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Lästerung des Heiligen Geistes


firewall
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Hallo Matthias,

 

 

irgendwie kommt mir diese Verbindung zwischen Heiligem Geist, Papst und Unfehlbarkeit vor wie eine Konstruktion für Angsthasen.

 

Keineswegs.

Es ist eine Lehre die der Vernunft einsichtig ist.

Nur wenn e i n Mensch - der  Papst - unfehlbar gehalten wird vom HEILIGEN GEIST kann es Einheit unter den Christen geben.

 

1. ...zeigt die Geschichte auch, dass die Kirche einer dynamischen Entwicklung unterliegt. Das Einfrieren eines Status unter Hinweis auf den Heiligen Geist ignoriert das Wirken dieses Geistes in der Geschichte der Kirche.

 

Du traust dem HEILIGEN GEIST nicht zu, daß ER durch den Papst Neues in der Christenheit einführt?

 

2. Der Heilige Geist ist nicht allein dem Papst, sondern allen Aposteln gegeben worden, wie z.B. das Johannesevangelium berichtet. Die Fokussierung des Heiligen Geistes rein auf den Papst ignoriert die Aussagen der Bibel.

 

Der HEILIGE GEIST ist Person und niemandem "gegeben".

Ist - so scheint's- eine ungeheuer schwierige Erkenntnis.

 

J e d e r Mensch, so er den guten Willen hat, kann dem HEILIGEN GEIST gehorchen indem er sich von IHM belehren läßt.

Lies' bitte die Bibel daraufhin.

 

3. Es stimmt nicht, dass nur der Papst etwas an der Kirche ändern darf. Auch ein Konzil darf das in Zusammenarbeit mit dem Papst.

 

Nur in Einmütigkeit mit dem Papst.

 

Auf der Ebene eines Bistums darf das sogar der Bischof im Rahmen seiner Amtsbefugnisse.

 

Nur in Einmütigkeit mit dem Papst.

Siehe Bischof Kamphaus...

 

4. Der Heilige Geist ist nach dem Petrusbrief den Gläubigen insgesamt zugesagt. Deine Zuspitzung auf den Papst als einzigen Träger des Heiligen Geistes innerhalb der Kirche ist theologisch einfach falsch. Das unterschreibt Dir noch nicht einmal das päpstliche Lehramt.

 

Jedem Gläubigen ist freigestellt dem HEILIGEN GEIST zu gehorchen.

 

Gegen die Gesamtheit der Gläubigen kann der Papst keine Dogmen verkünden. Das ist auch die Überzeugung des Dogmas von der Unfehlbarkeit.

 

Er kann...und darf.

Lies' was der Katechismus der Katholischen Kirche dazu sagt.

 

Mal abgesehen daß es diese "Gesamtheit der Gläubigen" im Widerspruch zu Veröffentlichungen nicht gibt, die der Papst als Hirte und Lehrer der Christenheit zu machen hat.

 

Und mal abgesehen daß Dogmen stets vom HEILIGEN GEIST direkt kommen.

 

5. Die Frage, ob Frauen Priester werden können oder nicht, kann gar nicht im Rahmen der Unfehlbarkeit behandelt werden, da es sich nicht um einen Glaubensinhalt handelt.

 

Irrtum !

Immer wenn der Papst sich zu Fragen von Glauben  u n d/o d e r  Sitte äussert, hält ihn der HEILIGE GEIST unfehlbar.

 

Die endgültige Entscheidung in dieser Sache hat mehr einen kirchenrechtlich disziplinarischen als einen theologischen Charakter.

 

Es ist eine Frage der S i t t e.

 

Es ist nicht erlaubt, im Namen der Kirche eine von der Kirche abweichende Lehre zu diesem Thema zu verkünden.

 

So ist es. Du sagst es.

 

Was das für die Zukunft bedeutet, weiß niemand. Wenn Jemand meint, Frauen sollten Priester werden können, dann ist das nach katholischer Lehre keine Sünde gegen den Heiligen Geist und insofern steht dessen Seelenheil nicht im Wege.

 

Kein Mensch behauptet es sei Sünde gegen den HEILIGEN GEIST.

 

Es ist nur nicht der Wille des HEILIGEN GEISTES.

 

Allerdings:

Wer behauptet er habe die Wahrheit und der Papst sei im Irrtum, der sündigt wider den HEILIGEN GEIST.

 

6. Mich würde ja interessiern, ob Du auch dann noch der Meinung bist, dass der Papst vom Heiligen Geist geleitet ist, wenn er die totale Basisdemokratie in der Kirche verkünden würde. Das könnte der Heilige Geist ihm ja eingeben. Schließlich weht der Geist wo und wie er will.

 

Wird der HEILIGE GEIST nicht tun.

Weil GOTT der HERR ist - und nicht der Mensch.

 

 

 

Gruß

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Hallo Leute,

 

hier ein paar Anstöße zur Einheit der Kirche und dem Heiligen Geist.

 

Den Heiligen Geist hat keine Konfession für sich gepachtet, sondern dieser wirkt wo er will. Dieser ist genauso in der katholischen Kirche als auch bei den Freikirchlern tätig.

 

Dabei gilt es zu unterscheiden, daß das Wirken des Heiligen Geistes keineswegs ein Zeichen für Heiligkeit ist, da der Heilige Geist genauso in einer Ermahnung wie in einer Ermutigung da sein kann.

 

Der Heilige Geist ist vor allem nicht da, wenn manche Katholiken Freikirchler als Sektierer bezeichnen, weil sie das charismatische Geschehen nicht kennen, nicht wissen, daß "Charismen" Wachstum brauchen.

 

Der Heilige Geist ist auch nicht da, wenn manche radikale fundamentalistische Freikirchler Katholiken des Götzendienstes wegen ihrer Marienanbetung oder wegen ihren Glauben an die Sakramenten des Götzendienstes bezichtigen.

 

Was die Trennung der Kirche anbetrifft, so hat der 2. Vatikanische Konzil festgehalten, daß die Trennung nicht im Einklang mit dem Willen Gottes erfolgt ist, sondern aufgrund der Sünde der Menschen.

 

Jesus hat am Ölberg um die Einheit der Christen gebetet, er hat nicht mit dem erhobenen Finger und aus der Kanzel den Leuten zugerufen: "Werdet nun mal eins!" So müssen wir auch um diese Einheit beten. Ich befürchte nur, ohne daß man charismatisches Geschehen mit der Sakramentenlehre der Katholiken im Einklang bringt, wird es mit mir nicht gehen. Um die Lutheraner muß man sich keine Sorgen machen, denn die Sakramenten stehen voll im Einklang mit der Schrift, und dies sagt auch der Heilige Paulus:

 

  • Kor 11:
    23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot nahm, 24 und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis. 25 Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, dies tut, sooft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis. 26 Denn sooft ihr dieses Brot eßt und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 27 Wer also unwürdig das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein. 28 Der Mensch aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch. 29 Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst Gericht, wenn er den Leib [des Herrn] nicht [richtig] beurteilt.

 

Es gibt manche unbelehrbare Christen, die wie Dalliard mit guten theologischen Argumenten nicht zu bekehren sind, die kein Schimmer Ahnung über Mystik und Sakramenten, und nicht nur gar keine Metaphysik sondern eine falsche Metaphysik verinnerlicht haben, weswegen die Einheit großen Schaden nimmt. Deshalb ist das Gebet um Einheit bitter nötig. Der Heilige Geist ist dort ganz abwesend, dadran glaube ich fest.

 

Der Papst ist zudem nicht der Stellvertreter Christi auf Erden, sondern er hat lediglich den Petrusamt inne. Petrus war ein Sünder, aber er war von Jesus zum Oberhaupt auserwählt worden.

 

Carlos

 

(Geändert von platon um 1:13 - 7.Oktober.2002)

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Hallo Firewall,

 

Darf ich fragen worin die Lästerung des HEILIGEN GEISTES besteht?

 

 

 

Gruß

josef

 

Ps:

Der Eingangsbeitrag von firewall ist besser gegliedert zu lesen,

im Forum "Katholische Glaubensgespräche",

im Thread "Aufeinander hören oder auf den HEILIGEN GEIST hören?

im Beitrag vom 4.10. 14:07

 

(Geändert von josef um 12:58 - 8.Oktober.2002)

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Franciscus non papa


Zitat von josef am 12:53 - 8.Oktober.2002

Hallo Firewall,

 

Darf ich fragen worin die Lästerung des HEILIGEN GEISTES besteht?

 

 

 

Gruß

josef

 

Ps:

Der Eingangsbeitrag von firewall ist besser gegliedert zu lesen,

im Forum "Katholische Glaubensgespräche",

im Thread "Aufeinander hören oder auf den HEILIGEN GEIST hören?

im Beitrag vom 4.10 14:10

 

 

 

auch durch übersichtlichkeit wird der beitrag nicht richtiger.

 

der papst kann z.b. nicht dogmatisieren - etwa in folge einer privat offenbarung, die er meint erhalten zu haben - dass es nicht nur drei personen, sondern in wirklichkeit vier personen gibt, der begriff der dreifaltigkeit also in zukunft in vierfaltigkeit zu ändern sei und dies allgemein geglaubt werden muss.

 

dass die frage der frauenweihe, eine frage der sitte ist, das kommt auf die definition des begriffes "sitte" an - wenn man darunter "usus" gewohnheit versteht, dann wäre es richtig, nur meint man in diesem zusammenhang eben etwas anderes damit :-)

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Guest Juergen

Zum Frauenpriestertum, weil dies mal wieder Thema war/ist.

 

Es gab 1995 eine Anfrage an die Glaubenskongregation, ob die Aussagen von Ordinatio sacerdotalis wirklich zum Depositum fidei, also zum Offenbarungsgut gehört.

 

Die Antwort der Glaubenskongregation vom 28.10.1995 sagt: JA.

 

Wörtlich: Haec eanim doctrina assensum definitivum exigit, cum in verbo Dei scripto fundata atque in Ecclesiae Traditione inde ab initio constanter servata et applicata, ab ordinario et universali magisterio infallibiliter proposita sit (cfr. Conc. Vat. II, const dogm. Lumen Gentium, 25,2). Quapropter, praesentibus adiunctis, Romanus Pontifex, proprium munus fratres confirmandi exerces (cfr. Lc 22,32), eandam doctrinam per formalem declarationem tradidit, explicite enuntians quod semper, quod ubique ab omnibus tenendum est, utpote ad fidei depositum pertinens.

Hoch responsum in Conventu ordinario huius Congregationis deliberatum, Summus Pontifex Ioannes Paulus PP. II, in Audientia infrascripto Cardinali Praefecto concessa, adprobavit et publici iuris fiero iussit.

 

Das heißt also, daß der Papst (und die Glaubenskongregation) die Lehre über die den Männern vorbehaltene Weihe nicht neu schaffen, sie geben ihr nichtmals ein neues Gewicht, sie dogmatisieren nichts, sondern erklären, daß hier schon alles dogmatisiert ist, weil das ordentliche und das universale Lehramt schon immer in unfehlbarer Weise und einmütig in diesem Punkte so verfahren sind.

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Hallo Jürgen,

folgt daraus, dass eine zukünftige Äußerung der Glaubensakongregation, die das Gegenteil behauptet (was ja grundsätzlich denkbar wäre, da diese Frage nicht explizit dogmatisiert ist), falsch sein muss, da es sich um einen Bruch der traditionellen Verfahrensweise des Lehramtes handelt?

Die Glaubenskongregation versucht den Begriff der Unfehlbarkeit auszudehnen, was aber m.E. äußerst problematisch ist,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Guest Juergen


Zitat von Mat am 13:56 - 8.Oktober.2002

Hallo Jürgen,

folgt daraus, dass eine zukünftige Äußerung der Glaubensakongregation, die das Gegenteil behauptet (was ja grundsätzlich denkbar wäre, da diese Frage nicht explizit dogmatisiert ist), falsch sein muss, da es sich um einen Bruch der traditionellen Verfahrensweise des Lehramtes handelt?

Die Glaubenskongregation versucht den Begriff der Unfehlbarkeit auszudehnen, was aber m.E. äußerst problematisch ist,


 

Wenn ich die Äußerungen der Glaubenskongregation richtig verstehe, besteht in diesem Punkt keine Notwendigkeit einer Dogmatisierung in dem Sinne, daß etwas feierlich "ex cathedra" verkündet werden muß, weil alles schon "dogmatisiert" ist.

 

Es sieht in diesem Falle so aus, daß hier nicht der Papst etwas in der Form dogmatisiert wie es das Unfehlbarkeitsdogma (Pastor aeternus / 18.7.1870) vorsieht, daß also "ex cathedra" etwas "neues" verkündet wird.

Grundlage für diese Entscheidungen sind die Aussagen aus Lumen Gentium (25), wie es auch im Text erwähnt wird:

 

Wenn aber der Römische Bischof oder die Körperschaft der Bischöfe in Verbindung mit ihm einen Satz definieren, legen sie ihn gemäß der Offenbarung selbst vor, zu der zu stehen und nach der sich zu richten alle gehalten sind, und die in Schrift und Überlieferung duch die rechtmäßige Nachfolge der Bischöfe und insbesondere durch die Sorge des Römischen Bischofs selbst unversehrt weitergegeben und im Licht des Geistes der Wahrheit in der Kirche unantastbar bewahrt und getreu ausgelegt wird. Um sie recht zu erforschen und geeignet zu verkündigen, mühen sich der Römische Bischof und die Bischöfe eifrig mit geeigneten Mitteln entsprechend ihrer Pflicht und dem Gewicht der Sache; eine neue öffentliche Offenbarung aber, die gleichsam zur göttlichen Hinterlassenschaft des Glaubens gehört, empfangen sie nicht.

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Victor W. aus Wien, wo bleibt Deine Entschuldigung??

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