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Sonntagsevangelium vom 23.Februar


Monika
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7. Sonntag im Jahreskreis  B

 

 

 

Wer vor dem Gesetz schuldig geworden ist, wird bestraft. Damit soll die Schuld gesühnt, der Schuldige gebessert werden. So verlangt es das Recht. Aber die Gerechtigkeit Gottes ist größer. Gott will die Menschen dadurch besser machen, dass er ihnen die Schuld vergibt. Uns allen wurde viel vergeben. Das sollen wir nicht vergessen, es soll uns aber nicht quälen, im Gegenteil: es soll uns dankbar machen und gütig gegenüber dem, der unsere Vergebung braucht.

 

 

Zur 1. Lesung Dem Volk, das seit Jahren im babylonischen Exil lebt, kündet der Prophet die Befreiung an. Gott selbst wird eingreifen, wie er es in der alten Zeit getan hat, als er Israel aus Ägypten herausführte. Gott vergibt die Schuld, das ist die eigentliche Rettung. Sie macht die innere Umkehr des Volkes und dann auch die äußere Rückkehr in die Heimat erst möglich.

 

 

ERSTE Lesung Jes 43, 18-19.21-22.24b-25

 

 

Um meinetwillen lösche ich deine Vergehen aus

 

Lesung aus dem ersten Buch Jesaja

 

So spricht der Herr:

 

18Denkt nicht mehr an das, was früher war; auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten.

 

19Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Steppe und Straßen durch die Wüste.

 

21Das Volk, das ich mir erschaffen habe, wird meinen Ruhm verkünden.

 

22Jakob, du hast mich nicht gerufen, Israel, du hast dir mit mir keine Mühe gemacht.

 

24bDu hast mir mit deinen Sünden Arbeit gemacht, mit deinen üblen Taten hast du mich geplagt.

 

25Ich, ich bin es, der um meinetwillen deine Vergehen auslöscht, ich denke nicht mehr an deine Sünden.

 

 

 

Zur 2. Lesung Paulus hatte der Gemeinde von Korinth seinen Besuch angekündigt, war dann aber nicht gekommen. Die Situation in der Gemeinde war so, dass ein Besuch in diesem Moment eher schädlich als nützlich gewesen wäre. Auf keinen Fall soll ein Zweifel an der Zuverlässigkeit des Apostels aufkommen. Als Bote Gottes muss er ja Gottes eigene Treue und Zuverlässigkeit verkörpern. Gott ist treu; dafür bürgt der menschgewordene Sohn; er ist das Ja Gottes zu all seinen Verheißungen. Das bezeugt uns der Heilige Geist, den wir in der Taufe empfangen haben. Auch das Leben jedes Christen muss so klar und lauter sein wie das Amen, das wir in der liturgischen Feier in der Kraft des Heiligen Geistes sprechen.

 

 

 

ZWEITE Lesung  2 Kor 1, 18-22

 

 

Jesus Christus ist nicht als Ja und Nein zugleich gekommen; in ihm ist das Ja verwirklicht

 

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

Brüder!

 

18Gott ist treu, er bürgt dafür, dass unser Wort euch gegenüber nicht Ja und Nein zugleich ist.

 

19Denn Gottes Sohn Jesus Christus, der euch durch uns verkündigt wurde - durch mich, Silvanus und Timotheus -, ist nicht als Ja und Nein zugleich gekommen; in ihm ist das Ja verwirklicht.

 

20Er ist das Ja zu allem, was Gott verheißen hat. Darum rufen wir durch ihn zu Gottes Lobpreis auch das Amen.

 

21Gott aber, der uns und euch in der Treue zu Christus festigt und der uns alle gesalbt hat,

 

22er ist es auch, der uns sein Siegel aufgedrückt und als ersten Anteil am verheißenen Heil den Geist in unser Herz gegeben hat.

 

 

 

 

Zum Evangelium Jesus hat die Macht, zu lehren, Dämonen auszutreiben, Krankheiten zu heilen. Er tritt aber auch mit dem Anspruch auf, Sünden vergeben zu können. Das ist nicht nur ungewöhnlich; es ist in den Augen der Schriftgelehrten eine Gotteslästerung. Und sie haben Recht: Niemand kann Sünden vergeben als Gott allein. Jesus bestreitet das nicht; er beweist durch die Krankenheilung seine Vollmacht.

 

 

 

Evangelium Mk 2, 1-12

 

 

Der Menschensohn hat die Vollmacht, hier auf der Erde Sünden zu vergeben

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

 

1Als Jesus nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, dass er wieder zu Hause war.

 

2Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort.

 

3Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen.

 

4Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab.

 

5Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!

 

6Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im Stillen:

 

7Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?

 

8Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen?

 

9Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher?

 

10Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten:

 

11Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!

 

12Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.

 

 

FÜR DEN TAG UND DIE WOCHE

Er ist da  Ob wir von Christus wissen oder nicht, er ist da, ganz nahe bei jedem. Wie ein unbemerkter Begleiter, wie Licht in unserer Finsternis, wie ein brennendes Feuer im Herzen des Menschen. Er hat sich so sehr an die Menschen gebunden, dass er bei ihnen bleibt, auch wenn sie es nicht wissen.

 

Aber Christus ist, wie Gott, auch ein anderer als wir. Er ist das Gegenüber des Menschen, der ihn unablässig sucht, von Angesicht zu Angesicht. (Frère Roger)

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Steppe und Straßen durch die Wüste.

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So spricht der Herr:

18Denkt nicht mehr an das, was früher war; auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten.

19Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Steppe und Straßen durch die Wüste.

 

Herr,

mit Dir darf ich immer wieder neu anfangen.

Das Alte braucht mich nicht zu bedrücken.

Vertrauen darf ich auf Dich, Herr,

der Du bei mir bist ungeachtet meiner Fehler und Sünden.

Hab' Dank, Herr, für Deine Liebe.

Amen.

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Du hast mir mit deinen Sünden Arbeit gemacht, mit deinen üblen Taten hast du mich geplagt.

 

25Ich, ich bin es, der um meinetwillen deine Vergehen auslöscht, ich denke nicht mehr an deine Sünde

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Was für Gedanken habt ihr im Herzen?

 

 

Welche Gedanken habe ich im Herzen,

sind es meine Gedanken,

gehören sie zu mir,

machen sie mich aus?

 

Alle?

 

Woher kommen sie,

wohin führen sie mich,

kann ich ihnen eine Richtung geben,

auf ein Ziel hin?

 

Eines?

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