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Armut und Gehorsam und Ehelosigkeit


Flo77
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Hallo Zusammen,

 

+Kapellari hat bei seiner letzten Diakonenweihe den Zölibat verteidigt. Soweit, so unaufregend.

 

Aber:

 

Der Zölibat "um des Himmelreiches willen" sei lebbar, wenn der dadurch gebotene Verzicht auf geschlechtliche Gemeinschaft mit Menschen nicht isoliert werde von den evangelischen Räten zur Armut und zum Gehorsam. Kapellari: "Dieser Räte zielen ja gemeinsam auf eine Relativierung des Besitzen-Wollens, des Haben-Wollens und sind so etwas wie kommunizierende Gefäße." Armut in der Nachfolge Christi meine nicht nur, aber besonders auch eine Eindämmung des materiellen Luxus, um so anderen Menschen helfen zu können. Und Gehorsam in der Nachfolge Christi bedeute eine Relativierung des autonomen Eigenwillens und einen Verzicht auf stolze und hartherzige Eigenbrötelei. Kapellari: "Nur eingebettet in diesen Kontext kann der Zölibat so gelebt werden, dass daraus kein verschrobenes Junggesellentum erwächst und dass die zölibatäre Existenz der Priester und der Ordensleute ein prophetisches Zeichen dafür wird, dass die Gestalt dieser Welt vergeht."
Quelle

 

Nun kann ich mir tatsächlich vorstellen, daß das mönchische Ideal das auf den evangelischen Räten basiert, tatsächlich ein funktionsfähiges, ganzheitliches Modell ist.

 

Doch soweit ich mich erinnere übernehmen die Weihekandidaten die Zölibatsverpflichtung und geben ein Gehorsamsversprechen an den weihenden Bischof ab.

 

Aber das sind doch keine Gelübde auf die evangelischen Räte im Sinne des klassischen Mönchtums - oder doch???

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Hallo Zusammen,

 

+Kapellari hat bei seiner letzten Diakonenweihe den Zölibat verteidigt. Soweit, so unaufregend.

 

Aber:

 

Der Zölibat "um des Himmelreiches willen" sei lebbar, wenn der dadurch gebotene Verzicht auf geschlechtliche Gemeinschaft mit Menschen nicht isoliert werde von den evangelischen Räten zur Armut und zum Gehorsam. Kapellari: "Dieser Räte zielen ja gemeinsam auf eine Relativierung des Besitzen-Wollens, des Haben-Wollens und sind so etwas wie kommunizierende Gefäße." Armut in der Nachfolge Christi meine nicht nur, aber besonders auch eine Eindämmung des materiellen Luxus, um so anderen Menschen helfen zu können. Und Gehorsam in der Nachfolge Christi bedeute eine Relativierung des autonomen Eigenwillens und einen Verzicht auf stolze und hartherzige Eigenbrötelei. Kapellari: "Nur eingebettet in diesen Kontext kann der Zölibat so gelebt werden, dass daraus kein verschrobenes Junggesellentum erwächst und dass die zölibatäre Existenz der Priester und der Ordensleute ein prophetisches Zeichen dafür wird, dass die Gestalt dieser Welt vergeht."
Quelle

 

Nun kann ich mir tatsächlich vorstellen, daß das mönchische Ideal das auf den evangelischen Räten basiert, tatsächlich ein funktionsfähiges, ganzheitliches Modell ist.

 

Doch soweit ich mich erinnere übernehmen die Weihekandidaten die Zölibatsverpflichtung und geben ein Gehorsamsversprechen an den weihenden Bischof ab.

 

Aber das sind doch keine Gelübde auf die evangelischen Räte im Sinne des klassischen Mönchtums - oder doch???

und von Armut ist schon gar nicht die Rede.

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Die evangelischen Räte lassen sich nicht "teilen". Sie sind auch nur als "Gesamtpaket" gut(!) lebbar.

 

Wie dies aber ausgestaltet wird, ist ein breites Feld...

Für Ordensleute gibt es nur das "verpflichtende Gesamtpaket", mit den dazu über Jahrhunderte entwickelten Strukturen. (Welt-)Priester übernehmen die Verpflichtung zur Ehelosigkeit und versprechen dem Bischof Gehorsam. Wie sie Armut leben, ergibt sich im besten Falle im Dislog mit ihrem geistlichen Begleiter, Beichtvater o.ä., im ungünstigsten Falle gar nicht.

 

Meine Erfahrung ist allerdings, daß Menschen in jenen kirchlichen Lebensformen, die keine strukturellen Hilfen für die Kohärenz der Räte bieten, sehr intensiv persönlich darauf bedacht sein müssen, die Räte im Gleichgewicht zu halten, um ihre Lebensform nicht zu gefährden.

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Hallo Zusammen,

 

+Kapellari hat bei seiner letzten Diakonenweihe den Zölibat verteidigt. Soweit, so unaufregend.

 

Aber:

 

Der Zölibat "um des Himmelreiches willen" sei lebbar, wenn der dadurch gebotene Verzicht auf geschlechtliche Gemeinschaft mit Menschen nicht isoliert werde von den evangelischen Räten zur Armut und zum Gehorsam. Kapellari: "Dieser Räte zielen ja gemeinsam auf eine Relativierung des Besitzen-Wollens, des Haben-Wollens und sind so etwas wie kommunizierende Gefäße." Armut in der Nachfolge Christi meine nicht nur, aber besonders auch eine Eindämmung des materiellen Luxus, um so anderen Menschen helfen zu können. Und Gehorsam in der Nachfolge Christi bedeute eine Relativierung des autonomen Eigenwillens und einen Verzicht auf stolze und hartherzige Eigenbrötelei. Kapellari: "Nur eingebettet in diesen Kontext kann der Zölibat so gelebt werden, dass daraus kein verschrobenes Junggesellentum erwächst und dass die zölibatäre Existenz der Priester und der Ordensleute ein prophetisches Zeichen dafür wird, dass die Gestalt dieser Welt vergeht."
Quelle

 

Nun kann ich mir tatsächlich vorstellen, daß das mönchische Ideal das auf den evangelischen Räten basiert, tatsächlich ein funktionsfähiges, ganzheitliches Modell ist.

 

Doch soweit ich mich erinnere übernehmen die Weihekandidaten die Zölibatsverpflichtung und geben ein Gehorsamsversprechen an den weihenden Bischof ab.

 

Aber das sind doch keine Gelübde auf die evangelischen Räte im Sinne des klassischen Mönchtums - oder doch???

und von Armut ist schon gar nicht die Rede.

 

Reich dürfte man als Priester andererseits auch nur in den seltensten Fällen werden. Aber stimmt schon, es ist nicht von Nicht-Reichtum, sondern von Armut die Rede.

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