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Guest Juergen

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Guest Juergen
Es gibt zwar schon einen Thread zum Thema Buchtips im "Hasenstall" aber es soll ja (angeblich) auch Nichtkatholiken geben, die Bücher lesen, vielleicht sogar auch welche zum empfehlen haben.
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Guest Juergen

  • John Boslough: Jenseits des Ereignishorizonts. Stephen Hawking's Universum. Hamburg : Rowohlt, 1985.
  • Stephen W. Hawking: Eine kurze Geschichte der Zeit. Die Suche nach der Urkaft des Universums. Hamburg : Rowohlt, 1991.
  • Stephen W. Harking: Einsteins Traum. Expedition an die Grenzen der Raumzeit Hamburg : Rowohlt, 1993.
  • Frank J. Tipler: Die Physik der Unsterblichkeit. Moderne Kosmologie, Gott und die Auferstehung der Toten. München ; Zürich : Piper, 1994.
  • Reinhard Löw: Die neuen Gottesbeweise. Augsburg : Pattloch, 1994.
  • Günter Ewald: Die Physik und das Jenseits. Spurensuche zwischen Philosophie und Naturwissenschaft. Augsburg : Pattloch, 1998.

 

(Geändert von Juergen um 13:25 - 22.März.2003)

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Guest Juergen

  • Dieter Hattrup: Einstein und der würfelnde Gott. An den Grenzen des Wissens in Naturwissenschaft und Theologie. Freiburg u.a. : Herder, 2001.
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  • Dieter Hattrup: Die Wirklichkeitsfalle. Vom Drama der Wahrheitssuche in Naturwissenschaft und Philosophie Freiburg u.a. : Herder, 2003.
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(Geändert von Juergen um 17:29 - 25.März.2003)

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Guest Juergen

Etwas Belletristik:

 

Nicholas Monsarrat: The Kappillan of Malta. London 2001. (Erstauflage: London 1973)

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in deutsch:

Nicholas Monsarrat: Der Kaplan von Malta. Hamburg : Rowohlt, 1975 (rororo ; 4107).

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Angeles, Peter Adam: 1981, The Problem of God : A Short Introduction, Prometheus Books, New York.

 

Gründliche Auseinandersetzung und die Widerlegung der gängigsten Gottesbeweise.


Barker, Dan: 1992, Losing Faith In Faith. From Preacher To Atheist., Freedom From Religion Foundation, Madison, Leseprobe.

 

Ein fundamentalistischer Priester bekennt sich nach 19 Jahren Priesterdasein zum Atheismus. Eine gründliche und fundierte Auseinandersetzung mit dem Christentum und dem Glauben an Gott, sehr gut und humorvoll geschrieben.


Boyer, Pascal: 2002, Religion Explained: The Evolutionary Origins of Religious Thought, Basic Books, New York.

 

Ein faszinierend-geniales Buch eines Anthropologen zu den Ursprüngen der Religion. Im Unterschied zu vielen anderen Büchern dieser Art bietet Boyer nicht nur einen tiefgründigen Einblick in die verschiedensten religiösen Konzepte, sondern auch meist verblüffende und plausible Erklärungen derselben. Dabei blickt der Autor stets über den Tellerrand der gängigen Religionen und kommt so zu Einsichten über Wesen und Ursprung der Religionen, die umfassender und konsistenter sind als bisherige Theorien. Dieses Buch hat meine bisherige Auffassung von Religion völlig umgekrempelt.


Brams, Steven J.: 1983, Superior Beings - if They Exist, how Would We Know?: Game-Theoretic Implications of Omniscience, Immortality, and Incomprehensibility, Springer-Verlag, New York.

 

Eine spieltheoretische Analyse der gängigen Ideen über Gott und der Interaktion zwischen Gott und den Menschen. Brams weist nach, dass wir, wenn wir Gott tatsächlich begegnen sollten, wir nichts über seine Eigenschaften und Motive wissen können und bietet so ein intelligentes Plädoyer für den Agnostizismus. Leider wurde sein Buch von Theologen bislang weitgehend ignoriert, gilt aber unter Philosophen als bisher beste Begründung für die Vermutung, dass wir Gott nicht verstehen können, was theologische Gotteskonzepte vollständig entwertet.


Giovannoli, Joseph: 2000, The Biology of Belief: How Our Biology Biases Our Beliefs and Perceptions, Rosetta Press, Inc., New York.

 

Eine hervorragende Ergänzung zu dem Buch von Boyer. Giovannoli liefert eine präzise Beschreibung der Gründe, warum der Glauben tief in unserer Biologie verwurzelt ist, was schwer wiegende Konsequenzen für die Theologie hat. Obwohl Giovannoli nichts von Boyer wusste (und umgekehrt) ergänzen sich beide Theorien in verblüffender Weise. Wo sie sich überschneiden kommt Giovannoli zu ähnlichen Ergebnissen wie Boyer. Seine grundlegende Einsicht beschreibt, wie Glauben im limbischen System im Gehirn verankert wird und unsere Wahrnehmung strukturiert und subtil ändert. Besonders gut beschrieben wird, wie und warum religiöse Indoktrination wirkt und funktioniert und welche verheerende Wirkung religiöse Kindererziehung hat. Glauben ist nach Giovannoli ein sich selbst-korrumpierendes System zur Beeinflussung unserer Wahrnehmung von der Welt, eine Art Softwarevirus, der sich im Gehirn einnistet und sich dann weiter verbreitet. Die Funktionsweise dieses Virus und seine Zusammenarbeit mit der "Hardware" unseres Gehirns wird beschrieben und verifiziert. Boyer liefert für viele der Ideen Methoden der Verifizierung, so dass beides zusammen weit über die bisherigen Spekulationen hinausgeht.


Martin, Michael: 1992, Atheism: A Philosophical Justification, Temple University Press, Philadelphia.

 

Das ist wohl eines der gründlichsten und tiefschürfendsten Werke zur Rechtfertigung des Atheismus. Im ersten Teil beschäftigt sich Martin mit dem negativen Atheismus, d. h. der Widerlegung der Gründe, an einen Gott zu glauben. Dazu werden zunächst die fortgeschrittensten und ausgefeiltesten Argumente für Gott (die sog. Gottesbeweise) analysiert und widerlegt. Im zweiten Teil begründet Martin den positiven Atheismus, d. h. die Annahme, es gibt keinen Gott oder Götter. Das alles geschieht mit einer Gründlichkeit, die seinesgleichen sucht. Auch das Theodizeeproblem wird ausführlich behandelt und gängige Theodizeen auseinander genommen und widerlegt. Bekannte und weniger bekannte Argumente für den Glauben werden ausführlich behandelt. Eine Herausforderung für Theologen! Das wohl beste Werk über den Atheismus, welches ich bisher gelesen habe.


Martin, Michael: 1993, The Case Against Christianity, Temple University Press, Philadelphia.

 

Punkt-für-Punkt-Widerlegung des christlichen Glaubensbekenntnis (mit der Ausnahme der Existenz Gottes - diese Frage wird in dem Werk nicht berührt). Martin nimmt die fortgeschrittensten Ideen zur Begründung des christlichen Glaubens und weist in einer Diskussion der Argumente nach, dass die christlichen Argumente auf z. Teil schweren Denkfehlern beruhen.


Ranke-Heinemann, Uta: 2002, Nein und Amen. Mein Abschied vom traditionellen Christentum., Heyne, München.

 

Dieses Buch hat meine Mutter dazu veranlasst, den christlichen Glauben zu verwerfen, nach 74 Jahren strengen Glaubens an den Katholizismus. Eine gründliche und kenntnisreiche Demontage christlicher Dogmen durch die erste Professorin für katholische Theologie, die beschreibt, wie und warum sie sich vom christlichen Glauben abwandte und ihn als falsch erkannte.


Smith, George H.: 1979, Atheism : The Case Against God, Prometheus Books, New York.

 

Dies ist das Standardwerk des Atheismus. Obwohl es etwas hinter das Werk von Martin zurückfällt liefert es eine Fülle durchdachter Argumente gegen einen Glauben an Gott.


Streminger, Gerhard: 1992, Gottes Güte und die Übel der Welt, Das Theodizeeproblem, Mohr Siebeck, Tübingen.

 

In diesem Buch geht Streminger eines der wirklich packenden Probleme des monotheistischen Glaubens an: das Theodizeeproblem. Er stellt das Problem dar, die verwendeten Begriffe und analysiert dann sämtliche Einwände pro und contra in einer gründlichen Tiefe. Fazit des Buches: Das Theodizeeproblem ist nicht nur ungelöst, es ist außerdem auch noch unlösbar. Diese Behauptung wird brillant begründet, vor allem durch Rückgriff auf die Religionskritik von Schopenhauer und David Hume.

 

Was die Arbeit von Streminger auszeichnet, sind vor allem die Breite und die Tiefe der Argumentation. Jedes Argument wird genauestens analysiert und Punkt für Punkt widerlegt, und zwar auf allen Ebenen. Und immer, wenn man denkt, dass es mehr Einwände und Argumente nicht geben könne, dann findet er doch noch eine weitere Entgegnung.

 

Das Buch ist auch noch interessant und spannend zu lesen, und selbst wer nicht allen Argumenten folgen kann, der wird eine Fülle von Anregungen und Ideen und Denkanstößen finden. So existieren nicht nur Kapitel zu besonderer Literatur, die sich mit dem Leid in der Welt beschäftigt, sondern auch noch ein Kapitel zur jesuanischen Ethik und ihrer Kritik. Alles in allem ist dieses Buch eine sehr gute Auseinandersetzung mit dem Thema aus skeptischer Sicht, und jeder Theologe sollte es gelesen haben, um zu wissen, welche ungelösten Probleme seiner harren. Für Atheisten zeigt es, wie man mit rationaler Argumentation selbst mit theistischen Argumenten umgehen kann, die unwiderlegbar scheinen. Daher gibt es auch ein faszinierendes Kapitel zur Auseinandersetzung zwischen Vernunft und Glauben.

 

Die Konsequenzen aus dem Werk sind verheerend, denn es kann keinen gütigen Gott geben (und zwar selbst dann, wenn Gott als nicht allmächtig gedacht wird). Die Argumentation trifft sowohl das Christentum als auch den Islam.


Vollmer, Gerhard: 1988, Was können wir wissen? Band 1: Die Natur der Erkenntnis, S. Hirzel Verlag, Stuttgart.

Vollmer, Gerhard: 1988, Was können wir wissen? Band 2: Die Erkenntnis der Natur, S. Hirzel Verlag, Stuttgart.

 

Diese beiden Bücher beschäftigen sich weder mit Theologie noch mit Glauben oder Religion, sondern mit der Evolutionären Erkenntnistheorie (EET), der kopernikanischen Wende in der Theorie der Erkenntnis. Diese beiden Bände lieferten die ersten Grundlagen für meine Kritik des Glaubens.

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Guest Juergen

Jürgen HABERMAS: Erkenntnis und Interesse. Frankfurt : Suhrkamp, 1. Aufl 1973; 13. Aufl. 2001. (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft ; 1).

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Ein Buch mit rund 415 Seiten für Leute die Spass daran haben, sich durch teilweise nicht leicht verständliche philosophische Gedanken zu kämpfen.

 

(Geändert von Juergen um 13:05 - 5.April.2003)

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Die Bibel

 

Steht alles wichtige drin.

 

Nachtrag: Den Spaß haben wir miteinander. In der Gemeinde. Ganz ohne Bücher.

 

(Geändert von Torsten um 13:10 - 5.April.2003)

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Hast du all die langweiligerscheinenden Bücher gelesen, Jörg?. Naja, hauptsache lesen und sein Deutsch verbessern ist die Devise, was?  

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Guest Juergen

Und noch eine Buchempfehlung speziell für IRA

 

Nigel Cawthorne: Das Sexleben der Päpste. Die Skandalchronik des Vatikan. Köln 1999.

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Ein Buch, das ich gerade lese, finde ich schon jetzt besonders empfehlenswert (weiss noch nicht, ob ich das am Ende auch noch sagen werde, bin ja noch nicht durch :unsure: ).

 

"Life of Pi" von Yann Martell

 

Auf Deutsch "Schiffbruch mit Tiger"

 

Es geht um den Inder Piscine Molitor Patel (kurz: Pi), der gleichzeitig Hindu, Moslem und Christ sein möchte.

 

Hier ein kurzer Auszug aus dem Buch:

 

"There are always those who take it upon themselves to defend God, as if Ultimate Realtity, as if the sustaining frame of existence, were something weak and helpless. These people walk by a widow deformed by leprosy begging for a few paise, walk by children dressed in rags living in the street, and they think, "Business as usual." But if they perceive a slight against God, it is a different story. Their faces go red, their chests heave mightily, they sputter angry words. The degree of their indignation is astonishing[...] These people fail to realize that it is on the inside, that God must bei defended, not on the outside. [...] The main battlefield for good is not the open ground of the public arena but the small clearing of each heart. Meanwhile the lot of widows and homeless children is very hard, and it is to their defence, not God's, that the self-righteous should rush."

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Auf Deutsch "Schiffbruch mit Tiger" habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Es wird mal Zeit, das ich mich da ran mache.

 

Das beste Buch, das ich im vergangenen Jahr gelesen habe, war der "Roman eines Schicksallosen" von Imre Kertesz.

 

Booxtra schreibt: "Imre Kertesz ist etwas skandalöses gelungen: die Entmystifizierung von Auschwitz." Und das stimmt tatsächlich. Eine absolut trockene aber ehrliche Beschreibung ohne Tränendrüsen und aufgesetzte moralische Lehren. Trotzdem spannend und mit eine leicht philosophisch angehauchten Idee.

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Baumfaeller

Zum Hauptthema (soll man? wie kann man? wird das Studium angerechnet?) will ich mich nicht aeussern, denn (1) weiss ich die Antwort nicht, und (2) ist das eher eine private Frage.

 

Hier ist aber etwas interessantes zum Lesen. Kein hochgradig theoretisches Lehrbuch des Kirchenrechts, sondern ein Krimi (!): Titel ist "Basilica", Verfasser ist William Montalbano. Auf Englisch ist das Buch mit Sicherheit zu haben; eine Deutsche Uebersetzung habe ich noch nicht ausfindig gemacht. Da das ganze ein Roman ist, ist der Inhalt natuerlich keine genaue Beschreibung der Realitaet.

 

Das Buch ist geschrieben von einem Journalisten, der lange am Vatikan gearbeitet hat. Dem Buch nach zu urteilen, ist der Author ein glaeubiger Christ und Katholik, der aber erheblich Probleme mit dem heutigen Vatikan und den ausschlaggebenden Personen und Gruppen dort hat (Johannes Paul II, Ratzinger, verschiedene ultra-konservative Gruppen).

 

Auf jeden Fall, warum ist das Buch fuer den hier diskutierten Fall relevant? Weil in dem Buch interessante Dinge vorkommen: Ein Priester namens Luther (!!!), aus dem tiefsten Afrika, jetzt im Vatikan taetig, der seinem Beichtvater (Papst Pius XIII, Nachfolger von J.P. II) gesteht, dass er in Wirklichkeit nie geweiht worden ist und keinerlei formale theologische Ausbildung hat, dann der paepstlichen Leibwache zugeteilt wird, weil er ohne Weihe ja keine Sakramente ausfuehren kann, und dort mi dem besten Freund des Papstes, der ein ausrangierter Drogen-Polizist aus Miami ist, zusammenarbeitet. Wie Luther dann schliesslich die Priesterweihe erhaelt (sehr unueblich!) sage ich mal nicht, sonst verrate ich noch alles. Auf jeden Fall ist das Buch extrem gut zu lesen, spannend, erheiternd, und stellenweise bringt es auch interessante Fragen zu Tage. Ein guter Krimi, fuer Leute die sich fuer Religion interessieren.

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Ein alter Traum von Liebe, Nuala O’Faolain

 

"Ein alter Traum von Liebe" - was für ein sentimentaler Titel für ein Buch! Dazu würde ein Cover mit einem bonbonbunten Sonnenuntergang passen. Doch das Cover des zweiten Romans der irischen Journalistin und Autorin Nuala O’Faolain ist eine sehr zurückhaltende Schwarz-Weiße-Photographie und zeigt eine hügelige irische Landschaft, in der weder die typischen Steine auf den Wiesen fehlen noch der so leicht verhangene Himmel. Und genau so ist auch das Buch, auch wenn es der Titel erst nicht vermuten lässt: tiefgründig, mal lustig, mal schwermütig und vor allem: sehr irisch.

 

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