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Internet & Sucht


Guest jakob

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Hallo,

 

unsere Umwelt besteht - gerade in der "westlichen" Welt aus einer Unzahl von Freizeitangeboten. In vielen Fällen sind auch schädigende Einflüsse unserer Freizeitangebote bekannt.

 

In einer sich immer schneller drehenden Spirale hechelt die Wissenschaft Erkenntnissen hinterher, um die Zusammenhänge unseres Daseins zu beleuchten.

Ich möchte mich da nicht ausnehmen. Hier gibt es nicht wenige, die ein gerüttelt Maß an Zeit vor dem PC verbringen und sich in Chats und Foren aufhalten. Ich finde es wichtig einmal über die Bedeutung und den Stellenwert von Internetforen nachzudenken(ich schreibe dies auch vor dem Hintergrund meiner eigenen Erfahrungen in diversen Foren - durchaus selbstkritisch): Was ist wichtig???

 

Diese Studie nimmt Stellung zu einigen Aspekten der Internetsucht.

 

Nur mal so zwischendurch  

"jakob"

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Internetsucht......... *pfeif*

ja, ich glaub, ich weiß, was du meinst. Ich glaub, ich hab mich jetzt im Griff, aber als ich in meiner Studentenbude damals neu Internet hatte, war das echt arg. Hat sich jetzt zum Glück gelegt, aber das ist öfter so, wenn man ein neues Spielzeug hat.

Aber ich denke, der persönliche Kontakt und Austausch mit anderen darf bei aller virtueller Welt nicht zu kurz kommen.

Liebe Grüße

lumie

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Quelle: RP-Online.

 

 

"Psychologen: Internet macht einsam - Zu viel surfen führt zu "Techno-Autismus"

 

Düsseldorf (rpo). Psychologen schlagen Alarm: Internet macht

einsam. Etwa 90 Prozent der Männer, 85 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Kinder suchten im weltweiten Datennetz nach Liebe und Freundschaft, hieß es auf einem Psychologenkongress in Rom.

 

Vor allem bei Kindern führe übermäßige Nutzung zu einem Besorgnis erregenden Syndrom, dem die Experten den Namen "Techno-Autismus" gaben: Die Kinder seien unaufmerksam, nervös und unfähig, ohne Vermittlung des Computers zwischenmenschliche Gefühle auszudrücken. "Immer mehr emotionale Bindungen spielen sich über den Bildschirm ab, ob bei Erwachsenen oder Kindern", beklagte der Vorsitzende des italienischen Psychologenverbands.

Den Experten zufolge sind vor allem junge Männer zwischen 16 und 40 Jahren von suchtartiger Nutzung des Internet betroffen. Zehn Prozent von ihnen seien mehr als 60 Stunden pro Woche online. 90 Prozent der männlichen Nutzer besuchten erotische Sites, bei den Frauen sind es 85 Prozent. Elektronische Kommunikation mittels einer Online-Kamera ( "Webcam" ) werde immer beliebter. "

 

Gruß

jakob.

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Seit ich Internet habe ist mein TV Konsum auf, naja, 4 - 5 Stunden(was schon hochgeschätzt ist) gesunken, pro Woche! Es interessiert mich kaum noch.

 

(Ist das jetzt wie der Umstieg von weichen auf harte Drogen? :))

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Hallo,

 

letztlich geht es doch um Fragen wie diese:

 

1. Welchen Stellenwert hat das Internet in meinem Leben?

 

2. Leiden andere wichtige Faktoren meines Lebens unter dem Internet (Familie, Freunde, Beruf)?

 

3. Setze ich meine Bedürfnisse durch meinen Internetgebrauch zurück (Schlaf, Essen, Sozialkontakte, Bewegung)?

 

 

Vermutlich könnte man die Liste noch verlängern.

 

Richtig problematisch finde ich es auch mit Kindern den richtigen Umgang mit Medien wie dem Internet einzuüben,

 

viele Grüße,

 

Matthias.

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Ja. Torsten. Das könnte in etwa hinkommen.

 

Selbsthilfegruppe online?

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Guest jakob

Rund eine Million Internet-Süchtige surfen bis zum Morgengrauen

 

Von Tobias D. Höhn, dpa

 

 

 

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Hamburg (dpa) - Hektisch klickt sich der junge Mann durch das Internet, seine Augen glänzen vom langen Starren auf den Monitor. Nach einer Nacht vor dem Computer endet die Surf-Tour und draußen bricht der neue Morgen an.

 

«Das ist kein Einzelfall. Immer mehr Menschen tauschen die virtuelle Welt gegen das persönliche Umfeld ein», sagt Rolf Hüllinghorst, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Rund eine Million Deutsche sind nach Expertenschätzung bereits süchtig nach dem «www», Tendenz steigend.

 

Drogen, Kaufrausch, Glücksspiel - die Sucht kennt viele Gesichter. Und alle haben eines gemein. «Die Betroffenen verlieren die Kontrolle über sich selbst, dürsten nach immer mehr und vernachlässigen ihr soziales Umfeld», erläutert Hüllinghorst. Ob Mann oder Frau, Teenager oder Mitdreißiger, Schüler oder Geschäftsmann - alle seien gefährdet. In vielen Studentenwohnheimen gibt es bereits einen kostenlosen Highspeed-Internetzugang. Damit sinke die Einstiegsschwelle. «Aber auch auf dem platten Land ist das schnelle Internet mittlerweile verfügbar», berichtet der Geschäftsführer der Hessischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren, Wolfgang Schmidt. Während torkelnde Alkoholiker meist auffallen, fristen Internet-Junkies ein Schattendasein vor dem heimischen PC und unbemerkt von der Öffentlichkeit.

 

Mit billigeren Computern und Flatrates, kostenloser Zugangssoftware und schnellen Datenverbindungen drohen immer mehr Menschen in die Abhängigkeit zu rutschen. Die Angebote scheinen verlockend. In so genannten Chatrooms tauschen sich wildfremde Menschen unter Fantasienamen über intimste Gefühle aus, ohne ein Stück ihrer Identität preiszugeben. Schillernde Animationen, Spiele, Erotik-Angebote und Werbe-Pop-Ups verlocken zum wahllosen Stöbern. «Es ist eine seelische Abhängigkeit, die Angst etwas zu verpassen. Einen Wecker neben den Computer zu stellen, reicht längst nicht aus», sagt Schmidt. DHS-Chef Hüllinghorst plädiert deshalb für Informationsbanner auf den Websites: «Achtung! Wie lange sitzen Sie schon am Computer?»

 

Doch ganz so einfach ist es nicht. Der Grat zwischen Amusement und Abhängigkeit ist schmal. Bislang gibt es kaum Studien über Internetsucht und nur wenige Erhebungen über die Zahl der Erkrankten. Als Vorreiter in Deutschland gilt der Leiter des Münchener Therapiezentrums für Internet-Abhängige, Oliver Seemann. Er entwickelte sechs Kriterien, anhand derer Gefährdete ihr Suchtpotenzial einschätzen können. Eindeutige Indikatoren sind danach: Starkes Verlangen zum Internetgebrauch, Kontrollverlust, Entzugserscheinungen, deutliche Probleme im direkten sozialen Leben wegen der häufigen Nutzung des Internets, starker Rückzug aus dem privaten Umfeld und Fortsetzung des schädlichen Verhaltens.

 

In einer Online-Umfrage beantworteten 4,6 Prozent fünf dieser Fragen mit Ja und gelten damit als abhängig. Nach dieser Hochrechnung gäbe es in Deutschland sogar 1,5 Millionen Internet-Süchtige. «Ein Gesunder geht zur Kontaktsuche vielleicht in den Biergarten, ein Süchtiger sucht im Internet. Wird's zu heiß, drückt er die "Enter"- Taste und raus ist er», sagt der Psychiater. Die permanente Surflust wollen die Mediziner jetzt für einen neuen Therapieansatz nutzen, erklärt der Chef der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren, Olaf Rilke. Statt sich bei einem Psychologen oder Psychiater auf die Couch zu legen, sollen die Abhängigen in die Online-Sprechstunde kommen - anonym und unverbindlich.

 

Internet: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen: http://www.dhs.de; Hessische Landesstelle gegen die Suchtgefahren: http://www.hls- online.org; Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren: http://www.slsev.de

 

 

 

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erschienen am 11.03.2003 um 14:15 Uhr

© WELT.de  

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Wer der?

 

Der, der da da ist?

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Wieso, Ute? Jakob ist doch kein Dadaist?

 

(Bevor der da da war, war Dada da, und bevor Dada da war, warst Du da Dada? Oder so ähnlich?)

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Wie sieht's aus?

Manche sind so süchtig, dass sie sogar durch die Hintertür noch nach Aufmerksamkeit geifern.

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Der Übergang von der Leidenschaft zur Sucht ist sowieso gleitend.

 

Manchmal ist Sucht auch praktisch, ich bin computersüchtig - und lebe sehr gut davon.

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Rund eine Million Internet-Süchtige surfen bis zum Morgengrauen

 

In der Tat ein Problem - für einige der One Million Surfers

 

Besonders Jugendliche dürften damit konfrontiert sein. :blink: Naja, selbst hängt man auch so manche Stunden in die HTML-Bastlerei rein - und schwupps sind es mehrere Stunden.

Irgendein LKW muss man ja haben :blink:

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Naja, selbst hängt man auch so manche Stunden in die HTML-Bastlerei rein - und schwupps sind es mehrere Stunden.

Und?

 

Dann kann dir auf der Straße oder irgendwo anders schon nichts passieren.

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T-DSL 768 kostete bislang 12,99 Euro, dieser Anschluss wird dann bei technischer Machbarkeit zum 1. April auf T-DSL 1000 umgestellt. http://www.heise.de/newsticker/meldung/45036

 

 

Heißt das ab dem 1. April wird das Internet schneller und man muss nicht mehr bezahlen, sondern den schon eh zu überhöhten Preis weiterhin?

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Wieso, Ute? Jakob ist doch kein Dadaist?

 

(Bevor der da da war, war Dada da, und bevor Dada da war, warst Du da Dada? Oder so ähnlich?)

Also, Thomas, nicht ganz!

 

Klar war Dada da, bevor der da da war, aber bevor Dada da war, war ich da zwar da, aber ich war da nicht Dada. Strenggenommen war ich noch nie Dada, wenn ich da war. Unter Umständen liegt das daran, dass ich nicht der da, sondern die da bin (und auch war, sogar da).

 

Alles klar da?

 

Grüßli

 

Ute

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