihm zu stehen.

 

 

"In der Bergpredigt heißt es, dass die Sanftmütigen selig seien. Wie denkt ihr darüber? "

Besser Lieben als Hassen.

 

"Wie geht ihr damit um?"

Ich versuche so zu handeln.

 

 

"Handelt ihr danach?"

Ich hoffe es für mich. ;-)))

Edited by pmn
Link to comment
Share on other sites

Jedenfalls heißt es: "Auge für Auge" und setzt eine Grenze für Wiedergutmachungsansprüche (also wenn dir jemand ein Auge ausgeschlagen hat, darfst du nicht den Gegenwert für eine 100%ige Behinderung erwarten). Das nur zur sachlichen Vorlage. :angry2:

Edited by Elima
Link to comment
Share on other sites

Erst einmal ein Sprichwort, dass ich in einer 'heissen' politischen Zeit oft hörte und von dem ich glaube, dass es stimmt:

Im konsequenten "Auge um Auge" werden letztendlich alle blind.

Keine Ahnung von wem es ist.

Meine menschliche Grundnatur ist ganz für Auge um Auge, jedes 'Veilchen' scheint mir unerträglich.

Mein Verstand gibt dem obgenannten Sprichwort völlig recht und sagt mir, dass ich andere Wege suchen soll.....die ich nicht so leicht finde.

Gott sei Dank, kenne ich auch sein Wort, dass ja nicht nur unterrichtet, sondern auch wirksam ist. Im 3. Gottesknechtlied von Jesaja heisst es:

Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen.....mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähung und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Jes. 50, 6,7

Das ist für mich die einzige Lösung: Gott, der Herr, wird mir helfen. Denn ohne seine Hilfe kann ich nur: a) zurückschlagen, :angry2: nach aussen hin ruhig bleiben aber innerlich vor Wut zerplatzen, c) mich von Ressentiments zerfressen lassen, d) wenn der Veilchenproduzent stärker ist als ich, resignieren, e) mich als grossartiges Opferlamm empfinden. Keine der 5 Möglichkeiten ist der psychischen Gesundheit dienlich und noch viel weniger christlich.

Aufs Auge um Auge verzichten kann ich nur mit der Hilfe dessen, der es mir voexerziert hat, der aber auferstanden ist und von dem es im Credo heisst, dass er der Herr ist - stärker als meine stärksten Rachegelüste. Wenn ich nicht um diese Hilfe bitte: siehe die 5 oben genannten Möglichkeiten. Wenn er sie mir aber gibt: eine Freiheit, die ihresgleichen sucht.

Edited by Cayena
Link to comment
Share on other sites

Erst einmal ein Sprichwort, dass ich in einer 'heissen' politischen Zeit oft hörte und von dem ich glaube, dass es stimmt:

Im konsequenten "Auge um Auge" werden letztendlich alle blind.

Keine Ahnung von wem es ist.

 

Nach dieser Quelle ist es von Ghandi.

Link to comment
Share on other sites

Erst einmal ein Sprichwort, dass ich in einer 'heissen' politischen Zeit oft hörte und von dem ich glaube, dass es stimmt:

Im konsequenten "Auge um Auge" werden letztendlich alle blind.

Keine Ahnung von wem es ist.

 

Nach dieser Quelle ist es von Ghandi.

 

Danke, der ganze Artikel ist interessant

Link to comment
Share on other sites

Ja stimmt. Wollte ich auch gerade darauf hinweisen, dass in dieser Quelle auch ein paar interessante Deutungen zu finden sind.

 

Meiner pers. Meinung nach ist das "Auge für Auge" dem "alten Bund" des AT zuzuordnen und stellt einen Schritt in der "Entwicklung" des von Gott gewollten Umgangs miteinander dar. Für die damalige Zeit war der Ausspruch, "verlange nur soviel Schadensersatz, wie dir auch Schaden entstanden ist", sicher eine kleine Revolution.

 

Im "neuen Bund" spricht Jesus in der Bergpredigt (Mt 5,38-39 und 43-48) davon, dass es besser ist, sich auf das Spiel des "Gegners" gar nicht erst einzulassen. (Was m.E. nicht heißt, dass man alles teilnahmslos hinnehmen soll!)

 

Ein früher Ausstieg aus der "Gewaltspirale", sozusagen: "Ja, du hast mich beleidigt, geschlagen ..., aber ich erwidere es nicht auf gleicher Ebene. Du wirst vor Gott über deine Taten nachsinnen müssen. (Und natürlich ggf. auch vor einem weltlichen Richter.)

 

Und warum das Ganze? Jesus zeigt uns so einen Weg zu Gott (Mt 5,48): "Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist."

 

 

Hier noch rasch die o.g. Passagen:

38 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.

39 Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.

[...]

43 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.

44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,

45 damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

46 Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?

47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?

48 Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

Link to comment
Share on other sites

Jedenfalls heißt es: "Auge für Auge" und setzt eine Grenze für Wiedergutmachungsansprüche (also wenn dir jemand ein Auge ausgeschlagen hat, darfst du nicht den Gegenwert für eine 100%ige Behinderung erwarten). Das nur zur sachlichen Vorlage. :angry2:

 

noch genauer sagt der jüdische Neutestamentler (!) Pinkas Lapide, die richtige übersetzung sei hier "Augenersatz für Auge", also nich t dem anderen auch ein Auge ausschlagen, sondern anderweitig Ersatz leisten. Diese Bibelstelle ist folglich eine der am meisten missverstandenen!

Link to comment
Share on other sites

Jedenfalls heißt es: "Auge für Auge" und setzt eine Grenze für Wiedergutmachungsansprüche (also wenn dir jemand ein Auge ausgeschlagen hat, darfst du nicht den Gegenwert für eine 100%ige Behinderung erwarten). Das nur zur sachlichen Vorlage. :angry2:

 

noch genauer sagt der jüdische Neutestamentler (!) Pinkas Lapide, die richtige übersetzung sei hier "Augenersatz für Auge", also nich t dem anderen auch ein Auge ausschlagen, sondern anderweitig Ersatz leisten. Diese Bibelstelle ist folglich eine der am meisten missverstandenen!

 

Unterstellt nicht Lapide hier eine bewusste Falschübersetzung, um zu zeigen, wie rachsüchtig Juden sind?

Link to comment
Share on other sites

Jedenfalls heißt es: "Auge für Auge" und setzt eine Grenze für Wiedergutmachungsansprüche (also wenn dir jemand ein Auge ausgeschlagen hat, darfst du nicht den Gegenwert für eine 100%ige Behinderung erwarten). Das nur zur sachlichen Vorlage. :angry2:

 

noch genauer sagt der jüdische Neutestamentler (!) Pinkas Lapide, die richtige übersetzung sei hier "Augenersatz für Auge", also nich t dem anderen auch ein Auge ausschlagen, sondern anderweitig Ersatz leisten. Diese Bibelstelle ist folglich eine der am meisten missverstandenen!

 

Unterstellt nicht Lapide hier eine bewusste Falschübersetzung, um zu zeigen, wie rachsüchtig Juden sind?

 

 

verstehe nur Bahnhof, die Juden sind doch gerade nicht rachsüchtig

Link to comment
Share on other sites

Jedenfalls heißt es: "Auge für Auge" und setzt eine Grenze für Wiedergutmachungsansprüche (also wenn dir jemand ein Auge ausgeschlagen hat, darfst du nicht den Gegenwert für eine 100%ige Behinderung erwarten). Das nur zur sachlichen Vorlage. :angry2:

 

noch genauer sagt der jüdische Neutestamentler (!) Pinkas Lapide, die richtige übersetzung sei hier "Augenersatz für Auge", also nich t dem anderen auch ein Auge ausschlagen, sondern anderweitig Ersatz leisten. Diese Bibelstelle ist folglich eine der am meisten missverstandenen!

 

Unterstellt nicht Lapide hier eine bewusste Falschübersetzung, um zu zeigen, wie rachsüchtig Juden sind?

 

verstehe nur Bahnhof, die Juden sind doch gerade nicht rachsüchtig

 

Vielleicht geht es auch darum, dass Juden eben bewusst von Christen "verzeichnet" wurden, siehe auch Judas (ich meine jetzt nach der Auffassung Lapides). Aber 20 Jahre reichen nicht, dass ich das gelesen habe (und wo das Buch beim Ausräumen angekommen ist, weiß ich auch nicht, nicht jedenfalls im Papierkorb).

Edited by Björn
Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...