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Wissen ist Macht?


Monika

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Ich habe nun lange überlegt,ob ich dazu was schreiben soll,oder nicht.

Jetzt habe ich mich dazu durchgerungen.

An diesem Forum gefällt mir besonders,dass verschiedene Leute,mit verschiedener Lebenseinstellung,Glaubenseinstellung,und auch verschiedenem Intellekt,teilnehmen.

Das finde ich persönlich gut.

Da es mir selber nun nicht möglich ist,meinen Intellekt einzustufen,ich mich aber trotzdem sehr gerne an Diskussionen beteilige,und sei es nur durch Lesen,und danach durch persönliche Überlegungen,oder Nachschlagen in diversen Werken.

Ich selbst besitze kein allzu grosses theologisches Hintergrundwissen.Das heisst aber nicht,dass ich nicht daran interessiert wäre.

In diesem Forum wurde ich schon oft dazu angeregt,Fragen nachzugehen,die mich in meinem Wissen weitergebracht haben.

Immer wieder fällt mir auf,(nicht grundsätzlich)dass bei manchen gelehrten und hochstudierten " Kalibern" die eine oder andere Frage,fast auf ein mildes Lächeln stösst.Oder auf dieses "Vorführen". So nach dem Motto:Was für eine blöde Frage.

Dazu fällt mir nur ein,wer nicht fragt,kann nichts lernen.

 

Mir stinkt so eine Verhaltensweise gehörig.Wenn ihr schon so gescheit seid,dann lasst mich doch bitte,bitte daran teilhaben.

Wie gesagt,ich lese fast alle Beiträge,und die eine oder andere dumme Frage wird sicherlich noch kommen.

Teilt euer Wissen mit mir,oder mit all den anderen,die auch dumme Fragen haben.

So das war es mal!

 

lieben Gruss Moni

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Liebe Moni,

 

Wissen ist keine Macht.

Im Gegenteil, je mehr ich versuche mein Wissen zu teilen/mitzuteilen, destomehr stoße ich an das Wissen Anderer.

Ich kann nur nachfragen und dazulernen,

solange es mir möglich ist.

 

Falls ich etwas schreibe, was nachfragenswert sein sollte,

dann hoffe ich, das nachgefragt wird.

 

Manchmal schreibe ich etwas, was kristallisiert ist.

 

Wie soll ich das Bild des Heiligen Geistes,

was neber meinem HerrGottswinkel hängt, beschreiben.

Ein Mensch, ausgebreitete und geöffnete Arme,

steht gegnüber dem Heiligen Geist/Taube, das alles umfließt.

 

 

Und habe doch keine Ahnung,

und bin machtlos.

 

einen lieben gruss

peter

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Oh doch! Wissen ist Macht. Und leider oft Macht, zu zerstören und zu demütigen. Genau das ist ja das Problem.

 

Es kommt auf die Diskussion und auch auf den einzelnen Diskussionsteilnehmer an. Nur die wenigsten Poster hier im Forum halte ich für so arrogant, eine Frage zum Anlass einer Machtdemonstration zu nehmen. Aber (oft sogar ungewollt) kann man mit mit einem Weniger an Wissen manipuliert werden. Der Wissende kann so ziemlich alles behaupten und jede weitere Anfrage mit Nebelwerfen ersticken. Dies kommt besonders in kontroversen Diskussionen vor, ist aber nicht unbedingt ein Zeichen von Arroganz.

 

Es ist nicht nur eine Frage von Fairness, sondern auch eine Frage der Einstellung und vor allem der Sensibilität. Und die fehlt manchmal, aber keineswegs immer. Und bei allzuviel Rücksichtslosigkeit springen oft auch andere Forumsteilnehmer in die Bresche und helfen dem wissensmäßig Unterlegenen.

 

Die meisten "Gelehrten" haben übrigens einen gut entwickelten Helferinstinkt. Auf ehrliche Fragen gehen sie durchaus ein.

 

Viel empfindlicher wird es, wenn jemand sein Wissen überschätzt oder ein Wissen vorspiegelt, das er nicht hat.

 

Übrigens: Wir sitzen eigentlich alle im gleichen Boot. Jeder hat nur in Teilbereichen profundes Wissen. Zwilling hat ein profundes physikalisches Wissen und Kenntnisse über Teilhard de Chardin. In alter Geschichte und Sprachfragen muss er sich von Ketelhohn was sagen lassen. Der wiederum weiß über Erkenntnistheorie nur einen Bruchteil von dem, was Volker weiß.

 

Liebe Moni,

 

in deiner Frage geht es gar nicht um ein Mehr- oder Wenigerwissen, sondern es geht um die Frage, wie man miteinander umgeht. Es geht um menschliche Eigenschaften und um die persönliche Einstellung zu Gesprächen und Diskussionen. Es geht um Verantwortung, die wir füreinander haben. Es geht um Rücksichtslosigkeit in der Vertretung der eigenen Position. Es geht um Willen zu Demütigung des Diskussionsgegner und um Achtung vor der anderen Meinung, auch wenn diese nicht kompetent begründet wird.

Es geht um Tugenden und Untugenden.

 

Ich kann dich nur er-mutigen. Denn was anderes, als Mut bleibt nicht übrig: Es gibt keine Garantie in diesem Forum, dass du nicht unfair behandelt wirst. Aber: No risk, no fun. Gegen Unfairness kann man sich manchmal nicht wehren, aber sie bringt einen nicht gleich um. Und Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz sind Zeichen von innerer Stärke.

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Franciscus non papa

wissen ist macht ? - sicher - in vielen situationen

 

aber:

 

je älter ich werde, um so mehr sehe ich, dass man noch so viel wissen kann, man ist niemals vor irrtum gefeit.

 

an mir selbst und auch an anderen habe ich beobachtet, dass man nie soviel weiss, oder zu wissen glaubt, wie kurz nach seinem abitur, oder kurz nach dem staatsexamen.

ich denke, es gehört zum erwachsen werden, dass man erkennt, dass wissen nicht unbedingt dazu führt, dass man auch die richtige antwort weiss, dass es sein kann, dass jemand, der sehr viel weniger weiss, trotzdem zu dem richtigen ergebnis kommt, einer der mehr weiss, zu einem falschen.

 

musikalisches beispiel:

so zwinge ich meine studenten nicht, eine bestimmte artikulation einer fuge zu machen. wenn sie eine ander gut finden, dann sage ich ihnen, warum ich es persönlich nicht gut finde, warum ich meine, es sei stilistisch nicht in ordnung - aber wenn sie es mögen, dann sollen sie ihre nehmen - dann aber konsequent :-)

 

wie oft fand ich schon ein kunstwerk beim ersten kontakt eher uninteressant oder gar langweilig, bei intensiverer auseinandersetzung habe ich die gesetzmässigkeiten entdeckt, die schönheiten....

 

je mehr ich (kennen-)lerne, umso mehr bemerke ich, wie bruchstückhaft mein wissen ist.

 

insofern tut uns allen wohl bescheidenheit gut.

 

andererseits muss ich mich immer wieder entscheiden - also muss ich das beste aus dem machen, was mir an wissen im augenblick zur verfügung steht.

 

nebenbetrachtung:

 

macht an sich ist wie ein küchenmesser. man kann damit einen anderen umbringen, man kann kartoffeln schälen und dem anderen ein gutes essen kochen.

 

natürlich fasziniert mich auch macht, und ich übe sie auch gerne aus - welcher dirigent kann das im ernst abstreiten :-)

 

aber es ist ja gerade die frage: macht wozu?

dem anderen die guten und schönen dinge näher bringen, (dazu gehört für mich auch der glaube an jesus christus und als musiker natürlich vor allem auch gute musik)

 

gruss

 

franz-josef

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Ich gehöre auch zu den "hochstudierten Kalibern" und ehrlich gesagt, von der Innensicht her, sieht die Sache ein wenig anders aus.

 

Meine Hochachtung vor studierten Schreibern ist meistens eher gering, insbesondere bei Geisteswissenschaftlern.

 

Sicherlich können sie natürlich auf lexikalischen Mehrwissen zurückgreifen, bei Übersetzungsfragen zum Beispiel oder bei Fragen zur Kirchengeschichte, aber um die Fragen beantwortet zu bekommen, kannst du letztlich genausogut ein gutes Lexikon heranziehen.

 

Anderes wiederum erscheint mir eher als hochgebildetes Geschwafel, das mit seiner Sprache genau nichts anderes tun soll als nicht studierte Leute draußen zu halten.

 

Mit Fragen, ganz einfachen Fragen ist es übrigens leicht möglich, einen solchen Ballon heißer Luft zum Platzen zu bringen.

 

Der Grund ist ganz einfach: wer in hochtrabenden philosophischen Gedankengebäuden steckt, verliert schnell jeglichen Bezug zur Realität.

 

Und um das zu merken, daß man so einen Menschen vor sich hat, dazu braucht man nicht studiert zu haben. ;)

 

Liebe Grüße

JensM

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Liebe Moni,

die Antwort auf Deine Frage, was denn nun in der Predigt von Paul VI gesagt worden ist, hat Robert inzwischen gegeben; hier:

http://www.kath.de/cgi-bin/ikonboard/topic...81&start=20

 

Er wird ein Weilchen zum Übersetzen gebraucht haben - und die anderen Antwortversuche waren (vermute ich) eher hilflose Reaktionen - die dann vielleicht als "für-blöd-verkaufen" ankamen (ich kann z. B. auch kein Italienisch). Ich vermute mal, Roberts erste Antwort auf Lingens Anfrage war deshalb so kryptisch, weil er zwar (höflicherweise) die Frage nicht unbeantwortet lassen wollte - andererseits aber damit zu rechnen ist, daß Lingen die Antwort für seine antikirchlichen Agitationen verwenden wird.

 

Liebe Grüße,

Lucia

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Liebe Lucia

 

Nochmal zur allgemeinen Klarstellung.

Es ging hier nicht um Robert!Und es ging mir auch nicht darum,hier irgendwelche Namen zu nennen.

Mir ging es lediglich darum,etwas,dass MIR hin und wieder aufgefallen ist, zu erwähnen.

 

lieben Gruss

Moni

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Zitat von Moni am 20:26 - 5.Januar.2003

Übrigens:Vielen Dank für eure Antworten!

Haben mich weitergebracht!

 

lieben Gruss

Moni

 

Aber ich hatte doch noch gar nicht geantwortet...

 

Gruß Frank

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Zitat von Thofrock am 21:26 - 5.Januar.2003

 

Aber ich hatte doch noch gar nicht geantwortet...

 

Ja, das ist mir auch aufgefallen. Wie kommt's?

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