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Bibliodrama


Guest Corinna

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Guest Corinna

Ich würde gerne von Leuten, die schon einmal an einer Bibliodrama-Veranstaltung teilgenommen haben, etwas über Erfahrungen (gute/schlechte) hören ... ähm, LESEN.

 

 

 

Corinna

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Liebe Corinna,

eigene Erfahrungen habe ich keine - erinnere mich allerdings, daß bei Jesus.de das Thema immer mal wieder diskutiert wurde.

 

Liebe Grüße,

Lucia

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Liebe Corinna,

 

ich habe vor ca. 10 Tagen zum ersten Mal an einer Bibliodrama-Veranstaltung teilgenommen.

 

Es war anfangs etwas ungewöhnlich für mich, aber den meisten anderen ging es ebenso. Ich fand's klasse und irgendwie auch spannend; das lag sicher auch an der sehr guten Leiterin.

 

Meine Erfahrungen haben mich noch einige Tage danach gedanklich und im Austausch mit einer anderen Teilnehmerin beschäftigt.

 

Ich werde beim nächsten Mal sicher wieder dabei sein.

 

Die Bibelszene war übrigens "Zachäus auf dem Baum".

 

Liebe Grüße

Angelika

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Zitat von ziska am 12:23 - 3.Februar.2003

Wer würde mich denn aufklären, was ein "Bibliodrama" oder eine "Bibliodrama-Veranstaltung" ist?

 

Danke.

 

Hallo ziska,

 

Bibliodrama ist eine Methode der Selbstreflexion, die aus dem Psychodrama entwickelt wurde.

Es geht dabei darum, einen Text aus der Bibel zu spielen. Die Teilnehmer des Bibliodramas personifizieren die handelnden Personen des Bibeltextes. Sie versetzen sich in deren Situation, handeln als diese Personen und spiegeln so sich selbst im Spiel.

Dies führt in der Regel zu einer tiefen Selbsterfahrung. Eine solche Erfahrung ist. u.U. nicht ganz ungefährlich. Es werden sehr tiefe Schichten der eigenen Persönlichkeit angesprochen und u.U. heftige Emotionen und Reaktionen ausgelöst. Aus diesem Grund muss ein solches Bibliodrama von einem ausgebildeten und erfahrenen Kursleiter durchgeführt werden. M.E. sollte dieser Psychologe sein.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Hallo,

 

ich würde "Bibliodrama" etwas anders erklären als Mat.

 

Es ist eine Methode der Bibelarbeit, bei der die Teilnehmer in selbstgewählte Rollen einer Bibelszene schlüpfen. Die Rollenauswahl ist völlig frei, so dass manch eine Rolle mehrfach, eine andere gar nicht besetzt sein kann. Neben den direkt Beteiligten in der Szene können auch Rollen von Unbeteiligten besetzt werden, sofern sie aus der Bibelstelle erkenntlich sind (z.B. Jünger Jesu, Volksmenge o.ä.).

 

Mit Hilfe von Fragen und Anregungen des Leiters/der Leiterin des Bibliodramas verhalten sich die Teilnehmer, wie sie sich in der nachgestellten Situation verhalten würden.

 

Dem Rollenspiel geht das (mehrmalige) Lesen der Bibelstelle und ein Gespräch darüber voraus. Den Abschluß bildet ebenfalls ein Gespräch und ein Gebet.

 

Gruß

Angelika

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Zitat von Angelika am 9:14 - 3.Februar.2003

Hallo,

 

ich würde "Bibliodrama" etwas anders erklären als Mat.

 

Es ist eine Methode der Bibelarbeit, bei der die Teilnehmer in selbstgewählte Rollen einer Bibelszene schlüpfen. Die Rollenauswahl ist völlig frei, so dass manch eine Rolle mehrfach, eine andere gar nicht besetzt sein kann. Neben den direkt Beteiligten in der Szene können auch Rollen von Unbeteiligten besetzt werden, sofern sie aus der Bibelstelle erkenntlich sind (z.B. Jünger Jesu, Volksmenge o.ä.).

 

Mit Hilfe von Fragen und Anregungen des Leiters/der Leiterin des Bibliodramas verhalten sich die Teilnehmer, wie sie sich in der nachgestellten Situation verhalten würden.

 

Dem Rollenspiel geht das (mehrmalige) Lesen der Bibelstelle und ein Gespräch darüber voraus. Den Abschluß bildet ebenfalls ein Gespräch und ein Gebet.

 

Gruß

Angelika

 

Hallo Angelika,

 

zunächst vielen Dank für einige Präzisierungen.

Soweit so gut.

So wie Du das Bibliodrama beschreibst,  klingt das alles sehr problemlos. Für Viele ist das sicher so. Aber längst nicht für alle. Und ich würde eher davor warnen, zu offen in diese Methode einzusteigen.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Guest Corinna

Danke, Matthias, für diesen Hinweis. Ich habe bisher an zwei Bibliodrama-Wochenenden teilgenommen, wobei der Leiter beim ersten den Ball wohl bewusst flachgehalten hat. So ist dieses Wochenende für mich zu einem vielversprechenden Einstieg geworden.

 

Beim zweiten Wochenende hat die Leiterin die Geschichte wohl etwas zu blauäugig "laufen" lassen, so dass es für einige Teilnehmer wohl hart an die Grenze dessen ging, was sie verkraften konnten. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Leiterin alleine in der Lage gewesen wäre, dies abzufangen (glücklicherweise befanden sich im Teilnehmerkreis einige Leute, die da mit eingesprungen sind, bzw. glücklerweise in der Lage waren, einzuspringen).

Deswegen bin ich vorsichtig geworden und frage zunächst bei den Leiterinnen/Leitern hinsichtlich ihrer Befähigung zurück.

 

Corinna

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Hallo Corinna,

 

genau das meinte ich.

Bibliodrama ist definitiv keine (weitere) Methode des Bibellesens wie etwa das Bibelteilen, sondern etwas ganz anderes.

Ich möchte damit nicht sagen, dass es eine schlechte Methode ist - im Gegenteil. Man kann sich von der Bibel an die Hand nehmen lassen und man kann Dinge erfahren, die sich nicht in Worte fassen lassen, die aber dennoch äußerst wichtig sein können für das eigene Leben.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Das Bibliodrama, an dem ich teigenommen habe, wurde gleich von zwei kompetenten Leitern geführt, von denen einer von vorn herein eine Art "Beschützerfunktion" gewählt hatte - und sie auch wahrgenommen hat.

 

Einen dieser Leiter habe ich gestern abend beim Friedensgebet im Limburger Dom getroffen. In dem Gespräch habe ich nochmals auf das Bibliodrama Bezug genommen und sein Hinweis ging in die gleiche Richtung. Die Nebenaufgabe sei es, das Ganze in Gang zu bringen. Die Hauptaufgabe sei es, genau zu erfassen, was in den einzelnen Teilnehmern geschieht und rechtzeitig einzugreifen.

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Hallo,

 

hm, das find ich ja sehr interessant, was ich hier lese.

 

Offensichtlich ist bei dem Bibliodrama, bei dem ich dabei war, alles problemlos verlaufen, und/oder die Veranstaltung war als Einstieg nicht ganz so intensiv wie andere.

 

Ich hätte die Haupt- und die Nebenaufgabe des Bibliodrama-Leiters rein intuitiv anders herum gesehen. Unsere Leiterin ist eine ausgebildete Bibliodrama-Leiterin, wobei ich natürlich nicht weiß, was in so einer Ausbildung gelehrt wird.

 

Na, auf die nächste Veranstaltung bin ich jetzt noch mehr gespannt als vorher.

 

Gruß

Angelika

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Zitat von Angelika am 13:09 - 3.Februar.2003

Hallo,

 

hm, das find ich ja sehr interessant, was ich hier lese.

 

Offensichtlich ist bei dem Bibliodrama, bei dem ich dabei war, alles problemlos verlaufen, und/oder die Veranstaltung war als Einstieg nicht ganz so intensiv wie andere.

 

Ich hätte die Haupt- und die Nebenaufgabe des Bibliodrama-Leiters rein intuitiv anders herum gesehen. Unsere Leiterin ist eine ausgebildete Bibliodrama-Leiterin, wobei ich natürlich nicht weiß, was in so einer Ausbildung gelehrt wird.

 

Na, auf die nächste Veranstaltung bin ich jetzt noch mehr gespannt als vorher.

 

Gruß

Angelika

 

Hallo Angelika,

 

schön, dass Du jetzt weder abgeschreckt oder entgeistert bist,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Vielen Dank für eure Informationen.

Nun kommen aber sogleich weitere Fragen auf:

Wer organisiert denn solche Wochenenden? Wer bildet die Leitenden aus? Und vor allem: Was ist das genaue Ziel einer solchen Veranstaltung?

 

Gruss

Franziska

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Guest Corinna

Bibliodrama-Veranstaltungen werden von kirchlichen Bildungswerken und Bildungsstätten angeboten, können aber auch von einzelnen Pfarrgemeinden organisiert werden. Über das katholische Bibelwerk in Stuttgart kann man Kontakt zu qualifizierten Bibliodramaleitern bzw. -leiterinnen herstellen. Wie deren Ausbildung im einzelnen aussieht, weiss ich jedoch nicht.

 

Corinna

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Liebe Corinna,

 

über das Stichwort "bibliodrama" landest du bei Google gleich bei Leuten, die sich zumindest die "besten" Seiten gesichert haben. Aber es klingt sehr trocken dort und teilweise auch etwas abgehoben.

 

Auf den erste Blick sieht es so aus, als sei der Ursprung in evangelischen Kreisen zu finden (?), auch feministische Befreiungs-Elemente tauchen auf (z.B. auf der ".ch" Seite.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Weil du üblicherweise über den eigenen Tellerrand hinausschaust, Corinna. Abgesehen davon kennst du doch das, was vor deiner eigenen Haustür liegt, bereits. Und noch abgesehener davon, vielleicht habe ich die Internet-Infos schlicht falsch eingeordnet, und du korrigierst mich jetzt, damit ich etwas dazulerne. :)

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Guest Corinna

Ach Martin, ich muss mich doch nicht andauernd selber über den Tellerrand erheben, wenn es das katholische Bibelwerk für mich tut. Wozu, zum Kuckuck, ham wer denn all die "Werke", wenn wir uns ihrer nicht bedienen und meinen, alles, aber auch gar alles, selber tun zu müssen.

 

http://www.bibelwerk.de/index.php3?sprache...000070&go=1

 

 

 

 

(Geändert von Corinna um 17:32 - 3.Februar.2003)

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Also, ich muß zugeben, daß ich mir noch nie so die Gedanken um Bibliodramen gemacht habe. Nun gut, ich hab auch noch kein ganzes Wochenende mitgemacht, aber bei den Umsetzungen, wo ich mitgemacht habe (u.a. der "heißgeliebte" verlorene Sohn) ist glaube ich keiner so richtig weggesackt oder hat sich psychisch weggerutscht.

liebe Grüße

lumie

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Hallo,

 

was geschieht denn eigentlich bei einem Bibliodrama-Wochenende?

 

Werden da mehrere Bibelszenen nachgestellt oder eine, die aber ausführlich?

 

Gruß

Angelika

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Hallo,

ich habe zwar selbst nur ganz wenig Erfahrung mit dem Bibliodrama, aber meien Frau hat 'mal eine ganze Bibliodrama Woche mitgemacht.

Es ging dabei um die Nikodemuserzählung aus dem Johannesevangelium. Dies war der einzige Text, der betrachtet wurde. Eierseits wurden immer wieder bestimmte Aspekte des Textes durchgespielt (z.B. 'Neugeboren aus Wasser und Geist), andererseits wurden sehr viele Körperübungen gemacht, vermutlich damit die Teilnehmer in besseren Kontakt zu sich und ihren Körper kommen.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Zitat von lumieredeux am 20:26 - 3.Februar.2003

Also, ich muß zugeben, daß ich mir noch nie so die Gedanken um Bibliodramen gemacht habe. Nun gut, ich hab auch noch kein ganzes Wochenende mitgemacht, aber bei den Umsetzungen, wo ich mitgemacht habe (u.a. der "heißgeliebte" verlorene Sohn) ist glaube ich keiner so richtig weggesackt oder hat sich psychisch weggerutscht.

liebe Grüße

lumie


 

Hallo lumie,

 

es ist nicht sicher nicht zwangsläufig so, dass man bei der Methode Bibliodrama tief 'wegsackt' oder tiefste Emotionen geweckt werden, aber es kommt durchaus nicht so selten vor,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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