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Neue Präpositionen


Wiebke
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Nachdem Aristippos Nanny eben mit dem Genitiv nach Präposition genervt hat, fiel mir ein, dass viele neu gebildete - angebliche oder wirkliche - Präpositionen den Genitiv erfordern.

 

Jetzt stellt sich dabei manchmal die Frage, ob das überhaupt eine Präposition ist. Angeblich soll "mithilfe" eine Präposition sein, aber ich habe meine Zweifel ob es wirklich "mithilfe ihrer" und nicht "mit ihrer Hilfe" heißen muss...

 

Andersherum ist es mit einem Wort, das syntaktisch regelmäßig als Präposition verwendet wird, aber nicht als solche in den Wörterbüchern steht: "richtung"

 

"Fahren Sie die Adenaueralle entlang, biegen Sie dann an der Ampel links ab und fahren Sie richtung Bahnhof weiter." Mit kleinem r, weil es syntaktisch nicht anders als als Präposition zu verstehen ist.

 

In dem verlinkten Artikel steht nun "Präp. mit unflektiertem Subst.", aber da bin ich mir nicht so sicher. Es stimmt, dass man bei einem Artikel wohl wieder auf "in Richtung" und Genitiv ausweichen würde "in Richtung des Bahnhofes". Aber nur mit einem Adjektiv eher nicht, und dann gibt mir mein Sprachgefühl keine eindeutige Auskunft, sondern schwankt zwischen Nominativ, Dativ und Akkusativ ("richtung Alter Bahnhof", "richtung Altem Bahnhof", richtung "Alten Bahnhof"), mit einer ganz leichten Präferenz für den Dativ.

 

Also, was meint ihr? Welcher Kasus ist richtig?

 

Und fallen euch noch andere "verkannte" Präpositionen ein?

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fahren Sie richtung des nordens? nicht echt, oder? :unsure:

ich frage mich je länger je ernsthafter wie ich diese sprache überhaupt je lernen konnte. naja, so einigermassen. :blush:

jedenfalls sollte "richtung...." einen und nur einen fall erfordern, egal was hinterher folgt. vllt braucht es halt doch eine grammatikreform (jaja, ich kenn den witz...)

Edited by phyllis
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...Was mich im Deutschen irritiert, ist, dass es "trotz des" heißt, aber gleichzeitig "trotzdem" und "trotz allem". Ebenso heißt es "ungeachtet dessen/des...", aber "demungeachtet" bzw. (veraltet) "demohngeachtet".

Stört mich auch.

Daher wird bei mir aus "trotzdem" immer ein --> dennoch.

"Demungeachtet" habe ich noch nirgendwo (bewusst) gelesen, gehört durchaus.

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Also, was meint ihr? Welcher Kasus ist richtig?

Nach meinem Gefühl eindeutig Nominativ, "richtung Alter Bahnhof". Deutlicher noch bei weiblichen Nomina, z.b. "richtung Lange Allee". "Richtung Langer Allee" geht ja gar nicht.

 

Das ist allerdings sehr interessant, denn soweit ich weiß gestattet Deutsch eigentlich keinen Nominativ nach Präpositionen. Oder "richtung Lange Allee" ist eigentlich der Akkusativ. Aber da kommt mit "richtung Alten Bahnhof" zu komisch vor.

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Am ehesten Nominativ (Richtung Alter Bahnhof, Richtung Norden).

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Nehmt doch einfach "Alter Bahnhof" als feststehenden Namen, dann müsst ihr euch nicht soviel Gedanken machen. :)

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... Genitiv

... Präposition

... "unflektiertem Subst."

... Artikel

... Adjektiv

... Nominativ,

... Dativ

... Akkusativ

... Präferenz

... Kasus ...

was ist das? ich kenne nur einen kasus kaktus.

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Lieber helmut, es ist ok, wenn du zum Thema nichts sagen kannst, weil du die Begriffe nicht kennst. Kein Problem. :)

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Lieber helmut, es ist ok, wenn du zum Thema nichts sagen kannst, weil du die Begriffe nicht kennst. Kein Problem. :)

und ich dachte ich kriege was gelernt.*schmoll*

*neuerversuch* ist das auf deutsch sagbar? :winke:

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... Genitiv - Wesfall

... Präposition - Verhältniswort oder Vor-Wort oder Lagewort

... "unflektiertem Subst." - nicht gebeugtes Hauptwort

... Artikel - der, die, das, ein, einer, eine

... Adjektiv - Eigenschaftswort

... Nominativ, - Werfall

... Dativ - Wemfall

... Akkusativ - Wenfall

... Präferenz - Vorliebe

... Kasus ... - Fall

 

und für den Fall, dass du das auch noch brauchst:

 

... syntaktisch - den Satzbau betreffend

  • Like 1
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Lieber helmut, es ist ok, wenn du zum Thema nichts sagen kannst, weil du die Begriffe nicht kennst. Kein Problem. :)

und ich dachte ich kriege was gelernt.*schmoll*

*neuerversuch* ist das auf deutsch sagbar? :winke:

Lieber Helmut, es würde mich schmerzen, wenn du an der Abstimmung nicht teilnehmen könntest. Du brauchst dafür nämlich keine Grammatikkenntnisse, sondern bloß dein eigenes Sprachgefühl. Das geht dann so:

 

Wenn du "richtung Alter Bahnhof" sagst, klickst du auf "Nominativ".

Wenn du "richtung Alten Bahnhofs" sagst, klickst du auf "Genitiv".

Wenn du "richtung Altem Bahnhof" sagst, klickst du auf "Dativ".

Wenn du "richtung Alten Bahnhof" sagst, klickst du auf "Akkusativ".

 

Und dass ich Blödsinn labere, sollst du ja ohnehin nicht anklicken.

 

So, ist doch ganz leicht, oder?

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