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Die drei österlichen Tage 2011


Monika
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Die drei österlichen Tage

vom Leiden, vom Tod und

von der Auferstehung des Herrn

 

 

Die heiligen drei Tage sind in Wirklichkeit nur ein einziger Tag. Wir begehen in diesen Tagen das eine Mysterium der Erhöhung Jesu, sein Hinübergehen aus dieser Welt zum Vater.

 

Das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern, der Tod am Kreuz, die Auferstehung am dritten Tag, darin entfaltet sich die eine unfassbare Wahrheit:

 

Gott hat die Menschen geliebt, und er liebt sie, auch wenn sie es nicht wissen und nicht wollen. Gott rettet die Menschen durch die Opferhingabe des ewigen, menschgewordenen Sohnes.

 

 

 

Gründonnerstag

oder

Hoher Donnerstag

 

Messe vom letzten Abendmahl

 

 

 

 

 

ERSTE Lesung

Ex 12, 1-8.11-14

Die Feier des Paschamahles

Lesung aus dem Buch Exodus

 

In jenen Tagen

 

sprach der Herr zu Mose und Aaron in Ägypten:

 

Dieser Monat soll die Reihe eurer Monate eröffnen, er soll euch als der Erste unter den Monaten des Jahres gelten.

 

Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am Zehnten dieses Monats soll jeder ein Lamm für seine Familie holen, ein Lamm für jedes Haus.

 

Ist die Hausgemeinschaft für ein Lamm zu klein, so nehme er es zusammen mit dem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten wohnt, nach der Anzahl der Personen. Bei der Aufteilung des Lammes müsst ihr berücksichtigen, wie viel der Einzelne essen kann.

 

Nur ein fehlerfreies, männliches, einjähriges Lamm darf es sein, das Junge eines Schafes oder einer Ziege müsst ihr nehmen.

 

Ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Gegen Abend soll die ganze versammelte Gemeinde Israel die Lämmer schlachten.

 

Man nehme etwas von dem Blut und bestreiche damit die beiden Türpfosten und den Türsturz an den Häusern, in denen man das Lamm essen will.

 

Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen. Über dem Feuer gebraten und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern soll man es essen.

 

So aber sollt ihr es essen: eure Hüften gegürtet, Schuhe an den Füßen, den Stab in der Hand. Esst es hastig! Es ist die Paschafeier für den Herrn.

 

In dieser Nacht gehe ich durch Ägypten und erschlage in Ägypten jeden Erstgeborenen bei Mensch und Vieh. Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht, ich, der Herr.

 

Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt, soll ein Zeichen zu eurem Schutz sein. Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen, und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen, wenn ich in Ägypten dreinschlage.

 

Diesen Tag sollt ihr als Gedenktag begehen. Feiert ihn als Fest zur Ehre des Herrn! Für die kommenden Generationen macht euch diese Feier zur festen Regel!

 

 

 

 

 

 

 

ZWEITE Lesung

1 Kor 11, 23-26

 

 

Sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

Brüder!

 

Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,

 

sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

 

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!

 

Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

 

 

 

 

 

Evangelium

Joh 13, 1-15

Er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.

 

Es fand ein Mahl statt, und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn zu verraten und auszuliefern.

 

Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte,

 

stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch.

 

Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.

 

Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen?

 

Jesus antwortete ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen.

 

Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.

 

Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.

 

Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.

 

Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.

 

Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?

 

Ihr sagt zu mir Meister und Herr, und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.

 

Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.

 

Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

 

 

 

 

 

FUßWASCHUNG

 

Antiphon 1

Vgl. Joh 13, 4.5.15

Jesus stand vom Mahl auf, goss Wasser in eine Schüssel / und begann, den Jüngern die Füße zu waschen: / dies Beispiel hat er ihnen gegeben.

 

 

 

Antiphon 2

Joh 13, 6.7.8

Herr, du willst mir die Füße waschen? / Jesus antwortete: / Wenn ich dich nicht wasche, hast du keine Gemeinschaft mir. V Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser: R Herr, du willst mir die Füße waschen? V Was ich tue, verstehst du jetzt nicht, du wirst es aber später erkennen. R Herr, du willst mir die Füße waschen?

 

 

 

Antiphon 3

Vgl. Joh 13, 14

Wenn ich, euer Meister und Herr, euch die Füße gewaschen habe, / müsst auch ihr einander die Füße waschen.

 

 

 

Antiphon 4

Joh 13, 35

Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, / wenn ihr Liebe habt zueinander. V Jesus sagte zu seinen Jüngern: R Daran werden alle erkennen, / dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe habt zueinander.

 

 

 

Antiphon 5

Joh 13, 34

Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander!" / Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.

 

 

 

Antiphon 6

1 Kor 13, 13

In euch sollen bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: / am größten unter ihnen ist die Liebe. V Jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: / am größten unter ihnen ist die Liebe. R In euch sollen bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: / am größten unter ihnen ist die Liebe.

 

 

 

Auf die Fußwaschung oder, wenn sie nicht stattfindet, auf die Homilie folgen die Fürbitten: Fastenzeit . Kein Glaubensbekenntnis.

 

 

 

Nach der Feier wird der Altar abgedeckt.

 

Den Gläubigen wird empfohlen, eine nächtliche Anbetung vor dem heiligen Sakrament zu halten. Diese Anbetung soll aber nach Mitternacht ohne jede Feierlichkeit sein.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

 

Edited by Monika
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Touch-me-Flo

Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

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Verkündet den Tod des Hern, bis er wiederkommt.

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Karfreitag

 

 

Die Feier vom Leiden und Sterben Christi

 

 

 

Einleitung

 

Eröffnungsgebet

 

1. Lesung

 

2. Lesung

 

Passion

 

Fürbitten

 

Kreuzverehrung

 

Kommunion

 

Segensgebet

 

Zum Überdenken

 

 

 

„Durch das heilige Ostergeschehen hat Christus der Herr, die Menschen erlöst und Gott auf vollkommene Weise geehrt.

 

Er hat durch seinen Tod unseren Tod überwunden, durch seine Auferstehung hat er das Leben neu geschaffen.

 

Die drei Tage des Leidens und der Auferstehung des Herrn sind deshalb der Höhepunkt des ganzen Kirchenjahrs.“ (Missale Romanum)

 

 

 

Heute und am Karsamstag findet nach altem Brauch keine Eucharistie­feier statt. Die Gedächtnisfeier vom Leiden und Tod Christi wird am Nachmittag gehalten. Sie beginnt mit einem Eröffnungsgebet und be­steht aus drei Hauptteilen:

 

1. Wortgottesdienst mit drei Schriftlesungen und den großen Fürbitten,

 

2. Erhebung und Verehrung des heiligen Kreuzes,

 

3. Kommunionfeier.

 

 

 

 

 

Eröffnungsgebet

Gedenke, Herr, der großen Taten,

 

die dein Erbarmen gewirkt hat.

 

Schütze und heilige deine Diener,

 

für die dein Sohn Jesus Christus sein Blut vergossen

 

und das österliche Geheimnis eingesetzt hat,

 

der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

 

 

Oder:

 

Allmächtiger, ewiger Gott,

 

durch das Leiden deines Sohnes

 

hast du den Tod vernichtet,

 

der vom ersten Menschen

 

auf alle Geschlechter übergegangen ist.

 

Nach dem Gesetz der Natur tragen wir

 

das Abbild des ersten Adam an uns;

 

hilf uns durch deine Gnade,

 

das Bild des neuen Adam in uns auszuprägen

 

und Christus ähnlich zu werden,

 

der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

 

 

 

 

I. WORTGOTTESDIENST

 

 

 

Zur 1. Lesung Was sich im Leiden und Sterben des „Gottesknechtes“ ereignet hat, ist eigentlich unfassbar. Und es geht alle an: Israel und die Völker der Erde. Das 4. Lied vom Gottesknecht gibt eine prophetische Deutung des Geschehenen. Das Lied beginnt mit einer Gottesrede und verläuft dann in Rede und Gegenrede zwischen dem Volk (den Völkern) und dem Propheten; durch eine zweite Gottesrede wird das Lied abgeschlossen. Den vollen Sinn dieses prophetischen Liedes können wir erst verstehen, seitdem sich in Christus alles erfüllt hat. Er ist der Mann der Schmerzen, er hat die Schuld von uns allen auf sich genommen und gesühnt.

 

 

 

 

ERSTE Lesung

 

Jes 52, 13 - 53, 12

 

Er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen (Viertes Lied vom Gottesknecht)

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

13Seht, mein Knecht hat Erfolg, er wird groß sein und hoch erhaben.

 

14Viele haben sich über ihn entsetzt, so entstellt sah er aus, nicht mehr wie ein Mensch, seine Gestalt war nicht mehr die eines Menschen.

 

15Jetzt aber setzt er viele Völker in Staunen, Könige müssen vor ihm verstummen. Denn was man ihnen noch nie erzählt hat, das sehen sie nun; was sie niemals hörten, das erfahren sie jetzt.

 

1Wer hat unserer Kunde geglaubt? Der Arm des Herrn - wem wurde er offenbar?

 

2Vor seinen Augen wuchs er auf wie ein junger Spross, wie ein Wurzeltrieb aus trockenem Boden. Er hatte keine schöne und edle Gestalt, so dass wir ihn anschauen mochten. Er sah nicht so aus, dass wir Gefallen fanden an ihm.

 

3Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet; wir schätzten ihn nicht.

 

4Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.

 

5Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt.

 

6Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der Herr lud auf ihn die Schuld von uns allen.

 

7Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf.

 

8Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft, doch wen kümmerte sein Geschick? Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen.

 

9Bei den Ruchlosen gab man ihm sein Grab, bei den Verbrechern seine Ruhestätte, obwohl er kein Unrecht getan hat und kein trügerisches Wort in seinem Mund war.

 

10Doch der Herr fand Gefallen an seinem zerschlagenen (Knecht), er rettete den, der sein Leben als Sühneopfer hingab. Er wird Nachkommen sehen und lange leben. Der Plan des Herrn wird durch ihn gelingen.

 

11Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht. Er sättigt sich an Erkenntnis. Mein Knecht, der gerechte, macht die vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.

 

12Deshalb gebe ich ihm seinen Anteil unter den Großen, und mit den Mächtigen teilt er die Beute, weil er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Verbrecher rechnen ließ. Denn er trug die Sünden von vielen und trat für die Schuldigen ein.

 

 

 

ANTWORTPSALM

 

Ps 31 (30), 2 u. 6.12-13.15-16.17 u. 25 (R: Lk 23, 46)

R Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist. - R

 

(GL 203, 1)

2 Bei dir, Herr, suche ich Zuflucht,

 

IV. Ton

 

lass mich nie zugrunde gehen;

 

in deiner Gerechtigkeit rette mich!

 

6 In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;

 

du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. - ®

 

12 Zum Spott geworden bin ich all meinen Feinden,

 

ein Hohn den Nachbarn, ein Schrecken den Freunden;

 

wer mich auf der Straße sieht, flieht vor mir.

 

13 Dem Gedächtnis bin ich entschwunden wie ein Toter,

 

bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. - ®

 

15 Ich aber, Herr, ich vertrau‘ auf dich,

 

ich sage: „Du bist mein Gott.“

 

16 In deiner Hand liegt mein Geschick:

 

entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger. - ®

 

17 Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht,

 

hilf mir in deiner Güte !

 

25 Euer Herz sei Stark und unverzagt,

 

ihr alle, die ihr wartet auf den Herrn. - R

 

 

 

 

 

Zur 2. Lesung In Jesus haben wir einen Hohenpriester, dem wir vertrauen können. Er ist der Sohn Gottes, er ist aber auch einer von uns. Er kennt unsere Schwachheit. Weil er selbst ohne Sünde war, konnte er Sühne leisten für unsere Sünden. Nachdem er seinen Weg vollendet hat, ist er für immer unser Hoherpriester, unser Mittler bei Gott.

 

 

 

ZWEiTE Lesung

 

Hebr 4, 14-16; 5, 7-9

 

Erhat den Gehorsam gelernt und ist für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden

 

Lesung aus dem Hebräerbrief

 

Brüder!

 

14Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns an dem Bekenntnis festhalten.

 

15Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat.

 

16Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.

 

7Als er auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört und aus seiner Angst befreit worden.

 

8Obwohl er der Sohn war, hat er durch Leiden den Gehorsam gelernt;

 

9zur Vollendung gelangt, ist er für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.

 

 

 

RUF VOR DER PASSION

 

Vers: vgl. Phil 2, 8b-9

 

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! - R

 

Christus wurde für uns gehorsam bis zum Tod,

 

bis zum Tod am Kreuz.

 

Darum hat ihn Gott erhöht

 

und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen ist.

 

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

 

 

ZUR PASSION Die Leidensgeschichte ist viel mehr als ein bloßer Bericht; sie ist Deutung und Verkündigung, sie sagt nicht nur, was geschah, sondern auch warum und wozu es geschah. Das Johannesevangelium zeigt noch deutlicher als die früheren Evangelien, dass Jesus sich mit klarem Wissen freiwillig dem Tod ausgeliefert hat. Souverän steht er seinen Anklägern und Richtern gegenüber. Niemand kann ihm das Leben entreißen, er selbst gibt es hin. Nach der Darstellung des Johannesevangeliums starb Jesus zu der Stunde, als im Tempel die Lämmer für das Paschamahl geschlachtet wurden. Er selbst ist das wahre Osterlamm, sein Blut ist der Preis für unsere Rettung.

Passion

 

 

Joh 18, 1 - 19, 42

 

Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus

 

E = Evangelist, + = Worte Jesu, S = Worte sonstiger Personen

 

Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Johannes

 

 

 

Die Verhaftung

 

1E Jesus ging mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein.

 

2Auch Judas, der Verräter, der ihn auslieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen war.

 

3Judas holte die Soldaten und die Gerichtsdiener der Hohenpriester und der Pharisäer, und sie kamen dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen.

 

4Jesus, der alles wusste, was mit ihm geschehen sollte, ging hinaus und fragte sie: + Wen sucht ihr?

 

5E Sie antworteten ihm: S Jesus von Nazaret. E Er sagte zu ihnen: + Ich bin es. E Auch Judas, der Verräter, stand bei ihnen.

 

6Als er zu ihnen sagte: Ich bin es!, wichen sie zurück und stürzten zu Boden.

 

7Er fragte sie noch einmal: + Wen sucht ihr?

 

8E Sie sagten: S Jesus von Nazaret. E Jesus antwortete: + Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr mich sucht, dann lasst diese gehen!

 

9E So sollte sich das Wort erfüllen, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast.

 

10Simon Petrus aber, der ein Schwert bei sich hatte, zog es, schlug nach dem Diener des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Diener hieß Malchus.

 

11Da sagte Jesus zu Petrus: + Steck das Schwert in die Scheide! Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat - soll ich ihn nicht trinken?

 

 

 

Das Verhör vor Hannas und die Verleugnung durch Petrus

 

12E Die Soldaten, ihre Befehlshaber und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn und

 

13führten ihn zuerst zu Hannas; er war nämlich der Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war.

 

14Kajaphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte: S Es ist besser, dass ein einziger Mensch für das Volk stirbt.

 

15E Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus. Dieser Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Hof des hohepriesterlichen Palastes.

 

16Petrus aber blieb draußen am Tor stehen. Da kam der andere Jünger, der Bekannte des Hohenpriesters, heraus; er sprach mit der Pförtnerin und führte Petrus hinein.

 

17Da sagte die Pförtnerin zu Petrus: S Bist du nicht auch einer von den Jüngern dieses Menschen? E Er antwortete: S Nein.

 

18E Die Diener und die Knechte hatten sich ein Kohlenfeuer angezündet und standen dabei, um sich zu wärmen; denn es war kalt. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich.

 

19Der Hohepriester befragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre.

 

20Jesus antwortete ihm: + Ich habe offen vor aller Welt gesprochen. Ich habe immer in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Nichts habe ich im Geheimen gesprochen.

 

21Warum fragst du mich? Frag doch die, die mich gehört haben, was ich zu ihnen gesagt habe; sie wissen, was ich geredet habe.

 

22E Auf diese Antwort hin schlug einer von den Knechten, der dabeistand, Jesus ins Gesicht und sagte: S Redest du so mit dem Hohenpriester?

 

23E Jesus entgegnete ihm: + Wenn es nicht recht war, was ich gesagt habe, dann weise es nach; wenn es aber recht war, warum schlägst du mich?

 

24E Danach schickte ihn Hannas gefesselt zum Hohenpriester Kajaphas.

 

25Simon Petrus aber stand am Feuer und wärmte sich. Sie sagten zu ihm: S Bist nicht auch du einer von seinen Jüngern?

 

26E Er leugnete und sagte: S Nein. E Einer von den Dienern des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, sagte: S Habe ich dich nicht im Garten bei ihm gesehen?

 

27E Wieder leugnete Petrus, und gleich darauf krähte ein Hahn.

 

 

 

Das Verhör und die Verurteilung durch Pilatus

 

28Von Kajaphas brachten sie Jesus zum Prätorium; es war früh am Morgen. Sie selbst gingen nicht in das Gebäude hinein, um nicht unrein zu werden, sondern das Paschalamm essen zu können.

 

29Deshalb kam Pilatus zu ihnen heraus und fragte: S Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen?

 

30E Sie antworteten ihm: S Wenn er kein Übeltäter wäre, hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert.

 

31E Pilatus sagte zu ihnen: S Nehmt ihr ihn doch, und richtet ihn nach eurem Gesetz! E Die Juden antworteten ihm: S Uns ist es nicht gestattet, jemand hinzurichten.

 

32E So sollte sich das Wort Jesu erfüllen, mit dem er angedeutet hatte, auf welche Weise er sterben werde.

 

33Pilatus ging wieder in das Prätorium hinein, ließ Jesus rufen und fragte ihn: S Bist du der König der Juden?

 

34E Jesus antwortete: + Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere über mich gesagt?

 

35E Pilatus entgegnete: S Bin ich denn ein Jude? Dein eigenes Volk und die Hohenpriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan?

 

36E Jesus antwortete: + Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier.

 

37E Pilatus sagte zu ihm: S Also bist du doch ein König? E Jesus antwortete: + Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.

 

38E Pilatus sagte zu ihm: S Was ist Wahrheit? E Nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: S Ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen.

 

39Ihr seid gewohnt, dass ich euch am Paschafest einen Gefangenen freilasse. Wollt ihr also, dass ich euch den König der Juden freilasse?

 

40E Da schrien sie wieder: S Nicht diesen, sondern Barabbas! E Barabbas aber war ein Straßenräuber.

 

1Darauf ließ Pilatus Jesus geißeln.

 

2Die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und legten ihm einen purpurroten Mantel um.

 

3Sie stellten sich vor ihn hin und sagten: S Heil dir, König der Juden! E Und sie schlugen ihm ins Gesicht.

 

4Pilatus ging wieder hinaus und sagte zu ihnen: S Seht, ich bringe ihn zu euch heraus; ihr sollt wissen, dass ich keinen Grund finde, ihn zu verurteilen.

 

5E Jesus kam heraus; er trug die Dornenkrone und den purpurroten Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: S Seht, da ist der Mensch!

 

6E Als die Hohenpriester und ihre Diener ihn sahen, schrien sie: S Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm! E Pilatus sagte zu ihnen: S Nehmt ihr ihn, und kreuzigt ihn! Denn ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen.

 

7E Die Juden entgegneten ihm: S Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich als Sohn Gottes ausgegeben hat.

 

8E Als Pilatus das hörte, wurde er noch ängstlicher.

 

9Er ging wieder in das Prätorium hinein und fragte Jesus: S Woher stammst du? E Jesus aber gab ihm keine Antwort.

 

10Da sagte Pilatus zu ihm: S Du sprichst nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht, dich zu kreuzigen?

 

11E Jesus antwortete: + Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben gegeben wäre; darum liegt größere Schuld bei dem, der mich dir ausgeliefert hat.

 

12E Daraufhin wollte Pilatus ihn freilassen, aber die Juden schrien: S Wenn du ihn freilässt, bist du kein Freund des Kaisers; jeder, der sich als König ausgibt, lehnt sich gegen den Kaiser auf.

 

13E Auf diese Worte hin ließ Pilatus Jesus herausführen, und er setzte sich auf den Richterstuhl an dem Platz, der Lithostrotos, auf hebräisch Gabbata, heißt.

 

14Es war am Rüsttag des Paschafestes, ungefähr um die sechste Stunde.

 

15Pilatus sagte zu den Juden: S Da ist euer König! E Sie aber schrien: S Weg mit ihm, kreuzige ihn! E Pilatus aber sagte zu ihnen: S Euren König soll ich kreuzigen? E Die Hohenpriester antworteten: S Wir haben keinen König außer dem Kaiser.

 

16aE Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde.

 

 

 

Die Hinrichtung Jesu

 

16bSie übernahmen Jesus.

 

17Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur so genannten Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt.

 

18Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus.

 

19Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden.

 

20Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebräisch, lateinisch und griechisch abgefasst.

 

21Die Hohenpriester der Juden sagten zu Pilatus: S Schreib nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden.

 

22E Pilatus antwortete: S Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.

 

23E Nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war.

 

24Sie sagten zueinander: S Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. E So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten aus.

 

25Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.

 

26Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: + Frau, siehe, dein Sohn!

 

27E Dann sagte er zu dem Jünger: + Siehe, deine Mutter! E Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

 

(Hier stehen alle auf.)

 

28Danach, als Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfüllte: + Mich dürstet.

 

29E Ein Gefäß mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund.

 

30Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: + Es ist vollbracht! E Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.

 

Hier knien alle zu einer kurzen Gebetsstille nieder.

 

 

 

Die Bestattung des Leichnams

 

31Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten, baten die Juden Pilatus, man möge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen; denn dieser Sabbat war ein großer Feiertag.

 

32Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem Ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war.

 

33Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht,

 

34sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.

 

35Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt.

 

36Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen.

 

37Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.

 

38Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab.

 

39Es kam auch Nikodemus, der früher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund.

 

40Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist.

 

41An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war.

 

42Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei.

 

Quelle

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Er trat für die Schuldigen ein.

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Osternacht

 

Zur 1. Lesung Der biblische Bericht über die Erschaffung der Welt ist nicht eine naturwissenschaftliche Darstellung, sondern eine religiöse Aussage über Gott und diese Welt. Die Sprache ist groß und feierlich. Deutlich wird die Erschaffung des Menschen herausgehoben. Mit Weisheit und Liebe hat Gott ihn nach seinem Bild geschaffen und ihm die Schöpfung unterworfen. Sie soll dem Menschen gehorchen, er aber soll sie in der Ordnung Gottes verwalten.

 

 

 

 

ERSTE Lesung

 

Gen 1, 1 - 2, 2

Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut

 

Lesung aus dem Buch Genesis

 

1Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde;

 

2die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.

 

3Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.

 

4Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis,

 

5und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag.

 

6Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser.

 

7Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es,

 

8und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: zweiter Tag.

 

9Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde. So geschah es.

 

10Das Trockene nannte Gott Land, und das angesammelte Wasser nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war.

 

11Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es.

 

12Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, dass es gut war.

 

13Es wurde Abend, und es wurde Morgen: dritter Tag.

 

14Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen;

 

15sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es.

 

16Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne.

 

17Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten,

 

18über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war.

 

19Es wurde Abend, und es wurde Morgen: vierter Tag.

 

20Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen, und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen.

 

21Gott schuf alle Arten von großen Seetieren und anderen Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt, und alle Arten von gefiederten Vögeln. Gott sah, dass es gut war.

 

22Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, und bevölkert das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren.

 

23Es wurde Abend, und es wurde Morgen: fünfter Tag.

 

24Dann sprach Gott: Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Tieren des Feldes. So geschah es.

 

25Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden. Gott sah, dass es gut war.

 

26Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.

 

27Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

 

28Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.

 

29Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.

 

30Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.

 

31Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.

 

1So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge.

 

2Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte.

 

 

 

Oder:

Kurzfassung

 

Gen 1, 1.26-31a

 

Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut

 

Lesung aus dem Buch Genesis

 

1Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde;

 

26Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.

 

27Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

 

28Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.

 

29Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.

 

30Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.

 

31aGott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.

 

 

 

 

Antwortpsalm

 

Ps 104 (103), 1-2.5-6.10 u. 12.13-14b.24 u. 1ab (R: vgl. 30)

R Sende aus deinen Geist,

 

(GL 253, 1)

und das Antlitz der Erde wird neu. - R

1 Lobe den Herrn, meine Seele!

 

VII. Ton

 

Herr, mein Gott, wie groß bist du!

 

Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.

 

2 Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,

 

du spannst den Himmel aus wie ein Zelt. - ®

 

5 Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet,

 

in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.

 

6 Einst hat die Urflut sie bedeckt wie ein Kleid,

 

die Wasser standen über den Bergen. - ®

 

10 Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern,

 

sie eilen zwischen den Bergen dahin.

 

12 An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels,

 

aus den Zweigen erklingt ihr Gesang. - ®

 

13 Du tränkst die Berge aus deinen Kammern,

 

aus deinen Wolken wird die Erde satt.

 

14ab Du lässt Gras wachsen für das Vieh,

 

auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut. - ®

 

24 Herr, wie zahlreich sind deine Werke!

 

Mit Weisheit hast du sie alle gemacht,

 

die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.

 

1ab Lobe den Herrn, meine Seele!

 

Herr, mein Gott, wie groß bist du! - R

 

 

 

Oder:

Antwortpsalm

 

Ps 33 (32), 4-5.6-7.12-13.20 u. 22 (R: vgl. 5b)

R Von deiner Huld, o Herr, ist die Erde erfüllt. - R

 

(GL 477)

4 Das Wort des Herrn ist wahrhaftig,

 

V. Ton

 

all sein Tun ist verlässlich.

 

5 Er liebt Gerechtigkeit und Recht,

 

die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn. - ®

 

6 Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen,

 

ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.

 

7 Wie im Schlauch fasst er das Wasser des Meeres,

 

verschließt die Urflut in Kammern. - ®

 

12 Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,

 

die Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.

 

13 Der Herr blickt herab vom Himmel,

 

er sieht auf alle Menschen. - ®

 

20 Unsere Seele hofft auf den Herrn,

 

er ist für uns Hilfe und Schild.

 

22 Lass deine Güte über uns walten, o Herr,

 

denn wir schauen aus nach dir. - R

 

 

 

 

GEBET

 

Allmächtiger Gott,

 

du bist wunderbar in allem, was du tust.

 

Lass deine Erlösten erkennen,

 

dass deine Schöpfung groß ist,

 

doch größer noch das Werk der Erlösung,

 

die du uns in der Fülle der Zeit geschenkt hast

 

durch den Tod des Osterlammes,

 

unseres Herrn Jesus Christus,

 

der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

 

 

Oder (wenn die Kurzfassung gelesen wurde):

 

Allmächtiger Gott,

 

du hast den Menschen wunderbar erschaffen

 

und noch wunderbarer erlöst.

 

Hilf uns, den Verlockungen der Sünde

 

durch die Kraft des Geistes zu widerstehen,

 

damit wir zu den ewigen Freuden gelangen.

 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

 

 

Zur 2. Lesung Die Berufung Abrahams ist der Anfang einer Heilsordnung, die zunächst für ihn und seine Nachkommen, aber dann für alle Völker gilt. Der Glaube Abrahams wurde auf die härteste Probe gestellt. Abraham war zum Gehorsam bereit, er hätte seinen einzigen und geliebten Sohn Isaak, den Träger der Verheißung, geopfert. Gott hat den Sohn Abrahams verschont, aber seinen eigenen geliebten Sohn hat er für die Welt hingegeben (Joh 3,16; Röm 8,32).

 

 

ZWEITE Lesung

 

Gen 22, 1-18

 

Das Opfer unseres Vaters Abraham (Messbuch: 1. Hochgebet)

 

Lesung aus dem Buch Genesis

 

In jenen Tagen

 

1stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.

 

2Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija, und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.

 

3Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte.

 

4Als Abraham am dritten Tag aufblickte, sah er den Ort von weitem.

 

5Da sagte Abraham zu seinen Jungknechten: Bleibt mit dem Esel hier! Ich will mit dem Knaben hingehen und anbeten; dann kommen wir zu euch zurück.

 

6Abraham nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander.

 

7Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete: Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer?

 

8Abraham entgegnete: Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter.

 

9Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz.

 

10Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.

 

11Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.

 

12Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus, und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten.

 

13Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.

 

14Abraham nannte jenen Ort Jahwe-Jire - Der Herr sieht -, wie man noch heute sagt: Auf dem Berg lässt sich der Herr sehen.

 

15Der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu

 

16und sprach: Ich habe bei mir geschworen - Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast,

 

17will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde einnehmen.

 

18Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast.

 

 

 

Oder:

Kurzfassung

 

Gen 22, 1-2.9a.10-13.15-18

 

Das Opfer unseres Vaters Abraham (Messbuch: 1. Hochgebet)

 

Lesung aus dem Buch Genesis

 

In jenen Tagen

 

1stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.

 

2Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija, und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.

 

9Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar,

 

10Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.

 

11Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.

 

12Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus, und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten.

 

13Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.

 

15Der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu

 

16und sprach: Ich habe bei mir geschworen - Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast,

 

17will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde einnehmen.

 

18Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast.

 

 

 

Antwortpsalm

 

Ps 16 (15), 5 u. 8.9-10.2 u. 11 (R: vgl. 1)

R Behüte mich, Gott, (GL 527,7)

denn ich vertraue auf dich. - R

5 Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher;

 

IV. Ton

 

Du hältst mein Los in deinen Händen.

 

8 Ich habe den Herrn beständig vor Augen.

 

Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht. - ®

 

9 Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele;

 

auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.

 

10 Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis;

 

du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen. - ®

 

2 Ich sage zum Herrn: „Du bist mein Herr;

 

mein ganzes Glück bist du allein.“

 

11 Du zeigst mir den Pfad zum Leben.

 

Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle,

 

zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit. - R

 

 

 

 

 

Gebet

 

Gott, du Vater aller Gläubigen,

 

durch deine Gnade

 

mehrst du auf dem ganzen Erdenrund

 

die Kinder deiner Verheißung.

 

Durch das österliche Sakrament der Taufe

 

erfüllst du den Eid,

 

den du Abraham geschworen hast,

 

und machst ihn zum Vater aller Völker.

 

Gib allen, die du zu deinem Volk berufen hast,

 

die Gnade, diesem Ruf zu folgen.

 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

 

 

Zur 3. Lesung Der Auszug aus Ägypten lebt in der Erinnerung Israels als das grundlegende Heilsereignis des Anfangs. Ägypten bedeutete Knechtschaft; das Schilfmeer (das Rote Meer) hätte für Israel der Tod bedeutet, wenn Gott nicht eingegriffen hätte. Der Apostel Paulus nennt den Durchzug durch das Rote Meer eine „Taufe“: ein Vorbild der Taufe, in der wir mit Christus gestorben und auferstanden sind. Die Rettung am Schilfmeer ist auch Vorbild des rettenden Eingreifens Gottes am Ende der Zeit (Offb 15,3-4).

 

 

 

 

DRITTE Lesung

 

Ex 14, 15 - 15, 1

Die Israeliten zogen auf trockenem Boden mitten durch das Meer

 

Lesung aus dem Buch Exodus

 

In jenen Tagen, als die Israeliten sahen, dass die Ägypter ihnen nachrückten, erschraken sie sehr und schrien zum Herrn.

 

15Da sprach der Herr zu Mose: Was schreist du zu mir? Sag den Israeliten, sie sollen aufbrechen.

 

16Und du heb deinen Stab hoch, streck deine Hand über das Meer, und spalte es, damit die Israeliten auf trockenem Boden in das Meer hineinziehen können.

 

17Ich aber will das Herz der Ägypter verhärten, damit sie hinter ihnen hineinziehen. So will ich am Pharao und an seiner ganzen Streitmacht, an seinen Streitwagen und Reitern meine Herrlichkeit erweisen.

 

18Die Ägypter sollen erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich am Pharao, an seinen Streitwagen und Reitern meine Herrlichkeit erweise.

 

19Der Engel Gottes, der den Zug der Israeliten anführte, erhob sich und ging an das Ende des Zuges, und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat an das Ende.

 

21Sie kam zwischen das Lager der Ägypter und das Lager der Israeliten. Die Wolke war da und Finsternis, und Blitze erhellten die Nacht. So kamen sie die ganze Nacht einander nicht näher.

 

21Mose streckte seine Hand über das Meer aus, und der Herr trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort. Er ließ das Meer austrocknen, und das Wasser spaltete sich.

 

22Die Israeliten zogen auf trockenem Boden ins Meer hinein, während rechts und links von ihnen das Wasser wie eine Mauer stand.

 

23Die Ägypter setzten ihnen nach; alle Pferde des Pharao, seine Streitwagen und Reiter zogen hinter ihnen ins Meer hinein.

 

24Um die Zeit der Morgenwache blickte der Herr aus der Feuer- und Wolkensäule auf das Lager der Ägypter und brachte es in Verwirrung.

 

25Er hemmte die Räder an ihren Wagen und ließ sie nur schwer vorankommen. Da sagte der Ägypter: Ich muss vor Israel fliehen; denn Jahwe kämpft auf ihrer Seite gegen Ägypten.

 

25Darauf sprach der Herr zu Mose: Streck deine Hand über das Meer, damit das Wasser zurückflutet und den Ägypter, seine Wagen und Reiter zudeckt.

 

27Mose streckte seine Hand über das Meer, und gegen Morgen flutete das Meer an seinen alten Platz zurück, während die Ägypter auf der Flucht ihm entgegenliefen. So trieb der Herr die Ägypter mitten ins Meer.

 

28Das Wasser kehrte zurück und bedeckte Wagen und Reiter, die ganze Streitmacht des Pharao, die den Israeliten ins Meer nachgezogen war. Nicht ein einziger von ihnen blieb übrig.

 

29Die Israeliten aber waren auf trockenem Boden mitten durch das Meer gezogen, während rechts und links von ihnen das Wasser wie eine Mauer stand.

 

30So rettete der Herr an jenem Tag Israel aus der Hand der Ägypter. Israel sah die Ägypter tot am Strand liegen.

 

31Als Israel sah, dass der Herr mit mächtiger Hand an den Ägyptern gehandelt hatte, fürchtete das Volk den Herrn. Sie glaubten an den Herrn und an Mose, seinen Knecht.

 

1Damals sang Mose mit den Israeliten dem Herrn dieses Lied; sie sagten: Ich singe dem Herrn ein Lied, denn er ist hoch und erhaben. Rosse und Wagen warf er ins Meer.

 

 

 

 

Antwortpsalm

 

Ex 15, 1b-2b.2c-3.4-5.6 u. 13.17-18 (R: vgl. 1bc)

R Wir singen dem Herrn ein Lied,

 

(GL 209, 1)

denn er ist hocherhaben. - R

1 Ich singe dem Herrn ein Lied,

 

VIII. Ton

 

denn er ist hocherhaben.

 

Rosse und Wagen warf er ins Meer.

 

2ab Meine Stärke und mein Lied ist mir der Herr,

 

er ist für mich zum Retter geworden. - ®

 

2cd Er ist mein Gott, ihn will ich preisen;

 

den Gott meines Vaters will ich rühmen.

 

3 Der Herr ist ein Krieger,

 

Jahwe ist sein Name. - ®

 

4 Pharaos Wagen und seine Streitmacht warf er ins Meer.

 

Seine besten Kämpfer versanken im Schilfmeer.

 

5 Fluten deckten sie zu,

 

sie sanken zur Tiefe wie Steine. - ®

 

6 Deine Rechte, Herr, ist herrlich an Stärke;

 

deine Rechte, Herr, zerschmettert den Feind.

 

13 Du lenktest in deiner Güte das Volk, das du erlöst hast,

 

du führtest sie machtvoll zu deiner heiligen Wohnung. - ®

 

17 Du brachtest sie hin und pflanztest sie ein

 

auf den Berg deines Erbes.

 

Einem Ort, wo du thronst, Herr, hast ihn gemacht;

 

ein Heiligtum, Herr, haben deine Hände gegründet.

 

18 Der Herr ist König für immer und ewig. - R

 

 

 

 

 

GEBET

 

Gott,

 

deine uralten Wunder

 

leuchten noch in unseren Tagen.

 

Was einst dein mächtiger Arm

 

an einem Volk getan hat,

 

das tust du jetzt an allen Völkern:

 

Einst hast du Israel

 

aus der Knechtschaft des Pharao befreit

 

und durch die Fluten des Roten Meeres geführt;

 

nun aber führst du alle Völker

 

durch das Wasser der Taufe zur Freiheit.

 

Gib, dass alle Menschen Kinder Abrahams werden

 

und zur Würde des auserwählten Volkes gelangen.

 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

Oder:

 

Herr, unser Gott,

 

du hast uns durch das Licht des Neuen Bundes

 

den Sinn der Wunder erschlossen,

 

die du im Alten Bund gewirkt hast:

 

Das Rote Meer ist ein Bild für das Wasser der Taufe;

 

das befreite Volk Israel deutet hin

 

auf das heilige Volk des Neuen Bundes.

 

Gib, dass alle Menschen durch den Glauben

 

an der Würde Israels teilhaben

 

und im Heiligen Geist

 

die Gnade der Wiedergeburt empfangen.

 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

 

 

Zur 4. Lesung Der Gott der ganzen Erde kümmert sich um sein Volk und seine heilige Stadt Jerusalem. Die Treulose hat seinen Zorn zu spüren bekommen (Zerstörung Jerusalems, 587 v. Chr.); jetzt aber soll sie sein Erbarmen und seine ewige Treue erfahren. Das Trostwort des Propheten weist über die geschichtliche Situation hinaus in die Zukunft, auf ein neues Jerusalem, ein erneuertes Gottesvolk.

 

 

 

VIERTE Lesung

 

Jes 54, 5-14

 

Mit ewiger Huld habe ich Erbarmen mir dir, spricht der Erlöser, der Herr

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

5Jerusalem, dein Schöpfer ist dein Gemahl, „Herr der Heere“ ist sein Name. Der Heilige Israels ist dein Erlöser, „Gott der ganzen Erde“ wird er genannt.

 

6Ja, der Herr hat dich gerufen als verlassene, bekümmerte Frau. Kann man denn die Frau verstoßen, die man in der Jugend geliebt hat?, spricht dein Gott.

 

7Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim.

 

8Einen Augenblick nur verbarg ich vor dir mein Gesicht in aufwallendem Zorn; aber mit ewiger Huld habe ich Erbarmen mit dir, spricht dein Erlöser, der Herr.

 

9Wie in den Tagen Noachs soll es für mich sein: So wie ich damals schwor, dass die Flut Noachs die Erde nie mehr überschwemmen wird, so schwöre ich jetzt, dir nie mehr zu zürnen und dich nie mehr zu schelten.

 

10Auch wenn die Berge von ihrem Platz weichen und die Hügel zu wanken beginnen - meine Huld wird nie von dir weichen und der Bund meines Friedens nicht wanken, spricht der Herr, der Erbarmen hat mit dir.

 

11Du Ärmste, vom Sturm Gepeitschte, die ohne Trost ist, sieh her: Ich selbst lege dir ein Fundament aus Malachit und Grundmauern aus Saphir.

 

12Aus Rubinen mache ich deine Zinnen, aus Beryll deine Tore und alle deine Mauern aus kostbaren Steinen.

 

13Alle deine Söhne werden Jünger des Herrn sein, und groß ist der Friede deiner Söhne.

 

14Du wirst auf Gerechtigkeit gegründet sein. Du bist fern von Bedrängnis, denn du brauchst dich nicht mehr zu fürchten, und bist fern von Schrecken; er kommt an dich nicht heran.

 

 

 

 

Antwortpsalm

 

Ps 30 (29), 2 u. 4.5-6b.6cd u. 12a u. 13b (R: vgl. 2ab)

R Herr, du zogst mich empor aus der Tiefe;

 

(GL 527, 6)

ich will dich rühmen in Ewigkeit. - R

2 Ich will dich rühmen, Herr,

 

II. Ton

 

denn du hast mich aus der Tiefe gezogen

 

und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.

 

4 Herr, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,

 

aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen. - ®

 

5 Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen,

 

preist seinen heiligen Namen!

 

6ab Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,

 

doch seine Güte ein Leben lang. - ®

 

6cd Wenn man am Abend auch weint,

 

am Morgen herrscht wieder Jubel.

 

12a Du hast mein Klagen in Tanzen gewandelt,

 

13b Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

 

R Herr, du zogst mich empor aus der Tiefe;

 

ich will dich rühmen in Ewigkeit.

 

 

 

 

 

Gebet

 

Allmächtiger, ewiger Gott,

 

verherrliche deinen Namen.

 

Gewähre, was du den Vätern

 

um ihres Glaubens willen versprochen hast,

 

und mehre durch die Taufe die Zahl deiner Kinder.

 

Lass deine Kirche erfahren, dass sich erfüllt,

 

was die Heiligen des Alten Bundes gläubig erhofft haben.

 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

 

 

Zur 5. Lesung Frühere Heilsankündigungen haben von der Rettung als Befreiung aus der Gefangenschaft und Rückkehr in die Heimat gesprochen. In Jes 54 und 55 wird das kommende Heil als neuer Bund bezeichnet, ein „ewiger Bund“, in dem sich die früheren Verheißungen erfüllen. Gott ist treu, aber er kann nur einem Volk helfen, das seine Armut begreift und sich für die Gabe Gottes öffnet.

 

 

FÜNFTE Lesung

 

Jes 55, 1-11

 

Kommt zu mir, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

So spricht der Herr:

 

1Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen. Kauft Getreide, und esst, kommt und kauft ohne Geld, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung!

 

2Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt, und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen.

 

3Neigt euer Ohr mir zu, und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen gemäß der beständigen Huld, die ich David erwies.

 

4Seht her: Ich habe ihn zum Zeugen für die Völker gemacht, zum Fürsten und Gebieter der Nationen.

 

5Völker, die du nicht kennst, wirst du rufen; Völker, die dich nicht kennen, eilen zu dir, um des Herrn, deines Gottes, des Heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht hat.

 

6Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt, ruft ihn an, solange er nahe ist.

 

7Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen, der Frevler seine Pläne. Er kehre um zum Herrn, damit er Erbarmen hat mit ihm, und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen.

 

8Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des Herrn.

 

9So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken.

 

10Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen,

 

11so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.

 

 

 

 

Antwortpsalm

 

Jes 12, 2.3 u. 4bcd.5-6 (R: 3)

R Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude

 

(GL 209, 2)

aus den Quellen des Heils. - R

2 Gott ist meine Rettung;

 

VII. Ton

 

ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.

 

Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr.

 

Er ist für mich zum Retter geworden. - ®

 

3 Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude

 

aus den Quellen des Heils.

 

4bcd Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!

 

Macht seine Taten unter den Völkern bekannt,

 

verkündet, sein Name ist groß und erhaben! - ®

 

5 Preist den Herrn: denn herrliche Taten hat er vollbracht;

 

auf der ganzen Erde soll man es wissen.

 

6 Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion,

 

denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels. - R

 

 

 

 

 

Gebet

 

Allmächtiger, ewiger Gott,

 

du einzige Hoffnung der Welt,

 

durch die Propheten hast du die Heilsereignisse angekündigt,

 

die sich in unseren Tagen erfüllen.

 

Erwecke du selbst in uns das Verlangen,

 

dir immer treuer zu dienen;

 

denn niemand macht Fortschritte im Guten,

 

wenn ihn nicht deine Gnade führt.

 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

 

 

Zur 6. Lesung In den Werken der Schöpfung offenbart Gott seine Macht und Größe. Bei allen Völkern gab es weise Menschen, die in der wohl geordneten Schönheit die Spuren Gottes erkannten. Der Vorzug Israels aber war es, dass Gott selbst es auf den Weg der Weisheit geführt hat. In den Zehn Geboten soll es den Weg erkennen, auf dem es Leben, Frieden und Glück findet.

 

 

 

 

SECHSTE Lesung

 

Bar 3, 9-15.32 - 4, 4

 

Geh deinen Weg im Licht der Weisheit Gottes

 

Lesung aus dem Buch Baruch

 

9Höre, Israel, die Gebote des Lebens; merkt auf, um Einsicht zu erlangen.

 

10Warum, Israel, warum lebst du im Gebiet der Feinde, siechst dahin in einem fremden Land,

 

11bist unrein geworden, den Toten gleich, wurdest zu den Abgeschiedenen gezählt?

 

12Du hast den Quell der Weisheit verlassen.

 

13Wärest du auf Gottes Weg gegangen, du wohntest in Frieden für immer.

 

14Nun lerne, wo die Einsicht ist, wo Kraft und wo Klugheit, dann erkennst du zugleich, wo langes Leben und Lebensglück, wo Licht für die Augen und Frieden zu finden sind.

 

15Wer hat je den Ort der Weisheit gefunden? Wer ist zu ihren Schatzkammern vorgedrungen?

 

32Doch der Allwissende kennt sie; er hat sie in seiner Einsicht entdeckt. Er hat ja die Erde für immer gegründet, er hat sie mit Tieren bevölkert.

 

33Er entsendet das Licht, und es eilt dahin; er ruft es zurück, und zitternd gehorcht es ihm.

 

34Froh leuchten die Sterne auf ihren Posten.

 

35Ruft er sie, so antworten sie: Hier sind wir. Sie leuchten mit Freude für ihren Schöpfer.

 

36Das ist unser Gott; kein anderer gilt neben ihm.

 

37Er hat den Weg der Weisheit ganz erkundet und hat sie Jakob, seinem Diener, verliehen, Israel, seinem Liebling.

 

38Dann erschien sie auf der Erde und hielt sich unter den Menschen auf.

 

1Sie ist das Buch der Gebote Gottes, das Gesetz, das ewig besteht. Alle, die an ihr festhalten, finden das Leben; doch alle, die sie verlassen, verfallen dem Tod.

 

2Kehr um, Jakob, ergreif sie! Geh deinen Weg im Glanz ihres Lichtes!

 

3Überlass deinen Ruhm keinem andern, dein Vorrecht keinem fremden Volk!

 

4Glücklich sind wir, das Volk Israel; denn wir wissen, was Gott gefällt.

 

 

 

 

Antwortpsalm

 

Ps 19 (18), 8.9.10.11-12 (R: Joh 6, 68)

R Herr, du hast Worte des ewigen Lebens. - R

 

(GL 465)

8 Die Weisung des Herrn ist vollkommen,

 

II. Ton

 

sie erquickt den Menschen.

 

Das Gesetz des Herrn ist verlässlich,

 

den Unwissenden macht es weise. - ®

 

9 Die Befehle des Herrn sind richtig,

 

sie erfreuen das Herz;

 

das Gebot des Herrn ist lauter,

 

macht hell die Augen. - ®

 

10 Die Furcht des Herrn ist rein,

 

sie besteht für immer.

 

Die Urteile des Herrn sind wahr,

 

gerecht sind sie alle. - ®

 

11 Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge.

 

Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.

 

12 Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen;

 

wer sie beachtet, hat reichen Lohn. - R

 

 

 

 

 

Gebet

 

Gott, unser Vater,

 

du mehrst die Zahl deiner Kinder

 

und rufst aus allen Völkern

 

Menschen in deine Kirche.

 

Beschütze gütig die Täuflinge,

 

damit sie den Quell der Weisheit niemals verlassen

 

und auf deinen Wegen gehen.

 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

 

 

Zur 7. Lesung Nach der Zerstörung Jerusalems (587 v. Chr.) empfängt der Prophet ein Gotteswort, das ihm dar Geschehene deutet und die Zukunft enthüllt. Gott wird Israel nicht seinem Schicksal überlassen. Er ist ja nicht irgendein Gott; er ist Jahwe Zebaot, der Herr der Heere, Israels Gott. Die Rettung wird aber nicht nur darin bestehen, dass die Gefangenen heimkehren dürfen; Gott wird ihnen ein neues Herz und einen neuen Geist geben. Mit einem erneuerten Volk wird er einen neuen Bund schließen.

 

 

 

 

SIEBTE Lesung

 

Ez 36, 16-17a.18-28

 

Ich gieße reines Wasser über euch aus und schenke euch ein neues Herz

 

Lesung aus dem Buch Ezechiel

 

16Das Wort des Herrn erging an mich:

 

17aHör zu, Menschensohn! Als Israel in seinem Land wohnte, machten sie das Land durch ihr Verhalten und ihre Taten unrein.

 

18Da goss ich meinen Zorn über sie aus, weil sie Blut vergossen im Land und das Land mit ihren Götzen befleckten.

 

19Ich zerstreute sie unter die Völker; in alle Länder wurden sie vertrieben. Nach ihrem Verhalten und nach ihren Taten habe ich sie gerichtet.

 

20Als sie aber zu den Völkern kamen, entweihten sie überall, wohin sie kamen, meinen heiligen Namen; denn man sagte von ihnen: Das ist das Volk Jahwes, und doch mussten sie sein Land verlassen.

 

21Da tat mir mein heiliger Name leid, den das Haus Israel bei den Völkern entweihte, wohin es auch kam.

 

22Darum sag zum Haus Israel: So spricht Gott, der Herr: Nicht euretwegen handle ich, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr bei den Völkern entweiht habt, wohin ihr auch gekommen seid.

 

23Meinen großen, bei den Völkern entweihten Namen, den ihr mitten unter ihnen entweiht habt, werde ich wieder heiligen. Und die Völker - Spruch Gottes, des Herrn - werden erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich mich an euch vor ihren Augen als heilig erweise.

 

24Ich hole euch heraus aus den Völkern, ich sammle euch aus allen Ländern und bringe euch in euer Land.

 

25Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen.

 

26Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch.

 

27Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.

 

28Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gab. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.

 

 

 

 

Antwortpsalm

 

Ps 42 (41), 3.5 u. 10a; 43 (42), 3-4 (R: vgl. 42 [41], 2)

R Wie der Hirsch verlangt nach frischem Wasser,

 

(GL 209, 3)

 

so verlangt meine Seele, Gott, nach dir. - R

42,3 Meine Seele dürstet nach Gott,

 

I. Ton

 

nach dem lebendigen Gott.

 

Wann darf ich kommen

 

und Gottes Antlitz schauen? - ®

 

5 Das Herz geht mir über, wenn ich daran denke:

 

wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar,

 

mit Jubel und Dank in feiernder Menge.

 

10a Ich sage zu Gott meinem Fels:

 

„Warum hast du mich vergessen?“ - ®

 

43,3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, damit sie mich leiten;

 

sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung.

 

4 So will ich zum Altare Gottes treten, zum Gott meiner Freude.

 

Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott, mein Gott.

 

R Wie der Hirsch verlangt nach frischem Wasser,

 

so verlangt meine Seele, Gott, nach dir.

 

 

 

Falls eine Taufe gespendet wird: Jes 12, 2.3 u. 4bcd.5-6 (R: 3), siehe Antwortpsalm nach 5. Lesung

 

 

 

oder:

Antwortpsalm

 

Ps 51 (50), 12-13.14-15.18-19 (R: vgl. 12a)

R Ein reines Herz erschaffe mir, o Gott. - R

 

(GL 528, 2)

12 Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,

 

III. Ton

 

und gib mir einen neuen, beständigen Geist!

 

13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht;

 

und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir! - ®

 

14 Mach mich wieder froh mit deinem Heil;

 

mit einem willigen Geist rüste mich aus!

 

15 Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,

 

und die Sünder kehren um zu dir! - ®

 

18 Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;

 

an Brandopfern hast du kein Gefallen.

 

19 Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,

 

ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen. - R

 

 

 

 

 

Gebet

 

Gott,

 

du unwandelbare Kraft, du ewiges Licht,

 

schau gütig auf deine Kirche

 

und wirke durch sie das Heil der Menschen.

 

So erfahre die Welt,

 

was du von Ewigkeit her bestimmt hast:

 

Was alt ist, wird neu,

 

was dunkel ist, wird licht,

 

was tot war, steht auf zum Leben,

 

und alles wird wieder heil in dem,

 

der der Ursprung von allem ist,

 

in unserem Herrn Jesus Christus,

 

der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

 

 

Oder:

 

Herr, unser Gott,

 

durch die Schriften des Alten und des Neuen Bundes

 

führst du uns ein

 

in das Geheimnis dieser heiligen Nacht.

 

Öffne unsere Augen für das Werk deines Erbarmens

 

und schenk uns durch die Gnade dieser Osternacht

 

die feste Zuversicht, dass auch unser Leben

 

in deiner Herrlichkeit vollendet wird.

 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

Oder (wenn eine Taufe folgt):

 

Sei uns nahe, allmächtiger Gott,

 

und wirke in den Sakramenten,

 

die uns deine Liebe schenkt:

 

Sende den Geist aus,

 

der uns zu deinen Kindern macht,

 

den Geist, durch den dir aus dem Wasser der Taufe

 

ein neues Volk geboren wird.

 

Was wir unter heiligen Zeichen vollziehen,

 

das vollende du mit deiner Kraft.

 

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Nach dem Gebet zur letzten Lesung aus dem Alten Testament:

Ehre sei Gott

 

 

 

 

 

Tagesgebet

 

Lasset uns beten.

 

Gott, du hast diese Nacht hell gemacht

 

durch den Glanz der Auferstehung unseres Herrn.

 

Erwecke in deiner Kirche den Geist der Kindschaft,

 

den du uns durch die Taufe geschenkt hast,

 

damit wir neu werden an Leib und Seele

 

und dir mit aufrichtigem Herzen dienen.

 

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

 

 

 

Zur Epistel Christus ist ein für alle Mal gestorben und von den Toten auferstanden; sein Leben ist göttliches Leben. In diese Christuswirklichkeit sind wir durch die Taufe eingetreten; alles hat Gott uns durch ihn und mit ihm geschenkt. Aber was wir empfangen haben, muss gelebte Wirklichkeit werden: in der Zustimmung des Glaubens und im Ja des Gehorsams.

 

 

 

 

Epistel

 

Röm 6, 3-11

 

Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden

 

Lesung aus dem Brief an die Römer

 

Brüder!

 

3Wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden.

 

4Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.

 

5Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.

 

6Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde und wir nicht Sklaven der Sünde bleiben.

 

7Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.

 

8Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.

 

9Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.

 

10Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.

 

11So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

 

 

 

 

Antwortpsalm

 

Ps 118 (117), 1-2.16-17.22-23

R Halleluja, Halleluja, Halleluja. - R

 

(GL 209, 4)

1 Danket dem Herrn, denn er ist gütig,

 

VIII. Ton

 

denn seine Huld währt ewig!

 

2 So soll Israel sagen:

 

Denn seine Huld währt ewig! - ®

 

16 „Die Rechte des Herrn ist erhoben,

 

die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!“

 

17 Ich werde nicht sterben, sondern leben,

 

um die Taten des Herrn zu verkünden. - ®

 

22 Der Stein, den die Bauleute verwarfen,

 

er ist zum Eckstein geworden.

 

23 Das hat der Herr vollbracht,

 

vor unseren Augen geschah dieses Wunder. - R

 

 

 

 

 

ZUM EVANGELIUM Über die Auferstehung Jesu gibt es keinen eigentlichen bericht. Auch das Matthäusevangelium beschreibt nicht den Vorgang der Auferstehung, sondern berichtet das, was unmittelbar danach geschah. Das Wichtigste in diesem Osterevangelium sind die Worte des Engels (28,5-7), dann die Erscheinung des Auferstandenen und sein Auftrag an die Frauen (28,9-10). Jesus tritt mit göttlicher Vollmacht auf; er bestellt die Jünger nach Galiläa, dort wird er ihnen den Auftrag geben, alle Menschen der Erde zu seinen Jüngern zu machen (28,16-20).

 

 

 

 

Evangelium

 

Mt 28, 1-10

Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

1Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.

 

2Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.

 

3Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee.

 

4Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.

 

5Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten.

 

6Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag.

 

7Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt.

 

8Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.

 

9Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.

 

10Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen.

 

Quelle

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Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild, nach dem Abbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau erschuf er sie.

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OSTERSONNTAG A

AM TAG

 

Zwischen der Auferstehung Christi und der Offenbarung seiner Macht und Herrlichkeit läuft unsere Zeit, unser Weg. Wir gehen im Licht des Glaubens, oder auch: in der Dunkelheit des Glaubens. Unser Glaube stützt sich auf das Zeugnis derer, die den Auferstandenen gesehen haben. Die Welt um uns aber und die Generation nach uns leben von dem Glauben, den wir bekennen und durch unser Leben bezeugen.

 

 

 

 

 

Zur 1. Lesung In knappen, inhaltsschweren Sätzen ist in der Petrusrede das apostolische Zeugnis über Jesus zusammengefasst. In der Mitte steht die Botschaft von seinem Tod und seiner Auferstehung: „Gott hat ihn auferweckt.“ Auf diesem Zeugnis ruhen unser Osterglaube und unsere ganze Hoffnung. Jesus lebt, Gott hat ihn zum Richter über Lebende und Tote bestellt. Der Richter ist auch der Retter: wer an ihn glaubt, wird leben; ihm werden die Sünden vergeben.

 

 

 

ERSTE Lesung

 

Apg 10, 34a.37-43

Wir haben mit ihm nach seiner Auferstehung gegessen und getrunken

 

Lesung aus der Apostelgeschichte

 

In jenen Tagen

 

34abegann Petrus zu reden und sagte:

 

37Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat:

 

38wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.

 

39Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet.

 

40Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen,

 

41zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben.

 

42Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen: Das ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten.

 

43Von ihm bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt.

 

 

 

 

Antwortpsalm

 

Ps 118 (117), 1-2.16-17.22-23 (R: vgl. 24)

R Das ist der Tag, den der Herr gemacht,

 

(GL 232, 4)

lasst uns jubeln und seiner uns freuen. - R

Oder: Halleluja. - R

1 Danket dem Herrn, denn er ist gütig,

 

VI. Ton

 

denn seine Huld währt ewig!

 

2 So soll Israel sagen:

 

Denn seine Huld währt ewig. - ®

 

16 Die Rechte des Herrn ist erhoben.

 

Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!

 

17 Ich werde nicht sterben, sondern leben,

 

um die Taten des Herrn zu verkünden. - ®

 

22 Der Stein, den die Bauleute verwarfen,

 

er ist zum Eckstein geworden.

 

23 Das hat der Herr vollbracht,

 

vor unseren Augen geschah dieses Wunder. - R

 

 

 

 

 

Zur 2. Lesung Die Auferstehung Jesu erweist sich dort als wahr und wirklich, wo sie Folgen hat. Wer auf den Tod und die Auferstehung Jesu getauft worden ist, dessen Leben ist von Christus her geprägt. Noch sind wir nicht endgültig da, wo Christus ist: „oben“, „in der Herrlichkeit", der Vollendung, aber unser Denken, Suchen und Hoffen geht dorthin.

 

 

 

ZWEITE Lesung

 

Kol 3, 1-4

Strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt

 

Lesung aus Brief des Apostels Paulus an die Kolosser

 

Brüder!

 

1Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.

 

2Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische!

 

3Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott.

 

4Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

 

 

 

Oder:

ZWEITE Lesung

 

1 Kor 5, 6b-8

 

Einführung Vor der Opferung des Paschalammes wurde aus den jüdischen Häusern der alte Sauerteig fortgeschafft; mit neuem, ungesäuerten Brot feierte man das Paschamahl. Darin sieht der Apostel einen Hinweis auf das neue Pascha, wie es in der christlichen Gemeinde gefeiert wird und gelebt werden soll. Christus, das Lamm Gottes, ist unser neues Fest, er ist unser Mahl. Der alte Sauerteig (Zersetzung, Sünde) muss fortgeschafft werden; Ostern ist der Tag eines neuen Anfangs.

 

 

Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid

 

Lesung aus ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

Brüder!

 

6bIhr wisst, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?

 

7Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid. Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden.

 

8Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ruf vor dem Evangelium

 

Vers: vgl. 1 Kor 5, 7b-8a

 

Halleluja. Halleluja.

 

Unser Paschalamm ist geopfert: Christus.

 

So lasst uns das Festmahl feiern im Herrn.

 

Halleluja.

 

 

 

 

 

Zum Evangelium Von der Auferstehung Jesu haben die ersten Zeugen zwei Dinge gesehen: das leere Grab und den auferstandenen Herrn. Das leere Grab war ein Zeichen, verstehbar erst durch die Begegnung mit dem Auferstandenen. Die Begegnung aber ist nur möglich, wenn das Herz bereit ist, zu sehen und zu glauben. Die Liebe macht dazu fähig. - Das ist auch die Lehre der Erzählung von den Emmausjüngern (Lk 24; Messe am Abend): Das brennende Herz spürt die Nähe des Herr und versteht die Wahrheit der heiligen Schriften.

 

 

 

 

Evangelium

 

Joh 20, 1-9

Er sah und glaubte

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

1Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.

 

2Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.

 

3Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab;

 

4sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab.

 

5Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.

 

6Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen

 

7und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.

 

8Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.

 

9Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.

 

 

 

Oder:

Evangelium

 

Joh 20, 1-18

Er sah und glaubte. - Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

1Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.

 

2Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.

 

3Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab;

 

4sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab.

 

5Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.

 

6Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen

 

7und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.

 

8Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.

 

9Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.

 

10Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.

 

11Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein.

 

12Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.

 

13Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.

 

14Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war.

 

15Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.

 

16Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.

 

17Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.

 

18Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

 

Quelle

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Meister!

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