Shubashi Geschrieben 25. November 2025 Melden Geschrieben 25. November 2025 Und wieder ein Bischof unter Missbrauchsvorwürfen zurückgetreten: Zornoza in Spanien. Unsere Lokalzeitung berichtete heute ebenfalls, danach ist in Spanien bisher erst sehr wenig passiert, um die tausende an Fällen im Umfeld der Kirche aufzuklären. Es gibt wohl erst eine etwas ausführlichere Untersuchung seitens der spanischen Bischofskonferenz zum Komplex „sexueller Missbrauch“, das Misstrauen gegenüber der Kirche ist inzwischen groß. Ob sich also die Vorwürfe gegen Senor Zornoza bestätigen oder nicht, wer immer nur abwiegelt oder vertuscht, dem glaubt man nicht. Zitieren
rorro Geschrieben 25. November 2025 Melden Geschrieben 25. November 2025 vor 9 Minuten schrieb Shubashi: Und wieder ein Bischof unter Missbrauchsvorwürfen zurückgetreten: Zornoza in Spanien. Unsere Lokalzeitung berichtete heute ebenfalls, danach ist in Spanien bisher erst sehr wenig passiert, um die tausende an Fällen im Umfeld der Kirche aufzuklären. Es gibt wohl erst eine etwas ausführlichere Untersuchung seitens der spanischen Bischofskonferenz zum Komplex „sexueller Missbrauch“, das Misstrauen gegenüber der Kirche ist inzwischen groß. Ob sich also die Vorwürfe gegen Senor Zornoza bestätigen oder nicht, wer immer nur abwiegelt oder vertuscht, dem glaubt man nicht. Es soll um Fälle aus den 90ern gehen bei ihm, soweit ich weiß. Grundsätzlich ist die span. Gesellschaft bzgl. der Kirche etwas gespalten. Es gibt eine sehr starke laizistische Grundstimmung und andererseits einen sehr gläubigen Teil der Gesellschaft - neutral ist kaum jemand. Das hat mir der fatalen Geschichte der Kirche zu tun, die leider ein wichtiger Stabilitätsfaktor der Franco-Ära war - und es gibt eben noch viele Bischöfe, die unter Franco groß wurden. 1 Zitieren
duesi Geschrieben 25. November 2025 Melden Geschrieben 25. November 2025 https://www.tagesspiegel.de/wissen/wie-fuhlt-man-seine-gefuhle-richtig-das-rat-eine-psychotherapeutin-14911781.html Der gleiche Mechanismus. Was du versuchst an Gefühlen wegzudrücken, wird stärker. Ein grundsätzliches Problem moralistisch eingestellter Menschen. Zitieren
Werner Hoffmann Geschrieben 27. Dezember 2025 Melden Geschrieben 27. Dezember 2025 (bearbeitet) Sexueller Missbrauch an Kindern findet zu mindestens 99 Prozent außerhalb der katholischen Kirche statt. Wenn man sich in dieser Frage nur auf die katholische Kirche konzentriert, dann ignoriert man den sexuellen Missbrauch an Kindern und sogar Babys in großem Ausmaß. Denn das sind die Täter in der Regel: Perverse außerhalb der katholischen Kirche, die aus dem sozialen Umfeld des Kindes kommen oder die ihre Opfer über Internet -Plattformen finden. Täter können auch Frauen sein. Beispiele: 947 Fälle in Berlin Kindesmissbrauch: „Wenn du das verrätst, bring’ ich dich um“ Berlin. Ein Berliner Bezirk zählt mehr Fälle von Kindesmissbrauch als andere. Warum? Und wie können Kinder besser geschützt werden? Eine Spurensuche. Das, was der Staatsanwalt da im Kriminalgericht Moabit an einem Montagmorgen vorträgt, ist für Zuhörer nur schwer zu ertragen. Dem Angeklagten Peter A. (Name geändert) wird vorgeworfen, ein zwölfjähriges Mädchen missbraucht und Nacktfotos einer Siebenjährigen angefertigt zu haben. Fünf Minuten und 56 Sekunden lang verliest der Staatsanwalt die Anklage. A. räumt die Vorwürfe nur teilweise ein. Der Tatort? Die Wohnung des Angeklagten in Marzahn-Hellersdorf. Es ist bei weitem kein Einzelfall. 947 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern zählte die Polizei im vergangenen Jahr in Berlin – in keinem Bezirk so viele wie in Marzahn-Hellersdorf. 109 Fälle erfasste die Polizei hier. 95 waren es in Lichtenberg und 91 in Mitte. Auch in den Vorjahren wurden die meisten dieser Straftaten in Marzahn-Hellersdorf registriert. Insgesamt waren es knapp 12 Prozent, also fast jede achte Tat. Der Bezirk ist der viertkleinste der Stadt und verzeichnet trotzdem die meisten Fälle von Kindesmissbrauch. Wie kann das sein? https://www.morgenpost.de/bezirke/marzahn-hellersdorf/article410008388/kindesmissbrauch-wenn-du-das-verraetst-bringE28099-ich-dich-um.html Hier mehrere Videobeiträge und Dokumentationen über sexuellen Missbrauch an Kindern außerhalb der katholischen Kirche: https://youtu.be/aPLtVWgcgX0?si=oZBtSd1VMJ_4cgI- Hier das Video über den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Die Täter kamen sogar aus angesehenen Berufen und es wurden Babys sexuell missbraucht. Es ist ein riesiger Fall außerhalb der katholischen Kirche: https://youtu.be/DF8OTtbB7zI?si=VfD7GZJQ4D9zXX5d Sexueller Missbrauch auf Internet -Plattformen wie SNAPCHAT: https://youtu.be/vIwpbjWdto0?si=TJpe810RLTOHR7_Y bearbeitet 27. Dezember 2025 von Werner Hoffmann Zitieren
iskander Geschrieben 27. Dezember 2025 Melden Geschrieben 27. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 11 Stunden schrieb Werner Hoffmann: Sexueller Missbrauch an Kindern findet zu mindestens 99 Prozent außerhalb der katholischen Kirche statt. Die genauen Zahlen kenne ich nicht, und man müsste auch schauen, wie viele Kinder/Jugendliche jeweils überhaupt potentiellen Straftäter gegenüber exponiert waren usw. In den letzten (Jahr)zehnten sind immerhin wenige Missbrauchsfälle in Deutschland bei der kath. Kirche bekanntgeworden, was positiv ist. Trotzdem fürchte ich, dass Du in der Gefahr bist, von der anderen Seite her vom Pferd runterzufallen. Denke nur beispielsweise nur an den Fall Marcial Maciel und daran, dass dieser Mann, der unzählige Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene (darunter offenbar seine eigenen Kinder) missbraucht hat, lange von sehr hohen Leuten im Vatikan protegiert wurde. Die kath. Kirche als Institution hat da teilweise ein wirklich schlechtes Bild abgegeben; das kann man einfach nicht abstreiten: "Die Vorwürfe gegen Maciel waren im Vatikan seit Jahrzehnten bekannt. Bereits Ende der 70er Jahre hatte ein Opfer seine Qualen geschildert und den Brief, versehen mit den Aussagen weiterer Leidensgefährten, nach Rom geschickt. Nichts geschah. Erst 1997 wagten acht ehemalige mexikanische Seminaristen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Kurz darauf legten sie Beschwerde bei der Glaubenskongregation ein, eine Untersuchung wurde jedoch bald wieder eingestellt – wie üblich ohne Begründung. Nach außen galt das Gebot der Omerta, des Schweigens, und noch immer hielt der Papst seine schützende Hand über Maciel. [...] Die beiden Männer verband nicht nur glühender Antikommunismus und die Abneigung gegenüber den lateinamerikanischen Befreiungstheologen. Der Mexikaner versorgte Rom mit linientreuem Priesternachwuchs, und er beherrschte die Kunst des Spendensammelns in der High Society perfekt. Nach außen aber predigte Maciel die Tugenden von Keuschheit und Armut und bestritt stets alle Vorwürfe. Erst als Johannes Paul II. im Sterben lag, leitete Ratzinger eine neue Untersuchung ein." https://www.fr.de/politik/eine-unselige-verbindung-11472265.html Angeblich habe Ratzinger schon früher etwas tun wollen, sei jedoch gehindert worden: "Schoenborn said officials close to Pope John Paul blocked an investigative commission. Schoenborn even revealed that then-Cardinal Ratzinger confided sadly, "The other party has prevailed."" https://www.npr.org/2010/04/09/125788687/john-paul-ii-gets-a-second-look-in-abuse-scandal "In an interview, Father Athié said Bishop Talavera who has since died told him that [Cardinal Ratzinger] had read the letter (outlining the scale of Maciel's criminality) and decided not to proceed with the case. “Ratzinger said it could not be opened because he was a person very beloved by the pope,” referring to Father Maciel, “and had done a lot of good for the church. He said as well, I am very sorry, but it isn’t prudent,’ ” Father Athié said." https://www.theatlantic.com/daily-dish/archive/2010/05/-ldquo-it-isn-rsquo-t-prudent/187514/ Angeblich soll JPII von alledem nichts gewusst haben, sondern nur enge Mitarbeiter. Mir kommt das ehrlich gesagt zweifelhaft vor. Aber selbst wenn dieser Maciel, "der ein gewissenloses Leben ohne echte religiöse Gesinnung" (BXV.) geführt hat, nur von den engsten und mächtigsten Mitarbeitern von JPII protegiert worden sein sollte (wie Kardinalstaatssekretär Sodano und Privatsekretär Dziwisz), und nicht auch von JPII selbst, würde das noch immer ein schlechtes Licht auf die Kirche werfen. Es sind ja nicht einfach die Missbrauchszahlen in der Pfarrei Hinterdupfingen, die den Skandal so groß machen, sondern eben solche Verhaltensweisen. Dass das alles zu so einer großen Sache wurde liegt nicht allein und wohl nicht einmal primär an Ressentiments gegenüber der kath. Kirche. bearbeitet 27. Dezember 2025 von iskander Zitieren
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