Jump to content

Ich könnte nicht in ....... leben


Elima
 Share

Recommended Posts

Schade! - Alles Gute, Claudia, auch im Land der Bayern... (Für mich unvorstellbar! - Aber das ist ein anderes Thema.)

 

Ich habe das andere Thema mal hier angesprochen.

Natürlich gibt es Vorlieben für Menschen und Landschaften, aber vieles ist wohl hier Vorurteil.

 

Woher kommen eure Beurteilungen, sind es nur Vorurteile?

 

Ich möchte z.B. weder dort leben, wo es hohe Berge gibt, noch dort, wo alles bretteben ist. Mein Auge möchte "etwas zum Festhalten" haben, aber ich möchte mich nicht eingesperrt fühlen. Ob ich dort aber wirklich nicht leben könnte, müsste sich im Ernstfall herausstellen.

Nette Menschen gibt es meiner Erfahrung nach überall (und andere auch) ;)

 

edit: einiges verdeutlicht. ;)

Edited by Elima
Link to comment
Share on other sites

Diese Fragestellung schreit doch geradezu nach einer Umfrage.

 

Mit einer Negativliste der Bundesländer.

Link to comment
Share on other sites

Diese Fragestellung schreit doch geradezu nach einer Umfrage.

Möglich, ja.

 

Mit einer Negativliste der Bundesländer.

Nein.

Link to comment
Share on other sites

Ich würde mich überall wohlfühlen, wo das Land seit mindestens 1000 Jahren besiedelt ist und Wein wächst.

Edited by kam
Link to comment
Share on other sites

Ich kann mir Bayern gut für den Urlaub vorstellen - so wie viele andere Bundesländer auch. Aber ich könnte mir nicht vorstellen, irgendwo zu leben, wo ich eine größere Stadt und dann drumherum nur Land habe. Dafür bin ich viel zu sehr Ruhrgebietskind und liebe es, die A40 mit ihren zig Städten vor mir liegen zu haben. Ländliches ist für mich was, das zum Urlaub gehört, aber dort leben, nee...

Ich denk genauso wie Elima, dass es überall nette und sympathische Menschen gibt. Vorurteilsmäßig muss ich wohl zugeben, dass ich Bayern für spießiger als den Pott halte (nicht auf mich losgehen - ich schreib ja VORURTEIL). Mit Bayern verbind ich - überspitzt formuliert - Trachtenverein und Dörfer, auf denen man es als Zugezogener oder als jemand, der sich nicht so anpassen will, schwer haben könnte akzeptiert zu werden. Wie ich links stehen habe "im Ruhrpott - da krisse die Meinung direkt im Gesicht" - und das lieb ich hier ;)

Link to comment
Share on other sites

Dale Earnhardt
Ich kann mir Bayern gut für den Urlaub vorstellen - so wie viele andere Bundesländer auch. Aber ich könnte mir nicht vorstellen, irgendwo zu leben, wo ich eine größere Stadt und dann drumherum nur Land habe. Dafür bin ich viel zu sehr Ruhrgebietskind und liebe es, die A40 mit ihren zig Städten vor mir liegen zu haben. Ländliches ist für mich was, das zum Urlaub gehört, aber dort leben, nee...

Ich denk genauso wie Elima, dass es überall nette und sympathische Menschen gibt. Vorurteilsmäßig muss ich wohl zugeben, dass ich Bayern für spießiger als den Pott halte (nicht auf mich losgehen - ich schreib ja VORURTEIL). Mit Bayern verbind ich - überspitzt formuliert - Trachtenverein und Dörfer, auf denen man es als Zugezogener oder als jemand, der sich nicht so anpassen will, schwer haben könnte akzeptiert zu werden. Wie ich links stehen habe "im Ruhrpott - da krisse die Meinung direkt im Gesicht" - und das lieb ich hier ;)

Hier in Bayern krisse die Meinung auch direkt im Gesicht! ;)

Dale

Link to comment
Share on other sites

Ich würd nicht gerne mitten in einer großen Stadt leben. Ich genieße es fast zu jeder Tageszeit kilometerweit laufen zu können ohne einem Menschen zu begegnen. Das ist für mich Luxus pur.

 

Wenn mir nach Stadt ist setz ich mich ins Auto und fahr da mal einen Tag lang hin, verweile dort etliche Stunden, fahr wieder heim. Herrlich.

Link to comment
Share on other sites

Marcellinus
Ich möchte z.B. weder dort leben, wo es hohe Berge gibt, noch dort, wo alles bretteben ist. Mein Auge möchte "etwas zum Festhalten, aber ich möchte mich nicht eingesperrt fühlen. Ob ich dort nicht leben könnte, müsste sich im Ernstfall herausstellen.

Nette Menschen gibt es meiner Erfahrung nach überall (und andere auch) ;)

Wenn wir unsere Vorurteile nicht hätten, was hätten wir dann? Mich fasziniert vor allem die große Vielfalt in Deutschland. Ich habe mal beruflich viel Zeit auf Sylt verbracht. Die karge und raue Landschaft zusammen mit dem ständigen Wind habe ich sehr gemocht. Heute mag ich es lieber etwas sanfter wie zB an der mecklenburgischen Küste. Das andere Extrem ist für mich Bayern. Da würde ich gern auch eine Zeit mal wohnen, nicht nur aber auch wegen Küche und Bier. Unsere beiden Töchter haben uns in letzter Zeit öfter nach Trier und nach Sachsen gelockt.In Trier liebe ich neben Natur und Geschichte besonders ein bestimmtes Lokal und Sachsen faziniert mich wegen der atemberaubenden Landschaft und wegen Dresden. Und jede dieser Landschaften hat ihre eigenen Menschen, unterschiedliche Sprachen, Temperamente. Einfach ein schönes, großes und abwechslungsreiches Land. Die einzige Gegend, die sich für mich eher mit Arbeit als mit Erholung verbindet, ist der Pott. Eine Megacity, eine Steinwüste. Einfach nicht mein Ding - ach, ja und Oldenburg/Vechta, wegen eines Übermaßes an Gülle und dickschädligen Bauern. ;)

Link to comment
Share on other sites

Ich würde mich überall wohlfühlen, wo das Land seit mindestens 1000 Jahren besiedelt ist und Wein wächst.

 

 

das önologische Prinzip soll nicht henologisch werden. bei mir ist toleranz und freundschaft an der ersten stelle. kulturen, die freunde nicht kennen sind mir umsypatisch und daher à la long antipatisch.

Link to comment
Share on other sites

Ich würd nicht gerne mitten in einer großen Stadt leben. Ich genieße es fast zu jeder Tageszeit kilometerweit laufen zu können ohne einem Menschen zu begegnen. Das ist für mich Luxus pur.

 

Wenn mir nach Stadt ist setz ich mich ins Auto und fahr da mal einen Tag lang hin, verweile dort etliche Stunden, fahr wieder heim. Herrlich.

 

Ja supi - dann machen wir demnächst Wohnungs-Wochenend-Tausch ;)

Link to comment
Share on other sites

kulturen, die freunde nicht kennen sind mir umsypatisch und daher à la long antipatisch.

 

Gibts solche Kulturen????

Um mal länderübergreifend in meiner Vorurteilskiste zu kramen: in Kanada/Amerika kommts mir so vor, als ob Freundschaften zumindest oft einen oberflächlicheren Gehalt haben - man sieht sich ein, zweimal und ist dann "best friends"... Was meinste, Long John Silver, völlig falsch oder was dran?

Link to comment
Share on other sites

kulturen, die freunde nicht kennen

 

gibt's die?

 

ja, es gibt welche. Es gibt solche, die zeit brauchen, sich anzufreunden und andere, die das/der fremde nicht mögen. ich denke an einigee englische dörfer, die sogar kinder nicht mögen, weil sich anders sind .....

 

übrigens: angst vor fremden ist auch deutsche tugend:

ich war seit 8 monaten in berlin im jahr 1986-1987, als ich meine erste einladung bekam ..... es war deprimierend ...

in italy wäre das undenkbar: fremde lädt man ein, auch wenn man mit ihnen nichts anfangen möchte (freundschaft etc.). das heisst gastfreundschaft. keine deutsche tugend?

Link to comment
Share on other sites

übrigens: angst vor fremden ist auch deutsche tugend:

ich war seit 8 monaten in berlin im jahr 1986-1987, als ich meine erste einladung bekam ..... es war deprimierend ...

in italy wäre das undenkbar: fremde lädt man ein, auch wenn man mit ihnen nichts anfangen möchte (freundschaft etc.). das heisst gastfreundschaft. keine deutsche tugend?

Bei dir sind oft Fremde eingeladen? ;)

Link to comment
Share on other sites

kulturen, die freunde nicht kennen

 

gibt's die?

 

ja, es gibt welche. Es gibt solche, die zeit brauchen, sich anzufreunden und andere, die das/der fremde nicht mögen. ich denke an einigee englische dörfer, die sogar kinder nicht mögen, weil sich anders sind .....

 

übrigens: angst vor fremden ist auch deutsche tugend:

ich war seit 8 monaten in berlin im jahr 1986-1987, als ich meine erste einladung bekam ..... es war deprimierend ...

in italy wäre das undenkbar: fremde lädt man ein, auch wenn man mit ihnen nichts anfangen möchte (freundschaft etc.). das heisst gastfreundschaft. keine deutsche tugend?

 

ich versteh schon was du meinst. aber ich glaube nicht, daß es kulturen gibt, die freunde nicht kennen. was du beschreibst ist eine distanziertheit zu fremden, aber so eine distanziertheit heißt noch lange nicht, daß es keine freundschaft gibt. vielleicht sind die wege, auf denen freundschaften geschlossen werden, nur anders. das habe ich z.b. in rußland erlebt, als ich hinkam. ich habe drei, vier monate gebraucht, bis ich kapiert hatte, wie das kennenlernen und sich anfreunden in moskau funktioniert. es funktioniert anders als in wien. aber es funktioniert super. und ich kann doch auch von moskauern nicht erwarten, daß sie plötzlich den wiener weg des freundschaften schließen gehen, nur weil ich aus wien bin. denn woher soll jemand, der noch nie in wien war, den wiener weg überhaupt kennen?

Link to comment
Share on other sites

in italy wäre das undenkbar: fremde lädt man ein, auch wenn man mit ihnen nichts anfangen möchte (freundschaft etc.). das heisst gastfreundschaft. keine deutsche tugend?

 

Das würde ich so partout nicht sagen. Ich glaub schon, dass Deutsche erst mal zurückhaltender sind und ein wenig reservierter. Ich denke auch kaum, dass ich es hier so schnell erleben würde, was mir und zwei Freunden aus der Gemeinde passiert ist: Eine Polin aus unserer Partnergemeinde lädt uns drei zu sich ein, wir sagen zu, und wo werden wir untergebracht?! - In der Wohnung ihrer Eltern (einfachster Plattenbau, wirklich arme Zustände), die extra ihre Wohnung komplett geräumt haben, in die Wohnung ihrer Tochter gezogen sind, die wiederum bei einer Freundin schläft - nur damit wir die große Wohnung samt gefülltem Kühlschrank für uns haben. - Das war uns ganz schön unangenehm, aber auch beeindruckend!

Andererseits hatten wir in unserem Pastoralverbund während des Weltjugendtages 400 Jugendliche aus Italien und Polen zu Besuch und ich war für die Bettenorga verantwortlich. Ich hätte nie gedacht, dass so viele Leute hier mal eben so zwischen zwei bis sechs wildfremde Jugendliche aufnehmen und sich für 5 Tage hochbesorgt um sie kümmern. Und das war das allgemeinde Echo des WJT 2005, dass die Gastfreundlichkeit der Deutschen gelobt wurde. Hat mich auch verwundert, aber vielleicht brauchen wir einfach manchmal einen Tritt mehr in den Hintern ;)

Link to comment
Share on other sites

Ich würd nicht gerne mitten in einer großen Stadt leben. Ich genieße es fast zu jeder Tageszeit kilometerweit laufen zu können ohne einem Menschen zu begegnen. Das ist für mich Luxus pur.

 

Wenn mir nach Stadt ist setz ich mich ins Auto und fahr da mal einen Tag lang hin, verweile dort etliche Stunden, fahr wieder heim. Herrlich.

Ich würde nicht gern mitten in einer riesigen Stadt leben, wo man erstmal ewig fahren muss, um ins Grüne zu kommen. Und andererseits nur dort auf dem Land, wo man ohne Auto nicht von der nächsten Stadt abgeschnitten ist.

Edited by lara
Link to comment
Share on other sites

Ich würde nicht gern mitten in einer riesigen Stadt leben, wo man erstmal ewig fahren muss, um ins Grüne zu kommen. Und andererseits nur dort auf dem Land, wo man ohne Auto von der nächsten Stadt abgeschnitten ist.

 

Ich glaub, das ist auch so ein Vorurteil, dass man da erst ewig fahren müsste. Ich komm auch ganz schnell weg von hier ins Grüne...

Link to comment
Share on other sites

Schade! - Alles Gute, Claudia, auch im Land der Bayern... (Für mich unvorstellbar! - Aber das ist ein anderes Thema.)

 

Ich habe das andere Thema mal hier angesprochen.

Natürlich gibt es Vorlieben für Menschen und Landschaften, aber vieles ist wohl hier Vorurteil.

 

Woher kommen eure Beurteilungen, sind es nur Vorteile?

 

Ich möchte z.B. weder dort leben, wo es hohe Berge gibt, noch dort, wo alles bretteben ist. Mein Auge möchte "etwas zum Festhalten, aber ich möchte mich nicht eingesperrt fühlen. Ob ich dort nicht leben könnte, müsste sich im Ernstfall herausstellen.

Nette Menschen gibt es meiner Erfahrung nach überall (und andere auch) ;)

Die Berge in Bayern finde ich toll. Ich finde es schade, dass die Bayern die deutschen Alpen besetzt halten.

 

Der Dialekt macht es mir leider unmöglich, mich dort lange aufzuhalten. Da könnte ich noch eher in der Schweiz leben.

Link to comment
Share on other sites

übrigens: angst vor fremden ist auch deutsche tugend:

ich war seit 8 monaten in berlin im jahr 1986-1987, als ich meine erste einladung bekam ..... es war deprimierend ...

in italy wäre das undenkbar: fremde lädt man ein, auch wenn man mit ihnen nichts anfangen möchte (freundschaft etc.). das heisst gastfreundschaft. keine deutsche tugend?

Bei dir sind oft Fremde eingeladen? ;)

 

 

aber klar! jeden tag .... ;)

Link to comment
Share on other sites

Die Angelika
Die Berge in Bayern finde ich toll. Ich finde es schade, dass die Bayern die deutschen Alpen besetzt halten.

 

Der Dialekt macht es mir leider unmöglich, mich dort lange aufzuhalten. Da könnte ich noch eher in der Schweiz leben.

 

welcher Dialekt? Da hat doch bald jedes Dorf seinen eigenen Dialekt

 

Angelika, grüßt aus dem Allgäu ;)

Link to comment
Share on other sites

Ich brauche einen Strom mit seinen Flusslandschaften. Glücklicherweise liegt Köln, meine große Hassliebe, an einem solchen.

In dem Hochwasserschutzgebiet, wo ich schon seit immer lebe, gab es keinen Tag mit einem gleichen Landschaftsbild. Wenn ich

Nachts kein Tuckern der Schiffe höre, kann ich nicht einschlafen ...

Link to comment
Share on other sites

Ich würde mich überall wohlfühlen, wo das Land seit mindestens 1000 Jahren besiedelt ist und Wein wächst.

 

 

das önologische Prinzip soll nicht henologisch werden. bei mir ist toleranz und freundschaft an der ersten stelle. kulturen, die freunde nicht kennen sind mir umsypatisch und daher à la long antipatisch.

 

Deine beiden Beispiele bestätigen mich aber. Wein und seit 1000 Jahren besiedelt: das prägt ja auch die Menschen.

Link to comment
Share on other sites

In einer Kleinstadt ohne richtigen Fluss und ohne Wein weit und breit leben zu müssen (vom Dialekt und der "böhmisch katholischen" Einstellung gar nicht zu reden) war für die Referendarin Elima 1965 eine absolute Horrorvorstellung. Und heute freue ich mich auf jeden Tag, den ich dort verbringen kann (den Wein aus Franken bringe ich allerdings mit, weder mit dem Bier noch mit den Bratwürsten habe ich mich in all den Jahren anfreunden können, mit den Menschen schon sehr). ;)

Link to comment
Share on other sites

In einer Kleinstadt ohne richtigen Fluss und ohne Wein weit und breit leben zu müssen (vom Dialekt und der "böhmisch katholischen" Einstellung gar nicht zu reden) war für die Referendarin Elima 1965 eine absolute Horrorvorstellung. Und heute freue ich mich auf jeden Tag, den ich dort verbringen kann (den Wein aus Franken bringe ich allerdings mit, weder mit dem Bier noch mit den Bratwürsten habe ich mich in all den Jahren anfreunden können, mit den Menschen schon sehr). ;)

 

Ja, die Oberpfalz. Wenns da nur nicht so kalt wäre. (Ein moderates Klima ist ja auch eine Voraussetzung des Weinbaus)

Link to comment
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

 Share

×
×
  • Create New...