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Mystik


Korri
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Was ist eigentlich ein Mystiker oder was ist unter mystisch zu verstehen. Gibt es das nur in der katholischen Kirche oder auch in anderen christlichen Gemeinschaften. Was hat Mystik mit Christentum zu tun.

 

Korri

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Was hat Mystik mit Christentum zu tun.

Die Frage sollte wirklich einmal erörtert werden. Auf die christliche Mystik treffen zumindest viele der üblicherweise von atheistischer Seite gegen das Christentum vorgebrachten Kritikpunkte nicht zu. Die christliche Mystik hat mMn einen anarchistischen Zug, der anscheinend einen Gegensatz zu der auf Folgerichtigkeit bedachten christlichen Dogmatik bildet.

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Was hat Mystik mit Christentum zu tun.

Die christliche Mystik hat mMn einen anarchistischen Zug, ...

Das ist durchaus richtig, allerdings nicht auf Gott bezogen. Auch geht es nicht unbedingt darum die Logik auszuhebeln.

 

Ein Zitat von Meister Eckhart:

 

"Der Mensch ist was er liebt: Liebt er einen Stein, ist er ein Stein, liebt er einen Menschen, ist er ein Mensch, liebt er Gott, … hier wage ich nicht weiter zu sprechen."

 

In der Mystik geht es um die direkte Gottesbeziehung, mitunter ohne Priester und Frömmigkeitsübungen als Mittler. Es geht (zumindest bei Meister Eckhart) darum Gott in sich selbst zu finden, im Ursprung der eigenen Seele.

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Was ist eigentlich ein Mystiker [...]

Korri

 

Hallo Korri,

 

vielleicht hilft es Dir bei der Suche nach der Antwort, Dir mal die Wiki-Artikel zu Meister Eckhardt, Heinrich Seuse oder Johannes Tauler anzuschauen. Evtl. auch die Website von Eckhart Triebel, die im Wiki auf der Meister-Eckhardt-Seite verlinkt ist.

 

Viele Grüße Beckett

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Was ist eigentlich ein Mystiker oder was ist unter mystisch zu verstehen. Gibt es das nur in der katholischen Kirche oder auch in anderen christlichen Gemeinschaften. Was hat Mystik mit Christentum zu tun.

 

Korri

Es gibt Mystiker sowohl im Christentum, als auch in anderen Religionen. Ich wage es zu behaupten, daß es auch gottlose Mystiker gibt. Mystik ist ein "Schauen mit dem Herzen" und ich glaube, daß ein christlicher Mystiker sich mit einem buddhistischen besser versteht, als mit einem Angehörigen der eigenen Glaubensrichtung. Das hat Meister Eckart selbst leidvoll erfahren müssen, denn 28 Sätze in seinem Werk gelten als häretisch in der RK.

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Es gibt Mystiker sowohl im Christentum, als auch in anderen Religionen. Ich wage es zu behaupten, daß es auch gottlose Mystiker gibt. Mystik ist ein "Schauen mit dem Herzen" und ich glaube, daß ein christlicher Mystiker sich mit einem buddhistischen besser versteht, als mit einem Angehörigen der eigenen Glaubensrichtung. Das hat Meister Eckart selbst leidvoll erfahren müssen, denn 28 Sätze in seinem Werk gelten als häretisch in der RK.

Ich glaube, er ist inzwischen wieder rehabilitiert. Diese Sätze können, vor allem wenn man sie aus dem Kontext nimmt, tatsächlich leicht missverstanden werden, sind aber im Grunde nicht häretisch.

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Ich glaube, er ist inzwischen wieder rehabilitiert. Diese Sätze können, vor allem wenn man sie aus dem Kontext nimmt, tatsächlich leicht missverstanden werden, sind aber im Grunde nicht häretisch.

Er ist ja nie verurteilt worden, es sind lediglich einige seiner Äußerungen verworfen worden. Heilig gesprochen wurde er aber mW bisher auch nicht.

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Für mich ist Mystik das Erfahren, Ausleben und Beschreiben von subjektiven religiösen oder spirituellen Erlebnissen, die man für sich selbst macht, also ohne Einbeziehung von Anderen oder ohne explizite Beobachtung der Welt.

 

Der Anspruch eines typischen Mystikers ist darüber hinaus, dass er durch diese Erfahrungen Einblicke in eine höhere (eventuell göttliche) Welt erhält, die anderen Menschen verschlossen bleibt.

 

Diesen zweiten Anspruch bestreite ich. Ich glaube nicht, dass man durch Introspektion Erkenntnisse über die Welt gewinnen kann. Trotzdem möchte ich mystische Literatur nicht als wertlos oder sinnlos abtun. Ich denke, gute Mystik hat in jedem Fall einen hohen literarischen Wert (und ist insofern wie gute Literatur einzuschätzen). Da wir Menschen alle irgendwie gleich ticken, sind Schilderungen von Mystikern eine Quelle der Inspiration über die menschliche Natur als solche, und Menschen wie ich, die solche Erlebnisse prinzipiell nicht haben können, weil sie zu rational aufgestellt sind, können über Schilderungen von Mystikern Zugang zu Ideen, Geschichten und Metaphern bekommen, die sie selbst niemals ausdenken könnten. Mein Vorteil als kritischer Rationalist: Da ich an eine "Wahrheit" hinter diesen Schriften nicht glaube, kann ich sie problemlos nach den Kriterien "Schönheit" bzw. "Nützlichkeit" auswählen, ("die Guten ins Töpchen, die Schlechten ins Kröpfchen"), ohne mich mit dem weltanschaulichen Ballast beladen zu müssen, der mit solchen mystischen Schriften oft einhergeht.

Edited by Sokrates
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Ich glaube, er ist inzwischen wieder rehabilitiert. Diese Sätze können, vor allem wenn man sie aus dem Kontext nimmt, tatsächlich leicht missverstanden werden, sind aber im Grunde nicht häretisch.

Er ist ja nie verurteilt worden, es sind lediglich einige seiner Äußerungen verworfen worden. Heilig gesprochen wurde er aber mW bisher auch nicht.

Ja, vorher ist er gestorben... heilig sprechen muss man ihn nicht, hauptsache seine Predigten und Traktate sind erhalten :) - wobei wir das wohl einigen mutigen Anhängern von ihm zu verdanken haben, die seine Schriften heimlich sammelten und vervielfältigten, um sie vor der von einigen betriebenen Zerstörung zu bewahren. So steht es jedenfalls in einem (leider mittelmäßig geschriebenen) Roman von einem Eckhart-Forscher (der Name ist mir leider entfallen, ah nein, hier: Meister Eckhart - Das Brennholz Gottes von Rolf Siller).

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Interessant an Meister Eckhart (über andere Mystiker weiß ich zu wenig) ist, dass er alles andere als esoterisch ist in dem Sinne, dass er keine exklusive Mystik lehrt, in der man eine höhere Erkenntnis erlangt, die anderen verschlossen bleibt. Er lehrte sowohl hochphilosophisch auf Latein, als auch bodenständig auf Deutsch, im akademischen Hörsaal wie direkt im Volk.

 

Seiner Mystik nach braucht es eben keinen Mittler zwischen dem einzelnen Menschen und Gott, auch nicht zwingend eine Kirche, keine bestimmten intellektuellen, meditativen oder frömmelnden Übungen, in denen man eine Meisterschaft erlangen muss, bevor man endlich ein ekstatisches Erlebnis hat. Seine Mystik ist sowas wie ein in jedem Alltag von jedem Menschen erlebbarer Flow. Alles, was man tun muss, ist das Loslassen. Das stellt sich allerdings schon damaligen Menschen als unglaublich schwierig heraus und bleibt bis heute eine unerhörte Herausforderung ... so einfach es eigentlich ist/sein müsste (nicht dass ich es je geschafft hätte).

 

Was uns da hindert, ist nach Meister Eckhart ausdrücklich nicht unsere Ratio, sondern unser vielfaches Begehren, Wollen, Erwarten, speziell unser Festhalten an diesen Dingen.

Edited by Kirisiyana
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Ja, vorher ist er gestorben... heilig sprechen muss man ihn nicht, hauptsache seine Predigten und Traktate sind erhalten :) - wobei wir das wohl einigen mutigen Anhängern von ihm zu verdanken haben, die seine Schriften heimlich sammelten und vervielfältigten, um sie vor der von einigen betriebenen Zerstörung zu bewahren. ...

Sein Werk ist einfach genial. Leider wird man im Religionsunterricht oder im Gottesdienst kaum daran herangeführt. Das liegt vermutlich an der Inkompatibilität von Mystik und systematischer Theologie.

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Lieber Korri,

 

Willkommen im Forum.

 

 

 

Was ist eigentlich ein Mystiker oder was ist unter mystisch zu verstehen. Gibt es das nur in der katholischen Kirche oder auch in anderen christlichen Gemeinschaften.

 

Was hat Mystik mit Christentum zu tun.

Christen verstehen unter "Mystik" den Dialog mit dem HEILIGEN GEIST GOTTES, der Person, in der GOTT der VATER, auf Bitten JESU CHRISTI anwesend ist um allen Menschen guten Willens, hier und heute Beistand und Lehrer zu sein.

 

Denn in Johannes 14, 15-17 hat JESUS SEINEN Jüngern verkündet:

 

.15
Wenn ihr MICH liebt, werdet ihr MEINE Gebote halten.

.
16
Und ICH werde den VATER bitten und ER wird euch einen anderen BEISTAND geben, der für immer bei euch bleiben soll.

.
17
Es ist der GEIST der WAHRHEIT, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie IHN nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt IHN, weil ER bei euch bleibt und in euch sein wird.

 

 

Halte Dich fern von Meister Eckhardt, Heinrich Seuse, Johannes Tauler und ähnlichen "Mystikern".

SIe führen die Menschen in die Irre.

Ihre abenteuerlich verkehrten Spekulationen haben mit GOTT und dem HEILIGEN GEIST GOTTES nicht das Geringste zu tun.

 

 

 

Gruß

josef

Edited by josef
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Ja, vorher ist er gestorben... heilig sprechen muss man ihn nicht, hauptsache seine Predigten und Traktate sind erhalten :) - wobei wir das wohl einigen mutigen Anhängern von ihm zu verdanken haben, die seine Schriften heimlich sammelten und vervielfältigten, um sie vor der von einigen betriebenen Zerstörung zu bewahren. ...

Sein Werk ist einfach genial. Leider wird man im Religionsunterricht oder im Gottesdienst kaum daran herangeführt. Das liegt vermutlich an der Inkompatibilität von Mystik und systematischer Theologie.

Ich hab Glück, dass unsere Gemeinde von Dominikanern betreut wird. Es ist schade, dass im Religionsunterricht so wenig vermittelt wird, worum es wirklich und im Kern geht (das ist für mich der Grund, mich mit Mystik zu beschäftigen). In der Schule geht es um Wissen, Fakten, ungeachtet der Tatsache, dass das nur einen Teil von Bildung ausmacht.

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Lieber Josef,

Denn in Johannes 14, 15-17 hat JESUS SEINEN Jüngern verkündet:

 

.15
Wenn ihr MICH liebt, werdet ihr MEINE Gebote halten.

.
16
Und ICH werde den VATER bitten und ER wird euch einen anderen BEISTAND geben, der für immer bei euch bleiben soll.

.
17
Es ist der GEIST der WAHRHEIT, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie IHN nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt IHN, weil ER bei euch bleibt und in euch sein wird.

 

Halte Dich fern von Meister Eckhardt, Heinrich Seuse, Johannes Tauler und ähnlichen "Mystikern".

SIe führen die Menschen in die Irre.

Ihre abenteuerlich verkehrten Spekulationen haben mit GOTT und dem HEILIGEN GEIST GOTTES nicht das Geringste zu tun.

Ganz im Gegenteil, sie lehren genau das, was ich hier nochmal fett markiert habe. Ganz exakt genau das.

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Halte Dich fern von Meister Eckhardt, Heinrich Seuse, Johannes Tauler und ähnlichen "Mystikern".

SIe führen die Menschen in die Irre.

Ihre abenteuerlich verkehrten Spekulationen haben mit GOTT und dem HEILIGEN GEIST GOTTES nicht das Geringste zu tun.

 

 

Hallo Josef,

 

vielen Dank für Deine Antwort. Mir fällt auf, daß Du im Gegensatz zu einigen anderen Antworten darauf hinweist, mich von den genannten Mystikern fern zu halten. Könntest Du mir das noch einmal genauer erklären?

 

Viele Grüße

Korri

 

 

 

Quote repariert, Elima, mod

Edited by Elima
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Interessant an Meister Eckhart (über andere Mystiker weiß ich zu wenig) ist, dass er alles andere als esoterisch ist in dem Sinne, dass er keine exklusive Mystik lehrt, in der man eine höhere Erkenntnis erlangt, die anderen verschlossen bleibt. Er lehrte sowohl hochphilosophisch auf Latein, als auch bodenständig auf Deutsch, im akademischen Hörsaal wie direkt im Volk.

 

Seiner Mystik nach braucht es eben keinen Mittler zwischen dem einzelnen Menschen und Gott, auch nicht zwingend eine Kirche, keine bestimmten intellektuellen, meditativen oder frömmelnden Übungen, in denen man eine Meisterschaft erlangen muss, bevor man endlich ein ekstatisches Erlebnis hat. Seine Mystik ist sowas wie ein in jedem Alltag von jedem Menschen erlebbarer Flow. Alles, was man tun muss, ist das Loslassen. Das stellt sich allerdings schon damaligen Menschen als unglaublich schwierig heraus und bleibt bis heute eine unerhörte Herausforderung ... so einfach es eigentlich ist/sein müsste (nicht dass ich es je geschafft hätte).

Was uns da hindert, ist nach Meister Eckhart ausdrücklich nicht unsere Ratio, sondern unser vielfaches Begehren, Wollen, Erwarten, speziell unser Festhalten an diesen Dingen.

 

Also unser Mensch sein? Wie soll man das aber ändern können? Eine nicht lösbare ( wie du bei dir selbst ja feststellst) Herausforderung......naja, Danke.

 

diese Gedankenwelt ziemlich für......Dingens...... haltend.......tribald

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Lieber Korri,

 

 

Halte Dich fern von Meister Eckhard, Heinrich Seuse, Johannes Tauler und ähnlichen "Mystikern".

SIe führen die Menschen in die Irre.

Ihre abenteuerlich verkehrten Spekulationen haben mit GOTT und dem HEILIGEN GEIST GOTTES nicht das Geringste zu tun.

...Mir fällt auf, daß Du im Gegensatz zu einigen anderen Antworten darauf hinweist, mich von den genannten Mystikern fern zu halten. Könntest Du mir das noch einmal genauer erklären?

# Betrachte zunächst als Beispiel, aus den Psalmen ein Gebet zum HEILIGEN GEIST GOTTES:

 

Psalm 43

.
1 Verschaff mir Recht, o GOTT, und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor bösen und tückischen Menschen!

.
2
Denn DU bist mein starker GOTT. Warum hast DU mich verstoßen? Warum muss ich trauernd umhergehen, von meinem Feind bedrängt?

.
3
Sende DEIN Licht und DEINE Wahrheit, damit sie mich leiten; sie sollen mich führen zu DEINEM heiligen Berg und zu DEINER Wohnung.

.
4
So will ich zum Altar GOTTES treten, zum GOTT meiner Freude. Jauchzend will ich DICH auf der Harfe loben, GOTT, mein GOTT.

.
5
Meine Seele, warum bist du betrübt und bist so unruhig in mir? Harre auf GOTT; denn ich werde IHM noch danken, MEINEM GOTT und Retter, auf DEN ich schaue.

 

# Betrachte dann eine Rede des "Meister" Eckhard (S. 54):

 

Vom namenlosen GOTT.

 

Unser HERR sprach: „Frau, die Zeit wird kommen und ist schon jetzt, wo die wahren Anbeter

den VATER im Geist und in der Wahrheit anbeten, und solche suchet der VATER."

Nun achtet auf das erste Wörtlein, wo ER spricht: „Die Zeit wird kommen und ist schon jetzt."

Wer da den VATER anbeten will, der muss sich in die Ewigkeit versetzen mit seinem Begehren und

mit seiner Zuversicht. Es gibt einen obersten Teil der Seele, der steht über der Zeit und weiss nichts

von der Zeit noch vom Leibe. Alles was je geschah vor tausend Jahren, der Tag, der vor tausend

Jahren war, der ist in der Ewigkeit nicht ferner, als diese Stunde, wo ich jetzt stehe, und der Tag,

der nach tausend Jahren kommen wird oder soweit du zählen kannst, der ist in der Ewigkeit nicht

ferner als diese Stunde, worin ich jetzt stehe.

 

 

Dunkel ist die Rede - und wo bitte, ist da der Dialog mit dem HEILIGEN GEIST GOTTES?

 

 

Gruß

josef

Edited by josef
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# Betrachte dann eine Rede des "Meister" Eckhard (S. 54):

 

Vom namenlosen GOTT.

 

Unser HERR sprach: „Frau, die Zeit wird kommen und ist schon jetzt, wo die wahren Anbeter

den VATER im Geist und in der Wahrheit anbeten, und solche suchet der VATER."

Nun achtet auf das erste Wörtlein, wo ER spricht: „Die Zeit wird kommen und ist schon jetzt."

Wer da den VATER anbeten will, der muss sich in die Ewigkeit versetzen mit seinem Begehren und

mit seiner Zuversicht. Es gibt einen obersten Teil der Seele, der steht über der Zeit und weiss nichts

von der Zeit noch vom Leibe. Alles was je geschah vor tausend Jahren, der Tag, der vor tausend

Jahren war, der ist in der Ewigkeit nicht ferner, als diese Stunde, wo ich jetzt stehe, und der Tag,

der nach tausend Jahren kommen wird oder soweit du zählen kannst, der ist in der Ewigkeit nicht

ferner als diese Stunde, worin ich jetzt stehe.

 

Dunkel ist die Rede - und wo bitte, ist da der Dialog mit dem HEILIGEN GEIST GOTTES?

Dunkel ist die Rede nur, wenn man nicht wirklich liest. "Die Zeit wird kommen und ist schon jetzt": Die Anbetung/Schauung Gottes muss nicht auf einen Zeitpunkt irgendwann, womöglich gar nach dem Tode, warten. Weil ein Teil der Seele "steht über der Zeit und weiss nichts von der Zeit noch vom Leibe" - worin die Seele Gott ähnlich ist. Sprich die Seele ist nicht vollständig an den (zeitlichen) Leib gebunden, sondern hat Anteil an der Ewigkeit (Gottes) und begegnet Gott ebenda. Und zwar jetzt schon.

Im Weiteren beschreibt Eckhart, was Ewigkeit bedeutet, nämlich dass darin unsere zeitlichen Dimensionen, und mögen sie Jahrtausende umfassen, keine Rolle spielen. Somit hat es für den Gläubigen keinen Nachteil, dass Gott vor mehr als 2000 Jahren Mensch geworden ist, denn erstens ist diese Zeitspanne für Gott nichts, zweitens ist es auch für uns, im "oberen Teil" (dem wichtigsten Teil) der Seele nichts, denn in der Ewigkeit begegnen sich Gott und Seele, jederzeit, also auch jetzt. Also fehlt da nicht etwa der Dialog, sondern er ist im Gegenteil jederzeit gegeben bzw. möglich. Darauf weist Eckhart mit diesem Textausschnitt hin.

Edited by Kirisiyana
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...naja, Danke.

 

diese Gedankenwelt ziemlich für......Dingens...... haltend.......tribald

Na, dann spar ich mir mal weitere Darlegungen.

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Dunkel ist die Rede - und wo bitte, ist da der Dialog mit dem HEILIGEN GEIST GOTTES?

 

 

Gruß

josef

 

Danke, Josef, ich glaube, ich verstehe, was Du meinst. Übrigens ein wunderbarer Psalm.

 

Gruß

Korri

 

 

quote repariert. Elima, mod

Edited by Elima
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Dunkel ist die Rede - und wo bitte, ist da der Dialog mit dem HEILIGEN GEIST GOTTES?

 

Gruß

josef

 

Danke, Josef, ich glaube, ich verstehe, was Du meinst. Übrigens ein wunderbarer Psalm.

 

Gruß

Korri

Dann verstehst Du mehr als ich. Josef vergleicht einen Psalm, sprich ein an Gott gewandtes Gebet, mit einer an Menschen gewandten Rede, und beschwert sich dann, dass in letzterer kein Dialog mit Gott vorhanden sei. Also Äpfel mit Birnen. Ich verstehe das nicht.

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Was ist eigentlich ein Mystiker oder was ist unter mystisch zu verstehen. Gibt es das nur in der katholischen Kirche oder auch in anderen christlichen Gemeinschaften. Was hat Mystik mit Christentum zu tun.

 

Korri

lt. Fremdwort.de bedeutet Mystik:

 

Mystik (vom lateinischen mysticus: unbeschreiblich, unaussprechlich, geheimnisvoll; bzw. dem griechischen Wort mystikos zu myein: (Augen und Lippen) schließen) bezeichnet die Suche nach und die Berichte und Aussagen über die Erfahrung einer höchsten Wirklichkeit.

 

Die Höchste Wirklichkeit ist Gott und dieser eine Gott ist in der Person Jesus in die Welt gekommen. Jeder, der sich ganz dem HERRN hingibt, erfährt das, was für ihn notwendig ist. Und mehr braucht es nicht.

 

Und so haben die "Mystiker" das erfahren, was für sie wichtig war und ist. Jeder Menscvh soll aber nur auf den HERRN schauen und das alleine tut not für ihn. Wir sollen nicht auf die Propheten, Apostel und Jünger, nicht auf die Mystiker und Seher schauen, sondern wir sollen allein auf den HERRN in Jesus schauen. In IHM finden wir alles was wir brauchen. Denn Propheten, Apostel und Jünger, Mystiker und Seher sind nur Wegweiser zum HERRN. Der HERR ist Ziel.

Edited by rakso
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Franciscus non papa

da kann man rakso wirklich zustimmen, wobei natürlich auch ein wegweiser bsiweilen gute dienste tun kann...

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