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Agnostischer Christ


GerhardIngold
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GerhardIngold

Ich glaube, dass es keine Erkenntnis gibt, ob ein Gottwesen existiert oder nicht. Ich glaube aber auch, dass Moses, Jesus Christus und Mohammed viele gute Gedanken gedacht, gelehrt und teils auch gelebt haben.

 

Für mich sind Moses, Jesus Christus und Mohammed Vordenker. Sie haben als Menschen unter der mythologischen Glocke gelebt. Dieses mythologische Weltbild ging von der irrigen Annahme aus, die Welt sei eine Scheibe. Dieses alte Weltbild hat Galileo Galilei durchbrochen. Er erbrachte den Beweis, dass die Erde eine Kugel und nicht der Mittelpunkt des Universums sei.

 

Das Universum besteht aus Milliarden und Abermilliarden von Sternen, Planeten und Meteoriten. Könnte ich mit Lichtgeschwindigkeit fliegen und jede Sekunde einen dieser Sterne usw. anfliegen, würde mein Leben nicht reichen, um alle anzufliegen. Damit ist das Reden über Gott auf unsere Erde beschränkt. Ob auf anderen bewohnten Planeten im Universum ähnliche Gotteserkenntnisse gibt oder vielmehr Gottesbehauptungen gewachsen sind, wird wahrscheinlich nie in Erfahrung gebracht werden können. Was alle Gottesverehrer aller Religionen und alle Gottesleugner über ein Gottwesen oder über die Verneinung eines Gottwesens lehren, waren und sind daher wilde Spekulationen. Teils enthalten die theologischen und philosophischen Schriften realitätsnahe Aussagen. Sie blieben und bleiben aber alle nur kümmerliche Versuche, dem Dasein einen Sinn zu geben. Oder schlimmer noch: Sie waren und sind Versuche ungebildete Menschen mit Lehraussagen knechten und damit über diese Menschen Macht gewinnen zu können.

 

Alles, was ich schreibe, ist mein persönlicher Versuch, mir für mein Dasein eine Antwort zu geben. Ob es letztlich eine Geisteswelt hinter der sichtbaren Welt gibt, muss ich offen lassen. Ich kann und will kein Gottwesen absolut ein- oder ausschließen. Ich bin Wanderer. Auf jedem Bergkamm stehe ich still und staune über die neuen Erkenntnisse. Einst werde ich auf dem Berggipfel meines Lebens stehen. Erst dort angekommen werde ich sehen, ob sich hinter diesem letzten Berg neue Täler auftun.

 

Für mich aber ist Jesus Christus dennoch Vordenker. Seine Forderungen nach gelebter Nächstenliebe, gelebter Barmherzigkeit, gelebtem Gewaltverzicht, gelebtem Schwächstenschutz, gelebter Armutsüberwindung und gelebter Feindesliebe sind schöpfungsbewahrende Forderungen. Besonders dann, wenn sie auch auf die Natur, die Tiere und nicht nur auf Menschen Anwendung finden.

 

Gerhard

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Christ ist, wer den Kreuzestod Christ und seine Auferstehung bekennt. Im Interesse begrifflicher Klarheit solltest du für dein Konzept einen anderen Namen suchen.

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Christ ist, wer den Kreuzestod Christ und seine Auferstehung bekennt. Im Interesse begrifflicher Klarheit solltest du für dein Konzept einen anderen Namen suchen.

Sollten wir endlich eine Definition für den Begriff "Christ" haben? Bisher gab es darüber meines Wissens hier kein Einvernehmen unter den Gläubigen.

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GermanHeretic

Alles schön und gut, aber bevor jemand anhand des Beitrag sein Naturkundewissen versaut, ein paar Klarstellungen:

Dieses mythologische Weltbild ging von der irrigen Annahme aus, die Welt sei eine Scheibe. Dieses alte Weltbild hat Galileo Galilei durchbrochen. Er erbrachte den Beweis, dass die Erde eine Kugel und nicht der Mittelpunkt des Universums sei.

Galileo braucht nicht zu beweisen ,daß die Erde eine "Kugel" ist, das war zu seiner Zeit schon fast 2000 Jahre lang Allgemeingut. Erastothenes maß den Umfang schon ziemlich genau im 3. vorchristlichen Jhd.

 

Könnte ich mit Lichtgeschwindigkeit fliegen und jede Sekunde einen dieser Sterne usw. anfliegen, würde mein Leben nicht reichen, um alle anzufliegen.

Würde man mit LG fliegen brauchte es Jahre, um von einem Stern zum anderen zu gelangen. Selbst die Erde ist acht Lichtsekunden von der Sonne weg.

 

Nun zur Theologie:

 

Was alle Gottesverehrer aller Religionen und alle Gottesleugner über ein Gottwesen oder über die Verneinung eines Gottwesens lehren, waren und sind daher wilde Spekulationen. Teils enthalten die theologischen und philosophischen Schriften realitätsnahe Aussagen. Sie blieben und bleiben aber alle nur kümmerliche Versuche, dem Dasein einen Sinn zu geben. Oder schlimmer noch: Sie waren und sind Versuche ungebildete Menschen mit Lehraussagen knechten und damit über diese Menschen Macht gewinnen zu können.

 

[...]

 

Für mich aber ist Jesus Christus dennoch Vordenker.

Ah, obwohl dieses Vordenken nur ein kümmerlicher Versuch ist, dem Dasein einen Sinn zu geben, und schlimmer noch, ungebildete Menschen mit Lehraussagen zu knechten?

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Christ ist, wer den Kreuzestod Christ und seine Auferstehung bekennt. Im Interesse begrifflicher Klarheit solltest du für dein Konzept einen anderen Namen suchen.

Sollten wir endlich eine Definition für den Begriff "Christ" haben?

Warum sollten wir...Dir kann es doch wurscht sein, wie sich das definiert, was Dir nur Verhöhnung wert ist...ich brauch jedenfalls keine Definition die ich mit Dir gemeinsam hätte-

 

 

Bisher gab es darüber meines Wissens hier kein Einvernehmen unter den Gläubigen.

Ich denke das liegt am bescheidenen Umfang Deines religiösen Wissens.

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GermanHeretic

..... zu knechten?

Endlich wieder! Ich hab den Knechtsgott schon so vermisst. :winke:

 

Wieder nur ein Wort gelesen, und Pawlow bimmelte im Hirn? Beschwer Dich beim Strangersteller, ich habe diesmal nur zitiert.

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Alles schön und gut, aber bevor jemand anhand des Beitrag sein Naturkundewissen versaut, ein paar Klarstellungen:

Dieses mythologische Weltbild ging von der irrigen Annahme aus, die Welt sei eine Scheibe. Dieses alte Weltbild hat Galileo Galilei durchbrochen. Er erbrachte den Beweis, dass die Erde eine Kugel und nicht der Mittelpunkt des Universums sei.

Galileo braucht nicht zu beweisen ,daß die Erde eine "Kugel" ist, das war zu seiner Zeit schon fast 2000 Jahre lang Allgemeingut. Erastothenes maß den Umfang schon ziemlich genau im 3. vorchristlichen Jhd.

 

 

Nur ergaenzend moechte ich erinnern, dass nach dem letzten experimentellen Belegt durch die Weltumsegelung Fernando de Magallanes noch ueber 40 Jahre vergangen sind, bevor Galileo Galilei das Licht der Welt erblickte.

 

 

Könnte ich mit Lichtgeschwindigkeit fliegen und jede Sekunde einen dieser Sterne usw. anfliegen, würde mein Leben nicht reichen, um alle anzufliegen.

Würde man mit LG fliegen brauchte es Jahre, um von einem Stern zum anderen zu gelangen. Selbst die Erde ist acht Lichtsekunden von der Sonne weg.

 

 

Betraegt nicht sogar der mittlere Abstand der Sternen im Zentrum unserer Galaxie etwa 20 Lichtstunden bis einige Lichttage?

 

DonGato.

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GermanHeretic
Betraegt nicht sogar der mittlere Abstand der Sternen im Zentrum unserer Galaxie etwa 20 Lichtstunden bis einige Lichttage?

Wir wohnen aber in der Vorstadt, nicht im Zentrum. Und zw. einigen Lichtstunden und einer Sekunde ist auch noch ein Faktor von ein paar Tausend.

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Christ ist, wer den Kreuzestod Christ und seine Auferstehung bekennt. Im Interesse begrifflicher Klarheit solltest du für dein Konzept einen anderen Namen suchen.

Sollten wir endlich eine Definition für den Begriff "Christ" haben? Bisher gab es darüber meines Wissens hier kein Einvernehmen unter den Gläubigen.

 

So simple wie die Definition von KAM auch erscheinen mag, so stellt sie schon die kleinste Gemeinsamkeit aller christlicher Stroemungen dar. Dass sie eventuell nicht vollstaenig ausrechen mag, sich gegen jede Variante der Gnosis abzugrenzen, erscheint mir in dem Zusammenhang nicht bedeutend. Doch im Gegensatz zu GerhardIngolds Ansicht, der prinzipell alle spirituellen und nicht-spiritullen Weltanschauungen des Planetens die einen minimalen Humanismus beinhalten unter Christentum subsummiert, hat KAMs Definition einen abgrenzende Funktion.

 

A mi modo de ver

DonGato.

Edited by DonGato
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Betraegt nicht sogar der mittlere Abstand der Sternen im Zentrum unserer Galaxie etwa 20 Lichtstunden bis einige Lichttage?

Wir wohnen aber in der Vorstadt, nicht im Zentrum. Und zw. einigen Lichtstunden und einer Sekunde ist auch noch ein Faktor von ein paar Tausend.

Ich wollte nur die Richtigkeit Deiner Worte unterstreichen. Fuer die Dimensionen des Universums ist eine Lichtsekunde eine winzig kurze Distanz und zwei Sterne, die nur Lichtsekunden voneinander entfernt sind, sollte innerhalb der Roche-Grenze liegen.

 

A mi modo de ver

DonGato.

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GermanHeretic
Betraegt nicht sogar der mittlere Abstand der Sternen im Zentrum unserer Galaxie etwa 20 Lichtstunden bis einige Lichttage?

Wir wohnen aber in der Vorstadt, nicht im Zentrum. Und zw. einigen Lichtstunden und einer Sekunde ist auch noch ein Faktor von ein paar Tausend.

Ich wollte nur die Richtigkeit Deiner Worte unterstreichen. Fuer die Dimensionen des Universums ist eine Lichtsekunde eine winzig kurze Distanz und zwei Sterne, die nur Lichtsekunden voneinander entfernt sind, sollte innerhalb der Roche-Grenze liegen.

Ja, die Rochegrenze unserer Sonne liegt bei etwas mehr als 5 Lichtsekunden.

 

Ich habe übrigens Blödsinn geschrieben, der Abstand zw. Erde und Sonne beträgt selbstverständlich acht Lichtminuten.

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Betraegt nicht sogar der mittlere Abstand der Sternen im Zentrum unserer Galaxie etwa 20 Lichtstunden bis einige Lichttage?

Wir wohnen aber in der Vorstadt, nicht im Zentrum. Und zw. einigen Lichtstunden und einer Sekunde ist auch noch ein Faktor von ein paar Tausend.

Ich wollte nur die Richtigkeit Deiner Worte unterstreichen. Fuer die Dimensionen des Universums ist eine Lichtsekunde eine winzig kurze Distanz und zwei Sterne, die nur Lichtsekunden voneinander entfernt sind, sollte innerhalb der Roche-Grenze liegen.

Ja, die Rochegrenze unserer Sonne liegt bei etwas mehr als 5 Lichtsekunden.

 

Ich habe übrigens Blödsinn geschrieben, der Abstand zw. Erde und Sonne beträgt selbstverständlich acht Lichtminuten.

Im Mittel! Soviel Zeit muss sein.

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Betraegt nicht sogar der mittlere Abstand der Sternen im Zentrum unserer Galaxie etwa 20 Lichtstunden bis einige Lichttage?

Wir wohnen aber in der Vorstadt, nicht im Zentrum. Und zw. einigen Lichtstunden und einer Sekunde ist auch noch ein Faktor von ein paar Tausend.

Ich wollte nur die Richtigkeit Deiner Worte unterstreichen. Fuer die Dimensionen des Universums ist eine Lichtsekunde eine winzig kurze Distanz und zwei Sterne, die nur Lichtsekunden voneinander entfernt sind, sollte innerhalb der Roche-Grenze liegen.

Ja, die Rochegrenze unserer Sonne liegt bei etwas mehr als 5 Lichtsekunden.

 

Ich habe übrigens Blödsinn geschrieben, der Abstand zw. Erde und Sonne beträgt selbstverständlich acht Lichtminuten.

Im Mittel! Soviel Zeit muss sein.

 

Kleingeist ;)

Das Perihel liegt bei 8.18 und das Aphel 8.45 Lichtminuten ...

 

DonGato.

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Betraegt nicht sogar der mittlere Abstand der Sternen im Zentrum unserer Galaxie etwa 20 Lichtstunden bis einige Lichttage?

Wir wohnen aber in der Vorstadt, nicht im Zentrum. Und zw. einigen Lichtstunden und einer Sekunde ist auch noch ein Faktor von ein paar Tausend.

Ich wollte nur die Richtigkeit Deiner Worte unterstreichen. Fuer die Dimensionen des Universums ist eine Lichtsekunde eine winzig kurze Distanz und zwei Sterne, die nur Lichtsekunden voneinander entfernt sind, sollte innerhalb der Roche-Grenze liegen.

Ja, die Rochegrenze unserer Sonne liegt bei etwas mehr als 5 Lichtsekunden.

 

Ich habe übrigens Blödsinn geschrieben, der Abstand zw. Erde und Sonne beträgt selbstverständlich acht Lichtminuten.

Im Mittel! Soviel Zeit muss sein.

 

 

Kleingeist ;)

Das Perihel liegt bei 8.18 und das Aphel 8.45 Lichtminuten ...

 

DonGato.

 

Das macht in Metern wieviel, mein Herr? Das dauert zu Fuß wie lange?

 

 

*kniep*

Edited by teofilos
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Das macht in Metern wieviel, mein Herr? Das dauert zu Fuß wie lange?

 

 

*kniep*

:)

 

Gerade mal schlaffe 5 Millionen km - so sportlich, wie Du gebaut ist, schaffst Du das locker in 140 Jahren (Pausen eingerechnet) ...

 

DonGato.

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Das macht in Metern wieviel, mein Herr? Das dauert zu Fuß wie lange?

 

 

*kniep*

:)

 

Gerade mal schlaffe 5 Millionen km - so sportlich, wie Du gebaut ist, schaffst Du das locker in 140 Jahren (Pausen eingerechnet) ...

 

DonGato.

Danke! Geht doch. Das wollt ich nur wissen.

 

Im Deutschen heißt es übrigens "... wie Du gebaut warst ..."

Edited by teofilos
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Danke! Geht doch. Das wollt ich nur wissen.

 

Im Deutschen heißt es übrigens "... wie Du gebaut warst ..."

 

Ich werde das Gefuehl nicht los, Du arbeitst mit subliminalen Botschaften ;)

 

DonGato.

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Danke! Geht doch. Das wollt ich nur wissen.

 

Im Deutschen heißt es übrigens "... wie Du gebaut warst ..."

 

Ich werde das Gefuehl nicht los, Du arbeitst mit subliminalen Botschaften ;)

 

DonGato.

*Seufz* Ja. Man funkt halt so vor sich hin und hofft eine "Verwandte Seele" in den weiten des Internets zu finden, die die Signale versteht. Darf auch eine Wiedergeborene sein.

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GerhardIngold

Alles schön und gut, aber bevor jemand anhand des Beitrag sein Naturkundewissen versaut, ein paar Klarstellungen:

Dieses mythologische Weltbild ging von der irrigen Annahme aus, die Welt sei eine Scheibe. Dieses alte Weltbild hat Galileo Galilei durchbrochen. Er erbrachte den Beweis, dass die Erde eine Kugel und nicht der Mittelpunkt des Universums sei.

Galileo braucht nicht zu beweisen ,daß die Erde eine "Kugel" ist, das war zu seiner Zeit schon fast 2000 Jahre lang Allgemeingut. Erastothenes maß den Umfang schon ziemlich genau im 3. vorchristlichen Jhd.

 

Könnte ich mit Lichtgeschwindigkeit fliegen und jede Sekunde einen dieser Sterne usw. anfliegen, würde mein Leben nicht reichen, um alle anzufliegen.

Würde man mit LG fliegen brauchte es Jahre, um von einem Stern zum anderen zu gelangen. Selbst die Erde ist acht Lichtsekunden von der Sonne weg.

 

Nun zur Theologie:

 

Was alle Gottesverehrer aller Religionen und alle Gottesleugner über ein Gottwesen oder über die Verneinung eines Gottwesens lehren, waren und sind daher wilde Spekulationen. Teils enthalten die theologischen und philosophischen Schriften realitätsnahe Aussagen. Sie blieben und bleiben aber alle nur kümmerliche Versuche, dem Dasein einen Sinn zu geben. Oder schlimmer noch: Sie waren und sind Versuche ungebildete Menschen mit Lehraussagen knechten und damit über diese Menschen Macht gewinnen zu können.

 

[...]

 

Für mich aber ist Jesus Christus dennoch Vordenker.

Ah, obwohl dieses Vordenken nur ein kümmerlicher Versuch ist, dem Dasein einen Sinn zu geben, und schlimmer noch, ungebildete Menschen mit Lehraussagen zu knechten?

 

Selbstverständlich hast Du recht. Man müsste schneller als die Lichtgeschwindigkeit sein, um jede Sekunde auf einem anderen Stern zu sein.

 

Und auch Deine Aussage über das Knechten ist leider traurige Realität. Und ich fürchte, selbst meine sechs Grundgedanken können knechten. Ich selbst erlebte aber den Chefvordenker, als ich noch in der Bibel las, nicht als knechtend sondern sanft tröstend. Besonders gegenüber den Schwächsten. Da kam mir bei Paulus mehr der knechtende Pharisäer durch als bei Jesus. Aber das sind Empfindungen, welche andere sicher nicht teilen.

 

Gerhard

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GerhardIngold

Christ ist, wer den Kreuzestod Christ und seine Auferstehung bekennt. Im Interesse begrifflicher Klarheit solltest du für dein Konzept einen anderen Namen suchen.

 

Jesus selbst hat den Sühneopfer-Gedanke vermutlich nicht vertreten. Selbst wenn im Johannesevangelium einige Aussagen meine Sichtweise widerlegen. Nun aber enthält das Johannesevangelium eher den gewachsenen Glauben der jungen Christenheit und weniger wirkliche Worte Jesus.

 

Glauben, Hoffnung und die Liebe sieht auch Paulus als Grundlagen. Er stellt die Liebe aber über unseren Glauben und unsere Hoffnung. Liebe hat immer mit Praxis zu tun. Glaube und Hoffnung sind reine Kopf-Aktivitäten. Wenn diese Kopf-Aktivitäten keine Praxis der Liebe hervorbringen, sind sie wertlos. Wenn ich mit meinem Kopf die Dogmen verwerfe, aber in der Praxis die Liebe lebe, erachte ich mich doch als Christ oder eben als agnostischer Christ.

 

Gerhard

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Hallo Gerhard! Ich finde du hast ein sehr originellen, lebendigen Schreibstil. Ja wir sind alle Wanderer auf den Pfaden des Lebens. Viele versuchen ständig irgendwelche Ziele zu erreichen, und sind sie an Einem angekommen, setzen sie sich ein Neues. Der Erleuchtete ist immer im Ziel, denn für ihn ist es der Weg. Ich würde deine Ansichten als Jesustum bezeichnen, weil du den Meister als Mensch verehrst. Das Christentum was in der Folge entstand, ist eine Abstraktion des Anliegens von Jesus. Ich denke Jesus wollte das wir uns selbst begegnen, als das wir sein Verhalten kopieren. Seine Menschlichkeit ist atemberaubend.

Brahman

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GerhardIngold

Hallo Gerhard! Ich finde du hast ein sehr originellen, lebendigen Schreibstil. Ja wir sind alle Wanderer auf den Pfaden des Lebens. Viele versuchen ständig irgendwelche Ziele zu erreichen, und sind sie an Einem angekommen, setzen sie sich ein Neues. Der Erleuchtete ist immer im Ziel, denn für ihn ist es der Weg. Ich würde deine Ansichten als Jesustum bezeichnen, weil du den Meister als Mensch verehrst. Das Christentum was in der Folge entstand, ist eine Abstraktion des Anliegens von Jesus. Ich denke Jesus wollte das wir uns selbst begegnen, als das wir sein Verhalten kopieren. Seine Menschlichkeit ist atemberaubend.

Brahman

 

Wir Menschen sind unterschiedlich unterwegs. Ich selbst wünsche für mich, nie "erleuchtet" zu werden. Mir würde dieser Zustand als Stillstand vorkommen. Aber vermutlich, würde ich mir als Erleuchteter gar keine solchen kritischen Gedanken mehr machen. Aber letztlich geht es mir nicht um Glauben und Denken. Das sind nur abstrakte Kopfvorgänge. Wenn ich zB bekennen würde, Jesus sei auferstanden, würde das mein praktisches Leben mehr beeiflussen, als wenn ich "erledigt ist" auf die Auferstehung anwende?

 

Was mir bisher aufgefallen ist, in weltlichen Foren herrscht ein anderer Umgangston als in islamischen, katholischen, freikirchliche Foren. In den weltlichen Foren erlebe ich mehr Respekt und Achtung gegenüber Andersdenkenden und Andersglaubenden. Das schockte mich und schockt mich. Jedenfalls möchte ich nicht mit fundamentalistischen Katholiken, Muslimen, Freikirchenleuten usw. in einen Himmel kommen. Da würde ich lieber den Ort wählen, wo nach Paulus, die Kinderschänder, Alkoholiker, die Hommosexuellen usw. hinkommen.

 

Darum: meine Definition "Agnostischer Christ" ist nur für Menschen relevant, welche ihre Mitmenschen gerne in Schubladen einordnen. Aber in Wirklichkeit ist das Menschsein viel komplexer. Definitionen sind eben nur Kopfvorgänge. Wie dann der praktische Alltag aussieht, wäre aber wirklich entscheidend. Mein Umgangston mit den Menschen, welche ich als Pflegefachmann in einer Senioren-Residenz betreue.

 

Theorien sind also letztlich nur so gut, wie sie im praktischen Leben sichtbar werden.

 

Gerhard

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