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Eine neue Dimension des jüdisch-katholischen Dialogs


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Eine neue Dimension des jüdisch-katholischen Dialogs

In der Villa Cavalletti bei Rom trafen sich Oberrabbiner aus Israel und römische Kardinäle – Gemeinsame Erklärung über die Heiligkeit des Lebens

"Die Tagespost" Nr.26 vom 04.03.03

Von Rudolf Pesch

 

Jerusalem/Rom (DT) Als ein „außergewöhnliches historisches Ereignis“ hat der Botschafter Israels beim Heiligen Stuhl, Josef Lamdan, die Begegnung zwischen Delegationen des Vatikans und des Oberrabbinats aus Israel genannt, die zwischen dem 23. und 27. Februar 2003 in der Villa Cavalletti bei Rom stattgefunden hat. Der jüdischkatholische Dialog, der vor 38 Jahren durch die Konzilserklärung „Nostra Aetate“ in Gang gekommen und zuletzt durch den Besuch des Papstes im Heiligen Land entscheidend gefördert worden sei, habe nach den Vereinigten Staaten und Rom nun auch Israel erreicht und sei so in eine neue Dimension hineingewachsen.

Neue Geschichte nach zweitausend Jahren

Der Apostolische Nuntius für Israel und Zypern, Erzbischof Pietro Sambi, politischer Beobachter in der Katholischen Delegation, stimmte dem Botschafter ausdrücklich zu: Vor zehn Jahren sei eine solche Begegnung noch undenkbar gewesen, selbst noch vor fünf Jahren. Erst die Vergebungsbitte von Papst Johannes Paul II. zu Beginn des Millenniums, die er in einem Brief dann in der Klagemauer niederlegte, hat eine neue Qualität des Dialogs ermöglicht.

Und der Präsident der Jüdischen Delegation, der Oberrabbiner von Haifa, Shear Yishuv Cohen, stimmte beiden zu und berichtete, dass sich die Delegationen bei der Erarbeitung einer gemeinsamen Erklärung zur Heiligkeit des menschlichen Lebens und zu den Werten der Familie durchaus bewusst gewesen seien, dass sie „Geschichte machten“, neue Geschichte nach nahezu zweitausend Jahren.

Besuche der Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates, der Kardinäle Edward Iris Cassidy und Walter Kasper, in Israel und bei den Oberrabbinern dort und der Besuch einer vorläufigen vatikanischen Delegation beim Oberrabbinat im Juni vergangenen Jahres hatten die jetzige viertägige Begegnung in der Villa Cavalletti vorbereitet. Nachdem sie zunächst auf den November 2002 angesetzt und dann auf den Februar 2003 verschoben worden war, blieb ihr Zustandekommen auch dann noch wegen der durch die Irak-Krise Israel drohenden Kriegsgefahr bis zuletzt in der Schwebe. „Erst am Sabbatbeginn vor unserer Abreise nach Rom am Sonntagmorgen entschlossen wir uns endgültig“, berichtete der Generalsekretär des Jerusalemer Oberrabbinats, Oded Wiener, als er zugleich die Auswahl des Begegnungsortes, die Kardinal Walter Kasper vorgenommen hatte, überschwänglich lobte.

Die Villa Cavalletti, dem Tusculum gegenüber zwischen Frascati und Grottaferrata gelegen, gibt von ihrem alten Park aus den Blick nach St. Peter in Rom und auf die Päpstliche Sommerresidenz in Castel Gandolfo frei. Doch mehr als dies, so erzählte der Apostolische Nuntius, beeindruckte die rabbinische Delegation die jüdische Vorgeschichte des Ortes, der seit acht Jahren das Internationale Zentrum der Katholischen Integrierten Gemeinde und ab dem kommenden Herbst Ort ihrer Akademie für die Theologie des Volkes Gottes ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Villa eine Sammelstelle für osteuropäischen Juden, die auf ihre Überfahrt nach Israel warteten und als Zeichen ihrer Sehnsucht nach Jerusalem den Davidsstern ins Dachgebälk der Villa einritzten. Und dass sie nun von der Katholischen Integrierten Gemeinde übernommen und zu einem „Ort umgestaltet werden konnte, der Versöhnung stiftet“, wie Pater Elias Chacour, der israel-arabische Priester in der katholischen Delegation, beim Abschied sagte –, rückte Erzbischof Sambi in den Zusammenhang der Geschichte dieser Gemeinde, die ebenso vom Neuaufbruch in der Kirche nach dem Schock über den Holocaust wie vom „Wiedereinwurzeln im Jüdischen als einer Bedingung für das Einholen des Katholischen“ weiß. Solcher Geist müsse, so der Nuntius weiter, im jüdisch-katholischen Dialog wirksam werden.

Kardinal Walter Kasper war am ersten Tag zur Begrüßung der Gäste in die Villa Cavalletti gekommen. Er hatte sich dann, wie Rabbi Cohen später berichtete, ohne Vorbehalte offen den kritischen Anfragen der rabbinischen Delegation gestellt und so weiteren Grund für die gelungene Zusammenarbeit bei der Abfassung der gemeinsamen Erklärung gelegt. „Wir konnten über alles offen miteinander sprechen, ohne einander zu verletzen“, berichtete Rabbi Brodman, der Oberrabbiner von Savyon. Er führte sogar ein Beispiel dafür an, wie fruchtbar ein weiterer, intensivierter Dialog werden könnte.

Plötzlich stand die Frage nach dem Zölibat „im Raum“

Bei der Behandlung der Werte der Familie kam selbstverständlich die Ehe als die gottgewollte Verbindung von Mann und Frau und ihr Schöpfungsauftrag zur Sprache; die rabbinische Delegation, in der alle verheiratet sind, sah sich lauter Zölibatären gegenüber. So stand für sie die Frage nach dem Zölibat „im Raum“. Rabbi Brodmann – er war als Kind in drei Konzentrationslagern, darunter Theresienstadt, und bis auf eine Ausnahme kam seine ganze Familie im Holocaust um – sprach von der Freude, in Kindern den Fortgang des Lebens zu sehen. Jetzt berichtete er, wie der Bischof von Nazaret, Giacinto-Boulos Marcuzzo, während der Gespräche sehr überzeugend dargelegt habe, dass der Zölibat ein Ausdruck der Agape sei, eine Vorwegnahme des engelgleichen Lebens, von dem Jesus gesprochen habe: in der Zuwendung zu den anderen in der Gemeinde und für die Gemeinde.

Die gemeinsame Erklärung, die gestern Nachmittag in Rom und Jerusalem veröffentlicht wurde (siehe auf dieser Seite unten), hat zwei Schwerpunkte: Die Heiligkeit des Leben und die Werte der Familie. In ihr heißt es: „Wir fühlen die Herausforderung, von dem einen Gott in der Welt Zeugnis zu geben, und sind bereit, bei der Förderung gemeinsamer religiöser Werte zusammenzuarbeiten: für Frieden mit Gerechtigkeit, Wahrheit und Liebe.“ Im dritten Teil des vierten Abschnitts wird der gebotene Schutz menschlichen Lebens vor dem Hintergrund des weltweiten Terrorismus, von dem Israel besonders berührt ist, ebenso entschieden wie behutsam zur Sprache gebracht. Vertreter der rabbinischen Delegation brachten ihre Genugtuung darüber zum Ausdruck, dass sie gemeinsam mit Personen, die für die Kirche in Palästina Verantwortung tragen, – im Ringen um jedes Wort – formulieren konnten: „Jeder Angriff auf das Leben eines Menschen richtet sich gegen den Willen Gottes und ist eine Entheiligung des Namens Gottes... Wie von Papst Johannes Paul II. immer wieder in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2002 betont wurde, kann kein religiöser Führer irgendwo in der Welt Terrorismus entschuldigen.“

Der neue Sekretär für die Beziehungen der katholischen Kirche mit dem Judentum im Einheitssekretariat, P. Norbert Hofman SDB, der für die Ausrichtung des Treffens sorgte, ließ wissen, dass der Dialog weitergehen werde, wahrscheinlich in diesem Herbst in Israel. Der Beginn mit dem Vertrautwerden und der ersten gemeinsamen Erklärung weckt Hoffnungen für die neue Dimension des katholisch-jüdischen Dialogs. Die Welt wartet auf seine Früchte.

 

 

 

 

Im Wortlaut die gemeinsame Erklärung der Kommission des Heiligen Stuhls für die religiösen Beziehungen mit den Juden und des Oberrabbinat Israels

4. Die Heiligkeit des menschlichen Lebens

5. Werte der Familie

6. Abschließendes Zitat:

"Die Tagespost" Nr.26 vom 04.03.03

Grottaferrata-Rom (Villa Cavalletti)26. Februar 2003

 

Am gestrigen Montag ist in Rom und Jerusalem die gemeinsame Abschluss-Erklärung der jüdischen und der katholischen Delegation veröffentlicht worden, die sich vom 23. bis 27. Februar in der Nähe von Rom getroffen haben. Im Folgenden der vollständige Text der Erklärung in einer Übersetzung aus dem Englischen von Rudolf Pesch:

1. Nach einem vorläufigen Treffen in Jerusalem am 5. Juni 2002 haben sich hochrangige Delegationen der Kommission des Heiligen Stuhls für die Religiösen Beziehungen mit den Juden und des Oberrabbinats Israels in der Villa Cavalletti (Grottaferrata/Rom) vom 23. bis zum 27. Februar 2003 getroffen. Die Gespräche fanden in einer warmen und freundlichen Atmosphäre statt und waren dem Thema gewidmet, wie Friede, Harmonie und religiöse Werte in den zeitgenössischen Gesellschaften gefördert werden können.

2. Wir haben anerkannt, dass Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit die Basis für unseren weiteren Dialog sein müssen, wobei wir unsere verschiedenen religiösen Identitäten achten. Wir führen einen Dialog als Glaubende, die gemeinsame geistliche Wurzeln und ein gemeinsames Erbe haben. Dialog ist ein Wert in sich selbst und schließt jegliche Bekehrungsabsichten aus. Die Katholische Kirche anerkennt gemäß der Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils und von Papst Johannes Paul II., „...dass die Juden von Gott sehr geliebt sind um ihrer Väter willen; Er bereut nicht die Gaben, die er schenkt, noch die Berufungen, die er ausspricht“ (Nostra Aetate, Nr. 4; vgl. auch Röm 11, 28–29). Wir achten unsere verschiedenen Traditionen und respektieren jeweils den anderen in seiner Andersheit. Wir fühlen die Herausforderung, von dem einen Gott in der Welt Zeugnis zu geben, und sind bereit, bei der Förderung gemeinsamer religiöser Werte zusammenzuarbeiten: für Frieden mit Gerechtigkeit, Wahrheit und Liebe.

3. Die folgenden Themen haben wir uns gemeinsam für die Gespräche und die Zusammenarbeit vorgenommen: a) Die Heiligkeit des menschlichen Lebens; B) Werte der Familie.

4.1. Das menschliche Leben ist von einzigartigem und höchstem Wert in unserer Welt. Jeder Versuch, menschliches Leben zu zerstören, muss zurückgewiesen werden, und jede gemeinsame Anstrengung sollte unternommen werden, um Menschenrechte zu fördern, Solidarität unter allen menschlichen Wesen, Achtung vor Gewissensfreiheit.

4.2. Unsere gemeinsame religiöse Motivation für diese zentrale Behauptung gründet sich auf der biblischen Feststellung, dass der Mensch als Bild des lebendigen Gottes erschaffen ist, nach Seinem Ebenbild (vgl. Gen 1, 26). Gott ist der Heilige und der Schöpfer menschlichen Lebens, und der Mensch ist gesegnet und verpflichtet durch Seine Heiligkeit. Deshalb ist jedes menschliche Leben heilig, sakrosankt und unverletzlich. Gemäß Levitikus 19, 2 begründet Gottes Heiligkeit einen wesentlichen Imperativ des moralischen Verhaltens: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin Heilig, der Herr, euer Gott.“

4.3. Menschliches Leben zu schützen, ist eine einsichtige ethische Konsequenz aus dieser Überzeugung. Alle Gläubigen, besonders religiöse Führer, müssen beim Schutz menschlichen Lebens zusammenarbeiten. Jeder Angriff auf das Leben eines Menschen richtet sich gegen den Willen Gottes und ist eine Entheiligung des Namens Gottes, in direktem Widerspruch zur Lehre der Propheten. Irgend jemandem sein menschliches Leben zu nehmen, auch sich selbst, ist, auch wenn das im Namen Gottes geschieht, ein Sakrileg.

Wie von Papst Johannes Paul II immer wieder in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2002 betont wurde, kann kein religiöser Führer irgendwo in der Welt Terrorismus entschuldigen. Es ist eine Entweihung der Religion, sich zu einem Terroristen im Namen Gottes zu erklären und anderen im Namen Gottes Gewalt anzutun. Terroristische Gewalt, wo immer in der Welt sie ausgeübt wird, ist ein Widerspruch zum Glauben an Gott, den Schöpfer des Menschen, der für den Menschen sorgt und ihn liebt.

4.4. Als religiöse Führer von Glaubensgemeinschaften haben wir eine außerordentliche Verantwortung für die Erziehung unserer Gemeinden und besonders für die jüngere Generation im Blick auf die Heiligkeit des menschlichen Lebens. Wir dürfen keinerlei Töten im Namen Gottes erlauben, denn er gebietet: „Du sollst nicht töten“ (Ex 20, 13; Dtn 5, 17); wir müssen fanatischen oder gewaltsamen Missbrauch der Religion vermeiden, wie es jüdische, christliche und muslimische Führer im Januar 2002 in der Alexandria-Erklärung festgestellt haben. Wir alle müssen unsere Kräfte vereinigen zum Bau einer besseren Welt für Leben, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit, Frieden und Liebe unter allen.

4.5 Es gibt kulturelle und erzieherische Anforderungen im Blick auf unsere Zusammenarbeit auf diesem Feld. Alle Erzieher müssen ihre Anstrengungen bei der Erstellung von Programmen verstärken, die der Erziehung der Jugend zur Beachtung des höchsten Wertes menschlichen Lebens dienen.

Gegen den gegenwärtigen Trend von Gewalt und Tod in unseren Gesellschaften müssen wir unsere Zusammenarbeit mit Glaubenden aller Religionen und aller Menschen guten Willens verstärken, indem wir eine „Kultur des Lebens“ fördern.

5.1. Die Institution der Familie leitet sich vom Willen des Allmächtigen her, der den Menschen nach dem Bild Gottes erschuf: „...als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1, 27). Die Ehe hat in religiöser Sicht einen großen Wert, weil Gott diese Verbindung segnete und heiligte.

5.2. Familie und Einheit des Heims sorgen für eine warme und schützende Umgebung, die Kinder aufwachsen lässt und ihre angemessene Erziehung sichert – in Übereinstimmung mit der Überlieferung und den Glaubensüberzeugungen. Die Familie als Einheit ist die Basis der ganzen Gesellschaft.

5.3. Zweifellos hat die Elektronik- und Medienrevolution positive Veränderungen in unsere Gesellschaft gebracht. Gleichzeitig hat sich jedoch zu häufig ein negativer Einfluss auf das Verhalten der Gesellschaft entwickelt. Erwachsene und Jugendliche sind gleicherweise verdrehten und pervertierten Aspekten des Lebens ausgesetzt wie etwa der Gewalt und der Pornographie. Als religiöse Führer sind wir durch diese destruktiven Entwicklungen herausgefordert.

5.4. Mehr denn je sind wir verpflichtet, zu Hause und in der Schule zu den Werten der Familie zu erziehen, wobei wir unseren reichen religiösen Traditionen zu folgen haben. Eltern müssen viel mehr Zeit ihren Kindern widmen, um ihnen ihre Liebe zu zeigen und sie zu positiven Haltungen hinzuführen.

Unter anderen bedeutenden Werten der Familie müssen wir die Liebe betonen, die Selbstlosigkeit, die Sorge für das Leben und die wechselseitige Verantwortlichkeit für Kinder und Eltern (vgl. Ex 20, 12; Dtn 5, 16). In einer solchen Perspektive können wir alternativen Modellen der Vereinigung von Paaren und der Familie nicht zustimmen.

„Denn ich habe ihn (Abraham) dazu auserwählt, damit er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm aufträgt, den Weg des Herrn einzuhalten und zu tun, was gut und recht ist, damit der Herr seine Zusagen an Abraham erfüllen kann“ (Gen 18, 19).

Rabbi Shar Yishuv Cohen (Präsident der Jüdischen Delegation)

Jorge Kardinal Mejia (Präsident der Katholischen Delegation)

Rabbi Ratzon Arrusi

Monsignore Giacinto-Boulos Marcuzzo

Rabbi David Brodman

Pater Georges Cottier O.P.

Oded Wiener

Pater Elias Shacour

Pier Francesco Fumagalli

Pater Norbert Hofman S.D.B.

Shmuel Hadas

Monsignore Pietro Sambi

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laber laber.

 

Mein jüd-christl. Dialog besteht u.a.  darin:

 

- an Chanukka an der öffentl. Lichtfeier der jüd. Gemeinde teilnehmen

- am Freitag die Shabbatlichter daheim anzünden

- das Shabbatgebet sprechen, gelegtenlich auch mal das Shabbatlied beten (da kommt die Zeile vor "aus Bet Lechem naht meiner Seele der Erlöser" - beten Juden jeden Freitag)

-in der Messe bewußt das Gabengebet mitsprechen,

denn das ist das Shabbatgebet, das sog. Gabengebet.

- sich klarmachen, daß unsere Liturgie der Eucharistie ungemein ähnlich ist der Shabbatliturgie..

Dinge, die jeder Christ problemlos machen könnte... und die mehr bringen, als alles theologische Lesen.. finde ich.

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Guest Corinna


Zitat von Edith am 16:14 - 11.März.2003

... sich klarmachen, daß unsere Liturgie der Eucharistie ungemein ähnlich ist der Shabbatliturgie..

Dinge, die jeder Christ problemlos machen könnte... und die mehr bringen, als alles theologische Lesen.. finde ich.


 

Na ja, das eine tun bedeutet ja nicht, dass man das andere lässt.

 

Corinna

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Immerhin gehört ja theologisches Lesen dazu, wenn man verstehen wil, was mit Chanukka gemeint ist.

 

Wie bist du eigentlich darauf gekommen Edith? Ich meine, darauf, die Shabbatlichter zu Hause anzuzünden.

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Das ist hört sich aber mehr nach Monolog an ...

 

Ich denke, theologischer Dialog und die von Edith beschriebene gelebte Annäherung an die Tradition des Judentums schließen sich nicht aus, sondern ergänzen einander.

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Hallo,

 

ich habe einige allgemeine Fragen

 

1. Wozu ist ein christlich jüdischer Dialog notwendig?

2. Welche Inhalte braucht ein solcher Dialog?

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Zitat von Echo Romeo am 16:31 - 11.März.2003

Immerhin gehört ja theologisches Lesen dazu, wenn man verstehen wil, was mit Chanukka gemeint ist.

 

Wie bist du eigentlich darauf gekommen Edith? Ich meine, darauf, die Shabbatlichter zu Hause anzuzünden.


 

Meine Namenspatronin ist Edith Stein... mit der ich mich sehr beschäftigt habe. Eine sehr fesselnde Frau. lest mal was von ihr.

Habe  mich dann immer mehr für das Judentum interessiert und festgestellt, daß unsere Liturgie eine nahtlose Weiterführung der jüd. Liturgie ist.

Wir kennen ja auch eine "erste Vesper" am Vorabend eines Festes, so wie die Juden am Freitag Abend die Shabbatlichter anzünden - überigends tut das die FRAU des Hauses Die Frau betet dann " Gepriesen bist du Ewiger, du hast uns geheiligt durch deine Gebote und uns geboten die Shabbatlichter anzuzünden"...

(nicht so ganz wörtlich... )  jedenfalls ist DAS dann der offizielle Shabbatbeginn im Haus.

 

Und: natürlich schließt das eine das andere nicht aus, das sage ich ja auch nicht.

Ich lese schon auch was, keine Sorge

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Zitat von Edith am 16:14 - 11.März.2003

 

- sich klarmachen, daß unsere Liturgie der Eucharistie ungemein ähnlich ist der Shabbatliturgie..


Liebe Edith,

ist die jüdische Liturgie irgendwo veröffentlicht? Würd' mich interessieren (Haste ma 'nen Link für mich?).

 

Danke + Grüße,

Lucia

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Zitat von Lichtlein am 11:42 - 12.März.2003


Zitat von Edith am 16:14 - 11.März.2003

 

- sich klarmachen, daß unsere Liturgie der Eucharistie ungemein ähnlich ist der Shabbatliturgie..


Liebe Edith,

ist die jüdische Liturgie irgendwo veröffentlicht? Würd' mich interessieren (Haste ma 'nen Link für mich?).

 

Danke + Grüße,

Lucia

 

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