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Glauben und Wissen


4NiK

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Hallo ich bin neu im Forum und hoffe auf geistige Bereicherungen und kurzweilige Unterhaltung.

 

 

Ich las eben Überlegungen zur geistlichen Ehe, in denen es um die Infragestellung der Gläubigkeit des Ehepartners geht. Mir fiel dazu spontan ein, dass man eigentlich niemals sagen kann, was ein zweiter weiß oder glaubt. Ich frage mich mit welchem Recht man sich heraus nimmt über die Aufrichtigkeit des Glaubens/Wissens eines anderen Menschen zu urteilen.

 

Das, was ich weiß, kann von einem zweiten Menschen immer nur als Glauben gesehen werden, da ein inneres Wissen niemals beweisbar ist. Wenn ich an einem Tisch sitze und einen darauf liegenden Apfel betrachte und dann sage, dass ich an das Dasein des Apfels glaube, dann wird in meinem Inneren eine Gewissheit um das Dasein des Apfels bestehen. Ein Zweiter wird meiner Gewissheit zustimmen, weil er den Apfel ebenfalls sieht. Aber wenn es sich bei der mir vorliegenden Gewissheit um eine tanszendente Sache handelt, dann kann kein Zweiter mir jemals mit Gewissheit zustimmen (solange er nicht für sich allein dieselbe innere Gewissheit erlangt hat). Wenn ich einem zweiten Menschen den Weg zur Erkenntnis der transzendenten Sache weisen möchte, oder auch nur den für mich geltenden Stellenwert bezeugen will, dann muss ich immer ein Glaubensbekenntnis ablegen, obwohl ich es dann eigentlich Wissens- oder Gewissheitsbekenntnis nennen müsste. Aber wenn ich es so nennen würde, sähen sich viele Hörer meines Bekenntnisses auf den Schlips getreten. Ich denke besonders enthusiastische Personen würden mich sogar verurteilen, weil ich es wage zu wissen und nicht zu glauben. Und so würde ich weder einen Weg weisen, noch würde ich meiner Gewissheit ihren Stellenwert geben. Denn eine innere Gewissheit ist immer auch eine heilige Sache. Sie wird aber dann zu einem Unheil, wenn man die persönliche Gewissheit einem Zweiten entgegen dessen Überzeugung auferlegen will. Die Unheiligkeit zeigt sich dann mitunter in der Spaltung der Parteien.

 

Wenn ich sage, dass ich nicht an Gott glaube, wird mir jeder sogenannt "Gläubige" sofort den Teufel austreiben wollen. Der Entschluss zu dieser Reflexnachgabe, liegt wahrscheinlich in irgendwelchen Gedankenvorgaben, die dieser "Gläubige" irgendwann einmal erlernt hat. Warum ich "Gläubig" in Anführungszeichen setze, sollte mit dem vorangehenden Absatz klar sein :: Ich denke jeder Mensch, der sich als gottgläubig bezeichnet, trägt in seinem Inneren eine Gewissheit um sein Dasein. Bloß ist es unheilig und unwirksam sich selbst als "Wissenden" zu bezeichnen, da man damit immer das Bedürfnis anderer weckt sich dieser "Teufelei" zu entziehen. Denn jeder hat eben seine Überzeugung und ist sicher nicht sofort geneigt sie dem Wissen eines Fremden unterzuordnen. Natürlich immer gesetz dem Fall der Fremde ist einem unliebsam. Einem mit ähnlichen Gedankengängen wird man sicher weniger feindselig gegenübertreten.

 

Dabei ist es keineswegs so, dass ich Gott verneine oder in Frage stelle. Ich bin mir seiner Existenz vollkommen bewußt - was nichts anderes heißt, als dass ich sein Dasein weiß. Man muss nicht an einen Apfelbaum glauben, wenn man direkt unter ihm steht. Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt? Alles was ich wahrhaft glauben muss, ist die Güte in der Idee des kreativen Geistes, der all dies begründet. Denn der Glaube an die Güte all dessen kann im täglichen Leben schon mal in Zweifel gezogen werden, wenn ich als Mensch in irgendwelche Härten gerate. Dann allerdings hilft mir mein Wissen um sein Dasein, das in den Augen jedes Zweiflers als einfacher Glauben oder reine Vermutung gilt.

 

Ich spreche niemals von einem Glauben, wenn ich mein Bewußtsein für meinen spirituellen Ursprung bezeuge. Ich möchte gern erfahren weshalb man Glauben höher bewerten muss, als Wissen.

 

mfg :lol:

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Hallo ich bin neu im Forum und hoffe auf geistige Bereicherungen und kurzweilige Unterhaltung.

 

Naja, das mit der " geistigen " Bereicherung scheint mir zweifelhaft. Aber Spaß haben kannst du hier schon.

 

 

Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt?

 

JA!!

 

Ich spreche niemals von einem Glauben, wenn ich mein Bewußtsein für meinen spirituellen Ursprung bezeuge. Ich möchte gern erfahren weshalb man Glauben höher bewerten muss, als Wissen.

 

mfg :lol:

 

Nun, wenn man deine Sicht.......so wie ich sie verstehe...........der Dinge nimmt, dann muss man Glauben höher schätzen als Wissen. Mit Wissen hat das alles nichts zu tun.

 

Nichts desto trotz: willkommen hier. Und mach dir nichts aus negativen Reaktionen auf deine Postings. Man kann aus allem lernen, wenn man will.

 

den/die Neue/n mal nett begrüßend.........tribald

 

Ps: die Keule noch hinter dem Rücken versteckend :unsure:

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Lieber NiK,

 

Willkommen im Forum!

 

 

Hallo ich bin neu im Forum und hoffe auf geistige Bereicherungen und kurzweilige Unterhaltung.

Der Sinn eines Diskussionsforums ist es, dem Denken neue Impulse zu geben...zu Kenntnis zu nehmen daß andere Menschen auf dieselben Fragen andere Antworten geben - und kritisch zu prüfen ob ihre Antworten die Wirklichkeit zutreffend abbilden.

 

Du fragst:

Ich möchte gern erfahren weshalb man Glauben höher bewerten muss, als Wissen.

Die Definitionen:

- Mit "Glauben" wird das V e r t r a u e n bezeichnet von einer vertrauenswürdigen Person die zutreffenden Vorstellungen - also die Wahrheit - über die Wirklichkeit gelehrt zu bekommen, die man selbst aus eigenem Erkenntnisvermögen nicht zu finden vermag.

"Glauben" heißt, das Gelehrte und Gelernte für wahr zu halten.

 

- Mit "Wissen" wird das E r l e b e n bezeichnet aus dem man selbst zu zutreffenden Vorstellungen über die Wirklichkeit gelangt ist.

"Wissen" heißt, sich selbst glauben zutreffende Vorstellungen von dem selbst Erlebten zu besitzen.

Ein erklärendes Beispiel:

Man w e i ß daß man krank ist.

Man g l a u b t dem Arzt, welche Krankheit man hat, und durch welche Therapie man wieder gesund wird.

Der Glaube ist deshalb höher zu bewerten als das Wissen weil man - genau genommen - nur das wissen kann was man selbst erlebt hat und von dem man glaubt die zutreffenden Vorstellungen zu besitzen.

 

In üblichen Sprachgebrauch wird darüber hinaus, das als "Wissen" bezeichnet was die Menschheit erlebt hat und man selbst gelehrt bekommen hat.

Aber selbst das Wissen der Menschheit muß der einzelne Mensch glauben.

 

Glaube und Wissen müssen sich an der Wirklichkeit als wahr erweisen.

 

 

Das Wissen der Menschheit hat ihre Grenzen.

Die Menschen und die Menschheit erleben Vieles in ihrem Leben das sie aus eigenem Erkenntnisvermögen nicht verstehen können...von dem sie sich nicht die zutreffenden Vorstellungen bilden können.

 

Da kann nur GOTT helfen.

Und hat es getan in dem ER in der Person JESU CHRISTI Mensch wurde um den Menschen die ihm aus Unvermögen fehlenden zutreffenden Vorstellungen über GOTT, die Befindlichkeit des Menschen und der Welt zu lehren.

 

 

Gruß

josef

Edited by josef
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Die Menschen und die Menschheit erleben Vieles in ihrem Leben das sie aus eigenem Erkenntnisvermögen nicht verstehen können...

 

Da hätte ich gern mal ein Beispiel, und zwar ein allgemein gehaltenes bitte.

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Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt?

 

JA!!

So ganz verkehrt ist der Schluß gar nicht, da fehlt höchstens ein "mindestens" vor dem "einen Schöpfer" und der unmotivierte Wechsel von einem unbestimmten auf einen bestimmten Artikel ist da nicht statthaft, aber sonst paßt es. Das Problem: Die Prämisse ist schon falsch. Wir leben in keiner Schöpfung.

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Ich spreche niemals von einem Glauben, wenn ich mein Bewußtsein für meinen spirituellen Ursprung bezeuge.

Ich auch nicht, aus guten Gründen, die aber nicht die Deinen sind.

 

Im übrigen, hallo erstmal :lol:

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Das Problem: Die Prämisse ist schon falsch. Wir leben in keiner Schöpfung.

Sondern?

 

Wie würdest Du denn den letzten Ursprung dessen erklären, worin wir leben?

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Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt?

 

JA!!

So ganz verkehrt ist der Schluß gar nicht, da fehlt höchstens ein "mindestens" vor dem "einen Schöpfer" und der unmotivierte Wechsel von einem unbestimmten auf einen bestimmten Artikel ist da nicht statthaft, aber sonst paßt es. Das Problem: Die Prämisse ist schon falsch. Wir leben in keiner Schöpfung.

 

Genau, wir leben alle im Forum!

 

MfG

Stanley

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Die Menschen und die Menschheit erleben Vieles in ihrem Leben das sie aus eigenem Erkenntnisvermögen nicht verstehen können...

 

Da hätte ich gern mal ein Beispiel, und zwar ein allgemein gehaltenes bitte.

 

Rote Ampeln. Ist das allgemein genug?

 

MfG

Stanley

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Das Problem: Die Prämisse ist schon falsch. Wir leben in keiner Schöpfung.

Sondern?

 

Wie würdest Du denn den letzten Ursprung dessen erklären, worin wir leben?

Ich bin nicht so vermessen, von dem letzten Urspung zu reden, aber wenn es einen Übergang von Nichts zu Etwas gegeben hat (was man aufgrund des Verhaltens des beobachtbaren Universums schließen kann), dann kann das kein Schöpfungsakt durch einen Schöpfer gewesen sein, weil zur Existenz einer Person (wie auch immer im Detail gestaltet) bereits Etwas gehört, nämlich Strukturen, die eine Person ausmachen, mindestens aber ein zeitlicher Rahmen, in dem eine Schöpfung stattfinden kann.

Ich rede statt von "Schöpfung" lieber von "Weltwerdung", das trifft es m.E. besser.

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Das Problem: Die Prämisse ist schon falsch. Wir leben in keiner Schöpfung.

Sondern?

 

Wie würdest Du denn den letzten Ursprung dessen erklären, worin wir leben?

Ich bin nicht so vermessen, von dem letzten Urspung zu reden, aber wenn es einen Übergang von Nichts zu Etwas gegeben hat (was man aufgrund des Verhaltens des beobachtbaren Universums schließen kann), dann kann das kein Schöpfungsakt durch einen Schöpfer gewesen sein, weil zur Existenz einer Person (wie auch immer im Detail gestaltet) bereits Etwas gehört, nämlich Strukturen, die eine Person ausmachen, mindestens aber ein zeitlicher Rahmen, in dem eine Schöpfung stattfinden kann.

Ich rede statt von "Schöpfung" lieber von "Weltwerdung", das trifft es m.E. besser.

 

Sag Doch gleich, vor Gott muss noch ein Gott gewesen sein und vor dem noch einer usw...usw. Weltwerdung........... :lol: schönes Wort.

 

MfG

Stanley

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Sag Doch gleich, vor Gott muss noch ein Gott gewesen sein und vor dem noch einer usw...usw.

Das meine ich gar nicht. Damit Gott eine Person[*] sein kann, muß schon die Welt da sein. Wenn in einem pantheistischen Anfall Welt und Gott gleichsam entstanden sein sollten, wäre das logisch auch i.O.

 

[*] von wegen Ebenbildlichkeit, Du weißt schon

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Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt?

 

JA!!

So ganz verkehrt ist der Schluß gar nicht, da fehlt höchstens ein "mindestens" vor dem "einen Schöpfer" und der unmotivierte Wechsel von einem unbestimmten auf einen bestimmten Artikel ist da nicht statthaft, aber sonst paßt es. Das Problem: Die Prämisse ist schon falsch. Wir leben in keiner Schöpfung.

Worin leben wir dann?

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Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt?

 

JA!!

So ganz verkehrt ist der Schluß gar nicht, da fehlt höchstens ein "mindestens" vor dem "einen Schöpfer" und der unmotivierte Wechsel von einem unbestimmten auf einen bestimmten Artikel ist da nicht statthaft, aber sonst paßt es. Das Problem: Die Prämisse ist schon falsch. Wir leben in keiner Schöpfung.

Worin leben wir dann?

 

In der Weltwerdung. Hat er weiter oben gesagt. Was er damit meint......wer weiß das schon außer ihm.

 

MfG

Stanley

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Worin leben wir dann?

In der Weltwerdung. Hat er weiter oben gesagt. Was er damit meint......wer weiß das schon außer ihm.

Nun, der Begriff "Schöpfung" ist ja nicht ganz eindeutig, das kann die heutige, aber irgendwann mal geschöpfte Welt oder den Schöpfungsakt meinen.

Ich meine, wir leben in einer ungeschöpften Welt und die ist zum Zeitpunkt 0 entstanden. Diesen Vorgang nenne ich "Weltwerdung".

 

(Jedes Mal spontane Symmetriebrechung zu schreiben, ist mir zu mühsam und versteht sowieso kaum einer.)

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Wenn ich sage, dass ich nicht an Gott glaube, wird mir jeder sogenannt "Gläubige" sofort den Teufel austreiben wollen.

 

Das will ich nicht hoffen. Haste sowas schon erlebt?

 

Wer so missioniert, bringt die Leute weg vom Evangelium.

 

Ich hab mal sowas mit Vertretern aus der Brüderbewegung erlebt. Für die sind ja Katholiken keine Christen. Die meinten mich gaaaanz schnell von dem schrecklichen Irrtum des Kathlizismus befreien zu müssen.

 

Dabei ist es keineswegs so, dass ich Gott verneine oder in Frage stelle. Ich bin mir seiner Existenz vollkommen bewußt - was nichts anderes heißt, als dass ich sein Dasein weiß. Man muss nicht an einen Apfelbaum glauben, wenn man direkt unter ihm steht. Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt? Alles was ich wahrhaft glauben muss, ist die Güte in der Idee des kreativen Geistes, der all dies begründet. Denn der Glaube an die Güte all dessen kann im täglichen Leben schon mal in Zweifel gezogen werden, wenn ich als Mensch in irgendwelche Härten gerate. Dann allerdings hilft mir mein Wissen um sein Dasein, das in den Augen jedes Zweiflers als einfacher Glauben oder reine Vermutung gilt.

 

Beziehst Du Dich auf Röm 1,19ff ? Paulus argumentiert so ähnlich. Ich muss sagen, dass mir das bis zu einem gewissen Grad einleuchtet. Aber Kreationismus nach einem Trivialverständnis von Gen 1 würde ich da nicht draus schliessen. Sonst landen wir hier wieder bei einer Kreationismusdebatte.

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Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt?

 

JA!!

So ganz verkehrt ist der Schluß gar nicht, da fehlt höchstens ein "mindestens" vor dem "einen Schöpfer" und der unmotivierte Wechsel von einem unbestimmten auf einen bestimmten Artikel ist da nicht statthaft, aber sonst paßt es. Das Problem: Die Prämisse ist schon falsch. Wir leben in keiner Schöpfung.

Worin leben wir dann?

 

 

Matrix.

 

 

sehr kurz diesmal.................tribald

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Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt?

 

JA!!

So ganz verkehrt ist der Schluß gar nicht, da fehlt höchstens ein "mindestens" vor dem "einen Schöpfer" und der unmotivierte Wechsel von einem unbestimmten auf einen bestimmten Artikel ist da nicht statthaft, aber sonst paßt es. Das Problem: Die Prämisse ist schon falsch. Wir leben in keiner Schöpfung.

Worin leben wir dann?

 

 

Matrix.

 

 

sehr kurz diesmal.................tribald

Ha! Dass du dich so unerschrocken in dieses nicht übermäßig attraktive, allerdings verminte Gelände wagst. Was unterschiede ein Universum, das als Matrix existiert, von einem geschaffenen Universum? Rein garnichts. Eine Matrix ist ein geschaffenes Universum. So wird das nix mit dem Atheismus, dat sach ich dir mol.

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Hallo ich bin neu im Forum und hoffe auf geistige Bereicherungen und kurzweilige Unterhaltung.

 

 

Ich las eben Überlegungen zur geistlichen Ehe, in denen es um die Infragestellung der Gläubigkeit des Ehepartners geht. Mir fiel dazu spontan ein, dass man eigentlich niemals sagen kann, was ein zweiter weiß oder glaubt. Ich frage mich mit welchem Recht man sich heraus nimmt über die Aufrichtigkeit des Glaubens/Wissens eines anderen Menschen zu urteilen.

 

Das, was ich weiß, kann von einem zweiten Menschen immer nur als Glauben gesehen werden, da ein inneres Wissen niemals beweisbar ist. Wenn ich an einem Tisch sitze und einen darauf liegenden Apfel betrachte und dann sage, dass ich an das Dasein des Apfels glaube, dann wird in meinem Inneren eine Gewissheit um das Dasein des Apfels bestehen. Ein Zweiter wird meiner Gewissheit zustimmen, weil er den Apfel ebenfalls sieht. Aber wenn es sich bei der mir vorliegenden Gewissheit um eine tanszendente Sache handelt, dann kann kein Zweiter mir jemals mit Gewissheit zustimmen (solange er nicht für sich allein dieselbe innere Gewissheit erlangt hat). Wenn ich einem zweiten Menschen den Weg zur Erkenntnis der transzendenten Sache weisen möchte, oder auch nur den für mich geltenden Stellenwert bezeugen will, dann muss ich immer ein Glaubensbekenntnis ablegen, obwohl ich es dann eigentlich Wissens- oder Gewissheitsbekenntnis nennen müsste. Aber wenn ich es so nennen würde, sähen sich viele Hörer meines Bekenntnisses auf den Schlips getreten. Ich denke besonders enthusiastische Personen würden mich sogar verurteilen, weil ich es wage zu wissen und nicht zu glauben. Und so würde ich weder einen Weg weisen, noch würde ich meiner Gewissheit ihren Stellenwert geben. Denn eine innere Gewissheit ist immer auch eine heilige Sache. Sie wird aber dann zu einem Unheil, wenn man die persönliche Gewissheit einem Zweiten entgegen dessen Überzeugung auferlegen will. Die Unheiligkeit zeigt sich dann mitunter in der Spaltung der Parteien.

 

Wenn ich sage, dass ich nicht an Gott glaube, wird mir jeder sogenannt "Gläubige" sofort den Teufel austreiben wollen. Der Entschluss zu dieser Reflexnachgabe, liegt wahrscheinlich in irgendwelchen Gedankenvorgaben, die dieser "Gläubige" irgendwann einmal erlernt hat. Warum ich "Gläubig" in Anführungszeichen setze, sollte mit dem vorangehenden Absatz klar sein :: Ich denke jeder Mensch, der sich als gottgläubig bezeichnet, trägt in seinem Inneren eine Gewissheit um sein Dasein. Bloß ist es unheilig und unwirksam sich selbst als "Wissenden" zu bezeichnen, da man damit immer das Bedürfnis anderer weckt sich dieser "Teufelei" zu entziehen. Denn jeder hat eben seine Überzeugung und ist sicher nicht sofort geneigt sie dem Wissen eines Fremden unterzuordnen. Natürlich immer gesetz dem Fall der Fremde ist einem unliebsam. Einem mit ähnlichen Gedankengängen wird man sicher weniger feindselig gegenübertreten.

 

Dabei ist es keineswegs so, dass ich Gott verneine oder in Frage stelle. Ich bin mir seiner Existenz vollkommen bewußt - was nichts anderes heißt, als dass ich sein Dasein weiß. Man muss nicht an einen Apfelbaum glauben, wenn man direkt unter ihm steht. Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet :: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluß verkehrt? Alles was ich wahrhaft glauben muss, ist die Güte in der Idee des kreativen Geistes, der all dies begründet. Denn der Glaube an die Güte all dessen kann im täglichen Leben schon mal in Zweifel gezogen werden, wenn ich als Mensch in irgendwelche Härten gerate. Dann allerdings hilft mir mein Wissen um sein Dasein, das in den Augen jedes Zweiflers als einfacher Glauben oder reine Vermutung gilt.

 

Ich spreche niemals von einem Glauben, wenn ich mein Bewußtsein für meinen spirituellen Ursprung bezeuge. Ich möchte gern erfahren weshalb man Glauben höher bewerten muss, als Wissen.

 

mfg :lol:

So würde ich Dienen Text schreiben, 4NiK:

 

Hallo ich bin neu im Forum und hoffe auf geistige Bereicherungen und kurzweilige Unterhaltung.

 

 

Ich las eben Überlegungen zur geistlichen Ehe, in denen es um die Infragestellung der Gläubigkeit des Ehepartners geht. Mir fiel dazu spontan ein, dass man eigentlich niemals sagen kann, was ein zweiter weiß oder glaubt. Ich frage mich mit welchem Recht man sich heraus nimmt über die Aufrichtigkeit des Glaubens/Wissens eines anderen Menschen zu urteilen.

 

 

Das, was ich weiß, kann von einem zweiten Menschen immer nur als Glauben gesehen werden, da ein inneres Wissen niemals beweisbar ist. Wenn ich an einem Tisch sitze und einen darauf liegenden Apfel betrachte und dann sage, dass ich an das Dasein des Apfels glaube, dann wird in meinem Inneren eine Gewissheit um das Dasein des Apfels bestehen. Ein Zweiter wird meiner Gewissheit zustimmen, weil er den Apfel ebenfalls sieht. Aber es sich bei der mir vorliegenden Gewissheit um eine transzendente Sache handelt, dann kann kein Zweiter mir jemals mit Gewissheit oder (Ungewissheit) zustimmen (solange er nicht für sich allein dieselbe innere Gewissheit erlangt hat).

 

Wenn ich einem zweiten Menschen den Weg zur Erkenntnis der transzendenten Sache weisen möchte oder auch nur den für mich geltenden Stellenwert bezeugen will, dann muss ich immer ein Glaubensbekenntnis ablegen, obwohl ich es dann eigentlich Wissens- oder Gewissheitsbekenntnis nennen müsste. Aber wenn ich es so nennen würde, sähen sich viele Hörer meines Bekenntnisses auf den Schlips getreten. Ich denke besonders enthusiastische Personen würden mich sogar verurteilen, weil ich es wage zu wissen und nicht zu glauben. Und so würde ich weder einen Weg weisen, noch würde ich meiner Gewissheit ihren Stellenwert geben. Denn eine innere Gewissheit ist immer auch eine heilige Sache. Sie wird aber dann zu einem Unheil, wenn man die persönliche Gewissheit einem Zweiten entgegen dessen Überzeugung auferlegen will. Die Unheiligkeit zeigt sich dann mitunter in der Spaltung der Parteien.

 

 

Wenn ich sage, dass ich nicht an Gott glaube, wird mir jeder sogenannt "Gläubige" sofort den Teufel austreiben wollen. Der Entschluss zu dieser Reflexnachgabe (Reaktion), liegt wahrscheinlich in irgendwelchen Gedankenvorgaben, die dieser "Gläubige" irgendwann einmal erlernt hat. Warum ich "Gläubig" in Anführungszeichen setze, sollte mit dem vorangehenden Absatz klar sein: Ich denke jeder Mensch, der sich als gottgläubig bezeichnet, trägt in seinem Inneren eine Gewissheit um sein (Gottes) Dasein. Bloß ist es unheilig und unwirksam sich selbst als "Wissenden" zu bezeichnen, da man damit immer das Bedürfnis anderer weckt sich dieser "Teufelei" zu entziehen. Denn jeder hat eben seine Überzeugung und ist sicher nicht sofort geneigt sie (sich) dem Wissen eines Fremden unterzuordnen. Natürlich immer Gesetz dem Fall der Fremde ist einem unliebsam. Einem mit ähnlichen Gedankengängen wird man sicher weniger feindselig gegenübertreten.

 

Dabei ist es keineswegs so, dass ich Gott verneine oder in Frage stelle. Ich bin mir seiner Existenz vollkommen Bewusst - was nichts anderes heißt, als dass ich sein Dasein weiß. Man muss nicht an einen Apfelbaum glauben, wenn man direkt unter ihm steht. Ich will gerne erklären woher ich die Stirn nehme, dies zu behaupten. Das kann ich in einem Satz, der da lautet: Wenn diese Weltschöpfung da ist, dann hat sie einen kreativen Schöpfer. Anders gesagt ist der absolute Beweis von des Schöpfers Dasein das Dasein seiner Schöpfung. Ist dieser Schluss verkehrt?

 

 

Alles was ich wahrhaft glauben muss, ist die Güte in der Idee des kreativen Geistes, der all dies begründet. Denn der Glaube an die Güte all dessen kann im täglichen Leben schon mal in Zweifel gezogen werden, wenn ich (man) als Mensch in irgendwelche Härten gerate. Dann allerdings hilft mir mein Wissen um sein Dasein, das in den Augen jedes Zweiflers als einfacher Glauben oder reine Vermutung gilt. Ich spreche niemals von einem Glauben, wenn ich mein Bewusstsein für meinen spirituellen Ursprung bezeuge. Ich möchte gern erfahren weshalb man Glauben höher bewerten muss, als Wissen.

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Hallo 4NiK,

 

Dein Text ist nicht so ausführlich geschrieben, dass man mit Sicherheit aus der Menge der Informationen in deinem Text die Ausformulierung deines Bedürfnisses wörtlich finden kann. Aber ich versuche mich mal an die Ausformulierung heranzutasten.

 

Du beginnst deinen Text mit dem Hinweis, dass die “geistige Bereicherung” entweder langweilig oder interessant sei. Langweilig deswegen, weil Du die rhetorische Ironie “kurzweilige Unterhaltung” geschrieben hast und um eine näher Bestimmung in deinem Text zu finden, was dein Langeweile oder dein Interesse im Bezug auf die “geistige Bereicherung” oder der “kurzweiligen Unterhaltung” veranlasst, lässt die Suche in deinem Text den Satz finden: “Denn jeder hat eben seine Überzeugung und ist sicher nicht sofort geneigt sie dem Wissen eines Fremden unterzuordnen.”(sic!) Deine Langeweile oder Interesse siedelst Du also um das Ereignis an, in dem deine Glaubensinformationen in deinem Gehirn eine Überzeugung herleitet, die so eine soziale Zugkraft hat, dass sich die Leute unterordnen müssten, aber es wegen ihrer anderen Überzeugungen nicht machen. Du hast also das Dilemma mit der Überzeugung und wie sie als eine Sammlung aus Informationen in jedem Gehirn der Personen deiner Umgebung unzugänglich sind. Denn wenn die Informationssammlungen in den Gehirnen deiner sozialen Umgebung zugänglich währen, dann brauchtest Du diesen Text nicht schreiben und die Zugkraft deiner Überzeugung die Leute in deiner sozialen Umgebung veranlassen, ihre Überzeugung in dem Prozess der Unterordnung selbst oder in die Unterordnung zu wechseln.

 

Um Dein Interesse an den Prozess der Unterortung herzuleiten, beginnst Du mit dem folgenden Vergleich: Wenn man nicht “weiß was eine zweiter weiß oder glaubt”(sic!), wo dann das “Recht” einer Person herkomme, über die “Aufrichtigkeit des Glaubens/Wissens eines anderen Menschen zu urteilen”. Dazu grenzt Du die Suche nach dem Recht mit dem Begriff Herausnehmen ein. Das kann entweder die Selbstüberschätzung einer Person ansprechen, etwas in anderen Gehirnen lesen zu können, was sonst keiner kann oder den Zugriff auf einer ungerechtfertigten Befugnis leisten. Entweder hat da eine Person für das Gehirnlesen aus der Sicht des allgemeinnormalen Menschen Fähigkeiten oder Begabungen, mit den er die Informationen im Gehirn einer anderen Person lesen kann oder wenn die Informationen nicht gelesen werden können, willkürlich im übertragenen Sinn den Wert der Informationen zu etikettieren. Aber wenn du schreibst, dass “ein inneres Wissen niemals beweisbar ist”, dann kannst Du nur die willkürliche Etikettierung meinen.

 

Zu der willkürlichen Etikettierung führst Du in deinem Text auch das unzugänglichen Wissens über die Elemente aus der Transzendenz an, die dann merkwürdigerweise auch noch Parteilichkeiten entwickelt - Denn die Parteilichkeit ist ja sinnlos, wenn sich das parteilichen Begehren auf Elemente bezieht, die nicht von den Beteiligten einer Partei in den Gehirnen des jeweils anderen beobachtet werden können. Aber dann schreibst Du etwas merkwürdiges: Wenn Du Jemanden den Erkenntnisprozess der transzendente Elementes zeigen möchtest und deine persönliche Etikettierung der transzendenten Elemente darstellst; wenn Du den für dich geltenden Stellenwert der transzendenten Elemente bezeugst, dann teilen sich plötzlich alle beteiligten Personen mit dem geltenden Rechte in Parteien auf. Die Teilung in Parteien macht aber nur Sinn, wenn sich die beteiligten Leute aller Parteien das Recht nehmen, die Aufrichtigkeit deines Selbstzeugnisses zu beurteilen. Aber das Beurteilen der Aufrichtigkeit hast Du zum Anfang mit dem, wie Du es als “heraus nimmt” schreibt, mit Willkür bewertet. Es ist also für Dich Willkür, wenn eine Person willkürlich die Aufrichtigkeit einer anderen Person beurteilt. Aber wenn die Beurteilung der Aufrichtigkeit einer anderen Person freundlich ausfällt scheint die Willkür keine Anmaßung oder kein Übel mehr zu sein. Dann benutzt Du auch unter anderen das Wort Heilig z.B. in der rhetorische Ironie “Unheiligkeit”. Das bedeutet, wenn die Beurteilung als Anmaßung ausfällt, kann die Anmaßung oder die Willkür heilig sein und die Heiligung der freundlichen Anmaßung und Willkür scheint zu einen Recht zu werden, wenn sich die anmaßenden und die mit Willkür beurteilenden Personen sich in eine Partei verbinden. Eine Gruppe aus Personen wie z.B. eine Partei setzt sich also das Recht und seine Geltung für ein Element, das kein Zweiter wie der Andere es sehen kann.

 

Aber wieso Braucht das Recht oder die Geltung der Elemente, die kein Zweiter wie der Andere sehen kann in der Transzendenz die Begleitung Gottes. Da wären ja dann schon zwei Elemente in der Transzendenz zu beobachten, die kein Zweite beobachten kann. Denn wieso sollte derjenige Gott sein, was Du Gott nennst, ohne von einem Anderen abzuverlangen, die Aufrichtigkeit oder deiner persönlicher Stellenbewertung der Elemente im Transzendenten zu beurteilen. Dein Bedürfnis ist also mit der Heiligung denselben Stellenwert der Beurteilung zu haben, wie man ihn hat, wenn Mehrere dasselbe sehen, es allerdings aber auch nur in seiner Symbolik in das Gehirn integrieren können. Du fühlst dich ohnmächtig, kraftlos…

 

Es kann gut sein, dass dein Kreisen über Dilemmas Dich annulliert. Es sieht so aus, als wenn Du ein Laborobjekt in den Grenzen von Dilemmas oder Zwangssituationen bist… Du möchtes Dilemmas oder Zwangssituationen überwinden.

music:

Edited by Anthias
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Worin leben wir dann?

In der Weltwerdung. Hat er weiter oben gesagt. Was er damit meint......wer weiß das schon außer ihm.

Nun, der Begriff "Schöpfung" ist ja nicht ganz eindeutig, das kann die heutige, aber irgendwann mal geschöpfte Welt oder den Schöpfungsakt meinen.

Ich meine, wir leben in einer ungeschöpften Welt und die ist zum Zeitpunkt 0 entstanden. Diesen Vorgang nenne ich "Weltwerdung".

 

(Jedes Mal spontane Symmetriebrechung zu schreiben, ist mir zu mühsam und versteht sowieso kaum einer.)

 

Soweit klar. Was ist aber eine ungeschöpfte Welt?

 

MfG

Stanley

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Worin leben wir dann?

In der Weltwerdung. Hat er weiter oben gesagt. Was er damit meint......wer weiß das schon außer ihm.

Nun, der Begriff "Schöpfung" ist ja nicht ganz eindeutig, das kann die heutige, aber irgendwann mal geschöpfte Welt oder den Schöpfungsakt meinen.

Ich meine, wir leben in einer ungeschöpften Welt und die ist zum Zeitpunkt 0 entstanden. Diesen Vorgang nenne ich "Weltwerdung".

 

(Jedes Mal spontane Symmetriebrechung zu schreiben, ist mir zu mühsam und versteht sowieso kaum einer.)

Also praktisch ist es zunächst einmal eher wurscht, ob das Werden/die Erschaffung der Welt ein einmalig stattgefundener Prozess oder ein andauerndes Werden ist, dafür ist die Zeitspanne unseres Lebens zu kurz. In der Tat sprechen aber schon Indizien für eine Welt, die sich in andauernder Erschaffung/Werdung befindet, dauernd gibt es ja was Neues, mal Materie, mal Leben, usw. usf.

In diesem Zusammenhang hab ich mal eine Frage, die mich schon länger umtreibt, und in der eine Symmetriebrechung eine Rolle spielt. Aus dem Vakuum entstehen ja gelegentlich sog. virtuelle Teilchen, die ja sogleich wieder zu Vakuum werden. Gelegentlich büchsen auch welche aus. Wenn diese ausgebüchsten Teilchen jedoch nach ihrem Ausbüchsen niemals mehr wechselwirken, existieren diese Teilchen dann? Oder war das Ausbüchsen bereits Wechselwirkung genug, um diese ehemals virtuellen Teilchen Realität werden zu lassen.

Um noch ein paar Missverständnisse gleich im Vorfeld zu vermeiden: mir geht es nicht darum, hier Gott durch das quantentheoretische Hintertürchen ins Universum zu schmuggeln, sondern darum, wie wirklichkeitsnah unsere Vorstellung von Wirklichkeit ist.

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Hallo tribald ... Ich kann mit Widerspruch leben, da er nichts an meinem Denken ändert. Zweifel werden in mir aber nur aus einer wasserdichten Argumentation erzeugt. Ein einfaches JA! akzeptiere ich nicht als Argument um meinen Schluß in Frage zu stellen. Inwiefern sollte der Schluß falsch sein? Du spekulierst einfach darauf ich sei Unwissend und stelle deswegen Vermutungen wie die Schlußfolgerung "Gott ist da, weil die Schöpfung da ist" an. Ich unterstelle dir dabei einfach mal, dass du einen unvollkommenen Ursprungsbegriff für all das (nämlich die Schöpfung) hast. Du siehst sie vermutlich nicht aus einem Ursprung begründet bzw nimmst an sie wäre aus sich selbst heraus gebildet worden und Gott würde nachträglich einfach von naiven Menschen dort hinein gedeutet. In dem Fall bist du einfach nur nicht Ursprungsbewußt und kannst mir auch nicht ein Wissen absprechen, welches du offensichtlich schlicht ignorierst.

 

Zitat von tribald ::

"Naja, das mit der " geistigen " Bereicherung scheint mir zweifelhaft."

 

 

Das musst du natürlich selbst entscheiden. Und danke! Ich bin als geistiges Wesen nebenbei geschlechtslos wie mein Ursprung.

 

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Hallo josef ... Das sehe ich ebenso. Mir geht's weniger darum belehrt zu werden oder zu belehren. Ich schreibe nur aus Spaß an der Sache.

 

Zu deinen Definitionen möchte ich sagen, dass derjenige, der glaubend auf einen vertrauenswürdigen Lehrmeister angewiesen ist, in meinen Augen immer zu bewundern ist. Ich denke allerdings, dass man das Wissen um die Welt und ihren Ursprung sehr einfach und ganz allein erfahren kann. Das setzt sicherlich zweierlei Gabe voraus. Die erste betrifft die Fähigkeit zu logischen Schlüssen und die andere die äußeren Gegebenheiten wie zum Beispiel die Toleranz anderer für die Freiheit im Denken. Ein Lehrer kann immer nur ein Wegweiser sein, aber kein Wanderer setzt den Wegweiser mit dem Ziel der Weisheit gleich. Doch ein Wegweiser kann dabei sehr wohl im Sinn und Geist der Ursache sein. Wenn man ein Bewußtsein für eine Sache entwickeln möchte, dann wird man auf tolerante Wegweiser angewiesen sein, die einem nicht nachtragen, dass man eigene Wege zum Ziel findet. Und jeder tolerante Schüler wird es einem Wegweiser danken, wenn er ihn zur Seite nimmt und zum Gipfel aller geistigen Wahrheit zu leiten verspricht. Doch allein hier wäre wieder Vertrauen und Glauben notwendig. Es sei denn man weiß wer der Wegweisende oder in wessen Geist er ist.

 

Ich denke es ist auf unbegründete Weise sehr intolerant zu sagen ein Mensch könne kein Wissen um seinen Ursprung erhalten. Ich bin ein spirituelles Wesen mit menschlichen Zügen. Das klingt vielleicht abgehoben, aber es bedeutet schlicht, dass ich ein Mensch bin, der zwischen seinem Dasein als physische und spirituelle Gestalt unterscheidet. Ich identifiziere nicht meinen Körper mit Gott, sondern meinen Geist, denn ich denke, dass Geist der Ursprung aller Dinge ist. Damit sage ich nicht, dass ich mich mit Gott gleichstelle, sondern, dass mein Geist aus diesem geistigen Urquell verschieden ist und menschliche Züge annahm. Aber um mir hier auch gleich wieder die Besonderheit zu nehmen, möchte ich zufügen, dass ich diese geistige Verschiedenheit als das absolute Urmotiv für die Menschwerdung jedes einzelnen erkenne. Wenn ich mein menschliches Augenlicht zurückstelle, dann kann ich meinen Ursprung hinter allem Dasein mit meinem Geisteslicht erkennen. So kann ich mich meinem Ursprung auch nie mehr entfremdet empfinden. Seit dem Moment wo ich im derzeitigen Leben diesen besagten Blick getan habe, weiß ich, dass mir nur wenige glauben schenken wollen. Ich weiß auch, dass das in der Natur der Sache liegt. Es gibt übrigens keinen Grund eine Provokation zu sehen. Mir geht es ganz sicher nicht um eine Überhöhung und auch hier wird sicherlich Glaube größer wiegen als Wissen. Denn Wissen kannst du meine Wahrheit nur schwer ohne Vertrauen.

 

Es mag indes Menchen geben, denen die zweierlei Gaben vorenthalten sind. Solchen Menschen gebührt größte Nächstenliebe und geistige Fürsorge, aber solche Menschen haben ebenfalls ein Bewußtsein. Wenn es auch noch gering ausgeprägt und von Wahrheit allenfalls benetzt ist. Dieses Grundbewußtsein darf ein Lehrer der Weisheit leiten und fördern. Aber niemals ist es richtig das Bewußtsein eines anderen einfach mit dem eigenen Wissen überzukopieren. Und noch schlimmer und fataler ist es wenn man das Bewußtsein eines Schülers mit Vermutungen überschreibt, deren Gehalt einfach vom Lehrer unreflektiert übernommen wurden. In einem solchen Fall muss der Glaube in der Welt zwangsläufig irgendwann ein höher bewertetes Gut werden. Dann aber so fürchte ich handelt es sich um eine Welt bewußtloser Irrender, die allein auf Vertrauen angewiesen sind. Und dies mag sehr spärlich sein, wenn die Geister untereinander entfremdet sind. So mag es klar sein, dass eine solche Welt einen Retter benötigt.

 

Ich denke, dass kein Mensch einem zweiten vorschreiben soll, was dieser weiß oder glaubt. Ein Lehrer kann einen Fingerzeig leisten, aber sein Tun wird zu einem Fehler, wenn er sein eigenes Wissen höher wertet, als das Wissen seines Schülers. Wenn ein Lehrer das geschriebene Wort höher wertet als sein eigenes Erkennen, macht er sich zum Schüler eines Schülers. Denn das geschriebene Wort ist immer auch aus dem Denken eines Schülers. Allenfalls der geistige Sinn der Worte ist aus dem Urquell allen Daseins, und so kann man nur zu einem vertrauenswürdigen Lehrer wachsen, wenn man den Urgeist im Wort zu erkennen vermochte. Den Urgeist zu erkennen benötigt aber auch das freiwillige Schließen der Augen. Oder mit anderen Worten die Minderung der Verurteilung eines gelehrigen Wortes. Kein Lehrer sollte die Lehren eines Schülers minder bewerten, denn ansonsten lernt der Leser nicht den Sinn des Urgeistes und nur das Wort. Und das Wort spaltet die Geister wie man hier sieht.

 

Wissen befindet sich nicht in Lehrbüchern. Es findet sich im Innern und kann aufgegriffen werden, wenn man es sich bewußt macht. Ein Buch kann dabei helfen, doch kann es bei Fehlinterpretation bzw Verurteilung in einen Spalt führen. Glaube muss fast zwangsläufig in einen Spalt führen, wenn man dem Falschen vertraut. Deswegen denke ich es ist immer besser auf das Wissen im Innern zu vertrauen und auf die Führung des Urgeistes. So wird jeder Lehrer auch zu einem Freund - selbst dann, wenn er einem den Spalt weist.

 

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Die Prämisse es sei keine Schöpfung ist legitim, aber nicht schlüssig. Das Dasein von Etwas setzt aus logischen Gründen einen Ursprung voraus. Man kann natürlich die Logik und den Sinn all dessen absprechen. Richtig wirds dabei weder noch. Ich denke die Schöpfung und damit auch ihr Ursprung kann auf der Basis logischer Schlüsse erkannt werden. Damit meine ich sehr grundlegende Schlüsse und keine detailierten Ansichten. Unter grundlegend verstehe ich :: Etwas ist da, also hat es einen Ursprung. Allein die Tatsache, dass ich diesen Schluß bilde, muss jedem Nach(träglich)denkenden die Entscheidung abverlangen einen Sinn zu sehen oder ihn zu ignorieren. Ihn zu ignorieren schmeichelt dem ICH, bleibt aber als Option auch nur für einen selbst oder Gleichgesinnte gültig. Die Tatsache, dass ein Sprung von unbestimmt zu bestimmt erkannt wird deutet allein schon auf die Sinnlosigkeit der Behauptung hin, die Welt hätte keinen Ursprung und wäre demnach keine Schöpfung - denn wir leben ja in ihr. Wenn wir in Etwas (ob man es Schöpfung oder Wunderland nennt ist eigentlich egal) leben, dann hat dieses Etwas eine Ursache. Und wie man diese Ursache - diese absolute Ursache deutet, ist ebenfalls nicht wichtig. Allein, wenn man weiß, dass man in Etwas lebt, weiß man auch, dass dies eine Ursache haben muss. Sie wegzureden erschafft keinesfalls eine allgemeingültige oder glaubwürdige Wahrheit. Und insofern kann jemand, der eine Ursache ausschließt auch niemals als Wegweiser gelten - denn er gibt ja zu unwissend zu sein. Wer seinen Vater nicht kennt, hebt damit nicht sein eigenes Dasein auf.

 

 

Hallo alle anderen ... Vielen Dank für die Hallos und vielen Antworten. Ich bin sehr angenehm überrascht, dass man hier nicht gleich offen verteufelt wird :lol: das spricht für euch und Fragen kost nix.

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Das Dasein von Etwas setzt aus logischen Gründen einen Ursprung voraus.

 

Das Dasein von Etwas setzt genau dann aus logischen Gründen einen Ursprung voraus, wenn Du voraussetzt, dass es einen Ursprung haben muß. Dann ist es tautologisch. Es gibt keinen logischen Schluß, der Kausalität erzwingt. Es ist Deine Prämisse.

 

 

Und danke! Ich bin als geistiges Wesen nebenbei geschlechtslos wie mein Ursprung.

 

Das dagegen zeigt natürlich, dass Du in Deiner spirituellen Entwicklung weit fortgeschritten sein mußt. Vermutlich knapp vor der Vollendung. Logisch.

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Vor längerer Zeit habe ich so etwas in der Art schon mal gepostet, denke das beruht auf einer ähnlichen Argumentation:

Diesen Gottesbweis finde ich ganz brauchbar - Die Gegenargumente zu dieses Beweis habe ich im Thread "Die Entstehung des Universums" abgehandelt.

 

Der Gottesbeweis von Craig:

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/Archiv/existcraig1.pdf

 

 

(P1) Jedes Ding, das existiert, verfügt über eine Erklärung seiner Existenz: entweder seine eigene Natur, oder eine externe Ursache.

(P2) Das Universum existiert.

__________________________________________________________________________

(S1) Für die Existenz des Universums gibt es eine Erklärung.

 

 

(P3) Wenn die Existenz eines Ding einen Anfang oder ein Ende hat, dann ist seine Nicht-Existenz möglich.

BEGRÜNDUNG: Wenn etwas einen Anfang oder ein Ende hat, dann gibt es eine Zeit wo es nicht existiert. Entweder hat es vor seinem Anfang nicht existiert oder es wird nach seinem "Ende" nicht mehr existieren.

(P4) Wenn eine Nicht-Existenz eines Ding möglich ist, dann existiert es nicht aus seiner eigene Notwendigkeit heraus.

BEGRÜNDUNG: Wenn es aus eigene Notwendigkeit heraus existiert, dann kann die Ursache für seine Existenz nicht verschwinden, womit es auch nicht aufhören kann zu existieren.

__________________________________________________________________________

(S2) Existiert ein Ding aus seiner eigene Notwendigkeit heraus, dann hat es keinen Anfang oder kein Ende.

 

[bzw. (S2)' Existiert ein Ding nicht aus seiner eigene Notwendigkeit heraus, dann hat es einen Anfang oder ein Ende. ]

 

 

(P5)(S2) Existiert ein Ding aus seiner eigene Notwendigkeit heraus, dann hat es keinen Anfang und kein Ende.

(P6) Hat etwas keinen Anfang und kein Ende, dann existiert es ewig.

__________________________________________________________________________

(S3) Ein Ding welches durch seine eigene Notwendigkeit heraus existiert, existiert ewig.

 

(P7)(S3) Ein Ding welches durch seine eigene Notwendigkeit heraus existiert, existiert ewig.

(P6) Das Universum existiert nicht ewig.

__________________________________________________________________________

(S4) Das Universum existiert nicht aus seiner eigene Notwendigkeit heraus.

 

 

(P8)(P1) Jedes Ding, das existiert, verfügt über eine Erklärung seiner Existenz: entweder seine eigene Natur, oder eine externe Ursache.

(P9)(S4) Das Universum existiert nicht aus seiner eigene Notwendigkeit heraus.

__________________________________________________________________________

(S5) Folglich muss das Universum eine externe Ursache haben.

 

 

 

Den Beweis habe ich schon einmal mit Franky diskutiert (ich habe den Beweis um einige Punkte ergänzt, die im Original von Franky noch unklar bzw. falsch formuliert waren):

http://www.mykath.de/index.php?showtopic=11633&st=0

 

Ich halte den Beweis für richtig, allerdings ist es kein Gottesbeweis, sondern nur der Beweis einer metaphysischen Entität, die das Universum verursacht hat, aber selbst aus innerer Notwendigkeit herauß existiert.

 

Rheinische Kurzfassung: "Von nix kütt nix!"

 

Ich bevorzuge aber den "Gottesbeweis" von Kant aus seinem Opus Postumum.

Ich habe ein Gewissen. Es gibt ein Gott.

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@ Sam Naseweiss,

 

Du beschreibst mit deinen Worten das Gesetz der Energie.

 

Das Gesetz der Energie besagt: Dass Energie nicht verschwindet, auch wenn es so aussieht, als wenn sie sich verbraucht.

 

Energie wird immer nur in andere Energie umgewandelt!

 

Mit Deinem Gottesbeweis sprichst Du also nicht über Gott sondern über die Energie...

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