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Geschrieben

zu Frage 1: Gerade zur Zeit vor Weihnachten ist es eine Unsitte, alle möglichen Süßspeisen und Gebäcksorten mit Zimt zu "veredeln", bis alles einheitlich nach dem Gewürz schmeckt. Deshalb würde ich das nicht für den schönen Pfirsichkuchen verwenden.

zu Frage 2: Orange oder Zitrone sorgen für ein entsprechenden Geschmack, besonders wenn man frisch abgeriebene Schale verwendet, der zu fast jeder Obstsorte gut passt.

Geschrieben
2 hours ago, Flo77 said:

Heute soll es ein Pfirsichkuchen werden. Also wie oben nur mit gewürfelten Pfirsichen aus der Dose. Natürlich mit Pfirsichsaftzuckerguß.

 

Frage 1: Verträgt sich Pfirsich mit Zimt oder sollte eher Vanille, Zitrone oder Orange als Aroma mit rein?

 

Frage 2: Gewinnt Pfirsich durch die Zugabe von Vollmilchschokotropfen?


Eigentlich gibt es Juanas Hinweis nichts mehr hinzuzufügen.

Ich verweise da mal auf die Klassiker. Der große Escoffier schuf sowohl die Birne Helene als auch den Pfirsich Melba.

(Und beides sind beides zudem noch Oden an die Musik - was für Zeiten, als Künstlern noch mit einer eigenen Dessertkreation gehuldigt wurde. Also die Birne mit Schokolade, der Pfirsich mit anderen Früchten.)

Geschrieben

Die KI meinte Vanille, Zimt und Zitrone.

 

Da die Schokolade rein kommt, lass ich den Zimt mal weg und lass mich überraschen.

Geschrieben

Ich habe ein Studentenkochbuch von 1875 gefunden.

https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN635355604&PHYSID=PHYS_0001&DMDID=

 

Die Rezepte sind mit "minimalistisch" noch sehr wohlwollend umschrieben, der Umgang mit Kondensmilch erscheint auf den ersten Blick ungewohnt, aber ohne Kühlschrank ergibt die Verwendung ja durchaus Sinn. Die völlige Abwesenheit von Pfeffer und vielen anderen Gewürzen dagegen lässt mich etwas ratlos zurück.

 

Völlig irritiert bin ich allerdings mit den Kochzeiten. Seine Kartoffelsuppe soll rund 1 Stunde köcheln bevor die Kartoffeln gestampft werden. Bei seiner Rindfleischsuppe (in der mir Lauch, Möhre und Sellerie fehlen) scheint mit 6 Stunden Kochzeit gerechnet worden zu sein. Beides erscheint mir 1. extrem lang und 2. bei einem Spirituskocher in einer Studentenbude nun wirklich keine gute Idee sowas zu machen, während man in der Vorlesung sitzt.

 

Was ich allerdings für völlig unmöglich halte ist das Rezept für gekochte Eier. Für weichgekochte sind 3,5 Minuten veranschlagt für hartgekochte 4-5 Minuten - nach allem, was ich über das Kochen von Eiern weiß, braucht ein Ei wenigstens 9-10 Minuten um als hartgekocht durchzugehen. Ist das nun auch eine Sache, die mit dem fehlenden Kühlschrank zusammenhängt???

Geschrieben

"Man bitte die Wirtin um eine kleine Portion sauber geschälterKartoffeln..."  Den Pauksäbel können sie handhaben, ein kleines Schälmesser nicht ??

 

Die seltsamen Kochzeiten für Eier können nicht mit einem fehlenden Kühlschrank zusammenhängen. Rohe Eier findet man im Supermarkt ja auch nicht im Kühlregal. Ich vermute eher, sich Verfasserin ebensowenig wie die armen Studenten Chrononeter mit Sekunndenzeiger leisten konnten und daher den Zeitangaben ein nicht geringer Unsicherheitsfaktor zugute gehalten werden musste. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 51 Minuten schrieb Wunibald:

"Man bitte die Wirtin um eine kleine Portion sauber geschälterKartoffeln..."  Den Pauksäbel können sie handhaben, ein kleines Schälmesser nicht ??

Ein Schälmesser gehörte nicht zu der empfohlenen Grundausstattung. Auch die geriebenen  Kartoffeln und Zwiebel für Kartoffelpuffer bzw. Reibekuchen sollten bei Frau Wirtin erfragt werden.

 

vor 51 Minuten schrieb Wunibald:

Die seltsamen Kochzeiten für Eier können nicht mit einem fehlenden Kühlschrank zusammenhängen. Rohe Eier findet man im Supermarkt ja auch nicht im Kühlregal. Ich vermute eher, sich Verfasserin ebensowenig wie die armen Studenten Chrononeter mit Sekunndenzeiger leisten konnten und daher den Zeitangaben ein nicht geringer Unsicherheitsfaktor zugute gehalten werden musste. 

3 Paternoster + englischen Gruß für weiche Eier, 5 für harte?

bearbeitet von Flo77
Geschrieben

Gebetsdauer als Zeitangabe war ja durchaus üblich. 

Für die Schale zur Zitronenlimonade sollte der Student aber schon ein feines Taschenmesser haben. 

Geschrieben

Ich finde allerdigs den Gedanken, oben in der Dachkammer hantiert ein "Student" mit einem Petroleumkocher auf einem kleinen Tisch neben seinen Büchern, grundsätzlich sehr wenig vertrauenerweckend. 

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