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Ein Rätsel...


Stefan M.
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Vor ein paar Tagen hat ein Mitbruder von mir ein Rätsel geschickt bekommen. Es ist recht kniffelig und ich weiß die Lösung nicht, deshalb wollte ich es mal hier niederschreiben, in der Hoffnung, daß vielleicht jemand die Antwort kennt.

 

Also:

 

" Am 6. April 1936 stand in der Zeitung: Oliver Kramer, der bereits im Ersten Weltkrieg als Feldmarschall diente und in Berlin Polizeipräsident war, ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Finde eine Ungereimtheit, einen Fehler o.Ä.

Wenn Du denkst, daß Du die Lösung weißt, dann denkst Du es nicht nur, sondern Du weißt es."

 

Vielleicht weiß ja jemand des Rätsels Lösung.

 

PS: Ich hoffe, ich habe alles wortgetreu wiedergegeben...

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Ich denke mal, dass es 1936 in Berlin das Amt des Polizeipräsidenten vielleicht nicht gab.

Oder aber es gab am 6. April, der evtl. ein Sonntag war, gar keine Zeitungen (oder der 6. April war ausgefallen :) ).

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Oh, das ist aber schwierig, Stefan....

 

Vielleicht wußte man am 6. April 1936 ja gar nicht, daß es noch einen zweiten Weltkrieg geben würde....

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Zitat von Ralf am 17:20 - 16.November.2002

Ich denke mal, dass es 1936 in Berlin das Amt des Polizeipräsidenten vielleicht nicht gab.


 

Doooooch - die preußische Polizei ist schließlich sozusagen die "Mutter" aller Sicherheits- und Ordnungsbehörden!

 

"Mit Beginn des aufgeklärten Absolutismus setzte eine neue Entwicklungdes Polizeiwesens ein: 1713 gibt es in Preußen Exekutivbeamte, die als Polizeyreuter" auf dem flachen Lande tätig waren. In Berlin wird 1718 ein Polizeiinspektor" vom Magistrat ernannt, der mit einigen Polizeidienern sicherheitspolizeiliche Aufgaben erfüllen sollte. Hier ist der Anfang der deutschen Kriminalpolizei zu sehen. 1742 erläßt Friedrich der Große eine ausführliche Polizeiinstruktion. Die Stadt Berlin wird in 18 Polizeibezirke eingeteilt und nach Pariser Vorbild organisiert. Die Leitung der Polizei hatte der königliche Polizeidirektor. Jeder Bezirk wird von einem Bezirkskommissar geleitet, derfür Ruhe und Ordnung verantwortlich ist. In Preußen trennen sich bald darauf Wohlfahrtspflege und Sicherheitsschutz. Nur die Einhal-tung der Sicherheit blieb Sache derPolizei. Mit Paragraph 1O II 17 des Preußischen Allgemeinen Landrechts von 1794 wird der neue Polizeibegriff klassisch formuliert: Aufgabe der Polizei ist es, die nötigenAnstalten zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnungzu treffen, sowie von den Einzelnen und der Allgemeinheit Gefahren abzuwehren.

 

Nach den Ereignissen der Französischen Revolution von 1789 hatte jeder kleine Landesherr Angst um seinen Kopf. Die Folgen waren 50 Jahre Rückschritt und Verfall zum Polizeistaat. Man fragte nicht mehr groß nach den Mitteln, deren sich die Polizei bediente, Hauptsache war, dass Ruhe herrschte und der neue Bürgersinn unterdrückt werden konnte. Die Stein-Hardenbergsche Reform von 1807/1808 hatte zwar dem Bürger Einfluß auf die kommunale Selbstverwaltung gegeben, die Polizei war aber noch immer ein Instrument des jeweiligen Landesherren. Sie wurde jetzt besonders eingesetzt, um jede freie Meinungsäußerung zu unterdrücken. Besonders die Karlsbader Beschlüsse von 1819 gegen nationale und liberale Bewegungen, Pressefreiheit, Burschenschaften und Turnvereine gaben der Polizei Generalvollmacht zu Unterdrückung freiheitlicher, demokratischer und nationaler Bestrebungen.

 

Anno 1848 revoltierten die Bürger dagegen. Die in Frankfurt gebildete Nationalversammlung konnte aber die vorhandenen starken Einflüsse der Restauration noch nicht überwinden. So führte die rein sachliche Tätigkeit der Polizei um 1800 zur Einführung einer Criminalkommission beim Kammergericht Berlin, die sich aus 6 Beamten zusammensetzte. Sie hatten nur Verbrechen und Vergehen zu bearbeiten.

 

1809 wurde für Berlin ein Polizeipräsident ernannt, der 1811 eine Kriminalabteilung schuf, die die Beamten der Criminalcommission ablöste. Neben einem Polizeiamt und einem Fremdenbüro wurde auch ein Sicherheitsbüro gegründet. Nach heutigen Erkenntnissen bestanden somit zwei Kriminalpolizeien, wovon eine dem Kriminalgericht unddie andere dem Polizeipräsidenten unterstellt war. Die Beamten des Sicherheitsbüros waren für die Erfassung und Kontrolle sämtlicher Einwohner und deren Personen- und Eigentumssicherung zuständig. Die Kriminalabteilung ­ein uniformierter Kriminalinspektorund 3 Kommissare, denen Gendarme zugeordnet werden konnten - befaßte sich hauptsächlich mit der Aufklärung von Kapitalverbrechen und der Bekämpfung von Berufsverbrechern."

 

(www.dpolg.de)

 

(Geändert von eule um 18:56 - 16.November.2002)

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Zitat von Katharina am 18:39 - 16.November.2002

Oh, das ist aber schwierig, Stefan....

 

Vielleicht wußte man am 6. April 1936 ja gar nicht, daß es noch einen zweiten Weltkrieg geben würde....


 

Das wird es wohl sein. Auf jeden Fall wird man den 1. Weltkrieg damals noch nicht numeriert haben.

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Danke für die Antworten! Ich denke, das ist des Rätsels Lösung! Wie gesagt, ich wußte selbst keine Lösung, aber Dank Eurer Hilfe ist es wohl gelöst.

 

 

D A N K E !

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