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Aussöhnung der katholischen Kirche mit Hans Küng?


Martin
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Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst will eine Initiative starten, um zu einer Aussöhnung zwischen der katholischen Kirche und dem vom Lehrverbot betroffenen Tübinger Theologieprofessor Hans Küng beizutragen.

 

Er sagte gestern Abend dem Diözesanrat in Bad Waldsee zu, das Gespräch mit Küng zu suchen, der am 19. März 75 wird. Fürst entspricht einer Bitte des obersten Laiengremiums seines Bistums. Der Pfarrer und frühere Küng-Schüler Wolfgang Gramer aus Tamm hatte den Antrag im Diözesanrat eingebracht, der fast einstimmig dafür war.

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Klar.

 

Aber das wäre doch die einzig denkbare "Rehabilitierung". Und ich kann mir kaum vorstellen, daß sich Küng ohne eine solche auf eine "Aussöhnung" mit der Glaubenskongregation einläßt.

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Jawoll, laßt uns einen Pakt mit dem Teufel schließen - ach was sag ich einen - jeden Pakt, den er will !

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Worin soll denn die Aussöhnung bestehen? Eine Aussöhnung kann es doch nur zwischen Streitenden geben - und aus meiner Sicht gibt es keinen Streit. Küng bekannte in mehreren Punkten Dinge, die nicht mit dem Glauben der katholischen Kirche vereinbar sind. Dementsprechend wurde ihm die Lehrerlaubnis für "katholische Theologie" entzogen.

 

Hat Küng seinen Glauben geändert?

 

Vermutlich nicht. Stattdessen hat Küng sich in zahlreichen Publikationen selbst zum armen, unschuldig verfolgten Opfer hochstilisiert und die Kirche als seinen Verfolger diffamiert. Dafür sollte er sich zunächst mal entschuldigen.

 

Hier ein recht interessanter Artikel dazu: LINK

 

Gruß,

Lucia

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Ich fürchte, der hochwürdigste Herr Bischof hat ein wenig falsch formuliert. Ich würde es indessen sehr begrüßen, wenn Herr Küng sich endlich mit der Kirche aussöhnen und zu ihrer Lehre zurückkehren würde. Dann sollten ihm keine Türen verschlossen bleiden.

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>>So schlimm, Erich?<<

 

ja, ganz deutlich!! Küng macht aus meinem Herrn und Gott Jesus Christus einen "nur-Menschen" - das ist eindeutig Teufelswerk

 

Lieben Gruß

Erich

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Guest Juergen
Ich meine mich zu erinnern, gehört zu haben, daß Küng vor nicht all zu langer Zeit gesagt haben soll, daß er kein Interesse an einer Aussöhung habe, bzw. keinen Sinn darin sehe.
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Noch schlimmer, Martin. Er spaltet, er verunsichert, verbiegt die Wahrheit bis zu Unkenntlichkeit. Kein Spruch aus Rom, den er nicht öffentlich kritisiert, keine Maßnahme der katholische Kirche, die vor seinen Augen Gnade finden. Ein Spaltpilz eben, einer, der zerstreut, wo gesammelt werden müßte

 

Ein eloquenter Anwalt seiner selbst von unüberbietbarer Eitelkeit. Die einzige Möglichkeit, die Kirche mit ihm zu versöhnen, wäre, ihn zum Papst zu wählen.

 

Mag sein, daß Du aus seinen frühen Büchern den einen oder anderen wichtigen Gedanken mitgenommen hast. Das ändert leider nichts daran, daß Küng sein eigenes Ziel, die Kirche in die Welt zu tragen, pervertiert hat - seit Jahrzehnten fällt ihm nicht besseres ein, als zu fordern, die Welt in die Kirche zu tragen.

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Es ist tatsächlich, wie du sagst, Thomas. Ich habe aus einem seiner Bücher einige beachtliche Gedanken mitgenommen. Mag sein, dass sie auch einfach nur gut formuliert waren und woanders genau so gut zu finden gewesen wären.

 

Zum einen habe ich nicht verfolgt, was außerhalb dieser Gedanken von ihm verbreitet wurde und zum anderen ist mir schon bewußt geworden, dass da irgendetwas nicht stimmt. Daher hatte ich ja auch nach einer kompetenten Lektüre zu diesem Thema gesucht und diese wurde ja auch schon genannt. Ich habe mich aber noch nicht damit auseinandergesetzt, denn ich habe andere, interessantere Lektüre gefunden. :)

 

Abgesehen davon ist das ja bisher schlicht eine Bitte, die von einer lokalen Pfarrei ausgesprochen wurde. Vielleicht hat Bischof Fürst ja auch nur einen beiläufigen, höflichen Satz geäußert (im Sinne von, sehen wir mal, ob da etwas zu machen ist). Sollte Hans Küng daran kein Interesse haben, wird die katholische Kirche wohl kaum von sich aus aktiv werden. Warum sollte sie?

 

Herzliche Grüße

Martin

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Der gute Hirt hat seine 99 Schafe alleingelassen, um das verirrte hundertste zu holen- vielleicht ist das die Aufgabe, der sich Bischof Fürst stellen will.

Aussöhnung kann ja nur bedeuten, dass Küng umkehrt, das wäre dann aber wirklich kein Pakt mit dem Teufel, sondern einer gegen ihn!

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Küng selbst sieht wohl gar kein Interesse darin, ausgesöhnt zu werden... Sein Mythos würde ziemlich Wanken.

Außerdem ist das mit seiner Theologie einfach nciht mehr zu machen. Leider,.

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Warum so hoffnungslos, Explorer. "Kehrt um und glaubt an das Evangelium." Beginnt es nicht so? Warum soll es so nicht auch einmal enden.

 

Schuld ist vielfach nicht einseitig und Versöhnung ist etwas wunderbares. Warum nicht?

 

Herzliche Grüße

Martin

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Sag niemals nie!

Jeder kann umkehren und sich bekehren, warum nicht auch Küng? Seine Theologie müsste er zum grossen Teil zurücklassen, aber er selbst kann jederzeit zurückkommen.

Das es nicht einfach ist, nach solchen Streitereien und persönlichen Verletzungen umzukehren ist klar.

Deshalb find ich es super vom Bischof Fürst, dass er selbser auf Küng zu geht, und versucht, ihm eine Brücke zu bauen.

Drübergehen muss er selber, aber beten können wir für ihn, dass er den Mut dazu findet.

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Natürlich könnte er umkehren. Dann wäre aber seine Arbeit der letzten 20 Jahre sämtlich für die Katz. Alles wofür er gekämpft hat. Das würde ich auch nicht einfach aufgeben. Und dass er die Missio canonica wieder bekommt, das kann ihm doch mittlerweile auch relativ egal sein...

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Zitat von EXPLORER am 22:13 - 24.Februar.2003

Küng selbst sieht wohl gar kein Interesse darin, ausgesöhnt zu werden


"Hans Küng freut sich über angekündigte Aussöhnung mit der Amtskirche

 

Der Tübinger Theologe Hans Küng hat sich in einem Interview mit Radio Vatikan erfreut darüber gezeigt, dass der Diözesanrat der Katholiken in Rottenburg-Stuttgart das Gespräch wieder suchen will. Er sei einer Versöhnung gegenüber immer positiv gegenüber gestanden, so Küng. Es gehe nun darum, miteinander zu reden und zu sehen, dass keine Seite „unverschämte Forderungen“ stelle. Gefragt nach seiner Meinung zur Haltung des Papstes zum Irakkonflikt sagte Hans Küng: „Ich stehe hundertprozentig hinter den klaren Stellungnahmen von Papst Johannes Paul II., weil hier der oberste Vertreter unserer Kirche in seiner moralischen Position für die ganze Welt hörbar gemacht hat, dass wir als Christen keinesfalls für diesen Krieg sein können. Ich bin auch froh, dass das Leute, die ich zum Teil persönlich kenne, wie Tony Blair oder der Generalsekretär der Vereinten Nationen in der letzten Zeit im Vatikan waren; sie sind nämlich sicher darin bestärkt worden, jedenfalls die Friedensfrage ernst zu nehmen, wenn sie der Papst auch nicht unbedingt bekehren konnte. Das zeigt, dass das Papsttum, wie ich es immer gesagt habe, einen Sinn hat. Ich bin sehr froh über diese Stellungnahme und stelle mich übrigens auch hundertprozentig hinter die Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz, die in wenigen Punkten sehr klar dargelegt hat, worauf es heute in der Frage von Krieg und Frieden ankommt.“ "

 

Quelle: Radio Vatikan 25.02.2003

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>> „Ich stehe hundertprozentig hinter den klaren Stellungnahmen von Papst Johannes Paul II., weil hier der oberste Vertreter unserer Kirche in seiner moralischen Position für die ganze Welt hörbar gemacht hat, dass wir als Christen keinesfalls für diesen Krieg sein können.<<

 

ja,ja, ja - das ist auch das wichtigste und einzigste, was Christen heutzutage noch zu verkündigen haben...

 

......was ist mit dem restlichen Mist, den Sie von sich gegeben haben, Herr Küng??

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>>Wie schreibt man das, Erich, "Chuzpe" ?<<

 

"Chuzpe" - aus dem hebräischen chuzpá »Unverschämtheit«, »Dreistigkeit«.

 

Das klassische Beispiel für Chuzpe ist die Geschichte des Mannes, der Vater und Mutter erschlägt und dann um mildernde Umstände bittet, weil er ja Vollwaise sei.

 

Ein chuzpenik wiederum wäre der Mann, der laut um Hilfe ruft, während er Dich verprügelt.

 

Es ist also völlig legitim den Küng einen „chuzpenik“ zu nennen.

 

Alles Gute

Erich

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Ich finde es auch überaus gütig von Herrn Küng, sowohl dem Heiligen Vater als auch der Bischofskonferenz zu versichern, diesmal stehe er hinter ihnen. Na, die werden sich vielleicht freuen, daß sie diesmal nicht wieder alles falsch gemacht haben.

 

Auch der dezente Hinweis auf die persönliche Bekanntschaft mit Tony Blair und Kofi Anan hat mich sehr amüsiert - name dropping nennt man das wohl. Jetzt ist der Papst schon fast so wichtig wie Herr Küng, weil er die auch kennt.

 

Ob Küng ein Chuzpenik ist, weiß ich nicht. Aber er ist ein grenzenlos eitler Lackaffe!

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Hmmm, ich gebe zu, diese Äusserungen Küngs klingen nicht gerade so, als hätte er sich bekehrt.

Ansonsten stimme ich Erich zu: Wir haben der Welt viel mehr zu sagen, als nur, dass Krieg schlecht ist.

Wobei er das wirklich ist.

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Zitat von Petrus am 4:25 - 26.Februar.2003[br"Hans Küng freut sich über angekündigte Aussöhnung mit der Amtskirche


 

Das kann er ruhig sagen. Als "unverschämte Forderung" wird er wohl shehen, seinen Neoarianismus abzulegen, bevor er zurück kommen kann!

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Hallo,

zwei Dinge dazu,

 

1. Scheint es doch wohl so zu sein, dass der Diözesanrat von Rottenburg-Stuttgart Herrn Bischof Fürst darum gebeten hat, im Fall Küng zu vermitteln. Dieser Bitte will der Bischof entsprechen, weist aber auch darauf hin, dass es Klärungsbedarf hinsichtlich verschiedener theologischer Positionen gäbe. Das ist die sachliche Seite.

 

2. Prof. Küng war in Tübingen wegen seiner Arroganz berüchtigt. Da kursierten manchelei Anekdoten zu diesem Thema.

Hier könnte man sich fragen, ob diese Arroganz einem Vermittlungsversuch nicht letztlich im Wege steht.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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