Shubashi Geschrieben 20. Dezember 2025 Melden Geschrieben 20. Dezember 2025 19 hours ago, Flo77 said: Wenn jemand so abgekehrt vom Lebendigen ist, daß er sich zwingen muss, den Allgegenwärtigen wenigstens punktuell in Erinnerung zu rufen, komme ich schon ins Grübeln. Und, heiliger Vater, die äußere Form ist schön und hat ihren Charme. Lob, Gebet und Anbetung um des Handels willen, verkommt schnell zur Formel, doch die Formel ist der Tod der Innerlichkeit. Um diesen Karmeliten geht es: https://de.wikipedia.org/wiki/Lorenz_von_der_Auferstehung https://www.karmel-innsbruck.at/at/spiritualitaet/Br-Lorenz-von-der-Auferstehung.php Ich wäre vorsichtig, mich über eine Form der Spiritualität zu äußern, die ich nicht praktisch kenne. Für mich selbst ist es eine sehr hohe Form, sich wirklich auf die Allgegenwart Gottes einlassen zu können. Die psychologischen Grundlagen dafür besitzen wir Menschen unabhängig von Konfession und Religion, im Japanischen gibt es wohl die Aussage, eine spirituell-religiöse Handlung muss v.a. einfach und wiederholbar sein. Wenn ein Christ es schafft, sich im Alltag in vielen Handlungen stets auf Gott einzulassen, finde ich das bewundernswert, es ist zudem oft so, dass diese Menschen einfach sehr erfüllt sind: „Nicht ich, sondern Gott in mir.“ Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass mein „Ich“ wirklich eine ziemlich relative Sache ist, auf das ich mir nicht allzu viel einbilden sollte. Im Gegensatz zur Gegenwart Gottes erscheint es mir unerheblich, ich achte alle meine Mitmenschen, die wie Bruder Lorenz ihr Leben ganz in Seine Existenz hineintragen können, Atemzug um Atemzug. 1 Zitieren
SteRo Geschrieben 20. Dezember 2025 Melden Geschrieben 20. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 37 Minuten schrieb Flo77: Ich denke eher Leo sieht da Probleme, die keine sind. Oder er steht auf dem Standpunkt, daß Religion, die einem nichts abverlangt nichts taugt. Oder aber ihm schwebt eine völlig entmenschlichte/außerirdische Spiritualität vor, die wieder nur einer "Elite"" zugänglich ist. Ich habe seine Worte nicht als Problembeschreibung verstanden, sondern als das, wie er selbst seinen rechten Glauben lebt bzw zu leben versucht. Er plaudert sozusagen aus dem Nähkästchen, erzählt über seinen privaten Weg und wonach er sich dabei richtet und versucht andere damit zu inspirieren. Dies lässt ihn mir in einem deutlich vorteilhafteren Licht erscheinen, denn es geht dabei um tatsächliche Glaubenspraxis. Seine Predigten und Reden spielen sich auf einem ganz anderen Level ab, können aber vielleicht durch das Hintergrundwissen bzgl. seiner privaten Praxis in einem ganz anderen Licht erscheinen. Die Herausforderung, das Schwierige, wovon er spricht liegt im Verweilen im Glauben auch angesichts sündhafter Impulse, welche deshalb notwendigerweise "verhungern". Üblicherweise ist es ja so, dass die Impulse das Zepter an sich reißen und der schwache Glaube ihnen ausweicht ... geschieht alles ganz unbewußt, weil konditioniert. bearbeitet 20. Dezember 2025 von SteRo Zitieren
SteRo Geschrieben 20. Dezember 2025 Melden Geschrieben 20. Dezember 2025 (bearbeitet) ein weiterer Artikel dazu: „Die Praxis der Gegenwart Gottes“: Über die Leseempfehlung von Papst Leo „Wenn Sie etwas über mich erfahren möchten“, sagte Papst Leo XIV. vor wenigen Tagen währen des Rückflugs aus dem Libanon, „lesen Sie ‚Die Praxis der Gegenwart Gottes‘ [The practice of the presence of God]. Darin wird eine Art des Gebets beschrieben, bei der man einfach sein Leben dem Herrn übergibt und sich vom Herrn führen lässt. Das ist seit vielen Jahren meine Spiritualität.“ Wir sind einzig für Gott geschaffen, […] es wäre daher nicht schlecht, wenn wir uns etwas weniger mit uns selbst beschäftigten und mehr mit Ihm. Auf dem Weg zu Gott zählen Gedanken wenig, die Liebe ist alles. Man sucht Methoden, um Gott lieben zu lernen und macht wer-weiß-was-für Übungen. Man gibt sich mit verschiedensten Techniken viel Mühe. Doch ist es nicht viel schneller und direkter, einfach alles aus Liebe zu Gott zu tun? Ihm zu dienen in allen Arbeiten? Sich seiner Gegenwart in uns zu vergewissern durch die Verbindung unseres Herzens mit ihm? Dazu braucht man keine Finessen. Man muss sich nur einfachen Herzens ihm zuwenden. Perfekt. Seine "verkopften" Predigten sind da doch schon ziemlich anders. bearbeitet 20. Dezember 2025 von SteRo Zitieren
Shubashi Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 Vor wenigen Tagen wurde auch ein neuer Erzbischof von Westminister ernannt, der traditionell auch als „Oberhaupt“ der katholischen Kirche in England und Wales gilt, ohne offiziell „Primas“ zu sein. Was mich zu der Frage führt, warum in Deutschland eigentlich keine offizielle katholische „erste“ Kirche existiert bzw. Bistum? Vermutlich unserer Reformationsgeschichte und langen territorial konfessionellen Zersplitterung? Zitieren
Werner001 Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 14 Minuten schrieb Shubashi: Vor wenigen Tagen wurde auch ein neuer Erzbischof von Westminister ernannt, der traditionell auch als „Oberhaupt“ der katholischen Kirche in England und Wales gilt, ohne offiziell „Primas“ zu sein. Was mich zu der Frage führt, warum in Deutschland eigentlich keine offizielle katholische „erste“ Kirche existiert bzw. Bistum? Vermutlich unserer Reformationsgeschichte und langen territorial konfessionellen Zersplitterung? Der Erzbischof von Canterbury führt ganz offiziell den Titel „Primate of all England“. Es gibt in England tatsächlich eine Ehrenrangfolge der Bischofssitze: Canterbury - York - London - Durham -Winchester (“ five great sees”), dann die anderen. Die 5 sitzen auch als einzige automatisch im Oberhaus. Den Titel “Primas Germaniae” führg der Erzbischof von Salzburg, aber ohne irgendwelche Auswirkungen. Werner Zitieren
Shubashi Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 12 minutes ago, Werner001 said: Der Erzbischof von Canterbury führt ganz offiziell den Titel „Primate of all England“. Es gibt in England tatsächlich eine Ehrenrangfolge der Bischofssitze: Canterbury - York - London - Durham -Winchester (“ five great sees”), dann die anderen. Die 5 sitzen auch als einzige automatisch im Oberhaus. Den Titel “Primas Germaniae” führg der Erzbischof von Salzburg, aber ohne irgendwelche Auswirkungen. Werner Ist das nicht die Reihenfolge der anglikanischen Kirche? Die katholischen Bistümer durften ja erst im 19. Jahrhundert wiederhergestellt werden, Westminster wurde dann erst (wieder) eingerichtet. Lt. diesem Artikel ist der dortige Erzbischof traditionell der Vorsitzende der englisch-walisischen Bischofskonferenz und meist der einzige Kardinal. Zitieren
Werner001 Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 1 Minute schrieb Shubashi: Ist das nicht die Reihenfolge der anglikanischen Kirche? Die katholischen Bistümer durften ja erst im 19. Jahrhundert wiederhergestellt werden, Westminster wurde dann erst (wieder) eingerichtet. Lt. diesem Artikel ist der dortige Erzbischof traditionell der Vorsitzende der englisch-walisischen Bischofskonferenz und meist der einzige Kardinal. ja, ich sprach von der anglikanischen Kirche. Bedingung für die Wieder-Errichtung einer regulären römischen Jurisdiktion in England war, dass die alten Sitze nicht genommen werden durften. Die römischen Sitze sind somit alle komplette Neugründungen. Einen (Erz-)Bischof von Westminster (zum Beispiel) gab es vorher nie. Grund ist, dass sich die englische Kirche immer in der ungebrochenen Nachfolge der vorreformatorischen Kirche sah, „lediglich“ die Communio mit Rom fiel weg. Hätte nun im 19. Jahrhundert Rom z. B. einen römischen Erzbischof von Canterbury installiert, wäre natürlich schnell die Diskussion aufgekommen, wer nun tatsächlich auf der Kathedra des Hl. Augustinus sitzt, der Römer oder der Anglikaner, denn nach römischem Verständnis war die ja seit der Reformation vakant, nach anglikanischem Verständnis war sie stets besetzt. Dass heute der (röm) Erzbischof von Westminster eine gewisse Primatenrolle einnimmt, die es so in Deutschland nicht gibt, dürfte mit der unterschiedlichen Historie beider Länder zusammenhängen: in England gab es immer einen tatsächlichen Primas, in Deutschland nur einen Titel ohne Bedeutung. Werner 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 24 Minuten schrieb Shubashi: ist das nicht die Reihenfolge der anglikanischen Kirche? Ja, war es aber auch schon vorher. Heinrich VIII hat lediglich Winchester vom dritten auf den fünften Platz gesetzt (und London und Durham damit eins höher) Werner Zitieren
iskander Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 @Werner001 Laut Wikipedia ist der Erzbischof von Köln der "Primas Germaniae". Ich meine, dass ich das auch anderswo schon so gelesen hatte. Zitieren
Werner001 Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 3 Minuten schrieb iskander: @Werner001 Laut Wikipedia ist der Erzbischof von Köln der "Primas Germaniae". Ich meine, dass ich das auch anderswo schon so gelesen hatte. Den Titel hat auch mal Magdeburg geführt, und auch mal Köln (ich glaub such Mainz). Heute führt ihn nur Salzburg. Salzburg saß auch ganz vorne auf der Prälatenbank im Reichstag, spätestens nach dem Westfälischen Frieden. Werner bearbeitet 21. Dezember 2025 von Werner001 Zitieren
Flo77 Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 1 Stunde schrieb Shubashi: Vor wenigen Tagen wurde auch ein neuer Erzbischof von Westminister ernannt, der traditionell auch als „Oberhaupt“ der katholischen Kirche in England und Wales gilt, ohne offiziell „Primas“ zu sein. Was mich zu der Frage führt, warum in Deutschland eigentlich keine offizielle katholische „erste“ Kirche existiert bzw. Bistum? Vermutlich unserer Reformationsgeschichte und langen territorial konfessionellen Zersplitterung? Die Anglikaner nehmen die Titulaturen halt etwas ernster als Rom. Ein Erzbischof hat hierzulande ja auch keine Befugnisse ggü seinen Suffraganen (mehr). Meisner hat das sicherlich sehr bedauert, als er Kamphaus nur via Rom disziplinieren konnte und nicht aus eigenem Recht. Zitieren
rorro Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 Mainz hat auch den Titel "Heiliger Stuhl". Zitieren
rorro Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 1 Minute schrieb Flo77: Die Anglikaner nehmen die Titulaturen halt etwas ernster als Rom. Ein Erzbischof hat hierzulande ja auch keine Befugnisse ggü seinen Suffraganen (mehr). Meisner hat das sicherlich sehr bedauert, als er Kamphaus nur via Rom disziplinieren konnte und nicht aus eigenem Recht. Für die Dezentralisierung wäre es wünschenswert, wenn die Metropoliten mehr wären als quasi nur Ehrentitel. Zitieren
Flo77 Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 2 Minuten schrieb rorro: Für die Dezentralisierung wäre es wünschenswert, wenn die Metropoliten mehr wären als quasi nur Ehrentitel. Oh ja. Wenn die Gläubigen ihre Bischöfe wieder selbst wählen, wie es noch vom Apostel Paulus vorgeschrieben wurde, natürlich. Zitieren
rorro Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 9 Minuten schrieb Flo77: Oh ja. Wenn die Gläubigen ihre Bischöfe wieder selbst wählen, wie es noch vom Apostel Paulus vorgeschrieben wurde, natürlich. Das hat zwar nichts mit meinem Beitrag zu tun, aber man könnte das ja mal probieren. Ob dann der Bischof von Rom die Communio anbietet, müßte man dann sehen ... Zitieren
Werner001 Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 6 Minuten schrieb rorro: Das hat zwar nichts mit meinem Beitrag zu tun, aber man könnte das ja mal probieren. Ob dann der Bischof von Rom die Communio anbietet, müßte man dann sehen ... Bei den Unierten klappt das ja auch. Im Zweifel ist die Anerkennung der Oberhoheit wichtiger als theologische Spitzfindigkeiten. Den Fehler, Heinrich VIII die Scheidung zu verweigern, würde man heute nicht mehr machen, heiliges Ehesakrament hin oder her, schließlich ging es um Einfluss in der Welt. Werner Zitieren
SteRo Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 Papst : Wortlaut der Katechese beim Angelus Versäumen wir in dieser Zeit der Gnade keine Gelegenheit, diese Haltungen zu praktizieren: indem wir vergeben, ermutigen, den Menschen, mit denen wir leben und denen wir begegnen, ein wenig Hoffnung geben ... Und dann wieder: ... und im Gebet unser kindliches Vertrauen auf den Herrn und seine Vorsehung erneuern und ihm alles mit Zuversicht überlassen. Perfekt. Zitieren
SteRo Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 (bearbeitet) Jubiläumsaudienz mit Leo XIV.: Die Ansprache im Wortlaut (20.12.2025) Wir haben von Paulus gehört: „ Denn auf Hoffnung hin sind wir gerettet.“ (Röm 8,24). Ohne Hoffnung sind wir tot; mit Hoffnung kommen wir ans Licht. Die Hoffnung ist schöpferisch. Sie ist nämlich eine göttliche Tugend, das heißt eine Kraft Gottes, und als solche schafft sie Leben, sie tötet nicht, sondern lässt entstehen und wiedergeboren werden. Das ist wahre Kraft. Was bedroht und tötet, ist keine Kraft: Es ist Überheblichkeit, es ist aggressive Angst, es ist Böses, das nichts hervorbringt. Die Kraft Gottes lässt Leben entstehen. Deshalb möchte ich Ihnen abschließend sagen: Hoffen heißt Leben schaffen. Eine Menge steiler Thesen, könnte man meinen, wenn man überliest, dass er von der übernatürlichen/göttlichen Tugend Hoffnung spricht. Die natürliche Hoffnung kennt nur den eigenen Vorteil ("ich ich ich, ich möchte das ewige Leben") und ist als solche Symptom des Todes (der Seele), weil sie gottlos egozentrisch ausgerichtet ist. Nur in diesem Sinne kann man sagen "Ohne (die göttliche) Hoffnung sind wir tot (weil unsere Seele tot ist)". Da nun aber alles Übernatürliche/Göttliche Teilhabe an Gottes Natur ist und Gott Schöpfer ist, so ist die göttliche Hoffnung notwendigerweise auch schöpferisch. In diesem Sinne kann man sagen "(Göttlich) Hoffen heißt (ewiges) Leben schaffen." Wobei das Objekt der göttliche Hoffnung von Seiten des Subjektes unklar ist. Das ewige Leben kann's nicht sein, weil es sonst eigennütziges Hoffen wäre. Zudem ist der göttliche Glaube die Substanz der göttlichen Hoffnung und hat aber bereits direkten Kontakt zu/mit Gott ... "hat" ihn also quasi schon. Was bleibt also für die göttliche Hoffnung noch zu hoffen? Auch von seiten der göttliche Liebe ist es so, dass sie bereits ganz eins mit dem Geliebten ist. Was also ist das Objekt der göttlichen Hoffnung? Vielleicht hilft der Duden weiter (?) Und ja, da lesen wir Vertrauen in die Zukunft; Zuversicht, Optimismus in Bezug auf das, was [jemandem] die Zukunft bringen wird und positive Erwartung, die jemand in jemanden, etwas setzt Vertrauen, Zuversicht und positive Erwartung ... eben weil der göttliche Glaube bereits Kontakt zu/mit Gott hat und die göttliche Liebe bereits eins mit dem Geliebten ist. bearbeitet 21. Dezember 2025 von SteRo Zitieren
rorro Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 2 Stunden schrieb Werner001: Bei den Unierten klappt das ja auch. Im Zweifel ist die Anerkennung der Oberhoheit wichtiger als theologische Spitzfindigkeiten. Bei den Unierten wählt das Volk auch nicht. vor 2 Stunden schrieb Werner001: Den Fehler, Heinrich VIII die Scheidung zu verweigern, würde man heute nicht mehr machen, heiliges Ehesakrament hin oder her, schließlich ging es um Einfluss in der Welt. Spekulatius. Zitieren
Guppy Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 9 Stunden schrieb Flo77: Wenn die Gläubigen ihre Bischöfe wieder selbst wählen, wie es noch vom Apostel Paulus vorgeschrieben wurde, natürlich. Wie genau sollte sowas aussehen? Mehrere Kandidaten zur Auswahl? Wahlkampf? Debatten? Dann Wahl? Zitieren
Werner001 Geschrieben 21. Dezember 2025 Melden Geschrieben 21. Dezember 2025 vor 38 Minuten schrieb Guppy: Wie genau sollte sowas aussehen? Mehrere Kandidaten zur Auswahl? Wahlkampf? Debatten? Dann Wahl? Wie sieht das denn heute aus? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass der Heigei drn Paps heimsucht und ihm einflüstert, wen er ernennen soll? Werner Zitieren
Chrysologus Geschrieben 22. Dezember 2025 Melden Geschrieben 22. Dezember 2025 vor 8 Stunden schrieb Guppy: Wie genau sollte sowas aussehen? Mehrere Kandidaten zur Auswahl? Wahlkampf? Debatten? Dann Wahl? s wäre schlimm daran - nicht nur die Hl. Ambrosius und Augstinus, der Hl. Martin und diverse Päpste kamen so ins Amt. Zitieren
MartinO Geschrieben 22. Dezember 2025 Melden Geschrieben 22. Dezember 2025 vor 2 Stunden schrieb Chrysologus: s wäre schlimm daran - nicht nur die Hl. Ambrosius und Augstinus, der Hl. Martin und diverse Päpste kamen so ins Amt. Eigentlich jeder Papst kam durch Wahl ins Amt. Wahl bedeutet ja nicht automatisch allgemeine und gleiche Wahl. Zitieren
Guppy Geschrieben 22. Dezember 2025 Melden Geschrieben 22. Dezember 2025 vor 13 Stunden schrieb Werner001: Wie sieht das denn heute aus? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass der Heigei drn Paps heimsucht und ihm einflüstert, wen er ernennen soll? Werner Kann ich dir nicht beantworten was genau den Papst bei seinen Entscheidungen bewegt. Es sollte wohl so sein, dass der Papst sich vom Heiligen Geist leiten lässt und danach entscheidet. Ob das im Einzelfall immer so ist sei dahin gestellt. Aber eine Wahl eines Bischofs durch die Kirchenmitglieder stelle ich mir lustig vor. So richtig mit Wahlkampf, Debatten, mehreren Kandidaten. Dann Kampfkandidatur der Bewerber. Wer möglichst populistisch ist und es schafft die grössten Wahlergruppen auszusprechen (was unter den Kirchenmitgliedern die säkularen, kirchenfernen "Karteileichen" sind), der wird dann Bischof. Klingt nach einem Erfolgsmodell. 😎 Zitieren
iskander Geschrieben 23. Dezember 2025 Melden Geschrieben 23. Dezember 2025 Es gab ja mal die folgenden Grundästze: "Als Ideal und Norm darf die oft zitierte Stelle aus einem Brief Leos des Großen (440-461) gelten: All die dürfen nicht für einen Bischof gehalten werden, qui nec a clericis sunt electi, nec a plebibus expetiti, nec a comprovincialibus episcopis cum metropolitani iudicio consecrati.4 Und schon bei Coelestin I. (422-432) hieß es: Nullus invitis detur episcopus. Cleri, plebis et ordinis consensus ac desiderium requiratur.5" https://forhistiur.net/legacy/seminar/0205sperber.htm Auf Deutsch: "Diejenigen, die nicht vom Klerus gewählt, dem Volk willkommen und von den Provinzialbischöfen mit Zustimmung des Metropoliten geweiht werden", sollten keine Bischöfen werden. Und: "Kein Bischof soll gegen seinen Willen eingesetzt werden. Die Zustimmung und der Wunsch des Klerus, des Volkes und der Kirchenordnung sind erforderlich." Alles längst Geschichte. Heutzutage setzt der Papst fast auf der ganzen Welt (wo nicht spezielle Sonderregelungen gelten) die Bischöfe nach Gutdünken ein; und ob sie dem Klerus vor Ort oder gar dem dahergelaufenen Pöbel willkommen sind, spielt natürlich keine Rolle mehr. 1 Zitieren
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