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Evangelium vom Sonntag


Monika
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8. Sonntag im Jahreskreis  B

 

 

Warum hat Gott sich ein Volk ausgesucht und mit ihm einen Bund geschlossen? Warum hat er zu diesem Bund sein endgültiges Ja gesagt in der Menschwerdung des Sohnes? Warum ruft er uns zum Fest seiner Liebe? Dafür gibt es keinen Grund als eben diese grundlose Liebe, die aus dem Reichtum seines Herzens kommt. Die Liebe wartet auf die Antwort des Glaubens und der Treue. Die Antwort der Freude und auch des Schmerzes.

 

 

 

Zur 1. Lesung Gott hat Israel aus Ägypten herausgeführt und es zu seinem Volk gemacht. Die Jugendzeit des Volkes, die Zeit der Wüste, war die Zeit der ersten Liebe; Israel kannte keinen anderen Gott. Später, im Kulturland, hat der Wohlstand das Volk von Gott weggeführt; es gab andere, zeitgemäßere Götter. Aber Gott liebt sein Volk immer noch; er wird es von der Knechtschaft der neuen Götter befreien. Er wird es noch einmal in die Wüste führen; dort wird es wieder Liebe und Treue lernen und zu seinem Gott zurückfinden.

 

 

ERSTE Lesung Hos 2, 16b.17b.21-22

 

 

Ich traue dich mir an auf ewig

 

Lesung aus dem Buch Hosea

 

So spricht der Herr:

 

16bIch will Israel, meine treulose Braut, in die Wüste hinausführen und sie umwerben.

 

17bSie wird mir dorthin bereitwillig folgen wie in den Tagen ihrer Jugend, wie damals, als sie aus Ägypten heraufzog.

 

21Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen,

 

22ich traue dich mir an um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen.

 

 

 

Zur 2. Lesung Trotz mancher Spannungen weiß der Apostel sich der Gemeinde von Korinth eng verbunden. Er braucht im Grunde keine andere Empfehlung, um sein Apostelamt zu verteidigen, als eben diese Gemeinde. Durch ihren Glauben ist sie der Beweis dafür, dass durch den Apostel der Geist Gottes am Werk ist. Niemand ist zu einem solchen Aposteldienst fähig, wenn nicht der Geist Gottes in ihm wirkt.

 

 

 

ZWEITE Lesung 2 Kor 3, 1b-6

 

 

Ihr seid ein Brief Christi, ausgefertigt durch unseren Dienst

 

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

Brüder!

 

1bBrauchen wir - wie gewisse Leute - Empfehlungsschreiben an euch oder von euch?

 

2Unser Empfehlungsschreiben seid ihr; es ist eingeschrieben in unser Herz, und alle Menschen können es lesen und verstehen.

 

3Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern - wie auf Tafeln - in Herzen von Fleisch.

 

4Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott.

 

5Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott.

 

6Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

 

 

Zum Evangelium Den Gottesbund vom Sinai hat Israel hundertmal gebrochen. Aber Gott kann dieses Volk nicht aufgeben; er ist treu, und er liebt dieses Volk. Er wird einen neuen Bund schaffen: Er will alle Schuld vergeben und einen neuen Anfang machen. Jesus beansprucht, der neue Anfang zu sein. Wenn er erklärt, jetzt seien die Tage der Hochzeit, nimmt er für sich in Anspruch, der Herr und Gemahl des neuen Gottesvolkes zu sein, so wie im Alten Bund Jahwe sich als „Gemahl“ seines Volkes bezeichnet hatte (vgl. 1. Lesung).

 

 

Evangelium Mk 2, 18-22

 

 

Der Bräutigam ist bei ihnen

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

 

18Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten?

 

19Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.

 

20Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten.

 

21Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab, und es entsteht ein noch größerer Riss.

 

22Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue Schläuche.

 

 

 

FÜR DEN TAG UND DIE WOCHE

Wer bin ich, dass ich einen Platz in deinem Herzen, in deinem Haus, in deinem Reich verdiente? Wer bin ich, dass ich auf deine Vergebung, deine Freundschaft, deine Umarmung hoffen darf? Dennoch erwarte ich es, sehne mich danach, zähle darauf. Nicht wegen meiner eigenen Verdienste, sondern allein wegen deiner unendlichen Barmherzigkeit. O Herr, du bist der Gerechte, der Gesegnete, der Geliebte, der Rechtschaffene, der Gnadenreiche.

 

Hilf mir, dir zu folgen, mein Leben mit deinem Leben zu vereinen und ein Spiegel deiner Liebe zu werden. (Henri J. M. Nouwen)

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Ihr seid ein Brief Christi, geschrieben mit dem Geist des lebendigen Gottes, in Herzen von Fleisch.

 

 

 

(Geändert von Martin um 14:09 - 2.März.2003)

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...keinen Grund als eben diese grundlose Liebe, ...

 

21Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen,

 

... Aber Gott kann dieses Volk nicht aufgeben; er ist treu, und er liebt dieses Volk. ...

 

Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.

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um den Brautpreis von

Gerechtigkeit und Recht,

von Liebe und Erbarmen

 

 

Nicht den Widerspruch zu sehen, nicht EIN Einzelteil zu suchen, sondern die Einheit - dort liegt die Lösung.

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19Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.

 

20Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten

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