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Leben der Christen in der Welt


Flo77
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Hallo Zusammen,

 

der Brief an Diogenet (ich komme drauf, weil meine Eminenz ihn in seiner Neujahrsansprache zitiert hat) enthält folgende Passage in Kap. 5:

 

Denn die Christen sind weder durch Heimat noch durch Sprache und Sitten von den übrigen Menschen verschieden. Sie bewohnen nirgendwo eigene Städte, bedienen sich keiner abweichenden Sprache und führen auch kein absonderliches Leben. Keineswegs durch einen Einfall oder durch den Scharfsinn vorwitziger Menschen ist diese ihre Lehre aufgebracht worden und sie vertreten auch keine menschliche Schulweisheit wie andere. Sie bewohnen Städte von Griechen und Nichtgriechen, wie es einem jeden das Schicksal beschieden hat, und fügen sich der Landessitte in Kleidung, Nahrung und in der sonstigen Lebensart, legen aber dabei einen wunderbaren und anerkanntermassen überraschenden Wandel in ihrem bürgerlichen Leben an den Tag. Sie bewohnen jeder sein Vaterland, aber nur wie Beisassen; sie beteiligen sich an allem wie Bürger und lassen sich alles gefallen wie Fremde; jede Fremde ist ihnen Vaterland und jedes Vaterland eine Fremde. Sie heiraten wie alle andern und zeugen Kinder, setzen aber die geborenen nicht aus. Sie haben gemeinsamen Tisch, aber kein gemeinsames Lager. Sie sind im Fleische, leben aber nicht nach dem Fleische. Sie weilen auf Erden, aber ihr Wandel ist im Himmel. Sie gehorchen den bestehenden Gesetzen und überbieten in ihrem Lebenswandel die Gesetze.
Brief an Diogenet, Bibliothek der Kirchenväter

 

Was bei mir allerdings Fragen aufwirft:

 

Wenn die Christen keine andere menschliche Schulweisheit vertreten - was sagt das über den Kreationismus?

 

Und was bitte meint

Sie haben gemeinsamen Tisch, aber kein gemeinsames Lager.
?

 

Die letzten beiden Sätze sind wohl eher eine Antwort auf Claudias Anspruchsthread...

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Klaus Klammer

 

Und was bitte meint

Sie haben gemeinsamen Tisch, aber kein gemeinsames Lager.
?

 

Ich würd das ganz wörtlich verstehen.

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Lieber Flo,

 

 

 

...

Wenn die Christen keine andere menschliche Schulweisheit vertreten - was sagt das über den Kreationismus?...

# Daß ein Kreationismus sich irrt, der wähnt, Leben sei so entstanden wie Kreationisten Genesis 1,ff verstehen wollen.

 

# Daß sich der Darwinismus irrt, der wähnt Leben entstehe und entwickle sich per Zufall.

 

"Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich träumen lässt" Hamlet.

 

 

Ohne GOTT den intelligenten Designer den Erschaffer aller Möglichkeiten - auch die des Evolutionsmechanismus - geht gar nichts.

 

 

 

 

Gruß

josef

Edited by josef
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GerhardIngold

Hallo Zusammen,

 

der Brief an Diogenet (ich komme drauf, weil meine Eminenz ihn in seiner Neujahrsansprache zitiert hat) enthält folgende Passage in Kap. 5:

 

Denn die Christen sind weder durch Heimat noch durch Sprache und Sitten von den übrigen Menschen verschieden. Sie bewohnen nirgendwo eigene Städte, bedienen sich keiner abweichenden Sprache und führen auch kein absonderliches Leben. Keineswegs durch einen Einfall oder durch den Scharfsinn vorwitziger Menschen ist diese ihre Lehre aufgebracht worden und sie vertreten auch keine menschliche Schulweisheit wie andere. Sie bewohnen Städte von Griechen und Nichtgriechen, wie es einem jeden das Schicksal beschieden hat, und fügen sich der Landessitte in Kleidung, Nahrung und in der sonstigen Lebensart, legen aber dabei einen wunderbaren und anerkanntermassen überraschenden Wandel in ihrem bürgerlichen Leben an den Tag. Sie bewohnen jeder sein Vaterland, aber nur wie Beisassen; sie beteiligen sich an allem wie Bürger und lassen sich alles gefallen wie Fremde; jede Fremde ist ihnen Vaterland und jedes Vaterland eine Fremde. Sie heiraten wie alle andern und zeugen Kinder, setzen aber die geborenen nicht aus. Sie haben gemeinsamen Tisch, aber kein gemeinsames Lager. Sie sind im Fleische, leben aber nicht nach dem Fleische. Sie weilen auf Erden, aber ihr Wandel ist im Himmel. Sie gehorchen den bestehenden Gesetzen und überbieten in ihrem Lebenswandel die Gesetze.
Brief an Diogenet, Bibliothek der Kirchenväter

 

Was bei mir allerdings Fragen aufwirft:

 

Wenn die Christen keine andere menschliche Schulweisheit vertreten - was sagt das über den Kreationismus?

 

Und was bitte meint

Sie haben gemeinsamen Tisch, aber kein gemeinsames Lager.
?

 

Die letzten beiden Sätze sind wohl eher eine Antwort auf Claudias Anspruchsthread...

 

Die Armen Marokkos teilen alles mit noch ärmeren nur ihre Frauen nicht. Der Tisch ist damit für alle da. Das Ehebett aber nur für die Ehepaare.

 

Ob der Schreiber diesen Sinn meinte, weiss ich nicht.

 

"Sie gehorchen den bestehenden Gesetzen und überbieten in ihrem Lebenswandel die Gesetze."

Es wäre nur zu schön, würden Menschen, welche sich Christen nennen, alle andere Menschen solchermassen überragen. Leider werden Menschen zwangsgetauft usw. Entsprechend leben die Christen, Muslime, Juden und andere Gottesverehrer nicht überragender als bekennende Atheisten. Schlimmer noch: Die von Jesus geforderte Armutsüberwindung und der Schwächstenschutz wurde und wird von angebliche atheistischen Parteien besser zu verwirklichen versucht, als von Parteien, welche das C im Parteinamen tragen.

 

Gerhard

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GerhardIngold

Lieber Flo,

 

 

 

...

Wenn die Christen keine andere menschliche Schulweisheit vertreten - was sagt das über den Kreationismus?...

# Daß ein Kreationismus sich irrt, der wähnt, Leben sei so entstanden wie Kreationisten Genesis 1,ff verstehen wollen.

 

# Daß sich der Darwinismus irrt, der wähnt Leben entstehe und entwickle sich per Zufall.

 

"Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich träumen lässt" Hamlet.

 

 

Ohne GOTT den intelligenten Designer den Erschaffer aller Möglichkeiten - auch die des Evolutionsmechanismus - geht gar nichts.

 

 

 

 

Gruß

josef

 

Hier kann selbst ich, als agnostischer Christ, weitgehend zustimmen.

 

Wenn Du über den Heiligen Geist redest, klingen leider Deine Gedankengänge nicht immer so schlüssig wie hier. Besonders mangelt Dir meist an einer kritischen Auseinandersetzung mit der praktischen Realität. Aber da sind ja Atheisten und sicher auch ich nicht immer vorbildlicher oder Vorbilder.

 

Gerhard

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