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Verständnisfrage Evangelium vom Dienstag der 6. Woche


Martin

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Evangelium                                                                        

 

Mk 8, 14-21

 

 

14 Die Jünger hatten vergessen, bei der Abfahrt Brote mitzunehmen; nur ein einziges hatten sie dabei.

15 Und er warnte sie: Gebt acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes!

16 Sie aber machten sich Gedanken, weil sie kein Brot bei sich hatten.

17 Als er das merkte, sagte er zu ihnen: Was macht ihr euch darüber Gedanken, dass ihr kein Brot habt? Begreift und versteht ihr immer noch nicht? Ist denn euer Herz verstockt?

18 Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu hören? Erinnert ihr euch nicht:

19 Als ich die fünf Brote für die Fünftausend brach, wie viele Körbe voll Brotstücke habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten ihm: Zwölf.

20 Und als ich die sieben Brote für die Viertausend brach, wie viele Körbe voll habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten: Sieben.

21 Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht?

 

 

Ein Brot ist zu wenig! Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem des Herodes.

 

Ist das eine Antwort???

 

 

Fünf Brote für Fünftausend, Rest zwölf Körbe.

Sieben Brote für virtausend, Rest sieben Körbe

Versteht ihr immer noch nicht?

 

 

Es soll wohl keine Mathe-Aufgabe sein, aber Jesus will doch wohl kaum sagen, dass er jederzeit "Brot machen" kann.

 

 

Fragende Grüße

Martin

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Hallo Martin,

ich versuche, das Evangelium auf dem Hintergrund der vermutlichen Adressaten des Textes, der Urgemeinde zu lesen.

Hier könnte das Brot bzw. der Sauerteig Symbol für den (rechten) Glauben sein. Der Glaube, d.h. das Brot, den Jesus Christus gibt, vervielfältigt sich zum Überfluss. Alle die ihn höhren und annehmen, können davon leben.

Der Sauerteig der Pharisäer und des Herodes ist ein falscher Glaube, der den rechten Glauben der Gemeinde bedroht (möglicherweise hat er sich schon eingeschlichen). Dieser kann die Menschen nur verderben, aber nicht nähren, denn er kommt nicht von Jesus.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Also Lösung von dem zu sehr "praktischen" Essens-Gedanken, Matthias? Der Sauerteig der Pharisäer ist das Gesetz und es ist letztendlich eine Sackgasse, die zum Selbstzweck, nicht für den Menschen, sondern für sich selbst.

 

Und die griechisch-weltliche Sicht des Herodes und er Sadduzäer führt auf einen Weg, der ebenfalls kaum Gottes Weg sein kann.

 

Das Brot Jesu wird geteilt und es bleibt am Ende mehr übrig, als zuvor da war. Die Zahlen und Einheiten spielen keine Rolle, sondern sollen die Jünger nur erinnern an das, was geschah?

 

Dennoch sieht es so aus, als würden die Jünger und Jesus aneinander vorbeireden. Die einen reden vom Essen, ihr Magen signalisiert ihnen Hunger und Jesus sagt, vergeßt euren Hunger, es gibt wichtigeres?

 

Er wird doch nicht sagen wollen: Jungs, vergesst den Quatsch, wenn wir Hunger haben, mache ich aus dem einen Brot so viel wie wir brauchen.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Lieber Martin

Jesus antwortet doch gar nicht auf ein Klagen über Hunger. Er spricht nicht davon, den "Hunger-Quatsch" zu vergessen. Er Antwortet doch auf die SORGE, dass zu wenig Esswaren mitgenommen wurde. Doch eine Antwort Jesu darauf kennen wir auch schon von woanders her.

Nun scheint mir, geht er noch einen Schritt weiter.

Er spricht davon, sich nicht in den Alltagssorgen zu verstricken. Seien diese Alltagssorgen nun das Einhalten der Gesetze oder das Sorgen ums Essen.

Wir sollen nicht dem Sauerteig nachrennen, den uns die Pharisäer und der Herodes anbieten (Vergängliches)!

Sondern wir müssen ihm vertrauen, uns ihm überlassen. DARüBER sollen wir uns sorgen.

 

Gruss

Franziska

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