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primrose

Zum katholischen Glauben konvertieren

15 Beiträge in diesem Thema

liebe forummitglieder,

 

mich beschäftigt der oben genannte gedanke schon lange und fühlte mich immer mehr der katholischen seite als der evangelischen seite zugewandt. aufgewachsen bin ich in einem mehr atheistischen umfeld, genauer immultikulturellen berlin, meine eltern und meine familie sind im größeren sinne zwar evangelisch, wollten ihren kindern aber keinen "glauben aufzwingen", sondern es ihnen freistellen, ob sie sich für den glauben bewusst entscheiden möchten oder nicht. ich bin die einzige meiner geschwister, die sich "bewusst" mit 14 dazu entschieden hat, sich taufen zu lassen und auch später die konfirmation erhalten hat.

nun meine frage nach dem wie. wie erfolgt nun alles, an wen muss ich mich wenden, welche gänge sind nötig, muss ich "umgetauft" werden.

 

ich bedanke mich im voraus

 

christina

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liebe forummitglieder,

 

mich beschäftigt der oben genannte gedanke schon lange und fühlte mich immer mehr der katholischen seite als der evangelischen seite zugewandt. aufgewachsen bin ich in einem mehr atheistischen umfeld, genauer immultikulturellen berlin, meine eltern und meine familie sind im größeren sinne zwar evangelisch, wollten ihren kindern aber keinen "glauben aufzwingen", sondern es ihnen freistellen, ob sie sich für den glauben bewusst entscheiden möchten oder nicht. ich bin die einzige meiner geschwister, die sich "bewusst" mit 14 dazu entschieden hat, sich taufen zu lassen und auch später die konfirmation erhalten hat.

nun meine frage nach dem wie. wie erfolgt nun alles, an wen muss ich mich wenden, welche gänge sind nötig, muss ich "umgetauft" werden.

 

ich bedanke mich im voraus

 

christina

 

 

hallo christina,

 

wenn du in die katholische kirche eintreten willst, dann wendest du dich am besten an deinen ortspfarrer. es wird glaubensgespräche geben und eigentlich ist der übertritt eines getauften nicht wirklich kompliziert. "umgetauft" wirst du nicht werden, nur wenn die taufe unsicher ist, von was ich allerdings nicht ausgehe, wirst du "sub conditionem" also bedingungsweise getauft werden.

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Hallo Primrose,

 

das ist wirklich ganz unkompliziert, Dein Pfarrer hilft Dir weiter. Ihr werdet Euch vielleicht einige Male unterhalten, sicherlich hast Du Fragen. Getauft bist Du ja, üblicherweise wirst Du noch gefirmt.

 

LG

JP

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Bin auch konvertiert. Also, wie schon die anderen gesagt haben: am Besten den Pfarrer der für Dich zuständigen Gemeinde ansprechen. Wenn Du magst, kannst Du Dich auch an die Hedwigkathedrale wenden, die bieten da auch entsprechende Kurse an. Die sollen ausgezeichnet sein. Also, entweder findest Du raus, welche Gemeinde für Dich zuständig ist, oder wendest Dich an die Hedwigskathedrale, genauer an Dompfarrer Monsignore Alfons Kluck.

 

Es mag Leute geben, die das anders sehen, aber ich finde es völlig ok, wenn man nicht einfach die Ortsgemeinde nimmt, sondern bißchen schaut, mit welchem Priester man gut zurecht kommt. Du wirst viele Fragen haben und brauchst jemanden, der sie Dir gerne und für Dich verständlich erklärt. Also jemanden, der einen da weder über-noch unterfordert. Die zuständige Gemeinde hat natürlich den Vorteil, daß man da ein "Zuhause" hat, aber das ist ne Typfrage. Christentum hat auch was mit Gemeinschaft zu tun, aber wo und wie eng die sein soll, muss jeder selbst entscheiden.

 

Bin evangelisch aufgewachsen, Taufe als Baby, Konfirmation im üblichen Alter. Mit 22 bin ich zum zuständigen Priester in einer kleinen ostdeutschen Unistadt, hab dann nicht ganz ein Jahr lang Unterricht gehabt (sprich, einmal in der Woche hat man sich zum Gespräch getroffen, Fragen geklärt, sich mit den katholischen Glaubensinhalten und dem Gebet beschäftigt und auch gern mal über Gott und die Welt gequatscht...). Dann war die Sakramentszulassung (also der zuständige Bischof erlaubt dem Priester, Dich in die Kirche aufzunehmen, und Du kannst dann auch zur Beichte, war ein Termin in St Hedwig mit fast allen, die in dem Jahr im Erzbistum Berlin katholisch werden wollten, über 100 Leute). Kurz darauf bin ich zur Beichte (war ziemlich gut, obwohl ich erst wahnsinnig Angst davor hatte, ich glaub ich hab damals das halbe Forum kirre gemacht mit meinen Fragen und Ängsten). Dann gabs nen kleinen Ritus zur Aufnahme in die Kirche (Übergabe von Glaubensbekenntnis und Vater unser, nichts dramatisches, war aber schön). Und dann, in der Osternacht, in meiner Gemeinde, Erstkommunion und Firmung. Bei meinen Eltern wurde das getrennt, Erstkommunion Ostern, Firmung Pfingsten. Hat auch was.

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Hallo Christina,

 

erst mal Herzlich Willkommen im Forum. Ergänzend zu meinen Vorpostern noch folgendes:

 

Ich denke es ist hilfreich, ein paar Male Sonntags in die Messe deiner Orts- oder Wahlpfarrei zu gehen. So kannst du in die Gemeinde "reinriechen" und auch schon mal schauen, ob der Pfarrer dir liegt.

 

Du solltest dann aber nicht zur Kommunion gehen, es könnte zur Verwirrung führen, wenn Du hinterher den Pfarrer ansprichst, um katholisch zu werden... :lol:

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Hallo Christina,

 

erst mal Herzlich Willkommen im Forum. Ergänzend zu meinen Vorpostern noch folgendes:

 

Ich denke es ist hilfreich, ein paar Male Sonntags in die Messe deiner Orts- oder Wahlpfarrei zu gehen. So kannst du in die Gemeinde "reinriechen" und auch schon mal schauen, ob der Pfarrer dir liegt.

 

Du solltest dann aber nicht zur Kommunion gehen, es könnte zur Verwirrung führen, wenn Du hinterher den Pfarrer ansprichst, um katholisch zu werden... :lol:

 

Ich bin auch konvertiert und bevor ich nicht gefirmt wurde bin ich auch nicht zur Kommunion. Nachdem Tante Gisela (Name von der Redaktion geändert) mitkriegte dass ich jeden Sonntag am Gottesdienst teilnahm aber nicht an der Kommunion meinte sie: "Du bist doch getauft, somit hast Du auch die Lizens zur Kommunion. Drüben bei den Protestanten geh ich auch mit zum Abendmahl." :lol:

 

Ich habe das große Glück dass wir hier einen klasse Pfarrer haben, zusätzlich noch einen emeritierten Theologieprofessor der sehr fachkompetent ist. Wäre das nicht so hätte ich mich an eine andere Pfarre gewendet.

 

Ich wünsche Dir viel Glück auf Deinem Weg!

 

LG

JP

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Ich glaube, dass deine Tante Giesla und die Römisch Katholische Kirche nicht so ganz einer Meinung sind.... :lol:

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Ich glaube, dass deine Tante Giesla und die Römisch Katholische Kirche nicht so ganz einer Meinung sind.... :lol:

 

Natürlich nicht. :lol: Aber das ist Tante Gisela völlig egal. Sie hat da ihre eigene Vorstellung :wub:

 

LG

JP

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Habt vielen Dank für eure Antworten und helfende Beiträge. Innerlich steht mein Entschluss fest, diesen Schritt zu gehen - habe in der letzten Zeit auch viel gelesen, eben auch in der hiesigen Bibliothek einiges interessantes zu diesem Thema entdecken können.

Nur finde ich, ist der eigentliche Schritt für mich schwer. Einen unbedingt großen Bezug zu meinem evangelischen Ortspfarrer habe ich nicht. Die Gemeinde ist hier im ehemaligen Ostberlin ohnehin sehr klein und die Gottesdienste sprechen mich nicht wirklich nicht an, erinnern mich eher an sozitage, wenn sie überhaupt mal besucht werden. Daher bin ich auch lange nicht mehr dort gewesen.

Eher haben mich die Sonntagsmessen der katholischen Kirche in Mitte beeindruckt. Das Gefühl im nachhinein war für mich ein ganz anderes. Die Gemeinde ist nun nicht die, in der ich zuHause bin, eben der Nachbarbezirk. Aber dort habe ich das Gefühl, in die Gemeinde zu passen. Leider fühle ich mich dort nur "halb" willkommen, bin halt nicht katholisch und die Hemmungen mit dem dortigen Priester zu sprechen, sind groß.

Soll/kann ich denn bei Gelegenheit den dortigen Priester bezüglich meiner Absicht ansprechen? Oder sollte ich mich gleich an die im oberen Beitrag erwähnte Hedwigskathedrale wenden? Selbst habe ich ein richtiges Wirrwar im Kopf, auch wenn es zu den Glaubensfragen kommen sollte - zuletzt habe ich mich in Glaubensfragen zu meiner Konfirmation äussern müssen. Das sind 16 Jahre her und seitdem hat der Bezug zur Kirche enorm abgenommen auch vielleicht dadurch, der Pfarrer, der sehr gut war, ging/wechselte - ich weiss es nicht mehr genau. Daher fehlt mir die genaue Vorstellung darüber, wie ich mich bei dem ersten Gespräch verhalten sollte, wenn es zum "wie und warum" geht. Natürlich könnte ich vieles erzählen, nur befürchte ich, mich in Einzelheiten zu verlieren.

 

Ich hoffe ihr könnt mir mit weiterem guten Rat weiter beistehen!

 

Liebe Grüße

Christina

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und die Hemmungen mit dem dortigen Priester zu sprechen, sind groß.
Warum?

 

Du wirst nicht die Erste mit einem solchen Anliegen sein und wenn doch, wird der Herr Dir jemanden nennen können, der dir weiterhelfen kann.

 

Lass Dir beim Strukturieren Deines Chaos' helfen - allein bist Du mit diesem Problem jedenfalls nicht.

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Hallo Christina,

 

wenn Du schon eine Gemeinde hast, die für dich zu passen scheint, dann ist es doch wunderbar. Ich kann deine Hemmungen verstehen, Kontakt aufzunehmen, doch wird er für dein Chaos im Kopf recht hilfreich sein. Und so "unbequem" es auch ist, ohne Kontaktaufnahme wirst du nicht katholisch werden.

 

Wenn Du Sorge vor einer direkten Ansprache hast, kannst ihm ja erst einmal eine Mail schicken oder im Pfarrbüro einen Gesprächstermin ausmachen.

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Ob Du lieber Kontakt mit der Gemeinde aufnimmst (also mit dem dortigen Priester) oder Dich an die Hedwigskathedrale wendest, ist egal. Will sagen: das ist Deine Entscheidung. Einfach Kontakt aufnehmen und sagen, daß Du konvertieren möchtest, alles weitere ergibt sich dann. Du bist ja nicht die erste, die das macht. Und ich kenne keinen Priester, der sich da nicht grundsätzlich erstmal freuen würde, also Angst brauchst Du vor dem Gespräch gar nicht haben.

 

Alles Gute!

 

Und wenn Fragen sind, meld Dich ruhig auch per PN.

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Als Ergänzung zur Hedwigskathedrale: dort wird jährlich ein Kurs abgehalten, der als Katechumenen- und Konvertitenkurs gilt und für die, die sich zur Taufe entscheiden, in die Erwachsenentaufe mit Firmung und Erstkommunion in der Osternacht mündet. Die Konvertiten werden kurz vor Ostern in einer eigenen Feier in die Kirche aufgenommen. Will sagen: die diesjährige Feier der Zulassung zu den Sakramenten findet zur ersten Vesper des ersten Fastensonntages statt, steht also unmittelbar bevor. Natürlich ist es auch möglich, nach Einzelunterricht unter dem Jahr zu konvertieren. Schreib mir gern eine PN, ich gehöre zur Domgemeinde, könnte Dir aber bei Bedarf auch jemanden nennen, bei dem Einzelunterricht möglich ist.

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Als Ergänzung zur Hedwigskathedrale: dort wird jährlich ein Kurs abgehalten, der als Katechumenen- und Konvertitenkurs gilt und für die, die sich zur Taufe entscheiden, in die Erwachsenentaufe mit Firmung und Erstkommunion in der Osternacht mündet. Die Konvertiten werden kurz vor Ostern in einer eigenen Feier in die Kirche aufgenommen. Will sagen: die diesjährige Feier der Zulassung zu den Sakramenten findet zur ersten Vesper des ersten Fastensonntages statt, steht also unmittelbar bevor. Natürlich ist es auch möglich, nach Einzelunterricht unter dem Jahr zu konvertieren. Schreib mir gern eine PN, ich gehöre zur Domgemeinde, könnte Dir aber bei Bedarf auch jemanden nennen, bei dem Einzelunterricht möglich ist.

 

Genau den Kurs meinte ich. :lol:

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