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Du bist Petrus …


Echo Romeo
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Hallo ihr Lieben,

 

in diesem Jahr darf ich meinen Namenstag auf besondere Weise feiern – ich begleite einen Familienkurs zum Thema »Petrus«. Da ich mir bereits im Vorfeld Gedanken zu diesem Jünger machen will, der mir von seiner Person und von seinem Amt her (auch in seinem gegenwärtigen Amtsnachfolger) viel bedeutet, gebe ich diese Frage auch an Euch weiter.

 

Welche Aspekte des Petrus, wie ihr ihn aus dem Evangelium kennt, sind euch wichtig? Welche Worte des Petrus, oder Worte, die an Petrus gerichtet wurden, sind Euch wichtig? Habt ihr eine Lieblings-Petrus-Szene?

 

Auf Eure Ideen und Antworten freut sich

Peter

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Lieber Peter,

ich habe zwei lieblings-Petrus-Stellen.

Das eine ist die Sache mit dem Hahnenschrei.

Da kann ich mich gut drin wiederfinden.

Hähne hab ich auch schon öfter krähen hören....in verschiedener Gestalt.

Und wie er dann von Christus dreimal gefragt wird: Liebst du mich?

 

Daraus seh ich, dass ich nicht perfekt sein muss. Das war Petrus auch nicht, und doch hat gott ihn gebraucht.

Und es zeigt mir, dass wichtiger als die Fehler die man macht, die Liebe und das Bekenntnis der liebe ist.

 

 

Alles Gute

Theresa

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Meine Lieblingsstelle ist Matthäus 14, 22-33.

Jesus geht über das Wasser und Petrus folgt seinem Ruf, steigt aus dem Boot, bekommt Angst, geht unter, ruft um Hilfe und wird gerettet.

Simon Petrus ist mir so unerhört sympathisch

 

(Carsten Peter Thiede hat kürzlich ein Buch veröffentlich: Der Petrus-Report. Jürgen hat sich letzt nicht gerade euphorisch über den Autor geäußert. Kennt jemand das Buch und kann etwas dazu sagen?)

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Zitat von lara am 23:18 - 10.März.2003

Meine Lieblingsstelle ist Matthäus 14, 22-33.

Jesus geht über das Wasser und Petrus folgt seinem Ruf, steigt aus dem Boot, bekommt Angst, geht unter, ruft um Hilfe und wird gerettet.

Simon Petrus ist mir so unerhört sympathisch


Genau das Gleiche wollte ich auch grad sagen! Petrus ist so schön "menschlich": schäumt immer über vor Eifer, will sogar für Jesus sterben (tut er ja letztendlich auch) und dann baut er wieder ganz großen Mist und bekommt Angst vor seiner eigenen Courage.

Und gerade zu dem sagt Jesus: Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen. – Das macht doch Mut, oder?!

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altersuender

Schaut mal auf meine Signatur hinunter.

 

Was das Buch von Thiede betrifft, Du meinst wohl 'Geheimakte Petrus. Auf den Spuren des Apostels', lara?

 

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Ich habe es zwar noch nicht gelesen, doch sind die Rezensionen, die ich las, sehr gut. Ich werde es mir wohl selber kaufen.

 

Von Thiede sind zum Thema Petrus (Geheimakte Petrus) Audio-Dateien (3 Vorträge) online zugänglich:

 

Geheimakte Petrus - Auf den Spuren des Apostels [1] Vortrag  - 24.09.02

http://web7.pc-8.net/mp3/24-09-02_19-32.mp3

 

Geheimakte Petrus - Auf den Spuren des Apostels [2] Vortrag  - 25.09.02

http://web7.pc-8.net/mp3/25-09-02_10-02.mp3

 

Geheimakte Petrus - Auf den Spuren des Apostels [3] Vortrag  - 25.09.02

http://web7.pc-8.net/mp3/25-09-02_15-32.mp3

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Ich denk mir,dass Jesus damals zu Petrus sagte:

DU- SOLLST- SAGEN -DU- KENNST- MICH- NICHT;-DAMIT SIE- NICHT- DICH- AUCH -NOCH- VERHAFTEN---

Petrus wollte das anfänglich nicht,da er ein Mann der Wahrheit wahr,er verstand nicht,dass Jesus ihn zu einer Notlüge aufforderte.

Aber auch in der Ns-Zeit sind viele durch Notlügen durchgekommen---

da sieht man wieder ---dass PETRUS der Nachfolger von Jesus den Satz

stark wie der Tod ist die Liebe Gottes zu uns.

Jesus ist für die Seinen gestorben und hat nicht andere mit in den Tod gezogen.

ER verkündete einen durch seinen Tod einen Frieden der Leben bringt.

mfg.Christin!

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Guten Morgen,

 

der Petrus ist mir sehr nahe – ganz am Anfang meines Glaubenslebens besuchte ich biblische Einkehrtage, die sich anhand der Evangelien mit seiner Person beschäftigten.

 

Ich kann mich sehr gut in diesem impulsiven Menschen wiederfinden. Meine Lieblingsstellen sind diejenigen, in denen Petrus mit der ganzen Bandbreite seiner Bereitschaft, für Jesus alles zu tun, dann aber wieder in seiner Angst vor der eigenen Courage gezeichnet wird. Petrus »schmeißt sein Herz im hohen Bogen voraus«, um dann hinterherzulaufen, wie er am Ostermogen zum Grab keuchte.

 

Petrus mit seinen Schattenseiten – wie er mit einigen, weil es brenzlig wird, heimlich Schwerter besorgt, bei der Verhaftung Jesu dreinschlägt – und flieht. Die Tränen des Petrus, als er sieht, dass er seine Liebe verraten hat.

 

Und wie ihn Jesus immer wieder einholt, wie er Vergebung erfahen darf …

 

Und: *buchtippsnotier*

 

(Geändert von Echo Romeo um 10:22 - 11.März.2003)

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Zitat von Echo Romeo am 21:48 - 10.März.2003

Du bist Petrus …

Genau :-)

 

und eigentlich habt Ihr schon alles geschrieben, was die Gründe sind, warum ich meinen Namenspatron so sehr mag.

 

Manchmal finde ich mich ein bißchen drin wieder.

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(Kleine Anmerkung am Rande: Ich habe mir latürnich etwas dabei gedacht, als ich die Unterzeile »Menschen um Jesus« tippte. Könnte ja eine Serie werden …)

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"Menschen um Jesus":

 

Apostel (griechisch apóstolos: Gesandter), Der Begriff Apostel wird in der Bibel auf zwei verschiedene Gruppen angewandt:

Zum ersten auf den Kreis der zwölf Jünger um Jesus, die dieser in Mt. 10 auswählte und ihnen die Voll-macht zu heilen gab. Die einzelnen Apostel sind: Simon Petrus, Andreas, Jakobus der Ältere, Johannes, Philippus, Bartholomäus, Thomas, Matthäus, Jakobus der Jüngere, Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Ischariot, der in Apg. 1,26 durch Matthias ersetzt wird. In Lk. 6,12ff wird Thaddäus durch einen Judas, Sohn des Jakobus, ersetzt. Johannes nennt als Apostel noch Natanaël aus Kana.

Die zweite Gruppe, die z.T. als Apostel bezeichnet wurden, sind andere Jünger, die die christliche Bot-schaft verbreiteten, wie z.B. Paulus, Barnabas und Timotheus. In der Apostelgeschichte des Neuen Tes-taments werden die Taten der Apostel (v.a. des Paulus) und der beginnende Siegeszug des Christentums dargestellt.

 

Simon Petrus, aramäisch Kepha(s)

Simon ist wie sein Bruder Andreas Fischer aus Bethsaida in Galiläa und ursprünglich Jünger von Johan-nes dem Täufer (Joh. 1,35ff).

Simon Petrus tritt nach seiner Wahl zum Jünger häufig als Sprecher und Führer der Apostel auf. Er wird zusammen mit seinem Bruder Andreas als Erster von Jesus zur Nachfolge berufen (Mt. 4,18ff).

Auf das Messiasbekenntnis Petrus’ beauftragt ihn Jesus mit der Leitung der Kirche und übergibt ihm die Schlüssel des Himmelreiches (Mt. 16,13ff). Nach Jesu Verhaftung verleugnet ihn Petrus (Mk. 14,66ff), er ist aber auch der erste Zeuge der Auferstehung Jesu (Lk. 24,34) und wurde von Jesus als Hirte seiner Herde eingesetzt (Joh. 21)

In der Jerusalemer Urgemeinde hat er zusammen mit Johannes und Jakobus, dem Bruder des Herrn, eine führende Rolle inne. Mit dem Apostelkonzil, das er leitet, begründet er die christliche Mission (Apg. 15).

Der Apostel Petrus wirkt u.a. als Bischof in Antiochia und Rom, wo er ca. 64/67 als Märtyrer stirbt.

Sein Fest wird zusammen mit dem des Paulus am 29. Juli gefeiert.

 

Andreas

Andreas ist der Bruder von Simon Petrus und wie er Fischer aus Bethsaida und ursprünglich ein Schüler von Johannes dem Täufer (Joh. 1,35ff). Er gehört zu den ersten Jüngern Jesu (Joh. 1,35ff). In der Bibel nimmt er keine wichtige Rolle ein.

Der Überlieferung zufolge gründete er die Gemeinde in Byzanz und wird in Patmos in der griechischen Landschaft Achaia an einem Kreuz hingerichtet, das die Form eines X hat; daher wird diese Form als Andreaskreuz bezeichnet.

Er ist der Schutzheilige von Schottland und Russland. Sein Fest wird am 30. November gefeiert.

 

Jakobus der Ältere

Jakobus ist der Sohn des Zebedäus und der Salome sowie Bruder des Johannes. Jesus gibt den Brüdern wegen ihres Eifers den Beinamen Boanerges (griechisch: Donnersöhne; Mk. 3,17). Jakobus zählt neben Petrus und Johannes zu den drei bevorzugten Jüngern, die bei der Verklärung Jesu (Mt. 17) und seiner Todesangst im Garten Gethsemane (Mt. 26,36ff) zugegen sind. Jakobus wird durch den König Herodes Agrippa I. von Judäa um 44 n.Chr. geköpft und wird somit zum ersten Märtyrer der zwölf Apostel (Apg. 12,1f).

Er wird besonders in Spanien (Santiago de Compostella) aufgrund einer geschichtlich nicht belegten Ü-berlieferung verehrt, dass er dort kurz vor seinem Tod das Evangelium verkündet habe. Sein Festtag ist der 25. Juli.

 

Johannes

In der Tradition wird Johannes meist als Lieblingsjünger Jesu bezeichnet. Er ist Sohn des Zebedäus und jüngerer Bruder von Jakobus dem Älteren. Mit Simon Petrus und Jakobus gehört er zu den Jüngern, die Zeugen der Todesangst Jesu im Garten Gethsemane (Mt. 26,36ff) und der Verklärung Christi (Mt. 17) werden. Nach Jesu Tod und Auferstehung ist er mit Petrus und Jakobus einer der führenden Männer der Jerusalemer Gemeinde.

Der Legende zufolge schrieb Johannes seine Apokalypse während seiner Verbannung nach Patmos und das nach ihm benannte Evangelium nach seiner Rückkehr nach Ephesus.

Sein Festtag ist der 27.Dezember.

 

Philippus

Auch Philippus stammt wie Simon Petrus und Andreas aus Bethsaida. Im Johannesevangelium finden sich im Gegensatz zu den Synoptiker viele Spuren von ihm. Bis zu seiner Berufung zur Nachfolge ist Philippus ein Jünger von Johannes dem Täufer. Er bringt Natanaël in den Kreis um Jesus (Joh. 1,43ff). Später tritt er in zwei Fällen auf, die mit der Verkündigung Jesu in Zusammenhang stehen. So richtet die-ser vor der Speisung der Volksmenge das Wort an ihn (Joh. 6,5ff) und die Griechen, die Jesus treffen wollen, wenden sich an Philippus (Joh. 12,21f). Als er von Jesus den Vater gezeigt bekommen will, spricht dieser zu ihm: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Joh. 14,8ff)

Über sein weiteres Leben und Wirken ist nichts bekannt. Der Legende zufolge stirbt er am Kreuz.

Die Kirche feiert den Tag des Heiligen gemeinsam mit dem von Jakobus dem Jüngeren am 3. Mai.

 

Bartholomäus

Über Bartholomäus, der oft mit Natanaël identifiziert wird, ist wenig bekannt. Der Überlieferung zufolge soll er bei seinen Missionsreisen, die ihn in viele Länder führten, sogar bis nach Indien vorgedrungen sein, wo er eine hebräische Kopie des Matthäus-Evangeliums zurückließ.

Sein Festtag wird in der katholischen Kirche am 24. August, in der orthodoxen Kirche am 11. Juni gefei-ert.

 

Natanaël

Von vielen Exegeten wird Nathanael mit Bartholomäus identifiziert. Er stammt aus Kana in Galiläa und wird von Philippus in den Kreis der Jünger eingeführt, wo er nach anfänglicher Skeptik ein Messiasbe-kenntnis ablegt (Joh. 1,45ff). Er ist auch bei der letzten Erscheinung Jesu am See von Genezareth zugegen (Joh. 21)

 

Thomas

Thomas wird an drei Stellen im Johannesevangelium genannt. Als Jesus nach Judäa zurückkehren will, wo Juden ihn zuvor steinigen wollten, folgt ihm Thomas mit den Worten: „Dann lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben.“ (Joh. 11,7ff). Bei der zweiten Erwähnung spricht Jesus „Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr“, woraufhin Thomas entgegnet: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?“ und Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Joh. 14,1ff). Als Thomas bei einer Erscheinung des Auf-erstandenen nicht anwesend ist, zweifelt er an der Erzählung der übrigen Apostel. Erst als Jesus nochmals erscheint und Thomas auffordert, seine Wundmale zu berühren, glaubt der Jünger das Unfassbare und ruft: „Mein Herr und mein Gott!“ Damit erkennt er als erster die göttliche Natur Christi (Joh. 20,19ff).

 

Matthäus

Über den Apostel Matthäus ist wenig bekannt. Er soll Zöllner in der Stadt Kapernaum gewesen sein (Mt. 9,9ff). Markus und Lukas nennen ihn „Levi“. Einer Theorie zufolge hieß Matthäus ursprünglich Levi und bekam seinen Namen von Jesus verliehen, nachdem er zum Apostel geworden war.

Nach seiner Berufung gibt er ein Fest um den Wendepunkt in seinem Leben zu feiern (Lk. 5,29). Von seinem Beruf des Zöllners kann man darauf schließen, dass Matthäus sowohl über Durchsetzungskraft als auch über eine gewisse Bildung verfügt haben muss. Der christlichen Legende zufolge verfasste er in seinem späteren Leben das erste Evangelium.

Sein Fest wird am 21. September gefeiert.

 

Jakobus der Jüngere

Von Jakobus, dem Sohn des Alphäus (Mk. 3,18) ist praktisch nichts bekannt, außer, dass er einer der zwölf Apostel war.

Oft wird er mit Jakobus, dem Bruder des Herrn, gleichgesetzt. Dies scheint aber eher unwahrscheinlich.

Sein Fest wird zusammen mit dem des Philippus am 3. Mai gefeiert.

 

Thaddäus

Auch der Apostel Thaddäus spielt in den Evangelien keine Rolle. Bei Lukas wird Thaddäus durch einen Judas, Sohn des Jakobus, ersetzt.

Sein Gedenktag wird zusammen mit dem von Simon dem Kanaaniter am 28. Oktober gefeiert.

 

Judas

Bei Lukas und in der Apostelgeschichte tritt er an die Stelle von Thaddäus (Lk. 6,12ff, Apg. 1,13). Der Zusatz „Sohn des Jakobus“ wurde ihm vermutlich gegeben um ihn von Judas Ischariot abzugrenzen. Sei-nen einzigen Auftritt in den Evangelien hat er während der Trostworte Jesu an die Jünger (Joh. 14,15ff).

 

Simon Kananäus

Simon Kananäus spielt in den Evangelien keine Rolle und wird nur in den Apostellisten genannt.

Sein Festtag wird zusammen mit dem von Thaddäus am 28. Oktober gefeiert.

 

Judas Ischariot

Judas Ischariot ist jener Jünger, der ihn an den Hohen Rat verriet (Mt. 26,14ff). Er kommt wahrscheinlich aus Karioth, einer Stadt in Südjudäa, und ist Verwalter der Kasse der Gemeinschaft (Joh. 13,29). Vermu-tungen zufolge könnte er Mitglied der antirömischen Gemeinschaft der Sikarier sein, worauf ebenfalls sein Name hinweist.

Judas wird als verschlagen und unehrlich dargestellt (Joh. 12,6). Er verrät Jesus für 30 Silberstücke an den Hohen Rat (Mt. 26,14ff). Mit einem Kuss zeigt er im Garten Gethsemane den Soldaten, welcher der Anwesenden Jesus ist (Mt. 26,47ff). Jesus ist sich des Verrats von Judas bewusst (Mt. 26,25), lässt diesen aber geschehen um sein von Gott über ihn verhängtes Schicksal zur Erlösung der Menschheit zu vollen-den. Als Judas seinen Verrat erkennt, reut ihn seine Tat und er erhängt sich (Mt. 27,3ff). In der Apostel-geschichte findet sich eine andere Schilderung von seinem Tod, nach der er sich von seinem Lohn ein Grundstück kaufte und dann starb (Apg. 1,16ff).

 

Matthias

Der Apostel Matthias wird nach Verrat und Tod des Judas zum Kreis der Zwölf gerechnet. In einem Los-entscheid zwischen ihm und Josef Barsabbas erwählt Gott ihn zum Nachfolger von Judas Ischariot (Apg. 1,20ff). Er ist seit frühester Zeit Jünger von Jesus (Apg. 1,21f).

 

Paulus

Paulus wird als Sohn strenggläubiger Juden in Tarsus geboren und nach König Saul Saulus benannt. In seinen Schriften kann man eine hohe Bildung erkennen. Ursprünglich ist er für ein Rabbineramt vorgese-hen (Gal. 1,14; Phi. 3,6). Sein Glaubenseifer bringt ihn dazu, die neue Gemeinschaft der Jesusjünger, die er als vom rechten Weg abgekommen betrachtet, zu verfolgen (Gal. 1,13). So billigt er die Steinigung des Diakons Stephanus (Apg. 7,54ff).

Auf dem Weg von Jerusalem nach Damaskus erscheint ihm Jesus in einer Vision und Paulus bekehrt sich (Apg. 9)

Er begründete die Mission von Heiden, indem er auf dem Apostelkonzil durchsetzt, dass bekehrte Heiden nicht den jüdischen Gesetz unterworfen sind. Seine Missionsreisen führen Paulus nach Syrien, Griechen-land und in die Provinz Asien.

Nach Aufständen der Juden in Jerusalem wird er gefangen genommen, nach Rom gebracht und dort hin-gerichtet. In seinen Briefen entwirft er als erster eine christliche Theologie und wird zu deren Vordenker.

Sein Festtag wird zusammen mit dem des Apostels Petrus am 29. Juli gefeiert.

 

Jakobus der Kleine

Jakobus ist bekannt als „Bruder des Herrn“ (Mk. 6,3). Er ist neben Petrus und Johannes eine der „Säulen“ (Gal. 2,9) der Urgemeinde in Jerusalem (Apg. 12,17) und gilt als deren erster Bischof. Er wird als geset-zestreu und hoch angesehen dargestellt. Um 63 n.Chr. wird er durch den Hohen Rat zum Tod verurteilt. Die Legende setzt ihn manchmal mit dem Jakobus, dem Sohn des Alphäus, gleich; dies ist jedoch un-wahrscheinlich.

 

Markus

Markus wird als Johannes Markus als Sohn von Maria geboren. In seinem Haus hielt die Urgemeinde während der Zeit der Verfolgung ihre Treffen ab (Apg. 12,12). Vermutlich ist er griechischer Abstam-mung, was sein Nachname und die Vetternschaft zu Barnabas, der aus Zypern stammt, belegen (Kol. 4,10). Petrus bezeichnet ihn als seinen „Sohn“ (1. Petr. 5,13). Markus wird wahrscheinlich von ihm be-kehrt und wirkte von da an als sein Dolmetscher, da die Apostel kaum Griechisch sprachen. Er geht zu-sammen mit Barnabas und Paulus nach Antiochia, trennte sich jedoch von ihnen in Perge und kehrt nach Jerusalem zurück (Apg. 12,25; 15,38). Zwar begleitet er Barnabas auf seiner Reise nach Zypern, Paulus aber weigert sich, ihn auf weitere Missionsreisen mitzunehmen. Später versöhnen sie sich (2. Tim. 4,11).

Der Legende nach hat Markus sein Evangelium auf der Grundlage von Petrus’ Lehren in Rom verfasst. Später wird er in Alexandria der erste Bischof der dortigen Kirche. Sein Festtag ist der 25. April.

 

Lukas

Der Heidenchrist Lukas stammte wahrscheinlich aus Griechenland und war Arzt (Kol. 4,14). Er ist Ge-fährte und Freund des Apostels Paulus während dessen Gefangenschaft (Röm. 16,21). Nach kirchlicher Tradition ist Lukas Verfasser des Lukasevangeliums und der Apostelgeschichte.

Sein Festtag wird am 18. Oktober gefeiert.

 

Timotheus

Timotheus wird im Gebiet von Lykaonien in Lystra als Sohn eines heidnischen Vaters und einer jüdi-schen Mutter geboren. Die näheren Umstände seiner Bekehrung sind nicht bekannt. Er wird von Paulus beschnitten, um einen Konflikt mit den Juden zu vermeiden (Apg. 16,3).

Als Mitarbeiter von Paulus hält er sich in den griechischen Städten Berea (Apg. 17,13f), Athen, Thessalo-níke (1. Thess. 3,1ff), Korinth und Ephesus (1. Kor. 4,17; 16,10) sowie in Makedonien (Apg. 19,21f) auf. Später geht Timotheus mit Paulus nach Jerusalem (Apg. 20,4). Während dessen erster Gefangenschaft in Rom besuchte er ihn und wird mit einer Nachricht nach Philippi geschickt (Phi. 2,19). Nach seiner Frei-lassung überträgt Paulus ihm die Aufsicht in Ephesus.

Später wird auch Timotheus verhaftet, bald jedoch wieder freigelassen (Heb. 13,23). Als er sich heidni-schen Orgien widersetzt, findet er den Märtyrertod.

Sein traditioneller Festtag ist der 24. Januar.

 

Joseph Barnabas

Die Apostel verleihen dem Leviten Joseph den Namen Barnabas („Sohn des Trostes“; Apg. 4,36). Er soll in seiner Heimat Zypern die erste Gemeinde gegründet haben. Er ist es, der Paulus mit den anderen Apos-teln in Jerusalem zusammenführt und ihn später auf seinen Missionsreisen durch die Provinz Asien be-gleitet. Auf dem Apostelkonzil in Jerusalem vertritt Barnabas mit Paulus die Meinung, Heiden sollten Zugang zum neuen Glauben finden ohne den jüdischen Gesetzen unterworfen zu werden. Später trennt er sich von Paulus als er darauf besteht, sein Vetter Markus, der sie bei einer früheren Gelegenheit verlassen hat, solle sie erneut begleiten. Barnabas und Markus missionieren schließlich gemeinsam in Zypern (Apg. 15,39), wo er später den Märtyrertod findet.

 

Stephanus

Der Diakon Stephanus wird zum ersten christlichen Märtyrer (Apg. 6,7). Stephanus, der sich durch seinen tiefen Glauben auszeichnet, wird als erster der sieben Diakone der Urkirche gewählt. Mit den Juden gerät er durch seine Reden in Streit. Sie klagen ihn wegen Gotteslästerung vor dem Hohen Rat an. Er durfte seine Verteidigungsrede, in der er seinen Glauben an Jesus bekennt, nicht beenden und wird vom Pöbel vor der Stadt gesteinigt.

Seine in der Apostelgeschichte aufgezeichneten Worte belegen, dass er noch vor Paulus den universellen Anspruch des Christentums als Nachfolgerin des Judentums verkündete. Der Festtag des Heiligen fällt auf den 26. Dezember.

 

Philippus der Evangelist

Dieser von den Aposteln erwählte Diakon (Apg. 6,5) missionierte während der ersten Verfolgung unter Saulus in Samaria, wo er den Zauberer Simon bekehrte (Apg. 8,4ff). Auch das äthiopische Christentum geht auf ihn zurück, da er den Kämmerer der dortigen Königin tauft. Schließlich lässt er sich in Caesarea nieder und hat vier prophetisch begabte Jungfrauen (Apg. 21,8f).

 

Silas

Silas ist ein führendes, prophetisch begabtes Mitglied der Jerusalemer Urgemeinde (Apg. 15,22ff), der mit Judas Barsabbas die Ergebnisse des Apostelkonzils nach Antiochia bringt und erläutert. Er ist neben Timotheus Mitarbeiter des Paulus auf der 2. Missionsreise in Kleinasien, Philippi, Thessaloniki, Beröa und Korinth (Apg. 15,40-18,5) und daher mit dem als Mitbegründer der Gemeinde in Korinth (2. Kor. 1,19) und Mitabsender von 1.2. Thess. genannten Silvanus identisch. Später ging er zusammen mit Timo-theus nach Makedonien und Korinth (Apg. 18,5), arbeitete dort selbständig und blieb.

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                      Männer um Jesus ;)

 

                           

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