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Ganz legale Abzockerei...


platon

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Vor der Euroumstellung zahlte man nicht selten ca. 400 - 450 Mark für ein Studentenzimmer. Das wäre der normale Preis gewesen. Heute werden meist um die 300 - 330 Euro verlangt.

 

Ein Freund erzählte mir, er habe neulich umziehen müssen, weil er und weitere 8 Mietparteien wegen Eigenbedarf gekündigt worden sei. Als einziger habe er dagegen geklagt, mit der Folge, daß seine alte Wohnung nun von der Tochter des Hausbesitzers belegt worden sei. Alle anderen sieben Wohnungen sind inszwischen neu vermietet, nur beträgt die Miete jetzt anstatt 1100 Mark nun 900 Euro.

 

Carlos

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Und man kann die Schuld nichtmal nur den Vermietern in die Schuhe schieben (solange es sich nicht um Krösusse handelt): Denn für dieselbe Menge Lebensmittel, für die man früher 100 DM zahlte, berappt man heute locker 100?.

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Ja, ja,

 

wenn man am Kiosk eine Cola kauft, sonstige Süssigkeiten, oder noch schlimmer am Automaten, dann zahlt man in Euro fast die gleiche Zahl wie in DM.

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Einspruch ! Wir haben im Oktober in der Eurozone eine Inflationsrate von 2,3 % und damit lag sie noch weit über den Daten der letzten Monate. Es handelt sich also um einen Vergleich 10/01 : 10/02. Daß einige Branchen (Gastronomie z.B. sich schamlos bedienen) verdeckt leider daß Vieles auch billiger geworden ist. Der Preiskampf der Lebensmitteldiscounter z.B. ist für Verbraucher ein Segen.

 

Zu den Mieten in Frankfurt kann ich wenig sagen. Aber in den meisten Regionen stehen Wohnungen ohne Ende leer und der Immobilienmarkt ist regelrecht eingebrochen.

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Frank, völlige und umfassende Zustimmung!

 

Ich kann das jammern um den Euro langsam nicht mehr hören. Ja, bei uns ist der Döner (das Döner? who cares) auch bei der Euroumstellung deutlich teurer geworden. Aber gerade im allgemeinen Lebensmittelhandel kann ich nicht im mindesten bestätigen, daß da irgendwas großartig teurer geworden wäre.

 

Daß die Mieten in einigen Städten wie München und Frankfurt höher liegen als in einem Luxusbordell in Gütersloh (wenn die da so was haben) und daß die Vermieter da für eine überdachte Briefmarke monatlich die Hälfte des britischen Verteidigungshaushaltes und einmal im Jahr eine Jungfrau auf Toast fordern können, liegt weniger am Euro als daran, daß die Leute sich - aus Gründen, die der Himmel allein weiß - darum prügeln, in diesen Steinwüsten zu hausen.

 

Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, wenn Leute, die nur dort arbeiten können, nicht weggehen. Aber für den Rest gilt: es war schon immer etwas teurer, einen unverständlichen Geschmack zu haben.

 

(Fällt auf, daß ich zu Frankfurt und München als Wohnorte ein etwas gespanntes Verhältnis habe? Nö, wohl nicht...)

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Du scheinst nicht nur von München keine Ahnung zu haben, Sven, sondern auch von ganz Bayern. ;) Bei uns sind nämlich - mal abgesehen von Aldi und Norma vielleicht - die Lebensmittelpreise in sämtlichen Supermärkten deutlich erhöht! Ich konnte letzten Winter kaum einen Broccoli oder Blumenkohl finden, bei dem der Pfundpeis unter 5 DM lag.

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Abgesehen davon hat der sog. offizielle Warenkorb mit meinen Lebenshaltungskosten so viel zu tun wie denen meiner Oma. Das bloße Vorhalten von der Inflationsrate bringt erst einmal wenig.

 

Paz y bien,

Ralf

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Ralf, nur um sicherzugehen: Du weißt schon, was im "offiziellen" Warenkorb (also dem des statistischen Bundesamtes, der Bundesbank, der EZB und von EUROSTAT) drin ist?

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Zitat von lissie am 23:07 - 20.November.2002

Du scheinst nicht nur von München keine Ahnung zu haben, Sven, sondern auch von ganz Bayern. Bei uns sind nämlich - mal abgesehen von Aldi und Norma vielleicht - die Lebensmittelpreise in sämtlichen Supermärkten deutlich erhöht! Ich konnte letzten Winter kaum einen Broccoli oder Blumenkohl finden, bei dem der Pfundpeis unter 5 DM lag.


 

Pardon, herzallerliebste Lissie, aber was kaufste auch im Winter Blumenkohl. Ein Kappeskopp (für Nichtniederheiner: Weißkohl) kostet bei unserem Bauern 50 Cent.

 

Und grundsätzlich gibt es bei Euro-Abzocke ein probates Gegenmittel: Nicht kaufen!

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Wer hat denn gesagt, daß ich das Ding gekauft habe???

 

Übrigens, heute morgen gerade entdeckt: In einem Discount-Lebensmittelmarkt, der vor allem für günstige Getränke bekannt ist, habe ich oft einen Karton passabler italienischer Weine für 20 DM gekauft. Der kostet jetzt 15 ?.  (Die Weine sind aber noch die gleichen, ich hab zufällig noch einen Karton von früher gelagert.)

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Schon wieder  Wein ?

 

Übrigens, der Einliter-Tetrapak "Rebenschoppen" bei Aldi Nord kostet 75 cent. Ich wqeiß aber nicht ob alle Kassen die Behandlung danach bezahlen...  

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Für den Warenkorb gilt natürlich, daß der Aldi seine Preise ganz gerecht angepaßt hat. Nun hat bei mir vor der Haustür ein ganz kleiner Lebensmittelladen eröffnet, und der verlangt auf jeden Fall ganz übertriebene hohe Preise. Ich frage mich, wie lange die das noch machen werden können.

 

Neuwagen sind fast alle entsprechend umgerechnet. Gebrauchtwagen, so sagt man, werden verteuert angeboten. Ein Uralter Pentium war vor der Währungsumstellung manchmal als Schnäppchen sogar für 80 DM im Inserat zu finden. In der Regel waren es 150 DM. Danach will man oft 150 Euro dafür. Die Spitzenpreise für diese Klasse liegen manchmal bei 200 Euro; vorher hätte sich niemand getraut 400 Mark dafür zu verlangen.

 

Grüße, Carlos

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Zitat von lissie am 11:00 - 21.November.2002

Übrigens, heute morgen gerade entdeckt: In einem Discount-Lebensmittelmarkt, der vor allem für günstige Getränke bekannt ist, habe ich oft einen Karton passabler italienischer Weine für 20 DM gekauft. Der kostet jetzt 15 ?.  (Die Weine sind aber noch die gleichen, ich hab zufällig noch einen Karton von früher gelagert.)


 

Wer einen Karton italienischen Wein um 20 DM erwirbt (jetzt sogar nur mehr 15?) und meint, der wäre passabel, hat entweder einen gestörten Geschmackssinn - oder keine Ahnung von Wein. Naja, ich muss ja das Zeug zum Glück nicht saufen (trinken wäre sicher geschmeichelt).

 

Bei der Gelegenheit: wer Interesse hat an einem echten Schnäpchen aus Italien:

 

bottiglia_foto-eti-ar.jpg

 

der Assisi Rosso aus dem Hause Sportoletti. Der 2001er ist beim Winzer um 6,30 € pro Flasche zu haben. Der Wein wird von keinem geringeren als Riccardo Cotarella vinifiziert. Das Preis-Leistungsverhältnis ist imo konkurrenzlos, ich jedenfalls habe zu einem solchen Preis noch nichts vergleichbar Gutes getrunken (bin aber für Tipps stets dankbar!)

 

Noch ist Umbrien ja im Vergleich zur Toskana als Weinregion noch relativ unentdeckt. Meine Frau und ich füllen uns jedes Mal, wenn wir im Frühjahr und Herbst auf einige Tage nach Asssis fahren, den Kofferraum mit umbrischen Roten voll, darunter zahlreiche Flaschen aus dem Hause der Gebrüder Sportoletti. Auch deren Olivenöl kann ich empfehlen, vor allem für Liebhaber einer eher herben Geschacksrichtung (ist aber nicht ganz billig). Das Weingut liegt zwischen Spello und Assis, direkt an der alten Landstrasse (SS irgendwas), ist also einfach zu finden.

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Ich habe keine Ahnung von Wein - ich mag Bier viel lieber.

 

Der Wein war trotzdem passabel. Für DEN Preis jedenfalls.  (Sogar für den Euro-Preis).  MIt Unertl-Weißbier kann er natürlich trotzdem nicht mithalten. ;)

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Tja, beim Bier kann wiederum ich nicht mitreden, da ich überhaupt keines trinke - hat mir nie geschmeckt.

 

Noch ein Nachtrag zum Assisi Rosso von Sportoletti: man bekommt ihn auch in einem kleinen Supermarkt gegenüber der Längsseite von Santa Maria degli Angeli fast zum gleichen Preis wie beim Winzer (wenn ich mich recht erinnere nur um 30 Cent teurer).

 

Und wenn ihr schon mal in der Gegend seid, schaut mal bei Rocca di Fabbri vorbei (die Webseite ist auch einen Besuch wert: http://www.roccadifabbri.com/ - wirklich sehr schön gemacht).

 

Der Rosso di Montefalco ist dort auch unter 10 € zu haben (ich glaube, wir zahlten knapp 8 für die Flasche), beim Sagrantino geht's dann aber mit dem Preis steil hinauf

 

Und wenn wir schon bei kulinarischen Tipps sind: Ristorante La Stalla, ein uriges und gutes Restaurant, kann man nicht beschreiben, muss man gesehen haben; jedenfalls ist Schlemmen zu vernünftigen Preisen angesagt, der Hauswein, ein umbrischer Roter, ist auch gut trinkbar und günstig. Wir wohnten im angrenzenden Albergo, was wegen der Kürze des Weges und der sich um mich leicht drehenden Erde recht angenehm war.

Achja, die Adresse: V. S. Rufino Campagna 8 in Assisi, direkt an der Straße hinauf zur Eremo delle Carceri, wenige Minuten nach der Stadtgrenze von Assisi.

 

(Geändert von altersuender um 12:59 - 22.November.2002)

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Übrigens gibt es auch viele Artikel die seid der Euroumstellung viel billiger geworden sind.

Aktien zum Beispiel...

 

(Für ca. einen Euro kann man Miteigentümer an einem Münchner Videoverleih werden der immerhin mal höher bewertet war als die gesamte Lufthansa)

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