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Bischofsbestellung


Udalricus
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Bischofsbestellung  

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Nachdem in verschiedenen Threads immer wiede die Diskussion über die richtige und sinnvolle Bischofsbestellung aufkommt, möchte ich hier Gelegenheit geben, das Thema mal separat und grundsätzlich zu erörtern. Ich werde mich zu gegebener Zeit selbst dazu zu Wort melden.

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Der Begriff "ermitteln" hat mich fast zum Lachen gebracht. Da habe ich als Krimiliebhaberin andere Assoziationen.

Und was sollen die Kriterien: Glaubensstärke gegen Volksnähe abwägen, das kanns doch nicht sein. Oder sind Mehrfachangaben möglich? Ich habe keinen Hinweis gefunden.

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Chrysologus

Ermitteln ist einfach: Unauffälliges Gesicht, mittlere Größe, trägt langen Stab und komischen Hut.

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Mehrfachantworten sind im zweiten Teil möglich. Man darf gerne auch weitere Modelle und Kriterien präsentieren.

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Ich kann auf Deine Abstimmung leider nicht antworten, weil ich bei Frage 2 kein vernünftiges Kreuz setzen kann.

 

Was den Wahlmodus angeht bin ich der Meinung, daß sowas auf Diözesan- bzw. Metropolitanebene gefunden und in diözesanes Recht gefasst werden sollte.

 

Die Möglichkeiten für Vorschlag und Wahl (Domkapitel, Synode (Kleriker, Laien, Kleriker + Laien), Wahlmänner, gesamte Katholika, etc.) sollten den jeweiligen Gegebenheiten des Bistums angepasst sein (Größe, Katholikendichte, Fläche, etc.).

 

Wichtig ist die die Anerkennung des Neugewählten durch seine Metropolitankollegen und die Reichung der Communio durch den Papst (die meiner Meinung nach wie jedem Christen nur dem offenen Häretiker und dem Apostaten verweigert werden darf).

 

 

Amtsvoraussetzungen sind meiner Meinung nach:

 

1. umfassende theologische Bildung

2. spirituelle Festigkeit (bei sich selbst) und spirituelle Offenheit (bei anderen)

3. Menschenkenntnis, mediatorische Fähigkeiten

4. delegatorisches Vermögen

5. Verantwortungsbewusstsein

 

Wünschenswert:

 

6. mediales Geschick

7. missionarische Grundhaltung

8. Empathie

9. Selbstbewusstsein

10. Gelassenheit

 

Die Liste ließe sich natürlich problemlos verlängern...

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Ermitteln ist einfach: Unauffälliges Gesicht, mittlere Größe, trägt langen Stab und komischen Hut.

Die Beschreibung könnte auf jeden x-beliebigen Zauberer (wie Gandalf) auch zutreffen ;)

Edited by rince
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Ermitteln ist einfach: Unauffälliges Gesicht, mittlere Größe, trägt langen Stab und komischen Hut.
Die Beschreibung könnte auf jeden x-beliebigen Zauberer (wie Gandalf) auch zutreffen ;)
War es nicht ein Markenzeichen von Gandalf (und auch Dumbledore), daß sie relativ groß waren.
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Ich habe mir gerade überlegt, welche mir bekannten User von ihrem äußeren Erscheinungsbild her da in Frage kommen könnten oder eben nicht. *duckundweg*

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Ermitteln ist einfach: Unauffälliges Gesicht, mittlere Größe, trägt langen Stab und komischen Hut.
Die Beschreibung könnte auf jeden x-beliebigen Zauberer (wie Gandalf) auch zutreffen ;)
War es nicht ein Markenzeichen von Gandalf (und auch Dumbledore), daß sie relativ groß waren.

Das liegt 1. am komischen Hut und 2. bei Gandalf daran, dass er sich dauernd mit Zwergen und Hobbits abgibt :D

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Ich habe mir gerade überlegt, welche mir bekannten User von ihrem äußeren Erscheinungsbild her da in Frage kommen könnten oder eben nicht. *duckundweg*

 

Touch-Me-Flo?

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Ich habe mir gerade überlegt, welche mir bekannten User von ihrem äußeren Erscheinungsbild her da in Frage kommen könnten oder eben nicht. *duckundweg*

 

Touch-Me-Flo?

bei in Frage oder bei nicht? Nein, ich sag nix.

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Franziskaner

Was den Wahlmodus angeht bin ich der Meinung, daß sowas auf Diözesan- bzw. Metropolitanebene gefunden und in diözesanes Recht gefasst werden sollte.

 

Kölner Inzucht auch bei der katholischen Kirche?! Dann fallen da irgendwann mal nicht nur die Stadtarchive um, sondern auch der Dom.

 

Schon den konnten die Kölner ja nur mit "Hilfe" der Preußen fertig bauen. B)

Edited by Franziskaner
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Franziskaner

Also im Ernst: ich halte eine Konsenslösung für notwendig. Man muss jemanden finden, mit dem sowohl die Diözese als auch der Vatikan einverstanden ist.

 

Was man unter "Diözese" verstehen soll, ist allerdings schwierig. Nur der Klerus wäre etwas wenig. In den höheren Laienräten sitzen aber irgendwelche Apparartschiks, die aus dem Kirchenvolk kein Mensch kennt und die oft relativ zufällig an ihre Ämter gekommen sind. (Bei uns im PGR wurde z.B. immer diejenigen in den Dekanatsrat delegiert, die für konkrete Aufgaben nicht gut zu gebrauchen waren.)

Und eine allgemeine Wahl, die ja unweigerlich mit einem Wahlkampf verbunden wäre, wäre ja ein Horror.

 

Also doch der Klerus (der leidet unter einer schlechten Entscheidung ja auch ma meisten). Allerdings könnten die sich mal angewöhnen, der Meinung des Volkes ernsthaft zuzuhören.

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Diese Typen von Invision, die diese Forumssoftware verbrochen haben, haben sich wieder mal als absolute Hohlköpfe enttarnt. Bei der Ermittlung der Prozentzahl einer Abstimmung mit mehreren Optionen die Zahl der Stimmen (statt der der Zahl der Personen) zu nehmen, zeugt von ausgeprägter Dummheit.

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In den höheren Laienräten sitzen aber irgendwelche Apparartschiks, die aus dem Kirchenvolk kein Mensch kennt und die oft relativ zufällig an ihre Ämter gekommen sind. (Bei uns im PGR wurde z.B. immer diejenigen in den Dekanatsrat delegiert, die für konkrete Aufgaben nicht gut zu gebrauchen waren.)

 

Sorry, aber da schließt du m.E. etwas voreilig aus einem Einzelfall auf die Regel. Wenn man sich auf Dekanats- oder gar Diözesanebene engagiert, wird das oft zum ehrenamtlichen Fulltime-Job. Aber deshalb machen sich die Leute nicht rar, zumindest die, die ich kenne, sind sehr aktiv, und nicht nur auf ihrem Posten, weil sie anderswo "nciht zu gebrauchen" wären.

Und was die Wahlkämpfe angeht: ich bin zwar kein Freund polemischer Auseinandersetzung, aber die gehören zu einer Demokratie nun mal dazu.

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Franziskaner

In den höheren Laienräten sitzen aber irgendwelche Apparartschiks, die aus dem Kirchenvolk kein Mensch kennt und die oft relativ zufällig an ihre Ämter gekommen sind. (Bei uns im PGR wurde z.B. immer diejenigen in den Dekanatsrat delegiert, die für konkrete Aufgaben nicht gut zu gebrauchen waren.)

 

Sorry, aber da schließt du m.E. etwas voreilig aus einem Einzelfall auf die Regel. Wenn man sich auf Dekanats- oder gar Diözesanebene engagiert, wird das oft zum ehrenamtlichen Fulltime-Job. Aber deshalb machen sich die Leute nicht rar, zumindest die, die ich kenne, sind sehr aktiv, und nicht nur auf ihrem Posten, weil sie anderswo "nciht zu gebrauchen" wären.

Und was die Wahlkämpfe angeht: ich bin zwar kein Freund polemischer Auseinandersetzung, aber die gehören zu einer Demokratie nun mal dazu.

 

 

Auf jeden Fall ist es so, dass die höheren Ebenen der Laiengremien nur sehr ungenügend demokratisch legitimiert sind, weil sie von unten nach oben immer weiter delegiert werden. Was würdest Du von einem Bundestag halten, der dadurch zustande kommt, dass aus den Stadträten über Kreis- und Landtage jeweils ohne Beteiligung des Volkes Delegierte nach oben weiter geschoben werden? So etwas führt automatisch zu Seilschaften, Verfilzungen, Intransparenz. In den katholischen Laiengremien wirkt sich das nur deshalb nicht so stark aus, weil es da weder um Macht noch um Geld geht. Bei einer Beteiligung an der Bischofswahl würde sich das schnell ändern.

 

Und bei Wahlkämpfen sieht man doch, was dabei herauskommt: betonte Lagerbildungen, unrealistische Versprechungen, inhaltliche Positionierungen für das öffentliche Image, Diffamierung auch von kommpetenten Politikern des gegnerischen Lagers. Für die Gesamtgesellschaft ist das in Ordnung bzw. unvermeidlich. Für die Kirche fände ich es aber furchtbar.

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Was den Wahlmodus angeht bin ich der Meinung, daß sowas auf Diözesan- bzw. Metropolitanebene gefunden und in diözesanes Recht gefasst werden sollte.

 

Kölner Inzucht auch bei der katholischen Kirche?! Dann fallen da irgendwann mal nicht nur die Stadtarchive um, sondern auch der Dom.

 

Schon den konnten die Kölner ja nur mit "Hilfe" der Preußen fertig bauen. B)

Es ist in Köln selbst wenig bekannt, aber das Erzbistum Köln umfasst wesentlich mehr als die Stadt Köln....

 

Werner

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Mehrfachantworten sind im zweiten Teil möglich. Man darf gerne auch weitere Modelle und Kriterien präsentieren.

Mir fehlen die Kriterien "Führungskompetenz" und "fachliche Qualifikation" :unsure:

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Mehrfachantworten sind im zweiten Teil möglich. Man darf gerne auch weitere Modelle und Kriterien präsentieren.
Mir fehlen die Kriterien "Führungskompetenz" und "fachliche Qualifikation" :unsure:
Darauf hatte ich hier auch schon hingewiesen.
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Mehrfachantworten sind im zweiten Teil möglich. Man darf gerne auch weitere Modelle und Kriterien präsentieren.

Mir fehlen die Kriterien "Führungskompetenz" und "fachliche Qualifikation" :unsure:

Du hast recht. Leider kann ich das jetzt nicht mehr ändern! :(

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Und bei Wahlkämpfen sieht man doch, was dabei herauskommt: betonte Lagerbildungen, unrealistische Versprechungen, inhaltliche Positionierungen für das öffentliche Image, Diffamierung auch von kommpetenten Politikern des gegnerischen Lagers. Für die Gesamtgesellschaft ist das in Ordnung bzw. unvermeidlich. Für die Kirche fände ich es aber furchtbar.

Mit eben dieser Begründung hatte unsere Anwaltskammer bis vor einigen Jahren nur eine Einheitsliste mit der Möglichkeit von Streichungen für alle Funktionen.

Dann gab es den Aufstand, es gab plötzlich Gegenkandidaten. Nicht immer, nicht für jede Funktion - je nachdem, wer sich eben bewirbt.

Die Kandidaten stellen sich vor, erklären was ihre Schwerpunkte sind und wofür sie sich wie einsetzen wollen - und wir wählen.

 

Was sie jedenfalls durchsetzen können und was nur ein Bemühen sein kann, ist ziemlich klar, weil ja bekannt ist, was wir allein entscheiden können, und wobei jemand anderer ein Mitspracherecht hat.

 

Und nichts von dem entsetzlichen "Wahlkampf-Streit-Image-etc."Szenario hat sich bewahrheitet.

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Was den Wahlmodus angeht bin ich der Meinung, daß sowas auf Diözesan- bzw. Metropolitanebene gefunden und in diözesanes Recht gefasst werden sollte.

 

Kölner Inzucht auch bei der katholischen Kirche?! Dann fallen da irgendwann mal nicht nur die Stadtarchive um, sondern auch der Dom.

 

Schon den konnten die Kölner ja nur mit "Hilfe" der Preußen fertig bauen. B)

Es ist in Köln selbst wenig bekannt, aber das Erzbistum Köln umfasst wesentlich mehr als die Stadt Köln....

 

Werner

 

 

 

Für den Kölner hört die Zivilisation in der Tat an den Stadtgrenzen auf. Ich finde es phänomenal, wie man von seiner Wahrnehmung her derart vernagelt sein kann.

 

Zum Erzbistum Köln gehören unter anderem: die Städte Düsseldorf, Wuppertal und Bonn, außerdem das Oberbergische, der Rhein-Sieg-Kreis und Teile des Niederrheins.

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OneAndOnlySon
Und bei Wahlkämpfen sieht man doch, was dabei herauskommt: betonte Lagerbildungen, unrealistische Versprechungen, inhaltliche Positionierungen für das öffentliche Image, Diffamierung auch von kommpetenten Politikern des gegnerischen Lagers. Für die Gesamtgesellschaft ist das in Ordnung bzw. unvermeidlich. Für die Kirche fände ich es aber furchtbar.

 

Auch ohne offiziellen Wahlkampf gehören die heutigen Kandidaten verschiedenen "Lagern" an.

Auch ohne offiziellen Wahlkampf versprechen sich die Menschen etwas von ihrem neuen Bischof.

Auch ohne offiziellen Wahlkampf geben sich die Kandidaten ein bestimmtes Image, dass ihnen auf dem Weg zu einem Bischofssitz nützlich erscheint.

Auch ohne offiziellen Wahlkampf werden Kandidaten des gegnerischen Lagers abgelehnt.

 

Der Unterschied wäre, dass das Gerangel um Einfluss nicht mehr auf stillen Fluren und in vertraulichen Mitteilungen stattfinden würde, sondern transparent für jeden Sichtbar. Für die Kirche fände ich das sehr heilsam, weil nur noch dann eine Bischofsbestellung ohne Imageschaden für sie abliefe, wenn wirklich ein breiter Konsens erreicht würde.

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Zum Erzbistum Köln gehören unter anderem: die Städte Düsseldorf, Wuppertal und Bonn, außerdem das Oberbergische, der Rhein-Sieg-Kreis und Teile des Niederrheins.
Für wen war diese umwerfende Neuigkeit jetzt eigentlich gedacht?
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Zum Erzbistum Köln gehören unter anderem: die Städte Düsseldorf, Wuppertal und Bonn, außerdem das Oberbergische, der Rhein-Sieg-Kreis und Teile des Niederrheins.
Für wen war diese umwerfende Neuigkeit jetzt eigentlich gedacht?

Für ein Südlicht wie mich ist das schon interessant. Ich hätte nur gern "Teile des Niederrheins" etwas genauer gehabt. :)

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