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Dritter Fastensonntag  


Monika
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Der Mensch ist in dieser geschaffenen Welt das Wesen, das von Gott angesprochen wurde und immer neu angesprochen wird. Gottes Wort an den Menschen ist Offenbarung, Verheißung und Forderung. Auch die Verheißung ist Forderung, und die Forderung Gottes ist Offenbarung und Verheißung; sie sagt uns, wer Gott ist, und zeigt uns den Weg, den wir gehen können.

 

Zur 1. Lesung Durch den Bundesschluss am Sinai hat Gott das Volk Israel zu seinem Volk, zu seinem besonderen Eigentum gemacht. Die Zehn Gebote sind die Satzung des Bundes, und sie geben dem Volk Gottes die lebensnotwendige Ordnung. Grundlegende Forderung ist die Treue zum einen und einzigen Gott, dem Retter und Befreier. Die einzelnen Gebote sind eine Art Grenzwall zum Schutz des einzelnen und der Gemeinschaft.

 

 

 

ERSTE Lesung Ex 20, 1-17

 

 

Das Gesetz wurde durch Mose gegeben (Joh 1,17)

 

Lesung aus dem Buch Exodus

 

In jenen Tagen

 

1sprach Gott auf dem Berg Sinai alle diese Worte:

 

2Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.

 

3Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.

 

4Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.

 

5Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation;

 

6bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.

 

7Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.

 

8Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!

 

9Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun.

 

10Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinem Stadtbereich Wohnrecht hat.

 

11Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Mond gemacht und alles, was dazugehört; am siebten Tag ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt.

 

12Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.

 

13Du sollst nicht morden.

 

14Du sollst nicht die Ehe brechen.

 

15Du sollst nicht stehlen.

 

16Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.

 

17Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.

 

 

Zur 2. Lesung Die jüdische Messiaserwartung hatte von einem glanzvollen, siegreichen Messias geträumt. Die Heiden aber, damals und heute, wollen interessante Weisheiten hören: Lösung der Lebensrätsel, Bewusstseinserweiterung, Selbstverwirklichung ... Aber Gott ist größer. Er vollendet sein größtes Werk in der Schwachheit des irdischen Jesus und in der Torheit des Kreuzes.

 

 

ZWEITE Lesung 1 Kor 1, 22-25

 

 

Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

Brüder!

 

22Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit.

 

23Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit,

 

24für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

 

25Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen, und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.

 

 

 

Zum Evangelium  Jesus hat den Tempel von Jerusalem geliebt und geehrt; er hat ihn das Haus seines Vaters genannt. Eben deshalb erträgt er es nicht, dass dieser Tempel durch Geschäftemacher entwürdigt wird. Nach seiner Vollmacht gefragt, antwortet Jesus mit einem verborgenen Hinweis auf seinen Tod und seine Auferstehung am dritten Tag. Das haben die Jünger erst später verstanden; nachdem Jesus von den Toten auferstanden war, hat der Heilige Geist sie an dieses Wort erinnert.

 

 

 

Evangelium Joh 2, 13-25

 

 

Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

13Das Paschafest der Juden war nahe, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf.

 

14Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, dir dort saßen.

 

15Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttet er aus, und ihre Tische stieß er um.

 

16Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!

 

17Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich.

 

18Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis, dass du dies tun darfst?

 

19Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.

 

20Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten?

 

21Er aber meinte den Tempel seines Leibes.

 

22Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

 

23Während er zum Paschafest in Jerusalem war, kamen viele zum Glauben an seinen Namen, als sie die Zeichen sahen, die er tat.

 

24Jesus aber vertraute sich ihnen an, denn er kannte sie alle

 

25und brauchte von keinem ein Zeugnis über den Menschen; denn er wusste, was im Menschen ist.

 

 

 

Für den Tag und die Woche

 

Raum und Zeit  Die Religion hat ihre Riten, ihr Wissen, ihre Stätten und ihre bevorzugten Zeiten. Dadurch geht von ihr menschliche Anziehungskraft aus. Der Glaube hingegen heiligt alle Dinge, er sondert nichts ab. Unser Glaube beansprucht keinen eigenen Raum für sich. Er umfängt die Gesamtheit des Raumes und der Zeit. Er bezieht sich auf den Sinn alles Wirklichen. Mit anderen Worten: der Glaube ist der Widerhall auf die universale Herrschaft Gottes über die ganze Welt. Er will vor aller Augen sichtbar gelebt werden, gemeinsam, alles umfassend. Das ist sein Sinn für unser Leben. (Claude Geffré)

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.

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Guest Juergen

Meine Augen schauen stets auf den Herrn;

denn er befreit meine Füße aus dem Netz.

Wende dich zu mir und seimir gnädig;

denn ich bin einsam und gebeugt.

Eröffnungsvers: Ps 25 (24), 15-16

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Als er von den Toten auferstanden war,

erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte,

und sie glaubten der Schrift

und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

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24Jesus aber vertraute sich ihnen an, denn er kannte sie alle

 

25und brauchte von keinem ein Zeugnis über den Menschen; denn er wusste, was im Menschen ist.

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Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen, und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.

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Jesus aber vertraute sich ihnen an, denn er kannte sie alle und brauchte von keinem ein Zeugnis über den Menschen;

denn er wusste, was im Menschen ist.

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Habe selten (dh, schon lange nicht mehr) mit so tiefen Frieden alle drei Lesungen gehört wie diesen Sonntag.

 

Gottes Sorge für uns, und daß Er uns genau kennt, weiß "was im Menschen ist".

 

Ich habe mich völlig in die Arme dieses Gottes fallen lassen, der mich inwendig kennt.

 

Danke Kirche, für die Liturgie!

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